Oberschenkelhalsbruch

Steckbrief: Oberschenkelhalsbruch

  • Name(n): Schenkelhalsfraktur; Femurhalsfraktur
  • Art der Krankheit: Fraktur des Oberschenkelhalses
  • Verbreitung: Vorwiegend nach Stürzen bei älteren Menschen die an Osteoporose leiden
  • Erste Erwähnung der Krankheit: unbekannt
  • Behandelbar: Operation oder konservative Behandlung bei nicht verschobenen Frakturen
  • Art des Auslösers: Sturzereignisse; Unfälle
  • Wieviele Erkrankte: Jährlich ca. 100.000 In Deutschland
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Orthopäden; Unfallchirurg;orthopädischen Chrirurg
  • ICD-10 Code(s): S70 bis S79 Verletzungen der Hüfte und des Oberschenkels

Die Femurhalsfraktur ist sehr schmerzhaft

Von einem Oberschenkelhalsbruch sind meist ältere Personen betroffen die an Osteoporose leiden. Diese sind nach Stürzen vom erhöhten Knochenbruchrisiko betroffen.

Dabei stürzen die Personen meist auf die Hüfte oder auf das ausgestreckte Bein. Der Oberschenkelhalsbruch kann auch durch ein Abstützen des Körpers mit dem Bein erfolgen.

Eine Fraktur des Oberschenkelhalses verursacht starke Schmerzen. Die Bewegung des betroffenen Beines ist nicht mehr möglich und muss fast immer operativ behandelt werden. Konservativ behandelt kann der Oberschenkelhalsbruch dann werden, wenn diese nicht verschoben ist.

In weiterer Folge hilft Physiotherapie um die Beweglichkeit wiederherzustellen. In vielen Fällen hat die Fraktur des Oberschenkelhalses eine dauernde Bettlägerigkeit zur Folge.

Definition Oberschenkelhalsbruch

Der Knochenabschnitt zwischen dem Schaft und dem Kopf des Oberschenkelknochens (Femur) wird als Oberschenkelhals bezeichnet. Der Winkel zwischen Hals und Schaft wird als CD-Winkel bezeichnet. (Diaphysen-Winkel). Dieser schräge Abschnitt zwischen Hals und Schaft (Winkel) ist einer verstärkten Krafteinwirkung ausgesetzt, die zur Fraktur führt.

Die Fraktur des Oberschenkelhalses ist eine Verletzung des Oberschenkels. Dabei bricht der Oberschenkelknochen (Fremur) am Hals des Schenkels. Der Schenkelhals ist Teil des Oberschenkelknochens und liegt zwischen diesem und dem sogenannten Hüftknopf. Das ist das kugelige obere Ende des Oberschenkelhalsknochens. Der Oberschenkelhals ist die Verbindung zwischen Oberschenkel und Hüfte. Man unterscheidet zwischen der häufigsten Form, der medialen Schenkelhalsfraktur und der seltener vorkommenden lateralen Fraktur.

Bei der medialen Schenkelhalsfraktur bricht der Knochen nahe oder direkt beim Hüft Kopf und liegt innerhalb der Gelenkskapsel. Sie ist die häufigste Form der Oberschenkelhalsfraktur.

Bei der lateralen Fraktur liegt die Fraktur außerhalb der Gelenkskapsel und tritt diese Form des Bruches nur bei etwa fünf Prozent der Fälle auf. Meist als Folge von Hochrasanztraumen, welche beispielsweise infolge von Verkehrsunfällen auftreten können.

Die im Bereich des Oberschenkelhalses befindlichen Knochen gelten als Schwachstellen des menschlichen Knochenbaus. Im Alter kann es in diesem Bereich schon bei relativ geringer Krafteinwirkung leicht zur Fraktur des Oberschenkelhalses kommen.
Osteoporose führt insbesondere bei Personen im hohen Lebensalter zu einem Oberschenkelhalsbruch. Frauen sind dabei verhältnismäßig stärker betroffen als Männer.

Was ist ein Oberschenkelhalsbruch?

Die vier Teile des Oberschenkelknochens sind:

  • ein langer Schaft
  • das Kniegelenk
  • ein kurzer leicht abgewinkelter Hals und
  • der Hüft Kopf

Dieser bildet zusammen mit dem Becken das Hüftgelenk. Bricht der Teil zwischen Kopf und dem Schaft spricht man von einem Oberschenkelhalsbruch.

Bei Menschen die an Knochenschwund (Osteoporose) leiden sind die Knochen wenig stabil. Dann kann sogar bereits durch ganz geringe Krafteinwirkung ein Fraktur auftreten. Beispielsweise genügt das einfache Aufstehen damit der Schenkelhals bricht. Deshalb sind ältere Menschen häufiger betroffen als junge. Bei diesen tritt ein Oberschenkelhalsbruch meist als Folge von Unfällen auf. Verkehrsunfälle, bei denen massiv Kraft auf den Oberschenkelhals wirkt oder Sportunfälle wie etwa Stürze beim Skifahren seien hier genannt.

Friedrich Pauwels aus Aachen beschäftigte sich als Orthopäde u.a. mit den biomechanischen Grundlagen des menschlichen Skeletts. Sein besonderes Interesse galt den Erkrankungen des Hüftgelenks. Er unterteilte die Frakturformen je nach dem Verlauf des Oberschenkelhalsbruchs in drei Formen. Für die Einteilung entscheidend ist, wie groß der Winkel zwischen der Bruchfläche und einer fiktiven horizontalen Linie ist. Aus diesem Winkel kann man ableiten, wie stabil der Oberschenkelhalsbruch ist und welche Behandlung geeignet ist. Liegt die Bruchfläche unter 30 Grad, kann der Bruch konservativ behandelt werden. Liegt diese im Bereich über 30 bis 70 Grad muss die Versorgung der Fraktur immer operativ erfolgen.

