Eingewachsener Zehennagel

Steckbrief: Eingewachsener Zehennagel

  • Name(n): Eingewachsener Zehennagel; Unguis incarnatus
  • Art der Krankheit: Verletzung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers Fremdkörper
  • Wieviele Erkrankte: 20 Prozent
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 L60

Eine schmerzhafte Angelegenheit

Manche Menschen leiden nie darunter und andere müssen sich mehrmals pro Jahr quälen: Ein eingewachsener Zehennagel sorgt häufig für starke Schmerzen und lässt die Haut am Zeh anschwillen. Die unangenehme Verletzung ist zwar vermeidbar, wer genetisch aber vorbelastet ist, hat oft trotzdem schlechte Karten.

Leiden die Eltern und Geschwister auch ständig unter eingewachsenen Zehennägeln, kann jede Maßnahme der Vorbeugung vergebens sein. Hilfreich ist dann nur schnelles Handeln durch den Arzt. Wer zu lange wartet, riskiert sogar eine Entzündung des Nagelbettes. Im schlimmsten Fall droht sogar eine Blutvergiftung.


Definition eingewachsener Zehennagel

Wenn ein Fußnagel in das Nagelbett einwächst oder eindringt, spricht man von einem eingewachsenen Zehennagel. Dabei handelt es sich um eine Verletzung der Haut. Diese reagiert dann exakt so, wie sie auch beim Eindringen eines Fremdkörpers reagieren würde: Sie schwillt an und startet einen Heilungsprozess, bei dem wieder Haut über den eingedrungenen Zehennagel wächst.

Wer einen eingewachsenen Zehennagel nicht behandelt, riskiert, dass die Stelle sich entzündet und leidet mitunter sehr starke Schmerzen. Denn der Nagel kann dazu führen, dass Bakterien in den Körper eindringen. Die Verletzung muss dann dringend behandelt werden.

Der behandelnde Arzt sollte ein Dermatologe sein. Der Podologe kann als medizinischer Fußpfleger keine Operationen vornehmen, kann aber bei der Vorbeugung gegen eine erneute Verletzung durchaus hilfreich sein.

Regelmäßige Fußpflege (Pediküre) gilt als verlässliche Prävention gegen eingewachsene Zehennägel. Außerdem muss man als Betroffener aufmerksam sein und die eigenen Nägel regelmäßig kontrollierten. Sobald ein Druck auf das Nagelbett bemerkt wird, muss gehandelt werden.


Was ist ein eingewachsener Zehennagel?

Meist fängt es eher harmlos an: Man bemerkt an der Ecke des Zehs eine rote Stelle, die manchmal etwas pocht und leichte Schmerzen verursacht.

Diese Verletzung kommt fast immer am großen Zeh vor, betrifft in seltenen Fällen aber auch andere Zehen. Eingewachsene Nägel an den Händen treten jedoch so gut wie nie auf. Das Pochen ist meist das erste Zeichen dafür, dass ein Fremdkörper in eine Wunde eingetreten ist. In diesem Fall ist der Fremdkörper allerdings der Zehennagel, der sich ins Nagelbett schiebt und vom Körper abgelehnt wird.

Er reagiert mit einer Schwellung, Rötung und beginnenden Schmerzen. Zu diesem Zeitpunkt wäre bereits ärztliche Behandlung nötig, damit es nicht zu einer Entzündung kommt. Dies kann durch eindringende Bakterien nämlich relativ schnell passieren, was die Verletzung sehr schmerzhaft machen kann. Vor allem das Tragen von Socken und engen Schuhen ist mitunter tage- oder gar wochenlang nur unter Schmerzen möglich.

Kommt es zu einer Komplikation kann unter Umständen auch ein operativer Eingriff nötig sein. Nicht selten sind auch beide Füße, also mehr als nur ein Zeh, betroffen. Kommt es zu einer Entzündung des Nagelbettes kann es möglich sein, dass die Betroffenen kurzzeitig überhaupt nicht mehr auftreten können. Ihre Füße schmerzen dann so sehr, dass die Einnahme von Schmerzmitteln nötig sein kann. Eine Operation, wenn sie wirklich nötig ist, verhilft aber oft zu einer schneller Heilung, die auch mit einem Rückgang der Schmerzen einher geht.

