Steckrüben

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Steckrüben kennen vor allem unsere Omas und Opas noch aus dem Krieg. Dort kam es oft zu Hungerzeiten, die überbrückt werden mussten. Steckrüben waren damals nicht nur günstig, sondern auch ein perfekter Kohlenhydrate-Lieferant.

Im ersten Weltkrieg war die Steckrübe die Hauptmahlzeit. Dies ist auch ein Grund dafür, warum die Steckrübe in der heutigen Zeit nicht mehr überall gerne gegessen wird.

Dabei hat sie für die Gesundheit eine Menge zu bieten. Andere Ländern haben dies erkannt und bringen die Steckrübe gerne auf den Tisch. Dazu gehören Frankreich, Nordeuropa, Italien und auch Spanien.

Wissenswertes über Steckrüben

Das sollten Sie über Steckrüben wissen!

Steckrüben zählen zu dem Wintergemüse und werden zwischen September und April geerntet. Die Wurzeln der Steckrüben sind rund und können bis zu 2 kg wiegen. Steckrüben sind im Grunde sehr lecker, denn sie bringen einen süßlichen Geschmack mit sich.

Das Fleisch der Steckrübe kann weiß oder gelb sein, was abhängig von der Sorte ist. In deutschen Küchen wird vor allem die gelbe Steckrübe gekauft, weil diese einen sehr intensiven Geschmack besitzt. Die weißen Steckrüben werden hingegen oft für die Tierfütterung eingesetzt.

Wie Steckrüben entstanden sind, ist nicht ganz so klar. Es wird auf jeden Fall vermutet, dass das Gemüse eine Mischung aus Rüben und der Kohlrabi ist. Die Steckrüben sollen eine Unterart des Rapses sein. Fakt ist, es ist sehr schade, dass die Steckrübe so lange von den deutschen Speiseplänen verbannt wurde. Sie gilt als Kohlenhydrate-Lieferant und ist doch kalorienarm.

Steckrüben zählen zur Naturkost, man findet sie in den Märkten oft auch unter den Begriffen Raps oder Kohlrübe. Auch wenn sie nach dem ersten Weltkrieg verpönt waren, zeigt die heutige Zeit, dass es sich hier um ein Trendgemüse handelt. Denn sogar Sterneköche greifen gerne zur Steckrübe und zaubern den Gästen die leckersten Mahlzeiten daraus. In den meisten Restaurants wird die Steckrüben Cremesuppe als Vorspeise geboten, aber auch andere Rezepte sind auf der Speisekarte zu finden.


Vielseitig einsetzbar

Wer heute Rezepte mit Steckrüben für sich umsetzt, wird erstaunt sein. Es ist im Grunde nicht wirklich verständlich, warum sie so lange gemieden wurde. Ist die Steckrübe, die in Norddeutschland auch Wyrke oder Wruke genannt wird, doch in Kriegszeiten für das Überleben verantwortlich gewesen. Dies mag etwas dramatisch klingen, entspricht aber der Realität.

In den Kriegszeiten gab es oft nichts anderes zu essen und die Steckrüben wurden oft zu Eintopf verarbeitet. Da nicht alle Soldaten die Rüben erwärmen konnten, wurde diese auch kalt gegessen. Oft nutzt man die geschnittene Rübe als Brotersatz. Die Soldaten konnten die Steckrüben auf den Feldern pflücken und sich davon ernähren.


Bedeutung für die Gesundheit

Die Steckrübe ist aufgrund der Nährstoffe und Inhaltsstoffe für die Gesundheit zu empfehlen. Die gelbe Steckrübe hat viel Vitamin C zu bieten. Dadurch wird das Immunsystem gestärkt und Erkältungen können vermieden werden.

Dank des hohen Wassergehalts, wirkt die Steckrübe gut auf das Bindegewebe. Der Körper kann sehr gut entschlackt werden. Dank der Ballaststoffe, wirkt die Steckrübe noch verdauungsfördernd. Die Carotinoide hingegen werden gegen Krebs empfohlen.

