Hausmittel gegen Krämpfe

Behandlung Thromboseprophylaxe, Nervenschmerzen

Oft können Sie Krämpfe mithilfe von natürlichen Hausmitteln behandeln

Krämpfe sind eine Erscheinung, die ganz plötzlich auftreten kann. Sie denken an nichts Schlimmes und plötzlich spüren Sie einen stechenden Schmerz im Muskelbereich. Meist ist dieser so intensiv, dass Sie sich nicht mehr bewegen können.

Krämpfe kommen dabei oftmals durch Überbelastung der Muskeln auf, ohne das Sie vorher bemerken, wann es dazu kommt. Beispielsweise kennen es Sportler nur zu gut, dass Krämpfe beim oder nach dem Sport eintreten.

Vor allem im Beinbereich sind diese vertreten und sorgen für unangenehme Schmerzen. Doch was tun gegen Krämpfe? Können natürliche Hausmittel gegen Krämpfe helfen? Und was bringt schnelle Linderung? Nachfolgend finden Sie die bestbewährten Krämpfe Hausmittel, schnelle Hilfe und alternative Behandlungsmöglichkeiten.

Hausmittel gegen Krämpfe

Was hilft wirklich?

Bevor Sie eine Behandlung in Anspruch nehmen, müssen Sie den Ursachen für die Krämpfe auf den Grund Gehen. Einer der häufigsten Gründe, weshalb es zu einem Krampf kommt ist, dass ein Magnesiummangel vorliegt. Je weniger Magnesium zugeführt wird, desto anfälliger werden die Muskeln und es kann leichter zu Krämpfen kommen.

Magnesium – Das A & O

Das wichtigste Hausmittel gegen Krämpfe

Magnesium mg mineralstoffe Symptome Muskelzucken

Magnesium ist das wichtigste Hausmittel gegen Krämpfe

Deswegen ist der erste Weg gegen Krämpfe eine gute Magnesiumversorgung. Das ist heute über passende Präparate aus der Apotheke oder dem Drogeriemarkt möglich. Doch auch einige Obst– und Gemüsesorten helfen wahre Wunder. Zum Beispiel sind Bananen reich an Magnesium und versorgen den Körper mit den nötigen Nährstoffen.

Deswegen ist es zu empfehlen, dass mindestens einmal pro Tag eine Banane oder ähnliches Obst/Gemüse genossen wird. Dadurch kann der Magnesiummangel schnell beseitigt werden. Treten dennoch Krämpfe auf, kann dies einen anderen Grund haben.

Risikogruppen & Auslöser

Wer ist am häufigsten betroffen? 

Sicherlich kann jeder einen Krampf bekommen, doch einige Personengruppen sind stärker gefährdet als andere. Ein gutes Beispiel sind Sportler, denn diese nutzen die eigene Muskelkraft für sportliche Aktivitäten und die Fortbewegungen.

Vor dem Sport aufwärmen

Vor dem Sport aufwärmen und Krämpfen vorbeugen

Wollen Sie auch Sport machen, wobei es unwichtig ist, welche Art von Sport, sollten Sie sich zunächst Aufwärmen. Es gibt zahlreiche Dehnübungen, welche nicht nur Spaß machen, sondern auch die Muskeln aufwärmen und somit ihre Dehnbarkeit erhöht. Optimalerweise werden vor jedem Sportprogramm mindesten zehn Minuten Aufwärmübungen durchgeführt. Besonders die später betroffenen Bereiche sollten gedehnt und gestreckt werden.

Krämpfe in der Schwangerschaft

Aber auch Schwangere leiden häufig unter Krämpfe, denn der Körper ist höheren Belastungen ausgesetzt, weshalb die Muskeln oftmals rebellieren. Hier ist zu empfehlen, dass Schwangere langsam machen und sich nicht überanstrengen. Ist eine Tätigkeit schon im nichtschwangeren Zustand aufwendig oder kompliziert, sollten Schwangere davon die Finger lassen.

