Regelschmerzen

Steckbrief: Regelschmerzen

Regelschmerzen
Regelschmerzen
Die meisten Frauen kennen das: Es zieht, spannt und krampft im Unterleib, der Kopf schmerzt, der Darm rebelliert. Der Grund hierfür sind Regelschmerzen. Einige Studien haben ergeben, dass etwa ein Drittel der weiblichen Bevölkerung monatlich unter diesen Beschwerden leidet, die in Zusammenhang mit der Menstruation auftreten. Bei einigen Frauen ist das Befinden sogar so schlecht, dass sie nicht arbeitsfähig und zum Teil auf Medikamente angewiesen sind. Die Ursachen dieser Erkrankung sind recht klar: Während der Menstruation zieht sich die Muskulatur des Uterus stark zusammen, wobei Gebärmutterschleimhaut, die sich für den Fall einer Einnistung aufgebaut hat, abgestoßen wird. Ursächlich können aber auch eine Reihe von Erkrankungen sein, zu denen beispielsweise Zysten oder Endometriose gehören.

Eine tatsächliche Behandlung für Menstruationsbeschwerden gibt es nicht. Lediglich die Symptome von Regelschmerzen können unter Umständen gelindert werden. Hierfür werden gewöhnlich Hausmittel und pflanzliche Mittel eingesetzt. Zum Teil sind aber auch Schmerzmittel notwendig. In der Vergangenheit wurden zudem häufig Kontrazeptiva (Antibabypille) gegen Regelbeschwerden gerade bei jungen Frauen eingesetzt. Heutzutage nehmen immer mehr Gynäkologen von dieser Praxis Abstand, da es sich bei der sogenannten Pille bekanntlich um ein Mittel handelt, das den Hormonhaushalt der Frau stark verändern kann.

Obgleich Regelschmerzen viele Frauen auf der ganzen Welt betreffen, gibt es nach wie vor nur wenig Verständnis für dieses Leiden im Alltag. Aktuell wird jedoch häufiger darüber diskutiert, diese als Krankheit anzuerkennen und stark betroffene Frauen während dieser Zeit zu schonen. In Deutschland stellt sich beispielsweise die Frage, ob bei starken Regelschmerzen monatlich eine Krankschreibung möglich ist.

Definition Regelschmerzen?

Regelschmerzen, die medizinisch als Dysmenorrhoe bezeichnet werden, gehören insgesamt zu den sogenannten Menstruationsbeschwerden. Üblicherweise beginnen sie zeitgleich mit der Monatsblutung und enden normalerweise nach etwa drei Tagen. Zu den gängigen Symptomen gehören zum Teil starke, krampfartige Schmerzen im Becken und im Unterbauch. Aber auch Rückenschmerzen und Spannungsgefühle in den Brüsten sind möglich. Häufig treten auch Verdauungsbeschwerden auf, zu denen neben Übelkeit und Erbrechen, Durchfall und Magenkrämpfe gehören. Bei einigen Frauen stellen sich zudem Kopfschmerzen ein.

Dysmenorrhoe wird in zwei verschiedene Typen unterteilt. Die primären Regelschmerzen entstehen natürlicherweise und beginnen zumeist mit den ersten Regelblutungen. Bei einigen Frauen verschwinden die Beschwerden mit Abklingen der Pubertät, andere sind bis zur Menopause von ihnen betroffen. Der zweite Typ wird als sekundäre Dysmenorrhoe bezeichnet. Es handelt sich hierbei nicht um eigenständige Beschwerden, sondern um ein Symptom anderer Erkrankungen. So können zum Beispiel Zysten in den Eierstöcken, Gewebewucherungen oder Endometriose Regelschmerzen auslösen. Bei jüngeren Frauen ist hernach am häufigsten eine primäre Dysmenorrhoe anzutreffen. Setzen die Symptome erstmals im fortgeschrittenen Alter ein, dann ist eine zugrundeliegende Erkrankung wahrscheinlich.

Regelschmerzen sind besonders häufig bei Frauen, die bereits vor dem 12. Lebensjahr ihre erste Periode bekommen haben. Aber auch sehr schlanke Frauen, die zu einer starken Menstruation neigen und Menschen, die stark unter Stress stehen neigen stärker zu diesen Beschwerden. Hingegen sind Frauen, die regelmäßig Sport treiben und bereits früh im Leben Kinder bekommen haben, weniger betroffen.

Behandeln lassen sich bei Regelschmerzen lediglich die Symptome. Hierfür werden überwiegend alternativmedizinische Methoden eingesetzt. Lassen sich die Probleme jedoch auf eine zugrundeliegende Krankheit zurückführen, muss selbstverständlich diese behandelt werden.


Was sind Regelschmerzen?

Weibliche Personen bekommen im Normalfall etwa zwischen dem 12. und dem 16. Lebensjahr ihre sogenannte Periode. Es handelt sich dabei um eine Phase des Menstruationszyklus, der als Zeichen der Geschlechtsreife gewertet wird und eine Schwangerschaft ermöglicht. Dieser Zyklus lässt sich in verschiedene Phasen unterteilen. Er beginnt mit der Entwicklung einer Eizelle, die freigesetzt wird und zur Befruchtung bereitsteht. Erfolgt diese nicht, stirbt die Eizelle ab. Der Körper hat in der Zwischenzeit jedoch einige Vorbereitungen auf eine mögliche Eieinnistung vorgenommen. So wurde in der Gebärmutter eine verdickte Schleimhaut aufgebaut, die es einer befruchteten Eizelle ermöglicht hätte, sich weiter zu entwickeln und mit den nötigen Nährstoffen zu versorgen. Diese Schleimschicht ist besonders ausgeprägt durchblutet und kann im Laufe einer Schwangerschaft noch anwachsen. Stirbt jedoch die Eizelle ab, reagiert der Körper mit einem Absinken der sogenannten Schwangerschaftshormone. Der Hormonabfall bewirkt hernach auch, dass der Uterus die bereits aufgebaute Schleimhaut abstößt. Es kommt hernach zur Regelblutung. Dabei handelt es sich nicht nur um Blut, sondern im Wesentlichen um Teile der Schleimhaut.

Im Wesentlichen erfolgt die Ausstoßung der inneren Uterusauskleidung durch heftige Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur. Dieser Vorgang kann für einige Frauen jedoch sehr schmerzhaft werden. Einige Betroffene beschreiben die Gefühle während der Periode sogar mit Wehen. Insgesamt zeigen sich Unterleibsschmerzen, Rückenleiden, Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Krämpfe. Die Medizin nennt diese Symptome hernach Dysmenorrhoe, also Regelschmerzen.

Es ist darüber hinaus auch möglich, dass eine Frau nie unter Regelschmerzen litt, diese sich jedoch plötzlich zeigen. Dann ist eine sekundäre Dysmenorrhoe möglich, also Regelbeschwerden, die nicht durch die Menstruation selbst, sondern eine hiermit in Verbindung stehende Erkrankung ausgelöst werden. Beispielsweise können eine Endometriose oder Zysten in der Gebärmutter sowie den Eierstöcken, aber auch Tumore solche Beschwerden auslösen. Dies sollte in jedem Fall von einem Arzt untersucht werden.

Insgesamt gesehen leiden mehr als 80 % der Frauen unter verschiedenen Beschwerden, die den Menstruationszyklus betreffen. Hierbei kommen in der Mehrheit leichte Fälle vor. Aber auch schwere Verlaufsformen sind möglich und bewirken, dass Frauen während der Menstruation weder arbeitsfähig sind, noch einen normalen Alltag bestreiten können. Allerdings können die Symptome in Gänze nicht geheilt werden. Lediglich eine Schmerztherapie ist in solchen Fällen möglich. Zur Behandlung eignen sich aus diesem Grund, vor allem bei leichteren Beschwerden, überwiegend Hausmittel, Wärmetherapien und eine gesunde Lebensführung.

