Seborrhoisches Ekzem


Seborrhoisches Ekzem

Was ist ein Seborrhoisches Ekzem?

Das Seborrhoische Ekzem gehört zur Gruppe der Hautkrankheiten. Es wird ebenso unter der fachlichen Bezeichnung Seborrhoische Dermatitis und Morbus Unnageführt. Die Endung -itis deutet darauf hin, dass es sich um einen entzündlichen Vorgang handelt. Das Seborrhoische Ekzem ist überwiegend bei Kindern im Säuglingsalter in den ersten Monaten nach der Geburt zu beobachten auf. Es ist allerdings nach kurzer Zeit abgeheilt. Aber auch Erwachsene leiden unter dem Seborrhoischen Ekzem.

Es ist hinlänglich nachgewiesen, dass ein Seborrhoisches Ekzem nicht übertragbar ist.

Ursachen des Seborrhoischen Ekzems

Die Auslöser für die seborrhoische Dermatitis sind sehr vielschichtig. Da unbestritten auch äußere Einflüsse eine wichtige Rolle spielen, Sprechen die Mediziner von Ursachen und Risikofaktoren. Das sind:

  • hormonelle Aspekte
  • Klima
  • erbliche Veranlagung
  • psychische Belastungen
  • körperliche Belastungen

Der Vollständigkeit halber muss an dieser Stelle angeführt werden, dass derzeit noch nicht alle ursächlichen Zusammenhänge vollständig und eindeutig aufgeklärt sind. Der Verdacht, ALS Auslöser zu fungieren, fällt auf sogenannte Malassezia-Hefen. Diese Mikroorganismen sind bei gesunden Menschen in einer bestimmten Anzahl vorhanden. Vermehren sich diese Hefen, dann kann es passieren, dass es zu einer Seborrhoischen Dermatitis kommt.

Ein Seborrhoisches Ekzem ist eine Hauterkrankung, die gerade bei Menschen mit Morbus Parkinson und AIDSvermehrt auftritt. Es wird vermutet, dass Beeinträchtigungen des zentralen Nervensystems und der immunologischen Systeme ebenfalls für die Entstehung der Seborrhoischen Dermatitis verantwortlich sind. Obwohl 50 Prozent der Menschen eine genetische Bereitschaft für das Seborrhoische Ekzem mitbringen, kommt dieses Krankheit nur bei den wenigsten von ihnen zum Ausbruch.

Vermutet wird außerdem, dass eine übermäßige Hautpflege mit zu reichhaltigen, sehr fettigen Produkten und übermäßiges Schwitzen einen Morbus Unna begünstigen können. Ein dauerhaftes Bedecken von Hautteilen mit atmungsinaktiver Kleidung kann auf lange Sicht ebenso zu einer Seborrhoischen Dermatitis beitragen.

Symptome und Anzeichen des Seborrhoisches Ekzems

Eine Seborrhoische Dermatitis oder Gneis ist äußerlich sichtbar. Die typischen Hautveränderungen beschränken sich auf die Kopfhaut und das Gesicht. Hier sind die gelblich gefärbten Hautausschläge vorwiegend auf der Nase und auf dem Kinn sowie in den Augenbrauen, auf den Augenlidern und um die Ohren herum lokalisiert. Männer kämpfen in diesem Fall oftmals mit einer übermäßigen Schüppchenbildung im Bereich der Brust-, Bauch- und Rückenbehaarung sowie im Bart.

Beim Seborrhoischen Ekzem wird durch die Vermehrung der Malassezia-Hefen eine übermäßige Talgproduktion angeregt. Deshalb treten die Anzeichen ausschließlich dort auf, wo anatomisch viele Talgdrüsen angesiedelt sind. Die Mikroorganismen provozieren vom Körper eine Antwort auf ihre extreme Vermehrung. Diese zeigt sich durch eine entzündliche Reaktion. Zu den gelblich gefärbten Schuppen, die ein eher trockenes Hautbild vermuten lassen, kommen bräunlich bis rötlich gefärbte Flecken. Nicht immer leiden die Betroffenen unter Juckreiz. Dieser kann auch ausbleiben. Da das Erscheinungsbild des Seborrhoischen Ekzems nicht allzu spezifisch ist, muss eine genaue Diagnostik erfolgen. Nur so kann diese entzündliche Hauterkrankung gegenüber anderen Hautirritationen sicher abgegrenzt werden.

