Vaskuläre Demenz

Steckbrief: Vaskuläre Demenz

  • Name(n): Morbus Binswanger; Vaskuläre Demenz
  • Art der Krankheit: Gefäßkrankheit
  • Verbreitung: Industrieländer
  • Erste Erwähnung der Krankheit: um 1910
  • Behandelbar: Verlauf kann verlangsamt werden
  • Art des Auslösers: Ablagerungen in den Arterien
  • Wieviele Erkrankte: Ein bis zwei Millionen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Internist; Neurologe
  • ICD-10 Code(s): f01.0

Behandelbar aber meist nicht heilbar

Wenn Senioren vergesslich werden, kann eine ernste Erkrankung dahinter stecken. Oft ist es es Vaskuläre Demenz, die auf eine Verkalkung der Gefäße zurückgeht.

Sie kann nicht geheilt werden. Wird die Krankheit aber rechtzeitig erkannt, kann ihr Verlauf verlangsamt werden. Das bringt den Patienten noch viele Jahre mit einer guten Lebensqualität.

In einigen Fällen tritt eine Vaskuläre Demenz auch ganz plötzlich auf, etwa durch einen Schlaganfall. In einem solchen Fall kann die Krankheit sehr gut behandelt werden – vor allem bei jungen Patienten. Wird sie rechtzeitig erkannt, kann sogar eine vollständige Heilung möglich sein.

Definition Vaskuläre Demenz

Die vaskuläre Demenz wird durch Veränderungen an den Gefäßen (Ateriosklerose) hervorgerufen. Betroffen ist das Gehirn der Erkrankten. Geschädigt wird hier vor allem die Großhirnrinde. Mit Fortschreiten der Erkrankung nehmen die kognitiven Fähigkeiten stetig ab.

Im Endstadium können Körperfunktionen oft nicht mehr aktiv kontrolliert werden. Einige Patienten sind sogar nicht mehr in der Lage, mit der Außenwelt in Kontakt zu treten.

Die Vaskuläre Demenz ist auch unter dem Namen Morbus Binswanger bekannt. Dieser Name rührt von dem Entdecker der Krankheit, Ludwig Binswanger, her. Er lebte von 1852 bis 1929 in Jena.

Was ist eine Vaskuläre Demenz?

Die Vaskuläre Demenz ist eine Form der Demenzerkrankung. Ihr liegen Veränderungen an den Gefäßen, eine Ateriosklerose, des Patienten zugrunde. Dadurch kommt es zu vielen kleinen Infarkten im Gehirn – in ihrer Folge wird die Großhirnrinde immer weiter geschädigt.

Zu Beginn werden nur wenige Symptome der Krankheit sichtbar – die von den Betroffenen oft nicht ernst genommen werden. Mit Fortschreiten der Demenz fällt auf, dass der Patient immer größer Probleme hat, seinen Alltag zu bewältigen. Er wird vergesslich, hat zusehends Probleme Urteile zu fällen.

Von den Angehörigen werden die Verhaltensveränderungen nur allzu oft als „Altersschwäche“ abgetan. Das ist jedoch ein fatales Fehlurteil. Denn: Mit der richtigen Behandlung lässt sich der Verlauf der Krankheit erheblich verlangsamen.

Im weiteren Verlauf der Krankheit nehmen nicht nur die kognitiven Fähigkeiten der Patienten ab. Viele von ihnen entwickeln auch Sprachstörungen bis hin zum Verlust der Sprache. Angehörige und Freunde bemerken zudem, dass sich die Persönlichkeit des Erkrankten zunehmend verändert. Er wird aggressiver und verhält sich zum Teil feindselig gegenüber vertrauten Menschen. Auch Stimmungsschwankungen ähnlich einer Depression werden oft beobachtet.

Die Vaskuläre Demenz ist die zweithäufigste Form der Demenzerkrankungen in westlichen Industrieländern. Mehr Menschen erkranken in unseren Breitengraden nur noch an Alzheimer.

Welche Ursachen gibt es?

Die Hauptursache einer Vaskulären Demenz sind Veränderungen an den Gefäßen, auch als Ateriosklerose bekannt. Infolgedessen wird das Gehirn mit weniger sauerstoffreichen Blut versorgt und es kommt zu kleinen Infarkten in den Gefäßen. Die Folge: Das Gehirn der Erkrankten wird nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Deswegen werden Hirnzellen geschädigt oder sterben ganz ab. Meist ist dies ein fortschreitender Prozess.