Idealerweise wird auf enge Schuhe und Schuhe mit hohen Absätzen, die vorne spitz zulaufen, verzichtet. Wer kann, sollte möglichst oft barfuß laufen. So sinkt die Wahrscheinlich, dass ein Zehennagel einwächst. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Barfuß laufen in den eigenen vier Wänden ist kein Problem. Überall dort, wo Bakterien in eine offene wunde gelangen könnten, ist die natürlich nicht empfehlenswert. Die verletzte Haut sollte dann abgeklebt werden.


Welche Ursachen gibt es?

Zwar sind häufiger Männer von eingewachsenen Nägeln betroffen als Frauen, statistisch betrachtet machen jedoch Frauen bei der Wahl des Schuhwerks viel mehr falsch. Die Ursachen für einen eingewachsenen Zehennagel sind trotzdem vielfältig:

  • Zu kleine Schuhe,
  • zu schmale Schuhe,
  • falsches Nägelschneiden
  • genetische Voraussetzungen bzw. familiäre Vorbelastungen

Am beste eigenen sich bequeme und flache Schuhe, wie Turnschuhe. Natürlich ist das im Alltag nicht immer einfach umzusetzen, wenn der Beruf schickes statt bequemes Schuhwerk erfordert. Dennoch sollte die Gesundheit immer vor gehen.

Theoretisch könnte ein Mensch also auch alles richtig machen und würde trotzdem regelmäßig unter eingewachsenen Zehennägeln leiden, wenn dieses Leiden in seiner Familie häufig vorkommt. Meist allerdings gibt es eine auslösende Ursache für die Beschwerden.

Beim Nägelschneiden sollte darauf geachtet werden, dass diese nicht zu kurz geschnitten werden. Spitze Ecken sollten regelmäßig abgefeilt werden. Diesen Sachverhalt dürften Männer wesentlich seltener ausführen als Frauen. Auch die professionelle Pediküre wird eher von Frauen in Anspruch genommen.

Wer häufig enge Schuhe trägt, schiebt seine Zehen sehr stark zusammen. Wer dann noch den gesamten Tag über Schuhe trägt, riskiert eine so unnatürliche Fußhaltung, dass die Zehennägel häufig einwachsen. Manche Menschen leiden ständig unter dieser schmerzhaften Verletzung und müssen sich deshalb mehrmals pro Jahr behandeln lassen. Dies spricht auch für die Tatsache, dass eine genetische Veranlagung ausschlaggebend dafür ist, wie selten oder häufig man betroffen ist.


Symptome & Anzeichen

Es kann sei, dass ein Zehennagel eher unscheinbar einwächst und sich die Verletzung langsam andeutet. Dann sollten Betroffene auf folgende Anzeichen achten:

  • rote Ecke an den Zehen,
  • pochendes Gefühl
  • Schmerzen bei Druck auf den Zeh oder
  • unangenehmes Gefühl beim Tragen von Schuhen

Das alles können, müssen aber keine Anzeichen für einen einwachsenden Nagel sein. manchmal passiert das auch einfach über Nacht und die Betroffenen haben am nächsten Morgen keine Chance mehr frühzeitig zu reagieren, weil sie am Vorabend noch keine Schmerzen hatten. Bei anderen kündigt sich die Verletzung früh an und sie haben die Möglichkeit ihr entgegen zu wirken.

Wer es bemerkt, sollte so früh wie möglich einen Dermatologen aufsuchen oder eine professionelle Fußpflege-Praxis (Podologie) aufsuchen. Wer gleich dafür sorgt, dass der Nagel nicht ins Nagelbett eindringt, hat eine viel größere Chance, dass es nicht zu Komplikationen kommt.

Denn leider kommt es beim eingewachsenen Zehennagel so gut wie nie zu einer Selbstheilung. Ist der Nagel erst einmal in die Haut eingedrungen, löst der Körper die typischen Abwehrsymptome aus und möchte den Fremdkörper wieder loswerden. Das gelingt ihm von alleine aber nicht. Er braucht Unterstützung und wie die aussieht kann ein Arzt am besten beurteilen.

