Minoxidil

Minoxidil ist ein anti-hypertonisch wirkendes Arzneimittel. Es findet seine Anwendung bei arterieller Hypertonie (Bluthochdruck) und bei der Androgenetischen Alopezie (erblich bedingter Haarausfall).

In Deutschland ist der Wirkstoff seit 1982 als Blutdruckmittel auf dem Markt. Im Jahr 1988 wurde er erstmals zur Behandlung von Haarausfall zugelassen. Das Patent für den Wirkstoff Minoxidil lief im Jahr 1996 aus und ist seitdem in zahlreichen Medikamenten enthalten.

Der Wirkstoff gilt als sehr gut verträglich. Als Medikament gegen hohen Blutdruck angewendet, kann als Nebenwirkung verstärkter Haarwuchs auftreten.

Zur Behandlung von erblich bedingten Haarausfall wird er äußerlich angewendet. Im Folgenden möchten wir Sie ausführlich über den Wirkstoff Minoxidil informieren.

MinoxidilWas Ist Minooxidil?

Minoxidil wurde als Medizin gegen Bluthochdruck auf den Markt gebracht.

Die Patienten, die damit behandelt wurden, bemerkten bei der Einnahme eine interessante Nebenwirkung.

Bei ihnen stellte sich vermehrter Haarwuchs ein. Nach weiterer intensiver Forschung konnte Minoxidil dann auch zur Behandlung von genetisch bedingtem Haarausfall eingesetzt werden.

Heute gilt der Arzneistoff bei Experten als einziges wirksames Mittel gegen den Erblich bedingten Haarausfall und das ganz ohne schwerwiegende Nebenwirkungen.

Heute benutzen Millionen von Patienten mit Haarausfall Produkte mit dem Wirkstoff Minoxidil.

Während Patienten mit Bluthochdruck die Medikamente mit Minoxidil oral einnehmen müssen, wird der Wirkstoff bei der Behandlung von Haarausfall in Form von Schaum oder einer Lösung direkt auf die Kopfhaut aufgebrachte.

Die Mittel gegen Haarausfall enthalten bei Frauen etwa zwei Prozent Minoxidil und bei Männern etwa fünf Prozent. Die Präparate werden zweimal täglich auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgebracht.

Das Mittel ist also sowohl für Männer als auch für Frauen geeignet und hat weltweit viele Anhänger gefunden. Es gilt als einziges wirkliches Mittel, das den erblich bedingten Haarausfall, wenn auch nicht verhindern, so doch aufhalten und abschwächen kann.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

Die Hauptanwendungsgebiete von Minoxidil sind:

  • arterielle Hypertonie
  • Androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall)

Die arterielle Hypertonie, die sich mit anderen blutdrucksenkenden Medikamenten nicht behandeln lässt, wird min Minoxidil behandelt.

Aufgrund seiner Nebenwirkungen wird es normalerweise in Kombination mit einem Diuretikum, also einem Entwässerungsmittel, und einem Betablocker angewendet.

Bei dem erblich bedingten Haarausfall, also der androgenetischen Alopezie, wird der Wirkstoff lokal als Lösung oder Schaum angewendet.

Der Haarausfall und die damit zusammenhängende Verdünnung des Haares wird verlangsamt. Teilweise kann sogar ein wieder vermehrter Haarwuchs festgestellt werden. Allerdings lässt die Wirkung nach, wenn Minoxidil abgesetzt wird.

Manchmal versuchen männliche Jugendliche, ihren Bartwuchs mit dem Wirkstoff zu fördert. Für diese Anwendung sind die Mittel allerdings nicht zugelassen und die Behandlung erfolgt auf eigene Verantwortung.


Allgemeines

Allgemeines
NameMinoxidil
Andere Namen
  • 2,6-Diamino-4-piperidinopyrimidin-1-oxid
  • 6-Piperidinopyrimidin-2,4-diamin-3-oxid
SummenformelC9H15N5O
Kurzbeschreibungweißes bis fast weißes, kristallines Pulver

Wirkungsweise

So wirkt Minoxidil

Minoxidil wirkt bei Bluthochdruck, indem es die glatte Muskulatur der Blutgefäße erschlaffen lässt, was eine Gefäßerweiterung zur folge hat.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich bei der Anwendung auch die Kapillaren in der Kopfhaut erweitern. Auf diese Weise trägt der Wirkstoff zu einer besseren Versorgung der Haarwurzeln mit Nährstoffen bei, wodurch der Haarwuchs gefördert wird.

