Panikattacken

Todesangst ohne ersichtlichen Grund

Panikattacke, Panikstörung, Paniksyndrom

Personen mit Panikattacken leiden unter anfallartig auftretenden und sehr starken Angstgefühlen

Eine Panikattacke ist das Symptom einer Panikstörung (auch Paniksyndrom), welche wiederum zu den Angststörungen gehört. Betroffene verspüren plötzlich eine starke Angst, ohne dass jedoch wirklich eine Gefahr besteht. Wie das Wort Panikattacke schon verrät, treten die Panik- und Angstgefühle dabei anfallartig auf.

Das Paniksyndrom kann einerseits psychogen sein, also durch die Psyche verursacht werden, andererseits tritt es auch als Symptom von bestimmten Erkrankungen auf. Kommt es ein Mal oder aber nur gelegentlich zu solchen Angstanfällen, ist dies noch nicht krankhaft. Wer jedoch regelmäßig Panikattacken hat, die sogenannte Angst vor der Angst kennt und im Alltag eingeschränkt ist, leidet an einer Panikstörung, die unbedingt behandelt werden sollte.

Was ist eine Panikattacke?

Definition einer Panikstörung bzw. Panikattacke

In der Medizin sind Panikattacken dahingehend bekannt, dass diese bei den Patientinnen und Patienten akut oder plötzlich zum Ausdruck kommen. Die Personen leiden dabei unter körperlichen und psychischen Beschwerden, die eine typische Alarmreaktion beispielsweise auf eine Bedrohung oder auf Dunkelheit sind. Die Patienten erleben durch spezielle vegetative Abläufe im Organismus, dass Situationen lebensbedrohlich sind. Treten Panikattacken wiederholt auf, wird von einer Panikstörung gesprochen.

Diese Prozesse Laufen bei gesunden Menschen ebenfalls ab, allerdings nur dann, wenn tatsächlich ein Anlass für eine zusätzliche Bereitstellung von Energie (z. B. für eine Flucht) gegeben ist. In die Panikattacken spielen unter anderem Angst, ein Verlust zur Realität und ein verloren gegangenes Gefühl zur eigenen Person eine zentrale Rolle. Panikattacken sind individuell unterschiedlich stark. Sie werden zudem in Schweregrade eingeteilt.

Bei Panikattacken empfinden die Patientinnen und Patienten meist Todesangst und es überkommen sie Fluchtgedanken. Im Durchschnitt kann eine Panikattacke etwa eine halbe Stunde dauern. Der Höhepunkt dieses Symptoms ist in der Regel bei zehn Minuten erreicht. Mindestens vier Anzeichen einer Panikattacken müssen gleichzeitig auftreten. Dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich tatsächlich um eine Panikstörung handelt.

Panikattacken sind je nach Ursachen entweder situationsgebunden oder sie entstehen situationsbegünstigt. Die an eine bestimmte Situation gebundenen Panikattacken basieren auf einem tatsächliche Zusammentreffen mit einem speziellen Reiz oder bereits auf dessen Vorstellung.

Das können beispielsweise Tiere, beengte Räume, Höhen oder sogenannte soziale Situationen wie Massenaufläufe oder Konzerte sein. Im Gegensatz dazu kommt es bei situationsbegünstigten Panikattacken nur zu deren Vorbereitung.

Charakteristisch für Panikattacken ist deren „Aufschaukelung“, der sich auf mehreren Aspekten begründet.


Typische Beschwerden

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Bei Panikattacken kommt es zu allerlei Begleitsymptomen wie Schwindel, Atemnot oder Zittern

Die Betroffenen empfinden in diesem Moment beispielsweise:

Ursachen der Panik

Zu einer Panikstörung kommt es unter verschiedenen Umständen. Die bei diesem Symptom auftretenden Beschwerden wie Herzrasen, starkes Schwitzen und Zittern stammen meist von psychischen Auslösern her. Außerdem bestehen eine gewisse erbliche Disposition und eine Störung der Aktivität bestimmter Botenstoffe im Gehirn. Dies ursächlichen Auslöser für eine Panikattacke können auch jahrelang zurück liegen.

Dazu gehören mit hoher Wahrscheinlichkeit:

  • traumatische Erfahrungen wie sexueller Missbrauch, Scheidung oder Vernachlässigung in der Kindheit
  • erhöhtes Maß an Ängstlichkeit
  • Vorliegen eines erlernten Vermeidungsverhaltens
  • verschiedene Stressfaktoren
  • Alkohol, Drogen oder bestimmte Medikamente
  • Vergiftungen beispielsweise mit Koffein

Aber auch ein umfangreiches Spektrum an Erkrankungen kann Panikattacken bedingen.