Eine Vaskuläre Demenz kann aber auch durch ein dramatisches Ereignis ausgelöst werden – einem Schlaganfall zum Beispiel. In diesem Fall wird ein größeres Hirnareal plötzlich von der Sauerstoffversorgung abgeschnitten. Je länger dieser Prozess dauert, desto größer ist die Schädigung des Großhirns. Häufiger ist die Krankheit jedoch das Ergebnis eines schleichenden Prozesses. So kann zum Beispiel ein über Jahre hinweg nicht behandelter Bluthochdruck die Gefäße schädigen.

Es gibt aber noch weitere Risikofaktoren für eine Vaskuläre Demenz: Diabetes, zu hohe Cholesterinwerte, Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss. Auch wer an einer Herzinsuffizienz leidet, hat ein großes Risiko, an einer Vaskulären Demenz zu erkranken. Durch die Rhythmusstörung pumpt das Herz nicht genug Blut durch die Arterien. Es kann verklumpen und die Gefäße verstopfen. Aus diesem Grund verschreibt der Arzt bei einer Herzinsuffizient häufig gerinnungshemmende Medikamente.

Einigen dieser Risikofaktoren kann vorbeugend begegnet werden. Ein gesunder Lebensstil zum Beispiel verringert das Risiko an einer Vaskulären Demenz zu erkranken deutlich. Allerdings wird beobachtet, dass mit dem durchschnittlichen Lebensalter auch das Risiko für Demenzerkrankungen steigt. Es ist auch belegt, dass genetische Faktoren einen Ausbruch dieser Krankheit begünstigen. Meist kommen in Familien Demenz-Erkrankungen gehäuft vor. Vor allem bei der Vaskulären Demenz spielt Vererbung eine große Rolle.

Symptome und Anzeichen

Die Symptome einer Demenz stellen sich eher selten plötzlich ein. Dies ist nur der Fall, wenn sie durch einen Schlaganfall ausgelöst worden ist. Die Demenz ist vielmehr eine Erkrankung, die im Normalfall schleichend voran schreitet. Die Symptome sind vielfältiger Natur – und müssen nicht immer vorhanden sein. Das erste Anzeichen für eine Demenz ist Vergesslichkeit. Vergisst ein Betroffener mehr und mehr Dinge, sollten Angehörige ihn auf diesen Zustand ansprechen – und ärztlichen Rat einholen.

Folgende Symptome können beobachtet werden:

Für die Angehörigen sind oftmals die Persönlichkeitsveränderungen, die betroffene durchmachen, am schlimmsten. Die Erkrankten werden unruhig und zunehmend aggressiv. Einige verlierend das Interesse an Dingen, die ihnen früher Freude gemacht haben. Sie Gehen ihren Hobbys nicht mehr nach, das Tagesgeschehen wird uninteressant. Einige Betroffene entwickeln auch Stimmungsschwankungen ähnlich einer Depression mit manischem Verlauf.

Hinzu kommt eine vermehrte Orientierungslosigkeit. Der Vater vergisst plötzlich, wo das eigene Haus steht. Dieser Effekt verstärkt sich unter Umständen nach einem Umzug. Einige Erkrankte wachen dann auf und wissen plötzlich gar nicht mehr, wo sie sind.

Das bekannteste Phänomen sind sicherlich Probleme im Kurzzeitgedächtnis. Dieses baut aufgrund der geschädigten Arterien immer weiter ab – bis Betroffene nur noch in der Vergangenheit leben. Hinzu kommt ein getrübtes Urteilsvermögen. Situationen können nicht mehr als gefährlich eingestuft werden, das gesunde Misstrauen gegenüber Fremden verschwindet unter Umständen. Auch das Gefühl für Geld schwindet mit Voranschreiten der Erkrankung – spätestens dann sollte über eine Betreuung nachgedacht werden.

Die Dinge des Alltags können dementsprechend nicht mehr erledigt werden. So vergisst der Opa plötzlich, wie der Rasenmäher funktioniert und die Hausfrau weiß nicht mehr, wie das Lieblingsgericht der Kinder gekocht wird.
Schreitet die Krankheit weiter fort, kommen auch Sprachstörungen und andere körperliche Beeinträchtigungen hinzu. Dann sind die Regionen des Hirns geschädigt, die Muskeln kontrollieren.