Beim ersten Anzeichen eines Druckgefühl auf das Nagelbett, sollte dieser daher aufgesucht werden. Und wenn es übervorsichtig war und tatsächlich gar kein einwachsender Zehennagel droht, ist das immer noch die bessere Alternative. Zu spät zum Arzt zu gehen wäre weitaus schlimmer und hätte nicht selten weitreichende Folgen oder einen operativen Eingriff zur Folge. In Sachen erste Anzeichen gilt daher wie so oft: Je früher, desto besser.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Ein roter Zeh sollte immer ein Alarmsignal sein. Wenn die Ecken schmerzen, dann liegt immer etwas im Argen. Es muss nicht immer ein eingewachsener Nagel sein, aber dies sollte wenigstens überprüft werden.

Die Diagnose stellt sich relativ einfach. Ein Dermatologe kann schnell erkennen, ob der Zehennagel ins Fleisch eingewachsen ist und wie tief. Er kann dann eine Maßnahme ableiten. Dies erkennt er recht einfach an Schwellungen und Rötungen und ggf. auch daran, wo der Patient Schmerzen verspürt.

Wer den Arzt direkt aufsucht hat gute Chancen, dass es mit einer kleinen Maßnahme bzw. einer Therapie und bei einem Arztbesuch bleibt. Wer allerdings länger wartet, riskiert eine Entzündung, die weitaus schmerzhafter ist und im schlimmsten Fall nur mit einem operativen Eingriff zu behandeln ist.

Jede Maßnahme, die auf den Einsatz von Cremes ohne ärztlichen Rat erfolgt, sollte zwingend unterlassen werden. Da der Körper nun besonders empfänglich für Entzündungen ist und eine offene Stelle am Körper vorliegt, kann man es damit sogar noch schlimmer machen.

Sobald sich Eiter gebildet hat, ist ein Stadium erreicht, bei welchem ein ambulanter operativer Eingriff nicht mehr umgangen werden kann. Zu diesem Zeitpunkt leiden die meisten Betroffenen unter solche starken Schmerzen, dass ihr Gang stark beeinflusst ist.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Etwa 20 Prozent der Menschen litten schon einmal unter einem eingewachsenen Zehennagel. Bei manchen Menschen kehrt die Verletzung nach ärztlichen Handel nie wieder zurück und sie litten tatsächlich nur einmal oder zwei Mal in ihrem Leben darunter. Andere Menschen hingegen haben ständig mit eingewachsenen Nägeln zu kämpfen.

Der Grund, weshalb manche Personen häufig betroffen sind und andere hingegen nie, hat auch eine genetische Ursache. So wie einige Menschen häufiger zu bestimmten Infektionen tendieren, gibt es den Hang auch den Hand zu eingewachsenen Nägeln. Das liegt zum einen an Wuchsrichtung der Nägel und zeitgleich auch an einem empfindlichen Nagelbett.

Werden dazu dann noch die falschen Schuhe getragen bzw. insgesamt viel zu lange pro Tag überhaupt Schuhe getragen, leiden die Betroffenen oft unter Beschwerden.

Neigt der Körper zusätzlich schnell dazu, Entzündungen zu entwickeln, ist ein schwerer Verlauf oft nicht abzuwenden. Hier hilft nur schnelles Reagieren. Sobald sich etwas andeutet, sollte sofort gehandelt werden. Von alleine wird die Verletzung meist nicht besser. Wer handelt, bevor der Nagel richtig ins Nagelbett einwächst und dann wieder von Haut umschlossen wird, kann mit Glück auch eine Operation abwenden.

Abwarten und Nichtstun macht es in fast allen Fällen auf lange Sicht nur schlimmer. Die Beschwerden werden täglich größer und es endet so oder so immer mit einem Gang zum Arzt. Je früher dieser stattfindet, desto geringer werden die Schmerzen sein.


Komplikationen bei der Krankheit

Eine Komplikation tritt immer dann auf, wenn das Nagelbett sich entzündet hat. Dies kann passieren, wenn ein eingewachsener Zehennagel zu lange unbehandelt bleibt und dann schließlich Bakterien in die Haut eindringen. Diese Entzündung kann dann zu einer Eiterbildung führen.

