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Gänsefingerkraut

by Danaae

Anserine, Dreckkraut, Gänserich, Gänsewiß, Grensel, Martinshand, Silberblatt, Säukraut oder Krampfkraut.Das Gänsefingerkraut ist Heilpflanze, welche bereits lange gegen Menstruationsbeschwerden, Durchfall sowie Mund- und Rachenraum-Entzündungen verwendet wird. Derzeit liegen zwar keine ausreichenden Daten aus Studien vor, die Wirkung der Pflanze gilt jedoch aufgrund der Inhaltsstoffe zumindest teilweise als plausibel.

Das u.a. auch als Silberkraut bekannte Gewächs ist sehr gut verträglich, in bestimmten Fällen muss jedoch aufgrund von Gegenanzeigen auf die Anwendung verzichtet werden.

Gänsefingerkraut

Steckbrief: Systematik vom Gänsefingerkraut

  • Gruppe: Eurosiden I
  • Ordnung: Rosenartige (Rosales)
  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Unterfamilie: Rosoideae
  • Gattung: Argentina
  • Art: Gänsefingerkraut
  • Wissenschaftlicher Name: Argentina anserina (L.) Rydb.
  • Synonyme: Ganskraut; Gänserich; Silberkraut; Krampfkraut

Was ist Gänsefingerkraut?

Das Gänsefingerkraut (Potentilla anserina L.)

Das Gänsefingerkraut, unter anderem auch Gänserich oder Silberkraut genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Rosengewächse, welche hauptsächlich in der Phytotherapie verwendet wird, jedoch auch als Unkraut verkannt ist.

Die krautige, ausdauernde und kriechende Pflanze hat eine lange Tradition in der nordeuropäischen Medizin, wird heute allerdings nur noch selten als Heilpflanze genutzt. Zu den Anwendungen der Pflanze gehören z.B. Magen-Darm-Beschwerden, Durchfall und Menstruationsbeschwerden.

Zwar bedarf es hierzu noch weiterer Forschungen, die Wirksamkeit des Gänsefingerkrauts gilt jedoch vor allem bei Anwendungen wie Durchfallerkrankungen aufgrund der enthaltenen Gerbstoffe und der langen Erfahrung mit der Pflanze als plausibel.

Gänsefingerkraut (Argentina anserina), Anserine, Dreckkraut, Gänserich, Gänsewiß, Grensel, Martinshand, Silberblatt, Säukraut oder Krampfkrau

Illustration vom Gänsefingerkraut (Argentina anserina)

In den Kräuterschriften der Antike ist der Gänserich nicht zu finden, was jedoch wahrscheinlich vor allem daran liegt, dass er nicht im Mittelmeer sondern in Nord- und Mitteleuropa heimisch ist. Erwähnung findet die Pflanze allerdings u.a. in einem Kräuterbuch aus dem 15. Jh. n. Chr. von Peter Schöffer.

Der römische Naturheilkundler Sebastian Kneipp verwendete das Kraut im 19. Jahrhundert gerne in milchigen Auszügen gegen Cholera und Krämpfe. Wahrscheinlich wird das Silberkraut jedoch schon sehr lange in der germanischen Medizin genutzt. So war die Anwendung vom Gänsefingerkraut in Milch bei den Germanen äußerst beliebt.

Während das Gänsefingerkraut früher vor allem bei Krämpfen, Blutungen, Ruhr und Cholera Anwendung fand, steht heute seine adstringierende Wirkung im Vordergrund. Gerbstoffhaltige Pflanzen wie das Gänsefingerkraut können als sogenanntes Adstringens u.a. bei Durchfallerkrankungen helfen, jedoch auch Blutungen stoppen.

Darüber hinaus werden dem Gänsefingerkraut auch krampflösende Eigenschaften zugeschrieben, welche vor allem bei Beschwerden während der Periode helfen können. Weitere Einsatzgebiete der Pflanze sind Mund- und Rachenraum-Entzündungen sowie Blasenentzündungen.


Name & Synonyme

Etymologie (Namensherkunft) – Woher kommt der Name Gänsefingerkraut?