Das Risiko einmal im Leben einen Oberschenkelhalsbruch zu erleiden liegt bei Frauen zwischen 11 und 23 Prozent. Dies ist deutlich höhe als bei Männern, bei denen dieses Risiko zwischen 5 und 11 Prozent liegt.

Welche Ursachen gibt es?

Der Oberschenkelhalsbruch ist die häufigste gelenksnahe Verletzung im Bereich des Oberschenkels. Sie ist auch die häufigste Fraktur bei alten Menschen.

Die verbreitetste Ursache für eine Fraktur des Oberschenkelhalses ist Knochenschwund (Osteoporose). Von dieser Krankheit sind vorwiegend ältere Menschen betroffen. Es kommt auf Grund der verminderten Knochendichte bereits bei geringer Krafteinwirkung auf den Knochen zum Oberschenkelhalsbruch. Hierbei sind Frauen stärker betroffen als Männer.

Auslöser sind vorwiegend Sturz- oder Unfallereignisse. Oftmals genügen schon vermeintlich leichte Stürze im Haushalt. Diese können aber weitreichenden Folgen haben. Dabei gilt es zu beachten, dass ein Teil der Stürze von älteren Personen durch Schwindelanfälle oder kurze Bewusstlosigkeit ausgelöst werden.

Auch die Einnahme von Medikamenten welche die Koordination beeinflussen, Alkoholkonsum oder einfach eine vorhandene Sehschwäche verursachen Sturzereignisse mit. Ältere Personen empfinden vielfach wenig bis kein Durstgefühl. Zu wenig Flüssigkeitsaufnahme führt zu niedrigem Blutdruck, was ebenfalls Ursache für Schwindelanfälle sein kann. Unsicherer Gang, oft ausgelöst durch andere Erkrankungen des Bewegungsapparates, sind oft unfallkausal.

Bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sind meist Unfälle Ursache von Oberschenkelhalsbrüchen. Stürze mit dem Fahrrad, Verkehrsunfälle, diverse Sportunfälle (Ski) oder Stürze aus großer Höhe sind für Brüche verantwortlich. Dabei kommt es zu einer starken Gewalteinwirkung auf den Knochen, was Auslöser für die Fraktur ist.

Seltener sind Tumorerkrankungen und die Bildung von Tochtergeschwüren (Metastasten) im Knochen Auslöser für einen Oberschenkelhalsbruch.

In jedem Fall sind derartige Frakturen auf Grund der langen Rekonvaleszenz (Genesungszeit) gefürchtet. Aber auch die langwierigen Therapie und die Gefahr von damit einhergehenden Komplikationen, wie etwa die erhöhte Gefahr von Thrombosen sind gefürchtet.

Deshalb sollten jene Faktoren die beeinflussbar sind, wie beispielsweise die Behebung von Sehschwächen bei älteren Personen, jedenfalls im Vorfeld behoben werden. Unsicherer Gang kann durch die konsequente Verwendung eines Rollators zumindest teilweise ausgeglichen werden. Damit wird die Sturzgefahr wesentlich reduziert.

Zusammengefasst sind die häufigsten Ursachen für Oberschenkelhalsbrüche

  • Sturzereignisse
  • Knochenschwund
  • Unfälle (Verkehr, Sport, Freizeit)

Symptome und Anzeichen

Typisch für einen Oberschenkelhalsbruch ist, dass an der betroffenen Seite im Liegen das betroffene Bein nach außen gedreht ist. Es erscheint gegenüber dem intakten Bein verkürzt. Meist ist eine Schwellung oder ein Bluterguss wahrnehmbar. Dazu kommen meist starke, klopfende Schmerzen in der Hüfte oder Leiste. Diese Schmerzen verstärken sich, wenn das Gelenk z. B. durch den Arzt bewegt wird. Das Bein kann aktiv nicht mehr bewegt werden. Dem Patienten ist Stehen oder Gehen in der Regel unmöglich.

Bei gestauchten Brüchen oder wenn es zu einer Verschiebung der Bruchenden kommt, können derartige Frakturen vorerst sehr milde ausfallen. Sie verlaufen manchmal sogar symptomlos. Die Betroffenen nehmen diese vorerst als Prellung als Folge eines Unfalles oder Sturzes wahr. Derart verletzte Patienten kommen oftmals erst nach mehreren Tagen noch zu Fuß zum Arzt. Sie klagen über stärker werdender Schmerzen und Beschwerden beim Gehen.

Schenkelhalsbrüche mit starker Verschiebung der Bruchenden verursachen starke Schmerzen. Sie machen jegliche Fortbewegung unmöglich. Patienten mit total abgerutschtem Hüft Kopf kommen als Notfälle ins Krankenhaus. Es bedarf meist keiner langen oder zusätzlichen Diagnostik. Der Befund nach der Röntgenaufnahme ist eindeutig. Es sind die typischen Stauchungszeichen oder die Verschiebung deutlich zu erkennen.

Die erste Versorgung des Patienten erfolgt durch möglichst schmerzfreie Lagerung. Das betroffene Bein wird geschient und schmerzstillende Medikamente werden verabreicht.

Anzeichen und Symptome einer Oberschenkelhalsbruchs sind zusammengefasst:

  • klopfende Schmerzen in der Hüfte und der Leistengegend
  • Schwellung oder Bluterguss
  • Bewegen, Stehen oder Gehen sind nicht möglich
  • Verkürzung des betroffenen Beines
  • beim Liegen ist Bein nach außen gedreht

Diagnose und Krankheitsverlauf

Bei Verdacht auf Oberschenkelhalsbruch sollte sofort der Notarzt oder Hausarzt verständigt werden. Eine Fraktur des Oberschenkelhalses kann unter Umständen lebensbedrohlich sein. Nach dem Transport in die Klinik kommt es in weiterer Folge zur Abklärung durch Spezialisten (Orthopäde, Chirurg).

