Hausmittel gegen Angst

Keine Angst vor der Angst

Panikattacke, Panikstörung, Paniksyndrom Hausmittel gegen Angst

Angst ist eine natürliche und notwendige Reaktion des Menschen, die jedoch oft Komplikationen mit sich bringt

Für unsere Vorfahren war Angst ein wichtiges Instrument im Überlebenskampf. Dieses Gefühl half ihnen, die Beine in die Hand zu nehmen, wenn Gefahr drohte. Heutzutage haben wir verlernt, unsere Angst richtig einzusetzen. Stattdessen flüchten wir, wenn unser vegetatives Nervensystem eine Bedrohung meldet, die uns sofort in Alarmbereitschaft versetzt, selbst wenn keine wirkliche Gefahr für unser Leben droht.

Menschen haben aus den unterschiedlichsten Gründen Angst: Vor Tieren, Dingen, Situationen und sogar anderen Menschen. Die letztere Form der Angst nennt sich Soziale Phobie und ist in unseren Breitengraden immer mehr auf dem Vormarsch. Denn wir stellen uns den inneren Konflikten nicht, wir verdrängen sie und wollen nicht wahrhaben, dass wir Probleme haben.

Was hilft gegen Angst?

Angst ist ein ganz normales Symptom, das der Mensch schon seit je her verspürt hat. Es ist eine natürliche Reaktion von Lebewesen, die dem Überleben dient.

Wir messen angstauslösenden Situationen einfach eine zu hohe Bedeutung bei. Die Gedanken kreisen und schon reagiert der Körper mit physischen Reaktionen wie Blutdruckanstieg, Rotwerden, Schwitzen und Zittern. Das ist ein Teufelskreislauf, denn jetzt fühlen wir uns erst recht darin bestätigt, dass wir Angst empfinden müssen.

Im Ratgeber zum Symptom Angst finden Sie weitere ausführliche Informationen, zu den Ursachen, Diagnoseverfahren, Komplikationen, Behandlungen und vieles mehr.

Was jedoch, wenn die Angst die Überhand übernimmt? Wann wird das Symptom als krankhaft eingestuft? Und vor allem: Was kann man dagegen tun? In folgendem Ratgeber finden Sie zahlreiche Hausmittel, Alternativheilverfahren, Tipps und Tricks gegen Angst.

Die gute Nachricht: Wir können auf mehreren Ebenen etwas dagegen tun, dass uns die Angst überrollt und handlungsunfähig macht. Wichtig ist, dass man nach dem vermeintlichen Wahrnehmen von Gefahr, nicht in eine Negativ-Spirale gerät, sondern gleich dagegensteuert.

Nicht in die Negativ-Spirale einsteigen

Da gibt es viele effektive Hausmittel, die helfen, wieder Herr der eigenen Gefühlslage zu werden und den „Säbelzahntiger“ zu vertreiben, bevor er Schaden anrichtet. Wer schon mal Angst vor Mäusen oder Ratten gehabt hat, der wird sich noch gut beim Anblick eines Nagers an die damit verbundene, aufsteigende Panik Erinnern. Der erste Instinkt: Flucht.

Das ist auch der Reflex, den wir von den Steinzeitmennschen übernommen haben und nur allzu oft falsch einsetzen. Was ist, wenn wir uns unseren Ängsten einfach stellen, sie aushalten, in dem Moment, in dem wir glauben, vor Angst ohnmächtig zu werden? Dann sind wir ein ganzes Stück weiter und stellen fest: Wir leben noch und uns ist nichts geschehen. Doch das erfordert zunächst einmal Mut.

Visualisierung

Ein probates Hausmittel gegen Angst

Viel ist gewonnen, wenn wir uns das nächste Mal beim Anblick einer Spinne oder aber einer anderen, angstauslösenden sozialen Situation, vorstellen, wie es wäre, diese souverän zu erleben. Wenn Sie vor anderen eine Rede halten müssen und fürchten, sich zu blamieren, dann kann Visualisierung wahre Wunder bewirken. Es macht den Geist frei und gibt neue Kraft, sich den Dingen zu stellen.

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In vielen Fällen kann es hilfreich sein, die Angst zu visualisieren

Man sollte sich dafür an einen ruhigen Ort begeben, wo man diese spirituelle Praxis ungestört ausüben kann. Einfach die Augen schließen und in die Situation begeben, die mit Furcht verbunden ist. Anstatt sich jedoch auf das Negative zu konzentrieren, erlebt man in seiner Vorstellung eine furchtlose Version des eigenen Ichs.

Um sich tiefer in die Visualisierung hineinzuversetzen, hilft es, sich zunächst auf den eigenen Atem als festen Anker zu konzentrieren. Fünf tiefe Atemzuge ein- und dann ganz langsam wieder ausatmen. Das Ganze zwei bis dreimal wiederholen. Das beruhigt das sympathische Nervensystem und schwächt den Kampf- und Fluchtreflex entscheidend ab. Stattdessen erleben wir uns, wie wir den Vortrag routiniert halten, uns nur auf das Hier und Jetzt konzentrieren, die Gedanken nicht abschweifen lassen und so die Angstspirale ein Stückweit zurückdrehen.