Häufig kommt es im Rahmen einer Vaskulären Demenz zum Beispiel zum Kontrollverlust über die Blase. Erkrankte können ihre Schließmuskeln nicht mehr steuern und müssen unter Umständen dauerhaft eine Katheter tragen. Es können auch auch andere Muskeln betroffen sein – je nachdem, wie die Krankheit verläuft. Unter Umständen kann auch die Fähigkeit zu Laufen oder zu kauen verloren gehen. Im Endstadium der Erkrankung können sich einige Betroffene weder selbstständig bewegen, noch mit ihrer Außenwelt in Kontakt treten.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Bemerken Betroffene oder Angehörige erste Anzeichen ist der Ansprechpartner der eigene Hausarzt. Er kennt die Krankengeschichte ganz genau und kann im Rahmen einer körperlichen Untersuchung eine erste Einschätzung abgeben. Dann wird er testen, ob sich bereits erste Ausfallerscheinungen eingestellt haben. Zum Beispiel, ob die Koordination bereits gestört oder das Sprachvermögen beeinträchtig ist.

Kommt der Mediziner zu dem Schluss, dass eine Vaskuläre Demenz vorliegen könnte, wird eine Überweisung zum Facharzt ausstellen. Dies kann entweder ein ausgewiesener Internist oder ein Neurologe sein. Im Zweifel müssen auch Tests von beiden Berufsgruppen vorgenommen werden, um eine Vaskuläre Demenz eindeutig zu diagnostizieren.

Die Tests, die der Patient mitmachen muss, sind einfach und verursachen keinerlei Schmerzen. Zunächst wird der Facharzt den Mental-Status des Betroffenen untersuchen. Dabei stellt der Arzt dem Patienten einige Fragen, die testen, ob der Betroffene noch in Raum und Zeit orientiert ist. Zum Beispiel die Frage nach dem aktuellen Datum.

Zusätzlich muss der Betroffene einige kleinere Aufgaben bewältigen. Zum Beispiel ein einfaches Puzzle zusammensetzen. Liegt keine Vaskuläre Demenz vor, können die Patienten die Aufgaben mit Leichtigkeit bewältigen. Haben sie Probleme damit, ist das ein erstes Anzeichen, dass eine Demenz vorliegt.

Um eine Vaskuläre eindeutig zu bestimmen, folgen noch eine Reihe körperlicher Untersuchungen. Wichtig ist hierbei das große Blutbild. Es gibt Aufschluss darüber, ob zum Beispiel die Cholesterin-Werte zu hoch sind – und damit eine Verkalkung der Arterien wahrscheinlich ist. Zusätzlich wird noch das Gehirn selbst untersucht – im Rahmen einer Kernspinthomographie. Anhand dieser Bilder kann der Arzt ein Urteil über den Zustand des Gehirns fällen.

Steht am Ende der Untersuchungen die Diagnose Vaskuläre Demenz müssen Patienten damit rechnen, dass die Krankheit immer weiter fortschreitet. Eine Heilung ist heute in den meisten Fällen noch nicht möglich. Mit gezielten Maßnahmen kann das Fortschreiten der Demenz aber deutlich verlangsamt werden. Es gibt jedoch auch Fälle, bei denen mit einer gezielten Therapie eine Besserung der Symptome erreicht worden ist.

Häufigkeit und Diagnosedaten

In der westlichen Welt leiden insgesamt etwa sechs bis acht Prozent der Bevölkerung über 65 Jahren an einer schweren oder mittelschweren Demenz. Forscher haben gezeigt, dass in höheren Altersgruppen auch die Anzahl der Erkrankten zunimmt. Bei Menschen über 90 Jahren sind ist es etwa bereits ein Drittel, die an einer schweren oder mittelschweren Form der Erkrankung leiden.

Forscher meinen, dass mit steigender Lebenserwartung auch das Risiko steigt, an einer Demenz zu erkranken. Während eine körperliche Erkrankung bis ins hohe Alter hinein behandelt und zum Teil auch geheilt werden kann, schreitet die Demenz immer weiter fort.

Eine Vaskuläre Demenz ist das Ergebnis einer Schädigung der Gefäße. Durch Verengungen wird das Gehirn nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und infolgedessen geschädigt. Diese Schäden können weder durch Medikamente noch durch eine Operation behoben werden. Mit dem Lebensalter nimmt offenbar die Leistung der Gefäße ab. Auch bei Menschen, die sich gesund ernähren verkalken die Arterien – die Frage ist nur, wann.