Weiterhin kann Minoxidil im Haarzyklus die sogenannte Telogenphase, also die Ruhephase, verkürzen. So setzt die Wachstumsphase früher ein und der Haarwuchs wird angeregt.

Die genaue Wirkungsweise von Minoxidil im Zusammenhang mit dem Haarwuchs ist bis heute nicht restlos geklärt.

Besonders wirksam zeigte sich Minoxidil bei 18- bis 49-jährigen Männern, bei denen die kahlen Stellen auf der Kopfhaut etwa drei bis zehn Zentimeter betrug.

Bei dieser Gruppe ist die Wahrscheinlichkeit, dass der erblich bedingte Haarausfall gestoppt werden kann am Größten. Etwa 80 Prozent der Anwender aus dieser Gruppe kann mit einem erfolgreichen Stopp ihres Haarausfalls rechnen.

Auch Frauen können aus dem Wirkstoff Minoxidil Nutzen ziehen. Bei Frauen kann Minoxidil der erblich bedingten diffusen Verdünnung der Haare entgegenwirken und die Bildung einer Glatze verhindern.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Minoxidil

Als Mittel gegen Bluthochdruck wird Minoxidil oral eingenommen. Als Wirkstoff gegen Haarausfall wird Minoxidil äußerlich direkt auf der Kopfhaut aufgetragen und dringt in diese ein.

Der Wirkstoff wird in der Leber zu unwirksamen, in Wasser gut löslichen Stoffwechselprodukten umgewandelt. Anschließend wird es über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Minoxidil ist etwa vier Stunden nach der Einnahme zur Hälfte abgebaut und ausgeschieden.


Anwendungsgebiete

Wann wird Minoxidil eingesetzt?

Minoxidil wird hauptsächlich bei therapieresistentem Bluthochdruck eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine Art Bluthochdruck, der sich mit anderen blutdrucksenkenden Mitteln nicht behandeln lässt.

Wegen der Nebenwirkungen von Minoxidil wird es normalerweise mit einem Entwässerungsmittel und einem Betablocker eingesetzt. Bei der Behandlung von Bluthochdruck wird Minoxidil in Form von Tabletten oral eingenommen.

Das zweite Anwendungsgebiet von Minoxidil ist die Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall, also bei androgenetische Alopezie.

In diesem Fall wird es als lokal anzuwendende Lösung oder Schaum eingesetzt und wird direkt auf die betroffenen Stellen der Kopfhaut aufgetragen.

Der Haarausfall und die damit verbundene Verdünnung der Haare wird verlangsamt und teilweise kann bei den Anwendern vermehrter Haarwuchs festgestellt werden.

Die Mittel finden sowohl bei Frauen als auch bei Männern Anwendung. In den Mitteln für Frauen sind etwa zwei Prozent des Wirkstoffes und bei Männern fünf Prozent des Wirkstoffes enthalten. Die Wirkung hält nur so lange an, wie Minoxidil angewendet wird.


Richtige Anwendung

So wird Minoxidil angewendet:

Kommt Minoxidil zur Behandlung von Bluthochdruck zum Einsatz, so geschieht dies in Form von Tabletten. Diese werden auf Anordnung eines Arztes ein- oder zweimal täglich in der vom Arzt verordneten Dosierung eingenommen.

Die maximale Tagesdosis beträgt 100 Milligramm. In vielen Fällen kann der Blutdruck mit niedrigeren Dosierungen optimal eingestellt werden.

Zur Behandlung von erblich bedingtem Haarausfall gibt es zwei Möglichkeiten für den Einsatz von Mitteln mit Minoxidil und zwar eine Lösung oder ein Schaum.