Der Name Gänsefingerkraut ist vermutlich einerseits darauf zurückzuführen, dass die Pflanze auf feuchten Gänseweiden wächst, auf denen es üblich war, Gänse zu halten. Das Kraut wird auch gern von den Tieren gefressen und wurde vor allem den Jungtieren gern ins Futter gemischt.

Darüber hinaus wurde die Pflanze eine lange Zeit lang den Fingerkräutern (Potentilla) zugeordnet, wobei jedoch genetische Untersuchungen mittlerweile zeigen konnten, dass das Gänsefingerkraut eher der Gattung der Silberkräuter zuzuordnen ist. Fingerkräuter werden so genannt, da viele Arten der Gattung fünfzählig gefingerte Laubblätter besitzen.

Auch der botanische Name der Pflanze „Potentilla anserina“ besitzt eine entsprechende Bedeutung, zumal anserinus auf lateinisch „Gänse“ bedeutet.

Die Herkunft des Gattungsnamens Potentilla ist nicht vollständig geklärt, stellt jedoch wahrscheinlich die Verkleinerungsform des lateinischen Worts „potentia“ dar, was Macht bedeutet und möglicherweise auf die „mächtige Heilkraft“ der Pflanze hindeuten sollte.

Synonyme – Wie wird das Gänsefingerkraut noch genannt?

Gänsefingerkraut, Anserine, Dreckkraut, Gänserich, Gänsewiß, Grensel, Martinshand, Silberblatt, Säukraut oder Krampfkraut.Synonyme vom Gänsefingerkraut sind:

  • Anserine
  • Dreckkraut
  • Gänserich
  • Gänsewiß
  • Ganskraut
  • Grensel
  • Krampfkraut
  • Martinshand
  • Säukraut
  • Silberblatt

Verwendung & Geschichte

Wofür kann man das Gänsefingerkraut verwenden?

Heutzutage wird das Gänsefingerkraut, wenn auch eher selten, in erster Linie als Heilpflanze verwendet. Früher wurde es aber z.B. auch in Schuhe gestreut, um den Schweiß zu absorbieren. Die Pflanze ist außerdem essbar und kann daher als Lebensmittel verwendet werden.

Die Wurzeln des Gänsefingerkrauts wurden u.a. von einigen indianischen Stämmen gegessen, historischen Berichten zufolge vermutlich auch von Einwohnern Tibets. Laut dem russischen Forscher und Entdecker Pjotr Kusmitsch Koslow gruben die Tibetaner die Gänsefingerkraut-Wurzeln, welche sich leicht trocknen lassen, aus, um sie für den späteren Verzehr aufbewahren zu können.

Ist Gänsefingerkraut essbar?

Ja, sowohl die Wurzel als auch die Blätter und Blüten des Fingerkrauts sind essbar. Das Gänsefingerkraut wird sogar teilweise als Nahrungspflanze angebaut, wobei vor allem die Wurzel als Lebensmittel Anwendung findet.

Die knollenartigen, rötlichen und essbaren Wurzeln ähneln den Pastinaken und lassen sich sowohl roh als auch gekocht oder gedünstet verzehren. Im rohen Zustand schmecken sie leicht nussig. Werden sie gegart oder gekocht erhalten sie – ähnlich wie z.B. auch Karotten – einen süßeren Geschmack.

Gänsefingerkraut (Argentina anserina), Ganskraut; Gänserich; Silberkraut; Krampfkraut

Gänsefingerkraut (Argentina anserina)

Die Wurzeln werden vom Herbst bis zum Frühjahr geerntet und können z.B. roh in Salate geraspelt oder z.B. als Backgemüse und für Gemüseeintöpfe verwendet werden. Im getrockneten Zustand können sie darüber hinaus auch zu einem Mehl verarbeitet werden.

Die Blätter vom Gänsefingerkraut können zum Beispiel klein gehackt für Salate, Salatsaucen, Suppen, Kräuterkäse oder Kräutermischungen aber auch für Tee genutzt werden. Verwendet werden sollten jedoch vor allem die jungen Blätter, da ältere schwerer zu kauen sind.

Die ebenfalls essbaren Blüten der Pflanze eignen sich vor allem als Dekoration von Speisen wie z.B. Salaten.