Bei Babys wird diese entzündliche Erkrankung der Haut umgangssprachlich als Milchschorf bezeichnet. Die Kopfhaut des Neugeborenen sieht gerötet aus und weist eine Fülle an Hautteilchen auf. Diese Hautschüppchen sind gelblich und fettig und fallen nach und nach ab. Ursprünglich wurde angenommen, dass der Milchschorf nur auf die Kopfhaut begrenzt ist. Dennoch sind das Gesicht, die Achseln, der Intimbereich und die Nase nicht immer davon ausgenommen.

Diagnose und Krankheitsverlauf beim Seborrhoischen Ekzem

Der Krankheitsverlauf des Seborrhoischen Ekzems ist durch Schübe charakterisiert. Wenngleich die Beeinträchtigung bei Säuglingen binnen kurzer Zeit abheilt, wird sie bei erwachsenen Menschen fast ausnahmslos chronisch. Die Prognose auf eine komplette Ausheilung der gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist gegenwärtig schlecht. Die Betroffenen leiden vor allen Dingen unter der unangenehmen Optik, die durch die sich ausbildenden, fettig erscheinenden Verkrustungen zusätzlich verschlechtert wird. Diese Krusten manifestieren sich durch die hohe Talgbildung in Verbindung mit dem Fettfilm.

Bei einem Seborrhoischen Ekzem sind Zusatzinfektionen nicht ausgeschlossen. Diese können durch das Eindringen von bakteriellen Keimen in die bereits vorgeschädigte Haut begünstigt werden.

Nimmt der Arzt an, dass es sich eventuell um eine Schuppenflechte handeln könnte, kann das geklärt werden, indem eine Probe der Haut entnommen wird. Dieser Vorgang geschieht unter lokaler Anästhesie. Unter dem Mikroskop wird dann eine sogenannte feingewebliche Untersuchung absolviert. Diese Vorgehensweise ist differentialdiagnostisch aussagekräftig. Der Ausschluss einer Schuppenflechte bringt den Patientinnen und Patienten häufig eine psychische Erleichterung.

Behandlung der Seborrhoischen Dermatitis

Die therapeutischen Maßnahmen beim Seborrhoischen Ekzem Gehen in zwei Richtungen. Zum einen sollen die Krankheitsursachen bekämpft werden, zum anderen ist es bedeutungsvoll, das äußere kosmetische Erscheinungsbild der Patientinnen und Patienten zu verbessern. Da die Hautirritationen schubweise mehr oder weiniger stark ausgeprägt sind, kommt es darauf an, die Therapie zeitlich gut abzustimmen. Die Mediziner teilen die Erkrankung in zwei zeitliche Abfolgen ein. Dazu gehört zunächst das Akutstadium. Innerhalb dieser Phase wird als sinnvoll erachtet, den Betroffenen pilzabtötende Arzneimittel zu verabreichen. diese werden jedoch nicht oral eingenommen, sondern unmittelbar auf die Haut aufgebracht. Bewährt haben sich Produkte mit den Wirkstoffen Ketoconazol, Ciclopirox oder Bifonazol.

Üblich sind Erzeugnisse wie:

  • Salben
  • Cremes
  • Shampoos
  • Lotionen

Shampoos sind günstig, zumal die Hautveränderungen auch auf behaarter Kopfhaut auftreten. Als Shampoons werden Artikel mit Inhaltsstoffen wie Zinkpyrithion und Steinkohleteer empfohlen. Um ein leichteres Ablösen der Schuppen von der Haut zu unterstützen, werden die als Keratolytika bezeichneten Substanzen verordnet. Sie sind reich an natürlichen Stoffen wie Harnstoff und Salizylsäure. Durch das gleichmäßige Benetzen der Haut wird ein Auf- und Ablösen der lästigen Schuppen gewährleistet.

