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Basilikum

by Danaae

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Basilikum ist dank seines aromatischen, frischen Geschmacks weltweit ein beliebtes Gewürz. Die Pflanze enthält viele Vitamine und ist zudem reich an Antioxidantien. In Europa weniger bekannt sind die verschiedenen Heilwirkungen der Pflanze.

Basilikum wurde bereits vor tausenden von Jahren auch als Heilkraut eingesetzt. Allerdings scheint Studien zu folge eine andere Art des Basilikums und nicht die europäische eine positive Wirkung auf die Gesundheit zu haben.

Systematik: Basilicum

  • Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
  • Familie: Lippenblütler (Lamiaceae)
  • Unterfamilie: Nepetoideae
  • Tribus: Ocimeae
  • Gattung: Basilikum (Ocimum)
  • Arten: Ocimum basilicum (europäisches); Ocimum tenuiflorum (indisches)
  • Wissenschaftlicher Name: Ocimum basilicum L.
  • Synonyme: Ocimum basilicum: Basilie; Basilienkraut; Königskraut – Ocimum tenuiflorum: Tulsi; Tulasi; Königsbasilikum; Heiliges Basilikum

Basilikum (Heilpflanze)

Basilikum (Ocimum basilicum) als Heilkraut

Ursprünglich in Asien, Indien und Afrika beheimatet, galt Basilikum als heiliges und königliches Kraut. Tatsächlich stammt das Wort „Basilikum“ aus dem altgriechischen „basilikhon“, was „königlich“ bedeutet.

Heutzutage ist die Pflanze vor allem als aromatisches Gewürz bekannt und insbesondere in der italienischen Küche unverzichtbar. Basilikum ist die wichtigste Zutat im traditionellen Pesto und auch in zahlreichen anderen Speisen wie Tomatensaucen oder der Pizza Napoletana enthalten.

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Basilikum Pesto

Obwohl Basilikum auf der ganzen Welt in der Küche zum Einsatz kommt, sind die Heilwirkungen des Krauts in Europa weniger bekannt. Die Pflanze findet allerdings bereits seit dem Altertum als Heilpflanze Verwendung und wurde schon vor 3.000 Jahren in China und Indien kultiviert. Es gibt jedoch auch ältere Funde, so etwa aus Ägyptischen Pyramiden.

Früher fand das Kraut unter anderem bei Kopfschmerzen und Tränenfisteln Anwendung. Heutzutage ist bekannt, dass die ätherischen Öle der Pflanze unter anderem entzündungshemmend, und anthelmintisch, also entwurmend, wirken.

Anwendung findet Basilikum unter anderem auch bei Appetitlosigkeit, Völlegefühl und Blähungen. Die Pflanze enthält weiterhin viele essenzielle Nährstoffe und ist besonders reich an Calcium, Vitamin K und Antioxidantien.

Hierbei sei jedoch anzumerken, dass es über 60 Basilikum Arten gibt. Diese unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Inhaltsstoffe bzw. der Menge der enthaltenen Wirkstoffen, sodass auch die Heilwirkungen unterschiedlich ausfallen. Viele Wirkungen beziehen sich also auf andere Arten des Basilikums, und nicht den in Europa typischen Ocimum basilicum.

Als Basilikum wird nämlich nicht nur das uns bekannte Kraut bezeichnet, sondern auch die Gattung, welche zahlreiche weitere Basilikum-Arten beinhaltet. Eine positive Wirkung auf die Gesundheit konnte z. B. beim indischen Basilikum beobachtet werden, welches auch als Heiliges Basilikum bezeichnet wird.


Heilend oder giftig?

Das Heilige Basilikum ist unter anderem ein wichtiger Teil der indischen Heilkunst Ayurveda. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird Ocimum basilicum bspw. zur Behandlung von Herzkreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck eingesetzt.

Eine positive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Krankheiten und weitere Leiden konnten in Studien auch tatsächlich beobachtet werden. Allerdings handelt es sich bei vielen Studien um Tierversuche und nicht um klinische Studien am Menschen. Es bedarf also noch weiterer Forschung, um die möglichen Anwendungsgebiete des Basilikums zu verifizieren.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung und die Kommission E raten beim in Europa typischen Basilikum sogar von einer Anwendung als Heilpflanze ab, da Ocimum basilicum den potentiell krebserregenden Stoff Estragol enthält. In moderaten Mengen, wie sie in der Küche verwendet werden, stellt dies jedoch kein Problem dar.