Kurzzusammenfassung
Unter Regelschmerzen oder Dysmenorrhö versteht man starke krampfartige Unterleibsschmerzen vor oder während der Menstruationsblutung mit allgemeinem Krankheitsgefühl und weiteren Symptomen wie Kreislaufstörungen oder gastrointestinale Symptome.

Regelschmerzen, die bereits bei der ersten Menstruation auftreten, haben keinen Krankheitscharakter (primäre Regelschmerzen); sekundäre Regelschmerzen setzen bei vielen Frauen erst im Alter von 30 bis 40 Jahren ein und können durch andere Krankheiten wie Endometriose verursacht sein. Im allgemeinen lassen  die Menstruationsbeschwerden mit zunehmendem Alter der Frau nach. Regelschmerzen gehören zu den häufigsten gynäkologischen Problemen und kommen bei etwa zwei Dritteln aller Frauen im gebärfähigen Alter vor.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen von Regelbeschwerden lassen sich auf die Mechanismen des Körpers während der Monatsblutung zurückführen. Im Laufe des normalen, nicht von Kontrazeptiva beeinflussten, Menstruationszyklus reift ein Ei heran und gleichzeitig werden Hormone freigesetzt, die alle Maßnahmen dafür treffen, dass jenes Ei befruchtet wird. So bildet sich in der Gebärmutter eine dicke, gut durchblutete Schleimhautschicht, in welche sich das Ei einnisten könnte. Kommt es jedoch nicht zur Befruchtung, sinkt der Hormonspiegel ab und signalisiert dem Körper, dass keine Schwangerschaft besteht. Daraufhin kommt es zu Kontraktionen des Uterus, die zur Abstoßung der aufgebauten Schleimhaut führen. Diese wird in Form von Regelblut über einen Zeitraum von drei bis fünf Tagen hinweg ausgestoßen. Regelbeschwerden entstehen in der Folge vor allem durch die Muskelkontraktionen, die unter Umständen sehr heftig sein können. Sie bewirken, dass die Gebärmutter nur unzureichend mit Blut und hernach mit Sauerstoff versorgt wird. Krämpfe sind hiervon die Folge. Darüber hinaus beeinflusst auch das Absinken des Hormonspiegels das Wohlbefinden der Betroffenen. Es kann zu Kopfschmerzen und Übelkeit kommen.

Es wird hernach deutlich, dass die körperlichen Mechanismen selbst die Regelschmerzen bewirken. Dies ist jedoch nur bei der sogenannten primären Dysmenorrhoe der Fall. Bei der sekundären Variante lassen sich Beschwerden hingegen auf die jeweils zugrundeliegende Erkrankung zurückführen. Leidet eine Patientin beispielsweise an Eierstockzysten, können diese während der Menstruation platzen und hierdurch starke Unterleibsschmerzen verursachen. Bei Endometriose bildet sich Gebärmutterschleimhaut in anderen Körperbereichen, beispielsweise im Bauchraum. Diese Schleimhaut verhält sich allerdings ebenso, wie jene im Uterus, schwillt also an und wird hernach abgetragen. Dies kann schließlich ebenfalls starke Schmerzen verursachen. Denkbar ist auch, dass sich sogenannte Adenomyome im Uterus eingelagert haben. Es handelt sich hierbei um gutartige Tumore, die im Grunde genommen schmerzlos sind. Teilweise beeinflussen sie jedoch das Abtragen der Schleimhautschicht und führen dergestalt ebenso zu starken Schmerzen. Obgleich Adenomyome als ungefährlich gelten, sollten sie dennoch von einem Facharzt überprüft werden.

Neben den tatsächlichen Ursachen für Regelschmerzen gibt es noch eine Reihe von Risikofaktoren, welche die Entstehung von Beschwerden begünstigen können. Hierzu gehört in erster Linie das Rauchen von Tabakwaren. Zigarettenrauch wirkt sich drastisch auf die Durchblutung des Körpers aus. Da Schmerzen und Krämpfe im Uterus vor allem dadurch entstehen, dass die Gebärmutter mit Blut und Sauerstoff unterversorgt ist, kann eine schlechte Durchblutung dies noch negativ unterstützen.

Maßgeblich ist auch die individuelle Konstitution einer Frau. Treibt sie regelmäßig Sport, wirkt sich dies auch positiv auf die Muskulatur des Uterus aus. Regelschmerzen werden hernach unwahrscheinlicher. Darüber hinaus kann das Gewicht eine Rolle spielen. Studien haben gezeigt, dass sehr schlanke Frauen häufiger unter Menstruationsbeschwerden leiden, als fülligere Personen. Zudem ist das Alter relevant bei der Entstehung von Dysmenorrhoe. Je jünger eine Patientin ist und je eher ihre erste Periode eingesetzt hat, desto wahrscheinlicher erkrankt sie später an Regelbeschwerden. Eine frühe Geburt kann dem jedoch entgegenwirken. Gleiches gilt für die Einnahme von Kontrazeptiva. Andere Verhütungsmittel hingegen; hier seien explizit die Spirale und das Diaphragma genannt; können selbst zu Regelbeschwerden führen.

Im Folgenden werden die möglichen Ursachen einer sekundären Dysmenorrhoe übersichtlich aufgeführt:


Zusammenfassend gesagt, entsteht die primäre Dysmenorrhö also durch ein verstärktes Zusammenziehen der Gebärmuttermuskulatur. Die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur wird durch Hormone, die Prostaglandine gesteuert. Bei primärer Dysmenorrhö bildet der Körper zuviel Prostaglandine. Weitere Ursachen können Durchblutungsstörungen oder psychosomatische Faktoren sein. Primäre Dysmenorrhö tritt besonders häufig bei sehr jungen Mädchen, bei Frauen mit sehr niedrigem Körpergewicht und bei ungesunder Lebensweise auf. Sekundäre Dysmenorrhö kann bei Erkrankungen der weiblichen Organe wie Myomen, Verengungen des Gebärmutterhalskanals, Gebärmutterfehlbildungen oder einer Gebärmutterentzündung auftreten. Häufig ist eine Endometriose, d.h. Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut auch außerhalb der Gebärmutter, die Ursache für sekundäre Dysmenorrhö. Auch mechanische Verhütungsmittel wie ein Intrauterinpessar können sekundäre Regelschmerzen auslösen.

Symptome & Anzeichen

Regelschmerzen können eine umfangreiche Bandbreite an unterschiedlichen Symptomen hervorrufen. Dies ist zum einen davon abhängig, ob eine primäre Dysmenorrhoe vorliegt oder diverse Krankheiten Einfluss auf die Menstruation haben. Das häufigste Symptom sind jedoch starke Schmerzen im Unterbauch beziehungsweise in der Beckenregion. Diese Schmerzen werden von Betroffenen oftmals als ziehend und krampfähnlich beschrieben. Nicht selten orientieren sie sich an den Bewegungen der Uterusmuskulatur, treten also wellenförmig auf. Einige Mediziner verweisen darauf, dass sich Regelschmerzen durchaus ähnlich wie die Kontraktionen bei einer Geburt anfühlen können.

Die Hormone, welche zur Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut führen, wirken sich jedoch nicht nur auf den Uterus aus. Sie haben auch maßgeblichen Einfluss auf den Verdauungsapparat. Hierdurch ist es möglich, dass der Darmtrakt ebenfalls zu krampfen beginnt. Schmerzen, die vom Darmtrakt ausgehen, sind hernach nicht ungewöhnlich. Oftmals folgen hierauf auch Durchfall und in besonders schlimmen Fällen Erbrechen. Einige Patienten klagen zudem über vermehrte Blähungen beziehungsweise ein starkes Völlegefühl.