Diese beginnt in der Regel mit Fragen zum Unfallhergang. Die Antworten lassen vielfach Rückschlüsse zu, ob es sich um eine Fraktur des Oberschenkelhalses handelt könnte oder ob eine andere Verletzung vorliegt.

Es folgt eine genaue Untersuchung durch den Arzt in Hinblick auf Verletzungen des Gefäß- und Nervensystems. Dabei überprüft er die Motorik, die Sensibilität und Durchblutung. Etwaige Begleitverletzungen der Haut oder Weichteile werden geprüft.

Bildgebend wird die Diagnose durch eine Röntgenaufnahme der Hüfte auf zwei Ebenen unterstützt. Die Röntgenaufnahme zeigt, wo und wie der Bruch des Oberschenkelhalses genau verläuft. Dies ist für den weiteren Therapieverlauf wichtig. Um eine nötige Operation genau planen zu können, wird unterstützend häufig eine Computertomografie angefertigt.

Röntgenbilder werden insbesondere dann angefertigt, wenn die Symptome denen anderer Verletzungen im Becken– oder Hüftbereich ähnlich sind. Dies könnte etwa der Bruch des Beckenringes oder des Hüftkopfes sein.

Bei Patienten mit fortgeschrittener Osteoporose ist trotz eindeutig vorhandener Symptome am Röntgenbild oftmals keine Fraktur des Oberschenkelhalses erkennbar. In diesem Fall kommt es zu einer Kontrollröntgenuntersuchung nach einigen Tagen. Zur genauen Abklärung wird eine Computertomografie (CT) oder eine Magnetresonanztomografie (MRT) durchgeführt.

Nach der Untersuchung wird der Arzt die Diagnose bekannt geben und die weitere Behandlung mit dem Patienten besprechen.

Zusammenfassend erfolgt Diagnose durch:

  • Fragen zum Unfallhergang (Anamnese)
  • Körperliche Untersuchung (Gefäß- und Nervensystem, Haut, Weichteile)
  • Röntgenaufnahme
  • Computertomografie (CT)
  • Magnetresonanztomografie (MRT)

Der Krankheitsverlauf hängt von der Art der Fraktur ab und in welcher körperlichen Verfassung sich der Patient befindet. Patienten in guter körperlicher Verfassung haben einen kürzeren Krankheitsverlauf als ältere Menschen mit schlechter körperlicher Konstitution. Wenn der Patient auch an Begleiterkrankungen wie Osteoporose oder Diabetes mellitus leidet verzögert dies die Genesung. Beispielsweise stellt die Wundheilung für ältere Patienten vielfach ein Problem dar.

Nach der Operation folgt als Therapie die Schmerz- und Physiotherapie. Dabei darf das Bein vorerst nicht belastet werden.

Solange der Patient bettlägerig ist, wird Atemgymnastik durchgeführt und vorbeugend gegen Blutgerinnsel (Thrombose) Heparin verabreicht. Wenn die Schmerzen abgeklungen sind, wird mit Mobilisationsübungen begonnen und zur klassischen Physiotherapie übergegangen.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Bei jungen Menschen ist eine Oberschenkelhalsfraktur sehr selten und meist Folge von übermäßiger Krafteinwirkung bei Unfällen oder Stürzen aus großer Höhe.

Hingegen ist der Oberschenkelhalsbruch bei Patienten im Alter verbreitet. Ab dem 60. Lebensjahr nimmt die Anzahl der Frakturen zu, wobei insbesondere Begleiterkrankungen wie Knochenschwund zum Oberschenkelhalsbruch einen wesentlichen Beitrag leisten.

Da mehr Frauen an Osteoporose leiden, sind Frauen über 60 stärker davon stärker betroffen als gleichaltrige Männer. Der Oberschenkelhals bricht im Alter oftmals schon bei sehr geringer Krafteinwirkung. In Deutschland brechen sich pro Jahr ca. von 100.000 Menschen über dem 65. Lebensjahr 900 den Oberschenkelhals.

Stürze im Alter werden in der Altenmedizin (Geriatrie) als medizinisches Problem gesondert behandelt. Ungefähr ein Drittel der Menschen über 65 Jahren stürzen einmal im Jahr. Etwa zwanzig Prozent dieser Stürze müssen medizinisch behandelt werden. In zehn Prozent der Fälle kommt es zu Knochenbrüchen oder gravierenden Blessuren. Dadurch entstehen den Krankenkassen Kosten von 1,2 Milliarden Euro im Jahr.

In der Statistik hinsichtlich der zehn häufigsten Diagnosen lag der Oberschenkelhalsbruch im Jahr 2016 auf dem siebenten Platz. Dabei wurden Krankheiten erfasst, die zu einer vollen stationären Aufnahme in einem deutschen Krankenhaus führten.

Frakturen des Schenkelhalses verursachen in Deutschland im Jahr 2016 pro 10.000 Versicherten der gesetzlichen Krankenkasse 294,7 Krankenhaustage. Jede einzelne Behandlung der Frakturen schlugen im Jahr 2016 mit 15,1 Krankenhaustage zu Buche.

In Deutschland wurden Operationen und Implementierung von Prothesen des Hüftgelenks im Jahr

  • 2013 – 210.384 mal
  • 2014 – 219.325 mal
  • 2015 – 227.293 mal

durchgeführt. Ein wesentlicher Teil davon als Folge von Schenkelhalsfrakturen.

Komplikationen bei der Krankheit

Bei Oberschenkelhalsbrüchen im Nahbereich der Hüfte kann der Blutverlust zu Blutmangel führen. Bei extremen Fehlstellungen als Folge der Fraktur des Schenkelhalses kann der Ischias Nerv oder der Oberschenkel Nerv verletzt werden.

