Grippe Schnelltest

Auch bekannt als:

Grippe-Schnelltest, Influenza-Schnelltest
Bezeichnung: Influenza-Antigen, Influenza-PCR
Ähnliche Tests:


Auf einen Blick

Warum wird mit dem Grippe-Schnelltest Influenza untersucht?

Zur Beurteilung ob man an einer Influenza A oder B erkrankt ist und zur Hilfestellung bei der Entscheidung, ob eine rasche Behandlung von Nöten ist. Ebenfalls kann beurteilt werden, ob die Grippewelle die jeweilige Region erreicht hat.

Wann sollte man Influenza untersuchen lassen?
Bei Symptomen der Erkrankung in der Grippezeit zur Beurteilung einer Influenza A oder B Infektion oder einer anderen Ursache der Erkrankung. Binnen 48 Stunden nach Auftreten der Symptome zur Entscheidung, ob eine Behandlung eingeleitet werden muss oder nicht.

Aus welchem Probenmaterial wird der Grippe-Test durchgeführt?
Das Probenmaterial ist vom eingesetzten Testverfahren abhängig. Es gibt die Möglichkeit, Influenzaviren selbst nachzuwiesen. Dazu wird normalerweise die Untersuchung aus einem Nasen- Rachenabstrich, einer Nasen- Spülung oder aus dem Nasensekret, in bestimmten Umständen aus einem Rachenabstrich durchgeführt.
Die Bestimmung der Antikörper gegen Influenzaviren wird aus dem Blut durchgeführt.


Das Probenmaterial

Was wird untersucht?

Influenza, oder die Grippe, ist eine Infektion der Atemwege mit einem Virus, tritt saisonal auf, beginnt meist im November und endet häufig wieder im April bis Mai, zum Frühlingsanfang. Die Grippe ist eine häufige Erkrankung und befällt jedes Jahr ca. 30- 50 Millionen Europäer mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Erschöpfung, verstopfte Nase, rauhem Hals und Husten. Die Symptome einer Grippeerkrankung sind schwerer und länger anhaltend als die einer gewöhnlichen Erkältung oder einem sog. „grippalen Infekt“. Die Influenza ist jedes Jahr für ca. 1,5 Millionen Erkrankungsfälle, mehr als eine halbe Millionen Arbeitsunfähigkeiten, 14.000 Krankenhausaufenthalte und 5000 Todesfälle in Deutschland verantwortlich. Betroffen sind vor allem Kinder, Senioren und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder  mit einer Erkrankung der Atemwege.

Es gibt zwei verschiedene Typen des Influenzavirus, Typ A und B, wobei sich jedes einzelne häufig verändern, und so verschiedene Stämme bilden kann. Normalerweise bestimmt ein Stamm des Influenza A Virus die Grippesaison, wobei eine Mischung aus Typ A und B gleichzeitig für Krankheitsausbrüche in der Bevölkerung sorgen kann.

Ein Influenza-Test beruht auf dem Nachweis von Viren, die von einer infizierten Person im Bronchialsekret ausgeschieden werden. Das Virus ist meist nur in den ersten Tagen der Erkrankung im Bronchialsekret nachweisbar, weshalb in dieser Zeitspanne untersucht werden sollte. Eine medikamentöse Behandlung mit Virostatika wurde für die Influenza A und für die Mischung aus Influenza A und B entwickelt. Diese Medikamente können, wenn sie binnen 48h nach Auftreten der ersten Symptome eingenommen werden, die Schwere und die Zeitdauer (ca. 1 Tag) der Erkrankung reduzieren (die Medikamente helfen nicht bei verspäteter Einnahme und bei anderen, durch Viren und Bakterien bedingte, Erkrankungen).