Die Symptome spüren die Betroffenen sehr stark. Ist eine Entzündung vorhanden, klagen die meisten Patienten über:

  • einen permanente starken Schmerz,
  • ein Pochen am Zeh,
  • starke Schwellung, meist rot
  • spürbare Verhärtung von außen (meist Eiterbildung)

Das ist völlig normal, wenn der eigene Körper auf einen Fremdkörper reagiert. ist es allerdings soweit gekommen, muss zwingend ein Arzt aufgesucht werden. Tun die Betroffenen dies nicht, müssen sie damit rechnen, dass die Eiterbildung weiter voran schreitet. Und dann droht sogar eine Blutvergiftung, die tödlich enden kann.

Aus einer also scheinbar kleinen Verletzung kann etwas sehr Ernstes werden, wenn es nicht rechtzeitig behandelt wird. So weit sollte es gar nicht erst kommen müssen, wenn Betroffene sich klar machen, dass sie um einen Arztbesuch nicht herum kommen werden. Wer bei den ersten Beschwerden geht, wird schnell und unkompliziert behandelt und kann innerhalb weniger Tage bereits auf Besserung hoffen.

Ist eine Komplikation erst einmal eingetreten, dauert die Heilung wesentlich länger. Eine Blutvergiftung ist sogar so oft mit einem langen Aufenthalt im Krankenhaus verbunden. Das kann vermieden werden. Außerdem ist sie lebensgefährlich. Wegen einer solch scheinbar kleinen Verletzung kann der Körper also wirklich in eine Stresssituation kommen. So unscheinbar es also auch erscheinen mag: Der Körper hat mit dem Fremdkörper zu kämpfen und sollte damit nicht alleine gelassen werden. Zu ernst ist die Verletzung als dass sie von den Patienten einfach ignoriert werden kann.

Das könnte man auch spätestens dann nicht mehr, wenn große Schmerzen entstehen. Die übrigens sind für uns Menschen vor allem ein Alarmsignal. So zeigt der Körper uns, dass wir nicht mehr wegschauen können und dass da etwas ist, das dringend eine Handlung erfordert. Je weiter fortgeschritten die Entzündung ist, desto größer wird auch der Schmerz.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Im besten Fall geht man sofort zum Arzt, wenn man auch nur die kleinste Vermutung hat, dass ein Zehennagel eingewachsen sein könnte oder einzuwachsen droht. Wer schon häufiger darunter litt, wird die ersten Anzeichen schon früh erkennen und mit den Symptomen vertraut sein. Ein erstes Anzeichen ist meist ein verspürter Druck auf das Nagelbett. Am besten geht man direkt dann auch zum Arzt.

Manchmal entscheidet bereits ein Tag mehr Abwarten darüber, wie unkompliziert die Verletzung wieder abheilt. Wer also heute noch einen Termin beim Hautarzt bekommt, sollte diesen sofort wahrnehmen. In diesem Fall ist man lieber einmal zu häufig dort bzw. zu früh als deutlich zu spät. Starke Schmerzen können Betroffene sich ersparen, wenn sie den Arztbesuch nicht hinaus zögern.


Behandlungsmethoden & Therapie

Wer mit einem „normalen“ eingewachsenen Zehennagel zum Arzt geht, der noch keine Entzündung und/oder Eiter gebildet hat, wird unkompliziert und schnell behandelt. Der Arzt wird den Bereich erst einmal entlasten, d.h. das Nagelbett vom Zehennagel befreien. das kann z.B. durch Zurückschneiden oder Feilen gemacht werden.

Anschließend wird der Bereich gründlich gereinigt und desinfiziert. Auf diese Weise kann man Entzündung vorbeugen.

Die dermatologische Praxis setzt grundsätzlich auf folgende Maßnahme bei der Verhinderung einer Entzündung:

  • Reinigen der betroffenen Stelle,
  • desinfizieren
  • Kürzen des Nagels bzw. Entlastung des Nagelbettes
  • Anbringen eines Keils oder Rohrs aus Silikon, um das Nagelbett zu entlasten und
  • eventuell nachhaltige Behandlung durch Verwendung einer Nagelkorrekturspange

Die Nagelkorrekturspange kann den Nagel auf lange Sicht in eine günstigere Position bringen. auf diese Weise erfährt das Nagelbett Entlastung. Diese Maßnahme kann aber bis zu einem Jahr dauern.

Dabei wird der Fußnagel mittels einer Spange nach oben gezogen. Er ändert so dauerhaft seine Wuchsausrichtung und soll das Nagelbett nicht mehr entlasten. Die Hauptursache für das Einwachsen von Zehennägel ist meist eine genetisch bedingte, ungünstige Wuchsrichtung, die das Eindringen in die Haut begünstigt.

