Reizdarm

Steckbrief: Reizdarm

  • Namen: Reizdarmsyndrom (RDS); Reizkolon; Irritables Darmsyndrom; nervöser Darm
  • Art der Krankheit: funktionelle gastrointestinale Störung
  • Verbreitung: weltweit; überwiegend in Industrienationen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1892 von William Osler
  • Behandelbar: verschiedene Möglichkeiten der Symptomlinderung
  • Art des Auslösers: u.a. psychischer Stress
  • Wieviele Erkrankte: ca. 15 %
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Gastroenterologe; Facharzt für innere Medizin; Ernährungstherapeut
  • ICD-10 Codes: K58.-; k58.0; k58.9

Reizdarm – Wenn der Stress zu viel wirdReizdarm Manuka Honig

Der Reizdarm bildet gemeinsam mit dem Reizmagen das sogenannte Reizdarmsyndrom. Es handelt sich dabei um eine chronische Störung des Magen-Darm-Traktes, die im Wesentlichen die Peristaltik der Verdauungsorgane Darm und Magen beeinträchtigt: Durchfall, Verstopfung und Sodbrennen sind die Folge. Die Auslöser eines gereizten Darms können bisher nur vermutet werden. als wahrscheinlichste Ursache gilt jedoch jede Form von Stress.

Somit ist Betroffenen stets dazu zu raten, sich pedantisch an die Anordnungen des behandelnden Arztes zu halten. Jedwedes andere Verhalten wäre hochgradig verantwortungslos und behinderte zudem den ohnehin schon sehr schwierigen und komplizierten Heilungsprozess. Patienten sollten also tunlichst darauf aus sein, einen hohen Wert auf ihre Darmgesundheit zu legen, um das Leiden als solches nicht durch fahrlässiges Verhalten noch zu verstärken.

Definition Reizdarmsyndrom

Der Darm ist ein Organ, das, obwohl es sehr wichtig ist, oftmals beinahe stiefmütterlich behandelt wird. Die Gründe hierfür sind mitunter sehr unterschiedlicher Natur und reichen von Scham und Tabuisierung bis hin zu schlichtem Desinteresse. Gleichwohl in den letzten Jahrzehnten immer mehr Fokus in Richtung des Darms gewandert ist, sollte man den Fakt nicht außer Acht lassen, dass das allgemeine Fachwissen rund um dieses Organ bei den meisten Menschen nur in sehr geringem Maße oder gar nicht vorhanden ist. Hieraus ergeben sich immer wieder Missverständnisse, die dazu führen, dass eigentlich leicht vermeidbare Erkrankungen unwissentlich befördert werden oder man solche nicht rechtzeitig erkennt und sich zu spät erst um medizinische Hilfe bemüht. Nicht zuletzt deswegen ist es für jede Person, sich etwas näher mit dem eigenen Darm auseinanderzusetzen.

Gerade in den letzten Jahren häufen sich Darmerkrankungen immer mehr. Zwar leidet beinahe jeder Mensch früher oder später mal an einem den Darm betreffenden Leiden, dieses vergeht aber zumeist wieder sehr rasch und stellt keine dauerhafte Belastung für den Organismus des Betroffenen dar. Zusätzlich aber kommt es immer häufiger zur Entstehung chronischer Darmleiden. Besonders in den reichen Industrieländern. Dies liegt nicht etwa an einer minderwertigen Ernährung oder Bewegungsmangel, obgleich auch diese Gründe durchaus weitere Komplikationen nach sich ziehen können, sondern vielmehr an dem dauerhaft erhöhten Stresspegel vieler Bürger der ersten Welt. Der konstante Druck am Arbeitsplatz schlägt sich sehr negativ auf die Gesundheit des Darms nieder. Zwar hatten auch Menschen der vorangegangenen Jahrhunderte Stress, nicht aber in dem Maße wie heutzutage.

Aus einem chronisch hohen Stresspegel heraus entstehen oftmals Darmerkrankungen. Unter anderem das vorliegende Reizdarmsyndrom. Aber auch viele andere Erkrankungen des Verdauungsapparates lassen sich auf einen dauerhaft erhöhten Stresspegel zurückführen. Sicherlich reicht dieser alleine nicht dazu aus, eine chronische Krankheit zu bedingen, nichtsdestotrotz aber kann er zu der Entstehung einer solchen beitragen.

Nicht zuletzt darum sollte man sich stets des Umstandes bewusst sein, dass es sich bei der vorliegenden Erkrankung tendenziell eher um ein menschengemachtes Übel handelt, als um irgendwas anderes. Gleichwohl nicht auszuschließen ist, dass es auch ohne Einflüsse der modernen Welt entstehen kann.

Wie dem auch, der Reizdarm als solcher gilt vielen Medizinern nicht als allein stehende Erkrankung, sondern nur als eine organische Tendenz hin zu einer geringeren Belastbarkeit dieses extrem wichtigen Organs. Oftmals sind Durchfälle und / oder Verstopfungen das am häufigsten mit dieser Erkrankung in Zusammenhang gebrachte Phänomen. Unter Durchfall, im Fachjargon auch als Diarrhö, bzw. Diarrhoe bezeichnet, versteht man die gehäufte Entleerung (mehr als drei Mal täglich) des Darminhalts. Hierbei ist der Stuhlgang oftmals wässriger oder breiiger Konsistenz. Vor einer Therapie sollte nach Möglichkeit die Ursache für den Durchfall bekannt sein, da eine Anwendung von stopfenden Arzneimitteln nicht unbedingt vorteilhaft ist. Grundlegend unterscheidet man zwischen zwei Arten der Diarrhö: Chronischer Durchfall und akuter Durchfall.

Eine Behandlung in unseren Breitengraden ist zumeist sehr schnell und effektiv und kein Betroffener muss ernsthafte Konsequenzen fürchten. Dennoch kann es im Rahmen einer Durchfallerkrankung durchaus auch zu gravierenderen Konsequenzen kommen. Insbesondere bei chronischer Diarrhö. Insbesondere die Entstehung von Hämorrhoiden ist ein oftmals zu beobachtendes Phänomen, bei parasitär bedingten Durchfallerkrankung. Auch die teilweise aus einer Diarrhö hervorgehende Dehydration kann immens starke negative Folgen für den betroffen Organismus haben. Alles in allem aber sollte man sich keine Gedanken machen. Durchfallerkrankungen führen nur in den aller seltensten Fällen zu weitreichenden Komplikationen und vergehen in aller Regel nach einigen tagen wieder von selbst.

Kot ist die heitere Materie, die Angst in Lachen verwandelt.” Dieses früher häufig genutzte Zitat mag heute, da der Stuhlgang zu den allgemein tabuisierten Themen gehört, befremdlich wirken. Es steckt jedoch einiges an Wahrheit darin. Die menschliche Natur bedingt in gewisser Weise, dass wir unsere Ausscheidungsprodukte betrachten und auf Veränderungen hin überprüfen. Uns ist hernach ein eigener Mechanismus gegeben, nach welchem wir entscheiden können, ob möglicherweise eine Krankheit vorliegt. Zudem, und darauf wies bereits Sigmund Freud hin, bereitet der Akt des Defäkierens im Normalfalle lustvolle Freude. Stimmen Konsistenz, Volumen und Häufigkeit des Stuhlgangs, erfüllt dies den Menschen mit einem naturgegebenen Vergnügen. Angst und Beklemmungen verursachen hingegen sämtliche Beschwerden, die das Ausscheiden beeinträchtigen. Das trifft zuvörderst auch auf die Verstopfung zu, die neben Durchfall zu den häufigsten Darmleiden gehört. Sie führt nicht nur körperliche Schmerzen herbei, sondern löst ebenso Appetitlosigkeit, psychische Belastung und Stress aus. Kurz: Verstopfungen schränken ungemein die individuelle Lebensfreude ein.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass seit der Antike nach einem geeigneten Heilmittel gegen dieses Leiden gesucht wird. Inzwischen weiß die Medizin, dass gänzlich verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Verstopfung verantwortlich sein können. Glücklicherweise existieren auch für spezielle Formen Medikamente und Hausmittel, die dem Problem entgegen wirken können. Und wer auf die richtige Ernährung und eine gesunde körperliche Verfasstheit achtet, der wird ohnehin häufig etwas zu lachen haben.

Aber auch andere Erkrankungen treten sehr häufig im Zusammenhang mit diesem Leiden auf. Hierunter fallen insbesondere der Morbus Crohn sowie Hämorrhoiden. Auch die sogenannte Colitis Ulcerosa ist nicht zu vernachlässigen.