Wasser & Tee statt Alkohol

Flüssigkeiten bei Krämpfen

Personen, welche übermäßig Alkohol trinken, sind ebenfalls häufiger von Krämpfe geplagt. Es ist deshalb wichtig, dass Alkohol nur in geregelten Bahnen genossen wird. Allgemein sollte viel Wasser, Fruchtsaft oder Tee genossen werden, denn der Körper benötigt viel Flüssigkeit. Nur so können die Muskeln bestmöglich versorgt werden, weshalb es nicht zu den Spannungserscheinungen kommt.

Hausmittel bei Fuß-Fehlstellung

Ein kleines Problem sind auch Fuß-Fehlstellungen, wie zum Beispiel ein Senk-Spreiz-Knickfuß. Diesem können Sie oftmals nur mit passenden Schuhen sowie Einlagen entgegenwirken, denn eine direkte Behandlung ist nicht möglich.

Krankheiten als Ursache

Ein weiterer Grund für häufige oder andauernde Krämpfe können chronische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden oder Diabetes mellitus sein.

Behandlung Herzkatheteruntersuchung

Da auch ernste Ursachen zu Krämpfen führen können, ist ein Arztbesuch anzuraten

Haben Sie die Befürchtung, dass eine solche Krankheit für Ihre Krämpfe verantwortlich ist, sollten Sie direkt einen Fachmann aufsuchen. Dieser untersucht Sie genau und kann mögliche Behandlungsoptionen bieten.

Es werden allerdings nur die Krankheiten und nicht die Symptome, wie die Krämpfe, behandelt. Da aber die Krankheiten häufig mit den Krämpfen zusammenhängen, können sich diese nach der Einnahme von Medikamenten oder anderen Behandlungsmethoden ebenso in Luft auflösen.

Wichtig ist, dass Sie Ihren Arzt darauf hinweisen oder es ansprechen, dass Sie ein Medikament wünschen, welches keine Krämpfe als Nebenwirkung besitzt. Manchmal ist es auch sinnvoll, wenn Ihnen ein Magnesiumpräparat als Co-Medikation verordnet wird.

Chininsulfat aus der Apotheke

Ein bewährtes Hausmittel gegen Krämpfe

Nicht nur Magnesium ist eine gute Lösung gegen Krämpfe, sondern auch Chininsulfat. Wichtig ist, dass Chininsulfat nicht zwangsläufig die gesamten Krämpfe verhindert oder behebt, sondern eher als Linderung gedacht ist. Ansonsten handelt sich um ein ehemaliges Malariamittel, welches heute unter Verschreibung in der Apotheke erworben werden kann.

Es wirkt gegen alle Arten von Krämpfe, jedoch nur symptomatisch. Die Hauptwirkung von Chininsulfat ist die Verringerung der Erregbarkeit der Muskeln. Das bedeutet, selbst, wenn die Muskeln stark belastet werden, entsteht kein Krampf. Die Reizvermittlung ist wesentlich geringer, was aber nicht bedeutet, dass Sie Ihre Muskeln überlasten sollten.

Neben der Erregbarkeit wird auch die Reizschwelle der Muskeln erhöht. Wichtig ist, dass Chininsulfat lediglich ein Mittel zur Behandlung der Symptome ist. Wünschen Sie sich eine Akutbehandlung mit kompletter Auflösung der Krämpfe, müssen Sie gegen die Ursachen vorgehen.

Vorbeugen statt Nachsorge

Einer der wichtigsten Schritte gegen Krämpfe ist die Vorbeugung. Immerhin ist es besser, wenn Sie erst gar keinen Krampf bekommen, statt diesen aufwendig zu behandeln. Wichtig ist, dass Sie Stress vermeiden. Sowohl körperlicher als auch seelischer Stress führen dazu, dass der Körper mehr Magnesium verbraucht, weshalb Sie schon bald wieder unter einem Mangel leiden. Dieser führt hingegen häufig zu Krämpfe.