Auf diese Weise kann der Nagel in seiner Position verändert werden. Bringt aber auch dies keinen Erfolg, so ist ein operativer Eingriff nötig. Dabei wird das Stück des Nagels dauerhaft entfernt, das immer wieder Probleme macht. Die Verletzung heilt dann schnell ab.

Außerdem kann eine Nagelbettverkleinerung stattfinden. Nicht nur der Nagel, sondern vor allem das Nagelbett kann schlicht so groß sein, dass seine Fläche immer wieder anfällig für das Einwachsen des Nagels sein kann.

Medikamente kommen bei der Behandlung in der Regel nicht zum Einsatz. Sie wären bei einer fortgeschrittenen Entzündung oder gar keiner Blutvergiftung dann allerdings sicherlich notwendig – Das sollte aber im besten Fall gar nicht erst eintreten. Der Einsatz von Antibiotika ist meist nicht zu umgehen, wenn diese Komplikation eingetreten ist, da sie die Entzündung im Körper effektiv heilen können.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Wird die betroffene Stelle schnell und gründlich gereinigt, der Druck auf das Nagelbett entfernt und anschließend desinfiziert, ist die Prognose für die baldige Heilung sehr gut.

Es muss dann meist gar kein operativer Eingriff erfolgen. Wird hingegen zu lange gewartet kann es zu Komplikationen kommen. Wenn eine Entzündung vorliegt, kann es sein, dass die Eiterstelle vom Arzt geöffnet werden muss, damit dieser abfließen kann. Eventuell muss auch ein Stück des Nagels entfernt werden.

Vermeiden lässt sich dies allerdings nicht durch eine Impfung oder eine medikamentöse Behandlung zur Prävention. auch die Stärkung des Immunsystems bewirkt hier keine Veränderung. Fußpflege allerdings kann wirksam sein. Aber auch die ändert nichts an den genetischen Voraussetzungen jedes Einzelnen. Neigt man zu eingewachsenen Zehennägeln oder zu einem entzündeten Nagelbett, so muss man meist damit leben und etwas gründlicher auf die Pediküre achten als andere Menschen.

Mit echter Pflege oder Hygiene hat das alles allerdings überhaupt nichts zu tun. Es genügt schon recht aufmerksam auf die Signale des Körpers zu achten und die Nägel etwas häufiger zu schneiden bzw. zu feilen. Sollte eine Verletzung am Zeh bemerkt werden, sollte diese gründlich gereinigt werden und dann anschließend desinfiziert und so abgelebt, dass kein Schmutz eindringen kann. Eine Wunde muss immer sauber gehalten werden.

Prognose zur Heilung

eine ärztliche Behandlung ist bei einem eingewachsenen Zehennagel immer nötig. Man sollte nicht riskieren und auf eine Selbstheilung hoffen, denn spätestens wenn der Körper einer Entzündung ausgesetzt ist, ist dies für die Gesundheit alles andere als förderlich. Vor allem Eiterstellen müssen ärztlich behandelt werden.

Wer sich dann allerdings einem Dermatologen vorstellt, kann meist unkompliziert und schnell behandelt werden. Die Säuberung und Desinfektion ist in wenigen Minuten erledigt und hilft viel. Etwas aufwändiger ist das Anbringen eines Silikonröhrchen, aber auch das verhilft zu schneller Heilung.

Die meisten Menschen spüren schon nach einer Woche eine deutliche Besserung nachdem sie einen Arzt aufgesucht haben. Operative Eingriffe erfordern natürlich eine gewisse Schonung des Patienten, der nicht unmittelbar nach dem Eingriff wieder enges Schuhwerk tragen sollte.

Die Heilung ist insgesamt unproblematisch und nur selten kommt es zu schweren Komplikationen. Wer aber häufiger unter einem eingewachsenen Zehennagel leidet, sollte gemeinsam mit einem Arzt über die Planung langfristiger Behandlung nachdenken. Kommt es zu Komplikationen wie einer Blutvergiftung ist die Heilung natürlich um einiges komplizierter und kann mitunter wochenlang andauern.

