Duftstoffe – chemische Begleiter im Alltag

Als Duftstoff bezeichnet man eine anregende Substanz, die vom Geruchssinn, der Nase, gesteuert wird. Dieser bewirkt eine positive Wirkung, die Mensch, Tier und Pflanze zur Kommunikation und Verbreitung nutzen. Allerdings können sich diese wohlriechenden Düfte, wenn sie chemisch hergestellt wurden, negativ bemerkbar machen. Allergien und Krankheitssymptome, die sich auf Haut und Atmungsorgane beziehen, sind dann die Folge.

Düfte und ihre Auswirkungen

Unterschieden wird in natürlichen Duftstoffen und künstlich hergestellten Duftaromen. Nicht nur letztere sind bei entsprechender Veranlagung Krankheitserreger. Durch die Nase eingeatmet, aber auch durch die Haut aufgenommen, ist in den meisten Fällen eine positive Resonanz erkennbar. Diese äußert sich in einer Anregung oder Stimulanz, die im Gehirn Assoziationen freisetzt.

Das bedeutet, sobald die Nase einen angenehm wahrnehmbaren Geruch aufnimmt, arbeitet das Gehirn diesen positiv um. Außer es werden dadurch, aus Erfahrungswerten hervorgerufen, unangenehme Verbindungen erzeugt. Diese sind allergisch bedingt.

Als besonders allergieerzeugend bzw. reizend wirken 26 Duftstoffe, das hat das wissenschaftliche Beratungskomitee der Europäischen Union (SCCNSP) herausgefunden. Gerade auf Kosmetikprodukten sollten diese Stoffe deklariert sein. Festgelegte Konzentrationen dürfen nach einer Kosmetikverordnung nicht überschritten werden. Hervorzuheben ist Citral, Farnesol und Linalool. Auch die in Wasch- und Putzmitteln enthaltenen Duftstoffe müssen genannt werden und eine Grenzüberschreitung sollte ausgeschlossen sein.

Nicht verwunderlich ist es, wenn man bedenkt, dass zur Herstellung von Duftstoffen über 3500 unterschiedliche Chemikalien verwendet werden. Dass der menschliche Organismus dann überreagiert, ist kein Einzelfall. Lungenärzte und HNO-Spezialisten machen chemische Duftstoffe dafür verantwortlich, dass die Krebsraten steigen. Besonders Raucher, die Duftbäume in ihrem Kraftfahrzeug mitführen, setzen sich einer doppelten Gefahr aus. Die zahlreich miteinander gemischten, künstlichen Riechstoffe bilden zusammen mit dem Nikotin des Zigarettenrauches ein perfektes Gemisch, um das Krebsrisiko beträchtlich zu erhöhen.


Natürliche Duftstoffe

In der Natur ergibt es sich von selbst, dass bei guten, größtenteils süßlichen, Gerüchen die Umsetzung emotionaler Verbindungen entsteht. Man denke an das Anlocken von Insekten, das durch die Blütenöffnung erfolgt. Der Nektar wird beispielsweise bei den Bienen zur Erzeugung von Honig verwendet. Auch für sämtliche anderen Insektenarten dient der Duftstoff der Blüten von Bäumen, Blumen und Pflanzen als magnetischer Anziehungsfaktor. Die jeweilige Pflanzenart wird so automatisch verbreitet. Andererseits ist der Duftstoff für manche Tierart auch abschreckend. Zieht eine praktische Reaktion nach sich. Für Menschen lösen diese natürlichen Düfte angenehme Emotionen aus. Deshalb werden diese auch künstlich erzeugt, um im Alltag wohltuende Gefühle zu erleben oder diesen schlichtweg zu verschönern.

Hervorzuheben ist, dass auch Naturdüfte nicht ungefährlich sind. Besonders bei hochsensiblen Personen ist darauf zu achten, dass sie keine Duftkerzen und Duftbäume in geschlossenen Räumen aufstellen. Denn besonders Kampher, Eukalyptus und Pfefferminz lösen auch vermehrt Überreaktionen aus. Geringer fällt zudem die Konzentration von Terpentinöl, Orangen-, Zitronenschalen aus. Des weiteren auch Teebaum- und Nelkenöl. Das zentrale Nervensystem wie auch die Nieren sind weitere Schwerpunkte, die sensibel auf diese Düfte reagieren.


Künstlich erzeugte Düfte

Positive Effekte:
Nicht immer ist es möglich, sich die Natur ins Haus zu holen. Deshalb erzeugt die chemische Industrie identische Möglichkeiten. Diese äußern sich in nachgeahmten Naturstoffen, so dass beispielsweise muffige Räume angenehm riechen. Schlechte Gerüche, wie sie in Bad oder Toilette auftreten, werden mit einem Duftspray schnell beseitigt.