Krankheiten, die Panikattacken auslösen können, sind:


Diagnose & Verlauf

Damit Panikattacken genau festgestellt und von anderen Symptomen abgegrenzt werden können, ist auf jeden Fall eine erweiterte bzw. Differentialdiagnostik erforderlich. Im Rahmen der Gespräche mit dem Patienten oder der Patientin erfährt der Arzt, ob die Betroffenen bereits wegen einer psychischen Störung behandelt werden.

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Auch weitere, vor allem psychische, Erkrankungen führen zu starken Angstgefühlen

Neben einer gezielten Abfrage von Informationen kann insbesondere der Psychiater oder der Hausarzt speziell entwickelte Tests mit Fremdbeurteilungsbögen oder der sogenannten Hamilton-Angstskala anbieten. Diese werden von Mediziner nach den Daten des Patienten ausgefüllt.

Eine andere Vorgehensweise ist die Basis für Schriftstücke, in denen die Betroffenen eine Darstellung ihres Symptom aus ihrer Sicht heraus konkret selbst vornehmen. Die Ausschlussdiagnose ist dann getroffen, wenn es bei den Panikattacken nicht unter den Bedingungen einer riskanten Situation, ohne zusätzliche Phobie oder ohne einen anderen nachvollziehbaren Einfluss zu den Beschwerden kommt. Dann liegt keine Panikstörung vor.

Des Weiteren stehen dem Mediziner Untersuchungen des Blutes sowie körperliche Untersuchungen mit großem Augenmerk auf die Nerven sowie ein EKG zur Verfügung. Beim EKG oder Elektroenzephalogramm werden die Hirnströme gemessen.

Der Krankheitsverlauf

Oftmals ist es so, dass die Panikattacken schleichend beginnen und im weiteren Verlauf an Intensität zunehmen. Durch bereits vorhandene Grunderkrankungen und ungünstige Einflüsse aus der Umwelt fühlen sich die Patienten ständig einer lebensbedrohlichen Situation ausgesetzt, was die Panikstörung zusätzlich fördert. Wegen einer Panikstörung mussten im Jahr 2004 knapp fünf Ausfalltage monatlich für die Männer und knapp vier Ausfalltage monatlich für die Frauen registriert werden.

Häufigkeit & Daten

Diagnosedaten und Statistiken zur Häufigkeit

Eine Studie von 1994 besagt, dass ca. 3,5 % aller Menschen im Laufe ihres Lebens zumindest ein Mal an einer Panikstörung erkranken. Bei einer Studie von 2005 waren es sogar 4,7 %. In den meisten Fällen erkranken dabei Personen, die zwischen 15 und 24 Jahre alt sind.

Gerade bei Frauen kann die Störung jedoch auch im dritten bis vierten Lebensjahr auftreten. Frauen sind insgesamt häufiger betroffen als Männer. Eine Studie ergab zudem, dass die Häufigkeit der Erkrankung bei den jüngeren Generationen zunimmt.

Im Jahr 2004 mussten seitens der Ärzte mehr als 220.000 Verordnungen für Medikamente oder sonstige Leistungen der Krankenkassen wegen Panikattacken ausgestellt werden. Der Gesamtanteil der Panikstörungen an allen Erkrankungen des Zentralen Nervensystems wie Angsterkrankungem und Phobien betrug 1,2 Prozent. Nicht erfasst sind Personen, die wegen dieser psychischen Beeinträchtigungen nicht in eine Arztpraxis oder in eine Klinik gegangen sind.

Wegen einer Panikstörung mussten im Jahr 2004 knapp fünf Ausfalltage monatlich für die Männer und knapp vier Ausfalltage monatlich für die Frauen registriert werden. Die Verbreitung und die Häufigkeit von Panikattacken ist somit als recht hoch einzuschätzen.


Komplikationen

Panikattacken können in allen Altersklassen zum Ausbruch kommen. In jedem Alter unterliegen die Panikstörungen Komplikationen. Wird ein solches Symptom nicht rechtzeitig und ausreichend medizinisch hinterfragt, sind die Risiken groß, dass das Leiden chronisch wird.