Neben dem Darm und dem Uterus sind zum Teil auch andere Organe von der Hormonausschüttung während der Menstruation betroffen. Es kommt teilweise zu Gefäßverengungen und einer schlechten Durchblutung. Betrifft dies die Bronchien, sind Übelkeit und Kreislaufprobleme die Folgen. Aber auch Kopfschmerzen können eintreten.

Bei einer sekundären Dysmenorrhoe können, abhängig von der zugrundeliegenden Erkrankung, die Beschwerden zum Teil deutlich schlimmer sein als bei gewöhnlichen Regelbeschwerden. Unterleibsschmerzen werden hier unter Umständen so stark, dass der Rücken mit einbezogen wird und Betroffenen das Sitzen oder Liegen in bestimmten Positionen nicht mehr möglich ist. Es kann darüber hinaus zu Spannungsgefühlen in den Nieren kommen. Nicht selten wird ein Stechen in der Leistengegend verspürt. Darüber hinaus verläuft die Menstruation bei sekundärer Dysmenorrhoe oftmals atypisch. Unter anderem kann es zu Schwankungen im Zyklus kommen. Möglich ist aber auch, dass Blutungen häufiger eintreten und insgesamt deutlich mehr Blut abgesondert wird. Gerade bei Endometriose erscheint die Masse an ausgestoßener Schleimhaut größer.

Es zeigt sich also, dass Regelschmerzen sehr individuell sein können. Allerdings liegt kein klares Muster für diese Erkrankung vor. Die Symptome lassen dergestalt keinen eindeutigen Rückschluss auf ihren Ursprung zu. Einzig zuverlässiger Hinweis ist, dass Beschwerden gleichzeitig mit der Menstruation eintreten und mit dieser enden. Es ist dennoch angeraten, einen Facharzt für die endgültige Diagnose aufzusuchen.

Im Folgenden sind die häufigsten Symptome von Regelschmerzen noch einmal in der Übersicht aufgeführt:


Bei primärem Regelschmerz treten starke Unterleibs- und Rückenschmerzen auf,Kopfschmerz, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit, Schwächegefühl, evtl. Ohnmachtsanfälle und ein allgemeines Krankheitsgefühl, das so stark sein kann, dass die betroffenen Frauen nicht mehr arbeitsfähig sind. Bei sekundärem Regelschmerz  treten ähnliche Symptome auf und zusätzlich noch Symptome der Grunderkrankung, z.B. sehr starke Blutungen bei Myomen.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Beschwerden, welche bei der Menstruation auftreten können, sind im Grunde genommen recht unspezifisch. Obgleich sie lediglich während der Zeit der Periode auftauchen, können sie auch auf andere Krankheiten verweisen, die nicht im Zusammenhang mit dem Menstruationszyklus stehen. Immerhin bedeutet die Regelblutung für den Körper eine enorme Belastung, die insgesamt zur Schwächung des Organismus beiträgt. Andere Erkrankungen könnten sich in dieser Phase ebenso deutlicher zeigen. Darüber hinaus kann eine sekundäre Dysmenorrhoe vorliegen, die selbst ein Symptom von verschiedenen Krankheiten oder einer Unverträglichkeit sein kann. Es ist folglich unabdingbar, dass Regelschmerzen von einem Arzt untersucht und diagnostiziert werden. Bei der Selbstdiagnose und einer möglichen Selbstbehandlung könnten hernach leicht Fehler gemacht werden, die durchaus gravierende gesundheitliche Folgen haben dürften.

Die Diagnose von Regelschmerzen wird in den meisten Fällen von einem Gynäkologen gestellt. Hierfür wird zunächst eine gründliche Anamnese durchgeführt. Ausschlaggebend können dabei Informationen zur Krankengeschichte, der Verhütungsweise, der sexuellen Aktivität sowie zurückliegenden Schwangerschaften der Betroffenen sein. Aber auch das Gewicht und die Dauer und Häufigkeit der Menstruation spielen eine entscheidende Rolle. Aus diesem Grund empfiehlt es sich ein Tagebuch über den Zyklus zu führen und diesen bei Besuchen beim Frauenarzt mitzunehmen.

Ist die Befragung des Patienten beendet, beginnt zumeist eine routinemäßige Untersuchung der Vagina und der Brüste. Hierbei tastet der Arzt vorsichtig die inneren Wände der Vagina ab. Darüber hinaus kann ein Ultraschall durchgeführt werden. Hierbei zeigt sich zum einen, ob die Lage des Uterus verändert ist oder sich eventuelle Unregelmäßigkeiten auf dessen Wände befinden. In die Sonografie werden bei Beschwerden auch die Eierstöcke einbezogen. Hierdurch ist es dem Arzt leicht möglich, ovariale Zysten zu erkennen.

Insofern eine normale Routineuntersuchung mittels Ultraschall keine klare Diagnose ergeben haben, können noch weitere Untersuchungsmethoden herangezogen werden. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn der Verdacht auf Erkrankungen wie eine Gebärmutterentzündung oder Endometriose naheliegen. Hier können beispielsweise ein Bluttest beziehungsweise eine endoskopische Untersuchung vorgenommen werden.

Abhängig von den individuellen Beschwerden und den Ergebnissen der genannten Untersuchungen sind noch weitere Tests möglich. Diese können durchaus sehr vielfältig sein, werden aber in der Regel nur dann durchgeführt, wenn eine Dysmenorrhoe eher unwahrscheinlich erscheint. Ist die Diagnose klar gestellt, wird der Arzt eine entsprechende Behandlung einleiten. Diese umfasst diverse Therapien zur Symptomlinderung bei primärer Dysmenorrhoe sowie Behandlungen gegen eine möglicherweise zugrundeliegende Krankheit bei sekundär bedingten Regelschmerzen.

Primäre Regelschmerzen diagnostiziert der Arzt anhand der Anamnese und einer gynäkologischen Untersuchung, wenn die Schmerzen seit der ersten Regelblutung auftreten und keine körperlichen Erkrankungen vorhanden sind. Zur Diagnose der sekundären Dysmenorrhö führt der Arzt zusätzlich Bluttests und eine Ultraschalluntersuchung durch.  Mit Hilfe einer Bauchspiegelung kann eine Endometriose erkannt werden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Genaue Statistiken liegen in Bezug auf Regelschmerzen nicht vor. Dies liegt zum einen daran, dass diese nicht immer als Krankheit geführt werden und einige Frauen sich schlicht selbst gegen Schmerzen behandeln. Andere Frauen wiederum haben lediglich milde Schmerzen und suchen aus diesem Grund keinen Arzt auf. Außerdem gibt es nur wenig Dokumentationen von Regelschmerzen in Ländern, in denen das Gesundheitssystem nur schlecht ausgebaut ist. Hier wird Dysmenorrhoe kaum als Krankheit wahrgenommen.

Es wird geschätzt, dass dauerhafte Dysmenorrhoe etwa ein Viertel der Frauen betrifft. Fälle von akuter Dysmenorrhoe sind darüber hinaus am häufigsten bei Personen in ihren späten Teenagerjahren und in den frühen 20ern. Bei diesen Frauen nehmen die Beschwerden mit zunehmendem Alter wieder ab. Die Prävalenz für Regelschmerzen bei jugendlichen Frauen wurde in einer Studie mit etwa 70 % angegeben. Andere Studien kommen sogar zu einer Fallzahl von über 90 %.

Es wurde festgestellt, dass es keinen signifikanten Unterschied in der Prävalenz oder Inzidenz zwischen den verschiedenen Ethnien und der Herkunft von Frauen gibt. Eine Studie mit hispanischen jugendlichen Frauen zeigte jedoch eine hohe Prävalenz und Wirkung in dieser Gruppe. Eine andere Studie deutete darauf hin, dass Dysmenorrhoe bei 36 % der Teilnehmer vorhanden war und signifikant mit niedrigerem Alter und niedrigerer Parität (Anzahl der Geburten) assoziiert war. Insgesamt sollen Frauen, die bereits in frühem Alter ein Kind geboren haben, seltener an Regelschmerzen leiden, da Gebären Dysmenorrhoe voraussichtlich lindert. Es gibt hierfür jedoch keine Garantie. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass auch bei Frauen, die keine Kinder gezeugt haben, Regelbeschwerden nach dem 40. Lebensjahr deutlich abgemildert werden.