Rituale geben Halt

Sicherlich kann es auf Dauer sehr förderlich für unsere seelische Gesundheit und wirksam für die Angstprävention sein, wenn wir eine meditative Praxis in unseren Alltag integrieren. Ein festes Ritual, das uns hilft, achtsam zu sein und die Konzentration für die wesentlichen Dinge schärft.

Wenn wir uns auf diese Weise selbst schulen, dann verliert die Angst ihr schreckliches Gesicht. Wir haben überhaupt keine Zeit, uns näher mit ihr zu beschäftigen. Wir verharren im Hier und Jetzt und da sollten wir auch sein, um Haltung zu bewahren.

Keiner ist alleine mit seiner Angst

Natürlich hilft auch das Gespräch mit anderen Menschen. Austausch tut gut. Auch um zu erkennen, dass wir nicht allein sind mit unserer Angst, dass es andere Menschen da draußen gibt, die genauso fühlen wie wir. Wir lernen, dass wir kein Sonderfall sind. Das kann uns Trost und Halt spenden, den wir so dringend brauchen, um mit unseren negativen Gefühlen fertigzuwerden.

Außerdem ist es eine große Erleichterung, sich Freunden anvertrauen zu können. Man muss nicht alles alleine schultern. Stattdessen kann man sich gegenseitig helfen. Andererseits können solche Gespräche den Gang zum Psychologen nicht ersetzen, sollte dieser einmal erforderlich sein, wenn man den Eindruck hat, dass die Ängste zunehmen und einen mehr und mehr in seinem Alltag einschränken. Dann ist es an der Zeit, sich professionelle Hilfe zu suchen.

Weitere Hausmittel gegen Angst

Ein wichtiges Hausmittel zur Vermeidung von Angstgefühlen stellt eine Umstellung des Lebensstils dar. Die Angst kann nämlich unter anderem aufgrund von zu wenig Schlaf, mangelnder Bewegung und falscher Ernährung begünstigt oder gar verursacht werden.

Diverse Studien belegen, dass die regelmäßige körperliche Betätigung Ängste lindern kann. Das Wohlbefinden verbessert sich sowohl während des Trainings als auch danach. Sehr empfehlenswert ist zum Beispiel Yoga, da hierbei auch Ruhe und das innere Gleichgewicht eine große Rolle spielen. Doch auch schon das regelmäßige Spazieren gehen kann sich positiv auf die Stimmung auswirken.

Bei Schlafproblemen können sowohl bestimmte Kräuter als auch einige Homöopathika und Schüssler-Salze weiterhelfen. Diese werden im Folgenden genauer erläutert. Unter „Diät und Ernährung“ finden Sie Informationen dazu, welche Lebensmittel die Stimmung und Angstgefühle beeinflussen.


Schnelle Hilfe bei Angst

Man ist klatschnass geschwitzt, spürt sein Herz rasen und seine Hände zittern. Wie kann man sich in diesem Moment selbst helfen? Positiver Self-Talk ist eine Möglichkeit. Man muss sich sagen, dass man stolz auf sich ist, überhaupt in die Situation gegangen zu sein. Selbst, wenn man seine Angst noch nicht besiegt hat, lässt man sich nicht von ihr geißeln.

Eine Vermeidungsstrategie zu fahren, wäre die denkbar schlechteste Option. Je mehr man vor etwas wegrennt, desto schneller holt es einen am Ende ein. Also: Nicht weglaufen, aushalten. Hier muss man sich auch Fragen: „Was kann mir im schlimmsten Fall passieren, wenn ich mich meiner Angst stelle?“ Oft reicht dieses furchterregendste aller Szenarien, um die Angst wieder ein wenig in ihre Schranken zu weisen.

Glückshormone generieren

Mit Glückshormonen dem physischen Stress begegnen. Das kann auf unterschiedliche Weise sehr effektiv sein. Angst wirkt lähmend auf unser Gehirn. Denkblockaden sind die Folge und auch der Körper leidet. Also, warum nicht auf die Kraft des eigenen Körpers setzen und ihn stärken, um dem Stress besser begegnen zu können, so dass die Reaktion auf Reize gemildert wird.

Das kann man für sich tun:

  • Sieben bis acht Stunden Schlaf sind ideal
  • Um die Ausschüttung des Stresshormons Cortisol herunterzufahren, sollte man nach dem Mittagessen auf Kaffee verzichten
  • Studien haben bewiesen, dass schon ein Stück Schokolade am Tag (bevorzugt dunkle) die Serotonin-Produktion (also das Glückshormon) ankurbeln kann
  • B-Vitamin-Komplex einnehmen, der das Nervensystem stärkt

Heilmittel gegen den modernen „Säbelzahntiger“

Diese natürlichen Heilmittel aus der Pflanzenapotheke sollten Angstgeplagte kennen:

Manuka Öl Symptome Pickel

Die Natur bietet zahlreiche Pflanzen, die das Wohlbefinden fördern können

  • Baldrian und Hopfen wirken schnell, machen in niedriger Dosierung nicht müde, sind aber wirksam und können tagsüber eingenommen werden
  • Stärken die Konstitution: Tees mit Melisse (auch als Badezusatz beliebt), dem indischen Kraut „Tulsi“ und Kamille
  • Wenn gar nichts mehr hilft, dann bietet stimmungsaufhellendes Johanniskraut eine Option. Es gibt sinnvolle Kombipräparate aus der Apotheke mit Johanniskraut, Baldrian und Passionsblume
  • Natürlich kann man auch Apukuntur in Erwägung ziehen, um die Energien des Körpers wieder in Einklang zu bringen
  • Auch die Homoöpathie bietet Hilfestellung in Form von Kalium phosphoricum, das Erschöpfungsstände lindert

Dem Kreislauf entkommen

Angst ist ein Kreislauf. Um ihm zu entrinnen, wenn es mal ganz Dicke kommt und man keinen Ausweg mehr sieht, muss man lernen, gut zu sich zu sein. Das bedeutet, sich nicht weiter selbst dafür zu verurteilen, dass man sich in bestimmten Momenten vor etwas fürchtet.