Vorkommen chemischer Duftstoffe:

 

  • Räume
  • Polstermöbel
  • Duftlampen
  • Kerzen
  • Waschmittel
  • Putzmittel
  • Kosmetikprodukte
  • Haarpflege
  • Getränke
  • Süßigkeiten
  • Textilien
  • Werbeflyer
  • Farben
  • Wellnessbereich
  • Krankenhäuser
  • Arztpraxen
  • Hotels

Duftstoffe erzeugen Kauffreude

Durch diese angenehme Erfahrung, dass gutriechende Lebens- und Genussmittel auch gut schmecken, wird der Verkauf von allerlei Produkten angekurbelt. Sie setzen glückliche Gefühlswelten frei, die sonst schlummern würden. Bestimmte Gerüche werden automatisch mit schönen Erlebnissen verbunden, so dass besonders im Lebens- und Genussmittelbereich die Kaufkraft steigt. Aber nicht nur hier, sondern auch im Freizeitbereich liegen die Geruchsexplosionen im positiven Sinne auf der sicheren Seite. Man denke allein an die unendlichen Geruchsvielfalten in der Parfümerie. Hier werden die künstlich nachempfundenen Naturstoffe verwendet, um die Käufer und Käuferinnen in immer neue Dufterfahrungen mit einzubeziehen. Fakt ist: Die Vielfalt macht sich offensichtlich bezahlt.

Allein die Festtage wie Weihnachten und auch Geburtstage, sowie weitere Anlässe, an denen mit Duftstoffen die Festlichkeit unterstrichen werden, sind beispielgebend. Die Absatzzahlen schnellen nachweislich in die Höhe, wenn mit entsprechenden Duftmarken die Kundschaft gelockt und zum Kauf animiert wird. Doch die Dauerberieselung ist nicht ohne gesundheitliche Folgen denkbar. Irreparable Schäden sind nicht auszuschließen.


Gefährliche Giftcocktails

Duftprodukte sind sehr beliebt. Die wachsende Zahl der Konsumenten diverser Duftartikel ist der Beweis. Allerdings ist die Gesundheitsgefahr vielen nicht bewusst, was sich erst im Laufe der Zeit herauskristallisiert. Die Vielzahl der unterschiedlichen chemisch erzeugten Duftnuancen erreichen den menschlichen Geruchssinn in einer immer mehr steigenden Dimension, so dass allergische Reaktion fast schon mit inbegriffen sind.

Noch ist wissenschaftlich noch nicht vollständig erklärt, warum allein durch das Einatmen von Fremdstoffen das körpereigene Immunsystem überreagiert. Möglich ist die Überflutung in jedem Falle. Die Rangfolge in dieser Übersensibilität steht direkt hinter Nickel, so dass es nicht verwundert, wenn praktisch wie aus heiterem Himmel Hautreaktionen auftreten. Die toxischen Substanzen sind dabei die wirkliche Gefahr. Viele Düfte und ihre unbekannten Zusammensetzungen chemischer Art gelangen auch durch die Atemaktivität der Haut in den Körper. Manche Stoffe sind zudem fettlöslich und lagern sich langzeitlich im Fettgewebe ein. Gesundheitliche Auswirkungen mit inbegriffen. Diese Langzeitschäden begünstigen Tumorerkrankungen, sind demzufolge sogar krebserregend. Das resultiert zudem daraus, dass die meisten Duftkomponenten schwer abbaubar sind. Vorrangig Moschusverbindungen. Sie reichern sind in der Umwelt an und belasten dauerhaft Mensch und Tier.

Krankheitssymptome:

 

Extrem gefährdet sind:

Besonders empfindliche Personen, so auch Senioren, Kinder und Berufstätige, die viel mit künstlicher Belüftung zu tun haben, stellen die Risikogruppen dar. Ist schon eine Allergie anderer Art bekannt, ist die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese künstlichen Duftstoffe eine weitere Überreaktion des Körpers begünstigen.

Gerade in der Schwangerschaft stellt die Aufnahme von künstlichen Stoffen ein Risiko für das Ungeborene dar. Deshalb sollten werdende Mütter besser wenig parfümierte Produkte verwenden. Besonders für männliche Föten ist die Aufnahme von Fremdstoffen, die sich in künstlich erzeugten Duftstoffen summieren, gefährlich. Die Möglichkeit, dass sich in späteren Jahren Hodenkrebs entwickeln könnte, steigt beträchtlich.

Wichtig: Besonders vor Kindern sollten diese Produkte ferngehalten werden. Denn das Verschlucken auch winzigster Mengen kann bei ihnen zu schweren Vergiftungserscheinungen führen.