Einen Einfluss auf Dysmenorrhoe hat nachweislich auch die psychische Verfasstheit sowie die Vaginalgesundheit. Frauen, die unter verschiedenen Geschlechtskrankheiten leiden, klagen häufiger auch über Regelschmerzen. Darüber hinaus kam eine wissenschaftliche Studie zu dem Schluss, dass Dysmenorrhoe bei Frauen, die sexuell missbraucht wurden, häufiger vorkommt.

Eine Umfrage in Norwegen ergab außerdem, dass circa 15 % der Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren so starke Symptome haben, dass sie von der Schule oder von der Arbeit nach Hause gehen. Unter jugendlichen Mädchen ist Dysmenorrhoe die häufigste Ursache für wiederkehrende kurzfristige Schulabwesenheit.


Komplikationen bei der Krankheit

Regelschmerzen führen theoretisch nicht zu weiteren Komplikationen und können keine bestimmten Krankheiten auslösen. Es ist allerdings möglich, dass ob der Stärke der Schmerzen eine starke Beeinträchtigung des Alltagslebens für die betroffene Frau entsteht. Unter anderem kann es sein, dass sie einmal im Monat von einem Arzt arbeitsunfähig geschrieben werden muss. Jüngere Mädchen können so in der Schule schnell viele Fehlzeiten anhäufen und verpassen unter Umständen wichtigen Unterricht. Hier empfehlen Ärzte zum Teil eine regelmäßige Einnahme von Ibuprofen. So soll ein normales Leben bewältigt werden können.

Darüber hinaus ist Dysmenorrhoe selbstverständlich mit Komplikationen verbunden, wenn sie in der sekundären Form auftritt und auf andere Erkrankungen verweist. Eierstockzysten bleiben beispielsweise insofern sie nicht wachsen oder platzen schmerzlos und zeigen auch darüber hinaus keine Symptome. Treten jedoch starke Regelschmerzen auf, ist die ein Zeichen dafür, dass sich der gesundheitliche Zustand der Frau zunehmend verschlechtert hat. Als Komplikation ist außerdem das Vorhandensein von Endometriose zu verstehen. Diese Erkrankung kann im schlimmsten Fall sogar eine Unfruchtbarkeit bewirken und endet unter besonders schweren Umständen mit einer kompletten Hysterektomie. Ärzte versuchen selbstverständlich dies zu vermeiden.

Abgesehen von den eben genannten Komplikationen, bleiben Frauen während anderer Phasen des Menstruationszyklus aller Wahrscheinlichkeit nach beschwerdefrei. Hier nimmt die Dysmenorrhoe folglich keinen Einfluss.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die meisten Gynäkologen verweisen darauf, dass Frauen unabhängig von Beschwerden oder der Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente regelmäßig die Kontrolluntersuchungen wahrnehmen sollten. Angeraten ist ein Besuch pro Halbjahr. Hier können hernach auch Beschwerden oder sich anbahnende Regelschmerzen besprochen werden. Wer jedoch unter starken Schmerzen leidet, kann auch darüber hinaus einen Termin beim Frauenarzt machen.

Anders gestaltet sich die Situation, wenn eine Frau nie unter starken Regelschmerzen gelitten hat und diese plötzlich auftreten. Hier kann eine Erkrankung ursächlich sein. Denkbar sind beispielsweise Zysten oder Endometriose. Aus diesem Grund gilt es bei unerwarteten Schmerzen sowie anderen Veränderungen während der Menstruation schnell einen Gynäkologen aufzusuchen. Auch dann, wenn keine Krankheiten für das Auftreten der Schmerzen verantwortlich sind, kann dies sinnvoll sein. Ein Facharzt kann beispielsweise Schmerzmittel oder andere Medikamente verschreiben, die zur Linderung der Symptome beitragen können. Eine selbstständige Behandlung mit Schmerzmitteln sollte nicht durchgeführt werden. Hier gilt es stets, zuvor einen Arzt zu kontaktieren.

Behandlungsmethoden & Therapie

Eine Heilung für Regelschmerzen gibt es nicht. Der Grund hierfür ist, dass der Menstruationszyklus im Grunde genommen nicht gestoppt werden kann beziehungsweise sollte, solange die Frau noch geschlechtsreif ist. Aus diesem Grund werden Frauen aller Wahrscheinlichkeit nach bis zum Einsetzen der sogenannten Menopause unter den Regelbeschwerden leiden. Ist der Medizin lediglich möglich die Symptome einer Dysmenorrhoe zu unterdrücken. Hierfür kommen eine Reihe von Anwendungen infrage, die sich aus konventionellen Therapien und alternativen Ansätzen zusammensetzen.

Sind die Regelschmerzen besonders stark und schränken das Alltagsleben einer Frau sehr ein, können unter Umständen verschiedene Schmerzmittel verschrieben werden. Üblich sind beispielsweise Ibuprofen oder Aspirin. Insofern keine Kontraindikation vorliegt, sind diese Medikamente vergleichsweise sicher. Allerdings sollten sie nicht selbstständig eingenommen werden, sondern stets unter der Beobachtung eines Arztes. Denn auch leichte Schmerzmedikamente können gravierende Nebenwirkungen haben. Ibuprofen kann sich beispielsweise negativ auf den Verdauungsapparat des Menschen auswirken und sogar zu Geschwüren und Blutungen führen, wenn das Mittel sehr häufig eingenommen wird.

Viele Frauen, die unter einer Dysmenorrhoe leiden, klagen vor allem über Krämpfe und Schmerzen im Unterleib und in der Beckengegend. Hier sind insbesondere Wärmebehandlungen empfohlen. Das bedeutet, dass eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen auf die betroffene Stelle gelegt werden. Krämpfe sollten sich hierdurch beruhigen.

Eine andere Möglichkeit, Regelschmerzen vorzubeugen, ist die Einnahme von Kontrazeptiva, also hormonellen Verhütungsmitteln. Die sogenannte Pille sorgt dafür, dass der Zyklus einer Frau regelmäßig verläuft, jedoch an bestimmten Stellen gestört wird, die für eine Befruchtung und hernach eine Schwangerschaft notwendig sind. Hierdurch kann verhindert werden, dass sich eine befruchtete Eizelle einnistet. Die Pille bewirkt jedoch in vielen Fällen auch eine Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens. Aus diesem Grund wird sie von Frauenärzten nicht nur zur Schwangerschaftsverhütung, sondern auch zur Behandlung von Schmerzen und zur Regulierung des Menstruationszyklus verschrieben. Dieses Vorgehen wird von einigen Medizinern jedoch stark kritisiert. Der Grund hierfür ist, dass die Antibabypille der Frau eine enorme Dosis verschiedener Hormone verabreicht, die durchaus gravierende Nebenwirkungen haben und diverse Schäden im Körper anrichten können. So sind Frauen, die regelmäßig die Pille nehmen anfälliger für Thrombose, Leberschäden und viele weitere Erkrankungen. Es sollte folglich gründlich abgewogen werden, ob die Einnahme notwendig ist. Darüber hinaus empfiehlt es sich auf dieses Verhütungsmittel in einem besonders jungen Alter eher zu verzichten und stattdessen auf mechanischen Verhütungsschutz und eine konventionelle Schmerzbehandlung zu setzen.