Fest steht, dass die Arterien mit einem gesunden Lebensstil sehr lange sehr gut funktionieren, aber eben nicht unendlich. Deswegen ist die lange Lebenserwartung der Grund dafür, dass in der westlichen Welt wesentlich mehr Menschen an einer Vaskulären Demenz erkranken als in den Entwicklungsländern.

Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimer-Krankheit. Etwa 60 Prozent aller Demenz-Erkrankten leiden unter ihr. Danach folgt die Vaskuläre Demenz mit etwa 15 Prozent. Bei rund zehn Prozent der Erkrankten treten Mischformen auf. Besonders häufig sind Erkrankte von einer Alzheimer und einer Vaskulären Demenz betroffen. In diesen Fällen ist eine eindeutige Diagnose nicht immer möglich.

Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen bei einer Vaskulären Demenz hängen vom Schweregrad der Erkrankung ab. Grundsätzlich ist durch die Veränderung an den Gefäßen das gesamte Immunsystem des Patienten geschwächt. Es besteht also ein hohes Risiko, an Infektionen zu erkranken.

Im eigentlichen Sinne keine Komplikation ist das Versagen von Körperfunktionen. Dieses Symptom bringt der Verlauf der Krankheit bei manchen Patienten mit sich. Besonders belastend wird der Verlust der Kontrolle über die Blase erlebt. Der betroffene muss dann Zeit seines Lebens versorgt werden. Auch die Fähigkeit zu Interagieren kann in schweren Fällen verloren gehen. Dieses Phänomen wurde vor allem bei Patienten nach einem schweren Schicksalsschlag, wie dem Verlust des Partners, beobachtet – kann aber auch rein physische Ursachen haben.

Angehörige sollten auch darauf achten, dass der Betroffene stets korrekt vom Pflegepersonal versorgt wird – vor allem dann, wenn er nur noch wenige Handlungen selbst ausführen kann. In einigen Einrichtungen werden Demenz-Patienten vernachlässigt, da sie sich selbst nicht mehr adäquat Artikulieren können. Es sollte vor allem auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Hygiene geachtet werden.

Eine weitere Komplikation sind die Nebenwirkungen der verschiedenen Medikamente, die Patienten einnehmen. Wird bei einem Erkrankten ein merkwürdiges Symptom festgestellt, muss sofort der behandelnde Arzt informiert werden. Nur er kann entscheiden, ob weiterhin eine Einnahme erfolgen soll – oder der Betroffene einen neuen Wirkstoff erhalten soll. Da viele der Präparate auch Wechselwirkungen haben, sollten Angehörige dringend einen Blick auf die Beipackzettel werfen. Dies wird zwar in der Regel vom verordnenden Arzt kontrolliert – Kontrolle bringt aber letzte Sicherheit.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Das wichtigste vorweg: Betroffene merken in der Regel nicht mehr selbst, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Sie sind also dringend auf Angehörige angewiesen, die Veränderungen wahrnehmen – und ihnen raten, zum Arzt zu gehen. Die Familie sollte hier hartnäckig bleiben – oftmals scheuen Betroffene diesen Gang.

Dieser sollte schon bei den ersten Symptomen erfolgen. Denn: Wird die Krankheit früh erkannt, kann der Arzt besonders gut helfen. Das Fortschreiten der Krankheit kann über mehrere Jahre – unter Umständen bis ins hohe Alter – hinausgezögert werden.

Die ersten Symptome einer Vaskulären Demenz sind sehr unspezifisch. Die Erkrankten beginnen Dinge zu verlegen, Vergessen wo das Auto steht. So etwas passiert auch gesunden, jungen Menschen schon einmal. Ist es aber die Oma, die langsam „tüdellig“ wird, sollte dringend ein Mediziner zu Rate gezogen werden. Es können auch andere Ursachen wie Stress und Überlastung hinter den Symptomen stecken – besser ist jedoch eine genaue medizinische Abklärung.

Der Arzt wird Betroffene auch nicht gleich für große Untersuchungen ins Krankenhaus einweisen. Am Anfang der Diagnose stehen einige einfache Tests. Sie sollen zeigen, wie viel das Gehirn noch leisten kann. Erst wenn diese auffällig sind, wird der Hausarzt den Patienten zu einem Spezialisten überweisen.