Alternative Behandlungsmethoden bei Angst

Es gibt viele, sehr unterschiedliche alternative Behandlungsmethoden, die gegen Angst eingesetzt werden können. So können Blütenessenzen etwa Linderung während einer Angstattacke verschaffen, während sich Traumata mit EMDR nachhaltig behandeln lassen. Im Folgenden werden die wirkungsvollsten Therapien genauer erläutert.

Alternative Behandlungsmethoden gegen Angst im Überblick:


NaturheilkundeHeilkräuter & Heilpflanzen

Es gibt sehr viele Heilpflanzen und Heilkräuter, die bei Angstzuständen eingesetzt werden können. Inhaltsstoffe wie ätherische Öle bzw. die Kombination bestimmter Stoffe können unter anderem die Hormone und das Nervensystem beeinflussen. Das wohl bekannteste Heilkraut zur Beruhigung ist Baldrian.

Baldrian

Baldrian ist ein Nervenkraut, dass bei Angst, Schlafstörungen und Nervosität eingesetzt werden kann. Die Wirkstoffe des Baldrians steigern die Schlafbereitschaft und normalisieren den physiologischen Schlafablauf, ohne dabei die Tiefschlafphasen zu stören.

Für die Behandlung wird in der Regel die Wurzel der Pflanze benutzt, die einen bitteren Geschmack hat. Baldrian ist mittlerweile in Form von Kapseln, Tabletten, Dragees und Tropfen erhältlich. Es ist aber auch möglich, selbst einen Baldrian-Tee herzustellen.

Baldrian enthält unter anderem auch L-Theanin. Diese Aminosäure hilft bei der Senkung eines hohen Blutdrucks und einer schnellen Herzfrequenz. Dadruch hilft Baldrian dabei, Angstzustände zu kontrollieren und zu lindern. Allerdings gehört Baldrian zu jenen L-Theanin Präparaten, die eher schläfrig machen und somit am Abend eingenommen werden sollten.

Anmerkung: Baldrian sollte nicht während einer Schwangerschaft eingenommen werden.

Hopfen

Auch Hopfen zählt zu den wirkungsvollsten Mitteln zur Beruhigung. Die Heilpflanze kann bei Schlafstörungen, nervösen Beschwerden des Magens, Appetitlosigkeit, Angstzuständen und Unruhen eingesetzt werden.

Hopfen sind in der Apotheke als Tee oder Dragees erhältlich. Hierbei wird der Fruchtzapfen genutzt. Hopfen kann auch zusammen mit Baldrian eingenommen werden.

Eine Kombination aus Baldrian und Hopfen ist sehr effektiv gegen Schlaflosigkeit, Nervosität und Anspannung.

Kamille

Die Kamille gehört zu den beliebtesten Heilpflanzen überhaupt. Sie ist ein Allrounder und kann auch erfolgreich gegen Angst eingesetzt werden. Ihre Inhaltsstoffe wirken entspannend, machen aber nicht müde.

Eine Tasse Kamillentee kann oft schon sehr beruhigend sein. Einige Inhaltsstoffe der Kamille stimulieren dieselben Rezeptoren im Gehirn, wie Valium.

In Supermärkten und Apotheken sind zahlreiche Kamillenprodukte zu finden. Meistens werden die getrockneten Kamilleblüten als Tee zubereitet. Der Geschmack ist allerdings nicht jedermanns Sache. Eine Alternative stellen Kapseln, Tabletten, Tropfen oder Dragees dar.

Grüner Tee

Im grünen Tee ist eine Aminosäure namens L-Theanin enthalten. Diese hilft einen hohen Blutdruck, sowie eine schnelle Herzfrequenz zu senken. Um dies effektiv beobachten zu können, müsste man allerdings eine sehr große Menge an grünem Tee zu sich nehmen.

Johanniskraut

Johanniskraut ist ein bewährtes Mittel gegen Depressionen. Es kann jedoch auch effektiv gegen Angstzustände eingesetzt werden. Dafür ist aber eine längere Einnahme von mindestens zwei Wochen nötig.

Bei einer Depression sollten jeden Tag 900 bis 1800 Milligramm des Johanniskrautextrakts eingenommen werden. Bei Angstzuständen, Nervosität und Schlafstörungen reichen jedoch auch sehr viel niedrigere Dosierungen. Hierbei kann also schon ein einfacher Tee helfen.

Anmerkung: Frauen, die die Pille nehmen, sollten kein Johanniskraut verwenden. Auch bei Einnahme von Medikamenten, sollte die Verwendung von Johanniskraut vorab mit dem Arzt abgesprochen werden.