Die Erkrankung Morbus Crohn ist unter vielen weiteren Namen bekannt, darunter sklerosierende chronische Enteritis, Enterocolitis regionalis, lleitis terminalis sowie Enteritis regionalis Crohn. Bereits aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts liegen zwei voneinander unabhängige Beschreibungen des Krankheitsbildes von Morbus Crohn vor. Zum einen von dem polnischen Chirurgen Antoni Lesnowski (1867 – 1940) aus dem Jahre 1904 und von dem Magen- und Darmspezialisten Burrill Bernard Crohn (1884 – 1983), US-Amerikaner, aus dem Jahre 1932. Letzterer sorgte als Namensgeber für die geläufige Bezeichnung der Krankheit Morbus Crohn.

Hämorrhoiden, gelegentlich auch als „Goldadern“ bezeichnet oder auch Hämorriden im Sprachgebrauch, sind geschwollen Venen im Bereich des Anus und des Enddarms. Vergleichbar in ihrer Beschaffenheit sind sie etwa mit den häufig an den Beinen auftretenden Krampfadern. Die Gründe zur Entstehung dieses Leidens können zahlreich sein, verbleiben aber dennoch zumeist unbekannt. Sowohl eine Überbelastung des Anus durch falsches Defäkieren ist möglich, ebenso wie ein erhöhter Druck auf die Venen während der Schwangerschaft.

Darüber hinaus treten Hämorrhoiden nicht nur äußerlich auf, sondern können sich auch im Inneren des Enddarms entwickeln. In diesem Falle spricht man von internalen Hämorrhoiden. Zudem ist diese Erkrankung vergleichsweise häufig, etwa drei Viertel der Weltbevölkerung kämpfen zumindest einmal, häufig jedoch öfter, mit Hämorrhoiden. Dabei kann sich das vorliegende Leiden völlig symptomfrei präsentieren oder sich durch Jucken, Ungemach und Bluten manifestieren.

Colitis Ulcerosa ist eine entzündliche Erkrankung des Darms. Sie verläuft in Schüben und gehört zu den chronischen Darmerkrankung, wie auch Morbus Crohn. Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn haben einige gemeinsame Symptome, wie Bauchkrämpfe, Durchfall und blutigen Stuhl. Allerdings breitet sich Colitis Ulcerosa vom Mastdarm über den gesamten Dickdarm aus, während Morbus Crohn häufig im Dünndarm vorkommt und sich nicht kontinuierlich ausbreitet, sondern verschiedene Abschnitte des Darms befällt.

Alles in allem also kann ein Reizdarm zu einer Vielzahl diverser Erkrankungen führen und diese entweder befördern, begünstigen und oder auslösen. Nicht zuletzt darum sollte Betroffen sehr stark daran gelegen sein, die an diesem Leiden erkrankt sind, sich regelmäßigen Untersuchungen zu unterziehen, um sicherzustellen, dass sie keine neuen Erkrankungen ausgebildet haben oder sich Altlasten wieder verstärken konnten.


Was ist das Reizdarmsyndrom?

Unter dem Begriff Reizdarm werden eine Reihe chronischer gastrointestinaler Störungen (den Magen-Darm-Trakt betreffende Störungen) zusammengefasst, die sich nicht auf eine andere Erkrankung zurückführen lassen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine gesteigerte Sensitivität der Darmregion, die den normalen Verdauungsvorgang stört und unterschiedliche Symptome hervorrufen kann. Unterteilt wird der Reizdarm in vier verschiedene Typen:

  • Reizdarm mit überwiegend Verstopfung
  • Reizdarm mit überwiegend Durchfall
  • gemischter Typ mit Durchfall und Verstopfung im Wechsel
  • Reizdarm mit Schmerzen im Unterbauch normalem Stuhlgang

Die die Krankheit definierenden Symptome können über einen kurzen oder langen Zeitraum auftreten. Hierbei sind einige Jahre lang dauernde Krankheiten durchaus keine Seltenheit. Zusätzlich zu den ohnehin schon sehr stark die Lebensqualität einschränkenden Symptomen dieses Leidens, kommen auch noch andere Auswirkungen dazu, die dafür sorgen können, dass dem Betroffenen das Leben ungleich schwerer wird, als nicht-betroffenen Personen. Aufgrund der vorliegenden Erkrankung kommt es nämlich nicht selten vor, dass man nicht mehr dazu in der Lage ist, die Schule oder den Arbeitsplatz regelmäßig zu besuchen. Häufige Fehlzeiten sind einzurechnen, die sich wiederum negativ auf das allgemeine Leistungsprofil auswirken dürften.

Im Rahmen dieser negativen Entwickelungen kann es darüber hinaus auch dazu kommen, dass soziale Ängste oder Phobien entstehen, die wiederum in einer Depression oder einer anderen seelischen Missstimmung münden. Somit lässt sich klar bemerken, dass das vorliegende Leiden nicht nur den Darm angreift, sondern oftmals auch die Psyche.

Nach dem derzeitigen Stande der Schulmedizin gibt es noch keine Kur für diese Erkrankung. Die behandelnden Ärzte richten ihre Therapie hauptsächlich darauf aus, die entstehenden Symptome zu lindern. Die Ursachen selbst können im Rahmen einer solchen Behandlung jedoch nicht effektiv bekämpft werden. Dies ist unter anderem einer zahlreichen Gründe, die zu einer recht langen durchschnittlichen Dauer dieses Leidens führen.

Alles in allem sollten sich Betroffene also darauf einstellen, dass sie im Laufe dieses Leidens viele Probleme entwickeln, die nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Psyche angreifen.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen für die Beschwerden des Reizdarms sind bislang nicht vollumfänglich ergründet. Da kein physisch erkennbarer Auslöser für die Fehlfunktionen im Darm gefunden werden kann, galten die Beschwerden lange als rein psychosomatisch. Sie wurden zum Teil gar als reine Einbildung missachtet.

Diese Einstellung änderte sich jedoch mit der Entdeckung des sogenannten „Bauchhirns“ (enterisches Nervensystem). Der Begriff wird in Bezug auf das dichte Geflecht an Nervensträngen verwendet, welches den gesamten Magen-Darm-Bereich durchzieht und mehr als über 100 Millionen Nervenzellen umfasst. Offensichtlich ist dieses Nervensystem in der Lage, unabhängig von unserem Gehirn Informationen und Sinneseindrücke wahrzunehmen, zu verarbeiten und an das Gehirn weiterzureichen. Ist das „Bauchhirn“ gestört, meldet es bereits bei einem normalen Speisentransport und Füllzustand eine Überdehnung und damit Schmerzen an das Gehirn. Dieser Vorgang erklärt durchaus eine Reihe der typischen Reizdarmsymptome.

Eine generelle gesteigerte Schmerzempfindlichkeit kann für den Reizdarm verantwortlich sein. In diesen Fällen werden schon bei geringer Belastung des Darms Schmerzimpulse vom enterischen Nervensystem ausgesendet. Daneben gelten auch entzündliche Erkrankungen des Darms wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa oder Nahrungsmittelallergien als Auslöser. Inwiefern diese Krankheiten das Bauchhirn nachhaltig beeinträchtigen, ist bislang noch nicht erforscht. Ärzte gehen jedoch davon aus, dass eine Kombination aus physischen Gesundheitsproblemen und gleichzeitigem emotionalen Stress ursächlich hierfür ist.

Da Frauen besonders während der Menstruation unter einem Reizdarm leiden, liegt ebenso der Verdacht nahe, die Ätiologie in einer gestörten oder veränderten Körperchemie zu suchen. Dieser Theorie nach könnten Neurotransmitter durch Hormone beeinflusst sein, wodurch gestörte Impulse vom Darm an das Gehirn gesendet werden.

Stress als Ursache des Reizdarms

Eine übergeordnete Stellung bei der Entstehung des Reizdarms nimmt psychischer Stress ein. Die Bausteine des Bauchhirns sind im Wesentlichen mit jenen des Gehirns identisch. Informationen über emotionale Störungen gelangen folglich durch Neurotransmitter auch an Magen wie Darm und machen sich dort als Reizdarm und Reizmagen bemerkbar. Da die Erkrankung an sich wiederum zu Stress führt, bildet sich hier eine negative Kausalkette, die nur schwer zu durchbrechen ist.