Je größer diese Fehlstellung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit eines späteren Absterbens eines Teils des Oberschenkelknochenkopfes (Femurkopfnekrose). Das Absterben wird durch die Fehlstellung verursachte zerstörte Durchblutung ausgelöst.

Weitreichende Muskelverletzungen mit zusätzlichen Blutungen sind als Folge von Schenkelhalsfrakturen bei alten Menschen nur bei ausgeprägten Fehlstellungen anzutreffen.

Komplikationen mit der Verschraubung können die Implantation einer Hüftprothese notwendig machen. Dies deshalb, weil sich durch die Verschraubung oder Verplattung die Durchblutung des Hüftkopfes verschlechtert und absterben kann. Dann muss diese durch eine Hüftprothese ersetzt werden. Das Risiko, dass diese Komplikation auftritt, ist vor allem bei älteren Patienten gegeben. Deshalb wird bei diesen oft gleich ein künstliches Hüftgelenk implantiert.

Wie auch bei sonstigen Operationen können Infektionen oder Wundheilungsstörungen auftreten. Als Folge von längerer Bettruhe können Thrombosen, Embolien, Druckgeschwüre oder Lungenentzündungen auftreten. Bei älteren Patienten kann längere Bettruhe insbesondere im Hinblick auf Druckgeschwüre gefährlich werden. Infektionen können sehr langwierig sein.

Als weitere Komplikationen können Nachblutungen, Gefäß- oder Nervenverletzungen eintreten.

Wird ein Hüftgelenk implantiert, kann es während der Operation zu größerem Blutverlust kommen. Die Gefahr, dass sich nach dem Eingriff Blutgerinnsel (Thrombosen) bilden, besteht.

Zu einer erheblichen Verzögerung des Heilungsverlaufes kann es durch das Ausbrechen des Schaftes der Prothese aus dem Oberschenkelknochen kommen. In diesem Fall muss der Schaft durch eine neuerliche Operation ersetzt und fixiert werden.

Zusammengefasst können folgende Komplikationen auftreten:

  • Starker Blutverlust während der Operation, Nachblutungen
  • Verletzung Ischias Nerv, Oberschenkel Nerv, Gefäßverletzungen
  • Durchblutungsstörungen
  • Muskelverletzungen
  • Infektionen, Wundheilungsstörungen, Embolien, Druckgeschwüre, Lungenentzündung
  • Thrombosen
  • Schaftausbrüche

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Kommt es in Folge von Sturzereignissen oder Unfällen zu Schmerzen in der Leiste, Becken oder Hüfte sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden. Dies insbesondere dann, wenn beim Versuch der Bewegung die Schmerzen stärker werden, die Beweglichkeit der Hüfte unter Belastung stark vermindert oder überhaupt unmöglich ist, eventuelle Prellmarken, Schwellungen oder Blutergüsse am Oberschenkel sichtbar sind oder Stehen und Gehen nicht möglich sind.

Nach Sturzereignissen sollten Personen die an Knochenschwund (Osteoporose) leiden, auf jeden Fall durch eine bildgebende Diagnostik (Röntgen, CT, MRT) eines Facharztes (Orthopäden, Unfallchirurg) Frakturen verlässlich ausschließen.

Vorerst abzuwarten sollte keine Option sein. Es kann zu weiteren Schädigungen der Nerven oder Gefäße kommen, etwa durch das Verschieben der Bruchstellen. Dies kann den Heilungsverlauf wesentlich verschlechtern.

Behandlungsmethoden und Therapie

Eine Fraktur des Schenkelhalses wird meist operiert. Sollte der Oberschenkelhalsbruch nicht verschoben und stabil sein, kommt auch eine konservative Behandlung in Frage.

Voraussetzung für die konservative Behandlung ein nicht verschobener und stabiler Bruch bei dem der Patient nur unter geringen Schmerzen leidet. Das verletzte Bein wird mit einer Schiene versorgt und ruhiggestellt und erforderlichenfalls als begleitende Maßnahme Schmerzmittel verabreicht. Sollte auf Grund des schlechten Allgemeinzustands des Patienten eine Operation zu gefährlich sein erfolgt ebenfalls eine konservative Behandlung. Dies ist aber die Ausnahme, da die meisten Frakturen verschoben sind. Begleitend zur konservativen Behandlung wird eine Schmerztherapie und nach Abklingen der Schmerzen Krankengymnastik angewandt.

Bei einer Operation kommen je nach Verlauf der Bruchlinie unterschiedliche Operationsmethoden zum Einsatz. Man unterscheidet hüftkopferhaltende und hüftkopfersetzende Operationen. Diese werden je nach Alter und Verfassung des Patienten angewandt.

Bei Patienten über 65 Jahren kommt es meist zur hüftkopfersetzenden Operation. Dabei wird entweder der Oberschenkelkopf alleine oder die Hüftpfanne als Ganzes ersetzt. Jedenfalls sollte eine Operation möglichst rasch nach dem Trauma erfolgen, da dadurch die Gefahr des Absterbens des Oberschenkelknochenkopfes deutlich reduziert wird.

Hüftkopferhaltende Operationen kommen bei jüngeren Patienten mit gutem Allgemeinzustand zur Anwendung. Der Oberschenkelhalsbruch wird mit Schrauben, Platten oder Implantaten versorgt und zusammengefügt. Voraussetzung dafür ist eine ausreichende Durchblutung zur Knochenheilung. Bei diesen Operationen kommen spezielle Schrauben, z.B. die dynamische Hüftschraube (DHS) zum Einsatz.

Der Zeitraum, während der Patient Bettruhe einhalten muss wird Atemgymnastik und eine Heparin-Therapie zu Vermeidung von Thrombosen angewandt.