Die Steckrübe gilt alleine wegen der Inhaltsstoffe als sehr gesund, aber auch dass sie kein Fett hat, ist für die Käufer von Vorteil. Eine gesunde Ernährung besteht aus wenig Fett und wenig Zucker, was mit diesem Gemüse kein Problem darstellt.

Der Körper kann gestrafft werden, wenn man die Steckrübe für sich nutzt. Die Abwehrkräfte werden gestärkt, was für viele Erkrankungen wichtig ist. Die Steckrübe kann den Blutzuckerspiegel sehr gut reduzieren und ist für Menschen mit einem hohen Cholesterinspiegel zu empfehlen. Dank der vielen Inhaltsstoffe kann die Steckrübe auch von Vegetariern und Veganern gegessen werden.


Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 38 Fettgehalt 0,2 g
Cholesterin 0 mg Natrium 12 mg
Kalium 305 mg Kohlenhydrate 9 g
Eiweiß 1,1 g Vitamin C 25 mg

Die gelben Steckrüben haben vor allem wegen dem Beta-Carotin ihre Färbung erhalten.

Wir möchten kurz aufzeigen, welche Inhaltsstoffe und Nährwerte in der gelben Steckrübe zu finden sind:

Gerade weil Steckrüben sehr viel Wasser enthalten und pro 100 Gramm nur 35 Kalorien aufweisen, bietet sich das Gemüse für jede Diät an. An den Steckrüben kann man sich satt essen, ohne zuzunehmen. Dazu wird der Körper entwässert und das Bindegewebe gestrafft. Dank der Ballaststoffe wird die Verdauung perfekt gefördert, der Nutzer leidet weder an Durchfall, noch an Verstopfung.

Die Nährstoffwerte für 100 Gramm Steckrüben, sehen wie folgt aus:

  • Fettgehalt 0,2 g
  • Kalorien 38
  • Cholesterin 0 mg
  • Natrium 12 mg
  • Kalium 305 mg
  • Kohlenhydrate 9 g
  • Eiweiß 1,1 g
  • Vitamin C 25 mg

Intoleranz & Allergien

Gibt es Unverträglichkeiten & Allergien gegen Steckrüben?

Die Steckrübe wird im Grunde sehr gut vertragen. Es gibt derzeit keine Angaben zu Unverträglichkeiten. Anders als bei manchem Gemüse, kann man so viele Steckrüben essen, wie man mag. Es werden sich weder Bauchschmerzen, noch Blähungen einstellen.

Allergien sind auch bisher keine bekannt. Sollte man jedoch das Gefühl haben, auf die Steckrübe zu reagieren, muss der Allergologe aufgesucht werden. Eine 100prozentige Garantie gibt es nie, was Allergien anbelangt. Jeder Mensch kann ganz plötzlich auf verschiedenste Lebensmittel reagieren.

Einkaufs- & Küchentipps

Schon in Kriegszeiten wurde aus der Steckrübe eine Suppe oder einen Eintopf gezaubert. Immer öfter wird das Gemüse aber auch für verschiedene Fleischgerichte als Beilage verwendet. Sogar serviert zu Fisch, schmeckt die Steckrübe sehr gut.

Wer eine Diät machen möchte und Lust auf Pommes hat, sollte die Steckrüben wie Pommes zuschneiden und diese dann frittieren. Oder aber im Backofen aufbacken und einen Dip dazu reichen.

Beim Kauf selbst, muss man nicht auf viel achten. Man erkennt, ob die Steckrübe gut und frisch ist oder schon länger liegt. Am besten wählt man kleinere Steckrüben aus. Große Rüben schmecken eher holzig, was schade wäre. Die Schale muss glatt sein und prall, nur so weiß man, dass das Gemüse wirklich frisch ist. Weißt die Schale kleine Löcher auf, hat das Gemüse Würmer und sollte im Laden bleiben.