Beispielsweise wird aufgrund von Zeitstress der Stuhlgang unterdrückt, wodurch Verstopfungen entstehen. Dies wiederum kann den Betroffenen stark belasten und zum einen zusätzlich die Entleerung des Darms erschweren und zum anderen bei Entspannung Durchfall zur Folge haben. Personen die generell empfindlich auf Stress reagieren oder beruflich unter permanentem Druck stehen, sind demzufolge besonders anfällig für die Manifestation eines Reizdarms.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome des Reizdarms können hinsichtlich Intensität und Ausprägung sehr individuell sein. In erster Linie leiden Betroffene unter Schmerzen in der Magen-Darm-Region, die sich auf eine Veränderung der Peristaltik zurückführen lassen. Abhängig vom jeweiligen Reizdarm-Typ tritt Verstopfung, Durchfall oder beides im Wechsel auf. Typische Beschwerden sind folglich:

  • Bauchkrämpfen
  • Völlegefühl
  • Übelkeit
  • schleimiger Stuhl
  • Unverträglichkeit bestimmter Nahrungsmittel (z.B.: scharfe Gerichte)
  • Wässriger, breiartiger oder blutiger Stuhlgang
  • Blähungen (Teils sehr stark. Tragen darüber hinaus zum sog. „explosionsartigen Durchfall“ bei)
  • Bauschmerzen und Koliken
  • Appetitlosigkeit
  • Übelkeit und Erbrechen

Die Symptome des Reizdarms sind chronisch rezidivierend: Sie treten überwiegend in Zusammenhang mit der Einnahme von Mahlzeiten auf, bessern sich nach erfolgtem Stuhlgang, kehren aber bei der nächsten Nahrungsaufnahme zurück. Dieser Zustand hält über Monate oder Jahre, zum Teil mit Unterbrechungen, an.

Fieber, starker Gewichtsverlust und Rektalblutungen sind jedoch definitiv keine Symptome eines Reizdarms. Treten diese Beschwerden zusätzlich zu den genannten Merkmalen auf, spricht man von den sogenannten Alarmsymptomen, die unter anderem ein Anzeichen für Darmkrebs sein können.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Ausschlaggebend für eine Diagnose ist zunächst eine detaillierte Anamnese. Da die Symptome per se oft unklar sind, bedarf es einer genauen Überprüfung der Krankengeschichte. Dabei verweisen folgende Punkte auf das Vorliegen eines Reizdarms:

  • Die Beschwerden bestehen seit über 3 Monaten.
  • Die Beschwerden lassen nach dem Stuhlgang nach.
  • 25 % der Stuhlgänge sind hinsichtlich der Konsistenz verändert. (wässrig, breiig, klumpig)
  • Die Stuhlfrequenz ist erkennbar verändert. Der Stuhlgang erfolgt deutlich mehr als 3 Mal täglich bzw. weniger als 3 Mal in der Woche.
  • Der Kot ist von Schleim umgeben.
  • Der Patient leidet weder an Fieber noch an Blut im Stuhl.
  • Die Beschwerden nehmen bei Stress zu.

Abhängig von den spezifischen Symptomen können anschließend klinische und labortechnische Untersuchungen folgen und eine Diagnose erhärten. Mithilfe einer Stuhlprobe werden zudem Parasiten oder Würmer als Ursache der Symptome ausgeschlossen.
In einigen Fällen nimmt der zuständige Arzt eine Darmspiegelung vor, um Tumore und andere Gewebeveränderungen sicher ausschließen zu können. Hier kommt zum einen die virtuelle Darmspiegelung zum Einsatz, bei der ein Computertomograf dreidimensionale Bilder des Darminneren liefert. Zum anderen kann ein Endoskop eingeführt werden. Eventuelle gutartige Polypen lassen sich dann mit einer Minisonde sofort entfernen.

Ist dieses Vorgehen jedoch immer noch nicht eindeutig, so kann sich der zuständige Mediziner einer ganzen Reihe klinischer Tests, bedienen, die ihn eventuell näher an die Lösung des Problems rücken lassen. Hierzu zählen unter anderem:

  • Blutproben: Diese sind zu entnehmen, um entzündliche prozesse im Körper nachweisen zu können, die ggf. auch für den vorliegenden Durchfall verantwortlich sind.
  • Stuhlprobe: Wenn Anamnese und Bluttest zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis führen konnten, ist es bisweilen unabdingbar, dass der Patient eine Stuhprobe zur Untersuchung abgibt. Besonders Parasiten lassen sich mithilfe dieser Methode sehr leicht identifizieren.
  • Darmspiegelung: In besonders schwierigen Fällen, ist eine Spiegelung des Darms unabdingbar. Hierbei begutachtet der zuständige Arzt die Innenwände des Darms und sucht sie nach potentiellen Krebsgeschwüren ab.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Der Reizdarm gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Magen-Darm-Bereich. Etwa 15 % der weltweiten Bevölkerung sollen davon betroffen sein. In den westlichen Industrieländern liegt die Zahl sogar noch höher. Alle vier Reizdarm-Typen kommen in etwa gleich häufig vor. Besonders Menschen im Alter zwischen 30 und 50 Jahren entwickeln einen Reizdarm. Die Mehrheit hiervon sind Frauen, die ungefähr doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Das erhärtet den Verdacht, dass ein Zusammenhang zwischen den weiblichen Geschlechtshormonen und Störungen des Bauchhirns besteht.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind, wie bereits erwähnt, von äußerster Wichtigkeit für die nachfolgende Behandlung. Dies liegt daran, dass Durchfälle nicht selten mit Unverträglichkeiten oder Vergiftung zusammen hängen, die nur auf diese Weise aufzudecken sind. Darum ist eine gewissenhafte und genaue Auswertung der Daten von höchster Priorität.

Insbesondere Laktose-Intoleranz und Fruktose-Intoleranz lassen sich oftmals im Rahmen einer solchen diagnostischen Ermittlung herausfinden und oder bestätigen. Aber auch Gifte lassen sich dergestalt nachweisen. Das ist besonders dann von großer Hilfe für den Patienten, wenn es sich um Schadstoffe handelt, die beispielsweise in der Wohnung vorkommen. So wie Schimmel oder verseuchte Baustoffe. Dasselbe gilt aber auch für den Umgang mit gefährlichen Materialien am Arbeitsplatz. Auch diese können den Körper leicht vergiften und somit eine Diarrhö bedingen. Es ist darum wichtig für den Betroffenen zu wissen, was genau für sein Leiden verantwortlich ist, um ggf. entsprechende Konsequenzen ziehen zu können.


Komplikationen bei der Krankheit

Physische Komplikationen sind bei einem Reizdarm in aller Regel nicht zu erwarten, da die Beschwerden vorrangig an die Nahrungsaufnahme geknüpft sind und nicht permanent auftreten. Daher besteht beispielsweise beim Typ Reizdarm mit überwiegend Durchfall im Gegensatz zur anhaltenden Diarrhoe nicht akute Gefahr der Dehydration. Als problematisch erweist sich diese Erkrankung vielmehr im Bezug auf die psychische Stabilität des Patienten. Abhängig vom Schweregrad kann der Alltag von Betroffenen erheblich beeinträchtigt sein. Ängste, Scham und Meideverhalten münden daraufhin in eine depressive Verstimmung, die den Darm zusätzlich belasten kann.

Eine weitere sehr häufig auftretende Komplikation bei einem Reizdarmsyndrom und einer damit einhergehenden Diarrhö ist Dehydration. Eine solche kann sehr schnell lebensgefährliche Ausmaße annehmen, insbesondere dann, wenn es sich bei den Erkrankten um Kinder, alte Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem handelt. Nichtsdestotrotz manifestiert sich eine Dehydration in Erwachsenen und Kindern meist unterschiedlich. Darum hierzu im Folgenden jeweils eine Übersicht.
Symptome einer Dehydration bei Erwachsenen

  • Sehr starker Durst
  • Trockener Mund oder Trockene Haut
  • Ausbleiben von Harndrang
  • Schwäche, Schwindel und Schwierigkeiten bei der Orientierung
  • Müdigkeit
  • Dunkle Einfärbung des Urins

Symptome einer Dehydration bei Kindern

  • Keine Nässe über einen Zeitraum von drei Stunden in der Windel festzustellen
  • Trockener Mund und / oder trockene Zunge
  • Fieber über 39 C°
  • Weinen ohne Bildung von Tränen
  • Benommenheit, Gereiztheit, geistige Abwesenheit
  • Wangen und / oder Magen wirken eingefallen

Weitere Komplikationen können unter anderem auch sein:

  • Starke Blutungen (auch innerlich)
  • Ein Loch in der Darmwand
  • Starke Dehydration
  • Leberschmerzen
  • Schwächung der Knochen (Osteoporse)
  • Entzündungen der Augen, der Haut und Gelenke sowie Bläschenbildung im Mundinnern
  • Erhöhte Wahrscheinlichkeit für Darmkrebs
  • Starkes Anschwellen des Darms (Megacolon)
  • Erhöhte Gefahr zur Bildung von Thrombosen und Blutgerinnseln

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Reizdarm ist an sich nicht gefährlich oder gar lebensbedrohend. Dennoch sollte bei den genannten Symptomen, vor allem wenn sie über mehrere Wochen hinweg auftreten, zumindest der Hausarzt aufgesucht werden. Dem medizinischen Laien ist es mit Sicherheit nicht möglich, einen Reizdarm von anderen, zum Teil schwerwiegenden Erkrankungen abzugrenzen. Durchfall, Blähungen und Krämpfe, die regelmäßig im Zusammenhang mit der Nahrungsaufnahme auftreten, können beispielsweise Folge einer Laktoseintoleranz oder Fructoseunverträglichkeit sein. Als Auslöser käme ebenso eine Zöliakie in Frage. In besonders ungünstigen Fällen wird sogar Eierstockkrebs mit einem Reizdarm verwechselt, da sich die Symptome bei beiden Erkrankungen ähneln können. Es ist folglich allein einem Arzt möglich, die richtige Diagnose zu stellen.