Sobald eine Belastung des verletzten Beines möglich ist, kommt Physiotherapie zur Anwendung.

Zusammenfassend finden folgende Behandlungsmethoden und Therapien Anwendung:

Vorbeugung, Impfung und Prävention

Ausreichendes körperliches Training und körperliche Aktivitäten fördern einen gesunden Muskelaufbau. Ausreichende und starke Muskulatur kann vor Knochenbrüchen schützen. Damit sollte schon in der Jugend begonnen werden um auch den Knochenbau zu stärken. Starke Knochen sind ebenfalls wichtig in der Prävention von Frakturen.

Wer Wert auf gesunde und kalziumreiche Ernährung legt, stärkt seine Knochen und ihre Widerstands- und Belastungsfähigkeit. Führen Sie dem Körper ausreichend Vitamin D zu.

Menschen, die häufig an Ohnmachts- oder Schwindelanfällen leiden, sollten diese mit ärztlicher Unterstützung behandeln. Dies gilt ebenfalls für Sehschwächen die fachmännisch korrigiert werden müssen. Das trägt dazu bei, Stürze zu vermeiden.
Die Prüfung der Knochendichte gibt frühzeitig Hinweise auf Osteoporose und ermöglicht zeitgerecht die optimale Behandlung und Vorbeugung gegen Frakturen.

Personen mit bekannten Gehschwächen sollten unterstützend auf Gehilfen und passendes Schuhwerk zurück greifen. Handläufe und Haltegriffe in der Wohnung oder zusätzliche Beleuchtung helfen das Sturzrisiko zu verringern. Protektoren an der Hüfte, welche etwa in der Unterwäsche verarbeitet sind, bieten Menschen die häufig stürzen teilweise zusätzlichen Schutz.

Mit einer Impfung wird Osteoporose Patienten eine Substanz injiziert. Diese verhindert die Zellbildung jener Zellen, welche die Knochen abbauen. Diese Impfung ist halbjährlich durch eine Halbjahresspritze zu erneuern.

Prognose zur Heilung

Die Dauer und der Heilungsverlauf können sehr unterschiedlich sein und hängt von einigen Faktoren ab.

Die Form der Fraktur und körperliche Konstitution des Patienten sind wichtige Einflussfaktoren. Junge Patienten, die körperlich aktiv und in einem guten Zustand sind, können auf einen günstigen Heilungsverlauf hoffen. Selbst dann, wenn die Fraktur konservativ oder durch Operation ohne Hüftprothese behandelt wird.

Bei Patienten bis zum 65 Lebensjahr heilt ein Oberschenkelhalsbruch bei adäquater Behandlung in 90 Prozent der Fälle komplett aus.

Bei älteren Patienten, vor allem mit vorhandenen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Herz– Kreislauferkrankungen kann es zu Problemen im Heilungsprozess kommen. Dies insbesondere bei langer Bettlägerigkeit, die die Gefahr von Begleiterkrankungen wie Lungenentzündungen, schlechte Wundheilung, Thrombosen oder Druckgeschwüren mit sich bringt. Mit den Therapien kann dann erst später begonnen werden was die Heilung entsprechend verzögert.

Wird das Hüftgelenk ersetzt, kann früher mit der Belastung des Beines und den notwendigen Therapien begonnen werden.

Eine konservative Behandlung oder eine Operation mit gelenkserhaltenden Maßnahmen dauern dagegen länger.

Geschichte der Behandlung

Oberschenkelhalsfrakturen wurden historisch betrachtet auf unterschiedliche Arten behandelt.

So wurde auf Grund von Experimenten an Tieren ein Beckengips angelegt, nachdem die Bruchstelle eingerichtet wurde.

Eine Kombination aus Streckverband und Becken-Bein-Gips kam zur Anwendung. Diese bewirkte über ein am Streckverband angebrachtes Gewicht zuerst das Einrenken des Oberschenkelhalsbruches und die Korrektur der Fehlstellung. Der Becken-Bein-Gips stellte in weiterer Folge die Bruchstelle bis zur Heilung ruhig. Diese Behandlungsmethoden wurden wegen der damit verbundenen Komplikationen, u.a. das Auftreten von Thrombosen, abgelöst.

Es folgten erste Behandlungsversuche mittels Verschraubung, welche aber auf Grund der unzureichenden Reposition der Bruchstellen wenig erfolgreich waren.

Modere Versorgungsformen entstanden durch den Einsatz von sternförmigen Lamellennägeln zu Stabilisation und die Verwendung eines Führungsdrahtes zur exakten Positionierung des Nagels, welche heute noch Standard ist.

Zugschrauben welche die Frakturenden aneinander fixierten, Laschen Schraube, elastische Rund- und Bündelnägel oder Ender Nägel wurden eingesetzt.

Anfang der 1960er Jahre wurden Winkelplatte implantiert. Diese wurde durch die dynamische Hüftschraube (DHS) anfangs der 1980er Jahre ersetzt. Diese ist noch heute eines der gebräuchlichsten Implantate.

Letztlich wurden Hüftgelenk Prothesen (Teil- oder Vollprothese) entwickelt und eingesetzt.

Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungen können die Schulmedizin bei Oberschenkelhalsbrüchen unterstützen und insbesondere die Folgen der Operation lindern und die Heilung verkürzen.

Wenn Komplikationen wie Thrombosen, Druckgeschwüre oder Lungenentzündungen auftreten können Alternativen wie die Traditionelle Chinesische Medizin (tcm) unterstützend angewendet werden.

Schlammpackungen, Heilschlamm, Heilerde, Fangopackung

Die angeführten Behandlungen können die Folgen einer Operation einer Schenkelhalsfraktur lindern.

