Fenistil

Fenistil – allgemeine Informationen

  • Hersteller: Novartis Consumer Health GmbH
  • PZN: 02137619
  • Rezeptpflichtig: Nein
  • Art: Gel
  • Menge: bis zu 100 g

Unter dem Namen Fenistil gibt es eine Vielzahl an Präparaten für die verschiedensten Einsatzbereiche. Das bekannteste Produkt ist wohl das Gel, welches eine kühlende und beruhigende Wirkung bei Sonnenbrand, leichten Verbrennungen sowie Insektenstichen aufweist. Diese gehen oftmals mit einem starken Juckreiz einher, welchen das Arzneimittel gleichfalls lindert. Wer sich mit einem Hautausschlag herumplagt, sollte Fenistil Hydrocort Creme 0,25%/0,5% ausprobieren. Es wirkt entzündungshemmend bei Juckreiz, rissiger Haut, Rötungen, Schwellungen sowie gespannter Haut. Die Creme ist in zwei Konzentrationen erhältlich. Zur Kühlung bei Insektenstichen sowie Sonnenbrand, welche Schmerz lindern kann, eignet sich der Fenistil Kühl Roll-on sehr gut. Seine Vorteile sind eine kleine Größe, die ihn sehr handlich machen sowie die Möglichkeit der punktuellen Einsetzbarkeit. Vorbezeichnete Präparate dienen ausnahmslos der äußeren Anwendung.

Es gibt jedoch auch einige Fenistil Produkte, die auf dem Wege der Einnahme helfen können. Bei Ein- und Durchschlafstörungen aufgrund von Hautallergien stehen Fenistil Tropfen zur Verfügung, die insbesondere für Kinder (bereits ab 1 Jahr) empfohlen werden. Ein Medikament, welches erst ab 18 Jahren eingenommen werden darf, sind die Fenistil-24-Stunden Kapseln. Diese sorgen für eine Linderung allergischer Reaktionen, insbesondere bei allergischem Schnupfen, Heuschnupfen sowie Neurodermitis. Es zeichnet sich besonders durch seine 24-Stunden-Wirkung aus. Fenistil Dragees sind ebenfalls für vorbezeichnete Probleme eine Lösung. Sie sind bereits für Kinder ab 3 Jahren, mit Ausnahme bei allergischem Schnupfen, dann gilt das Mindestalter für die Einnahme von 6 Jahren. Neben einer Symptomlinderung fördern die Dragees zudem ein besseres Ein- und Durchschlafen.

 

Vorschriften zu Anwendung und Dosierung

 

Die verschiedenen Fenistil Präparate werden wie folgt dosiert und angewendet:

 

  • Fenistil Gel – eignet sich für die ganze Familie, enthält einen speziell entwickelten antiallergischen Wirkstoff, ist frei von Alkohol, Parfüm sowie Farbstoffen; wird in einer dünnen Schicht auf die entsprechende Stelle aufgetragen und hernach zart mit den Fingern verteilt; zieht sehr schnell in die Haut ein; kann bis zu drei Mal am Tag aufgetragen werden; eine vorherige Kühlung durch kaltes Wasser empfiehlt sich bei leichten Verbrennungen.
  • Fenistil Hydrocort Creme – je nach Art der Symptomausprägung (leicht bis mäßig stark) kann zwischen zwei Konzentrationen ausgewählt werden; enthält den körpereigenen Wirkstoff Hydrocortison, pflegt und beruhigt die betroffenen Stellen der Haut; der Creme mit einer Stärke von 0,5% wurde der Hilfsstoff Dexpanthenol zugefügt; wird dünn auf die entzündeten Hautstellen aufgetragen und sanft eingerieben; Behandlung mit zwei Mal täglicher Anwendung beginnen, nach Besserung der Symptome ein Mal am Tag; Fenistil Creme 0,25% kann bis zu vier Wochen zur Anwendung kommen, Fenistil Creme 0,5% bis zu zwei Wochen.
  • Fenistil Kühl Roll-on – direktes Auftragen über den Stift erspart einen Fingerkontakt; frei von Alkohol, Farbstoffen und Parfümen; beim Rollen über die betroffene Stelle gelangt die Flüssigkeit punktgenau auf die Problemzone; umgehende Wirkungsentfaltung.
  • Fenistil Tropfen – alkoholfrei; leicht sedierender Effekt für besseres Ein- und Durchschlafen; Kinder von 1 bis 8 Jahren: 10 bis 15, ab 9 Jahren: 20 Tropfen; Erwachsene: 20 bis 40 Tropfen, jeweils drei Mal am Tag; für Kinder mit allergischem Schnupfen eignen sich Fenistil Tropfen erst ab einem Alter von sechs Jahren.
  • Fenistil Kapseln – 24-Stunden-Wirkung; eine Kapsel täglich unzerkaut mit Flüssigkeit zwischen Abendmahlzeit und Zubettgehen.
  • Fenistil Dragees – ab einem Alter von drei Jahren; Erwachsene: 1 bis 2 Dragees drei Mal täglich; Kinder: täglich 1 Dragee drei Mal am Tag.

 

Gute Verträglichkeit von Fenistil Produkten

Fenistil Präparate sind recht gut verträglich, sie weisen im Allgemeinen nur sehr wenige Nebenwirkungen auf. Sehr selten klagen Patienten nach der Anwendung über Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden sowie Ruhelosigkeit. Gelegentlich traten Müdigkeit, Mundtrockenheit und Übelkeit auf. Für die Nutzung von Fenistil während der Schwangerschaft sowie Stillzeit liegen keine genauen Erkenntnisse über negative Auswirkungen auf den Embryo oder das Kind vor. Im Zweifelsfalle wenden sie sich am besten an ihren Arzt oder Apotheker. Unter Blasenentleerungsstörungen oder einem Engwinkelglaukom leidende Menschen sollten auf die Einnahme von Fenistil verzichten. Auf eine Teilnahme am Straßenverkehr sowie dem Bedienen von Maschinen wird abgeraten, wenn Fenistil Produkte zur inneren Anwendung genutzt wurden. Es besteht die Möglichkeit, dass dadurch das Reaktionsvermögen eingeschränkt wird.

 

Außer den vorbezeichneten allgemeinen Nebenwirkungen können bei einer Behandlung mit Fenistil Dragees ebenso Kopfschmerzen, leichte Erregbarkeit sowie Schwindelgefühl auftreten. Diese Symptome sind jedoch sehr selten. In Einzelfällen konnten eine Beeinträchtigung der Atmung, Brustbeklemmung, Hautausschlag und Muskelkrampf festgestellt werden. Bei der Einnahme von Arzneimitteln wird generell empfohlen, auch auf mögliche Wechselwirkungen zu achten. Wird Fenistil beispielsweise zusätzlich zu Antidepressiva, Beruhigungs- und Schlafmitteln eingenommen, können vorbezeichnete Nebenwirkungen verstärkt auftreten. Patienten, welche zu Glaukombildungen neigen. setzen sich durch die gleichzeitige Verwendung von trizyklischen Antidepressiva der erhöhten Gefahr eines Anfalls aus. Insbesondere die Fenistil Präparate, die äußerlich angewendet werden, sind in der Regel sehr gut verträglich. Bestehen keine Unverträglichkeiten mit einem der Inhaltsstoffe, sind Nebenwirkungen kaum zu erwarten.

 

Hausmittel, die es in sich haben

 

Die Anwendung von Fenistil bei Insektenstichen und Sonnenbrand ist sehr einfach und wirkt in den meisten Fällen auch sehr schnell. Auch wenn traditionelle Hausmittel manchmal arbeitsaufwendiger und beim Einsatz nicht so unkompliziert sind, zeigen sie jedoch oftmals gute Wirkungen. Zur Behandlung von Insektenstichen eignen sich beispielsweise:

 

  • Honig – trägt kurzzeitig zur Kühlung der Stichstelle bei; was eine Abschwellung zur Folge haben kann und besitzt eine gute antibakterielle Wirkung
  • Handelsüblicher Quark – mindert den Juckreiz; wirkt abschwellend und kühlend;Zitronen – tragen zur Zerstörung des eingedrungenes Giftes bei; beugen dadurch Entzündungen vor; kühlen; Achtung: nur wirksam; wenn das Auflegen einer Zitronenscheibe direkt nach dem Stich erfolgt
  • TomatenSaft einer Tomate auf die Stichstelle träufeln oder die aufgeschnittene Tomate gegendrücken; lindert den Juckreiz
  • Essig – desinfiziert und kühlt; in Verbindung mit Salz; etwas Zucker; Zwiebelsaft und aufgelöster Hefe auch als Salbe bei aufgekratzten Mückenstichen hilfreich.

 

Auch bei Sonnenbrand empfehlen sich natürlich Mittel, welche eine Linderung der Schmerzen sowie eine schnellere Heilung begünstigen. Hierzu gehört Aloe Vera, welches – wenn nicht in natura vorhanden – auch in verschiedenen Gels oder Lotionen zur Anwendung kommt. Die Wüstenpflanze enthält 270 verschiedene Inhaltsstoffe, darunter zahlreiche Aminosäuren, Mineralstoffe und Vitamine. Sehr hautberuhigend wirken gleichfalls nicht fermentierte grüne Teeblätter. Am besten bereitet man aus diesen einen Tee zu und lässt ihn abkühlen. Hernach tränkt man ein Stoffstück, Tuch o.ä. mit der Flüssigkeit und legt dieses für 15 – 20 Minuten auf die betroffenen Stellen.

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