Die Mittel für Frauen enthalten zwei Prozent des Wirkstoffes und die für Männer fünf Prozent. Die Mittel werden zweimal am Tag auf die betroffenen Stellen direkt auf die Kopfhaut aufgetragen.

Um die Anwendung auf der Kopfhaut zu vereinfachen, enthalten die Mittel meist Propylenglykol, um die Viskosität zu erhöhen.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Minoxidil?

Die folgenden Medikamente enthalten Minoxidil als Wirkstoff:

Blutdrucksenkende Medikamente:

  • Lonolox 10 mg Tabletten, Pfizer Pharma PFE GmbH
  • Lonolox 2,5 mg Tabletten, Pfizer Pharma PFE GmbH

Gegen Haarausfall:

  • Alopexy 5 % Lösung zur Anwendung auf der Haut, Minocidil 50 mg pro ml Lösung, 180 ml Lösung, Pierre Fabre Dermo Kosmetik GmbH
  • Minoxicutan Frauen 20 mg/ml Spray zur Anwendung auf der Haut (Kopfhaut), Minoxidil 20 mg pro ml , Minoxia, 180 ml Sprays, Dermapharm AG Arzneimittel
  • Minoxicutan Frauen 20 mg/ml Spray zur Anwendung auf der Haut (Kopfhaut), Minoxidil 20 mg pro ml Spray, 60 ml Spray, Dermapharm AG Arzneimittel
  • Minoxicutan-Männer 50 mg/mo Spray zur Anwendung auf der Haut (Kopfhaut), Minoxidil 50 mg pro ml Spray, 180 ml Sprays, Dermapharm AG Arzneimittel
  • Minoxicutan Männer 50 mg/mo Spray zur Anwendung auf der Haut (Kopfhaut), Minoxidil 50 mg pro ml Spray 60 ml Sprays, Dermapharm AG Arzneimittel
  • Regaine Frauen, Minoxidil 20 mg pro ml Lösung, 180 ml Lösung, Johnson & Johnson GmbH
  • Regaine Frauen, Minoxidil 20 mg pro ml Lösung, 60 ml Lösung, Johnson & Johnson GmbH
  • Regaine-Frauen Schaum, Minoxidil 50 mg pro ml Sprühlosung, 120 Sprühlosung, Johnson & Johnson GmbH
  • Regaine Männer, Minxodil 50 mg pro ml Lösung, 180 ml Lösung, Johnson & Johnson GmbH
  • Regaine Männer, Minosicil 50 mg pro ml Lösung, 60 ml Lösung, Johnson & Johnson GmbH
  • Regaine-Männer Schaum, 50 mg/g, Minoxidil 50 mg pro g Dosierschaum, 180 g Dosierschaum, Johnson & Johnson GmbH
  • Minoxidil BIO-H-TIN-Pharma 20mg/ml, Dr. R. Pfleger GmbH
  • Minoxidil BIO-H-TIN-Pharma 50mg/ml, Dr. R. Pfleger GmbH

Handelsnamen

Medikamente mit Minoxidil zur Senkung des Bluthochdrucks sind unter den folgenden Handelsnamen zu finden:

  • Loniten (Österreich, Schweiz)
  • Lonolox (Deutschland)

Präparate mit Minoxidil zur Behandlung von Haarausfall sind unter den folgenden Handelsnamen zu finden:

  • Alopexy (Deutschland, Österreich, Schweiz)
  • Neocapil (Schweiz)
  • Regaine (Deutschland, Österreich, Schweiz)
  • Rogaine (USA)

Indikationen

Hypertonie (Bluthochdruck)

Minoxidil kommt bei Bluthochdruck zum Einsatz, der gegenüber anderen Mitteln zur Blutdrucksenkung resistent ist, das heißt, dass die therapeutischen Dosen anderer blutdrucksenkender Mittel keinen ausreichenden Erfolg zeigen.

Androgenetische Alopezie (erblich bedingter Haarausfall)

Bei 18- bis 49-jährigen Männern kann die Behandlung mit Mitteln, die den Wirkstoff Minoxidil enthalten, die Bildung einer Glatze aufhalten. Der Haarausfall soll bei 70 bis 80 Prozent der Männer aufgehalten werden können.