Er kann genau feststellen, um welche Art von Demenz es sich handelt. Auch hier bestehen die Untersuchungen meist aus einfachen Tests und bildgebenden Verfahren. Aber diese Untersuchung sind wichtig. Denn: Nur wenn der Arzt feststellt, ob es sich zum Beispiel um eine Vaskuläre Demenz handelt, kann er die richtige Behandlung einleiten.

Behandlungsmethoden und Therapie

Die Behandlung einer Vaskulären Demenz erfolgt auf zwei ebenen. Zum einen muss die Ursache mit verschiedenen Medikamenten behandelt werden. Zum anderen muss aber auch das Gehirn trainiert werden – mit einer Art mentalen Krankengymnastik.

Hier steht an erster Stelle ein Gedächtnistraining, dass speziell auf die Bedürfnisse von Demenzkranken zugeschnitten wurde. Es setzt da an, wo Betroffene die größten Schwierigkeiten haben: Im Kurzzeitgedächtnis. Mit Hilfe dieses Trainings kann eine Vaskuläre Demenz im Anfangsstadium erheblich verlangsamt werden.

Zusätzlich sollten Betroffene eine Physiotherapie erhalten. Mithilfe verschiedener Übungen können die wichtigsten Körperfunktionen gezielt trainiert – und erhalten – werden. Eine wichtige Rolle bei der Behandlung spielt auch die Ergotherapie. Das ist eine Art Beschäftigungstherapie. Sie verhindert, dass sich Erkrankte vollständig in ihre eigene Welt zurückziehen – und durch diese Isolation noch schneller Fähigkeiten abbauen.

Relativ neu sind Musik- und Gestalttherapie. Beide sind im Wesentlichen der klassischen Ergotherapie sehr ähnlich, mit einem Unterschied: Sie nutzen speziell die kreativen Fähigkeiten, um die mentalen Ressourcen der Patienten zu aktivieren.

Nich außer Acht lassen sollte man eine Begleitende Psychotherapie. Denn die Betroffenen leiden sehr stark unter der Vaskulären Demenz. Sie erleben, wie sie körperlich und geistig mehr und mehr verfallen. Wird dieser Prozess nicht von einem erfahrenen Psychotherapeuten begleitet, kann sehr schnell eine Depression hinzu kommen.

Auch nicht außer Acht lassen sollte man bei einer Vaskulären Demenz die körperlichen Ursachen. Schließlich liegt der Krankheit eine Veränderung an den Arterien zugrunde – sie muss therapiert werden, um ihren Verlauf zu verlangsamen. Das Mittel der Wahl sind deswegen blutverdünnende Medikamente wie ASS. Sie sorgen dafür, dass das Blut auch durch die verkalkten Gefäße seinen Weg findet – und das beugt Schlaganfällen und Infarkten im Gehirn vor.

Liegen ein erhöhter Blutdruck oder zu hohe Cholesterin-Werte vor, müssen diese ebenfalls mit Medikamenten behandelt werden. Denn: Diese beiden Krankheiten können den Verlauf einer Vaskulären Demenz beschleunigen. Falls eine Diabetes vorliegt, muss diese ebenfalls medikamentös behandelt werden. Haben sich bereits Thromben in den Gefäßen gebildet, kann es notwendig werden, diese mit bestimmten Präparaten aufzulösen. Zumeist verschreibt der Mediziner in diesem Fall Cumarin.

Bei allen therapeutischen Möglichkeiten, darf eines nicht vergessen werden: Eine gesunde Lebensweise kann den Verlauf der Krankheit auch verlangsamen. Viel Bewegung, ausgewogene Ernährung und ausreichend trinken wirken manchmal wunder – vor allem dann, wenn ein erhöhter Cholesterinspiegel zu den Auslösern der Demenz zählt,

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Wer einer Vaskulären Demenz vorbeugen will, muss schon in jungen Jahren gesund Leben. Eines der Hauptrisiken für diese Krankheit sind erhöhte Blutfettwerte – und die sind zumeist das Ergebnis einer ungesunden Ernährung. Wird schon in jungen Jahren ein hoher Cholesterinwert festgestellt – weil zum Beispiel eine familiäre Belastung vorliegt – muss dieser medikamentös behandelt werden. Zusätzlich kommt moderatem Ausdauersport eine wichtige Rolle bei der Prävention einer Vaskulären Demenz zu. Denn wer sich regelmäßig bewegt, sorgt dafür, dass sein Gehirn mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird.