Schlammpackungen mit Heilschlick lockern die Muskulatur, reduzieren Schwellungen, lindern Schmerzen und verbessern die Beweglichkeit der Gelenke. Diese Symptome treten oftmals als Folgen von Operationen auf.

Heilschlamm zeigt sich äußerst effektiv zur Unterstützung bei der Behandlung von Frakturen und Verletzungen oder nach operativen Eingriffen. Heilschlamm regt den Stoffwechsel an, beruhigt das Nervensystem, regt die Zelltätigkeit an und fördert dadurch den Heilungsprozess.

Ein ausgezeichneter Speicher für Kälte oder Wärme ist Heilerde. Wird die Heilerde warm angewendet, wird die Wärme schonend und sehr langsam an die Haut und die tiefer liegenden Schichten im Körper abgegeben. Trocknet die Heilerde auf der Haut, saugt diese über die Poren der Haut Schadstoffe ab. Die Haut nimmt dadurch Nährstoffen und Sauerstoff besser auf, was die Heilung unterstützt.

Bei der Fangotherapie wird das Naturheilmittel erwärmt und direkt auf die Haut aufgelegt. Durch die hohe Temperatur wird die Durchblutung verbessert, die Muskulatur entspannt und die Schmerzen gelindert.

Akkupunktur, Chiropraxis, Osteopathie

Die Akkupunktur und Osteopathie haben sich in der Schmerztherapie als wirksam erwiesen.

Chiropraxis verfolgt das Ziel, die normale Beweglichkeit der Gelenke wiederherzustellen.

Welche Hausmittel können helfen?

Hilfe bei Operationsnarben nach Schenkelhalsfrakturen bieten verschiedene Hausmittel. Grundsätzlich sollte die Narbe nicht dem Sonnenlicht ausgesetzt werden, bedecken Sie diese bei Sonneneinstrahlung.

Heilsalben, bestehend aus Heilkräutern mit dem Wirkstoff Dexpanthenol, sollten regelmäßig aufgetragen werden. Extrakte aus Zwiebeln können auf die heilende Wunde aufgetragen werden. Die Verwendung von fettenden Cremen wird empfohlen. Die Verwendung von Aloe Vera Saft oder Gel ohne Duftstoffe wird zur Pflege der Narbe empfohlen. Die Wunde sollte täglich mit Hagebutte eingerieben werden.

Kleidung die auf der Haut reibt fördert die Durchblutung. Eine tägliche sanfte Massage ist ebenso gut für die Narbenbildung. Bei vorhandenen Blutergüssen muss die Durchblutung und der Lymphfluss verbessert werden. Damit wird der Bluterguss schnell abgebaut und die Entzündungsstoffe abtransportiert. Regelmäßige Lymphdrainage hilft.

Spezielle Maden säubern das bei der Wundheilung zersetzte Gewebe. Bei Narbenschmerzen Johanniskraut und Kamille zu gleichen Teilen mischen, in eine Tasse kochendes Wasser geben und 10 Minuten kochen lassen, abseihen und dreimal täglich trinken.

Schwellungen nach einem operativen Eingriff können durch Kühlung oder Hochlagerung verringert werden.

Weitere Hausmittel kommen insbesondere bei auftretenden Komplikationen infolge langer Bettlägerigkeit zur Anwendung. Beispielsweise bringt bei Druckgeschwüren in Folge langer Bettlägerigkeit nach Oberschenkelhalsbrüchen das Anlegen von Kompressen oder Waschlösungen Linderung. Dabei finden unterschiedliche Heilkräuter Verwendung. Waschen mit dem gemeinen Beifuß oder eine Kompresse mit Bachehrenpreis seien hier genannt.

Die Heilung von Knochenbrüchen erfolgt schneller, wenn man zwei Mal täglich eine Messerspitze Schwefelblüte mit Honig und 1/8 Liter Wasser vermischt und einnimmt.

Einen positiven Einfluss auf die Knochendichte übt Mönchspfeffer aus. Wird Mönchspfeffer in Kombination mit Magnesium eingenommen, heilen Frakturen der Knochen schneller und fördern den Wiederaufbau des Knochens. Dies wurde in Tierversuchen nachgewiesen.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Bei Knochenbrüchen gilt als probates Mittel aus dem Bereich der Heilpflanzen die Beinwellwurzel. Knochenbrüche heilen mit Beinwell deshalb besser, weil in der Pflanze das heilungsfördernde Allantoin enthalten ist. Es fördert die Regeneration des Knochens. Beinwell wird mit Wasser gekocht, ab gesiebt, auf einen Verband aufgetragen und als warme Umschläge ein bis zweimal täglich angelegt.

Heilkräuter und Heilpflanzen werden im Zusammenhang mit Oberschenkelhalsfrakturen vorwiegend zur Linderung von Komplikationen verwendet. Sie besitzen entzündungshemmende, zusammenziehende, vernarbende und wundheilende Eigenschaften. Keimtötend wirkende Heilpflanzen und Heilkräuter töten diese und verhindern ihre Ausbreitung. Die Ansteckung wird dadurch verhindert. Eukalyptus und Fichte wirken beispielsweise antiseptisch.

Mit folgenden Tees von Heilpflanzen können Wunden ausgewaschen werden, was zur besseren Wundheilung beiträgt:

  • Odermennig
  • Edelraute
  • Schwarzerle
  • Benediktenkraut
  • Hängebirkenblätter
  • Leberblümchen
  • Gänsefingerkraut

Nach dem die Wunde mit Tee ausgewaschen wurde, können folgende Heilpflanzen zur besseren Verheilung aufgelegt werden:

  • gemeine Scharfgarbe
  • Weißkohl
  • echter Sellerie
  • Huflattich

Es kann auch frisch gepresster Zitronensaft oder mit kochendem Wasser vermischter Knoblauch direkt auf die Wunde geträufelt werden.