Sport und Bewegung

Sport ist ebenfalls wichtig, denn Sie müssen Ihre Muskeln flexibel und beweglich halten. Hierbei ist es nicht notwendig, dass Sie eine intensive Sportart betreiben, denn schon gezielte Dehnübungen sorgen dafür, dass Sie Verkrampfungen vorbeugen.

Bäder als Hausmittel

Sitzbad

Entspannende Bäder und Massagen helfen gegen Krämpfe

Regelmäßig sind warme Wannen- oder Fußbäder zu empfehlen. Durch die Wärme entspannt sich die Muskulatur, wodurch Krämpfe vermieden werden. Gerade nach harten sportlichen Aktivitäten sollten Sie direkt in eine warme Wanne oder unter eine heiße Dusche steigen, damit sich die Muskulatur lockert.

Lockerungsmassagen

Eine weitere Lösung sind die Anwendung von Lockerungsmassagen an den Beinen. Diese haben einen positiven Einfluss auf die Muskulatur und vermeiden somit Muskel- und Wadenkrämpfe.

Vorbeugen mit Schuhen

Krämpfen vorbeugen mit den richtigen Schuhen

Ein Punkt, welcher sich vor allem an Frauen richtet ist, dass Sie auf Ihr Schuhwerk achten müssen. Tragen Sie häufig hohe Schuhe, riskieren Sie mehr Krämpfe. Deswegen sollten Sie so oft wie möglich zu flachem Schuhwerk greifen.

Schnelle Hilfe bei Krämpfen

Welche Hausmittel gegen Krämpfe helfen sofort?

Manchmal haben Sie nicht die Zeit oder Möglichkeiten, schon Wochen im Voraus mit der Behandlung sowie Vorbeugung von Krämpfe zu beginnen. Immerhin können diese auch auftreten, wenn Sie die oben genannten Punkte beachten. Jetzt wünschen Sie sich eine schnelle Abhilfe, damit der Schmerz nachlässt.

Dehnung bei akutem Krampf

Lockerungsmassagen und Dehnübungen helfen schnell gegen Krämpfe

Zunächst sollten Sie Ihre Waden, wenn Sie über einen Wadenkrampf verfügen, sanft und ohne Druck dehnen. Setzen Sie sich dafür am besten hin und strecken Sie Ihr Bein anschließend aus. Ziehen Sie dabei den Vorderfuß mit beiden Händen Richtung Oberkörper. Hören Sie aber auf, bevor der Schmerz zu groß wird.

Wiederholen Sie diese Möglichkeit lieber mehrmals, anstatt diese zu übertreiben. Eine andere Übung können Sie direkt im Bett durchführen, denn Krämpfe treten häufig in der Nacht auf. Setzen Sie sich auf und halten Sie mit einer Hand die Zehen des betroffenen Fußes fest. Ziehen Sie den Fuß jetzt vorsichtig und langsam zu sich hin. Diese Spannung sollten Sie kurz halten, bevor Sie den Fuß wieder loslassen. Wiederholen Sie diese Übung mehrfach.

Lockerungsmassage

Hilft sofort gegen Krämpfe

Hilft das Dehnen und Strecken des Beines nicht oder Sie haben einen Krampf in einem anderen Bereich, dann ist eine Lockerungsmassage empfehlenswert. Massieren Sie die betroffene Stelle mit ein wenig Druck und sanften kreisenden Bewegungen. Fahren Sie mit den Fingern die gesamte Stelle entlang und führen Sie das so lange durch, bis die Schmerzen nachlassen.

Wärme hilft schnell

Wärme als schnelles Hausmittel gegen Krämpfe

Ebenfalls wichtig, dass Sie die Muskeln entspannen. Hierfür ist Wärme optimal. Wärme hilft die Muskeln zu beruhigen und somit Krämpfe zu bekämpfen. Verwendbar sind warme Kompressen oder eine Wärmflasche. Manchmal reicht es aber auch aus, wenn Sie einfach warme Wasser über die betroffene Stelle Laufen lassen. Besonders bei leichten Krämpfen ist das hilfreich.

