Wespenstich

Steckbrief: Wespenstich

  • Name: Wespenstich
  • Art der Krankheit: Vergiftung durch Insekt
  • Verbreitung: Weltweit (abgesehen von besonders kalten Regionen)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: unbekannt
  • Behandelbar: Zur Linderung der Symptome
  • Art des Auslösers: Wespengift
  • Wieviele Erkrankte: unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Der Hausarzt hilft (falls notwendig)
  • ICD-10 Code(s): T63.5

Lebensgefahr oder doch ganz harmlos?

Ein Wespenstich ist eine Vergiftung, die durch eine Wespe verursacht wird. Eine Wespe besitzt genau wie eine Hornisse einen Stachel mit Widerhaken. Sie können also problemlos in die menschliche Haut stechen. Doch ein Wespenstich ist nur in Ausnahmefällen lebensbedrohlich.

Deutschlandweit sind mehr Frauen bei einer Schwangerschaft, einer Geburt oder im Wochenbett gestorben ALS an einem Wespenstich. Lediglich für Allergiker stellen solche Stiche eine tatsächliche Gefahr, jedoch nicht immer eine Lebensgefahr dar. Es gibt verschieden Mittel um einen Wespenstich sowohl beim Allergiker als auch bei anderen Menschen zu behandeln. Die meisten lindern jedoch lediglich die Symptome.

Definition: Der Wespenstich

Ein Wespenstich wird nach dem ICD-10-Systematik mit T63.5 bezeichnet und gehört damit zur Gruppe der Erkrankungen mit toxischer Wirkung durch ein giftiges Tier. Es handelt sich also tatsächlich um eine Vergiftung, auch wenn man als Laie einen Insektenstich eher selten so benennen würde. Ein Wespenstich ist ein Abwehrmechanismus, wie er auch bei anderen Insekten auftritt.

Fühlt sich eine Wespe oder ein Wespenschwarm bedroht, sticht er zu. Dann injiziert das Insekt ihr Gift in die Haut des Menschen. Es kommt zu Rötungen und Schwellungen. Anders als bei Bienen können Wespen ihren Stachel wieder aus der Einstichstelle herausziehen, was dazu führt, dass ein und die selbe Wespe direkt mehrfach zustechen kann.


Was ist ein Wespenstich?

Wespen gehören zur Insektengruppe der Hautflügler (Hymenoptera) und leben wie Bienen und andere Insekten nicht auf sich allein gestellt. Sie bilden mit anderen Artgenossen einen gut organisierten Staat. Jede Wespe hat seine eigene Aufgabe, sodass die Königin im Laufe ihres etwa einjährigen Lebens ihr Nest nicht mehr verlassen muss. Unfruchtbare Arbeiterinnen verlassen das Nest jedoch um auf Futtersuche zu Gehen. Werden diese dabei von einem anderen Lebewesen gestört oder fühlen sich von diesem sogar bedroht, kann es passieren, dass eine Wespe sticht. Das kann die Wespe im Gegensatz zur Biene nicht nur einmal, da sie den Stachel aus der Haut des Angreifers herausziehen kann.

Sticht eine Wespe zu, sondert sie ein Gift ab, welches schließlich die typischen Symptome eines Insektenstichs hervorruft. Zu aller erst verspürt der Gestochene einen intensiven Schmerz, der jedoch schnell zu einem höchst unangenehmen Juckreiz übergeht. Desweiteren kommt es zu Schwellungen oder Rötungen. Egal wie unangenehm der Juckreiz auch sein mag, es ist besonders wichtig, dass der Betroffene nicht daran kratzt. Sonst kann sich der Stich entzünden.

Manche Menschen reagieren allergisch auf das Wespengift. Bei ihnen nehmen die Symptome ein größeres Ausmaß an. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem anaphylaktischen Schock. Dann kann nur ein entsprechendes Notfallmedikament helfen. Doch nicht nur für Allergiker ist so ein Stich bedrohlich. Je nach Körperregion kann ein Stich auch für Menschen, die nicht empfindlich auf das Gift reagieren, böse enden. Sollte die Schwellung in der Hals– oder Mundregion eintreten, werden die Atemwege blockiert. In solchen Fällen sollte sofort ein Notdienst verständigt werden.


Welche Ursachen gibt es?

Für das Stechen einer Wespe gibt es in erster Linie nur einen Grund. Sie fühlt sich bedroht. Allerdings können viele Faktoren Einfluss auf das Wohlbefinden einer Wespe haben.

Bestimmte Gerüche locken sie beispielsweise an, andere lassen sie sogar aggressiver werden. Angstschweiß und noch viel häufiger der Atem eines Menschen, sorgen für eine Alarmbereitschaft der Wespe. In Inneren des Wespenbaus gilt das im Atem enthaltene Kohlendioxid als Alarmsignal dafür, dass sich ein Feind in der Nähe befindet. Eine Wespe wegzupusten ist also mindestens macht sie mindestens genau so angriffslustig, wie sie wegzuwedeln oder nach ihr zu schlagen. Einige Cremes oder Parfüme locken sie jedoch erstmal nur an. Wespen, die nach Nahrung suchen, lassen sich unter anderem von ihrem Geruchssinn leiten. Besonders intensive Gerüche ziehen sie also an. Sogar Möbelpolitur wirkt anziehend.

Wie bereits erwähnt und die meisten eigentlich wissen, ist es nie eine gute Idee nach einer Wespe zu schlagen oder zu wedeln. Jedes Lebewesen fühlt sich bedroht, sobald ein größeres nach ihr schlägt. Wespen sind jedoch in der Lage Pheromone in der Luft zu verteilen. Dadurch werden Artgenossen angelockt, die zur Hilfe eilen wollen. Dafür müssen diese sich jedoch in unmittelbarer Umgebung befinden, da die Pheromone nicht unendlich weit reichen.