Ätherische Öle

Verschieden Öle haben sich bei stumpfen, traumatischen Verletzungen, wie sie auch bei Oberschenkelhalsfrakturen auftreten können, bewährt.

Ätherische Öle sind Gemische aus Ölen die beispielsweise in Pflanzen durch Stoffwechsel produziert werden. Diese werden in den Öl Drüsen der Pflanzen gespeichert. Ätherische Öle sind sehr flüchtige Stoffe und verdunsten.

Solche Öle werden aus folgenden natürlichen Stoffen hergestellt:

  • Kräutern
  • Samen
  • Früchten
  • Blättern
  • Rinden
  • Wurzeln von Bäumen

Als besonders wirkungsvoll bei stumpfen, traumatischen Verletzungen hat sich ätherisches Öl der Zistrose bewährt. Dabei werden je 10 Tropfen Zistrose und Lavendel, 5 Tropfen Immortelle in Olivenöl gegeben und diese Mischung auf die verletzten Stellen aufgetragen. Eine weitere sehr wirkungsvolle Mischung kann durch den Apotheker derart hergestellt werden, dass er in eine Beinwellsalbe diese Mischung einarbeitet.

Homöopathie und Globuli

Homöopathische Kügelchen in Form von Arnika gilt als das optimale Mittel zur Förderung der Wundheilung. Die Schwellungen gehen zurück und die Durchblutung in den feinen Kapillargefäßen wird erhöht.

Stumpfe, traumatische Verletzungen und die Bekämpfung des Schocks nach dem Unfall werden ebenfalls gut mit Arnika Globuli erst versorgt. Nach der Verletzung sollte daher so schnell als möglich drei bis fünf Globuli Arnika in der Potenz C30 im Mund langsam aufgelöst werden. Äußerlich angewendet hilft Arnika ebenfalls. Dabei tränkt man ein Kompress Tuch mit der Urtinktur. Dieses wird als Umschlag so lange auf die verletzte Stelle auflegt, bis es getrocknet ist.

Zur besseren Heilung von innen hat sich u.a. auch eine homöopathisch Beinwell Zubereitung bewährt.

Notfalltropfen stammen aus der Bach- und Blütentherapie. Man gibt jeweils vier Tropfen in ein Glas Wasser und trinkt schluckweise. Später kann man sich eine Mischung zur Einnahme herstellen, indem man 4 Tropfen in ein 20 ml Fläschchen gibt. Dieses wird mit Quellwasser aufgefüllt und mit 40 prozentigem Alkohol gemischt.

Folgende Blütenessenzen wirken folgend:

  • star of bethlehem gegen den Schock
  • rock rose gegen Panikgefühle
  • cherry plum gegen die Angst
  • clematis gegen beginnende Bewusstlosigkeit

Schüssler Salze

Nach der notwendigen ärztlichen Versorgung des Oberschenkelhalsbruches könne Schüssler Salze unterstützend eingenommen werden. Dadurch wird die Heilung angeregt und zeigt sich bereits nach kurzer Zeit eine Verbesserung des Heilfleisches. Homöopathen empfehlen Schüssler Salze mit den Nummern 1, 2, und 3 seit Jahren und informieren über Einnahme und Dosierung.

Der sogenannte Flussspat enthält Calciumflorid und versorgt den Knochenbau, Muskel und Sehnen sowie die Zähne. Das Schüssler Salz Nr. 1 kann oral eingenommen werden oder als Creme geschmiert werden. Die orale Einnahme versorgt den ganzen Körper, die Creme wirkt dort, wo sie aufgetragen wird. Primär wird es bei Gelenksschmerzen, Krampfadern und Hauterkrankungen angewandt.

Mit dem Inhaltsstoff Calcium phosphoricum sorgt Schüssler Salz Nr. 2 für kräftigen Knochenbau und gesunde Zähne und wird vorwiegend prophylaktisch eingesetzt. Es ist bekannt als Knochensalz und für die Knochendichte zuständig. Es sorgt als Mineralzusatz für ausreichend Unterstützung zum stabilen Knochenaufbau. In der Lebensmitte schützt es vor Osteoporose und Kalkablagerungen. Im Alter findet es Anwendung zur Stabilisierung der Knochensubstanz und wird bei Knochenbrüchen eingesetzt. Die Blutbahnen transportieren das Salz und kräftigt Calcium Phosphoricum auch das Immunsystem.

Hauptbestandteil des Schüssler Salzes Nr. 3 ist Eisenphosphat. Es sorgt für die vermehrte Produktion von roten Blutkörperchen, reichert das Blut mit Sauerstoff an und ist in allen Zellen zu finden. Ferrum Phophoricum lindert Entzündungen und fördert die Wundheilung. Bei Infektionen und Verletzungen, Erkältung und Durchfall wird Nr. 3 eingesetzt. Besonders bei Verletzungen mit Wundherden eignet sich Schüssler Salz Nr. 3 als Salbe.

Die Salze sollten mindestens drei Wochen lang mindestens drei Mal täglich eingenommen werden.

Diät und Ernährung

Bei Schenkelhalsfrakturen und andere Knochenbrüche sollte auch die Ernährung hinterfragt und erforderlichenfalls umgestellt werden.

Unsere Knochen sind aktives Gewebe und unterliegen ständiger Erneuerung. Unsere Knochen brauchen daher gesunde und ausgewogene Ernährung. Dabei sollte vor allem auf kalziumreiche Ernährung geachtet werden. Insbesondere enthalten Milch, Milchprodukte, Joghurt, Käse, Vollkornprodukte, Obst und Gemüse sowie Mineralwasser viel Kalzium. Kalzium lagert sich im Knochen ein und verbessert dadurch die Stabilität.