Nach dem Kauf kann sich der Käufer mit der Verarbeitung Zeit lassen. Die Steckrüben halten über Monate, wenn Sie kühl gehalten werden. Dunkel dazu, wäre auch noch sehr gut für die Rüben. Steckrüben- Mus ist ein sehr beliebtes Rezept für die Rüben.

Wir möchten Ihnen gerne aufzeigen, wie leicht die Zubereitung ist:

  • Einen Schinkenknochen mit einem Bund Suppengemüse kochen. Kochzeit 30 Minuten
  • In der Zeit 800 Gramm Kartoffeln, 1,5 kg Steckrüben und 150 Gramm Karotten
    putzen, schälen und anschließend in Würfel schneiden.
  • Den Knochen und das Gemüse aus der Brühe holen, nun das gewürfelte Gemüse für
    40 cm in der gleichen Brühe kochen.
  • In dieser Zeit 100 Gramm geräucherten Speck und 100 Gramm Zwiebeln mit 60
    Gramm Schmalz in der Pfanne anrösten.
  • Nach der Kochzeit das Gemüse im Topf stampfen, mit Gewürzen abschmecken. Den
    Speck und die Zwiebeln beim Servieren über das Essen geben.

Steckrüben selbst ziehen

Steckrüben könnten auch im eigenen Garten gezogen werden. So spart man sich den Einkauf und hat die Rübe immer im Haus. Dafür muss man diese ab Juli einpflanzen. Sie werden erst in Töpfen gezogen und ziehen im Sommer um, wenn Sie etwas gewaschen sind. Der Boden sollte auf jeden Fall frisch gedüngt sein.

Die Steckrüben sollten mit einem 40 cm Abstand zu allen Seiten gepflanzt werden. Sie müssen regelmäßig gegossen werden. Wenn sie gut angewachsen sind, gießt man sie nur noch, wenn es nicht geregnet hat. Geerntet werden die Steckrüben von Mitte September bis Ende Oktober. Man muss die Rübe kräftig aus dem Boden ziehen, damit sie sich löst.

Hier einige wichtige Fakten für die Anzucht:

  • Abstand 40 cm
  • Regelmäßig gießen
  • Kalte Nächte machen den Pflanzen nicht viel aus
  • Bei mehr als -10 Grad muss man sie dann aber doch ernten
  • Umso kälter die Umgebung, desto süßer schmeckt die Steckrübe später
  • Mit Schutznetzen wird die Pflanze vor Schädlingen beschützt
  • Die Steckrübe pflanzt man nie immer am selben Ort ein

Umso größere Rüben man möchte, desto mehr verlängert sich die Erntezeit. Wenn es draußen mal Frost gibt, ist dies nicht so tragisch, die Rüben sind nicht sonderlich empfindlich. Für perfekte Steckrüben sollte man diese so lange wie möglich draußen lassen. Leider kann es in Deutschland schon einmal kälter als -10 Grad werden. In dem Fall muss dringend geerntet werden, diese Kälte ist für Steckrüben dann doch nicht mehr gut.

Was den Punkt anbelangt, dass man die Steckrüben nicht immer am selben Platz einpflanzt, sei gesagt, dass man dies nur alle 4 Jahre tun darf. Ansonsten müsste man mit einer sehr geringen Ernte vorlieb nehmen.


Zubereitungstipps

Vor der Zubereitung sollte die Steckrübe geschält und gewaschen werden. Danach wird sie in feine Scheiben oder Würfel geschnitten. Manche Käufer schneiden aber auch grobe Scheiben ab, was auf die Art der Zubereitung ankommt.

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Die Steckrübe schmeckt mit vielen anderen Lebensmitteln vorzüglich. Ob es der Eintopf mit Steckrüben und Kartoffeln ist. Ob es eine Suppe mit Rindfleisch und Steckrüben werden soll oder ob man Steckrüben und Mohrrüben in der Suppe vermischt. Steckrüben als Gemüse zu Fisch und Fleisch sind überzeugend gut. Sogar Kinder mögen die Steckrübe.