Einige Wespenarten, wie zum Beispiel die Deutsche Wespe, wohnen in Erdlöchern. Kommt es im Wespennest zu einer Erschütterung, wird nicht nur eine einzelne Wespe, sondern gleich der ganze Schwarm gereizt und es kommt zu einem Kollektivangriff. Warnung: Mehrere Wespenstiche gleichzeitig können je nach Ausmaß sogar zum Tod führen!

Besonders bunte Kleidung oder knallige Farben assoziieren Wespen oft mit einem Blumenbeet, was diese natürlich ebenfalls anlockt. Aber auch süße Säfte auf dem Tisch, Marmeladen und andere Süßspeisen ziehen Wespen an. Ebenso reife vom Baum gefallene Früchte. Auf einer Wiese mit Obstbaum sollte man also eher nicht Barfuß spazieren. Auch eine tote Wespe hat einen Stachel. Und beim Hineintreten kann es zu den selben Folgen wie bei einem üblichen Stich kommen.

Vorsicht ist auch beim Grillen geboten. Wespen füttern ihre Brut mit Fleisch. Meistens genügen ihnen andere Insekten. Sie lassen sich jedoch nicht die Chance eines servierten Mahls entgehen, wenn Fleisch und andere Leckereien auf dem Tisch stehen.

Das lockt Wespen an:

  • Fleisch
  • Süßspeisen
  • reife Früchte (auch Fallobst)
  • bestimmte Düfte
  • bunte oder besonders leuchtende Kleidungsstücke

Das macht Wespen aggressiv:

  • Kohlendioxid (Atem)
  • Schlagen, Wedeln, Fuchteln
  • Erschütterung des Nests

Symptome und Anzeichen

Im Normalfall bekommt man es mit, wenn man von einer Wespe gestochen wird, da Wespen nur selten ohne Grund zustechen. Man bemerkt einen solchen Stich also direkt während es passiert, denn ein Wespenstich ist deutlich schmerzvoller als ein Mückenstich, den man nur selten bemerkt. Der Schmerz entwickelt sich später zu einem höchst unangenehmen Jucken.

Der Stachel der Wespe ist schließlich deutlich dicker. Der starke Schmerz ist vergleichbar mit dem Stich einer Bremse. Das Gift, das in die Haut injiziert wird, sorgt binnen Sekunden für eine Rötung der umliegenden Körperpartie und einer Schwellung dieser. Das Ausmaß der Symptome richtet sich nach der Giftmenge und der Anfälligkeit des Körpers.

Bei einer Allergie gegen das Wespengift kann es zu einem anaphylaktischen Schock kommen. Dieser wird auch als allergischer Schock oder Allergieschock bezeichnet. Die betroffene Stelle schwillt deutlich dicker an. Je nach Grad der Allergie, kann es zur Atemnot, Herz-Kreislauf-Störungen, Hautrötungen und Übelkeit kommen. Ein Anaphylaktischer Schock ist lebensbedrohlich. Ein Patient braucht dann unmittelbar nach dem Stich ärztliche Hilfe.

Viele Allergiker führen ein Notfallpräparat mit sich, das im Ernstfall gespritzt werden muss. Zögern Sie als Ersthelfer nicht, denn durch das Spritzen des Medikaments kann man ein Leben retten, das sonst beendet wäre. Im schlimmsten Fall kann ein allergischer Schock zum Versagen des Herz-Kreislaufsystems und damit zum Versagen vieler Organe führen, was wiederum den Tod zur Folge haben könnte. Daher ist es bei Allergikern besonders wichtig, einen Notarzt zu kontaktieren – insbesondere wenn kein Notfallpräparat vorhanden ist.

Symptome eines gewöhnlichen Wespenstichs

  • stechender Schmerz
  • Rötung
  • Schwellung
  • Juckreiz

zusätzliche Symptome bei Allergikern

  • anaphylaktischer Schock
  • Atemnot
  • Herz-Kreislauf-Versagen
  • Organ-Versagen

Was beeinflusst das Ausmaß der Symptome?

  • Anfälligkeit auf das Gift
  • Körperstelle des Stichs
  • Anzahl der Stiche

Diagnose und Krankheitsverlauf

Da man es meistens mitbekommt, wenn eine Wespe zusticht, entfällt eine lange Prozedur der Bestimmung. Hat man den Übeltäter jedoch nicht bei frischer Tat ertappt, kann man auch selbst die Diagnose aufstellen, indem man sich den Stich ganz genau ansieht.

Bei einem Wespenstich im Vergleich zu Mückenstichen ist der Bereich um die braunrote Einstichstelle deutlich großflächiger geschwollen. Der Schmerz lässt wenige Minuten nach dem Einstechen nach. Blutet der Stich nach oder hat sich bereits eine Kruste gebildet, kann man davon ausgehen, dass es sich eher um eine Bremse als um eine Wespe handelt. Am schwierigsten auseinander zu halten sind Bienen- und Wespenstiche. Da sich beide in der Behandlung jedoch nicht unterscheiden, ist es nicht nötig einen Arzt aufzusuchen, solange die Symptome kein ungewöhnliches Ausmaß annehmen.