Treten neben den Symptomen eines Reizdarms zusätzlich Fieber, Nachtschweiß, anhaltende Diarrhoe oder Blut im Stuhl auf, sollte unverzüglich ein Arzt aufgesucht werden. Diese sogenannten Alarmsymptome können auf eine schwerwiegende Erkrankung des Darmtraktes verweisen.

Ein Arztbesuch für einen Erwachsenen ist nötig, wenn …

  • die Durchfälle länger als zwei oder drei Tage andauern
  • man trotz gleichbleibendem Trinkverhaltens Opfer von Dehydration ist
  • immens starke Schmerzen im Bereich des Magens, des Darms oder des Rektums vorliegen
  • die Farbe des Stuhls dunkler als gewöhnlich ist oder sich Blut in demselben befindet
  • man ein Fieber entwickelt, das höher ist als 39 C° und länger als einen oder zwei Tage anhält

Ein Arztbesuch für ein Kind ist nötig, wenn …

  • das Kind dehydriert oder austrocknet
  • der Nachwuchs Fieber entwickelt, das höher ist als 39 C° und länger als einen oder zwei Tage anhält
  • das Kind Blut ausscheidet

Behandlungsmethoden & Therapie

Der Reizdarm an sich ist nicht heilbar. Jedoch können mit der richtigen Behandlung die Symptome abgemildert oder sogar in Gänze unterbunden werden. Je nach spezifischer Symptomatik und vermutlicher Ursache empfiehlt sich eine Behandlung mit Medikamenten, eine Psychotherapie oder eine Ernährungstherapie.

Die medikamentöse Behandlung setzt abhängig vom Reizdarmtyp auf Antidiarrhoika, blähungsauflösende Mittel oder krampflösende Mittel. Bei starken Schmerzen ist zum Teil die Verordnung von Anticholinergika angeraten, da jene die Nervenreizung und hernach die Weitergabe von Schmerzimpulsen hemmen. Hat sich in schweren Fällen der Leidensdruck bereits in einer Depression manifestiert, können Antidepressiva wie MAO-Hemmer oder Serotonin-Wiederaufnahmehemmer sinnvoll sein. Doch nicht nur unter diesen Umständen sollte über eine unterstützende Psychotherapie nachgedacht werden. Diese Behandlung kann vor allem einer psychischen Ursache des Reizdarms auf den Grund gehen. Relevante Stressfaktoren werden dabei ermittelt und gezielt ausbalanciert.

In den häufigsten Fällen ist einem Reizdarm mit einer speziellen Ernährungstherapie beizukommen. Zusammen mit einem Ernährungsberater wird hier ein Plan erstellt, der gezielt auf die Bedürfnisse eines Patienten abgestimmt wird. Oft wird darum gebeten, ein Ernährungstagebuch zu führen, um mögliche Quellen einer Darmbelastung ausfindig zu machen. In Absprache mit dem behandelnden Arzt können darüber hinaus auch probiotische Produkte die Darmtätigkeit verabreicht werden. Probiotika sind Mikroorganismen, meist Bakterien, die im Normalfall bereits im Darm vorhanden sind und sich für die Bildung einer gesunden Darmflora verantwortlich zeichnen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Kurz gesagt: Vermeiden Sie Stress! Da psychische und emotionale Belastung vermutlich die Hauptauslöser des Reizdarms sind, liegt es nahe sich frühzeitig positive Stressbewältigungsverfahren anzueignen. Entsprechende Sportarten wie Yoga oder Qigong können hilfreich sein. Bewegung im Allgemeinen fördert eine funktionierende Darmtätigkeit. Wer im Beruf unter ständigem Druck steht, kann mithilfe autogenen Trainings Übungen kurze Übungen erlernen, die nicht zeitraubend sind und dennoch zur Entspannung beitragen. Ausgeglichenheit sollte man auch im Hinblick auf Ernährung erwägen, denn durch gesunde Nahrung und den Verzicht auf schwer Verdauliches wird der Darm entsprechend geschont.

Des Weiteren ist es möglich, eine Diarrhö auf vielerlei Arten vermeiden. Man sollte aber bedenken, dass es sich bei Durchfall lediglich um ein Symptom des vorliegenden Syndroms handelt. Nicht um die Krankheit selbst. Hierunter fallen z.B.:

  • Regelmäßiges waschen – Wer sich sowohl vor und nach der Zubereitung des Essen, als auch vor der Aufnahme desselben die Hände wäscht, beugt in großem Maße einer viralen Infektion, die ggf. zu Durchfall führen kann, vor. Darüber hinaus sollte man sich auch nach dem Gang zur Toilette, sowie nach dem Husten oder dem Niesen die Hände waschen oder desinfizieren.
  • Impfung – Es ist möglich, sich gegen das Rota-Virus impfen zu lassen. Hierbei handelt es sich um einen recht häufigen Auslöser für Durchfall. darum ist dieses Vorgehen allgemeinhin empfehlenswert.
  • Auf Essen und Trinken achten – Personen, die viel auswärts essen oder während ihres Urlaubs ein Restaurant besuchen, sind gut damit beraten, genauestens darauf zu achten, wie das Essen zubereitet ist. Wirkt das Lokal generell unhygienisch oder wirkt das Essen selbst eher minderwertig und mangelhaft, sollte man besser wieder gehen. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, auf Eiswürfel im Getränk zu verzichten. Diese enthalten zumeist schmutziges Leitungswasser, in dem nicht selten E-Coli enthalten sind. Dasselbe gilt für Wassereis und Rohwaren, die man auf dem Markt erstehen kann.
  • Präventive Behandlung mit Antibiotika – Wer in ein Land reisen muss, in dem es häufiger zu tödlichen Durchfallerkrankungen kommt, aber selbst nur über ein sehr schwaches Immunsystem verfügt, kann prophylaktisch ein Antibiotikum einnehmen und damit das schlimmste verhindern. Hierzu gilt es jedoch zunächst eine Rücksprache mit dem Hausarzt zu halten.

Prognose zur Heilung

Wie bereits erwähnt, ist der Reizdarm nicht heilbar. Mit einer entsprechenden Therapie kann es jedoch gelingen, die Symptome der Erkrankung zu mildern. Die Leiden sind dann entweder weniger stark ausgeprägt oder verschwinden über einen längeren Zeitraum hinweg. Erfolgreich ist eine Behandlung aber nur, wenn Ernährungspläne und andere Maßnahmen strikt eingehalten werden. Ein erneutes Auftreten von starkem Stress oder ein Rückfall in ungesunde Lebensweisen kann jederzeit erneut Reizdarmsymptome verursachen.


Reizarm und Co.