Mediziner stellen zudem fest, dass die Prognose mit zunehmend verstreichender Zeit ohne Therapie schlechter wird. Leider ist es heute noch so, dass sich viele Betroffene nicht zum Arzt trauen, weil sie sich ihres Symptoms schämen. Manchmal wird der Leidensdruck hoch, dass eine Selbstbehandlung mit Alkohol, Medikamentenmissbrauch oder Drogen unternommen wird. Dann kommen beispielsweise sogar noch Abhängigkeiten oder Süchte hinzu.

Betroffene leiden teilweise still, weil der Arzt oftmals keine eindeutigen organischen Ursachen finden kann.


Wann zum Arzt?

Wann sollte man bei Panikattacken zum Arzt Gehen?

Trotz aller Bedenken und Scham ist es auf jeden Fall sinnvoll, einen ärztlichen Rat zu erbitten. Nur so sichern sich die Betroffenen ein angemessenes Leben und beugen einem chronischen Verlauf vor.

Spätestens dann, wenn der Alltag durch die Störung eingeschränkt ist, sollte der Betroffene einen Arzt bzw. Psychotherapeuten aufsuchen. Dies kann sich beispielsweise durch ein Meiden von Menschenansammlungen oder enger Räume äußern.

Sollten sich Panikstörungen so manifestiert haben, dass diese nicht von selbst wieder vergehen oder sogar noch bis ins unerträgliche Limit zunehmen, dann muss ein Psychotherapeut, ein Hausarzt oder ein Psychiater aufgesucht werden.


Behandlung & Therapie

Das Fundament der Behandlung des Symptoms Panikstörung ist ein regelmäßiges, ausgiebiges Gespräch unter vier Augen mit einem geschulten, erfahrenen Psychologen. Dieser kann dadurch beispielsweise versteckte Erkrankungen aufdecken. Bei einer Therapie gegen eine Panikattacke kommt es gleichfalls darauf an, dass die Beschwerden nicht mehr verhindert werden sollen. Sie sollen unter einer kontrollierten Umgebung sogar herausgefordert werden. Unter dieser Voraussetzung setzt ein Lernprozess ein, der die Panikattacken reduziert.

Erweitert wir diese Therapiemaßnahme durch Gruppengespräche mit Patienten unter Leitung eines Therapeuten. Die dafür ausgewählten Teilnehmer leiden ebenfalls unter diesem Symptom. Vor diesem Hintergrund können Panikattacken besser analysiert und ausgewertet werden. Unter Umständen ist eine Konfrontationstherapie bei Bestehen von Phobien indiziert.

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Panikstörungen können mithilfe von Therapien erfolgreich behandelt werden

Zielstellung

  • Umgang mit einer Panikattacke lernen
  • sich und diese Störung verstehen
  • Notplan für den Akutfall erarbeiten
  • Ängste wahrnehmen und sich diesen stellen
  • Teufelskreis durchbrechen
  • Ablegen alter Denkmuster

Kombiniert werden diese Aspekte mit geeigneten Arzneimitteln, die möglicherweise sogar gegen die Grunderkrankung des Symptoms Panikattacke wirksam sind.

Entspannungstechniken

Ergänzt werden diese Prozesse durch Entspannungstechniken wie:

Von einer Selbsttherapie bei einer Panikstörung ist abzuraten, zumal diese äußerst schwierig umsetzbar ist.

Vorbeugung & Prävention

Kann man einer Angststörung vorbeugen?

Panikattacken kann nur vorgebeugt werden, indem sich die Betroffenen eine persönlich für sie passende Therapie suchen und sich mit ihrem Arzt verständigen. Eine Umstellung ungünstiger Lebensgewohnheiten, die Aufarbeitung früherer psychischer Traumata sowie eine soziale und berufliche Entlastung können ebenfalls eine Prävention begünstigen.

Das bedeutet für viele Menschen in dieser Situation auch, sich Hilfe von außen suchen.

Wer zu Angstgefühlen neigt, sollte generell versuchen, Stress, Nikotin, Alkohol und weitere Drogen zu vermeiden. Hilfreich ist hingegen Bewegung an der Frischen Luft, am besten in der Natur. Berufliche und soziale Probleme sollten, wenn möglich, schnell gelöst und werden. Vermeiden Sie generell ein „Aufschieben“ von Dingen, die getan werden sollten.

Auch ein autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung können zur Vorbeugung einer Panikstörung hilfreich sein. Diese Techniken helfen Ihnen, sich seelisch gegenüber dem belastenden Alltag zu stärken und somit Attacken der Angst zu verhindern.