Melisse

Auch die Melisse zählt schon lange zu den wirksamsten Heilkräutern gegen Unruhe, Schlafstörungen und nervösen Leiden. Die Heilpflanze eignet sich für Personen, die angespannt sind, nicht gut schlafen können, leicht reizbar und unruhig sind.

Melisse ist in Supermärkten und Apotheken erhältlich. Neben Tees gibt es noch Kapseln, Dragees oder gar Badezusätze.

Die Zitronenmelisse wurde zum Beispiel schon im Mittelalter dazu verwendet, um Ängste zu lindern. Zitronenmelisse gibt es sowohl als Tee, als auch in Kapseln.

Passionsblume

Passionsblumen können Angststörungen genauso effektiv lindern, wie verschreibungspflichtige Medikamente. Sie wird vor allem bei Schlafstörungen verwendet. Präparate, die Passionsblumen enthalten, sollten allerdings nicht länger als einen Monat durchgehend eingenommen werden.

Lavendel

Der Duft von Lavendel kann Ängste verringern. Es gibt aber auch Lavendel-Öl-Kapseln zum Einnehmen, die gegen Unruhezustände helfen.

Wichtig ist, keine zu großen Mengen dieser Hausmittel zu sich zu nehmen, da dies mitunter die Angstzustände vergrößern kann. Des Weiteren sollten nicht mehrere Hausmittel gleichzeitig verwendet werden.

Heilpflanzen gegen Angst:

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Johanniskraut
  • Melisse
  • Passionsblume
  • Lavendel

Wirkungsvolle Teemischung gegen Angst

Zutaten:

  • 3 EL Basilikum
  • 2 EL Baldrianwurzel
  • 3 EL Hopfen
  • 2 EL Melissenblätter
  • 2 EL Johanniskraut

Zubereitung:

Genannte Zutaten gut vermischen. Ein Teelöffel der Mischung mit 250 Millilitern siedendem Wasser übergießen. Zehn Minuten ziehen lassen, danach filtrieren. Zur Angstbehandlung täglich drei Tassen dieses Tees trinken.


Ätherische Öle

Bekannte ätherische Öle, die bei Angst helfen, sind:

Behandlung Aromatherapie Symptome Lungenschmerzen, Schnupfen Hausmittel gegen Verstopfung

Auch ätherische Öle können hilfreich sein

  • Melisse
  • Lavendel
  • Benzoe
  • Rose
  • Muskatellersalbei
  • Ylang Ylang
  • Sandelholz
  • Patschuli
  • uvm.

Im Folgenden sind Rezepte mit ätherischen Ölen aufgeführt, die zur Entspannung und somit zur Linderung jeglicher Angst führen können:

Duft gegen Angst

Zutaten:

  • 15 Tropfen Bergamotte
  • 10 Tropfen Geranium
  • 5 Tropfen Lavendel
  • 1 Tropfen römische Kamille

oder:

  • 10 Tropfen Bergamotte
  • 10 Tropfen Muskatellersalbei
  • 5 Tropfen Weihrauch

oder:

  • 15 Tropfen Sandelholz
  • 10 Tropfen Bergamotte

oder:

  • 5 Tropfen Vetiver
  • 10 Tropfen Mandarin
  • 5 Tropfen Lavendel
  • 5 Tropfen Rose

Alle Zutaten vermischen und in ein Fläschchen füllen. Zur Anwendung können nun jedes Mal ein paar Tropfen des Gemischs in eine Duftlampe mit Wasser oder auf ein Taschentuch geträufelt werden. Das Fläschchen sollte vor jeder Anwendung geschüttelt werden.

Muskatnuss-Massage

Gegen Ängstlichkeit einen Tropfen vom Muskatnussöl auf die Finger tropfen und anschließend Schlüsselbein damit massieren.

Rosenbad:

Ein Rosenbad kann Hilfe verschaffen, wenn das Herz sich aufgrund der Angst verkrampft.

Zutaten:

  • 3 Tropfen Rose
  • 2 Tropfen Muskatellersalbei
  • 3 Tropfen Geranium auf 3 Esslöffel Johanniskrautöl

Alle Zutaten in das warme Badewasser geben und während des Badens über die Raumluft inhalieren.

Duftlampe

Zur Entspannung der Nerven, kann eine Duftlampe aus folgenden ätherischen Ölen beitragen.

Zutaten:

  • 3 Tropfen Lavendelöl
  • 2 Tropfen Melisse
  • 2 Tropfen Neroli

Alle Zutaten mit etwas Wasser in die Duftlampe geben und darunter ein Teelicht anzünden. Die Inhaltsstoffe werden dann über die Raumluft eingeatmet.


Homöopathie und Globuli

Da es sich bei der Homöopathie um eine ganzheitliche Therapie handelt, sollte zur Auswahl des geeigneten Mittels und dessen Dosierung stets ein Homöopath zu Rate gezogen werden. Nur über ein ausführliches Gespräch und umfassenden Informationen kann das richtige Homöopathikum ermittelt werden. Generell haben sich jedoch folgende Globuli als Wirksam gegen Angstzustände erwiesen.