Die Signifikanz des Darms für die allgemeine Gesundheit eines jeden Individuums wurde im vorangehenden Text wohl mehr als deutlich zur Schau gestellt. Darum ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass eine Erkrankung desselben zu einer Vielzahl weiterer Erkrankungen führen. Dazu einige Beispiele:

  • Durchfall / Diarrhö – An Durchfall, auch als Diarrhö oder Diarrhoe bezeichnet, leidet man dann, wenn man täglich mehr als dreimal Stuhlgang ausscheidet und selbiger von wässriger oder vollkommen flüssiger Konsistenz ist. Dadurch, dass ein solches Übel zumeist über mehrere Tage hinweg andauert, kommt es nicht selten zu einer Dehydration als Folge des erhöhten Wasserverlustes. Anzeichen für eine etwaig vorliegende Dehydration äußern sich unter anderem in einem Verlust der Elastizität der Haut und allgemeiner Gereiztheit. Wirkt man einer solchen Dehydration trotz der vorliegenden Warnsignale nicht entgegen, können sich weiterdings Verminderungen der Urinausscheidungen, Blässe und eine erhöhte Herzfrequenz einstellen.Eine sehr weiche Konsistenz des Stuhl ist bei Stillkindern zu erwarten und kein Zeichen von einem chronischen oder akuten Durchfall. Der häufigste, Gründe, die einem realen Durchfall zugrunde liegen, sind in aller Regel Infektionen des Darms durch Bakterien, Viren oder Parasiten. Ist dies der Fall spricht man von einer sog. „Gastroenteritis“ (Magen-Darm-Entzündung). Diese Art der Entzündungen springen zumeist durch Stuhl kontaminierter Nahrung oder Getränke von einem Menschen auf den anderen über. Darüber hinaus sind aber auch direkte Infektionen möglich. Beispielsweise mittels einer Schmierinfektion.Grundsätzlich unterteilt man Durchfälle, wie bereits eingänglich erwähnt, in zwei primäre Gruppen: Chronischer und akuter Durchfall. Der akute Durchfall dauert meist nur einige wenige Tage, bisweilen auch nur wenige Stunden, an und zeichnet sich häufig durch eine besondere Heftigkeit aus. Als chronisch ist eine Diarrhö dann zu bezeichnen, wenn sie länger als zwei Wochen kontinuierlich auftreten.Des Weiteren liegen neben Bakterien, Viren und Parasiten auch noch andere Gründe für eine mögliche Entwicklung dieser Krankheit vor. Insbesondere Unerträglichkeiten gegenüber bestimmter Lebensmittel, sowie Vergiftungen können zu teils explosionsartigen Durchfällen führen. Diese verschwinden aber in der Regel genauso schnell wieder, wie sie aufgetaucht sind. Sie sind vornehmlich als kurzfristige Abwehrreaktion des Körpers auf Schafstoffe wahrzunehmen, ähnlich einem akuten Brechreiz.
  • Verstopfungen – Spricht man von Verstopfung, so ist zuvörderst vom gänzlichen Ausbleiben des Stuhlgangs die Rede. Aber auch das eingeschränkte Defäkieren im Sinne einer verzögerten oder unvollständigen Ausscheidung kann hiermit gemeint sein. Da Koten unglücklicherweise zu den gesellschaftlichen Tabuthemen gehört, herrscht oftmals Unklarheit darüber, wann Stuhlvolumen und -häufigkeit den Rahmen der Normalität überschreiten. Wer täglich retiniert, wird sich möglicherweise wundern, sollte der Stuhlgang einen Tag ausbleiben. Andersherum wähnt sich ein Mensch, der nur dreimal wöchentlich kotet, von Durchfall betroffen. Die Medizin setzt hier jedoch klare Grenzen: Die Ausscheidung von Nahrung sollte in nicht weniger als acht Stunden und nicht mehr als drei Tagen erfolgt sein. Folglich besteht eine Obstipation erst dann, wenn am dritten Tage nach der Nahrungsaufnahme noch kein vollständiger Abgang der Ausscheidungsprodukte erfolgt ist. Verstopfung kann hernach chronisch, akut oder in Form der sogenannten Reiseobstipation zutage treten.Die am häufigsten auftretende Form der Verstopfung ist die chronische Variante. Sie umfasst alle Arten der Obstipation, die dergestalt auftreten, dass während eines Zeitraums von wenigstens einem viertel Jahr Stuhl regelmäßig um ein bis zwei Tage verzögert ausgeschieden wird. Dies kann anorektal, kologen oder idiopathisch begründet sein. Bei der anorektalen chronischen Verstopfung liegt ursächlich eine Erkrankung des Rektums vor, die den Schließmuskel in solchem Grade verengt, dass nicht mehr normal defäziert werden kann. Ausscheidung ist in diesem Falle nur unter starkem, teils schmerzhaftem Pressen möglich. Hingegen ist bei der kologenen Form die Aktivität des Intestinaltraktes ausschlaggebend für die Verstopfung.Eine Darmträgheit bewirkt, dass die Darminhalte nur langsam fortbewegt werden. Hierdurch verlängert sich auch der Zeitraum, in welchem sich die Ausscheidungsprodukte im Dünndarm befinden, der jenen unaufhörlich Flüssigkeit entzieht. Der Stuhl wird somit immer fester und kann einen Härtegrad erreichen, der vom Darm nur noch mühevoll bewältigt und ergo fortbewegt werden kann. Die Konsistenz der Faeces kann letztendlich auch im Enddarm problematisch werden, wenn es gilt, den verhärteten Stuhl aus dem Körper zu pressen. Liegen weder im Darm noch am Schließmuskel erschließbare Funktionsstörungen vor und lassen sich auch darüber hinaus keine physischen Erklärungen für eine chronische Obstipation finden, spricht man von der idiopathischen Verstopfung. Diese gilt als überdurchschnittlich häufig und lässt sich lediglich psychisch oder psychosomatisch erfassen.Neben der vielgestaltigen chronischen Obstipation tritt in seltenen Fällen auch die akute Verstopfung in Erscheinung. Hier liegt stets eine Koprostase vor, die bereits zum Ileus (kompletter Verschluss des Darms) geführt hat. Mit ihr gehen zum Teil schwerste Begleiterscheinungen einher. Der Bauch des Patienten ist oft verhärtet und geschwollen, es treten starke Schmerzen ein und Kot ergießt sich aus dem Rachen (med. Miserere). Diese Form der Obstipation erfordert folglich sofortiges Eingreifen eines Arztes.

    Eine Sonderform der Verstopfung ist die sogenannte Reiseobstipation. Es handelt sich hierbei um eine nur kurz weilende Darmträgheit, die im Wesentlichen auf stark veränderte Lebensumstände zurückzuführen ist.

  • Colitis Ulcerosa – Bei der Colitis Ulcerosa handelt es sich um eine dauerhafte, sprich chronische Entzündung im Darm oder im Bereich des Darmes, die sich überdies durch chronische Reizungen desselben und der Ausbildung von Geschwüren manifestiert.Zumeist ist die innere Schicht des Dickdarmes und / oder des Rektums betroffen. Hierdurch entstehen dem Betroffenen nicht nur die oben genannten Symptome, sondern es kann darüber hinaus auch zu weiteren negativen Begleiterscheinungen kommen. Die in aller Regel äußert unangenehm und schmerzhaft sind.Die genauen Ursachen für dieses Leiden sind der Wissenschaft, trotz intensiver Forschung, (noch) nicht bekannt. Gleichwohl die erste Erwähnung der vorliegenden Krankheit bereits aus den 1850er Jahren stammt, waren noch keine Gründe zu ermitteln. Es ließ sich lediglich beobachten, dass die Colitis ulcerosa primär in der westlichen Hemisphäre auftritt. Dies gilt als Anhaltspunkt für weitere Forschungen.Des Weiteren handelt es sich hierbei nicht um eine spontan auftretende Erkrankung, sondern um ein sich langsam entwickelndes Leiden, das sich meist um das zwanzigste Lebensjahr herum etabliert. Nichtsdestotrotz sorgt es gerade in den frühen Phasen meist nur für geringfügige Probleme und äußert sich erst später im Leben in seinem vollen Umfang. Aus medizinischer Sicht gilt das sechste Lebensjahrzehnt häufig als das gravierendste für die Colitis ulcerosa. Zumindest sind die meisten Betroffenen, die ärztliche Behandlung suchen, in diesem Alter.

    Die Behandlung der Krankheit ist schwierig, da die Auslöser, wie bereits erwähnt, lediglich mutzumaßen sind. Das hinderte Mediziner jedoch nicht daran, recht probate Medikamente zu entwickeln, die immerhin die Symptome zu lindern imstande sind. Darüber hinaus nimmt man bisweilen auch chirurgische Eingriffe vor, insofern diese vielversprechend scheinen.