Alternative Medizin

Personen, die durch ihre starken Angstgefühle im Alltag eingeschränkt werden, sollten sich unbedingt professionelle Hilfe suchen. Anderenfalls kann sich die Panikstörung verschlimmern und weitere Komplikationen mit sich bringen.

Es gibt aber viele Alternativheilverfahren und Hausmittel, die einer Panikattacke vorbeugen oder diese lindern können. Naturheilverfahren und Hausmittel sollten begleitend zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt werden.  Nachfolgend finden Sie die bestbewährten natürlichen Mittel, die bei Panikstörungen helfen können.

Hilfreiche Hausmittel

Hausmittel gegen Panikattacken. Was hilft?

Mit bestimmten Hausmitteln ist es möglich, Panikattacken vorzubeugen oder die Symptome dieser zu lindern. Während einige Hausmittel der Entspannung dienen, verhindern andere Tipps und Tricks einen schlimmen Verlauf der Attacke.

Wenn Sie beispielsweise bemerken, dass die Angst in Ihnen hoch kriecht, können Sie durch einfache Maßnahmen womöglich verhindern, dass eine tatsächliche Panikattacke ausbricht.

Hilfreiche Maßnahmen, damit die Angst nicht zur Panikattacke wird, sind:

  • Enge Kleidung vermeiden: Vermeiden Sie enge Kleidung oder lockern Sie beispielsweise Hemdkragen oder Gürtel, wenn Sie merken, dass eine Panikattacke bevorsteht
  • Sich an Angstsituationen heran tasten: Wer in bestimmten Situationen zu Panikattacken neigt (z. B. Höhenangst, Agoraphobie oder Klaustrophobie) kann sich langsam an diese Situationen heran tasten, um die Angst davor zu verlieren. Dies sollte jedoch am besten nur mit einem Fachmann erfolgen, da sich die Angst anderenfalls verschlimmern kann.
  • Die Angst bewusst durchdenken: Führen Sie sich die Situation, in der Sie sich befinden, bewusst vor Augen. Versuchen Sie sich klar zu machen, dass keine tatsächliche Gefahr besteht.
  • Kaugummi kauen: Das Kauen von Kaugummis regt den Speichelfluss an, was wiederum zur Beruhigung beitragen kann.
  • Bewusste und tiefe Atmung: Durch eine kontrollierte, tiefe Atmung ist es möglich, einer Panikattacke vorzubeugen. Wenn Sie auf Ihre Atmung achten, können Sie womöglich ein Herzrasen oder Atemnot vermeiden und somit dafür sorgen, dass es gar nicht erst zur Panikattacke kommt.

Alternative Medizin

Alternative Behandlungsmethoden, Heilmittel und Naturheilkunde

Alternativheilverfahren eignen sich als Begleittherapie für Behandlungen wie der Verhaltenstherapie.Hierbei kommen Behandlungsmethoden wie die Homöopathie, Heilpflanzen, Aromatherapien oder Schüssler-Salze zum Einsatz. Ein relativ neues, jedoch sehr erfolgversprechendes Alternativheilverfahren ist EMDR.

Hilfreich sind außerdem Entspannungstechniken wie beispielsweise die Progressive Muskelrelaxation und das Autogene Training oder aber Verfahren wie die Akupunktur und Orthomolekularmedizin. Aber auch Hypnoese, Heilsteine oder T. R. E (Tension, Stress, Trauma, Release Technik) kommen zum Einsatz.

Die Natur hält zahlreiche Mittel gegen Panikstörungen bereit:

Homöopathie, Panikstörung

Auch Naturheilverfahren und alternative Behandlungen können bei einer Panikstörung wirksam sein

Eine Fünf-Säulen-Therapie aus Tuina-Massagen, Qi Gong, Akupunktur, Moxibustion und einer vegetarischen Ernährung verspricht ebenfalls eine Linderung des Symptoms.

EMDR

Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Liegt der Panikstörung ein psychisches Trauma zugrunde, so kann womöglich eine EMDR-Therapie weiterhelfen. Hierbei handelt es sich um eine recht neue Art der Psychotherapie, die bei Traumata eingesetzt wird und auch wissenschaftlich belegt ist.