Eine Therapie der Regelschmerzen kann noch einmal abweichen, insofern eine sekundäre Dysmenorrhoe vorliegt. Hier richtet sich die Therapie selbstverständlich nach der zugrundeliegenden Erkrankung. Es kommen hernach verschiedene Methoden zum Einsatz, die mehr oder weniger erfolgreich sein können. Bei einer Endometriose kommt beispielsweise auch ein operativer Eingriff infrage. Bei diesem wird das überschüssige Gebärmuttergewebe möglichst vollständig entfernt, ohne dabei Eierstöcke und die Gebärmutter selbst zu verletzen, da oftmals versucht wird, die Fruchtbarkeit der Frau zu erhalten. In schweren Fällen ist hier jedoch auch eine Hysterektomie notwendig. Bei diversen Wucherungen und Zysten kann unter Umständen die Entfernung dieser zur Besserung der Beschwerden führen. Jedoch ist dies nicht immer möglich. Höchste Priorität hat in den meisten Fällen der Erhalt der Fruchtbarkeit sowie die allgemeine Gesundheit der Frau.

Welche Therapie bei Regelbeschwerden am günstigsten ist, kann eine Frau mit dem behandelnden Frauenarzt absprechen. Insgesamt ist von einer Selbsttherapie eher abzuraten. Es ist allerdings möglich, die vom Arzt verordnete Therapie mit alternativen Behandlungsmethoden zu unterstützen.

Kurz gesagt:
Was hilft bei Regelschmerzen? Gegen Regelschmerzen können Schmerzmittel wie Ibuprofen, Acetylsalicylsäure (Aspirin) oder Paracetamol eingesetzt werden. Auch ein Medikament mit krampflösenden Wirkstoffen kann gegen die Unterleibskämpfe helfen. Durch Einnahme der Anti-Baby-Pille nehmen Menstruationsbeschwerden ab.

Hausmittel gegen Regelschmerzen sind Wärmeanwendungen, z.B. Wärmflasche auf den Unterleib, und Tees mit Gänsefingerkraut oder Johanniskraut. Johanniskraut kann auch gegen Stimmungsschwankungen helfen und ist auch als homöopathisches Mittel Hypericum in D6 bis D12 gegen Menstrautionsprobleme zu empfehlen. Präparate mit Mönchspfeffer haben sich bei Dysmenorrhö und auch pms (prämenstruellem Syndrom) bewährt; allerdings sollte die Behandlung mit Mönchspfeffer, erhältlich als Kapseln, Lösung oder Tabletten, mindestens drei Monate lang erfolgen. Auch Substitution von Magnesium kann gegen Gebärmutterkrämpfe helfen.

Gegen Menstruationsschmerzen helfen auch Entspannungsübungen und Bewegung, z.B. Yoga. Gesunde Lebensweise und Ernährung  wirken sich positiv auf das Befinden während der Menstruation aus. Gewichtszunahme in der zweiten Menstruationshälfte kann durch salzarme Ernährung vermieden werden. Die Rescue Notfalltropfen der Bach Blütenessenzen wirken krampflösend und schmerzlindernd. Bei sekundärer Dysmenorrhö muss zusätzlich die Grunderkrankung behandelt werden, z..B. operative Entfernung von Myomen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Regelschmerzen kann im Grunde genommen nicht komplett vorgebeugt werden. Es gibt lediglich eine Reihe von Maßnahmen, die dafür geeignet sind, die Beschwerden vergleichsweise gering zu halten. Hierzu gehören alle Regeln, die für eine gesunde Lebensführung unablässig sind: gesunde Ernährung, sportliche Aktivität, ausreichend Ruhe und Stressfreiheit.

So gilt beispielsweise der Verzicht auf Rauchwaren und Tabak als wichtige Vorbeugung von Regelschmerzen. Bei diesen wird die Gebärmutter nur schwach mit Blut versorgt. Hierdurch entsteht ein Mangel an Sauerstoff im Gewebe. Dies sorgt hernach für Krämpfe und Schmerzen. Rauchen führt hernach dazu, dass dieser Effekt noch stärker ausgeprägt ist, da Nikotin und andere in Zigaretten enthaltene Substanzen die Gefäße verengen und zudem den Atmungsapparat schädigen.

Auch Sport gilt als wichtige Präventionsmaßnahme. Er hilft zum einen dabei, die Muskulatur zu stärken und das Gewebe zu kräftigen, zum anderen wird hierdurch die Atmung verbessert und Stress abgebaut. Beides regt die Durchblutung des Körpers an. Aus diesem Grund kann Sport auch dann hilfreich sein, wenn bereits Regelschmerzen eingesetzt haben. Gerade übermäßiger Stress kann dazu führen, dass Regelschmerzen deutlich stärker wahrgenommen werden als üblich. Aus diesem Grund zählen auch Stressabbau durch Ruhephasen oder autogenes Training zu den Präventionsmitteln bei Regelschmerzen. Helfen kann theoretisch auch Geschlechtsverkehr. Wird dieser regelmäßig praktiziert, trainiert dies die Muskulatur des Beckenbodens, bewirkt eine bessere Durchblutung, sorgt für ein Absinken von Stresshormonen und einem gleichzeitigen Anstieg der körpereigenen Glückshormone. Geschlechtsverkehr ist hernach, ebenso wie Sport, ein wirksames Mittel gegen Regelbeschwerden. Allerdings muss die Frau hierauf auch Lust haben.

Ob eine Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln Regelschmerzen vorbeugen kann, ist umstritten. Die meisten Ärzte halten eine zusätzliche Einnahme von Eisenpräparaten oder Magnesiumtabletten für eher wirkungslos und überflüssig. Theoretisch sollte es ausreichen, wenn eine Frau sich gesund ernährt und sich die erforderlichen Mineralstoffe über Lebensmittel zuführt. Generell gilt gesundes Essen als vorbeugend im Bezug auf Dysmenorrhoe.


Prognose zur Heilung

Leidet eine Frau dauerhaft an Regelschmerzen, wird sich dieser Zustand im Grunde genommen nicht ändern, bis die Menopause eingetreten ist und kein Menstruationszyklus mehr erfolgt. Es ist allerdings möglich, während der gesamten Zeit der Ovulationen mittels Schmerzmittel und alternativen Therapien die Schmerzen bei Dysmenorrhoe zu lindern. Darüber hinaus ist es möglich, dass die Beschwerden nach einer Geburt deutlich abfallen und nicht mehr so gravierend sind. Oftmals kommt es auch vor, dass Jugendliche, die unter Regelschmerzen leiden, mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter keine Symptome mehr zeigen. Es kann hier also kaum Auskunft über den spezifischen Verlauf der Regelbeschwerden gegeben werden.

Liegt eine sekundäre Dysmenorrhoe vor, so richtet sich der Heilungsprozess im Wesentlichen nach der Therapie der Ursprungserkrankung. Je nachdem, ob eine Endometriose, diverse Zysten oder Wucherungen in der Gebärmutter oder den Eierstöcken vorliegen, können Behandlungen unterschiedlich erfolgreich sein. Ausschlaggebend ist hier in erster Linie, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist und in welchem Schweregrad sie vorliegt. Allerdings werden auf dem Bereich der gynäkologischen Behandlungen stetig Verbesserungen erzielt. Aus diesem Grund ist aktuell beispielsweise eine Behandlung von Endometriose sehr vielversprechend.

Inwieweit Dysmenorrhoe bestehen leibt oder gelindert wird, kann lediglich von einem Arzt festgestellt werden. Jedoch ist auch diesem nur teilweise eine Prognose möglich, da Regelschmerzen von vielen Faktoren abhängen können.