Globuli gegen Angst

Symptome Knieschmerzen, Antriebslosigkeit, Behandlung Thromboseprophylaxe, Hüftschmerzen, Schluckauf

Die Homöopathie ist ein ganzheitliches Verfahren, das gegen Angst eingesetzt werden kann

Wenn im Alltag alles zu viel wird

  • Cocculus D12: Wer sich vom Alltag überfordert fühlt, schlecht schlafen kann und durch den Mangel an Energie leicht gereizt ist oder auch an Schwindelgefühlen leidet, kann eventuell mit Cocculus D12 behandelt werden. Hierbei handelt es sich um eine Schlingpflanze, die in Asien und Indien heimisch ist. Dieses Homöopathikum eignet sich vor allem für selbstlose Personen, die sich aufgeopfert haben und infolgedessen an Erschöpfung, Ruhelosigkeit, Angst und Schlafproblemen leiden.
  • Lycopodium D12: Wer jähzornig auf Kritik reagiert, Angst vorm Versagen und Konzentrationsprobleme hat, kann womöglich mit Lycopodium D12 behandelt werden. Lycopodium ist ein Bärlappgewächs, das weltweit in Wäldern wächst. Es eignet sich vor allem für Personen, die lebhaft sind und ein starkes Temperament besitzen.
  • Nux vomica D12 hilft Personen, die wegen des Stresses unregelmäßig essen und zu viel Alkohol oder Kaffee trinken, wodurch es zu häufigen MagenDarm-Problemen und Kopfscherzen kommt. Nux vomica ist ein Brechnuss-Gewächs aus Südostasien. Es wird vor allem bei Menschen eingesetzt, die stämmig und robust oder hager und dünn gebaut sind. Die Personen sind intelligent, ehrgeizig und kompetent aber auch nervös, hastig und leicht reizbar.

Eigentlich habe ich ein dickes Fell

  • Bryonia D12 hilft Menschen, deren Gedanken immer wieder um die gleichen Probleme kreisen, die schnell aus ihrer Haut fahren und verspannt sind. Bryonia ist ein Kürbisgewächs, das in Europa verbreitet ist. Das Homöopathikum eignet sich für praktisch orientierte Personen, bei denen geschäftliche Dinge oft im Vordergrund stehen und die sich häufig Sorgen um ihre finanzielle Sicherheit machen. Bryonia-Typen sind lieber alleine und meistens leicht reizbar.
  • Chamomilla D12 eignet sich für Personen, die sehr schnell an die Decke gehen und ihre Wutausbrüche kaum unter Kontrolle haben. Bei dem Homöopathikum handelt es sich um die echte Kamille, die in Ost- und Südeuropa verbreitet ist. Das Mittel eignet sich vor allem für Menschen, die stark schmerzempfindlich, Jähzornig und nervös sind. Diese Personen sind vor allem Morgens launisch und leicht verärgert.
  • Colocynthis D12 kann Menschen helfen, denen es schwer fällt, ihre Fassung zu wahren und die bei Streitereien Bauchschmerzen bekommen. Colocynthis ist ein Kürbisgewächs, dessen Ursprung in Nordafrika liegt. Das Homöopathikum eignet sich für reservierte, geradlinige Personen, die genau wissen, was sie für richtig oder falsch halten. Treten Widersprüche auf, sind Colocynthis-Typen gekränkt und regen sich leicht auf.

Schlafprobleme aufgrund der Angst

  • Aconitum D12 kann Personen verschrieben werden, die aufgrund der Unruhe nicht schlafen können und Herzrasen haben. Personen dieses Typen leiden sehr häufig unter Ängsten und Panikattacken. Die Pflanze wird auch als blauer Eisenhut bezeichnet und ist in den Mittel- und Hochgebirgen Europas zu finden. Das Mittel hilft vor allem Personen, die sehr kräftig und robust sind und oft aufgrund eines schlimmen Vorfalls aus dem Gleichgewicht geraten sind. Aconitum-Typen sind sehr nervös und hyperaktiv und leiden an Konzentrationsstörungen.
  • Coffea D12 wird bei Personen eingesetzt, die ohne Kaffeekonsum Symptome aufweisen, die denen vom übermäßigen Kaffeekonsum gleichen. Dazu zählen Unruhe-Zustände wie Ruhelosigkeit, Schlaflosigkeit, Herzrasen oder Überempfindlichkeit. Wie der Name schon verrät, ist der Wirkstoff hierbei die Kaffeepflanze, meistens die arabische.
  • Scutellaria D6 hilft Personen, die erschöpft sind, Schwierigkeiten beim Einschlafen haben und leicht wieder aufwachen. Der Zugrunde liegende Wirkstoff ist Helmkraut, eine Krautpflanze, die aus Nordamerika stammt. Das Homöopathikum wird vor allem Menschen verabreicht, die sich leicht bedroht fühlen, pessimistisch und ängstlich sind. Die Angstgefühle werden von Herzrasen, Zittern und Schweißausbrüchen begleitet.