Hiermit kann also die zugrunde liegende Ursache der Panikstörung und somit die Erkrankung an sich behandelt werden. Dieses Verfahren zeigt Studien zufolge eine zu 50 % schnellere Wirkung als etwa eine Verhaltenstherapie. Hierbei werden die Betroffenen mit den negativen Erfahrungen bzw. Traumata konfrontiert, sodass sie das Erlebte wieder mit positiven Gedanken verbinden können.

Akupunktur

Bei einer akuten Panikattacke oder aber zur Intervention einer Krise, kann der Akupunktur-Punkt EX-KH1 behandelt werden. Aber auch die Ohrakupunktur eignet sich sehr gut bei Panikstörungen. Die Behandlung sollte mindestens ein Mal pro Woche stattfinden und nicht weniger als drei Monate lang durchgeführt werden.

Als zu behandelnde Punkte kommen die Angstpunkte Polster und Point Jerome in Frage. Aber auch die Antiaggressionspunkte Vegetativum und Shen Men sowie der der Antidepressionspunkt können sinnvoll sein.

Orthomolekularmedizin

Die Orthomolekular-Medizin zielt darauf ab, die Gesundheit und das Wohlbefinden durch eine ausreichende Aufnahme aller nötigen Vitalstoffe aufrecht zu erhalten. Da viele Personen, die unter Panikstörungen leiden, einen Nährstoffmangel aufweisen, kann eine Ernährungsumstellung durchaus fördernd sein.

Oft besteht beispielsweise ein Mangel an Vitamin B12. Aber auch ein Defizit an Omega-3-Fettsäuren ist häufig. Darüber hinaus können Folgende Nährstoffe hilfreich sein:

Mehr Informationen zur Ernährung finden Sie weiter unten.

Pflanzen & Kräuter

Heilkräuter & Heilpflanzen – Die Naturheilkunde

Mithilfe der Eigenschaften von bestimmten Heilpflanzen und Heilkräutern, ist es möglich, Angstattacken vorzubeugen oder diese zu lindern und schneller zu beenden.

Eine wichtige Pflanze ist hierbei zum Beispiel Baldrian. Das Kraut wirkt, ob als Tropfen, Tablette oder Tee, beruhigend auf die Nerven und das Herz.

Ideal sind entspannende, den Schlaf fördernde Kräutertees aus:

  • Baldrian, Hopfen und Melisse
  • Johanniskraut, Orangenblüten und Hopfen
  • Cotispflanze (Wurzelstock wird verwendet)

Ätherische Öle

Aromatherapie gegen Panikattacken

In den meistens Fällen sind Panikattacken auf psychische Ursachen zurückzuführen. Eine Aromatherapie mit ätherischen Ölen kann diese Probleme zwar nicht lösen, sie kann den Vorgang aber erleichtern.

​​​​​Blütenessenzen wie Rock Rose, Baldrian, Rauwolfiawurzel und Kawa-Kawawirken wirken zum Beispiel entspannend und beruhigend. Daher können sie den Umgang mit den Problemen fördern und Alltag des Betroffenen erleichtern. Der Duft von Lavendelöl oder Vanilleöl ist ebenfalls wohltuend.

Methylanthranilat ist ein Ester, der eine entspannende, entkrampfende und antidepressive Wirkung hat. Linalylacetat wirkt hingegen angstlindernd und beruhigend. Beide Stoffe sind in Neroli, Bitterorange und Petit Grain vorzufinden.

  • Langfristige Anwendung: Täglich ein Glas Wasser mit vier Tropfen Rock Rose trinken.
  • Akute Anwendung: Bei einer Panikattacke ein bis zwei Tropfen Rock Rose direkt auf die Zunge geben.

Darüber hinaus können beruhigende, entspannende, angst- und stresslindernde ätherische Öle beispielsweise auch ins Badewasser oder in eine Duftlampe gegeben werden. Auch Inhalationen mit den Ölen sind möglich.

Hilfreiche ätherische Öle sind:

  • Rock Rose
  • Baldrian
  • Rauwolfiawurzel
  • Kawa-Kawawirken
  • Lavendelöl
  • Vanilleöl
  • Neroli (Pomeranze-Citrus-Blüten-Öl)
  • Bitterorangenöl
  • Petit Grain
  • Bitterorangenöl

Homöopathie

Welche Globuli helfen gegen Panikattacken?

Auch die Homöopathie hat sich als Begleittherapie bei Panikstörungen bewährt. Da jedoch neben der zugrunde liegenden Ursache auch weitere Faktoren eine wichtige Rolle spielen, sollte zur Wahl des richtigen Mittels ein Heilpraktiker zu Rate gezogen werden.