Gänsefingerkraut als Heilpflanze

Der Gänserich als Heilkraut

Wie bereits erwähnt wird das Gänsefingerkraut vor allem als Heilpflanze genutzt. Als Arzneidroge dient dabei das Kraut, also die oberirdischen Teile der Pflanze. Diese sind nach dem Deutschen Arzneimittel-Codex (DAC) wie folgt definiert:

  • Gänsefingerkraut (Anserinae herba)
    • Beschreibung: die während der Blütezeit geernteten, getrockneten, ganzen oder zerkleinerten, oberirdischen Teile vom Gänsefingerkraut (Potentilla anserina L., Rosaceae).
    • Synonyme: Fingerkraut, Gänsefingerkraut, Krampfkraut, Silberkraut.
    • Botanisch: Herba Anserinae, Potentillae anserinae herba.

Das Kraut kann z.B. direkt als Tee getrunken oder in Form von Tropfen und Tabletten eingenommen werden. Letztere Darreichungsformen enthalten dabei meist Auszüge der Pflanze, also bspw. Tinkturen oder Extrakte.

Allerdings wird das Silberkraut in den meisten Präparaten mit anderen Wirkstoffen bzw. Heilpflanzen kombiniert, etwa mit Weißdorn, Fenchel, Melisse, Hopfen, Lavendel, Melisse, Passionsblume und /oder Baldrian.

Präparate mit Silberkraut

Kombinationspräparate, also Präparate, welche neben dem Gänsefingerkraut auch weitere Heilkräuter enthalten, sind z.B.:

  • Gasteo®
  • Gastritol®
  • Solidagoren®

Potentilla anserina in der Homöopathie

Das Gänsefingerkraut ist auch in der Homöopathie vertreten und hier unter seinem botanischen Namen Potentilla anserina erhältlich.

Homöopathische Zubereitungen der Pflanze wie z.B. Globuli oder Dilutionen finden vor allem bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes Verwendung, jedoch auch bei Regelbeschwerden, Wadenkrämpfen, Reizdarm und Reizmagen. Die Wirkung der Homöopathika ist allerdings nicht wissenschaftlich erwiesen.


Anwendung vom Gänserich

Anwendungsgebiete – Für was ist Gänsefingerkraut gut?

Gänsefingerkraut wird bereits seit langem als traditionelles Arzneimittel bei Menstruationsbeschwerden wie Regelschmerzen, Durchfall und Schleimhautentzündungen verwendet. Diese Wirkungen werden auch durch Labor- und Tierstudien gestützt und erscheinen aufgrund der Inhaltsstoffe plausibel, müssen jedoch noch durch weitere Forschungen bestätigt werden.

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Das Gänsefingerkraut kann bei Menstruationsbeschwerden helfen

Anwendungen vom Gänsefingerkraut sind:

  • Menstruationsbeschwerden (Dysmenorrhoe)
  • akute unspezifische Durchfallerkrankungen
  • leichte Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut

Genannte Einsatzgebiete werden in der Monographie der Kommission E, also der Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), genannt.

Laut der Kommission E kann das Kraut bei leichten dysmenorrhoischen Beschwerden, zur unterstützenden Therapie akuter, leichter und unspezifischer Durchfallerkrankungen sowie bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachen-Schleimhaut verwendet werden.

Weitere Einsatzgebiete

In der Volksheilkunde wird das Gänsefingerkraut auch bei verschiedenen weiteren Leiden verwendet, etwa äußerlich bei schlecht heilenden Wunden sowie innerlich gegen Gallen- und Lebererkrankungen.


Wirkung & Studien

Wirkung – Wie wirkt Gänsefingerkraut?

Das Gänsefingerkraut enthält etwa 5 bis 10 Prozent Gerbstoffe, welche eine sogenannte adstringierende Wirkung haben und dadurch gegen Durchfall helfen können. Diese verbinden sich bei Kontakt mit Eiweißen und verändern dadurch ihre Eigenschaften.

Sie bilden u.a. eine Art schützende Schicht auf der Darm-Schleimhaut, haben eine stopfende Wirkung, entziehen Bakterien den Nährboden und erschweren es den Erregern in das Gewebe einzudringen. Aus diesem Grund wird das Gänsefingerkraut sowohl innerlich als auch äußerlich als sogenanntes Adstringenz eingesetzt.