Andauernde Müdigkeit

  • Ferrum Phosphoricum D12 eignet sich für Menschen, die sich andauernd kraftlos, leer und schwach fühlen. Bei dem Mittel handelt es sich um eine chemische Verbindung der Stoffe Phosphor und Eisen. In der Regel eignet sich das Homöopathikum für dünne, blasse Personen mit einem leicht gerötetem Gesicht, die leicht frieren und empfindlich auf frische Luft reagieren.
  • Gelsemium D12 kann Personen helfen, die vom Stress wie gelähmt, erschöpft, müde und zitrrig sind. Das Homöopathikum wird aus den Wurzelstöcken vom gelben Jasmin gewonnen. Es eignet sich für sehr schwache und vergessliche Menschen, die nachts nicht schlafen können, tagsüber aber übermüdet sind.
  • Helonias D6 hilft bei starker Überarbeitung, Erschöpfung und ständiger Verausgabung. Das Homöopathikum wird aus den Wurzelstöcken des Falschen Einkorns gewonnen, welches aus Kanada und Nordamerika stammt.

Schüssler-Salze

Bei den Schüssler-Salzen handelt es sich um Mineralsalze, welche in homöopathischen Dosierungen als alternativmedizinische Heilmittel eingesetzt werden. Die Therapie mit den Salzen basiert auf der Theorie, dass Krankheiten durch eine Störung vom Mineralhaushalt zustande kommen. Je nach Ursachen können laut Anhängern andere Schüssler-Salze bei der Behandlung von Ängsten weiterhelfen.

Schüssler-Salze nach Ursache:

Anwendungsgebiete der Schüssler-Salze:


Diät & Ernährung

Angst kann durch eine fehlerhafte Ernährung begünstigt oder gar verursacht werden. So kann ein Nährstoffmangel beispielsweise zu einer zu geringen Menge an Neurotransmittern führen, was wiederum Angstgefühle verursachen kann.

Auch ein Ungleichgewicht des Zuckerspiegels kann Angstzustände hervorrufen. Bei einem Blutzuckerabfall bildet der Organismus Hormone, die Herzschlag und Atemfrequenz erhöhen. Dabei kommt es nicht selten auch zu Angstgefühlen. Ein plötzlicher Abfall des Blutzuckers kann auch nach einem erhöhten Konsum von Einfachzuckern (z. B. in herkömmlichen Süßigkeiten) erfolgen.

Eine gezielte Ernährungsumstellung kann daher insgesamt dabei helfen, Angstzustände zu vermeiden. Dabei sollten bestimmte Lebensmittel in den Speiseplan integriert und andere davon verbannt werden.

Ist die Ursache der Angst kein Nährstoffmangel, wird auch eine Ernährungsumstellung kaum oder gar keine Wirkung zeigen .

Der Zucker und die Stimmung

Der handelsübliche, weiße Zucker stellt die einfachste Form der Kohlenhydrate (Monosaccharide) dar und ist in zahlreichen Lebensmitteln vorzufinden. Ein zu hoher Zuckerkonsum kann zu Angstgefühlen führen.

Dabei kommt es zum Beispiel zu einem verstärkten Ausscheiden von Chrom und Kalzium über die Nieren. Ein Mangel an Kalzium verursacht wiederum Stimmungsschwankungen, ein Chrommangel führt indes zu Depressionen, Konzentrationsstörungen und Nervosität.

Nach dem Verzerr von einfachen Kohlenhydraten fällt der Blutzuckerspiegel wieder schnell ab, da der Körper Monosaccharide sehr schnell aufnehmen und verwerten kann. Dadurch kommt es auch zu Hormon- und Stimmungsschwankungen.

Um die Auswirkungen von Einfachzuckern (Monosaccharide) zu umgehen, sollten zuckerhaltige Lebensmittel wie Schokoriegel oder Cola vermieden und stattdessen vermehrt komplexe Kohlenhydrate wie Äpfel, Blumenkohl oder Vollkornprodukte aufgenommen werden.

Ernährungsumstellung bei Angst

  • Omega-3- statt Omega-6-Fettsäuren: Pflanzliche Öle stellen die Hauptaufnahmequelle für Omega-6-Fetsäuren dar. Sie können zu einer Verstärkung von Gehirnentzündungen führen und wahrscheinlich auch Stimmungsschwankungen hervorrufen. Die, vor allem in fettigem Fisch vorkommenden, Omega-3-Fettsäuren schützen hingegen vor Entzündungen, verbessern den Umgang mit Stress und erhellen die Stimmung.
  • Butyrat aus Butter und Ghee: Butyrat (Ester und Salze der Buttersäure) ist eine, für die Darmgesundheit sehr wichtige, kurzkettige Fettsäure. Da Gesundheitsprobleme im Verdauungstrakt mit einem schlechten Immunsystem, Depressionen und Angst in Verbindung gebracht werden, kann eine ausreichende Butyrat-Aufnahme bei Angst helfen.
  • L-Theanin statt Koffein: Der Stoff L-Theanin ist zum Beispiel in grünem, schwarzem oder Rooibos-Tee vorzufinden. Er beeinflusst das zentrale Nervensystem positiv wirkt beruhigend. Ein zu hoher Kaffeekonsum kann hingegen Angstattacken auslösen. Daher empfiehlt es sich bei Angstzuständen, beispielsweise den morgendlichen Kaffee mit grünem Tee zu ersetzen.
  • Gesunkene Zink-Werte wegen der Angst: Da Angst und Stress den Zink-Wert des Körpers senken, sollten Menschen, die unter Angstzuständen leiden, vermehrt Zink aufnehmen. Dieser Mineralstoff spielt eine essenzielle Rolle für das Nerven– und Immunsystem. Zinkreiche Lebensmittel sind zum Beispiel: Sesam, Kürbiskerne, Linsen, Emmentaler Käse, Paranüsse, Mais, Haferflocken, Rindfleisch und Austern.
  • Magnesium ist u. a. für Neurotransmitter wichtig: Dieser Mineralstoff ist an über 300 unterschiedlichen Reaktionen im Körper beteiligt. So ist Magnesium beispielsweise für die Freisetzung von Nervenfunktionen und Neurotransmittern essenziell. Ein Mangel kann zu Angstgefühlen führen. Lebensmittel mit viel Magnesium sind: grünes Blattgemüse, Mandeln, Kürbiskerne und Avocado.
  • B-Vitamine gegen Angst: Derzeitigen Studien zufolge hilft eine ausreichende Vitamin-B-Versorgung gegen Angstzustände, da dadurch die Produktion der Neurotransmitter im Gehirn beeinflusst wird.