Bei bis zu 30 Prozent stellt sich neuer Haarwuchs ein. Allerdings dind bei weniger als 10 Prozent die Ergebnisse wirklich zufriedenstellend. Am Besten sind die Resultate bei dunkelhaarigen Menschen unter 50 Jahren. Allerdings sollte der Haarausfall noch keine zehn Jahre andauern.

Bei Frauen kann Minoxidil den Haarausfall im Bereich des Scheitels stabilisieren und der Bildung einer Glatze entgegenwirken.


Gegenanzeigen

Wann darf Minoxidil nicht verwendet werden?

Minoxidil darf nicht verwendet werden bei:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Pulmonaler Hypertonie aufgrund einer Mitralstenose
  • Phäochromozytom

Minoxidil zur Anwendung auf der Kopfhaut darf nicht verwendet werden bei:

  • gleichzeitiger Verwendung anderer lokaler Mittel direkt auf der Kopfhaut
  • Haarausfall, der spontan und ungleichmäßig auftritt
  • Haarwachstum im Gesicht während der Behandlung bei Frauen, die die Mittel für Männer anwenden)
  • Gebrauch von Schaum für Männer am Ansatz der Haare an Stirn und Schläfe
  • nicht vorhandenen Informationen über frühzeitigen Haarausfall oder Verdünnung der Kopfhaare in der Familie

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Zur Anwendung von Minoxidil während Schwangerschaft und Stillzeit gibt es keine ausreichenden Daten. Bei Tierversuchen hat der Wirkstoff die Fortpflanzung beeinträchtigt, wirkte also reproduktionstoxisch.

Während der Stillzeit geht der Wirkstoff in die Muttermilch über. Daher ist von der Verwendung von Minoxidil während der Schwangerschaft und der Stillzeit dringend abzuraten.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Wenn Kinder unter 12 Jahren mit Minoxidil behandelt werden müssen, sollte die Behandlung nur im Krankenhaus und unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Minoxidil?

Wie bei jedem Medikament, so kann es auch bei der Einnahme von Minoxidil zu Nebenwirkungen kommen.


BluthochdruckBei der Behandlung von Hypertonie (Bluthochdruck):

Zu den Nebenwirkungen zählen eine verstärkte Natrium– und Wasser Retention, Hyperglykämie, Hyperurikämie, Anstieg der Herzfrequenz und Hypertrichose.


Androgenetische AlopezieBei der Behandlung von androgenetische Alopezie (erblich bedingtem Haarausfall):

Wenn verstärkt neue Haare aus denselben Follikeln nachwachsen, kann es während der Behandlung häufig zu Haarausfall kommen.

In einzelnen Fällen tritt dieser verstärkt nach einem bis zu eineinhalb Monaten nach der Behandlung auf und kann sich auch nach dem Absetzen des Mittels fortsetzen.

Des Weiteren kann es zu den folgenden Nebenwirkungen kommen:

Häufige Nebenwirkungen (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):

  • Kopfschmerzen
  • Juckreiz, Hautrötungen, Hypertrichose
  • vermehrtes Haarwachstum außerhalb des behaarten Kopfes
  • Hypertonie

Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):


Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen zeigt Minoxidil?

Je nach Anwendungsgebiet fallen die möglichen Wechselwirkungen unterschiedlich aus:

Bei der Behandlung von Hypertonie (Bluthochdruck):

Schwere Orthostase Reaktionen können die Folge sein, wenn gleichzeitig Alphablocker verabreicht werden. Neuroleptika können die Wirkung von Minoxidil noch stärker machen.

Bei der Behandlung von androgenetische Alopezie (erblich bedingtem Haarausfall):

Es liegen derzeit keine Erkenntnisse über Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln vor.

Es kann jedoch möglich sein, dass Minoxidil bei Patienten, die periphere gefäßerweiternde Arzneimittel zur Senkung des Blutdrucks einnehmen, zu einem Abfall des Blutdrucks beim Aufstehen führen kann.

Diese Möglichkeit konnte jedoch bisher klinisch nicht bestätigt werden.


Wichtige Hinweise

Was ist bei der Einnahme von Minoxidil zu beachten?