Gattung & Arten

Welche Arten von Basilikum gibt es?

Wie bereits einleitend erwähnt, wird sowohl die Gattung (Ocimum) als auch die in Europa herkömmliche Art (Ocimum basilicum) als „Basilikum“ bezeichnet. Wichtige Vertreter sind vor allem folgende Arten:

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Europäisches Ocimum basilicum

  • Ocimum basilicum (herkömmliches Basilikum; auch Basilienkraut oder Königskraut) – Wurde bereits in der Antike und um Mittelalter zu Heilzwecken verwendet.
  • Ocimum tenuiflorum (Indisches Basilikum; auch Tulsi , Königsbasilikum oder Heiliges Basilikum) – ist ein wichtiger Teil der indischen Ayurveda Heilkunst und ein wirksames Repellent (insektenabweisendes Mittel)

Zu der Pflanzengattung zählen aber unter anderem auch folgende Arten, welche z. B. zur Gewinnung von Basilikum-Öl oder als Gemüse, Gewürz und Zierpflanze verwendet werden:

  • Ocimum-americanum (Zitronenbasilikum)
  • Ocimum-gratissimum
  • Ocimum-kilimandscharicum
  • Ocimum-minimum
  • Ocimum-xcitriodorum

Verwendung & Wirkung

Für was ist Basilikum gesund?

Die möglichen Wirkungen des Basilikums variieren je nach Art der Pflanze. Verwendet werden vor allem das Kraut, (Basilici herba), also die überirdischen, nutzbaren Teilen der Pflanze und manchmal auch die Samen. Aus beiden Pflanzenteilen lässt sich Öl mit unterschiedlichen Wirkstoffen gewinnen.

Die meisten Heilwirkungen des Basilikums sind auf die enthaltenen ätherischen Öle und Antioxidantien zurückzuführen. Diese wirken unter anderem entzündungshemmend, antioxidativ und hemmend auf die Bildung von Magengeschwüren.

Weiterhin wird die Pflanze, eher seltener, auch als Diuretikum (harntreibendes Mittel) und Laktogogum (milchtreibendes Mittel) genutzt. Darüber hinaus ist das ätherische Basilikumöl manchmal auch in Grugel-Lösungen gegen Rachen-Entzündungen enthalten.

Was bewirkt Basilikum? Ätherisches Basilikumöl

Die Inhaltsstoffe und Wirkungen des ätherischen Basilikumöls variieren je nach Art der Pflanze. Es hat folgende Wirkungen und Anwendungen:

  • stark entkrampfend
  • stark entzündungshemmend
  • entspannend
  • schmerzlindernd (Menstruationskrämpfe und Magenkrämpfe)
  • darmreinigend (Verdauungsprobleme und Darminfektionen)

Weitere Anwendungsgebiete des Öls sind:

Herkömmliches Ocimum basilicum

Das europäische Ocimum basilicum hat folgende, nachgewiesene Wirkungen (Basilikumöl):

  • anthelmintisch (entwurmend)
  • antiphlogistisch (entzündungshemmend)

Zu den Anwendungsgebieten des Krauts gehören:

Appetitlosigkeit

Appetitlosigkeit gehört zu den Anwendungsgebieten von Basilikum

  • Appetitlosigkeit (Stomachikum)
  • Blähungen (Flatus)
  • Völlegefühl (Karminativum)
  • als Diuretikum (harnförderndes Mittel)
  • als Laktagogum (milchtreibendes Mittel)
  • bei Rachen-Entzündungen (Gurgeln-Lösung)

Indisches Basilikum

Beim indischen bzw. heiligen Basilikum konnten folgende Wirkungen in Studien beobachtet werden:

  • anthelminthisch (entwurmend)
  • antibakteriell (v. a. gegen Staphylococcus aureus)
  • antioxidativ (gegen Freie Radikale)
  • radioprotektiv (schützend vor Strahlen)
  • Stresslindernd
  • schmerzlindernd
  • gegen stressbedingten Bluthochdruck

Auch der Einsatz als sogenanntes Nootropikum (Anti-Aging-Mittel) wird diskutiert, da Extrakte des heiligen Basilikums in Tierversuchen bestimmte Koordinationsleistungen verbessern und schädliche neurologische Auswirkungen verhindern konnte.