Vorsicht! Aufpassen sollten Sie, falls Sie unter Krampfadern leiden. Verwenden Sie in einem solchen Fall nur warmes und nicht heißes Wasser.

Gymnastikübungen

Ein Hausmittel gegen Krämpfe bei akuten Beschwerden

Sie können sich aber auch für leichte Gymnastikübungen entscheiden, falls ein Krampf auftritt. Wechseln Sie im Stehen beispielsweise zwischen Fersen- und Zehenstand oder Sitzen Sie bequem auf einem Stuhl und lassen die Füße abwechseln kreisen. Diese Möglichkeiten helfen häufig bei leichten Krämpfen oder wenn Sie bemerken, dass bald ein Krampf auf Sie zukommt.

Alternative Methoden gegen Krämpfe

Sie müssen nicht immer die klassischen Wege einschlagen, um Krämpfe behandeln zu können. Es gibt auch einige alternative sowie naturheilkundlichen Möglichkeiten, die Sie sich von Krämpfen befreien.Hierzu zählen beispielsweise ganzheitliche Verfahren wie die Homöopathie, Schüssler-Salze, Naturheilkunde oder Aromatherapien.

Johanniskrautöl

Ein bewährtes Krampf Hausmittel

Eine gute Lösung ist Johanniskrautöl, das Sie in der Apotheke oder dem Drogeriemarkt kaufen können. Johanniskrautöl wird auch häufig als Rotöl bezeichnet und kann sowohl von Innen als auch Außen wirken. Massieren Sie das Öl sanft auf die betroffene Stelle ein.

Optimalerweise machen Sie das schon vor den großen Belastungen, damit es erst gar nicht zu einem Krampf kommt. Die Wirkung ist wundheilend, durchwärmend und besonders wichtig: durchblutungsfördernd. Dadurch entsteht Wärme, was wiederum zur Muskelentspannung führt.

Ätherische Öle

Die Aromatherapie als Hausmittel gegen Krämpfe

Krämpfe lassen sich auch mit ätherischen Ölen behandeln

Aber auch Rosmarin, Zitronenmelisse, Orangenöl oder Lavendel sind gute Möglichkeiten gegen Krämpfe. Die enthaltenen ätherischen Öle helfen bei der Behandlung. Nutzen Sie Rosmarin- oder Orangenöl, sollten Sie diese je Tropfen mit 50 Milliliter Oliven-, Sesam- oder Mandelöl vermischen. Damit reiben Sie jetzt die betroffene Stelle ein. Leiden Sie unter Krämpfen in der Nacht, sollten Sie die Behandlung vor dem Schlafengehen durchführen.

Tee als Hausmittel

Neben diesen Möglichkeiten können Sie sich auch für verschiedene Teesorten entscheiden. Diese gelten als gutes Hausmittel gegen Krämpfe und können präventiv getrunken werden.

Wichtig: Trinken und verwenden Sie kein Rosmarin, wenn Sie unter Bluthochdruck leiden. Immerhin fördert dieses Kraut die Durchblutung und kann deswegen gefährlich werden.

Die Tees sollten Sie über einen Zeitraum von sechs Wochen täglich trinken. Danach ist es zu empfehlen, dass Sie den Tee wechseln.

Homöopathie & Globuli

Auch die Homöopathie hat sich zur Krampf Behandlung bewährt. Da zur Wahl der geeigneten Globuli zahlreiche Faktoren ausschlaggebend sind, empfiehlt es sich, einen Heilpraktiker aufzusuchen. Allerdings haben sich bestimmte Globuli bei Krämpfen besonders gut bewährt. Welche das sind, erfahren Sie im Ratgeber Homöopathie bei Krämpfen.

Verwandte Ratgeber

Im Ratgeber über Wadenkrämpfe finden Sie ausführliche Informationen über mögliche Ursachen, Komplikationen, Diagnoseverfahren, Behandlungen und vieles mehr.

 

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