  • Hämorrhoiden – Zwischen dem Enddarm und dem Schließmuskel des Afters befindet sich ein Gefäßpolster, der sogenannte Plexus hämorrhoidalis. Dieses arbeitet eng mit dem Sphinkter (Schließmuskel) zusammen, beide sorgen für den Feinverschluss des Darmausganges. Die Bestandteile des Gefäßpolsters stellen ein Geflecht aus Arterien und Venen dar. Wird von Hämorrhoiden gesprochen, sind damit Schwellungen in Knoten- oder Krampfaderform an demselben gemeint.Umso mehr sich diese verstärken, desto weiter findet ein Herausdrücken der krankhaften Wucherungen aus dem Anus-Bereich heraus statt. In zahlreichen Fällen entzündet sich dabei auch das umliegende Gewebe durch die Erweiterung der Blutgefäße des Gesäßpolsters. Obwohl heutzutage weitaus offener über Krankheiten gesprochen wird als noch vor einigen Jahren, gelten Hämorrhoiden noch immer als ein Tabuthema.Dies gilt prinzipiell für alle Erkrankungen, welche zum einen die Analregion, zum anderen den Darm betreffen. Aufgrund der Tatsache, dass allein bei Männern über 30 Jahre ca. 70 Prozent von diesem Problem betroffen sind, wäre ein verstärkter Austausch über diese Krankheit mit Sicherheit sehr hilfreich. Da viele Menschen bei einem Auftreten von Hämorrhoiden auch nicht zum Arzt gehen, gibt es nur Schätzungen, wie viele Menschen unter diesen leiden. Man nimmt einen Prozentsatz von etwa 50 Prozent bei Erwachsenen ab dem 30. Lebensjahr an. Frauen sind weniger oft betroffen als Männer.Wer Beschwerden im Enddarm-Bereich hat, sollte jedoch nicht lange mit dem Aufsuchen eines Arztes zögern, denn es sind nicht immer die vergleichsweise harmlosen Hämorrhoiden, welche diese verursachen. Weitaus ernstere Krankheiten, wie beispielsweise Darmkrebs, könnten dafür verantwortlich sein, deren Heilungschancen durch ein frühzeitiges Erkennen in jedem Fall erhöht werden. Viele Menschen gehen wegen eines Verdachts auf Hämorrhoiden zum Arzt, in diesem Fall zu einem Gastroenterologen. Dieser stellt jedoch oftmals andere Krankheiten fest, so zum Beispiel ein Ekzem, Herpes, eine Neurodermitis oder Pilzinfektion.

    Eine Untersuchung beginnt in der Regel durch eine Befragung über die aufgetretenen Symptome, den Stuhlgang, Ernährungsgewohnheiten sowie sportlichen Aktivitäten. Hernach erfolgt ein Abtasten (Rektal-Palpation) des Analbereiches. Besitzen die Hämorrhoiden eine starke Ausprägung, sind sie ebenfalls von außen sichtbar. Verstärkt sich die Vermutung, dass krankhafte Wucherungen für die Beschwerden verantwortlich sind, wird meist eine Enddarmspiegelung oder Koloskopie (Spiegelung des gesamten Dickdarms vorgenommen. So gelangt der Arzt zu einer sicheren Diagnose und kann mögliche sonstige Erkrankungen ausschließen.

    Des Weiteren gilt es ganz klar, zwischen äußeren und inneren Hämorrhoiden zu unterscheiden. Dabei sind äußere Hämorrhoiden nicht unbedingt immer gefährlich. Sollte sich in denselben noch keine Thrombose eingestellt haben, kann man durchaus davon ausgehen, dass die Symptome sich in Grenzen halten werden. Kritisch wird die ganze erst dann, wenn sich Thrombosen einstellen. Zumeist ist in diesen Fällen davon auszugehen, dass es zu einer immensen Entwicklung von Schmerz kommt. Dieser verschwindet zwar in aller Regel nach ein bis drei Tagen wieder, ist aber für die Zeit des Bestehens kaum ohne Schmerzmittel zu ertragen. Hinzu kommt noch der unglückliche Umstand, dass das Defäkieren während dieser Zeit stark erschwert ist. Sicherlich sind die meisten Betroffenen zwar immer noch in der Lage, Stuhl abzuscheiden, dennoch stellt sich dieser Vorgang nicht selten als ein absonderliches Martyrium dar. Der Erkrankte ist ist oftmals nur unter Schreien dazu imstande, Kot auszulassen.

    Darüber hinaus sollte man auch die im Rahmen der eben genannten Ausprägung der Krankheit entstehenden kosmetischen Faktoren nicht unterschätzen. Zwar geht der imminente Schmerz bereits nach einigen wenigen Tagen, wie bereits erwähnt, zurück, nicht so aber die Schwellung, sprich die also solche wahrgenommene äußere Hämorrhoide. Diese kann bis zu vier oder mehr Wochen in ihrer Form verbleiben und somit zu gewissen Einschränkungen führen. Besagte Einschränkungen betreffen in erster Linie die Analhygiene des Betroffenen. Diese ist aufgrund der Umstände nur noch schwer zu gewährleisten. Darum kann es notwendig sein, sich nicht mehr nur mit Toilettenpapier zu reinigen, sondern auch andere Mittel zu gebrauchen. Beispielsweise Sitzbäder oder fließendes Wasser.

    Intern auftretende Hämorrhoiden treten dagegen in aller Regel eher schmerzfrei auf. Sie äußern sich allein dadurch, dass sie während oder nach dem Stuhlgang einiges an Blut absondern. Dieses Blut kann daraufhin entweder im Stuhl selbst oder anderweitig nachgewiesen werden. So zum Beispiels als rote Flecken auf den Toilettenpapier, als Flecken in der Unterwäsche oder durch Heraustropfen aus dem Anus. Man sollte dies zwar als ein deutliches Warnsignal verstehen, sich aber dennoch nicht allzu viele Sorgen machen. Schließlich und endlich handelt es sich hierbei um keine allzu gravierenden Erscheinungen. Man könnte das Abscheiden von Blut während oder nach dem Stuhlgang im Rahmen der vorliegenden Erkrankung durchaus als normal ansehen. Dennoch sollte man auch dieses Symptom nicht auf die leichte Schulter nehmen und im Bedarfsfall einen Mediziner konsultieren. Alles andere wäre sich selbst gegenüber grob fahrlässig. Nichts zuletzt deswegen, weil man als neuerlich erkrankter Patient auch andere, potentiell ansteckende Krankheiten als Ursache nicht ausschließen kann.

    Ansonsten äußern sich die innen liegenden Hämorrhoiden zumeist, wie bereits erwähnt, nicht oder nur kaum schmerzvoll. Nichtsdestotrotz kann es vorkommen, dass sich dieser Zustand ändert. Dies ist immer dann der Fall, wenn die inneren Hämorrhoiden Thrombosen und / oder Nekrosen entwickeln. Hierbei sind insbesondere nekrotisierende Hämorrhoiden immens gefährlich und sollten sofort und ohne zu zögern behandelt werden. Zugegebenermaßen ist es eher unwahrscheinlich, daran zu sterben, aber es gibt durchaus Todesfälle, die direkt auf eine solche Diagnose zurückzuführen waren. Darüber hinaus sollte man auch sich ggf. auch auf weitere Symptome einstellen. Diese können unter anderem chronische Durchfälle sowie chronische Verstopfungen umfassen. Seltener kommt es zudem auch zu einer Inkontinenz. Dieses Phänomen tritt allerdings vergleichsweise selten auf. Ist dies jedoch der Fall, sollte man das als roten Alarm verstehen und so schnell als irgend möglich bei einem Arzt vorstellig werden. Inkontinenz ist keine Bagatelle und kann nicht nur auf gesundheitlicher Ebene zu starken Einbußen führen. Auch auf sozialer Ebene ist ein solches Gebrechen mit teils immensen Einschränkungen verbunden. Dabei lassen sich die meisten Fälle dieses Leidens relativ gut behandeln. Alles in allem wären sie also durchaus vermeidbar.

    Hämorrhoiden sind, wie aus dem vorangehenden Text ersichtlich wird, ein Problem, mit dem sich viele Menschen herumschlagen müssen. Dennoch gilt es in den meisten Gesellschaften nach wie vor als Tabu, darüber zu reden. Das führt nicht selten zu einer medizinischen Minderversorgung dieses Leidens. Man sollte sich darum nicht schämen, wenn man diesem Gebrechen verfallen ist, sondern offen damit umgehen. Das befördert nicht nur die allgemeine Aufklärung zu dem Thema Hämorrhoiden, sondern inspiriert vielleicht auch andere Menschen dazu, dasselbe zu tun. Je mehr Menschen sich öffentlich dazu bekennen, desto besser kann mit dem Thema in der Öffentlichkeit umgegangen werden.

    Darüber hinaus ist zu bemerken, dass etwa 40% aller Menschen, die an Hämorrhoiden leiden, nichts von ihrem Leiden ahnen. Dies liegt daran, dass viele Fälle der vorliegenden Krankheit vollkommen schmerzfrei und ohne weitere Symptome verlaufen. Lediglich die kosmetischen Probleme stellen sich ein – und nicht mal das ist immer der Fall. Sollte man zu dieser Personengruppe gehören, ist eine ärztliche Behandlung in aller Regel nicht notwendig. Es sei denn, dass der behandelnden Hausarzt bei einer Routineuntersuchung zu einem anderen Vorgehen rät.