Der Krankheitsverlauf
Die ersten Minuten nach dem Stich sind die schmerzhaftesten. Eine Rötung und eine Schwellung tritt ebenfalls in diesen Minuten auf. Diese können sich jedoch im Laufe der nächsten Stunden und Tage noch verschlimmern. Der Schmerz wird nach kurzer Zeit schließlich vom Juckreiz abgelöst. Beim Berühren der Einstichstelle und dem umliegenden Bereich bleibt ein auszuhaltender Schmerz jedoch bestehen.

Am dritten Tag spätestens hat das Ausmaß der Schwellung seinen Höhepunkt erreicht. Die Schwellung zieht sich zurüCK und auch die anderen Symptome lassen nach. Nach 7 bis 10 Tagen sollte nichts mehr von dem Stich zu sehen sein. Das gilt natürlich nur für den Fall, dass man nicht allergisch ist und nicht an dem Stich kratzt, was dazu führen kann, dass sich die Symptome erneut verschlimmern und der Stich länger zum Abheilen braucht.


Häufigkeit und Diagnosedaten

Wie viele Menschen tatsächlich von einer Wespe gestochen werden, ist nicht bekannt. Es handelt sich um Dunkelziffern, da nur die allerwenigsten Stiche eine ärztliche Behandlung erfordern. Ähnlich wie Mückenstiche kann man Wespenstiche schließlich selbst zuhause behandeln. Nur in seltenen Fällen muss ein Arzt aufgesucht werden und selbst dann gibt es keine vorgeschriebene Meldepflicht wie beispielsweise bei einer Grippeerkrankung.

Ausschließlich wenn ein Wespenstich den Tod zur Folge hat, muss er gemeldet werden. Daher weiß man, wie viele Menschen jährlich an einem Wespenstich sterben. Durchschnittlich sterben in Deutschland 20 Menschen jährlich an den Folgen eines Insektenstichs. Das beinhaltet jedoch auch beispielsweise Bienen, Bremsen und viele andere mögliche Insekten.

Bei tödlichen Stichen handelt es sich jedoch nicht um einen gewöhnlichen Wespenstich. Meistens sind es dann Allergiker, die unter bedrohlichen Symptomen leiden können. In einigen Fällen, sofern die Atemwege vom Stich durch eine Schwellung blockiert werden und eine ärztliche Behandlung nicht rechtzeitig durchgeführt wird, können auch Menschen, die nicht allergisch auf das Gift reagieren, durch einen Wespenstich zu Tode kommen.

Auch der Grad der Allergie spielt eine Rolle. Nicht jeder, der allergisch ist, stirbt, sobald ihn eine Wespe sticht. Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung reagiert mit gesteigerten allergischen Symptomen auf einen Wespenstich. Als Allergiker kann man sich jedoch sensibilisieren lassen. Unter ärztlicher Betreuung wird dem Patienten erst eine geringe Menge des Gifts gespritzt. Später wird die Dosis erhöht. Diese Behandlung zieht sich jedoch über einige Jahre, jedoch entwickelt der Körper in 95-98% der Fälle eine Toleranz, sodass das Gift nicht mehr so starke und irgendwann gar keine allergischen Reaktionen auslöst.


Komplikationen bei der Krankheit

Meistens ist ein Wespenstich harmlos. In Ausnahmefällen kann dieser jedoch so schwerwiegende Reaktionen beim Betroffenen auslösen, dass dieser an den Folgen sterben kann. Es gibt mehrere Ursachen für ein erhöhtes Ausmaß der Reaktion. Wo und wie oft die Wespe zusticht, aber auch die Veranlagung des Gestochenen spielen hierbei eine wichtige Rolle.

Sticht eine Wespe nahe der Atemwege zu, können diese anschwellen. Schwellen die Atemwege an, kommt es zur Atemnot und einer damit verbundenen Panikattacke. Bei Grillparties und anderen Veranstaltungen im Freien sollte man also unbedingt aufpassen, wenn man Speisen zu sich nimmt.

Wespen leben meistens mit vielen Artgenossen zusammen. Scheucht man gleich den ganzen Wespenstaat auf, muss man mit der Reaktion rechnen. Wespen sind in der Lage kollektiv anzugreifen. Das bedeutet, dass gleich mehrere Wespen gleichzeitig versuchen ihren Gegner durch wiederholte Stiche zu Fall zu bringen. Bei mehreren Wespenstichen gleichzeitig, sind die Symptome natürlich deutlich stärker ausgeprägt. Eine Panikattacke würde hier ebenfalls zu den gewöhnlichen Symptomen hinzukommen.

Wer allergisch auf das Wespengift reagiert, sollte in jedem Fall ein Notfallpräparat mit sich führen, da ein anaphylaktischer Schock binnen der ersten Minuten nach einem Stich auftreten kann. Ein Notfallpräparat kann so einen Schock verhindern, bzw. abklingen lassen. Bei einem allergischen Schock sollte immer ein Notarzt gerufen werden, da dieser zusätzlich zu dem Notfallmedikament weitere medizinische Maßnahmen ergreifen kann, die dem Patienten das Leben retten können.

Ursachen einer Komplikation

  • Stich im Bereich der Atemwege
  • mehrere Stiche gleichzeitig
  • Allergie

Komplikationen

  • Atemnot
  • Panikattacke, Schockzustand
  • Anaphylaktischer Schock

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In den meisten Fällen ist eine ärztliche Behandlung nicht notwendig. Sollte es unmittelbar nach dem Wespenstich jedoch zu Komplikationen geben, ist es unabdingbar, einen Notarzt zu rufen. Das heißt, sobald der Betroffene unter ungewöhnlichen Symptomen leidet oder das Ausmaß dieser deutlich erhöht ist, reichen Hausmittel und gut gemeinte Ratschläge von Laien nicht mehr. Vor allem Allergiker sollten beim kleinsten Anzeichen einen Rettungsdienst verständigen, da die Symptome mit der Zeit schlimmer werden können.