Der Heilpflanze wird darüber hinaus auch eine krampflösende Wirkung zugesprochen, welche u.a. in Studien zu Extrakten des Krauts nachgewiesen werden konnten. Allerdings kamen verschiedene Forschungen hierzu zu widersprüchlichen Ergebnissen.

In weiteren Untersuchungen konnten außerdem antioxidative, hepatoprotektive, neurotrope, antimikrobielle und zellschützende Wirkungen für das Gänsefingerkraut gezeigt werden.

Gänsefingerkraut (Potentilla anserina)Potentielle Wirkungen des Gänsefingerkrauts sind:

  • adstringierend
  • antimikrobiell
  • antiphlogistisch
  • antioxidativ
  • cytoprotektiv
  • hepatoprotektiv
  • neurotop
  • probiotisch

Im Vordergrund steht dabei die antientzündliche Wirkung des Gänsefingerkrauts, welche durch adstringierende, krampflösende und antioxidative Effekte unterstützt wird.

Das Gänsefingerkraut enthält Ellagitannine, pflanzliche Stoffe, welche zunächst zu Ellagsäure und dann zu Urolithinen verstoffwechselt werden. Für diese konnte in Forschungen u.a. eine entzündungshemmende, probiotische und antikarzinogene Wirkung nachgewiesen werden.


Einnahme & Dosierung

Einnahme und Dosierung vom Gänsefingerkraut

Die Einnahme vom Gänsefingerkraut variiert u.a. abhängig vom Einsatzgebiet und dem verwendeten Präparat. Das Heilkraut kann z.B. als Tee getrunken oder in Form von Tropfen bzw. Tinkturen, Extrakten und Pulver eingenommen werden.

Die mittlere Tagesdosis vom getrockneten Gänsefingerkraut liegt bei 4 bis 6 Gramm.

  • Tagesdosis: 4 bis 6 g des Gänsefingerkrauts

Das zerkleinerte Kraut kann sowohl innerlich als auch äußerlich für Abkochungen und Aufgüsse bzw. Tee verwendet werden. Erhältlich sind darüber hinaus auch Zubereitungen der Pflanze wie etwa Pulver, Extrakte und Tinkturen, welche z.B. als Tropfen oder Tabletten eingenommen werden können.

Präparate wie Tropfen und Tabletten können unterschiedliche Arten von Auszügen der Pflanze enthalten und kombinieren das Silberkraut auch sehr häufig mit zahlreichen weiteren Heilpflanzen. Aus diesem Grund fällt auch die Einnahmeweise und empfohlene Dosierung bei diesen Präparaten je nach Produkt sehr unterschiedlich aus.

Gänsefingerkraut Tee – Zubereitung

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  • Einzeldosis:
    2 bis 3 g Gänsefingerkraut
  • Zubereitung:
    mit 150 ml (ca. 1 Tasse) kochendem Wasser übergießen
  • Ziehzeit:
    10 Minuten ziehen lassen
  • Häufigkeit:
    2- bis 3-mal täglich

Gänsefingerkraut-Tee selber machen

Geben Sie für die Zubereitung eines Tees etwa 2 bis 3 Gramm des getrockneten Gänsefingerkrauts in eine Tasse und übergießen Sie es mit etwa 150 Millilitern kochendem Wasser. Lassen Sie den Aufguss etwa 10 Minuten ziehen und seihen Sie die Kräuter anschließend ab. Sie können täglich zwei bis drei Tassen des Gänsefingerkrauttees trinken bzw. zum Gurgeln oder als Mundspülung verwenden.

Art der Anwendung

Der Silberkrauttee kann abhängig vom Einsatzgebiet sowohl innerlich als äußerlich angewandt werden:

  • Menstruationsbeschwerden und Durchfall: innerlich, als Tee trinken
  • Mund- und Rachenraum-Entzündungen: äußerlich, zum gurgeln oder als Mundspülung

Inhaltsstoffe & Wirkstoffe

Inhaltsstoffe vom Gänsefingerkraut

Das Gänsefingerkraut wird zu den Flavonoid- und Gerbstoff-haltigen Pflanzen gezählt. An Gerbstoffen enthält es nahezu ausschließlich hydrolysierbare Verbindungen vom Ellagitannine-Typ. Die Ellagitannine werden im Darm zunächst durch die Darmflora in Ellagsäure aufgespalten und schließlich zu Urolithinen verstoffwechselt.