Tipp: Nicht immer ist es möglich, sich den Duftstoffen zu entziehen. Besonders sensible Personen, wie Allergiker, sollten beim Kauf von Produkten, die künstliche Duftstoffe enthalten, vorsichtig sein. Die Inhaltsangaben besagen, welche Stoffe enthalten sind. Hier kann sich der bewusst Einkaufende einen guten Überblick verschaffen, was für ihn sinnvoll ist. Beim Kauf von Bioprodukten ist keine Chemie enthalten, sollte zumindest so sein. Dieser Ratschlag ist eine gute Vorbeugung, um sich von künstlichen Düften bewusst fernzuhalten.

Welche Alternativen gibt es?

Duftstoffe finden sich in der Natur reichlich. Bei Überempfindlichkeit auf Gerüche aller Art ist auf Neutralität zu achten. Möchte man aber dennoch verwöhnt werden, ist die eigene Allergiebetrachtung empfehlenswert. Das heißt, kennt man seine Neigung zu bestimmten Auslösern duftspezifischer Art, ist die halbe Miete schon gewonnen.

Da besonders in Wasch- und Reinigungsmitteln immer Duftstoffe enthalten sind, ist die Einfachlösung der beste Weg. Simple Seifenlaugen mit Kernseifenzusatz, so wie sie Groß- und Urgroßmutter verwendeten, enthalten nur natürliche Bestandteile und keinerlei Duftstoffe chemischer Art. Dazu sind diese Produkte noch preiswerter. Unangenehme Gerüche in Räumen wie Bad, Toilette oder muffigen Zimmern werden am effektivsten durch das häufigere Lüften entfernt. Diese Methode ist die gesündeste und dazu kostenlos.

Auch helfen Lavendelsäckchen und getrocknete Naturblüten aller Art die Raumluft zu verbessern. Diese können versteckt in Bücherregalen schlummern oder auch vollkommen offen aufgelegt auf Tischen platziert werden. Eine hübsche Glasschale mit Rosen- und Kräuterblüten nach persönlicher Vorliebe ist nicht nur dekorativ, sondern auch gesundheitlich wertvoll. Wichtig ist, dass sie nach ein paar Wochen erneuert werden, da die Duftstärke mit der Zeit abnimmt.

In Schränken – Kleiderschränken speziell – helfen wohlriechende Seifenstücke mit Naturzusätzen nicht nur schlechten Gerüchen vorzubeugen, sie verhindern auch den Mottenbefall.

Gesundheitliche Vorteile

Nicht nachgewiesen ist die vorteilige Verwendung von Naturstoffen. Sie gelangen ebenfalls durch das Einatmen oder durch die Poren der Haut in den Organismus. Das Resultat kann die unterstützende Heilung sein. Ätherische Öle wirken auf Pilze, Bakterien und teilweise Viren. Bei Geburten finden sie als alternative Heilkunst Anwendung. So unterstützen sie positiv den Geburtsverlauf. Auch gegen Angst, Schmerzen, Depressionen, Schlafstörungen helfen sie vereinzelt. Vereinzelt wurde nachgewiesen, dass Eukalyptusöl die anfänglichen Krebszellen bei Hautkrebs hemmen.

Ätherische Öle, gegründet auf Naturbasis, können wohltuend und heilend wirken. Ihre Anwendung ist aber nicht ausreichend wissenschaftlich bewiesen. Und wie oben schon erwähnt, sind Allergiker von diesen Therapien ausgenommen, da auch Duftstoffe aus der Natur bei ihnen Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen können. Zudem ist die Lagerung ein wichtiger Punkt, der beachtenswert ist. Falsche Verabreichung und zu hohe Aufbewahrungstemperaturen begünstigen Vergiftungserscheinungen und führen zum Auslösen von Krankheitssymptomen.

Fazit

Zusammenfassend sei noch einmal erklärt, dass zu häufiges und zu viele unterschiedliche Düfte, die chemisch erzeugt sind, immer eine erhöhte Gesundheitsgefahr darstellen. Das Immunsystem kann die Vielzahl dieser unnatürlichen Zusammensetzungen nicht mehr ausreichend verarbeiten, so dass Irritationen auftreten können. Leider ist es oft nicht möglich, sich den Duftauswüchsen zu entziehen. Man denke allein an Räume, die öffentlich sind, wie Arztpraxen, Kaufhäuser und sogar Wellnessbereiche. Produkte allerdings kann sich jeder genau ansehen. Zwar ist nicht jedes kleinste Molekühl aufgelistet, größere Mengen müssen jedoch laut gesetzlicher Verordnungen vermerkt sein.

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