Studien zu Heilwirkungen

Ist Basilikum entzündungshemmend?

Ja, das ätherische Basilikumöl ist nachweislich entzündungshemmend (antiphlogistisch). Enthaltene Stoffe wie Eugenol, Linalool und Citronellol können Entzündungen lindern und das Risiko für entzündliche Erkrankungen wie Arthritis, Darmprobleme und Herzkrankheiten reduzieren.

Gegen oxidativen Stress und Freie Radikale

Basilikum enthält zahlreiche Antioxidantien, je nach Art unter anderem Eugenol, Lutein, Zeaxanthin, Limonen, Anthocyanen, Beta-Carotin und Beta-Cryptoxanthin.

Diese können dabei helfen, Freie Radikale zu bekämpfen und somit das Risiko für Zellschäden, Krebs, Hautkrankheiten, Arthritis und weiteren Erkrankungen zu reduzieren.

Insbesondere das Heilige Basilikum (Tulsi) könnte möglicherweise vor verschiedene Arten von Krebs wie Lungenkrebs, Leberkrebs, Mundhöhlenkarzinomen und Hautkrebs schützen, wie eine Tierstudie aus 2013 nahelegt. Hierzu bedarf es jedoch weiterer Forschung.

Allerdings enthält vor allem das europäische Ocimum basilicum jedoch auch große Mengen des potentiell karzinogenen Stoffs Estragol (weitere Informationen hierzu finden Sie unter „Risiken und Nebenwirkungen“).

Basilikum – Wirkung auf die Haut

In einer Studie aus dem Jahr 2011 gab es Hinweise dafür, dass Ocimum basilicum den Alterungsprozess der Haut entgegenwirken könnte. Hierbei wurde ein Basilikum-Extrakt zum Applizieren verwendet.

Den Ergebnissen der Studie zufolge, könnte der Zusatz von Basilikumextrakt in Cremes und ähnlichem dabei helfen, die Haut vor einer Dehydration zu schützen und somit Falten entgegenzuwirken.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck

Das im Basilikum enthaltene Euganol wirkt, wie auch viele blutdrucksenkenden Medikamente, als Calcium-Kanal-Blocker und kann somit dabei helfen, den Blutdruck natürlich zu senken.

Die ätherischen Öle könnten weiterhin Cholisterin und Triglyceride reduzieren, wie Forschungen nahelegen. Außerdem enthält Basilikum Magnesium, welches den Blutfluss verbessern kann, indem es die Muskulatur und Blutgefäße entspannt.


Indisches Tulsi

Indisches Basilikum (Tulsi) – Wirkung auf die Psyche

Tulsi, das indische Basilikum, kann möglicherweise die psychische Gesundheit positiv beeinflussen und beispielsweise bei Depressionen sowie Angststörungen helfen. Die enthaltenen Verbindungen können das Risiko für altersbedingte Gedächtnisstörungen senken und einen klareren Verstand fördern.

Weitere Wirkungen vom indischen Basilikum (Tulsi)

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Indisches oder Heiliges Basilikum (Tulsi)

Des Weiteren konnte Tulsi in Studien weiterhin auch eine antibakterielle Wirkung zeigen, vor allem gegen das Bakterium Staphylococcus aureus.

Es kann darüber hinaus, laut Studien, Stress lindern und sogar stressbedingten Bluthochdruck (Hypertonie) senken. Weiterhin konnte auch eine schmerzlindernde Wirkungen nachgewiesen werden.

Weiterhin konnten auch radioprotektive (Zellenschutz vor Strahlen) Eigenschaften nachgewiesen werden, welche ebenfalls auf die Antioxidantien zurückzuführen sind.

In Tierversuchen verbesserten Trockenextrakte des Tulsi außerdem die Koordinationsleistung bei Mäusen, was auf einen möglichen Einsatz als Nootropikum (sogenanntes „Anti-Aging-Mittel“) deutet.