Das getrocknete Kraut enthält darüber hinaus auch in etwa 0,5 bis 1 Prozent Flavonoide. Nachgewiesen werden konnten die Flavonole Kämpferol, Quercetin, Myricetin sowie die Anthocyanidine Leucodelphinidin und Cyanidin.

Zu den weiteren Inhaltsstoffen zählen Triterpene (z.B. Tormentosid), Polyprenole, Vitamine wie die Ascorbinsäure (Vitamin C), mehrere Phenolcarbonsäuren und weitere organische Säuren.

Für die Wirkung der Pflanze gelten neben den Gerbstoffen auch die organischen Säuren als mitbestimmend.

Wirkstoffe des Silberkrauts:

  • Gerbstoffe (5 bis 10 %)
    • insb. Eligatannine
  • Flavonoide (0,5 bis 1 %)
    • Flavonolglykoside (Quercitrin)
    • Kämpferol
    • Myricetin
    • Quercetin
  • Anthocyanidine
    • Cyanidin
    • Leucodelphinidin
  • Cumarine
    • Scopoletin
    • Umbelliferon
  • Phenolcarbonsäuren
    • p-Cumarsäure
    • Ferulasäure
    • Kaffeesäure
  • Vitamine
    • Ascorbinsäure (Vitamin C)
  • Aminosäuren
    • Glycin
    • Histidin
    • Cholin

Während die adstringierende Wirkung der Pflanze auf die Gerbstoffe zurückzuführen ist, gelten die Ellagsäuren bzw. Urolithine als entzündungshemmend jedoch auch als probiotisch und Zell-schützend. Auch den Flavonoiden wird eine Wirksamkeit gegen Entzündungen zugeschrieben, ebenso wie eine Gefäßwirksamkeit.

Die im Gänsefingerkraut enthaltenen Polyprenole wirken Forscungen zufolge antimikrobiell und Leber-schützend. Der Polyphenolsäuren wird weiterhin eine antioxidative Wirkung zugeschrieben, während die Triterpene ebenfalls Leber-schützend sowie auch neurotrop wirken sollen.


Risiken & Nebenwirkungen

Nebenwirkungen – Ist Gänsefingerkraut giftig?

Derzeit sind keine Nebenwirkungen für das Gänsefingerkraut bekannt. In klinischen Untersuchungen zur Pflanze konnten weder unerwünschte Wirkungen noch toxische bzw. giftige Effekte beobachtet werden.

Die Sicherheit und gute Verträglichkeit des Gänsefingerkrauts wird auch durch die lange traditionelle Verwendung der Pflanze und weiteren Forschungen an ihr gestützt. So zeigte sie z.B. auch im geläufigen Ames-Test keine Mutagenität.

Warnhinweise & Vorsichtsmaßnahmen

  • Leiden Sie an anhaltendem Durchfall, welcher über 3 Tage lang andauert und/oder mit Symptomen wie blutigem Stuhl oder Fieber einhergeht, sollten Sie einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen.
  • Auch bei anhaltenden und schweren Entzündungen vom Rachen- und Mundraum ist ärztlicher Rat einzuholen.

Kontraindikation (Gegenanzeige)

Eine Gegenanzeige gegen das Gänsefingerkraut besteht in erster Linie bei einer Allergie gegen die Pflanze:

  • Allergie gegen Gänsefingerkraut
Reizdarm Manuka Honig

Der Gänserich kann bei einem Reizmagen ggf. zu einer Verschlimmerung der Symptome führen

Da das Gänsefingerkraut möglicherweise die Beschwerden bei einem Reizmagen verstärken kann, wird auch betroffenen Personen von der Anwendung abgeraten:

  • Reizmagen (potentielle Verstärkung der Symptomatik)

Wechselwirkungen mit dem Gänsefingerkraut

Wechselwirkungen zwischen dem Gänsefingerkraut und anderen Arzneimitteln sind derzeit keine bekannt. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihr ärztliches Fachpersonal, wenn Sie das Gänsefingerkraut anwenden möchten, jedoch bereits weitere Medikamente einnehmen.


Quellen & Verweise


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