Gelbfieber Virus

Gelbfieber Virus Gelbfieber-VirusBeim Gelbfieber-Virus handelt es sich um eine Infektionskrankheit die sowohl Menschen als auch andere Primaten betreffen kann. Diese Infektion löst das Gelbfieber aus. Es wird zwischen dem Dschungel- und dem Stadt-Gelbfieber unterschieden.

Die Beschwerden können leicht sein und lediglich Grippe-ähnlich verlaufen, jedoch auch schwerwiegend sein und zum Tod führen.

Was es mit dem Gelbfieber Virus genau auf sich hat, wo es vorkommt, wie es sich verbreitet und welche Symptome es hervorruft soll nachfolgend erläutert werden.

Was ist das Gelbfieber Virus?

Das Gelbfieber Virus ist ein sogenanntes einzelsträngiges RNA-Virus aus der Gattung der Flaviviridae (Flavi-Viren). Dieses Virus löst das Gelbfieber aus und wird durch einen Stich der sogenannten Gelbfieber-Mücke übertragen. Als Wirt für das Gelbfieber-Virus kommen in erster Linie Affen aus den tropischen Wäldern Afrikas und Südamerikas in Frage, den meisten Affen kann dieses Virus jedoch nichts anhaben.

Erfolgt jedoch eine Übertragung auf den Menschen, dann kann eine Infektion bedenkliche Folgen haben. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist ausgeschlossen, jedoch kann eine weite Verbreitung der Gelbfieber-Mücke durchaus eine Gelbfieber-Epidemie auslösen.

Gelbfieber ist eine lebensbedrohliche virale Infektionskrankheit, in mehr als jedem zweiten Fall kann diese tödlich enden. Gelbfieber sorgt für eine Erhöhung der Körpertemperatur und damit zu Fieber. Seinen Namen hat die Krankheit und auch der Virus durch das nachfolgende Leberversagen, dieses verursacht das Gelbfieber. Das Gelbfieber gehört in die Klasse der hämorrhagischen Fiebererkrankungen und geht einher mit Blutungen an vielen Stellen des Körpers.


Vorkommen & Regionen

Das Gelbfieber Virus kommt bislang ausschließlich in den tropischen Regionen der Erde vor. Dabei verbreitet sich das Virus nur in bestimmten Regionen, hier wird von den Gelbfieber-Endemiegebieten gesprochen.

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Das Gelbfieber Virus ist nur in warmen Regionen verbreitet

In Afrika umfasst die Endemie-Zone gegenwärtig etwa 33 Länder mit rund 500 Millionen Einwohnern, seit 1980 lässt sich hier ein steigender Trend erkennen.

Das Gelbfieber-Virus in Amerika betrifft zehn Länder in Südamerika, wobei hier vor allem die Länder Brasilien, Peru, Ecuador, Kolumbien und Bolivien betroffen sind. Seit 1942 wurden hier jedoch keine Epidemien mehr gemeldet, Einzelfälle treten hingegen immer wieder auf.

In Europa wiederum wurden seit dem 19. Jahrhundert keine Fälle von Gelbfieber gemeldet, eine Übertragung von importierten Erkrankungen durch ungeimpfte Reisende fand bislang nicht statt.

In Asien gab es bislang keine Nachweise über das Gelbfieber-Virus, wobei dies sowohl an einer Resistenz der Asiaten liegen könnte, ebenso aber an einer weniger effektiven Übertragung des Gelbfieber Virus durch die asiatischen Mücken. Generell spricht man heute davon, dass Europa, Australien, Ozeanien und auch Asien gelbfieberfreie Gebiete sind.


Verbreitung & Ansteckung

Das Gelbfieber-Virus kann sich auf zwei Arten verbreiten, wobei man hier zwischen dem Dschungel-Gelbfieber und dem Stadt-Gelbfieber unterscheidet. Anhand des Namens lässt sich schon ableiten, wo eine Ansteckung erfolgt.

Normalerweise halten sich die Gelbfieber-Viren in Affen des Dschungels auf und vermehren sich dort. Die Übertragung des Virus erfolgt durch die Stechmücke von einem Affen zum nächsten. Befinden sich Menschen im Dschungel, Laufen sie ebenso Gefahr sich mit dem Gelbfieber Virus durch den Mückenstich zu infizieren. In diesem Fall spricht man vom Dschungel-Gelbfieber.