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Globuli können möglicherweise als Begleittherapie bei Panikattacken weiterhelfen

Es gibt jedoch einige Globuli, die hierbei häufig zum Einsatz kommen. Wenn Sie beispielsweise vor allem bei Menschenansammlungen Angst verspüren kann Calcium Hyoscyamus D30 weiterhelfen. Tritt die Angst hingegen besonders beim Alleinsein auf, eignen sich Calcium carbonicum Hahnemanni D6 oder Pulsatilla D4.


Schüssler-Salze

Auch die Schüssler-Salze können den Betroffenen unterstützen und zur Linderung der Panikattacken beitragen. Je nach Ursache für die Angstanfälle eignet sich dabei ein anderes Schüssler-Salz für die Behandlung. Bei Angst vor bestimmten Gegenständen kann etwa Kalium sulfuricum weiterhelfen. Wer Platzangst hat, kann Kalium phosphoricum zur akuten Behandlung nutzen. Bei Angst vor Prüfungen eignet sich Magnesium phosphoricum.


Diät & Ernährung

Die Ernährung ist der Treibstoff unseres Körpers. Fehlt es dem Organismus an wichtigen Vitalstoffen, so können bestimmte Prozesse nur mangelhaft oder gar nicht stattfinden. Hierbei kann zum Beispiel eine Störung oder ein Ungleichgewicht von Hormonen die Folge sein, was wiederum die Psyche stark beeinflusst. Aus diesem Grund sollte bei einer Panikstörung auch die Ernährung bedacht und ggf. angepasst werden.

  • Glutenunverträglichkeit bzw. Zöliakie: Bei einer Zöliakie können bestimmte Nährstoffe nicht über den Darm aufgenommen werden. Folgen sind unter anderem körperliche Beschwerden aber auch depressive Verstimmungen und mehr. Wer Gluten nicht verträgt, kann mit einem Verzicht daher auch sein psychisches Wohlbefinden steigern.
  • Koffein: Der Genuss von koffeinhaltigen Lebensmitteln wie Kaffee oder Tee kann die Symptome einer Angststörung verstärken und die Psyche insgesamt belasten. Betroffene sollten daher zumindest austesten, ob ein Verzicht auf Koffein das Symptom lindert.
  • Fast Food: Einer Studie zufolge, erhöht Fast Food das Risiko von Ängsten und depressiver Verstimmung um etwa 51 %. Daher sollten Betroffene möglichst auf diese ungesunde Ernährung verzichten.
  • Förderliche Lebensmittel: Lebensmittel, die reich an Antioxidantien oder Omega 3 Fettsäuren sind, unterstützen hingegen den Körper. Omega-3-Fettsäuren sind beispielsweise in Leinsamen, Walnüssen und Fischöl enthalten. Antioxidantien finden Sie in Kohl, Brokkoli, Spinat, Beeren und Früchten.

Fragen & Antworten

Nachfolgend finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen (FAQ) zu Panikattacken.

Was sind die körperlichen Symptome einer Panikattacke?

Neben der starken Angst kommt es bei einer Panikattacke oft auch zu folgenden körperlichen Symptomen:

Was hilft bei Panikattacken?

Ein paar Tipps, die bei einer Panikstörung hilfreich sein können, sind:

  • Regelmäßig Sport treiben
  • Dauerhafte Anspannung vermeiden
  • Ausreichend und erholsam schlafen
  • Unterzuckerung vermeiden / regelmäßig und gesund essen
  • Koffein, Zucker, Nikotin, Alkohol und weitere Drogen meiden

Weitere Tipps und Behandlungsmöglichkeiten finden Sie weiter oben.

Was ist der Unterschied von Panikstörungen und Agoraphobie?

Bei einer Panikstörung kann es in allerlei Momenten und bei jeglichen Gegebenheiten zu Panikattacken kommen. Eine Agoraphobie tritt hingegen nur an Orten mit großen Menschenansammlungen auf. Das Wort Agora ist griechisch und bedeutet so viel wie Markt. Das ist darauf zurückzuführen, dass es auf Märkten immer zu großen Menschenansammlungen kommt.

Viele Menschen, die an Panikstörungen leiden, entwickeln jedoch zusätzlich eine Agoraphobie. Dies kann darauf zurückzuführen sein, dass sie eine Angst vor der Angst entwickeln. Sie fühlen sich also nicht sicher bei Menschenansammlungen, da sie eine Panikattacke befürchten.

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