    Alles in allem lässt sich abschließend zusammenfassen, dass man sich seiner Hämorrhoiden nicht schämen muss und dass zudem die Chance auf Heilung sehr hoch liegt. Darum ist jede Person, die, aus welchen Gründen auch immer, von einer Behandlung absieht, oftmals selbst daran Schuld, wenn sie der Zustand nicht verbessert und man über einen längeren Zeitraum hinweg, mit dem vorliegenden Leiden zu kämpfen hat. Lediglich in den seltensten Fällen werden Hämorrhoiden chronisch und sind nicht mehr komplett auszumerzen, sondern nur noch symptomal zu behandeln. Jedoch die Chance, an einer solchen Art von Hämorrhoiden zu erkranken tendiert effektiv gegen Null.

  • Depressionen – Bei einer Depression handelt es sich um ein psychologisches Leiden. Die genauen Ursachen hierfür können vielerlei Natur sein und sind kaum zu verallgemeinern. Es lässt sich jedoch mit relativer Sicherheit behaupten, dass Depressionen, gleichwohl auch dies nicht gänzlich auszuschließen ist, nur äußerst selten vollkommen unabhängig von einem fassbaren Grund auftreten. Zumeist liegen diesem Leiden schwerwiegende traumatische Erfahrungen zugrunde. Aber auch weniger starke negative Geschehnisse können eine Depression verursachen. Hier kommt es sehr stark auf die jeweilige allgemeine seelische Verfassung und Härte des Individuums an. Manche Personen stecken selbst immens traumatische Erfahrung spielend weg, wohingegen andere bereits an nichtigen Geringfügigkeiten zerbrechen.Überhaupt und generell handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um ein sehr fallspezifisches Leiden, dass sich nur sehr schwer bis gar nicht in vorgegebene Muster zwängen lässt. Darum sollte man dies am besten auch erst gar nicht versuchen und Allgemeinplätze und hohle Phrasen vermeiden – insbesondere im direkten Umgang mit Betroffenen. Diese kennen derlei Phrasen bereits und reagieren nicht selten ablehnend oder gar ungehalten darauf. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie gut gemeint sind oder nicht.Auch ist es wichtig, sich bereits in der Frühphase der Erkrankung um einen Therapieplatz zu bemühen. Eine psychotherapeutische Langzeitbetreuung ist oftmals der einzige probate Weg, mit dem vorliegenden Leiden umgehen zu lernen. Die Kombination aus Gesprächstherapie und stimmungsaufhellenden Medikamenten ist die am häufigsten zum Einsatz kommende Art der Behandlung in Bezug auf eine Depression. Aber auch ohne die Gabe von Antidepressiva, die teil schwere Nebenwirkungen haben können, ist es möglich, therapeutische Erfolge zu erzielen.Alles in allem ist es also aufgrund der doch sehr individuellen Ausprägungen dieses Leidens kaum möglich, es in allgemeiner Form zu definieren. Man kann grundsätzlich von einer seelischen Missstimmung sprechen, die verschiedenste Formen und Ausprägungen annehmen kann. Sie kann sehr moderat verlaufen, aber auch extrem. Ein Freitod als finale Konsequenz ist nicht auszuschließen. Auch aus der Depression hervorgehende organische Leiden können entstehen, wenn diese nicht korrekt und zeitnahe behandelt wird.
  • Morbus Crohn – Der Morbus Crohn ist eine Art der Gruppe der chronisch entzündlichen Darmkrankheiten (CED). Er kann jedweden Teil des Verdauungstraktes betreffen, darunter selbst der Mund oder der Anus. Die landläufige Vorstellung, dass dieses Leiden allein auf den Darm und / oder den Magen beschränkt sei, ist also grundlegend falsch.Im Rahmen einer Erkrankung mit Morbus Crohn kommt es sehr häufig zu sehr ähnlichen Symptomen, die sich meistens durch (starke) Unterleibsschmerzen, Durchfälle, Fieber und unfreiwilligen Gewichtsverlust äußern. Die entstehenden Durchfälle können darüber hinaus auch Blut beinhalten, dies ist jedoch sehr stark von der Schwere der Entzündung abhängig und kann nicht verallgemeinert werden. Des Weiteren kann es auch durchaus zu Symptomen kommen, die nicht in direktem Umfeld des Verdauungstaktes auftreten. Hierunter zählen unter anderem: Blutarmut (Anämie), Ausschläge, Arthritis, Entzündungen der Augen oder der Nase sowie das Gefühl bleierner Müdigkeit. Den etwaig auftretenden Ausschlägen kann eine sog. „Pyoderma gangraenosum“ zugrunde liegen. Hierbei handelt es sich um eine krankheitsbedingte Nekrotisierung des äußeren Hautgewebes. Ebenso ist es möglich, dass sich die Krankheit in Form von Darmverschlingungen bemerkbar macht. Auch ein allgemein stark erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken ist eine direkte Folge des vorliegenden Leidens.Die auslösenden Faktoren für den Morbus Crohn können vielerlei Natur sein. Man geht allgemein hin davon aus, dass es sich um eine Kombination aus negativen Umwelteinflüssen, immunologischen und bakteriellen Faktoren handelt, auch eine genetische Komponente ist nicht grundsätzlich auszuschließen. Die chronische Entzündung des Verdauungsapparates geht in aller Regel darauf zurück, dass der Körper einige Teile seines eigenen Organismus als fremd betrachtet und sich dagegen wehrt, bzw. versucht, sie zu bekämpfen. Dennoch ist nach heutigem Stande der Wissenschaft, gleichwohl viele Definitionskriterien erfüllt sind, nicht davon auszugehen, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine Autoimmunerkrankung handelt.Etwa 50% aller potentiellen Risikofaktoren lassen sich auf den Genpool des betroffenen Individuums zurückführen. Die Wissenschaft konnte bis zum heutigen Zeitpunkte bereits etwa 70 Gene entdecken, die bei der Entstehung des Morbus Crohn involviert sind. Zusätzlich ist anzumerken, dass Raucher in aller Regel etwa ein doppelt so hohes Risiko aufweisen am Morbus Crohn zu erkranken, wie nicht Nichtraucher.

    Unglücklicherweise gibt es keinerlei Methoden, weder medikamentöser noch operativer Art, die dazu imstande wären, den Morbus Crohn effektiv zu heilen. Eine schulmedizinische Therapie zielt in primär darauf ab, die Symptome zu lindern, einen leichten Rückgang der entzündlichen Prozesse zu bewirken oder in Phasen der Gesundheit einen Rückfall zu verhindern.

    Sollte eine diagnostizierte Person zusätzlich noch Raucher sein, ist es notwendig, dass selbige diese Angewohnheit so schnell als irgend möglich aufgibt. Auch sollte man nicht vergessen, dass es zwar keine operativen Methoden gibt, die eine vollständige Heilung des Leidens versprechen, ein solches Vorgehen bisweilen aber dennoch notwendig sein kann. Dies gilt insbesondere in Fällen, da sich im Darm oder anderen betroffenen Teilen des Verdauungsapparates Abszesse, Fisteln oder andere krankhafte Wucherungen gebildet haben. Ist dies der Fall, bleibt ein operativer Eingriff nur sehr selten aus.

    Des Weiteren ist es sehr zu empfehlen, dass Betroffene stets und stetig auf der Hut sind und in allem sehr große Vorsicht walten lassen. Auch die effektive Prüfung hin auf diverse andere Darmerkrankungen in rgeelmäßigen Abständen sollte nicht zu kurz kommen. Darum ist es grundsätzlich empfehlenswert, dass Betroffene etwa alle zwei Jahre einer Darmspiegelung unterziehen – hierbei handelt es sich allerdings nur um einen Fixwert. Für das Individuum passende Angaben sind im persönlichen Gespräch mit dem Doktor abzuklären.

    Auf einer weltweiten Skala betrachtet sind Europäer und Nordamerikaner am häufigsten von diesem Leiden betroffen, dasselbe gilt für Australier. Afrikaner und Asiaten dagegen leiden nur vergleichsweise selten am Morbus Crohn. Überhaupt lässt sich feststellen, dass die Krankheit in der sog. „ersten Welt“ wesentlich stärker verbreitet ist, als in weniger gut entwickelten Regionen der Erde. Mit etwa 50.000 Toten pro Jahr, stellt die Krankheit allerding eine kaum messbare Bedrohung dar. Zusätzlich anzumerken gilt es noch, dass das vorliegende Leiden zu jeder Zeit ausbrechen kann. Zumeist jedoch stellt es sich im Verlauf der Jugend oder des frühen Erwachsenenalters ein. Das Geschlecht spielt hierbei bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich scheinen Männer und Frauen gleichermaßen stark betroffen.


Alternative Behandlungsmethoden

Die Verabreichung von Naturheilmitteln wie Medacalm ist recht hilfreich, da der Darm gerade auf pflanzliche Produkte positiv reagiert. Medacalm enthält unter anderem Pfefferminzöl, das neben seiner antibakteriellen Wirkung krampflösend wirkt und beruhigend auf die Nervenbahnen bei einem Reizdarm einwirkt.