Der Menstruationszyklus

Der Menstruationszyklus der Frau ist die normale natürliche Veränderung, die im weiblichen Fortpflanzungssystem, speziell im Uterus und in den Eierstöcken, stattfindet und eine Schwangerschaft ermöglicht. Der Zyklus ist für die Produktion von Eizellen und für die Vorbereitung der Gebärmutter für die Schwangerschaft erforderlich. Bis zu 85 % der Frauen berichten darüber, dass sie in den ein bis zwei Wochen vor der Menstruation einige Symptome und Beschwerden haben. Häufige Symptome sind Akne, empfindliche Brüste, Blähungen, Müdigkeit, Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen. Diese Symptome beeinträchtigen das normale Leben und manifestieren sich daher bei etwa einem Drittel der Frauen als prämenstruelles Syndrom. Etwa 10 % der Frauen sind hiervon besonders stark betroffen. Während der Periode kann es hernach, wie bereits bekannt, zu Regelbeschwerden kommen, zu denen auch die Menstruationsschmerzen gehören.

Die erste Periode beginnt gewöhnlich zwischen zwölf und fünfzehn Jahren, ein Zeitpunkt, der als Menarche bekannt ist. Es sind jedoch durchaus frühere sowie spätere Zeitpunkte möglich. Das Durchschnittsalter der ersten Periode liegt im Allgemeinen später in den Entwicklungsländern und früher in der westlichen Welt. Die typische Zeitspanne zwischen dem ersten Tag einer Periode und dem ersten Tag der nachfolgenden Menstruation beträgt in der Regel 21 bis 45 Tage bei jungen Frauen und 21 bis 35 Tage bei Erwachsenen. Der Schnitt liegt hierbei bei etwa 28 Tagen. Blutungen dauern hernach, insofern ein normaler Zyklus besteht, zwischen zwei Tagen und einer Woche an. Die Menstruation hört in den meisten Fällen nach der sogenannten Menopause auf, die normalerweise zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr auftritt. Der Menstruationszyklus wird von hormonellen Veränderungen bestimmt. Diese Veränderungen können durch die Verwendung hormoneller Geburtenkontrolle zur Verhinderung einer Schwangerschaft verändert werden.

Jeder Zyklus kann auch anhand von Ereignissen in den Eierstöcken oder im Uterus in drei Phasen unterteilt werden. Der Eierstockzyklus besteht aus Follikelphase, Ovulation und Lutealphase, während der Uteruszyklus in Menstruation, Proliferationsphase (wuchernde Phase) und die Sekretionsphase unterteilt ist. Stimuliert durch allmählich ansteigende Mengen an Östrogen in der Follikelphase, hören die Blutabgänge (sogenannte Menses) auf zu fließen, und die Auskleidung der Gebärmutter verdickt sich. Follikel im Eierstock beginnen sich unter dem Einfluss eines komplexen Hormonvorgangs zu entwickeln und nach einigen Tagen werden ein Follikel oder gelegentlich zwei dominant. Die nicht dominanten Follikel hingegen schrumpfen und sterben. Ungefähr in der Mitte des Zyklus, etwa einen Tag nach dem Anstieg des Luteinisierungshormons lh, gibt der dominante Follikel eine Eizelle frei, was als Ovulation bezeichnet wird. Nach der Ovulation lebt diese Eizelle nur 24 Stunden oder sogar noch weniger ohne Befruchtung, während die Überreste des dominanten Follikels im Ovar zum Corpus luteum (Gelbkörper) werden. Dieser Körper hat eine primäre Funktion, nämlich große Mengen von Progesteron zu produzieren. Unter dem Einfluss von Progesteron verändert sich die Gebärmutterschleimhaut, um sich auf die mögliche Einnistung eines Embryos vorzubereiten, also um eine Schwangerschaft herbeizuführen. Wenn die Befruchtung des Eis nicht innerhalb von etwa zwei Wochen erfolgt, wird der Corpus luteum entfaltet, was zu einem starken Abfall der Progesteron- und Östrogenspiegel führt. Der Hormonabfall bewirkt, dass der Uterus in einem als Menstruation bezeichneten Prozess seine Auskleidung verliert.

Probleme können bei Frauen während jeder Phase entstehen. So ist es möglich, dass ein Absinken des Hormonspiegels bei einigen Frauen zu Migräne oder starken Kopfschmerzen führen kann. Andere Frauen leiden während der Ovulation, weil sie das Aufplatzen des Follikels sowie die Freigabe der Eizelle durchaus spüren. Aber auch Störungen, die zu Zwischenblutungen führen, können den Alltag einer Frau stören. Regelschmerzen treten hernach jedoch ausschließlich in den letzten Phasen des Menstruationszyklus auf. Hier bewirkt das Absinken der Hormone und die nachfolgende Ablösung der Schleimhaut in der Gebärmutter Probleme.

Der Menstruationszyklus kommt insgesamt nicht nur beim Menschen vor, sondern findet sich vereinzelt auch bei anderen Säugetieren, wie beispielsweise bei Affen oder bestimmten Feldhamstergattungen. Bei anderen Primaten zeigen sich hingegen andere Mechanismen. Auch hier kommt es zum Aufbau einer Schleimhaut im Uterus, der von der Ovulation angeregt wird. Erfolgt jedoch keine Befruchtung, wird die innere Auskleidung der Gebärmutter lediglich umstrukturiert und nicht, wie beim Menschen, abgebaut. Bei den meisten Tieren lässt sich hernach keine Menstruation feststellen. Dies sorgte in der Vergangenheit oftmals dazu, dass sich in Bezug auf den weiblichen Zyklus Mythen und Aberglauben herausbildete. So glaubten die Menschen im Mittelalter beispielsweise, die Regelblutung sei giftig oder werde von Hexen herbeigeführt. Es war hernach strengstens verboten, Kontakt mit einer Frau zu haben, die menstruierte. Diese Regel fand sogar Einzug in die biblischen Verhaltensregeln. Später wurde davon ausgegangen, dass die Regelblutung bei Frauen zu einer sogenannten Hysterie führe, die als psychische Störung wahrgenommen wurde. All dies beeinflusste ein vergleichsweise negatives Frauenbild, das auch heute noch teilweise zu spüren ist. In den letzten Jahren hat sich in Hinblick auf das Verständnis des Regelzyklus allerdings eine Menge getan. Es wird sogar darüber diskutiert, ob Frauen, die an einer Störung des Zyklus leiden, welche Schmerzen und Unwohlsein herbeiführen kann, während der speziellen Zyklusphase krankgeschrieben werden können. Darüber hinaus gilt die Menstruation inzwischen nicht mehr als Tabuthema.


Alternative Behandlungsmethoden

In Bezug auf Regelschmerzen gibt es eine Reihe von Hausmitteln und pflanzlichen Produkten, die nicht nur von Heilpraktikern, sondern sogar von Frauenärzten für die Behandlung empfohlen sind. Beispielsweise hat sich gezeigt, dass warme Wickel oder das Auflegen einer Wärmflasche gezielt Linderung bei Krämpfen und Schmerzen im Unterbauch bewirken können. Aber auch diverse Tees oder Tinkturen sind zur Therapie geeignet. Welche hierfür zum Einsatz kommen, hängt vor allem vom persönlichen Geschmack der Betroffenen ab. Eine Beratung durch einen Heilpraktiker empfiehlt sich jedoch.

Neben den pflanzlichen Mitteln können noch weitere alternative Methoden zur Behandlung von Regelschmerzen eingesetzt werden. Hierzu zählen viele Therapien, die auf eine Entspannung der Frau abzielen. Beispielsweise haben Studien gezeigt, dass Akupunktur und Akupressur das Schmerzlevel deutlich absenken können. Möglich sind jedoch auch andere Arten der Entspannung: Bewährt hat sich hier unter anderem Yoga. Diverse Übungen und Haltungen, die aus dem Yogasport kommen, dienen auch dazu, den Körper der Frau zu entlasten. Darüber hinaus stärken sie die Muskulatur im Becken sowie im Rücken. Neben dem körperlichen Training lassen sich auch mit den entspannungsfördernden Atemübungen beim Yoga positive Effekte im Hinblick auf die Schmerzvermeidung erzielen.