Schuhe als Problem

Schuhe können zum echten Problem werden. Wer immer viel zu enge oder zu schmale Schuhe trägt, tut seinem Körper damit keinen Gefallen. Nicht nur Blasen und Druckstellen sind ein Problem. Die Füße möchten gut behandelt werden und dulden nicht ohne Widerspruch über viele Stunden hinweg das falsche Schuhwerk.

Nach einigen Wochen kommt es zu Beschwerden und wer nicht aufpasst riskiert einen eingewachsenen Zehennagel. Doch auch wenn dieser behandelt wurde und scheinbar geheilt ist, darf nicht achtlos erneut auf Schuhe zurückgegriffen werden, die unpassend sind.

Vor allem Frauen neigen zum Tragen von Schuhen, die vorne spitz zulaufen. Im schlechtesten Fall sind diese dann noch mit einem hohen Absatz. Das führt auf Dauer zu Problem. Für ein paar stunden zu einer Feier mag das kein Problem sein. Als dauerhaftes Schuhwerk im Alltag ist das aber eine denkbar schlechte Wahl. Wem am Abend immer die Füße schmerzen und wer sich grundsätzlich darin eingeengt fühlt, sollte sich in einem Fachhandel beraten lassen. Eventuell helfen auch Einlagen oder spezielle Strümpfe.

Die Absätze sollten immer möglichst flach gewählt werden. Je höher der Absatz, desto schiefer ist auch die Haltung des Fußes und dieser rutscht automatisch nach vorne zur Spitze des Schuhs. Dort werden dann Nagelbett und Zehn zusammen geschoben, was die Beschwerden verschlimmern kann.

Alternative Behandlungsmethoden

Die alternative Medizin kann gegen eingewachsene Zehennägel recht wenig ausrichten. Vor allem Entzündung sollten immer schulmedizinisch behandelt werden, da sonst Verschlimmerungen drohen, die mitunter sehr gefährlich werde können.

Dennoch bietet die alternative Heilmedizin einige Maßnahmen, die die Füßen vor Verletzungen schützen können.

Massagen und Fußpflege
Eine angenehme Fußmassage lässt sich auch mit Pediküre – also der medizinischen Fußpflege verbinden. Das ist die ideale Gelegenheit um Probleme mit den Nägeln frühzeitig zu erkennen.

Ayurveda
Auch mit Ayurveda lässt die Haut sich pflegen. Ob als Creme oder Öl spielt keine Rolle. Bei einer Massage kann beides eingesetzt werden. Vorab ist eine medizinische Untersuchung aber zwingend nötig, da nicht immer die Behandlung mit Ölen und Lotionen wirklich empfohlen wird. Eventuell können sich Entzündungen so auch verschlimmern.

Welche Hausmittel können helfen?

Das einfachste Hausmittel ist ein bequemer Schuh. Was so einfach klingt ist in der Praxis für die meisten Menschen aber ein echtes Problem, denn bequeme Schuhe sind nur selten wirklich schick. Und leider tragen viele sogar in der eigenen Wohnung noch unbequemes und ungeeignetes Schuhwerk. Wann immer es geht muss ein breiter Hausschuh her. Noch besser ist es, wenn man barfuß geht.

Denn sogar Socken können die Zehen vorne zusammen drücken und damit den Druck aufs Nagelbett erhöhen. Ideal ist es, so häufig wie nur möglich, komplett ohne Fußbekleidung zu gehen. Wenn man nach Hause kommt, sollten Schuhe und Socken direkt ausgezogen werden. So können Füße und Zehen sich am besten regenerieren. Außerdem gilt: Auch geschlafen werden sollte immer barfuß.

Als bekanntes Hausmittel gegen eingewachsene Zehennägel gelte auch Fußbäder. Danach sollten die Füße gründlich abgetrocknet und gegebenfalls desinfiziert werden.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Gegen eine genetische Veranlagung bzw. dem Hang zu einwachsenden Zehennägeln lässt sich wenig ausrichten. Trotzdem ist es einen Versuch wert, dabei auch auf alternative Heilmethoden aus der Natur zu setzen. Sie sind meist nicht gefährlich, weil sie nicht reizen und können sogar Entzündungen lindern.