Tryptophan bei Angst und Schlafproblemen

Wenn die Angst in Kombination mit Schlafstörungen auftritt, kann womöglich eine gesteigerte Tryptophanaufnahme weiter helfen. Tryptophan ist ein Vorgänger der Hormone Serotonin und Melatonin. Diese Aminosäure ist zum Beispiel in Haferflocken, Sojaprodukten, Hühnchen, Käse, Eiern, Tofu, Milch, Nüssen, Fisch oder Kürbiskernen vorzufinden. Der Schlaf-verbessernde Effekt kann vor allem durch eine kohlenhydratreiche und eiweißarme Ernährung gewährleistet werden, da Proteine die Aufnahme von Tryptophan im Gehirn hemmen und Kohlenhydrate die Aufnahme erleichtern.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Da sich schon eine minimale Dehydration (Wassermangel / Austrocknung) negativ auf die Stimmung auswirkt, sollte stets auf eine ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit (am besten in Form von Wasser oder Tee) geachtet werden.


Traditionelle Chinesische Medizin (tcm)

Die Angst spielt in der tcm eine wichtige Rolle, da sie eine der sogenannten fünf Grundemotionen darstellt. Emotionen werden hierbei als Qi-Bewegungen und als gesunde Reaktionen auf äußere oder innere Stimulationen angesehen. Durch sie werden Qi-Blockaden aufgelöst und innere Ungleichgewichte vermieden.

Krankheiten Enzephalitis Apathie; Krankheiten Struma, Schnarchen

Auch Alternativheilverfahren wie Akupunktur oder Homöopathie können oft hilfreich sein

Die fünf Grundemotionen in der tcm:

  1. Zorn
  2. Freude
  3. Trauer
  4. Besorgnis
  5. Angst

Wenn eine dieser Emotionen jedoch über einen langen Zeitraum sehr intensiv empfunden wird oder nicht ausreichend ausgelebt werden kann, wandelt sie sich zu einem inneren, pathogenen (krankmachenden) Faktor und schwächt damit den zugehörigen Funktionskreis.

Funktionskreise (Zang Fu) sind in der tcm komplexe Funktionen, die sich im energetischen Spektrum des Menschen befinden. Sechs der Funktionskreise werden dem Yang zugeordnet (fu) und fünf dem Yin (zang).

Die Durchgangs-Funktionskreise (fǔ) Die Speicher-Funktionskreise (zàng)
  1. Gallenblase
1. Leber
  1. Dünndarm
2. Herz
  1. Magen
3. Milz
  1. Dickdarm
4. Lunge
  1. Harnblase
5. Niere
  1. Dreifacher Erwärmer

Je nach Ursache wird also ein anderer Funktionskreis geschwächt. Daher fällt auch die Behandlung abhängig von ihrem Funktionskreis und den dazugehörigen Symptomen unterschiedlich aus. Für die Behandlung werden die entsprechenden Punkte stimuliert. Dies kann z. B. über Akupunktur, Akupressur oder Moxibustion erfolgen.

Akupunkturpunkte je nach Funktionskreis:

  • Herz: He 7 & He 8
  • Leber: Le 3
  • Milz: Mi 6
  • Lunge: Lu 7
  • Niere: Ni 4 & Ni 9
  • Pericard: Pe 6 & Pe 7
  • Dickdarm: Di 4
  • Magen: Ma 40
  • Kopfregion: Du 19, Du 20, Du 24 und Gb 13

Oben genannten Akupunkturpunkte können zur Behandlung der Angst massiert und gedrückt (Akupressur), erwärmt (Moxibustion) oder mit Nadeln durchstochen (Akupunktur) werden.

EMDR

Desensibilisierung & Verarbeitung durch Augenbewegungen

Ist der Ursprung der Angst ein Trauma, kann EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing / Desensibilisierung & Verarbeitung durch Augenbewegungen) weiterhelfen. Die Wirksamkeit dieses Therapieverfahrens wurde mittlerweile durch diverse Studien belegt. EMDR zählt zu den erfolgreichsten Behandlungsmethoden ihrer Art.

Augenflimern

Ein sehr erfolgreiches Therapieverfahren bei Traumata ist EMDR

In mehreren Fällen ist die Angst auf ein Trauma zurückzuführen, auch wenn die Patienten diesen Zusammenhang oftmals nicht herstellen können.