Steckrüben können auch für den Babybrei genutzt werden, da sie sich wunderbar leicht pürieren lässt. Wer die Steckrübe zu lange kocht, muss sich darauf gefasst machen, dass sie ein wenig wie Kohl schmeckt. Viele Leute mögen dies, andere hingegen gar nicht.

Steckrüben können auch als Vorspeise oder Zwischendurch-Snack genossen werden. Gerade wegen der wenigen Kalorien, kann man die Steckrübe am Abend gut essen. Vor allem dann, wenn man gerade eine Diät durchführt. Bratlinge mit der Steckrüben, Möhren und Hirse schmecken sehr gut. Aufläufe mit der Steckrübe werden die Familie oder Gäste ebenso begeistern können.

Wer einen Salat zubereitet, kann die Steckrübe auch hier für sich einsetzen. Dies wäre eine wunderbare Alternative zu den warmen Mahlzeiten. Die Steckrübe kann geraspelt werden und schmeckt gut mit Feldsalat und Schinken. Ebenso gut mit Paprika, Möhren und Eisbergsalat. Man kann seiner Fantasie freien Lauf lassen und schauen, was einem am besten schmeckt. Sogar die Entenbrust mit Steckrübenpüree schmeckt sehr überwältigend.

In vielen Haushalten nutzt man die Steckrüben auch für Reibepfannkuchen. Dazu vermengt man die Kartoffeln mit den Steckrüben und den Zwiebeln und bereitet diese wie normale Reibekuchen zu. Sehr überzeugend und lecker. Dazu gesünder als normale Reibekuchen.


Einsatzmöglichkeiten

Hier noch einige interessante Informationen für die Zubereitung von Steckrüben. Sie werden oft für:

  • Eintöpfe
  • Suppen
  • Püree
  • Brei
  • Rohkost

verwendet. Am besten schmecken Sie mit den Gewürzen Salz, Pfeffer, Lorbeer und Majoran. Aber auch Petersilie und Schnittlauch sind zu empfehlen.


Häufige Fragen & Antworten

Kann jeder die Steckrübe essen?
Ja, sie eignet sich schon für die Zufütterung bei Babys und kann bis ins hohe Rentenalter gegessen werden. Sie ist leicht zu pürieren, eignet sich von daher auch für Senioren, die nicht gut kauen können.

Sind Steckrüben teuer?
Nein. Wer sich im Supermarkt umschaut, kann sich davon selbst überzeugen. Natürlich waren sie einst im Krieg wesentlich günstiger. Aber im Vergleich zu anderen Gemüsearten, ist die Steckrübe nicht kostspielig im Preis.

Kann man sich nur von Steckrüben ernähren?
Nein, niemand darf sich von irgendwelchen Lebensmitteln allein ernähren. Dieses wird immer zu Mangelerscheinungen führen.


Unser Fazit zur Steckrübe

Es gibt sicherlich anderes Gemüse, was für die Gesundheit mehr tun kann, als die Steckrübe. Die Steckrübe ist aber sehr lecker und hat schon zu Kriegszeiten dafür gesorgt, dass die Menschen neue Energie durch ihr Essen bekamen.

Steckrüben waren und sind darüber hinaus nicht teuer und richtig zubereitet, werden sie auch von Kindern gerne gegessen. Die Zubereitung bietet viele verschiedene Möglichkeiten, so dass beim Essen keine Langeweile aufkommt.

Bei einer Diät oder Ernährungsumstellung, ist die Steckrübe eine sehr gute Hilfe. Sie strafft das Bindegewebe, macht satt und hat wenig Kalorien. Deshalb gehört sie auch recht oft auf den Tisch, damit das Körperfett abgebaut werden kann.

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