Letztlich wird von einigen Ärzten auch autogenes Training zur Behandlung von Regelbeschwerden empfohlen. Hierbei soll der Körper selbstständig in einen Zustand der Entspannung gebracht werden. Atemübungen und Konzentration sollen hierfür nötig sein. Verschiedene Techniken des autogenen Trainings können durchaus ohne Anleitung erlernt werden. Patienten, denen solche Techniken schwerfallen, können jedoch auch einen Kurs absolvieren.

In den vergangenen Jahren wurde eine relativ neue Methode der Schmerzlinderung bei Regelbeschwerden propagiert: die Selbsthypnose. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Entspannungstechnik. Sie soll bewirken, dass Betroffene Schmerzen oder Krämpfe schlicht ausblenden und durch eine Tiefenentspannung unterdrücken. Außerdem soll hierdurch ein geruhsamer Schlaf herbeigeführt werden. Patienten, die eine solche Selbsthypnose ausprobieren möchten, finden verschiedene Anleitungen dazu, im Internet.

Welche Hausmittel können helfen?

Ein wichtiges Mittel zur Behandlung von Schmerzen während der Regelblutung ist Wärme. Unabhängig davon, ob eine Wärmflasche, ein warmes Kirschkernkissen oder ein warmer Wickel zum Einsatz kommt – Wärme entspannt die Muskeln und hilft dadurch, Krämpfe zu lösen beziehungsweise diesen vorzubeugen.

Besonders wichtig sind darüber hinaus alle Maßnahmen, die dabei helfen, Stress zu vermeiden. Studien haben gezeigt, dass Unruhe, Stress und Sorgen die Regelbeschwerden deutlich verschlimmern können. Aus diesem Grund sollte genügend geschlafen und Sport getrieben werden. Auch tägliche Spaziergänge können dabei helfen, zur Ruhe zu kommen.

Generell lässt sich durch einen gesunden Lebensstil eine deutliche und langfristige Verbesserung der Symptome von Regelbeschwerden erzielen. Gerade in Bezug auf den Verzicht von Tabakwaren und Alkohol, viel Kaffee und Zucker wurde dies belegt.

Eine Behandlung von Regelschmerzen ist folglich auch allein mit Hausmitteln möglich, obgleich dies selbstverständlich von der Stärke und Intensität der Schmerzen abhängt. Zur Begleittherapie und Vorsorge eignen sich Hausmittel aber auch dann. Im Folgenden sind einige Maßnahmen aufgeführt, die nachweislich eine Verbesserung der Regelbeschwerden zur Folge haben:

  • Wärme
  • regelmäßige sportliche Betätigung
  • gesunde Ernährung
  • ausreichend Schlaf
  • Vermeidung von Stress
  • Verzicht auf Nikotin

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilkräuter werden schon seit langer Zeit zur Behandlung von Regelbeschwerden eingesetzt. Viele Kräuter aufgegossen und als Tee eingenommen werden. Dies soll hernach Beschwerden wie Krämpfe oder Übelkeit lindern und entspannend wirken. Einige Studien haben bereits ergeben, dass Pflanzen wie Mönchspfeffer, Eisenkraut oder Frauenmantel bei Regelschmerzen eine Linderung verschaffen können. Aus diesem Grund empfehlen auch Gynäkologen die Anwendung mit Heilpflanzen. Diese können durchaus selbst gesammelt und getrocknet werden. Frauen, die sich jedoch nicht in Pflanzenkunde auskennen oder in einer Gegend wohnen, in der Wälder und Wiesen neben befahrenen Straßen liegen, sollten sich die entsprechenden Pflanzen im Reformhaus oder der Apotheke kaufen.

Zu den empfehlenswertesten Heilpflanzen bei Regelschmerzen gehören folgende:

  • Gänsefingerkraut
  • Schafgarbe
  • Mönchspfeffer
  • Brennnessel
  • Johanniskraut
  • Frauenmantel
  • Salbei
  • Eisenkraut
  • Knoblauch
  • Kümmel

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Ätherische Öle werden in der Regel zur Herstellung von Duftmischungen, Sitzbädern, warmen Wickeln oder Tinkturen verwendet. Bei Regelschmerzen eignen sich besonders verschiedene Bauchwickel, um Krämpfen entgegenzuwirken. Das Aroma einiger Öle, beispielsweise von Lavendel oder Jasmin, wirkt entspannend und trägt aus diesem Grund entscheidend zum Wohlbefinden bei. Es sollte jedoch stets darauf geachtet werden, dass die ätherischen Mittel gut vertragen werden. Bei einigen Menschen können sie zur Reizung der Schleimhäute und der Augen führen. Wer Öle gut verträgt, kann sie auch als Badezusatz verwenden. Hier ist bei Regelbeschwerden vor allem Kamillenöl empfehlenswert. Es hilft dabei, die Muskeln zu entspannen und Schmerzen zu lindern.

Folgende ätherische Öle können zur Symptomlinderung bei Regelschmerzen eingesetzt werden:

  • Zypresse
  • Kamille
  • Rosmarien
  • Lavendel
  • Basilikum
  • Pfefferminze
  • Weihrauch
  • Wacholder
  • Jasmin

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Homöopathische Mittel und Globuli werden von vielen Heilpraktikern zur Behandlung leichter Krankheiten empfohlen. Hierzu gehören auch Regelschmerzen. Einer Einnahme steht im Grunde genommen nichts entgegen. Allerdings setzen sich die Globuli zumeist aus Zucker und sehr verdünnten pflanzlichen Wirkstoffen zusammen. Die meisten Wissenschaftler bezweifeln aus diesem Grund, dass sich überhaupt ein Effekt auf den menschlichen Körpern mit diesen Präparaten erzielen lässt. In den meisten Fällen führt vermutlich eher der sogenannte Placeboeffekt zu einer Verbesserung des Wohlbefindens. Wer jedoch messbare Auswirkungen auf den Organismus wünscht, sollte lieber auf direkte pflanzliche Mittel zurückgreifen. Hier konnte eine Wirksamkeit bereits in diversen Studien belegt werden.

Menschen, die dennoch auf homöopathische Mittel zurückgreifen möchten, können in Bezug auf Regelschmerzen folgende Präparate anwenden:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Schüssler Salze wurden vor mehr als 100 Jahren von einem Arzt namens Wilhelm Heinrich Schüßler erfunden. Dieser hielt es für sehr wahrscheinlich, dass sich Krankheiten aus einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt des Menschen ergeben. Die Einnahme bestimmter Mineralstoffe sollte diesen hernach ausgleichen und somit zur Heilung von Krankheiten führen. Heute ist hinreichend belegt, dass eine solche Herangehensweise keine tatsächlichen Erfolge hervorbringen kann. Dies ist auch im Zusammenhang mit Regelschmerzen der Fall. Auch Schüssler Salze können diese nicht heilen oder therapieren. Darüber hinaus ist auch eine Symptomlinderung durch die Einnahme dieser Salze kaum zu gewährleisten. Denkbar wäre auch hier, ebenso wie bei homöopathischen Globuli, dass Betroffene eine Wirkung aufgrund des Placeboeffekts verspüren.