Fernerhin bietet die Natur ein großes Spektrum darmberuhigender Mittel. Da die Symptome eines Reizdarms sehr spezifisch sein können, lohnt sich der Besuch in einer Heilpraxis. Hier erfolgt eine individuelle Beratung, in der natürliche Heilmittel mit andere Behandlungen, wie zum Beispiel einer Ernährungstherapie, ein Einklang gebracht werden kann.

Eine fortführende Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

  • Meditation, Yoga, autogenes Training
  • Traditionelle Chinesische Medizin (tcm)
  • Ayurveda
  • Diverse Massagetechniken
  • Aromatherapie
  • Ergotherapie
  • Sportliche Betätigung
  • Diätieren, fasten
  • Entzüge
  • Kuraufenthalte
  • Selbsthilfegruppen

Besonders wenn Stress den Darm reizt, gibt es einige alternative Behandlungsmethoden, die erfolgsversprechend sein können. Hierzu gehören:

  • geführte Meditation
  • Beschäftigungstherapie
  • autogenes Training
  • Yoga
  • Hypnose
  • Lichttherapie
  • Akupunktur
  • Entspannungsmassagen
  • Aromatherapie
  • Kunsttherapie

Es ist empfehlenswert Behandlungen in Anspruch zu nehmen, die Stress reduzieren und gleichzeitig zu lernen, wie Stress selbstständig positiv verarbeitet werden kann. Unter Umständen kann daher auch ein Kuraufenthalt ratsam sein.

Welche Hausmittel können helfen?

Ein klassisches Hausmittel gegen Darmbeschwerden ist das schlichte Wärmen des Bauches. Warme Leibwickel oder eine Wärmflasche können die betroffene Region entspannen und dadurch krampflösend wirken. Manchmal hilft auch eine sanfte Bauchmassage mit langsamen, kreisenden Bewegungen.

Generell gilt: Alles was entspannt und Druck abbaut, ist hilfreich. Egal ob lange Spaziergänge oder ein gemütliches Zusammensein mit Freunden – Hauptsache ist, Sie können einmal abschalten. Die einfachste Methode hierfür ist natürlich ein erholsamer Schlaf. Es mag banal klingen, aber wer genügend schläft, verschafft seinem Körper die Entspannung, die er zur täglichen Arbeit benötigt. Und zu dieser gehört auch die Verdauung.

Übersicht
Probate Hausmittel können u.a. sein:

    • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei einem Reizdarm das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einer Überreizung des Darms fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome im Rahmen der Behandlung o.ä. abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Die Choliken können jederzeit erneut ausbrechen, wenn man sie nicht komplett ausheilen lässt. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
    • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Darmerkrankung fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Abkoten von Bakterien und Viren und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
    • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.
    • Rauchentwöhnung – Wie bereits mehrfach erwähnt, so ist das Rauchen von Tabak einer Hauptgründe, die zu einer Erkrankung des Darms führen können. Darum ist der absolute Verzicht auf alle Rauchwaren nicht nur empfohlen, sondern auch notwendig. Zudem verkleinern sich hierdurch auch die Chancen an vielen anderen Leiden zu erkranken. Dies gilt für sämtliche Rauchwaren, sprich Zigaretten, Zigarren, Zigarillos, Pfeifen, Vapes, Shishas usw. Wer darum nicht auf seine Sucht verzichten kann, gefährdet sich selbst und muss damit rechnen, früher oder später ein Darmleiden zu entwickeln.

Heilkräuter & Heilpflanzen

      • Kamille
      • Ingwer
      • Johanniskraut
      • Spitzwegerich
      • Gelber Enzian
      • Berberitze
      • Majoran
      • Passionsblume

Sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle einer Erkrankung mit Reizdarm zum Einreiben des Abdomen an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

      • Pfefferminzöl
      • Anis
      • Kümmel
      • Bergamotte
      • Fenchel
      • Myrrhe

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des Reizdarms sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Darüber hinaus gilt zu beachten, dass man die Öle nicht allzu stark dosiert. Die ohnehin schon stark belastete Lunge kann durch eine Überdosierung noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden, was wiederum dazu führt, dass sich die Krankheit verlängert, verschlimmert oder beides. Des Weiteren sollte man vor einer Anwendung Rücksprache mit einem Mediziner halten, um ggf. etwaigen allergischen Reaktion vorbeugen zu können.

Homöopathie & Globuli

      • Antimonium crudum
      • Acidum nitricum
      • Nux vomica
      • Asa foetida
      • Chelidonium majus

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Besonders Nr. 7 Magnesium phosphoricum gilt als wirksam zur Bekämpfung des Reizdarms, da dieses Mittel die Perestaltik des Darms positiv beeinflussen und gleichzeitig zum Abbau von Stress führen soll. Die Schüssler Salze Nr. 3, Nr. 8 und Nr. 10 wirken sich hingegen vorrangig auf die Darmtätigkeit aus. Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es gibt eine Reihe von Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Symptome eines Reizdarms mittels Ernährung zu lindern. Dafür muss zunächst das eigene Essverhalten genau untersucht werden. Schlechte und ungesunde Gewohnheiten abzubauen, fällt vielen Menschen jedoch schwer. Hier hilft eine professionelle Ernährungsberatung. In dieser wird zudem ermittelt, welche Lebensmittel im Einzelnen Probleme verursachen. Häufig handelt es sich dabei um Nahrungsmittelallergene wie zum Beispiel Nüsse, Eier, Senf oder Milch.

Item lassen sich einige Vorkehrungen treffen, die allgemeingültig sind: Essen Sie langsam und kauen Sie die Nahrung gut durch. Zudem sollten die Mahlzeiten nicht zu üppig ausfallen, denn große Portionen können leicht zur erneuten Überreizung führen. Das gilt ebenso für sehr fette Speisen. Einige Lebensmittel sind zwar gesund und reich an Vitaminen, lassen sich allerdings nur schwer verdauen. Hierzu gehören unter anderem Pilze, Oliven oder Zwiebeln. Besonders wer zu Blähungen neigt, vermeidet besser auch Kohl und Hülsenfrüchte, da diese besonders gasbildend sind. Vorteilhaft ist es des Weiteren, über den Tag verteilt viel zu trinken, auf koffeinhaltige, gezuckerte und alkoholische Getränke dabei aber zu verzichten. Experten empfehlen circa eineinhalb Liter Wasser am Tag.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

      • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
      • Meeresfrüchte
      • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
      • Hülsenfrüchte
      • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
      • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

      • Rotes Fleisch
      • Tabakwaren
      • Raffinierter Zucker
      • Stark fetthaltige Speisen
      • Fertiggerichte
      • Alkoholika
      • Weißes Mehl
      • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch Krankheiten belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Darm keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist ein Reizdarm erblich?

Bisher sind die Ursachen für die Entstehung eines Reizdarms noch nicht abschließend ermittelt. Einige Studien zeigen jedoch bereits, dass eine genetische Disposition wahrscheinlich ist. Liegen Darmerkrankungen generell in der Familie vor, steigt auch das Risiko einen Reizdarm zu entwickeln. Wichtig ist darüber hinaus, dass auch Stressbewältigungsverfahren „vererbt“ werden. Kinder lernen von ihren Eltern, mit Druck umzugehen. Zeigen sich hier Probleme, kann das einen Reizdarm auslösen.

Ich habe keinen täglichen Stuhlgang – leide ich an einem Reizdarm?
Die Verdauung von Menschen kann sehr stark variieren. Abhängig davon, was Sie zu sich nehmen und wie Ihre körperliche Konstitution sowie Ihr Stoffwechsel beschaffen sind, ist ein Stuhlgang drei Mal am Tag bis drei Mal die Woche möglich. Erst wenn dieser Rahmen in die eine oder andere Richtung überschritten wird und zudem Schmerzen und veränderte Stuhlkonsistenz hinzukommen, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Ich habe den Reizdarm dank einer gezielten Ernährung in den Griff bekommen. Wann kann ich wieder normal essen?
„Normal“ in Bezug auf Ernährung wird heute leider oft mit dem Konsum von fetten und zuckerhaltigen Speisen oder ungesunden Fertigprodukten gleichgesetzt. Wer jedoch einen Reizdarm hat, sollte solche Lebensmittel für immer von seinem Speiseplan streichen. Nur dann kann den Symptomen entgegen gewirkt werden. Obendrein ist der Reizdarm bedauerlicherweise nicht heilbar. Bei Fragen und Unsicherheiten ist es also ratsam, einen Ernährungsberater oder den behandelnden Arzt zu kontaktieren.

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