Einnahme & Dosierung

Basilikum richtig einnehmen und dosieren

Sowohl in der Medizin als auch in der Küche werden vor allem die überirdrischen Teile der Pflanze bzw. das sogenannte Kraut verwendet. Zu medizinischen Heilzwecken sind jedoch hohe Dosierungen notwendig, wie sie in Extrakten und Ölen zu finden sind.

Um laut Deutschem Arzneibuch als medizinische Droge bezeichnet zu werden, ist im getrockneten Zustand ein Mindestgehalt von 0,4 % ätherisches Öl vorgeschrieben.

Um eine positive Wirkung vom Basilikum auf die Gesundheit zu erzielen, können neben Extrakten und ätherischen Ölen auch getrocknete oder frische Blätter verwendet werden.

Beim Trocknen geht jedoch ein Großteil der Wirkstoffe verloren, weshalb es empfehlenswerter ist, frischen Basilikum bzw. Ätherisches Basilikumöl zu verwenden, um von der positiven Wirkung auf den Körper zu profitieren.

Wie und in welchen Dosierungen die Einnahme erfolgen sollte, ist von verschiedenen Faktoren wie dem Alter, dem Gewicht sowie dem gesundheitlichen Zustand abhängig. Allerdings fehlt es derzeitig noch an zuverlässigen wissenschaftlichen Daten für genaue Empfehlungen.

Studien, in denen positive Wirkungen auf die Gesundheit beobachtet werden konnten, nutzten entsprechend des Anwendungsgebiets folgende Dosierungen:

  • Depressionen, Unruhe und Nervosität:
    500 mg Basilikum-Blätter-Extrakt 2 Mal täglich für 2 Monate (Tulsi)
  • Störungen des zentralen Nervensystems:
    300 mg Basilikum-Blätter-Extrakt für 30 Tage (Tulsi)
  • Stressbedingte Symptome wie Schlafstörungen oder Gedächtnisprobleme:
    400 mg morgens und 800 mg Abends Tulsi-Extrakt über 6 Wochen

Bei genannten Studien wurde Tulsi, also das indische Basilikum Verwendet. Laut den Forschungen gelten hierbei folgende Dosierungen als sicher :

  • Flüssigextrakt: 10 Gramm – 1 bis 4 Mal täglich (Tulsi-Blätter)
  • Tinktur: 10 Tropfen 3 Mal am Tag (Tulsi-Blätter)
  • Extrakt der gesamten Pflanze: 6 bis 14 Gramm Tagesdosis
Achtung! Genannte Dosierungen beziehen sich auf das indische Basilikum (Tulsi). Das europäische Basilikum (Ocimum basilicum) enthält deutlich höhere Mengen an Estragol und könnte in genannten Dosen krebserregend sein.

Basilikumsamen

Verwendung und Inhaltsstoffe der Basilikumsamen

Neben den überirdischen Pflanzenteilen finden auch die Samen Verwendung. Diese kommen unter anderem in der Küche zum Einsatz, wo sie in Wasser aufgequollen wie die mexikanischen Chia Samen beispielsweise in Smoothies verwendet werden.

Mittels Kaltpressung lässt sich aus den Samen vieler Arten jedoch auch ein Öl mit unterschiedlichen Anteilen an Wirkstoffen herstellen. Dieses enthält unter anderem Linolsäure, Linolensäure und Ölsäure.


Inhaltsstoffe & Nährwerte

Welche Nährwerte und Wirkstoffe sind in Basilikum enthalten?

Basilikum enthält verschiedene Wirkstoffe wie ätherische Öle und Antioxidantien sowie auch essenzielle Nährstoffe, also Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. In den Blättern der Pflanze sind, je nach Art, etwa 0,3 bis 1,5 % Basilikumöl enthalten.

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Europäisches Ocimum basilicum

Sowohl das in Europa typische als auch das indische Basilikum enthalten vergleichsweise geringe Mengen Öl, durchschnittlich bis zu 0,7 bzw. 0,8 Prozent. Es gibt jedoch auch Sorten, welche besonders viel Öl enthalten (über 3 %). Hierzu zählen der Ocimum gratissimum und der Ocimum kilimandscharicum.

Sowohl die Menge als auch die Zusammensetzung des Basilikum-Öls variieren u. a. je nach Art, Sorte, Anbauort und Erntezeitpunkt. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen der verschiedenen Basilikum-Arten gehören jedoch:

Während einige dieser Stoffe eine positive Wirkung auf den Körper haben können, bergen andere auch Risiken.

Euganol ist als Antioxidans zugelassen. Es kann oxidativem Stress entgegenwirken und hatte in Laborversuchen auch eine Wirkung gegen Wurminfektionen. Allerdings wurden auch prooxidative Wirkungen wie eine Zytotoxizität (Zellschädigung) beobachtet. Darüber hinaus wirkt es oberflächlich schmerzlindernd, entzündungshemmend und antibakteriell. Es wurde vor allem früher in der Zahnheilkunde als Betäubungs- und Beruhigungsmittel eingesetzt.

Für die antioxidativen Eigenschaften sind neben dem Eugenol vor allem auch Flavonoide und Phenole verantwortlich. In einer Vergleichstudie wirkten die ätherischen Öle des indischen Basilikums stärker als die anderer Arten.

Wirkstoffe des Basilikums je nach Art (Tabelle):

Europäisches Basilikum

(Ocimum basilicum)

Indisches Basilikum

(Ocimum tenuiflorum; Tulsi)

Linalool (bis zu 85%)Eugenol (25 bis 80 %)

Methyleugenol (3 bis 40 Prozent).

– thailändische Sorten

Estragol (bis zu 90 %)Estragol (5 bis 19 %)
Eugenol (bis zu 20 %)Eugenol (4 bis 9 %)

kein Menthyleugenol

– Warschauer Gewächshaus


Risiken & Nebenwirkungen

Wie giftig ist Basilikum?

In moderaten Dosierungen, wie sie beim Essen verwendet werden, ist Basilikum nach derzeitigem Kenntnisstand ungefährlich. Hochdosierte, medizinische Präparate können bei einer innerlichen Einnahme jedoch Risiken bergen, zumindest beim europäischen Ocimum basilicum.

Eine Applikationen auf der Haut bzw. eine äußerliche Anwendung gilt nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch als sicher. Bei bis zu 6-prozentigen Ölen und einer Anwendungsdauer von bis zu 12 Wochen sind keine Nebenwirkungen bekannt.

Ob Inhalationen bzw. Aromatherapien Risiken bergen, ist derzeit aufgrund fehlender Studien unklar.

Ist Basilikum krebserregend?

Das europäische Ocimum basilicum enthält große Mengen an Estragol, einem Bestandteil von ätherischen Ölen, welches in Tierstudien krebserzeugend war. Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät daher von einer Verwendung als Heilpflanze ab.

Andere Basilikum-Arten, enthalten jedoch deutlich weniger Estragol. Während das europäische Basilikumöl bis zu 90 % Estragol enthalten kann, sind es beim indischen Ocimum tenuiflorum nur 5 bis 19 Prozent.

Darüber hinaus gilt jedoch auch das in beiden Arten enthaltene Methyleugenol in hohen Mengen als krebserregend. Eine konkrete Gesundheitsgefährdung ist für den Menschen nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht belegt, da genannte Studien an Tieren und nicht am Menschen durchgeführt wurden.

Ab wann ist Basilikum giftig?

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Kleine Mengen, wie sie im Essen verwendet werden, gelten als sicher

Da derzeit lediglich Hinweise zu einer möglichen Giftigkeit von Basilikum vorliegen, gibt es auch keine ausreichenden Informationen dazu, welche Mengen und Dosierungen schädlich sein könnten.

Um zu verifizieren, ob zu viel Basilikum der Gesundheit schaden kann und welche Mengen hierbei in Frage kommen, bedarf es also noch weiterer Forschungen.

Das potentielle Risiko lässt sich derzeitig nicht zahlenmäßig bestimmen. Allerdings dürfe dies in Hinblick auf die kleinen Mengen, welche bei Gerichten verwendet werden, vernachlässigbar sein. Vorsicht ist jedoch bei Extrakten und ätherischen Ölen geboten.


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