Hat sich ein Mensch mit dem Gelbfieber-Virus infiziert und trägt dieses zu anderen Menschen, spricht man vom Stadt-Gelbfieber. Sind auch hier noch Überträgermücken präsent, dann besteht die Gefahr einer Verbreitung der Erkrankung und damit einer Epidemie.


Aussehen & Eigenschaften

Das Gelbfiebervirus ist ein rundes Virus mit einem Durchmesser von 40 bis 50 nm. Es ist ein Virus aus der Familie der Flavi-Viren. Die Viren haften sich über spezielle Rezeptoren an die Zelloberfläche einer Wirtszelle an. Die Aufnahme erfolgt durch ein sich bildendes Endosomvesikel, diese dienen normalerweise der Verdauung von Stoffen, für das Gelbfieber-Virus und andere Viren bietet es jedoch eine Transportmöglichkeit. Auf diesen Weg gelangt das Virus in das Innere einer Zelle und sorgt hier für den Befall des Körpers mit diversen Krankheiten.

In erster Linie beschädigt das Gelbfieber Virus die Schleimhäute und Gefäße des Menschen, aber auch die Muskelzellen des Herzens können betroffen sein. Die Vermehrung findet zunächst in den Lymphknoten statt und die Infizierung erfolgt in den dendritischen Zellen. Von dort aus verbreitet sich das Virus jedoch auf den kompletten Organismus, wobei hier gerade die Leber stark davon betroffen ist. Neben der Leber sind aber auch andere Organe wie Milz, Nieren, Muskulatur und das Knochenmark Zielorgane für das Gelbfieber-Virus.


Krankheiten & Beschwerden

Nach etwa drei bis sechs Tagen nach einer Infektion mit dem Gelbfieber-Virus treten die ersten Symptome auf. Nach der genannten Inkubationszeit äußert sich dies in einem zumeist milden Verlauf. In etwa 85 Prozent der Fälle geht dies lediglich mit den Beschwerden eines grippalen Infekts einher und schon nach wenigen Tagen tritt eine Genesung ein.

Bei, leichten Verlauf kann es zu klassischem Fieber bis zu 40°C kommen, zu Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen, ebenso wie zu Übelkeit und Erbrechen.

Etwa 15 Prozent der Gelbfieber-Virus-Fälle Gehen jedoch einher mit einem schweren Verlauf. Hier sind vor allem die Organe Leber und Nieren mit häufigem Organversagen betroffen. In Folge dessen kann es zu einem Multiorganversagen kommen, ebenso wie Blutungen am ganzen Körper. Rund die Hälfte aller Betroffenen des schweren Verlaufs erliegen der Infektion und deren Symptome, sterben aufgrund des Multiorganversagens.


Der schwere Verlauf

Der schwere Verlauf lässt sich in zwei Phasen des Krankheitsverlaufes einteilen. Die erste Phase verläuft ähnlich dem leichten Verlauf mit seinen Symptomen, hinzu kommen jedoch weitere Gelbfieber-Symptome, Durchfall oder Erbrechen von Galle gehören ebenso dazu wie Gaumenblutungen, eine milde Gelbsucht, eine versiegende Urinproduktion oder auch starker Durst und eine überwärmte Haut am Körper und im Gesicht.

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Beim schweren Verlauf kann es zu Nieren- und Leberschäden kommen

Nach ein bis zwei Tagen nehmen diese Symptome spürbar ab und eine starke Müdigkeit macht sich beim Patienten breit. Einige Patienten haben Glück und die Krankheit ist damit vorbei, andere treten in die zweite Phase des Gelbfiebers über.

Die zweite Phase ist vor allem durch die Schädigung von Leber und Nieren gekennzeichnet. Diese geht einher mit blutigen Durchfällen, Teerstuhl oder kaffeesatzartigem Erbrechen, aber auch mit Blutungen der Haut und Schleimhäute.

Zudem sorgt akutes Leberversagen für eine Gelbfärbung der Haut, das Versagen der Nieren zu stark eingeschränkter Urinproduktion, bis hin zu komplett fehlenden Urinproduktion. Da Leber und Nieren für die Entgiftung im Körper zuständig sind, führt deren Versagen zur Ansammlung giftiger Produkte im Stoffwechselkreislauf des Blutes. Sprachstörungen, Krämpfe und allgemeine Störungen des Bewegungsapparates folgen. Etwa nach sechs Tagen sterben Betroffene an Nierenversagen und Kreislaufschwächen. Spätesten nach etwa 10 bis 15 Tagen tritt der Tod infolgen von Herzversagen ein.

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