Kamille
Kamille ist entzündungshemmend und damit sehr gut für den Einsatz gegen eingewachsene Zehnennägel geeignet. Kamille kann selbst in Form eines einfachen Teebeutels einfach in ein Fußbad gegeben werden und dort seine Wirkung entfalten. Das ist einfach, günstig und effektiv.

Teebaum
Auch Teebaum soll Entzündungen hemmen. Als Öl kann es ebenfalls für ein entspanendes Fußbad eingesetzt werden. Wichtig ist auch hier, dass zuvor mit dem Arzt abgesprochen wird, ob grundsätzlich etwas gegen die Anwendung spricht.

Ätherische Öle

Lavendel, Mandel und Limone riechen einfach wunderbar und erfüllen unseren Geist mit ihren Düften. Speziell gegen Probleme mit den Füßen gibt es einige ätherische Öle, die Beschwerden lindern können.

Kamillenöl
Nach dem Baden oder Duschen sollten die Füße mit Kamillenöl eingerieben werden. Am besten zieht man dann darüber auch keine Socken an, sondern geht so direkt ins Bett. Das ist für die Füße am besten und das Öl kann gut einziehen.

Pfefferminzöl
Auch hier gilt: Am besten angewendet wird das Öl in einem Fußbad oder direkt nach dem Baden oder Duschen. Hilft auch gut gegen müde Füße, die den ganzen Tag nicht zur Ruhe gekommen sind.

Latschenkiefer

Wer engen Schuhe trägt und viel schwitzt, hat leider schlechte Karten gegen Bakterien. Denn gerade dort fühlen die sich ganz besonders wohl. Fußbäder aus einer Mischung aus Latschenkiefer und Zitrone können die Schweißbildung etwas reduzieren und auch geschwollene Füße etwas entspannen. Gegen die grundsätzliche Neigung zu Fußschweiß richten sie aber trotzdem wenig aus.

Homöopathie & Globuli

Urtica Urens (Potenz: D12)
Wer unter gereizter haut leidet, die unter Umständen noch juckt oder gar Ausschläge aufweist, kann Urtica Urens etwas Linderung verschaffen. Kühle wirkt dabei unterstützend, Wärme und Hitze verschlechtern das Gesamtbild meist.

Argentum nitricum
Kann gegen Schweißbildung helfen. Denn Schweißfüße sind nicht ideal, wenn man befürchten muss, dass Bakterien sich bilden, die eingewachsene Zehennägel und deren Auswirkung verschlechtern.

Schüssler-Salze und Salben

Zwar helfen auch Schüssler Salze nicht zwingend nicht gegen genetische Veranlagung, können aber Schweißbildung etwas reduzieren.

Schüssler Salbe Nr. 2Calcium phosphoricum
Die Salbe Nr. 2 kann äußerlich angewendet werden und hemmt die Schweißbildung lokal. Also z.B. am Fuß. Vorab ist allerdings ärztlich abzuklären, ob die Salbe eventuell eine Gefahr für die Heilung darstellt oder nicht.

Schüssler-Salz Nr. 20Kalium Aluminium sulfuricum
Kalium Aluminium kann gegen übermäßigen Fußschweiß helfen. damit reduziert man die Gefahr einer bakteriellen Entzündung.

Diät & Ernährung

Die Ernährung hat in der Regel keinen Einfluss darauf, ob ein Mensch häufiger, selten oder gar nie unter eingewachsenen Zehennägeln leidet. Die Ursache liegt in der Genetik. Theoretisch könnte man sich also wirklich sehr ungesund ernähren und würde trotzdem nie oder viel seltener unter Verletzungen der Haut leiden als andere Menschen.

Die Ernährung spielt allerdings trotzdem eine Rolle, wenn es um die Abwehrkräfte des Körpers geht. Kommt es dazu, dass ein Zehennagel häufiger ins Nagelbett einwächst, kann der Körper besser darauf reagieren, wenn er ausreichend versorgt ist. Das Immunsystem entscheidet darüber, wie gut oder schlecht der Körper eine Entzündung verkraftet. Wer sich ausgewogen ernährt, sein Normalgewicht hält und wem es an nichts mangelt, hat die besten Voraussetzungen dafür, dass selbst eine Entzündung gut verarbeitet werden kann.