Wer Schüssler Salze zur Behandlung seiner Regelschmerzen probieren möchte, sollte auf die folgenden Mittel zurückgreifen:

  • Nr. 2 Calcium phosphoricum: Hierbei handelt es sich um einen Wirkstoff, der allgemein ggeen Schmerzen gereicht wird, spezieller zumeist jedoch bei Knochenleiden und Wachstumsschmerzen. Aber auch bei durch die Regel der Frau entstehenden Schmerzen kann es sehr hilfreich sein, sich dieses Wirkstoffs zu behelfen.
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum: Klassischerweise reicht man dieses Schüssler Salz bei Erkältungen und grippalen Infekten. Es hilft dabei allgemeines Unwohlsein abzubauen und das Immunsystem zu stärken. Da auch bei Regelbeschwerden nicht selten grippeähnliche Symptome auftreten können, ist die Gabe dieses Wirkstoffes auf jeden Fall kein Fehler und sollte durchaus in Erwägung gezogen werden.
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum: Hierbei handelt es sich um den Klassiker bei Regelbeschwerden. Der Wirkstoff wird primär gegen Krämpfe und Schmerzen im eingesetzt, Da diese beiden Phänomene auch nicht selten während der Periode auftreten, ist die Einnahme des siebten Schüssler Salzes auf jeden Fall immer ein guter Tipp. Es hilft dabei, etwaige Krämpfe zu lösen und somit das Wohlbefinden der betroffenen Frau zu bestärken.
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum: Wer während der Periode häufiger an Schwäche leidet oder sogar zu Depressionen neigt, ist mit diesem Wirkstoff sehr gut beraten. Es handelt sich hierbei um ein klassisches homöopathisches Antidepressivum, sprich um einen Stimmungsaufheller. Wer also damit zu kämpfen hat, sollte der Sache auf jeden Fall eine Chance geben.
  • Nr. 12 Calcium sulfuricum: Manche Frauen haben größere Probleme mit ihrer Regel als andere. Manche sogar leider sehr große. Ist dies der Fall, so hilft dieses Mittel am besten. Es ist gut gegen Entzündungen und Beschwerden der Gelenke einzusetzen. Sollten sich also derlei Phänomene einstellen, so ist es unumgänglich, auch dieses Salz therapeutisch zu verwenden.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Die Ernährung kann durchaus einen Einfluss auf das Wohlbefinden einer Frau während der Periode haben. So ist es nicht ungewöhnlich, dass Regelschmerzen mit einer Ernährungsumstellung und der Einhaltung spezifischer Regeln, plötzlich schmerzfrei wird.

Besonders wichtig ist, während der Regel viel zu trinken. Ärzte empfehlen generell täglich ein bis zwei Liter Wasser zu konsumieren. Hierdurch wird der Flüssigkeitshaushalt des Körpers stabilisiert, was wiederum die Durchblutung des Körpers fördert. Gerade während der Zeit der Menstruation werden verschiedene Körperteile nicht ausreichend durchblutet, was zu Krämpfen und Unwohlsein führen kann. Das regelmäßige Trinken kann dabei helfen, diese Symptome zu lindern oder zumindest abzumildern. Wichtig ist jedoch nicht nur, dass, sondern auch was getrunken wird. Von koffeinhaltigen Getränken wie Kaffee oder Energydrinks sowie von zuckerhaltigen Säften und Limonaden wird gemeinhin abgeraten. Zucker wirkt sich gravierend auf den Insulinspiegel aus und kann über dieses Hormon auch zu einem Anstieg des Testosteronspiegels führen. Dies beeinträchtigt unter Umständen den normalen Menstruationszyklus und sorgt hernach für weitere Probleme.

Eine weitere wichtige Maßnahme während der Menstruation besteht darin, den Eisenhaushalt des Körpers aufzufüllen. Eisen wird im Blut des Menschen gesteigert. Zwar verliert eine Frau während ihrer Periode nur sehr wenig Blut, dies kann jedoch unter Umständen bereits ausreichen, um leichte Symptome von Eisenmangel zu entwickeln, die hernach auch Regelschmerzen verstärken können. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, während der Menstruation überwiegend Lebensmittel zu konsumieren, die stark eisenhaltig sind. Aus tierischen Produkten kann der Körper am besten Eisen aufnehmen. Es muss jedoch nicht zwangsläufig Fleisch verzehrt werden. Auch einige Gemüsesorten sind als Eisenspeicher bekannt. Hierzu zählen beispielsweise Blattgemüse, wie Spinat, Brokkoli sowie Hülsenfrüchte wie Erbsen und Linsen und Vollkornprodukte im Allgemeinen.

Wichtig ist auch, dass auf Alkohol und Zigaretten generell verzichtet wird. Beide Stoffe können sich negativ auf die Durchblutung des Körpers auswirken. Neben vielen anderen gesundheitlichen Problemen können sie folglich auch Regelschmerzen begünstigen.


FAQ – Fragen & Antworten

Ab welchem Alter können Regelschmerzen auftreten?

Regelschmerzen sind im Grunde genommen nicht altersabhängig. Voraussetzung für die Entstehung dieser Beschwerden ist jedoch selbstverständlich, dass eine Frau bereits ihre Periode hat. Dies geschieht in der Regel zwischen dem 12. Und dem 16. Lebensjahr. Gerade in diesem Alter treten Beschwerden hernach gehäuft vor, da der Zyklus sich erst einpendeln muss und die beteiligten Organe sich noch an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen. Bei einigen Patientinnen verschwinden die Symptome schließlich nach der Pubertät wieder. Andere Frauen sind hingegen so lange betroffen, bis die Menopause eingesetzt hat. Mit dem Ausbleiben des normalen Zyklus sind dann auch die Regelbeschwerden beendet. Theoretisch sind darüber hinaus in jedem Alter Regelschmerzen denkbar. Wenn eine Frau normal ovuliert und ihre Menstruation bekommt, sind Regelschmerzen immer möglich.

Hilft Leinöl zur Behandlung von Regelbeschwerden?

Die Einnahme von Leinöl während der Periode gilt allgemein als wirksames Heilmittel gegen verschiedene Regelbeschwerden und vor allem gegen Menstruationsschmerzen. Vor allem die enthaltene Linolsäure soll einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden haben. Denn sie senkt des Prostaglandinspiegel im Körper, steuert also ein Hormon, dass maßgeblich für die Kontraktion der Gebärmutter verantwortlich ist. Wird Prostaglandin gesenkt, fallen Kontraktionen deutlich milder aus und auch Schmerzen werden als weniger stark empfunden. Daher ist es durchaus möglich, während der Menstruation Essen mit Leinöl zuzubereiten und hierdurch Schmerzen zu mildern. Aber auch andere Lieferanten von Linolsäure können hierfür verwendet werden. Das betrifft in der Regel alle Lebensmittel, welche reich an Omega-3-Fettsäuren sind, also Lachs, Walnüsse, Thunfisch oder Chiasamen.

Haben Hygieneprodukte wie Tampons oder Binden einen Einfluss auf Regelbeschwerden?

Es gibt eine Reihe verschiedener Produkte, die dafür geeignet sind, das Regelblut aufzufangen und zu speichern. Damit wird verhindert, dass Blut in die Unterwäsche läuft und zu einem unangenehmen Gefühl im Intimbereich führt. Einige der möglichen Hygieneprodukte werden direkt in die Vagina eingeführt. Hierzu gehören Tampons und Menstruationstassen. Sie gelangen jedoch nicht bis in den Uterus, sondern werden lediglich in der Scheide platziert, wo sie ankommendes Regelblut aufnehmen. Aus diesem Grund haben sie keinen Einfluss auf eventuelle Regelschmerzen.

Sind Regelschmerzen auch während der Schwangerschaft möglich?

Eigentlich treten Regelschmerzen nur dann auf, wenn die Gebärmutter die innere Schleimhautauskleidung mittels Kontraktionen abwirft. Da dies während einer Schwangerschaft selbstverständlich nicht passiert, kommt während dieser Phase in der Regel keine Dysmenorrhoe vor. Allerdings gibt es Fälle, in denen sich gerade zu Beginn einer Eieinnistung typische Symptome von Regelschmerzen während der Zeit zeigen, in welcher normalerweise die Regelblutung eintritt. Dies ist normal und stellt kein Grund zur Sorge dar. Bei einigen Frauen tritt sogar in den ersten Schwangerschaftsmonaten noch eine leichte Blutung ein. Genauere Informationen kann hierüber der behandelnde Frauenarzt geben.

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