Schwillt der Stich hingegen nur leicht an und ist gerötet, kann man gut auf Hausmittel und einen Kühlakku zurückgreifen. Erst wenn die Symptome nach etwa einer Woche nicht nach lassen, kann es sinnvoll sein, den Hausarzt aufzusuchen.


Behandlungsmethoden und Therapien

Ein Wespenstich muss selten von einem Arzt behandelt werden. Im Normalfall muss der Betroffene einfach dem Juckreiz widerstehen. Das kann bis zu einer Woche dauern. Die Symptome können durch Hausmittel und alternative Behandlungsformen gelindert werden. Es gibt auch einige Medikamente meist als Gel, aber auch in Form von Tabletten, die den Juckreiz lindern und den Heilungsprozess beschleunigen sollen. Einige Supermärkte führen solche Produkte. Apotheken verkaufen sie in jedem Fall.

Ein „Stichheiler“ kann auch Abhilfe verschaffen. Dabei handelt es sich um ein Gerät, dass den Stich für einen kurzen Moment auf etwa 50 Grad erhitzt. Die Eiweißmoleküle aus dem Wespengift werden so zerstört. Ein Stichheiler muss allerdings unmittelbar nach dem Stechen benutzt werden, sonst verteilt sich das Gift zu sehr.

Kommt es akut zum anaphylaktischen Schock, kann man als Ersthelfer nur einen Notarzt rufen und Erste-Hilfe-Maßnahmen durchführen.

  • Falls die Wespe stecken geblieben ist, muss diese komplett entfernt werden
  • Falls vorhanden: Notfallpräparat anwenden
  • Enge Kleidungsstücke entfernen
  • Bei Atemnot: Den Betroffenen in eine aufrechte gestützte Sitzposition bringen
  • Bei Schockzustand: Patienten in Schocklage bringen
  • Bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • Regelmäßig Vitalzeichen überprüfen, gegebenenfalls Wiederbelebungsmaßnahmen einleiten

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Um einen Wespenstich vorzubeugen gibt es mehrere Möglichkeiten. Es gibt neben den im Internet oder einigen Drogerien und Supermärkten gekauften Fertigprodukten auch ganz einfache Hausmittel, die Wespen fernhalten. Brennendes Kaffeepulver soll beispielsweise helfen, aber auch aufgeschnittene Knoblauchzehen können zu diesem Zweck auf dem Gartentisch verteilt werden. Im Garten kann man auch Tomaten und Basilikum anpflanzen. Beides finden Wespen nicht so prickelnd und machen einen Bogen darum. Der Duft von Lavendel soll ebenfalls eine abwehrende Wirkung haben.

Wer glaubt schon alles ausprobiert zu haben und nun wirklich nicht mehr weiß, wie er die Wespen vertreiben soll, kann ihnen auch einfach eine Alternative zum leckeren Grilltisch bieten. Besonders reife Trauben eignen sich sehr gut dafür. Diese in eine Schale einfach fünf bis zehn Meter entfernt vom Esstisch aufstellen. Die Wespen können den Trauben nicht widerstehen und lassen dann auch den Esstisch in Ruhe. Honig oder Marmelade eignen sich übrigens überhaupt nicht als Ablenkungsmanöver. Sie machen die Tiere nur noch aggressiver!

Wer unter einer Allergie leidet, sollte auf weite luftige Kleidung verzichten. In ihr können die Tiere sich verfangen. Dadurch werden sie aggressiv und stechen zu. Vor allem für Allergiker ist das ein Risiko, das es zu vermeiden gilt. Desweiteren sollte man das Wedeln und Fuchteln vermeiden, falls eine Wespe in der Nähe ist. Ebenso wie das Anpusten macht es die Tiere nämlich deutlich aggressiver. Sobald sich eine Wespe bedroht fühlt, versucht sie zu stechen.

Desweiteren haben Allergiker die Möglichkeit sich gegen das Gift impfen zu lassen.

Hyposensibilisierung – die Allergie-Impfung
Eine Hyposensibilisierung kann bei einer Wespengiftallergie wahre Wunder bewirken. Allerdings ist Geduld nötig. Da eine vollständige Wirkung erst nach mehreren Jahren einsetzt. Wer bereits vom Arzt eine Allergie bestätigt hat, der kann eine solche Therapie durchführen lassen. Das Wespengift wird unter ärztlicher Kontrolle in immer höheren Dosierungen unter die Haut gespritzt. Hiebei wird die Allergie in ihrer Ursache bekämpft und ist für Kinder und Erwachsene ab 5 Jahren geeignet.

Einige Punkte sind während einer Allergie-Impfung zu beachten:

  • Nur unter ärztlicher Aufsicht
  • Nur von einem Facharzt
  • Der Arzt muss über eingenommene Medikamente informiert sein
  • Vermeiden von warmen Bädern, körperlichen Anstrengungen, Alkohol, mächtige Speise, Saunagänge

Sollte man im Laufe der Behandlung von einer Wespe gestochen werden, muss der betreuende Arzt darüber informiert werden!

Die Behandlung besteht prinzipiell aus zwei Teilen. Der Aufdosierungsphase und der Erhaltungsphase. Ersteres kann sowohl stationär als auch ambulant erfolgen. Entscheidet man sich für die stationäre Aufdosierung, wird die Dosis schneller erhöht und ein begrenzter Impfschutz besteht so bereits nach einigen Tagen. Bei der ambulanten Variante werden wöchentlich höhere Dosierungen injiziert, sodass der Impfschutz erst nach etwa vier Monaten aktiv ist.