Der Influenza-Schnelltest ist die beliebteste eingesetzte Untersuchungsmethode. Abhängig vom Test kann das Ergebnis entweder binnen 30 Minuten in der Arztpraxis oder noch am selben Tag im Laboratorium bestimmt werden. Die unterschiedlichen Testtypen können Influenza A, eine Mischung aus A und B nachweisen, oder zwischen Influenza A und B differenzieren. Typischerweise basieren die Testverahren auf dem Nachweis von spezifischen Influenza A oder B Antigenen, eine molekularbiologische Untersuchung des Influenzagenoms per PCR ist ebenfalls möglich. Der Influenza-Schnelltest kann bei Diagnosestellung Grippe behilflich sein und über eine eventuelle notwendige Behandlung Auskunft geben. Ebenso kann der Test dazu eingesetzt werden, die Influenza als Ursache einer Erkrankung auszuschließen. Der größte Nachteil ist, dass der Influenza- Schnelltest kein sehr zuverlässiger Test ist, da der Test bei 30% der Influenzaerkrankungen negativ reagiert und manchmal ein positives Testergebnis geliefert wird, obwohl aktuell keine Grippeerkrankung vorliegt. Der Schnelltest bleibt jedoch eine schnelle Möglichkeit einen Hinweis auf eine Influenzainfektion zu geben.

In besondern Fällen wird eine Virenkultur angelegt, wo die Influenzaviren vermehrt und im Labor nachgewiesen werden. Dies wird heutzutage praktisch nicht mehr eingesetzt. Es gibt auch die Möglichkeit, das Influenzavirus mit molekularbiologischen Methoden (PCR) nachzuweisen. Dies hat den Vorteil, dass man den Virentypus (A, B, oder eine anderes Virus) und Stamm der Viren angeben kann. Der Test ist zum Nachweis und zur Dokumentation einer Grippewelle (Influenza A/ B), die die Bevölkerung betrifft, geeignet. Ebenso können Ausbrüche bei speziellen Gruppen von Menschen, zum Beispiel Krankenpfleger/ -innen und Schulen entdeckt werden. Die Identifizierung dieser Krankheitsausbrüche kann den Gesundheitsämtern dabei helfen, präventive und therapeutische Maßnahmen zu ergreifen.

Neben dem direkten Virusnachweis, können auch Antikörper gegen Influenzaviren untersucht werden. Da die Antikörper erst ca 1-2 nach der Infektion gebildet werden, ist das Ergebnis für ein Therapieentscheidung nicht geeignet. Man kann jedoch bei länger bestenden Symptomen mithilfer der IgA und IgM Antikörper auf eine kürzlich durchgemachte oder länger zurückliegende Infektion schließen. IgG-Antikörper können auch auf eine zurückliegende Impfung hinweisen.

Wie wird das Probenmaterial für die Untersuchung gewonnen?
Die Sammeltechnik des Influenza- Tests ist kritisch. Das beste Probematerial ist normalerweise Nasensekret, das am häufigsten verwendete ist jedoch der Nasen- Rachenabstrich oder eine Nasenspülung. Bei der Probengewinnung spritzt man mit einer Spritze ein kleine Menge steriler Salzlösung in die Nase, die dann entweder abgesaugt (Nasensekret) wird oder durch die Schwerkraft in ein Probegefäß läuft (Sterile Salzlösung mit Schleim).

Bei dem Nasen- Rachenabstrich wird, bei nach hinten geneigtem Kopf, mit einem Dacron Tupfer (ähnlich einem Wattestäbchen) vorsichtig in eines der Nasenlöcher bis zu einem leichten Widerstand eingegangen. Nach wiederholtem drehen des Dacron Tupfers wird dieser langsam aus der Nase gezogen. Dies ist nicht schmerzhaft, kann aber zu tränenden Augen und Kitzeln in der Nase führen. Bei Erwachsenen werden vor allem Nasen- Rachenabstriche eingesetzt, wohingegen die Nasenspülung und das Absaugen des Nasensekrets bei Kindern zur angewendet wird.

Unter bestimmten Umständen wird der Abstrich mit Tupfer aus dem Rachen durchgeführt. Dieser enthält jedoch weniger Viren als der Nasen- Rachenabstrich und sollte deshalb nicht bei der Influenza-Schnelltestung eingesetzt werden.


Der Test

Wie wird der Test eingesetzt?

In der Grippezeit und:

  • wenn die Grippewelle die Bevölkerung erreicht hat
  • Bei klinischen Symptomen, die denen von Patienten mit bekannter Influenza gleichen
  • Keine Hinweise auf eine sekundäre Komplikation vorliegen,

dann kann man eine Influenza Infektion diagnostizieren werden, ohne einen aktuellen Influenza Test durchgeführt zu haben.

Ist das 48 Stunden-Fenster der Möglichkeit einer antiviralen Therapie abgelaufen wird man den Patienten nach Hause schicken und Bettruhe, Flüssigkeitszufuhr und Medikamente zur Linderung der Beschwerden empfehlen (dies war die Standartbehandlung der Grippe, bevor eine Testung und eine Behandlung möglich waren).

Warum sollte man den Influenza Test dann überhaupt durchführen?
Weil die Grippe tödlich sein kann, es eine Behandlung gibt, die den Schweregrad der Erkrankung lindern kann und das Wissen, dass die Grippewelle die Bevölkerung erreicht hat, dazu dienen kann, die Ausbreitung zu minimieren (die beste Therapie ist die Vorsorge, also eine Grippe-Schutzimpfung). Der Influenza- Test wird zur Diagnose einer Influenza A- oder B- Infektion eingesetzt und kann diese von anderen bakteriellen und viralen Infektionen unterscheiden, die einen schwereren Verlauf haben könnten und getrennt voneinander behandelt werden müssten.

Influenza- Schnelltests werden in den ersten 48 Stunden, nachdem die Symptome aufgetreten sind, zur Diagnose– und Behandlungsindikationsstellung eingesetzt. In der ersten Krankheitswoche wird der Schnelltest dazu benützt Krankheitsausbrüche zu erkennen. Der molekulargenetische Nachweis (PCR) wird zur Bestimmung des jeweiligen Stammes der Viren und zur Zurückverfolgung des Infektionsweges eingesetzt (manchmal kann sich das Influenzavirus so stark verändern, dass die Impfung weniger wirksam ist und ein nicht erwarteter Virusstamm dominant wird). Die PCR wird ebenfalls zur Diagnose anderer viraler Erkrankungen verwendet, die ähnliche Symptome wie die Grippe verursachen können.

Wann wird der Test angefordert?
Der Influenza- Test wird nur in der Grippezeit und wenn ein Patient unter Atemwegsbeschwerden und Symptomen wie Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Erschöpfung, verstopfter Nase, rauem Hals und Husten leidet, durchgeführt. Ist bereits bekannt, dass die Grippewelle die Bevölkerung erreicht hat, kann ein Influenza- Schnelltest durchgeführt werden, um die Diagnose zu bestätigen und eine mögliche Indikation zur anti- viralen Therapie zu stellen.

Ist noch nicht bekannt, dass die Grippewelle die Bevölkerung erreicht hat, kann der Influenza- Schnelltest dazu eingesetzt werden, die erste Influenzaerkrankung und damit die Ankunft der Grippewelle zu dokumentieren und die Diagnose zu stellen. Man kann den Influenza- Test gleichzeitig mit anderen Tests, wie rsv- Test (respiratory syncytial Virus- ein Virus das häufig Kinder und Senioren befällt), oder Bakterienuntersuchungen, wie der Streptokokken-Test (Suche nach Streptokokken der Gruppe A, welche die bakterielle Rachenentzündung verursacht) durchführen, insbesondere bei unklarer Ursache einer Infektionserkrankung.

In seltenen Fällen kann man eine Influenza- Infektion außerhalb der Grippezeit erwerben (bei Reisen im Ausland, vor allem in Gebiete, in denen die Grippewelle zurzeit vorkommt). In diesem Fall sollte man eine genauere Untersuchung als den Influenza- Schnelltest durchführen um eine definitive Diagnose stellen zu können.

Was bedeutet das Testergebnis?
Bei einem positiven Testergebnis liegt höchst wahrscheinlich eine Infektion mit Influenza A oder B vor. Das Testergebnis macht jedoch keine Aussage über den Schweregrad der Erkrankung und ob weitere Komplikationen der Erkrankung auftreten werden.

Positive PCR-Nachweise können zusätzliche Informationen über den Virenstamm geben. Eine Virenkultur ist teuer und benötigt lange Zeit, der Nutzen dieser Untersuchung für den Patienten ist meist gering, sodass diese Untersuchung kaum mehr durchgeführt wird.

Ein negatives Testergebnis kann heißen, dass man an einer anderen Infektion als Influenza erkrankt ist, oder dass nicht ausreichend viele Viren in der Probe waren, um sie messen zu können. Dies kann entweder durch eine schlechte Probe oder weil man die Grippe bereits einige Tage hatte (im Spätstadium der Grippe werden weniger Viren in das Bronchialsekret abgegeben), bedingt sein. Hier kann der Antikörpertest weiterhelfen; IgA Antikörper können auch noch mehrere Wochen nach der Infektion und IgG-Antikörper Jahre positiv sein. Der/die behandelnde Arzt/Ärztin wird das negative Testergebnis und die klinischen Symptome dazu nützen, eine bestmögliche Therapie für den Patienten zu empfehlen.

Gibt es weiteres, das ich wissen sollte?
Die Grippe verschwindet behandelt oder unbehandelt nach ca. 1-2 Wochen, Husten und ein allgemeines Krankheitsgefühl können noch länger bestehen bleiben. Wenige Patienten können jedoch schwere sekundäre Komplikationen entwickeln. Diese Komplikationen treten meist zum Zeitpunkt auf, da die Grippebeschwerden verschwinden. Jeder kann diese Komplikationen entwickeln, jedoch Kinder, Senioren, Menschen mit einer Schwäche des Immunsystems und Patienten mit einer bekannten Lungenerkrankung sind häufiger betroffen. Komplikationen wie Pneumonie, Sepsis (schwere Infektion, die im Blut nachgewiesen werden kann und im Körper weit ausgebreitet ist) und Enzephalitis (Entzündung des Gehirns) können sehr schwer verlaufen und erfordern eine sofortige medizinische Behandlung.


Hinweise & Störungen

Stabilität und Probentransport

Für den Antigen-Schnelltest auf Influenza A und B Viren sollten die Nasen, Rachen oder anderen respiratorischen Abstriche mit geeigneten Abstrichtupfern entnommen werden und so schnell wie möglich innerhalb von einem Tag untersucht werden. Ausgetrocknete Materialien sind nicht geeignet.

Bei Raumtemperatur ist die Probe für 5 Tage stabil, während dieser Zeit können Antikörper zuverlässig bestimmt werden. Bei Lagerung bei 4°C ist die Probe für 4 Wochen stabil. Bei Lagerung bei -20°C können Viren mit Hilfe der PCR und Antikörper gegen Viren auch nach Jahrzehnten noch nachgewiesen werden.

Referenzbereich
Normalerweise werden keine Influenzaviren oder Antikörper dagegen nachgewiesen.
Referenzbereich: Negativ
Der Grenzwert für positive Antikörper-Ergebnisse kann von Labor zu Labor oder bei unterschiedlichen Methoden schwanken, da es keine Standardisierung der Referenzbereiche gibt. Die für den Befund gültigen Referenzbereiche sollten daher die im Laborbefund angegeben werden.

Störfaktoren und Hinweise auf Besonderheiten
Der Virusnachweis über PCR kann durch verschiedene Substanzen gehemmt werden (z.B. Heparin). Die Probe sollte nicht in irgendwelchen Konservierungsmedien oder Abnahmebestecken für die Mikrobiologie gesammelt werden. Es sollten die jeweils geeigneten Entnahmetupfer verwendet werden.

Antikörper werden bevorzugt aus Serum gemessen. Die Verwendung von EDTA- bzw. Heparinplasma oder auch Citratplasma sollte nur erfolgen, wenn die entsprechenden Testsysteme dafür evaluiert wurden und dies in der Testbeschreibung angegeben ist.