Hingegen sollten Knochenräuber wie Alkohol, Koffein, Zucker, Wurst, Fett oder Salz am Speiseplan vermieden werden. Diese Nahrungsmittel vermeiden, dass Kalzium in den Knochen eingelagert wird.

Um die Knochen stabil zu erhalten ist Vitamin D wichtig. Eine halbe Stunde täglich im Sonnenlicht lässt den Körper das Vitamin D selbst bilden. Täglicher Aufenthalt in der Sonne erspart die Einnahme von Vitaminpräparaten und Nahrungsergänzungsmitteln.

Nahrungsmittel die zu einer Übersäuerung des Organismus führen sollten vermieden werden.

Patienten die an Osteoporose leiden, sollten ebenfalls auf Ernährung achten, die ihre Knochen stärkt. Kalziumreiche, eiweißreiche Lebensmittel, ausreichend Mineralstoffe und Vitamine benötigen Knochen zur optimalen Versorgung und u.a. zur Erhöhung der Knochendichte. Die Gesundheit der Knochen orientiert sich nicht nur an der Ernährung sondern auch an einem aktiven Lebensstil.

Fragen und Antworten

Wie erkenne ich einen Oberschenkelhalsbruch?

Ein Oberschenkelhalsbruch ist meist Folge von Sturzereignissen oder Unfällen. In seltenen Fällen, insbesondere bei älteren Patienten die an Osteoporose leiden kann auch das Abstützen des Beines zum Bruch führen.

Ist die Fraktur ein gestaucht bzw. verschoben, können solche Frakturen vorerst milde oder symptomlos verlaufen. Ansonsten ist die aktive Bewegung des Beines, Stehen oder Gehen auf Grund der starken Schmerzen nicht mehr möglich. Es treten klopfende Schmerzen in der Leiste oder Hüfte auf, Schwellungen und Blutergüsse können auftreten, eine Verkürzung des betroffenen Beines ist wahrnehmbar und beim Liegen ist das betroffene Bein nach außen gedreht.

Bei gestauchten Brüchen oder wenn es zu einer Verschiebung der Bruchenden kommt, können derartige Frakturen vorerst sehr milde ausfallen. Sie verlaufen oft sogar symptomlos und werden von den Betroffenen vorerst als Prellung infolge eines Unfalles oder Sturzes empfunden.

Wann darf das Bein nach einem Oberschenkelhalsbruch wieder belastet werden?

Eine generelle Aussage, wann das betroffene Bein nach einer Oberschenkelhalsfraktur wieder belastet werden kann ist nur schwer möglich. Es ist abhängig vom Alter des Patienten, ob dieser aktiv ist, wie die Muskulatur ausgebildet ist, wie die Bruchlinie verläuft (flach oder steil), ob es zu Komplikationen kommt oder welche Operationsmethode angewandt wurde. Man kann jedoch sagen, dass bei einem Implantat einer Hüftprothese die Belastung früher möglich ist als wenn die Bruchstellen verschraubt oder verplattet werden. Der Arzt bzw. der Physiotherapeut legen den optimalen Zeitpunkt, wann das Bein wieder belastet werden kann auf Grund der genannten Parameter fest.

Welche Komplikationen können auftreten?

Komplikationen können sein, Blutverlust, Verletzungen des Ischias Nervs oder des Oberschenkel Nervs bei extremer Verschiebung der Bruchstellen, Absterben von Teilbereichen des Oberschenkelknochenkopfes (Femurkopfnekrose) verursacht durch starke Fehlstellungen und darauffolgenden Durchblutungsstörungen oder Muskelverletzungen als direkte Folge des Unfalles.

Kommt es zu langer Bettlägerigkeit können Infektionen, Wundheilungsstörungen, Thrombosen, Embolien, Druckgeschwüre oder Lungenentzündungen auftreten.

Komplikationen können in seltenen Fällen auch als Folgen der Operation auftreten. Dann ist die Implantation einer Hüftprothese in einer weiteren Operation notwendig. Die Verschraubung oder Verplattung verschlechtert die Durchblutung, Nachblutungen können auftreten oder es kommt zu Schaftausbrüchen.

Wann kann mit der Reha Maßnahmen begonnen werden?

Die frühzeitige Mobilisation ist das wichtigste Ziel nach einem Oberschenkelhalsbruch. Deshalb werden Patienten nach Möglichkeit bereits 24 Stunden nach dem operativen Eingriff zum ersten Mal mobilisiert. Ein Krankengymnast führt die Mobilisation falls notwendig von Schmerztherapie unterstützt durch. In den Wochen der stationären Behandlung im Krankenhaus wird das Gehen mit Gehstützen mit steigender Belastung des Beines begonnen.

Direkt belastet kann das Bein nach der Implantation einer Hüftprothese werden.

Wie lange dauert es bis zur vollständigen Heilung?

Eine genaue Prognose ist abhängig davon, um welche Art Bruch es sich handelt, welche Grunderkrankungen beim Patienten vorliegen und in welcher körperlichen und geistigen Verfassung sich der Patient befindet.

Junge Patienten oder Patienten im mittleren Lebensabschnitt, die aufgrund ihrer guten körperlichen Verfassung Vorteile haben, können mit einer kürzeren Heilungsdauer rechnen. Das stärkere Immunsystem, die vielfach intakten Selbstheilungskräfte, ein intakter Stoffwechsel, eine gute Beschaffenheit der Knochenstruktur und das Fehlen von Begleiterkrankungen wie beispielsweise Diabetes begünstigen die Heilung. Patienten dieses Alters haben kaum Probleme mit der Wundheilung.

Die Heilungsdauer hängt von einer Vielzahl individueller Faktoren ab und ist in der Regel bei älteren Patienten länger als bei jüngeren.

Jedenfalls ist bis zur vollständigen Wiederherstellung unter optimalen Voraussetzungen ein Zeitraum von einem Jahr realistisch.

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