Während der Erhaltungsphase, die etwa die folgenden drei bis fünf Jahre andauern kann, wird monatlich eine Behandlung durchgeführt. Nach 5 Jahren reagiert der Patient in 95% der Fälle gar nicht mehr oder deutlich geringer auf das Wespengift. Der Impfschutz hält einige Jahre.


Prognose zur Heilung

Ein Wespenstich heilt von selbst innerhalb einer Woche ab, solange man nicht kratzt. Das verzögert den Heilungsprozess deutlich, da nun zusätzlich auch die entstandene Wunder verheilen muss. Allerdings können die Symptome bis zur Heilung höchst unangenehm sein.

Um den Juckreiz zu lindern, kann man ein kühlendes Gel aus der Apotheke verwenden. Meistens hilft das schon. Ansonsten tut es auch ein nasser Waschlappen, der im Idealfall einige Stunden im Gefrierfach gelegen hat. Gefrorene Kühlmittel sollten immer in ein Geschirrtuch gewickelt werden bevor man sie auf den Stich legt, um einen Gefrierbrand oder ähnliches zu verhindern.

Zusätzlich gibt es einige Hausmittel, die den Juckreiz lindern sollen. In den meisten Fällen schlagen diese in Kombination mit einer Kühlung gut an. Unmittelbar nach dem Stich können die Stiche mit einem sogenannten „Stichheiler“ behandelt werden. Dieser sorgt dafür, dass die Einstichstelle nicht so stark anschwillt. Dabei wird die Einstichstelle auf etwa 50 Grad Celcius erhitzt. So werden die Eiweißmoleküle, also die Histamine im Wespengift, zerstört.

Im Allgemeinen lässt sich sagen, dass ein gewöhnlicher Wespenstich nach rund einer Woche keine Symptome mehr auslöst.


Das Gift

Eine Wespe injiziert pro Stich etwa 0,19mg reines Gift in die Haut. Es wird in zwei sogenannten Giftdrüsen produziert und in einer Giftblase aufbewahrt. Wird eine Wespe gereizt, so presst sie das Gift aus der Blase heraus durch den Giftkanal, der sich innerhalb des Stachels befindet, in den Angreifer. Der Schmerz, den der Betroffene empfindet, wird in erster Linie durch Polypeptide verursacht. Allerdings sind viele weitere Stoffe an den Symptomen eines Stichs beteiligt. Polypeptide und biogene Amine sind die Hauptbestandteile des Wespengifts.

Biogene Amine im Wespengift:

  • Histamin
  • Serotonin
  • Dopamin
  • Noradrenalin
  • Adrenalin
  • Acetylcholin

Acetylcholin ist zu knapp 5% im Gift enthalten. Damit enthält das Wespengift die höchste in einem Tier vorkommende Konzentration an Acetylcholin, die bisher bekannt ist. Das Histamin ist ein Gewebehormon. Es ist für die Schwellung zuständig, kann aber auch Auslöser der Allergie sein. Die Kombination aus den oben genannten und vielen weiteren in kleinsten Mengen vorhandenen Substanzen bilden zusammen das Wespengift und verursachen je nach Anfälligkeit mehr oder weniger starke Symptome.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternativmedizin geht davon aus, dass der Körper auch ohne Antibiotika und ähnliche Medikamente gesund werden kann. Ob man sich bei allen Gesundheitsfragen auf alternative Methoden verlässt, muss jeder selbst wissen. Bei einem Wespenstich jedoch kann man guten Gewissens die Chemiebomben im Regal stehen lassen und zu anderen Mitteln greifen.

Bei einem Wespenstich gibt es unzählige Hausmittel und homöopathische Mittel, die Heilung oder Linderung versprechen. Sie alle stellen in diesem Fall eine sinnvolle Alternative zur Schulmedizin dar, solange der Betroffene nicht allergisch auf das Wespengift reagiert hat, denn Pflanzen und Globuli ersetzen kein Notfallmedikament bei einem anaphylaktischen Schock.

Da Wespenstiche symptomatisch behandelt werden, kann man jedoch im Normalfall gut auf diese Alternativen zurückgreifen. Dazu zählen Globuli, diverse Heilkräuter und aus ihnen hergestellte ätherische Öle. Aber auch viele Dinge aus dem Haushalt können helfen, die Symptome zu lindern. Es gibt mehrere Pflanzen und daraus hergestellte Produkte, die erwiesenermaßen entzündungshemmend, desinfizieren, abschwellend oder kühlend wirken. Das ist bei der Behandlung von Wespenstichen durchaus von Vorteil.

Grundsätzlich ist es nie verkehrt den Stich zu kühlen, egal ob mit Wasser oder einem Kühlkissen. Doch zusätzlich können einige Pflanzen in Form von Brei oder Paste auf den Stich gegeben werden. Da es gleich mehrere Theorien gibt, was am besten bei einem Wespenstich sei, ist es am Sinnvollsten, sich selbst eine Meinung zu bilden.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt unzählige Hausmittel, die erwiesenermaßen die Symptome eines Wespenstichs lindern. Die bekanntesten sind hier aufgelistet. Wer sich unsicher ist, kann ruhig mehrere versuchen. Keine dieser Behandlung ruft Nebenwirkungen hervor. Einige wenige lassen nur was den Geruch angeht zu Wünschen übrig. Allerdings kann man diesen auch nach der Behandlung abwaschen.

  • heißer Waschlappen
  • Kühlkissen, bzw Waschlappen mit Eiswürfel
  • Spucke und Pusten
  • Zwiebelsaft
  • Essigumschlag
  • Umschlag aus Tonerde
  • warmes Salzwasser

Wenn der Stich ganz frisch ist und sich noch keine Schwellung gebildet hat, kann man erst das Gift herausdrücken und die Stelle vorsichtig mit einem heißen Waschlappen abtupfen. Durch die Hitze werden die Eiweiße im Gift gebunden. Die Symptome können so gemildert werden. Diese Methode kann einen sogenannten „Stichheiler“ ersetzen.

Danach ist Kühlen angesagt. Ein Kühlkissen aus dem Kühlschrank oder dem Gefrierfach kann da Abhilfe verschaffen. Sollte kein Kühlkissen im Haus sein, tut es auch ein mit Eiswürfeln gefüllter Waschlappen.

Ähnlich wie bei einem Mückenstich ist das einfachste Hausmittel Spucke. Menschliche Spucke soll angeblich das Gift neutralisieren. In jedem Fall kühlt diese durch Pusten den Stich zusätzlich.

Ein weiterer Entzündungshemmer ist Zwiebelsaft. Eine Zwiebelscheibe oder eine halb aufgeschnittene Zwiebel wird dabei auf den Stich gerieben, damit sich der Saft gut verteilt. Dieser muss dann einige Minuten einwirken. Währenddessen kann man die Zwiebel ruhig auf dem Stich liegen lassen.

Ein Umschlag aus kaltem Essig und/oder Tonerde soll ebenfalls helfen. Wer beides nicht im Haus hat, kann auch Salz in warmen Wasser auflösen, ein Geschirrtuch darin tränken und den Stich damit abtupfen. Das wirkt antibakteriell.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Die Liste der Heilkräuter, die desinfizierend,kühlend oder entzündungshemmend wirken ist lang. Wer sich damit intensiver auseinandersetzen möchte, der kann sich im Internet schon ganz leicht schlau machen. Die meistens Heilkräuter können in jedem Garten oder auf dem Balkon angepflanzt werden. Wer weder das eine noch das andere zur Verfügung hat, erhält die Heilkräuter auch in der Apotheke und in einigen besonders gut aufgestellten Supermärkten oder Drogerien.

  • Spitzwegerich
  • Lavendel
  • Salbei
  • Kresse
  • Weißkraut oder Kohl
  • Sedum (Sempervivum), Hauswurz oder Fetthenne

Spitzwegerich wirkt antibakteriell und unterstützt den Wundverschluss. Er ist recht häufig in vielen Gärten zu finden und schon der Laie kann ihn gut erkennen. Die Blätter des Spitzwegerich werden im Mörser zu einem Brei verarbeitet. Wer keinen Mörser besitzt, kann den Spitzwegerich auch zerkauen. Der Brei wird anschließend auf den Stich gegeben. Spitzwegerich ist wohl das bekannteste und am weitesten verbreitete Heilkraut, das sich für die Behandlung von Wespenstichen eignet.

Nicht nur der Geruch von blühendem Lavendel soll angeblich Wespen fernhalten. Ein Brei aus den Blättern oder der Blüte wirkt desinfizierend. Er wird genau wie der Spitzwegerich zubereitet und verwendet.

Salbei hilft bekanntermaßen in Form von Lutschbonbons oder Tee, den Hals zu beruhigen. In Form eines Breis wirkt Salbei ähnlich wie Lavendel oder Spitzwegerich aber auch desinfizierend. Dazu werden die Blätter genau wie der Spitzwegerich zubereitet. Die Kresse schließt sich dem Salbei und damit auch dem Lavendel und Spitzwegerich in Funktion und Zubereitung an.

Weißkraut- oder Kohlblätter eignen sich besonders gut um den Stich zu kühlen. Dazu werden diese einfach auf den Stich gelegt und regelmäßig gewechselt.

Sedum, Hauswurz und Fetthenne müssen jedoch aufgeschnitten werden. Die aufgeschnittenen Blätter werden ebenfalls auf den Stich gelegt. Sie kühlen die Stelle.

Es gibt noch weitere Kräuter und Pflanzen, denen ähnliche Wirkung nacherzählt wird. Wer sich genauer informieren möchte, kann im Internet oder in Büchern über Heilkräuter näheres dazu erfahren.

Ätherische Öle

  • Lavendelöl
  • Melissaöl
  • Salbeiöl
  • Teebaumöl
  • Manukaöl

Aus ätherischen Ölen lassen sich viele Cremes und Mischungen herstellen, die nicht nur bei Insektenstichen, sondern auch bei vielen anderen Leiden helfen können. Bei Wespenstichen kann Lavendelöl, aber auch Melisse und Salbei helfen. Diese müssen dann in geringen Mengen auf den Stich aufgetupft werden.

Lavendelöl eignet sich am besten. Unmittelbar nach dem Stich wirkt es nicht nur schmerzlindernd, sondern trägt auch dazu bei, dass die Schwellung nicht so groß ausfällt. Lavendelöl mit anderen Ölen gemischt kann auch zur Nachbehandlung verwendet werden.

ätherische Öle zum Einreiben

  • 10 Tropfen Lavendelöl
  • 15 Tropfen Teebaumöl
  • 5 Tropfen Manukaöl

Die drei Öle müssen vermischt werden. Die Mischung kann dann regelmäßig auf dem Stich verteilt werden bis die Rötung und die Schwellung zurückgehen.

ätherische Öle als Umschlag

  • 3 Tropfen Teebaumöl
  • 3 Tropfen Lavendelöl
  • ein Schuss Essig
  • 1 Liter kaltes Wasser

Die Öle, das Essig und das Wasser mischen, dann ein Baumwolltuch darin tränken und den Stich mit dem Tuch umwinkeln. Das kann regelmäßig wiederholt werden bis die Symptome nachlassen.

Homöopathie und Globuli

Es gibt einige bewerte homöopathische Mittel in Form von Globuli die bei Insekten- und vor allem bei Wespenstichen ihre Anwendung finden. Globuli sind kleine Kügelchen, die bei den allermeisten Beschwerden helfen können. In der richtigen Dosierung angewendet ist auch nicht mit Nebenwirkungen zu rechnen.

Globuli werden meistens in Röhrchen oder anderen kleinen Dosen verkauft. Man erhält sie ausschließlich in Apotheken. Bei der Verwendung darf man niemals Vergessen, dass Globuli keine Bonbons sondern ein richtiges Medikament sind. Packungsbeilagen müssen daher dringend beachtet werden, da zu viele eingenommene Globuli auch Nebenwirkungen mit sich bringen.

Die Bezeichnung für Globuli setzt sich aus einem Namen, einem Buchstaben und einer Zahl zusammen. Der Name bezieht sich auf den Inhaltsstoff. Buchstabe und Zahl bezeichnen die Höhe der Konzentration des Wirkstoffes. Daher sollte man immer unbedingt darauf achten, wie hoch dosiert man welche Globuli einnimmt. Auch wenn der gleiche Name drauf steht, sollte unbedingt auf dem Beipackzettel geschaut werden, wie viele man einnehmen soll.

Homöopathische Mittel lassen sich leicht durch äußere Einflüsse in ihrer Wirkung beeinflussen. Um eine optimale Wirkung zu erzielen, sollte man sich an folgende Dinge halten:

  • Das Mittel nur mit einem Plastiklöffel aus dem Röhrchen entnehmen.
  • 15 Minuten vor der Behandlung auf Speisen, Getränke, Nikotin und sonstige Reizung der Schleimhäute verzichten.
  • Keine starken Gerüche oder intensive Öle offen herumstehen lassen solange das Medikament mit der Luft im Umfeld in Berührung kommt.
  • Schwangere und stillende Frauen sollten immer vorher Rücksprache mit dem Arzt halten, bevor sie Globuli nehmen.
  • Niemals schulmedizinische Mittel durch homöopathische ersetzen ohne vorher mit einem Arzt gesprochen zu haben.
  • Einen Arzt befragen bevor man Globuli nimmt, sofern schulmedizinische Medikamente genutzt werden.

Globuli bei Wespenstichen:

  • Apis C30
  • Vespa Crabro C30

Beide Globuli versprechen Hilfe bei Juckreiz und Schmerzen. 3 Globuli können helfen die Beschwerden zu lindern. Bei Apis handelt es sich wie der Name herleiten lässt um das Gift der Honigbiene. Nach dem sogenannten Prinzip der Ähnlichkeit kann Apis C30 oder in einer anderen Dosierung die Schmerzen lindern, die das Gift hervorruft. Apis kann jedoch genau so gut bei Wespenstichen eingenommen werden. Vespa Crabro eignet sich vor allem bei Hornissenstichen und damit auch für Wespenstiche. Es wirkt intensiver.

Vor der Nutzung von Globuli empfiehlt es sich immer einen Homöopath oder einen Allgemeinmediziner nach der Anwendung zu fragen, da aus Beiträgen im Internet nicht immer alle Faktoren klar werden oder durch die unterschiedlichen Bezeichnungen zur Verwirrung führen können. Globuli sind keine Bonbons, sondern ein Arzneimittel.

Schüssler Salze

Schüssler Salze oder Schüsslersalze oder Schüßlersalze sind vermutlich das meistverkaufte homöopathische Arzneimittel weltweit. Es gibt zwar keine all zu aussagekräftige Studie, die die Funktion der Salze beweist, allerdings gibt es unzählige Millionen Patienten, die auf die Salze und ihre Wirkung schwören.

Die Theorie auf der die Schüsslersalze basieren geht davon aus, dass jede Krankheit durch einen Mangel an bestimmten Substanzen hervorgerufen wird. Die Liste dieser Substanzen begann ursprünglich bei 12 Stück. Im Laufe der Zeit wurde die jedoch immer wieder durch Ergänzungsmittel oder weitere Salze aufgestockt.

Schüssler Salz Nr.8 bei Insektenstichen
Das Schüssler Salz mit der Nummer 8 wird auch als Natrium chloratum bezeichnet. Es handelt sich im Prinzip um nichts anderes als um gewöhnliches Kochsalz. Der Körper ist in der Lage eine gewisse Menge Kochsalz täglich aufzunehmen. Den Überschuss scheidet er wieder auf. Durch die spezielle sehr geringe Konzentration des Natrium Chloratum ist angeblich klein genug, um von den Zellen zusätzlich aufgenommen zu werden.

Natrium Chloratum wirkt bei allen Insektenstichen, die ein Brennen auslösen. Es mildert den Juckreiz und die Schmerzen, lindert die Schwellung und lässt die Rötung abklingen. Desweiteren kann es bei fast jedem anderen „Brennen“ im oder am Körper angewendet werden. So auch bei Bluthochdruck, Migräne und Sodbrennen.

Die Wespen und das Essen

Im Sommer frühstücken die meisten natürlich gerne im Garten. Aber auch Grillfeten und andere Veranstaltungen im Freien locken nicht nur hungrige Menschen, sondern auch hungrige Wespen an. Mit ein paar Tipps und Tricks kann man die ungebetenen Gäste jedoch größtenteils vom Esstisch und dem Grillgut fernhalten.

Vor allem süße Lebensmittel, aber auch Fleisch sollten immer abgedeckt sein. Dazu zählen auch Säfte, Limonaden und Mischbiere. Wer keine Gläser mit Deckel besitzt, kann auch auf Bierdeckel zurückgreifen. Außerdem sollte man vor jedem Schluck und Bissen einmal nachsehen, ob sich doch eine Wespe für die gleiche Nahrung interessiert hat. Ein Stich im Mundraum kann tödlich enden!

Für die Grillplatte oder den Obstteller gibt es Abdeckhauben, die extra dafür gemacht sind, Insekten vom Essen fernzuhalten. Die kriegt man oft auch in sehr günstigen Läden, die Haushaltsware führen.

Wer Wespen jedoch auch gar nicht erst anlocken möchte, sollte im Garten Lavendel anpflanzen. Den Geruch mögen die geflügelten Insekten überhaupt nicht. Desweiteren kann man Knoblauchzehen aufschneiden und auf dem Tisch verteilen. Diese haben den gleichen Effekt. Auch einen Versuch wert ist es, eine Schüssel mit reifen Trauben einige Meter weg vom Esstisch zu platzieren. Das vertreibt die Wespen zwar nicht, lenkt sie aber vom Esstisch ab.

  • Fleisch, Süßes und Getränke abdecken
  • Vor jedem Schluck ins Glas schauen
  • Lavendel im Garten pflanzen
  • Knoblauchzehen auf dem Esstisch
  • Reife Trauben zur Ablenkung

Jeder noch so gute Tipp kann sie jedoch nicht gänzlich vor einem fliegenden Gast schützen. Lesen Sie auch die anderen im Beitrag erwähnten Tipps, um das Risiko eines Stichs so gering wie möglich zu halten.


FAQ – Fragen und Antworten

Wie viele Wespenstiche sind tödlich?

Ein Wespenstich ist grundsätzlich nicht lebensbedrohlich, solange keine Allergie vorliegt. Mehrere Stiche gleichzeitig können jedoch auch bei Menschen ohne Allergie ein deutlich erhöhtes Ausmaß an Symptomen hervorrufen. Damit es sich jedoch um ein tödliches Ausmaß handelt, sind bei einem Erwachsenem Menschen viele hundert Stiche notwendig. Bei Kindern ist die Anzahl natürlich geringer. Allerdings muss ein es sich tatsächlich auch bei den Kleinen um einen Kollektivangriff handelt. In jedem Fall sollte jeder, der gleich von mehreren Wespen gestochen wurde, einen Arzt aufsuchen oder falls notwendig einen Notarzt rufen.

Wie behandle ich einen Wespenstich bei meinem Hund?
Für den Hund gilt wie für die meisten Haustiere, dass einige Hausmittel bedingt einsetzbar sind. Je nachdem wo der Hund gestochen wurde, kann man die Stelle mit einer Zwiebel einreiben oder Kühlen. Die meisten Vierbeiner verkraften solch einen einzelnen Stich aber ganz gut. Lässt der Hund sich nicht von einem selbst behandeln, kann ein Tierarzt auch helfen. Wer auf die Pfote des Vierbeiners eine Creme oder eine Salbe aufträgt, sollte die Pfote anschließend verbinden und/oder eine Kindersocke darüber ziehen.

Was ist schmerzhafter? Ein Wespen-, Bienen- oder Hornissenstich?
Schmerzhafter sind wohl Wespen- und Hornissenstiche, wobei letzteres eher seltener vorkommt, da Hornissen für gewöhnlich sehr friedliche Tiere sind, die nur zustechen, wenn sie gequetscht werden oder ihr Nest bedroht. Es kommt aber natürlich immer auf die Stelle an, die sich der stechende Geselle aussucht, daher ist es sehr schwierig die Stiche zu vergleichen. Ein Bienenstich tut zwar nicht so sehr weh, ist aber deutlich gefährlicher, da die Konzentration des Giftes höher ist. Schließlich kann eine Biene im Gegensatz zur Wespe nur einmal zustechen.

Wie werde ich den Geruchsstoff nach einem Wespenstich wieder los? Der Geruch soll ja weitere Wespen anlocken…
Es ist richtig, dass eine Wespe sobald sie in Bedrängnis kommt und zusticht, Pheromone auf der Haut hinterlässt. Diese Pheromone können dann neue Wespen anlocken. Da es jedoch sehr sinnvoll ist, den Stich unter fließendem kalten Wasser zu kühlen, ist es unnötig weitere Maßnahmen zu ergreifen, um die Pheromone loszuwerden. Sie werden mit klarem Wasser einfach abgespült.

Wieso ist ein Wespenstich für manche Menschen gefährlicher als andere?
Wer allergisch auf das Wespengift reagiert, muss nach einem Stich mit anaphylaktischen Schock rechnen. Das müssen Leute, die nicht allergisch sind, nicht. Allerdings ist auch bei diesen das Ausmaß der Symptome oft sehr unterschiedlich. Je nach Veranlagung reagiert jeder Mensch, wenn auch ähnlich, anders auf das Gift. Bei manchen ist die Rötung und die Schwellung ausgeprägter. Desweiteren macht die Stelle des Stichs viel aus, wenn es um die mit dem Stich verbundene Gefahr geht. Wer am Hals oder im Mund gestochen wird, sollte einen Notarzt rufen lassen, da es schnell zur Atemnot kommen kann. Also beeinflusst eine Allergie, die eigene Veranlagung und die Stelle des Stichs die Bedrohlichkeit eines Wespenstichs.

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