Wenn Minoxidil gleichzeitig mit Medikamenten gegen Psychosen, also Neuroleptika, eingenommen wird, kann es zu einem verstärkten Abfall des Blutdrucks kommen.

Über die Anwendung von Minoxidil während der Schwangerschaft und in der Stillzeit liegen keine ausreichenden Erkenntnisse vor, um eine aussagekräftige Information zu liefern.

In Tierversuchen hat sich der Wirkstoff jedoch als reproduktionstoxisch erwiesen. Das heißt, dass er bei den Tieren die Fortpflanzung beeinträchtigt hat.

Außerdem geht der Wirkstoff in die Muttermilch über. Daher wird von der Anwendung von Minoxidil während der Schwangerschaft und in der Stillzeit dringend abgeraten.

Wenn es unerlässlich ist, dass Kinder unter 12 Jahren mit dem Wirkstoff Minoxidil zur Blutdrucksenkung gehandelt werden, sollte dies nur im Krankenhaus unter strenger ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Für Katzen ist Minoxidil stark toxisch. Bereits ein versehentlicher Hautkontakt mit dem Wirkstoff kann bei einer Katze bereits zum Tode führen.


Abgabevorschriften

So erhalten sie Medikamente mit Minoxidil

Alle Medikamente mit dem Wirkstoff Minoxidil zur Behandlung von Bluthochdruck sind rezeptpflichtig und sind somit nur in einer Apotheke erhältlich.

Lösungen und Schäume zur Behandlung von Haarausfall sind zwar rezeptfrei, aber apothekenpflichtig und somit ebenfalls nur in einer Apotheke erhältlich.


Geschichte

In den 1970er Jahren wurde Minoxidil in den USA als Medikament zur oralen Einnahme bei der Behandlung von Bluthochdruck entwickelt. Es kam 1982 unter dem Namen Lonolox in Deutschland auf den Markt.

Der genaue Wirkmechanismus des Wirkstoffes wurde erst sechs Jahre später von Kaushik D. Meisheri aufgeklärt.

Bei der Anwendung wurde festgestellt, dass Minoxidil zu einem verstärkten Haarwachstum führte. Die Firma Upjohn förderte gezielte Untersuchungen zur Behandlung von Haarausfall mit Mnoxidil.

Im Laufe dieser Studien wurde eine Losung mit zwei Prozent des Wirkstoffes entwickelt. Sie wurde 1988 in den meisten Ländern unter dem Namen Regaine auf den Markt gebracht. In Skandinavien, den USA und Kanada wurde sie Rogaine genannt.

Heute gibt es Minoxidil zur Behandlung von Haarausfall im Handel in Form einer zwei prozentigen Lösung oder in Form vom Schaum. Für Frauen haben die Mittel einen Zusatz von fünf Prozent des Wirkstoffes.

Zur Behandlung von Bluthochdruck wird Minoxidil in Tablettenform mit Dosierungen von 2,5 mg und 10 mg angeboten.

Seit wann ist Minoxidil bekannt?

Minoxidil ist seit den 1970er Jahren als Arzneimittel gegen zu hohen Blutdruckk bekannt.

Da herausgefunden wurde, dass der Wirkstoff den Haarwuchs förderte, wurden Studien dazu betrieben und im Jahr 1988 wurden Präparate mit Minoxidil zur Behandlung von Haarausfall auf den Markt gebracht.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wenn es während der äußerlichen Behandlung mit Präparaten, die Minoxidil enthalten, zu:

kommt, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.

Wenn auf den Wirkstoff allergische Reaktionen auftreten, sollten Sie umgehend Ihren Arzt informieren.

Für Katzen ist Minoxidil stark toxisch. Bereits ein versehentlicher Hautkontakt mit dem Wirkstoff kann bei einer Katze bereits zum Tode führen.


Quellen

  • Graefe, K.H.: Duale Reihe Pharmakologie und Toxikologie, Georg Thieme Verlag, 2011.
  • Aktories, K. et al.: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 11. Auflage, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2013.
  • Arzneimittel-Fachinformation (CH, D, USA)
  • Europäisches Arzneibuch PhEur

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