Kommt es bei den Erkrankten es zu sogenannten Superinfektionen durch bestimmte Stämme von Bakterien, dann muss im Rahmen der Therapie eine gezielt eingesetzte Kombination aus Antibiotika und Antimykotika ausgewählt werden. Ergänzt werden diese Arzneimittel durch äußerliche Anwendungen wie einer Phototherapie. Eine weitere adäquate Methode, um ein Seborrhoisches Ekzem erfolgreich behandeln zu können, ist der Einsatz von Steroidhormonen, den Glukokortikoiden. Diese werden mit Salben auf den involvierten Hautarealen gleichmäßig verteilt. Diese Behandlung ist jedoch nur kurzfristig möglich, weil die Nebenwirkungen der Glukokortikoide für die Seborrhoische Dermatitis einfach unangemessen wären.

Stellt der Arzt fest, dass die Seborrhoische Dermatitis extrem hartnäckig ist, dann können Medikamente mit Antimykotika helfen. Sie werden als Tabletten verabreicht. Da bislang angenommen wird, dass der bereits angeführte Hefepilz eine ganz entscheidende Rolle bei der Seborrhoischen Dermatitis spielt, ist die Therapie dahingehend ausgerichtet, dessen Vermehrung einzudämmen. Deshalb sind antimykotische vor allen Dingen beim chronischen Verlauf Substanzen von Vorteil.

Eine chronische Seborrhoische Dermatitis lässt sich mit einer als Erhaltungstherapie bekannten Verfahrensweise gut in den Griff bekommen. Diese Behandlung ist darauf ausgerichtet, die Zeit zwischen den einzelnen Schüben so weit es geht zu verlängern. Verwendet werden hauptsächlich keratolytikahaltige Reinigungs- und Pflegesubstanzen. Diese sind durch einen für die Haut neutralen pH-Wert gekennzeichnet. So kommt es zu einer sanften und schonenden Reinigung und Pflege, was zu für eine bessere Regeneration der Haut förderlich ist. Kombiniert werden diese Vorgehensweisen mit Entspannungstechniken wie der progressiven Muskelentspannung, Yoga und autogenem Training. Erfahrungsgemäß ist es leider so, dass die Mehrheit der Seborrhoischen Ekzeme chronisch wiederkehrt.

Obwohl die beim Säugling auftretende Seborrhoische Dermatitis schnell wieder abheilt. sind Komplikationen nicht ausgeschlossen. Diese werden meist in der achten Woche nach der Geburt diagnostiziert. Sie äußern sich durch Erbrechen, anhaltenden Durchfall und Fieber. In der Medizin wird diese Problematik als Erythrodermia desquamativa Leiner deklariert.

Nimmt das Seborrhoische Ekzem bei Säuglingen einen leichten beziehungsweise einen normalen Verlauf, dann sollten die Mütter:

Das Haar regelmäßig mit einem geeigneten Babyshampoon waschen und die Hautflocken behutsam lösen

Die Kopfhaut mit einem milden pflanzlichen Öl oder einem speziellen Babyöl (kein Olivenöl) über Nacht einreiben.

Beim Abtragen der winzigen Hautsegmente ist es wichtig, nur lose Teile abzunehmen. Werden Flöckchen von der Haut abgerissen, können sich an diesen Stellen entzündliche Herde ausbilden. Nach einer Konsultation des Hautarztes ist es nicht ausgeschlossen, dass die von Milchschorf betroffenen Babys eine Antipilzlotion, ein medizinisches Shampoo oder ein antibiotisches Medikament verschrieben bekommen.

Vorbeugung

So unterschiedlich eine Seborrhoische Dermatitis verlaufen kann, so ungünstig ist auch deren Chance auf Heilung. Eine richtige Vorbeugung gegen diese Erkrankung ist generell nicht zu gewährleisten. Empfohlen werden hautneutrale Wasch- und Reinigungsmittel, um die Haut nicht unnötig zu reizen. Außerdem regen hautneutrale Produkte die Talgbildung nicht so stark an. Bei Säuglingen ist keine Prophylaxe möglich.

Zweckmäßig sind Pflegeprodukte, die vom Arzt verordnet werden. Antimykotika und Keratolytika tragen dazu bei, einem Rückfall vorzeitig entgegen zu wirken. Viel Aufenthalt an der frischen Luft, atmungsaktive Kleidung, in der eine ausreichende Belüftung möglich und spezielle Kuren in den Bergen oder am Meer werden angeraten.

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