Daran, dass diese Entzündung aber überhaupt erst entsteht, lässt sich wenig beeinflussen. Diese Reaktion ist völlig normal, wenn der Körper einen Fremdkörper loswerden muss. Er wird abgestoßen. Dieser Prozess soll also so sein und kann nicht verhindert werden. Ein geschwächter Körper reagiert aber auf eine Entzündung immer heftiger als ein gesunder, kräftiger Körper. Ein Kind beispielsweise würde eventuell mit Fieber reagieren und sich tagelang sehr krank fühlen, während ein gesunder Erwachsener die Entzündung nach der Behandlung beim Arzt einfach ohne Weiteres wegsteckt.

Alles in allem hat die Ernährung wenig damit zu tun, ob die Neigung zu immer wieder einwachsenden Zehennägel sich bessert oder verschlechtert. Viel eher wäre eine Operation sinnvoll, die auf eine dauerhafte Heilung setzt.

FAQ – Fragen & Antworten

Kann man einen eingewachsenen Zehennagel selbst behandel?
Das sollte man eher vermeiden. Wenn sich erkennen lässt, dass ein Zehennagel einzuwachsen droht, so kann man natürlich selbst noch Maßnahmen ergreifen, indem man den Nagel gezielt abschneidet und feilt und so den Druck vom Nagelbett nimmt. Ist der Nagel aber bereits eingewachsen, so sollte diese Stelle in keinem Fall selbst behandelt werden. Viel zu groß ist die Gefahr, dass Bakterien in die Haut gelangen und Komplikationen auftreten.

Ist ein eingewachsenen Zehennagel gefährlich?
Er kann sehr gefährlich werden. Wer sich nicht behandeln lässt, riskiert schlimmste Verletzungen und Erkrankungen. Die Blutvergiftung ist dabei sicherlich die höchste Stufe der Erkrankung, die nicht selten mit dem Tod der Patienten endet und oft eine langwierige Behandlung mit sich bringt. Wer rasch zum Arzt geht und sich dort behandeln lässt, muss diese Form der Komplikationen aber nicht befürchten.

Können auch Fingernägel einwachsen?
Nein, das kommt so gut wie nie vor. Fingernägel sind insgesamt unproblematisch und wachsen so gut wie nie ins Nagelbett ein. Es kann allerdings, je nach Voraussetzung, auch am Nagelbett der Finger immer wieder zu Probleme kommen, das ist allerdings höchst selten. Fingernägel haben außerdem einen entscheidenden Vorteil: Sie sind immer frei. Sie werden nie zusammen gedrückt und müssen ein unbequemes Schuhwerk ertragen. Das macht sie insgesamt sehr pflegeleicht. Und sollte im Umkehrschluss auch aufzeigen, weshalb es unsere Füße nicht so leicht haben.

Können Fußbäder gegen eingewachsene Zehennägel helfen?
Sie können die Haut pflegen und tun sicherlich gut. Aber sie können nicht helfen, wenn ein nagel schon eingewachsen ist, denn dieser wird einfach weiter wachsen und in diesem Fall leider weiter hinein in das Nagelbett. Daran kann auch ein wohltuendes Fußbad nichts ändern. Aber zu einer Pediküre gehört ein Fußbad sicherlich dazu und kann durchaus Grundlage bei der Reinigung sein. Außerdem schadet es nicht. Es sei denn, es ist bereits eine Entzündung vorhanden, dann sollte mit dem Arzt abgeklärt werden, ob ein Fußbad eventuell kontraproduktiv sein kann und vermieden werden sollte. Das gilt auch für sämtliche Zusätze – auch pflanzlicher Art. Auf eigene Faust sollte zum eigenen Schutz nicht gehandelt werden.

Welche Schuhe eignen sich am besten?
Die Schuhe sollten vor allem vorne nicht zu spitz zulaufen. Das verursacht auf Dauer Probleme, denn das werden Zeh und Nagelbett zwangsläufig aneinander gedrückt. Dieser Druck lässt den Nagel dann auch meist einwachsen. Außerdem sind flache Schuhe sehr viel angenehmer zu tragen als Absätze. Wer hohe Absätze trägt schiebt den Fuß nämlich automatisch nach vorne in den Schuhe, wodurch wieder ein Druck entsteht. Das sorgt dann nicht nur für schmerzende Füße am Abend, sondern schädigt auf Dauer auch die Zehen.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (104 Stimmen, Durchschnitt: 4,60 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise