Zucchini

Die Zucchini ist eine Unterart der Gartenkürbisse und zählt damit auch zu dieser Pflanzenfamilie. Sie ist in der Regel grün bis leicht gelblich und stammt aus Europa. Die Italiener begannen im 17. Jahrhundert mit der Verbreitung des Gewächses als Nahrungsmittel.

Die Zucchini kommen normalerweise in jedem gut sortierten Supermarkt vor und weist eine Größe von circa 10-20 Zentimetern auf. Lässt man die Frucht wachsen, kann sie die Größe eines Kürbisses erreichen. Heute findet die Zucchini in so vielen Kulturen und Gerichten Anwendung, dass sie aus auch aus der deutschen Küche nicht mehr wegzudenken ist. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die Anwendungsmöglichkeiten und die gesundheitlichen Faktoren die mit dem Verzehr der Zucchini einhergehen.

Das sollten Sie über Zucchini wissen

Wie bereits erwähnt geöhrt die Zucchini in die Familie der Gemüsekürbise, dabei sind ihre Blätter kleiner und die Pflanze neigt dazu Ranken zu bilden. Es gibt Zucchinis in verschiedenen Farben, je nach Sorte und Reifegrad werden die Früchte weiß, gelb oder haben ihr charakteristisches grün. Lässt man die Zucchini uneingeschränkt wachsen erreicht diese die Größe eines Kürbisses, ohne dass sie an Geschmack verliert. Generell werden die Früchte zwischen Juni und Oktober geerntet.

Zucchinis können gegrillt, gekocht gebraten oder roh gegessen werden. Mit Hilfe von speziellen Küchengeräten lassen sich heute aus Zucchinis sogar Nudeln herstellen, die einfach in die Soße gegeben werden und als Ersatz dienen. Die Früchte können und werden unreif geerntet. In diesem Stadium sind sie zwischen 15-30cm lang und wiegen 100-300g.
Lagern Sie Zucchinis Zuhause bei Zimmertemperatur und unter trockenen Bedingungen. Achten Sie auch darauf das keine Tomaten, Äpfel oder anderen klimakterischen Früchten (Pfirsiche, Bananen, Feigen, Kiwis und viele mehr) da diese Ethylen absondern und dieses lässt die Zucchinis schnell reifen und verderben.

Schmeckt die Zucchini bitter sollten Sie diese sofort entsorgen. Die bitter schmeckenden Stoffe sind Cucurbitacine, diese können die Magen– und Darmschleimhaut angreifen.

Bedeutung für die Gesundheit

Seit den 80er Jahren erfreut sich die Zucchini einer großen und wachsenden Beliebtheit. Die Gesundheitsbewegungen führen zu einem enormen Anstieg am Zucchiniverbrauch, da die Einsatzmöglichkeiten unendlich sind. Zucchinis selbst haben nur einen sehr geringen Eigenschmack und lassen sich daher vielseitig einsetzen. Roh, gebraten, gekocht und gegrillt schmeckt Sie zu verschiedenen Gerichten hervorragend. Auch der gesundheitliche Aspekt beim Verzehr ist ein großer Vorteil der geschmacksarmen Frucht. Sie besteht zu 90% aus Wasser ist aber auch reich an Eiweiß. Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Kalzium, Natrium und den Vitaminen A und C. Wer also eine Diät oder einfach eine ausgewogene Ernährung anstrebt, der ist mit diesem Lebensmittel auf der richtigen Seite, da sie weniger als 1% Fett enthält und dank kaum vorhandener Kohlenhydrate besonders für Diabetiker geeignet ist. Kalium ist für viele Stoffwechselprozesse im Körper nötig, Magnesium für Muskeln und Nerven, zudem enthält sie vergleichsweise viel Eisen. Weiter unten im Text finden Sie hilfreiche und leckere Rezepte.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 17 Fettgehalt 0,3 g
Cholesterin 0 mg Natrium 8 mg
Kalium 261 mg Kohlenhydrate 3,1 g
Eiweiß 1,2 g Vitamin C 17,9 mg

Zucchinis sind ein super Nahrungsmittel. Sie sind kalorienarm, enthalten viel Wasser und Vitamine und sind sehr verdaulich. Sie eignen sich damit hervorragend als Nudel-Ersatz und für Diäten beziehungsweise gesunde Speisen. Durchschnittlich sind in 100g Zucchini circa 93g Wasser, 2,2g Kohlenhydrate, 1,6g Eiweiß, 1,1g Ballaststoffe, 152mg Kalium, sowie Vitamine A und C enthalten. Beim Verzehr von 100 Gramm Zucchini erhält der Körper 80 kJ – eine echte Energiebombe.

Zudem sind Zucchinis gut verdaulich und stärken das Immunsystem. Sie treibt auch den Harndrang an und eignet sich daher besonders gut für Nieren– und Herzpatienten, da der entsäuernde Effekt hohem Blutdruck entgegen wirken kann.

Zucchini macht intelligent
Zucchini kann natürlich nicht den IQ selbst erhöhen, allerdings helfen die enthaltenen Stoffe wie Zink, Magnesium und das Vitamin B1 dabei, die Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen. Während einer harten Klausurphase sollten Sie daher ruhig mal eine Zucchini in egal welcher Form zu sich nehmen.

Zucchini macht schlank
Bei knapp 17 Kilokalorien auf 100 Gramm Zucchini kann man sich gerne auch eine größere Portion gönnen. So viel Zucchini wie Sie essen müssten, um davon zuzunehmen, könnten Sie vermutlich gar nicht zu sich nehmen. Ein Snack oder auch eine Hauptmahlzeit die niemals dick machen kann – Daher besonders geeignet für eine Diät oder zum Entschlacken.

Unverträglichkeiten & Allergien

Bisher wurde weltweit ein einiger Todesfall im Zusammenhang mit Zucchinikonsum festgestellt. Ein Mann aus dem Süden Deutschlands war nach dem Verzehr eines selbstgemachten Zucchiniauflaufs gestorben, dieser soll auch sehr bitter geschmeckt haben.

Natürlich gibt es auch Menschen, die Zucchinis nicht vertragen und nach dem Verzehr mit Schwindel, Übelkeit, Kreislaufproblemen oder krampfartigen Magenschmerzen rechnen müssen. Ein Grund hierfür ist dann zum einen eine Nahrungsmittelunverträglichkeit die direkt auf die Zucchini zurückzuführen ist, das andere eine Histominintoleranz die auf die Inhaltsstoffe in der Zucchini und anderen Nahrungsmitteln zurückzuführen ist.

Am häufigsten kommt es dann zu oralen Allergiesyndromen wie:
Atemnot
• Anschwellen der Zunge oder Lippen
• Brennen im Mundraum
Blutdruckabfall, Herzrasen
Hautrötung, Juckreiz,(Quaddelbildung)

Eigentlich ist Histamin im Körper dafür zuständig körperfremde Stoffe abzuwehren und im Fall einer Allergie die genannten Symptome zu erzeugen. Bei einer Intoleranz gegenüber Histaminen ist deren Wirkungsweise derart eingeschränkt, dass das im Körper gebildete oder durch Nahrung aufgenommene Histamin nicht oder nur teilweise abgebaut werden kann, was dann zu den oben beschriebenen Beschwerden führt.

Die Zucchini birgt zwar das Potenzial für eine Allergie, wenn tritt diese nur in den seltensten Fällen auf. Die Allergene in der Frucht sind hitzebeständig und auch nach dem Kochen noch vorhanden. Sollten Sie eine allergische Reaktion nach dem Verzehr von Zucchini feststellen, sollten Sie zunächst einen Allergologen aufsuchen und eine Diagnose stellen lassen. Entweder Sie lassen die Reaktion behandeln durch spezifische Immuntherapien oder meiden die Lebensmittel langfristig.

Besonders Menschen die an Baumpollenallergien leiden, können häufiger auf Kürbisgewächse allergisch reagieren. Die Allergie gegen das Zucchinigewächs hat seinen Ursprung dann eher in einer Pollenallergie, die im Zusammenhang mit dem Verzehr dieses Nahrungsmittels auftritt. Man nennt diese Allergie dann auch pollenassoziierte Nahrungsmittelallergie. Auch wenn diese Allergiereaktion auf Zucchinis eher selten vorkommen, können diese bestimmte Reaktionen im Körper auslösen. Hierunter fallen beispielsweise Atemnot, ein Brennen im Mundraum oder auch Taubheit der Zunge und Lippen. Diese Symptome sind nicht tödlich und hören nach ein paar Stunden oder nach der Einnahme von Hämmern wieder auf.

Heute ist nur ein dokumentierter Fall von einer Zucchiniallergie bekannt, der nicht auf eine Pollenallergie zurückzuführen ist. Daher lässt sich wohl für den Rest der Menschheit festhalten, dass Zucchinis problem- und bedenkenlos gegessen werden kann.

Einkaufs- & Küchentipps

Saisonal bedingt findet sich die Zucchini von Juni bis Oktober in jedem Supermarkt, in dieser Zeit wird die Frucht geerntet. Danke der langen Lagerzeiten und heutigen Möglichkeiten können Zucchinis aber das ganze Jahr über gekauft werden. Hier gilt, Qualität lässt sich an der Optik erkennen. Die Schale sollte glänzen, glatt und makellos sein. Beim Transport können hier öfter mal kleine Schnitte oder Beulen entstehen. Die Zucchini selbst sollte von der Konsistenz her schön fest sein und nicht nachgeben.

Bei einer Lagerung in Zimmertemperatur (zwischen 13° und 18°) hält sich die Frucht circa 5 Tage, danach sollte sie gegessen werden. Bei einer Lagerung im Kühlschrank hält sie bis zu 10 Tagen durch. Auch die Zubereitung der Zucchini ist kinderleicht. Waschen, Schälen (oder auch mit Schale), Stiel- oder Blütenansatz abschneiden und zuschneiden – fertig!

Roh schmeckt die Zucchini mehr oder weniger nach nichts, besitzt maximal einen leicht nussigen Unterton. Besonders gut eignet sich die Frucht für Suppen oder in Aufläufen. Im Sommer kann sie auch gerne auf den Grill gelegt und zusammen mit Fleisch konsumiert werden. Dies erhöht auch den Effekt des enthaltenen Eisens noch einmal. Im Auflauf oder in Suppen schmeckt die Zucchini besonders gut im Zusammenspiel mit Paprika und Tomaten. Püriert oder in kleinen Scheiben/Stücken trägt sie hier zum Geschmack zwar nur wenig bei, versorgt den Körper aber mit wichtigen Nährstoffen.

Zubereitungstipps

Besonders erfolgreich setzt sich die Zucchini derzeit als Nudelersatz durch. In einer speziellen Vorrichtung wird die Zucchini roh spiralförmig der Länge nach aufgeschnitten und einfach in die angemachte Soße geben und kurz mit aufgekocht. Dank der geschmacksneutralen Art ist sie ein hervorragender Nudelersatz, mit wenig Kohlenhydraten und vor allem 0% Zucker.
Des Weiteren eignet sich die Zucchini hervorragend zum Befüllen für Ofen- oder Grillgerichte und in Form von Aufläufen und Soßen. In mediterranen Gebieten dient sie in der Tomatensoße auch als Fleischersatz und kann durch Hackfleisch für Spaghetti Bolognese eingesetzt werden.

Im Ofen mit anderen Gemüsesorten oder als „Schale“ zum Befüllen mit Reis und Gemüse eignet sich die Frucht dank ihrer festen Form auch hervorragend.

Ein kleiner Tipp am Rande, wie die guten alten Nonnas die Zucchini zubereiten: Panieren und in reichlich Olivenöl knusprig braun anbraten. Dazu ein Teller Nudeln mit saftiger Tomatensoße! Eine etwas fettigere aber sehr leckerere Zubereitungsmöglichkeit. Hier breitete sich der vorhandene Geschmack auch gut im Öl aus und so kommt das leichte Aroma der Zucchini gut zur Geltung.

Häufige Fragen und Antworten

Ist die Zucchini wirklich gesund?

Durchaus. Dank ihrer gesunden Inhaltsstoffe, den geringen Kohlehydraten und Fettwerten ist sie eine gesunde Alternative zu Nudeln und lässt sich vielseitig zubereiten.

Welche Zubereitungsvariante ist am gesündesten?
Eigentlich ist jede Form der Zubereitung gesund. Ob gebraten, gegrillt oder roh. Die Variante im Olivenöl ist hier wohl die „ungesündeste“.

Wie lange kann ich die Zucchini lagern?
Bei Zimmertemperatur bis zu 5 Tage, im Kühlschrank bis zu 10 Tage. Je größer die Zucchini desto länger die Lagerung. Die Standard-Zucchini wie sie im Einzelhandel verkauft wird entsprechen diesen Angaben. Bei einer Zucchini in Kürbisgröße kann die Lagerung auch mehrere Monate dauern.

Was wenn die Zucchini bitter schmeckt?
In diesem Fall sollten Sie die Zucchini wegwerfen und auf einen weiteren Verzehr verzichten. Die Bitterstoffe können zu MagenDarm Problemen führen.

Kann man allergisch auf Zucchinis reagieren?
Eigentlich nicht. Eine allergische Reaktion nach dem Verzehr ist in dem meisten Fällen auf eine Pollenallergie zurückzuführen. Man kann die Zucchini bedenklos konsumieren.

Unser Fazit

Der gesunde Alleskönner, mit vielen gesunden Inhaltsstoffen und Vitaminen eignet sich hervorragend für gesunde Gerichte und Diätrezepte. Dank der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten und ihrer Haltbarkeit ist die Zucchini ein Gemüse, dass seines gleichen sucht. Sie kann bei Gewichtsreduktion helfen, mindert Herzrasen, senkt den Cholesterinspiegel, kann Karzinogene zerstören und hilft bei Diabetes oder anderen Krankheiten. Die vielen Vorteile sind nicht von der Hand zu weisen.

Übrigens lässt sich die Zucchini auch einfach Zuhause selbst anbauen. Bei richtiger Lagerung beziehungsweise Ausrichtung kann die Zucchini das ganze Jahr über Früchte tragen und regelmäßig abgeerntet werden. Sie mag es warm und feucht – aber nicht zu feucht! Der Fingertest zeigt Ihnen in ob Sie nachgießen müssen. An besonders heißen Tagen kann man die Pflanze zum entspannen auch ruhig mal in den Schatten stellen.

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