Schönheitschirurgie

Behandlung Schönheitschirurgie

Hollywood macht es schon lange vor: Perfektes, jugendliches Aussehen ist das Nonplusultra.

Vor einigen Jahren bereits hielt das Thema Schönheitschirurgie auch Einzug in das alltägliche Leben der nicht Berühmten.

Anfangs noch als Tabu, heute weitläufig akzeptiert.

Beinahe jeder kennt jemanden der „etwas hat machen lassen“. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Was ist Schönheitschirurgie?

Unter Schönheitschirurgie versteht man Behandlungen, die ohne jegliche medizinische Indikation vorgenommen werden. Die Verschönerung orientiert sich am subjektiven Schönheitsempfinden des Patienten, an dessen Körper die Veränderung vorgenommen wird. Eingriffe verschiedenster Art ermöglichen, wenn gewünscht, eine Komplettveränderung bis zur Unkenntlichkeit der Personen.

In der Regel findet Schönheitschirurgie jedoch Anklang, um „Makel“ zu beheben und das Erscheinungsbild des Patienten zu optimieren. Bei der Bezeichnung „Schönheitschirurgie“ handelt es sich nicht um ein anerkanntes Fachgebiet der Medizin. Die anerkannten Fachgebiete sind die plastische- und ästhetische Chirurgie. Das bedeutet, jeder Arzt, unmaßgeblich, welche Facharztausbildung er absolviert hat, kann sich Schönheitschirurg nennen, da es hier keinerlei Kontrollmechanismen oder Zertifizierung gibt.

Für die Bezeichnung als plastischer Chirurg entgegen ist eine Facharztausbildung notwendig. Schönheitsoperationen werden je nachdem, wie aufwendig der Eingriff ist, ambulant oder stationär durchgeführt. Für wenige Schönheitsoperationen gibt es Zuschüsse der Krankenkassen.
Beispiele sind:

  • Durchführung einer Nasenkorrektur: zur Behebung von Atemproblemen
  • Brustvergrößerung/Wiederherstellung: nach Krebsbehandlungen
  • Brustverkleinerung: zur Verbesserung von orthopädische Beschwerden
  • Fettabsaugung: bei vorliegendem Lipödem
  • Haartransplantation: bei nicht reversiblem Haarausfall

Wie bei allen anderen Eingriffen bergen auch Schönheitsoperationen Risiken.
Zu den allgemeinen Risiken zählen: Thrombose, Embolie, Übelkeit und Erbrechen durch die Narkose.

Ursprung und Entwicklung

Ursprünglich entstammt der Bereich der Schönheitschirurgie der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg. Hier wurden bereits Wiederherstellungen von Kriegsverletzungen vorgenommen. Jedoch deuten Nachweise, aus der Zeit der alten Ägypter darauf hin, dass die Optimierung der Schönheit, bereits hier fokussiert wurde.

In der Renaissancezeit verbreitete sich die Schönheitschirurgie weitläufig. Viele Jahrzehnte lang, war der Bereich der Schönheitschirurgie, bei wohlbetuchten Bürgern und bekannten Persönlichkeiten durchaus beliebt. So verschwanden diese kurzum für einige Wochen in eine Kur, um danach jünger, schlanker oder frischer wieder nach Hause zurückzukehren. Woher dieser plötzliche Wandel kam, blieb unkommentiert.

Die verbesserten Operationstechniken, höhere Hygienestandards und bessere Medikamente, ermöglichten der Schönheitschirurgie einen rasanten Aufstieg. Durch routiniert durchgeführte Eingriffe sinkt die Angst der Patienten vor Risiken maßgeblich.

Funktion, Wirkung und Ziele

  • Laserbehandlung: Entfernung von Narben, Pigmentflecken oder Tätowierungen.
  • Facelifting: Straffung der Gesichtshaut.
  • Nasenkorrekturen: Entfernung von Unebenheiten auf dem Nasenrücken, Verkleinerung.
  • Augenlidkorrektur: Anhebung des Lids, Behebung von Schlupflidern.
  • Hautstraffungen: Straffung bestimmter Hautpartien.
  • Ohranlegung: Korrektur von Segelohren.
  • Haartransplantation: Verpflanzung von Haaren, zur Wiederauffüllung kahler Stellen.
  • Dermabrasion: Abtragung der obersten Hautschicht, zum Beispiel bei Narben oder Altersflecken.
  • Faltenunterspritzung: Auffüllung von Falten.
  • Brustoperationen: Vergrößerung, Verkleinerung oder Wiederherstellung der Brust.
  • Fettabsaugungen: Fettabsaugung bestimmter Körperareale.
  • Fetttransfer: Fettabsaugung mit anschließender Unterspritzung einer anderen Region.
  • Kinnkorrekturen: Modellage der Form des Kinns, gegebenenfalls Wiederherstellung.
  • Lippenkorrektur: zumeist Vergrößerung der Lippen.

Durchführung und Wirkungsweise:

Laserbehandlung

Gefäß- und Pigmentlaser dringen einige Millimeter in die Hautschicht ein und verschließen Gefäße, wie zum Beispiel Besenreiser. Auch glätten diese bei Behandlung Fältchen der Haut. Der „Beschuss“ der jeweiligen Hautpartien ist als mittelmäßig schmerzhaft einzustufen.

Fraktionierte Laser tragen schonend oberflächliche Hautschichten ab und provozieren so eine Neubildung der Hautzellen. Es handelt sich um haut abtragende Laser, die nur partiell wirken, in sogenannten mikrothermalen Zonen, sodass immer unbehandelte Haut benachbart ist. Dies führt zu einer schnellen Regeneration der behandelten Hautareale.

Epilationslaser dienen der dauerhaften Haarentfernung. Wenige Millimeter tief dringt der Laser in die Haarwurzel ein und zerstört sie nachhaltig. Beste Ergebnisse werden bei dunklen Haaren erzielt. Blonde Haare hingegen, lassen sich sehr schlecht behandeln, da ihnen die Pigmente fehlen.

Facelift

Behandlung SchönheitschirurgieDas Hautareal, das geliftet wird, wird anhand von Nahtverläufen gestrafft und anschließend neu befestigt. Dabei wird Gesicht/Dekolleté dabei in verschiedene gestrafft und mit einer resorbierbaren Naht befestigt. Überschüssige Haut wird entfernt.

Als weniger effektive Methoden des Faceliftings gilt das Liften mithilfe von Fäden oder Widerhaken. Hier werden der Haut keinerlei Schnitte zugefügt jedoch kann auch keinerlei überschüssige Haut entfernt werden. Häufig werden Facelifts mit anderen kosmetischen Eingriffen im Gesichtsbereich kombiniert. Dazu zählen zum Beispiel: Laserbehandlungen, Augenlidkorrekturen und chemische Peelings.

Nasenkorrektur

Bei einer Nasenkorrektur werden Knorpel und Knochen entfernt.
Schiefstellungen werden bei der Nasenkorrektur ebenfalls ausgeglichen. Ist die Nasenscheidewand schief, wird auch hier eine Nasenkorrektur vorgenommen.

Augenlidkorrektur

Oberlidstraffung: An der Lidfalte entlang verläuft der Schnitt bei einer Oberlidstraffung in Richtung Augenbrauen. Haut, die überschüssig ist, kann entfernt werden. Bis hin zu den Mundwinkeln, können Schnittlinien gezogen werden, um großen Überschuss an Gewebe zu entfernen.

Unterlidstraffung/transkonjunktivale Blepharoplastik: Zur Narbenvermeidung wird der Schnitt bei diesem Verfahren auf der inneren Seite des Unterlids vorgenommen. Tränensäcke lassen sich dadurch glätten. Hierbei kann keinerlei Hautentfernung stattfinden. Als invasiver Eingriff gilt die Unterlidkorrektur. Der Schnitt unterhalb des Wimpernansatzes genügt, um Tränensäcke zu entfernen. Muss jedoch überschüssige Haut entfernt werden, wird der Schnitt außerdem parallel entlang des Tränensackes gesetzt. Ergänzend zur Lidstraffung, kann außerdem ein Brauenlifting durchgeführt werden.

Hautstraffung

Bei einer Hautstraffung strafft der Chirurg die Hautpartien und entfernt überschüssige Haut. Oberschenkel, Po, Oberarme und Bauchstraffungen, sind die Regel. Häufig werden diese Operationen auch mit einer vorangehenden Fettabsaugung oder untereinander kombiniert.

Ohranlegung

Als beliebteste Methode der Ohranlegung gilt die Fadenmethode. Sie ist narbenarm, da sie mit nur sehr kleinen oder gänzlich ohne Schnitte durchgeführt wird. Der Ohrknorpel wird verändert, um die Spannung auszugleichen, die bei abstehenden Ohren besteht.

Dazu wird der vordere Teil des Knorpels geschwächt, was das Ohr nach hinten verlagert. Mit wenigen Nähten wird diese Position fixiert. Die Ohrmuschel kann ebenso verkleinert und das Ohrläppchen angelegt oder verkleinert werden.

Haartransplantation

Nach Entnahme eines Hautstreifens, von einer nicht sichtbaren Stelle am Hinterkopf, wird dieser in kleine Teile, Transplantate, zerlegt. Anschließend werden diese Implantate in die kahlen Bereiche implantiert. Zur Erreichung einer Verdichtung des Haares sind mehrere Sitzungen notwendig. Zwischen den Sitzungen sollten circa 4–6 Monate liegen.

Dermabrasion

Die Dermabrasion ist eine Methode der Abschleifung der Haut. Die oberste Hautschicht wird durch Schleifen abgetragen, was zur Verletzung der obersten Hautschicht führt. Darauf folgt die Regeneration der obersten Hautschicht, es bildet sich Schorf.

Nachdem dieser sich abgelöst hat, kommt die neu gebildete Hautschicht zum Vorschein. Sinnvoll ist Dermabrasion vor allem in der Bekämpfung von Altersflecken und Pigmentveränderungen. Auch oberflächliche Narben können gut behandelt werden.

Faltenunterspritzung

Die Faltenunterspritzung dient der Reduzierung von Gesichtsfalten. Es erfolgen Unterspritzungen mit Substanzen, die Falten aufpolstern. Behandelte Hautareale sind zumeist Mund, Stirn und der Bereich der Nase und Mundwinkel. Die Injektion stellt eine operationsfreie Alternative zur Straffung des Gesichtes dar. Allerdings sind Ergebnisse nur von begrenzter Dauer. Die Prozedur muss also regelmäßig wiederholt werden.
Verwendete Substanzen sind:

  • Kollagen
  • Silikon
  • Botox
  • Eigenfett
  • Hyaluronsäure
  • Polymilchsäure

Brustoperationen

Brustvergrößerung: Ein Implantat wird über einen Zugang, der durch einen kleinen Schnitt eröffnet wird, eingebracht. Dies kann über die Brustwarze, die Brustumschlagsfalte oder die Achsel vorgenommen werden. Positioniert wird das Implantat Drüsengewebe und Brustmuskulatur.

Bruststraffung/Brustverkleinerung: Überschüssige Haut, die an Spannkraft verloren hat, wird entfernt. Die Brust wird durch die Straffung angehoben. Durch Schnitte in der Hautumschlagsfalte wird überschüssige Haut entfernt. Die Brustwarze kann ebenfalls versetzt werden.

Brustrekonstruktion: Falls vor einer Brustrekonstruktion nicht genügend Haut vorhanden ist, um ein Implantat einzusetzen, wird zuvor ein Expander verwendet. Hierbei handelt es sich ebenfalls um ein Implantat. Dieses lässt sich befüllen und bewirkt so eine Ausdehnung der Haut. Dies schafft Platz für das eigentliche Implantat, das nach einigen Monaten eingesetzt werden kann.

Fettabsaugung

Am häufigsten wird die Fettabsaugung mittels Liposuktion durchgeführt. Bei allen angewandten Verfahren werden Fettzellen abgesaugt. Zur Absaugung dienen Kanülen und eine Vakuumpumpe.

Fetttransfer

Beim Fetttransfer erfolgt eine Fettabsaugung und anschließende Einbringung des Eigenfetts in andere Regionen des Körpers. Die häufigsten Regionen, in denen Eigenfett eingebracht wird, sind: Brust, Wangen und Gesäß.

Kinnkorrekturen

Kinnaufbau: Der Kinnaufbau erfolgt mittels harter Silikonimplantate, selten auch unter Verwendung von abgetragenem Knorpel aus dem Nasenbereich. Die Implantate werden durch Schrauben fest im Knochen fixiert.

Kinnverkleinerung: Der durch einen Schnitt freigelegte Kinnknochen wird gekürzt oder sogar vom Kiefer getrennt. Anschließend wird das Kinn in die optimale Position gebracht und fixiert.

Lippenkorrektur

Durch die Anwendung feinster Nadeln ist die Behandlung beinahe schmerzfrei. Hyaloronfiller wird so, zum Auffüllen der Lippen und/oder zur Glättung der Haut injiziert. So können Lippen und feine Fältchen im Mundbereich aufgepolstert werden.

Fördert und stärkt

Behandlung Schönheitschirurgie

Sofern es sich bei den Eingriffen nicht um eine physisch notwendige Rekonstruktion handelt, fördert eine Schönheitsoperation vor allem das Selbstbewusstsein des Patienten.

Viele Betroffene sind durch die Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper so belastet, dass dadurch Depressionen und andere psychische Erkrankungen verstärkt oder hervorgerufen werden.

Risiken und Gefahren:

  • Laserbehandlung: Unter Umständen schmerzhafte Behandlung, lange Abheilungszeit, selten Verfärbung der behandelten Hautpartien.
  • Facelift: Gestörte Empfindsamkeit des Gesichtes, Schädigung der Nerven, Hautverfärbungen, Infektionen.
  • Nasenkorrektur: Schwellungen, Blutergüsse, Schädigung der umliegenden Haut, beeinträchtigte Atmung.
  • Augenlidkorrektur: Beeinträchtigung der Schließung des Auges, Narbenbildung, Reizungen der Horn- und Bindehaut.
  • Hautstraffung: Thrombosen, Embolien, blaue Flecke, Narbenbildung.
  • Ohranlegung: Taubheitsgefühle, selten Nekrose (absterbendes Gewebe), Schwellungen und Nachblutungen.
  • Haartransplantation: Schlechte Wundheilung, mäßiger Erfolg, großes Narbenaufkommen.
  • Dermabrasion: schlechter Erfolg der Behandlung, hohe UV-Empfindlichkeit, und Spannungsgefühl.
  • Faltenunterspritzung: Verhärtungen unter der Haut, Infektionen, Allergien und Blutergüsse.
  • Brustoperationen: Abstoßung des Implantats, Verrutschen, Infektionen, Narbenbildung.
  • Fettabsaugung: Beulen, Verwachsungen und Dellen, durch nicht gleichmäßige Absaugung. Wundheilungsstörungen sowie Lokale Veränderungen der Haut.
  • Fetttransfer: Nachblutungen, Blutergüsse, Wundheilungsstörungen und Infektionen.
  • Kinnkorrekturen: Verletzung von Muskeln und Nerven, Nachblutungen und Infektionen.
  • Lippenkorrektur: unnatürliche Form der Lippen, Dellen, Allergien und Asymmetrie der Lippen.

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen der jeweiligen Eingriffe sollten mit dem behandelnden Arzt in Ruhe erörtert werden. Diese können so individuell wie der jeweilige Patient sein.

Wer behandelt?

Schönheitsoperationen werden in zahlreichen Zentren und Kliniken durchgeführt. Bei der Wahl des behandelnden Arztes sollte sich viel Zeit genommen werden. Außerdem ist darauf zu achten, dass die Berufsbezeichnung „Schönheitschirurg“ nicht gesetzlich beschränkt ist. Dies weist also nicht auf eine entsprechende Facharztausbildung hin. Plastische Chirurgen sind ausgebildete Fachärzte im zugehörigen Gebiet.

Unser Fazit:

Die Beratung und Durchführung von Schönheitsoperationen muss professionell betreut werden. Möglichkeiten zur Verschönerung gibt es zahlreich. Es scheint beinahe, als kenne die Schönheitschirurgie keinerlei Grenzen in ihrer Perfektion.

So fabelhaft diese Möglichkeiten auch sind, so ist dennoch mit hohen Risiken und hohen Kosten zu rechnen. Nur sehr wenige Behandlungen werden von den Krankenkassen, unter bestimmten Voraussetzungen unterstützt. Ist doch die Entscheidung für eine Schönheitsoperation individuell und zumeist sehr persönlich, so sollte dennoch höchster Wert auf gute Beratung gelegt werden.

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