Sobald jedoch mit Hilfe des Therapeuten eine Verbindung zwischen der Angst und dem Trauma erkannt wird, kann EMDR dem Patienten dabei helfen, die Erfahrung zu verarbeiten und somit die Angst zu kontrollieren oder gar zu heilen.

Dafür ist zuerst einmal ein ausführliches Gespräch zwischen Patienten und Therapeuten notwendig. Bei der eigentlichen Durchführung wird der Patient mit dem Trauma konfrontiert, während er bestimmten Handbewegungen des Therapeuten mit seinen Augen folgen muss.

Dadurch sollen beide Gehirnhälften synchronisiert bzw. neuorganisiert werden. Die Stimulation kann auch über kurze Berührungen oder Töne erfolgen. Es wird angenommen, dass EMDR auf eine ähnliche Weise wie das Träumen funktioniert, bei dem es ja auch zu einer verstärkten Verarbeitung und vielen Augenbewegungen kommt.


Biofeedback

Beim Biofeedback werden Funktionen wie Blutdruck, Herzschlag, Hirnströme und Hauttemperatur als hör- oder sichtbare Signale dargestellt. Auf diese Weise kann der Betroffene sich diese Körperfunktionen bewusst machen und somit lernen, sie zu kontrollieren.

Bei Angststörungen können zum Beispiel Entspannungsübungen mit den Geräten kombiniert werden. So kann der Betroffene lernen, langsam und tief aus dem Bauch zu atmet. Personen, die unter Angstzuständen leiden, weisen nämlich auch eine ungesunde Atmung auf.

Biofeedback sollte als ergänzende Therapie eingesetzt werden. Durch das Verfahren soll der Patient lernen, seinen Körper zu beeinflussen und somit seine Angst zu bändigen.

Mit Hilfe von Videos, kann die betroffene Person mit seinen Ängsten konfrontiert werden und sich dabei seiner Körperlichen Reaktionen bewusst werden.

Es werden unter anderem folgende Verfahren eingesetzt:

  • Entspannungübungen
  • Atemtraining
  • Konfrontationstherapie mit Hilfe von Videos (systematische Desensibilisierung)

Eine Biofeedback-Therapie sollte etwa acht bis zwölf Sitzungen betragen, um das Vermeidungs- und Angstverhalten sichtlich verbessern zu können.


Atemtherapie

Wie bereits erwähnt, spielt die Atmung bei der Angst eine entscheidende Rolle. Daher gehört die Atemtherapie auch zu den wichtigsten Methoden, um Ansgstörungen zu behandeln. Durch das Beeinflussen der Atmung, kann die betroffene Person akute Angstattacken lindern, das Auftreten dieser verhindern und insgesamt lernen, diese Emotion zu kontrollieren.

Wer tief atmet, befördert mehr Sauerstoff in den Körper. Dadurch können Anspannungen aufgelöst und Emotionen wie die Angst kontrolliert werden.

Durch die Atmung wird auch das Nervensystem beeinflusst. Das parasympathische Nervensystem wird stimuliert und der Körper daraufhin entspannt.

Folgende Atemtechniken können bei Angstzuständen helfen:

Übung Nr. 1

  • Aufrecht aber locker sitzen.
  • Eine Hand wird auf die Brust und die andere auf den Bauch gelegt.
  • Die Atmung sollte nun über die Nase erfolgen und tief sein. Dabei sollte sich der Brustkorb kaum bewegen, der Bauch aber nach vorne gewölbt werden. Bis fünf zählen.
  • Stoßartig aber locker fünf Mal nacheinander aus dem Mund ausatmen. Hierbei sollte der Bauch nun wieder flach werden.

Diese Atemübung sollte fünf Mal nacheinander wiederholt und in vier Sätzen durchgeführt werden. Sie kann zu jeder Tageszeit eingesetzt werden.

Übung Nr. 2

  • Aufrecht aber locker stehen. Die Arme einfach locker hängen lassen.
  • Es wird ruhig und tief durch die Nase eingeatmet. Bis fünf zählen.
  • Nun entspannt durch den Mund ausatmen und gedanklich bis sieben zählen. Die Schulten entspannt lassen bzw. diese bewusst herunterziehen.

Diese Atemübung sollte zehn Mal nacheinander wiederholt und in vier Sätzen durchgeführt werden. Sie kann zu jeder Tageszeit eingesetzt werden. Zwischen den Sätzen sollten die Schultern gekreist und die Schultermuskeln gedehnt werden.

Übung Nr. 3

  • Aufrecht aber locker stehen.
  • Es wird vier Mal hintereinander stoßartig und schnell durch die Nase eingeatmet. Währenddessen sollte sich der Bauch nach vorne wölben.
  • Nun sollte vier Mal hintereinander stoßartig und schnell durch den Mund ausgeatmet werden. Der Bauch solle nun wieder flach werden.

Diese Atemübung sollte drei Minuten lang wiederholt und drei Mal am Tag durchgeführt werden. Das durch die Atmung entstandene Sekret sollte dabei ausgespuckt werden.

Weitere Ratgeber zum Symptom Angst

Alle weiteren Informationen rund um das Thema Angst finden Sie in folgenden Ratgebern:

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