Richtlinien zur Qualitätskontrolle
Es besteht keine Ringversuchspflicht nach den RiLiBäk. Die Methode ist soweit möglich normiert und standardisiert. Jedoch können gerade bei der Bestimmung von Antikörpern auf verschiedenen Testsystemen oft erhebliche quantitative Titerunterschiede auftreten, sodass Titerverläufe nur auswertbar sind, wenn sie mit dem selben Test durchgeführt wurden. Qualitätskriterien sind definiert und werden in verschiedenen externen Ringversuchen geprüft.


Häufige Fragen

Welche anderen Untersuchungen werden bei Grippe ähnlichen Symptomen durchgeführt?

Es kann ein Test auf Streptokokken, um eine Hals- oder Rachenentzündung nachzuweisen, eine Blutkulturuntersuchung, um bakterielle Infektionen im Blut nachzuweisen, ein rsv- Test (respiratory syncytial virus- ein Virus der häufig Kinder und alte Menschen befällt) oder eine Sputum- Untersuchung (Suche nach Bakterien– oder Pilzinfektionen der Atemwege) durchgeführt werden. Man kann auch Blutuntersuchungen auf Entzündungsparameter, wie crp oder Procalcitonin und ein Differentialblutbild durchführen, um die Schwere der aktuellen Infektion zu beurteilen.

Warum wird der Grippe eine so hohe Aufmerksamkeit geschenkt?
Weil die Grippe tödlich sein kann und alle Jahrzehnte eine besonders schwere Influenzaepidemie auftritt. Die schwerste beschriebene Grippewelle ist die „Spanische Grippe“ Pandemie (große Epidemie) im Jahre 1918, die mehr als 20 Millionen Menschen, 500 000 allein in den USA, getötet hat. In den Jahren 1957 und 1968 starben Hunderttausende in America an der Asien- und Hong Kong- Grippe. 1979 kam es beinahe zu einer erneuten Grippe Pandemie und es ist letztendlich nur eine Frage der Zeit, wann die nächste auftreten wird. Aus diesen Gründen wird soviel Wert auf Prävention und Forschung bezüglich neuer Therapiemöglichkeiten gelegt.

Kann man trotz Impfung noch eine Grippe bekommen?
Ja. Die Influenza Infektion verbreitet sich um die Welt und betrifft oft einen Großteil der Bevölkerung. Das Virus kann sich spontan verändern (Antigen Drift), was es ihm erlaubt, Patienten mit einer Schutzimpfung gegen andere Virustypen erneut zu befallen. Die Häufigkeit des Antigen Drifts ist jedes Jahr unterschiedlich, wobei diese mit einer, meist schwereren Infektionserkrankung, einhergeht. Ärzte und Forscher verfolgen das Influenzavirus bei seiner Wanderung um die Welt und versuchen heraus zu finden, welcher Virusstamm in der nächsten Grippewelle vorherrschend sein wird. Jedes Jahr wird die Grippe Schutzimpfung an diese Beobachtungen und Erfahrungen angepasst und so ausgerichtet, dass die Impfung Schutz gegenüber dem zu erwartenden Virusstamm bietet.

In den meisten Fällen bietet die Grippeimpfung Schutz vor einer Influenza- Infektion, benötigt dafür allerdings ein Paar Wochen und erreicht nie einen 100%igen Schutz. Zusätzlich kann die Grippe manchmal „durchbrechen“, indem sie sich durch den Antigen Drift stark genug verändert hat und so unser Immunsystem und die Grippe Schutzimpfung einen verminderten Schutz bietet, oder der vorherrschende Virenstamm sich so stark verändert hat, dass die Impfung keinen Schutz bieten kann. In diesen Fällen kann die Schutzimpfung die Schwere der Infektionserkrankung senken. Bei speziellen Hochrisikopatienten (Herz, Nieren und Lungenerkrankungen zum Beispiel) kann man den Schutz durch eine antivirale Prophylaxe verstärken, was einen kurzzeitigen Schutz vor der Grippewelle bieten kann (Nachteile sind die erhöhten Kosten und die Arzneimittelnebenwirkungen).


Weiterführende Links zum Thema

AWMF Leitlinien Diagnsotik tiefer Atemwegsinfektionen
https://www.uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/082-001.htm

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