Vor allem Frauen sollten darauf achten, dass ihre Schilddrüsenhormone regelmäßig kontrolliert werden. Vor allem dann, wenn in der Familie bereits mehrere Personen an einer Unterfunktion leiden. Schüttet dieses wichtige Organ nicht ausreichend Hormone aus, funktioniert das gesamte System nicht richtig. Eine Folge sind erhöhte Blutfettwerte – die wiederum zu Kalkablagerungen in den Arterien führen.

Gerade Menschen, die in den Ruhestand eintreten, sollten darauf achten, sich auch mental fit zu halten. Wer nur noch vor dem Fernseher sitzt, riskiert, dass seine grauen Zellen verkümmern. Vielmehr sollte man darauf achten, noch zahlreiche Kontakte zu pflegen und geistig fordernden Tätigkeiten nachzugehen.

Eine gute Idee ist zum Beispiel, sich ein neues Hobby zu suchen – oder ehrenamtlich aktiv zu werden. Wer auf diese Weise agil bleibt, der trainiert auch sein Gehirn – und verringert damit das Risiko, an einer Vaskulären Demenz zu erkranken. Denn durch die Aktivität werden die Arterien mit Gehirn angeregt – und mit Sauerstoff versorgt. Das ist beinahe so wie beim Sport.

Prognose zur Heilung

Eine Heilung gibt es bei dieser Ekrankung fast nie – auch, wenn sie möglich ist. Einer Vaskulären Demenz liegt eine Schädigung der Gefäße zugrunde. Schädigung meint in diesem Fall zumeist eine Verkalkung. Es sind also Ablagerungen in den Gefäßen, die den Blutfluss behindern. Wird das Gehirn mit zu wenig Blut versorgt, erhält es auch zu wenig Sauerstoff. Die Folge: Einige Bereiche des Gehirns werden geschädigt.

Die Medizin ist heute weder in der Lage, die Ablagerungen in den Gefäßen zu beseitigen, noch die Schäden am Gehirn zu reparieren. Deswegen kann eine beginnende Demenz nicht geheilt werden – nur verlangsamt. Eine Chance auf Heilung gibt es für junge Patienten, die einen Schlaganfall erlitten haben. Sie können anfänglich Symptome einer Vaskulären Demenz zeigen – die wieder geheilt werden können, wenn sie rechtzeitig behandelt werden.

Alle anderen müssen lernen, mit der Krankheit zu leben. Die Medizin ist aber inzwischen soweit, dass der Verlauf dieser Krankheit erheblich verlangsamt werden kann. Durch gezielte Maßnahmen können die Patienten relativ lang ein beinahe normales Leben führen.

Voraussetzung ist allerdings, dass sie die Anweisungen der Ärzte genau befolgen und Unterstützung von ihren Angehörigen erhalten. Und auch dann ist es nicht möglich, die Krankheit vollständig aufzuhalten. Es kommt zweifelsohne zu dem Punkt, an dem die Patienten noch weiter abbauen werden – dagegen hilft zur Zeit leider noch keine Behandlung.

Tipps für Angehörige

Angehörige und Freunde leiden auch, wenn jemand aus ihrem Umfeld an einer Vaskulären Demenz erkrankt. Sie erleben, wie ein ehemals fröhlicher und agiler Mensch plötzlich geistig und körperlich abbaut. Vor allem, wenn es die eigenen Eltern sind, ist dieser Prozess sehr schmerzhaft. Waren die Eltern doch diejenigen, auf die man sich früher immer verlassen konnte. Und nun brauchen diese starken Menschen mit einem Mal selbst Hilfe oder sogar Pflege.

Es gibt kein allgemeines Rezept, wie man mit mit der Erkrankung eines lieben Menschen umgehen kann. Jeder ist individuell und erlebt die Veränderungen anders. Aber einige Grundregeln im Umgang mit Demenzkranken gibt es doch.

Information

Erkrankt jemand aus der Familie an einer Vaskulären Demenz hilft es, sich über die Krankheit zu informieren. Zum einen wird einem selbst klarer, welche Veränderungen der geliebte Mensch gerade durchläuft. Prozesse, die ein Symptom sind, werden als eben dieses wahrgenommen. Zum anderen braucht der Betroffene nun jede Hilfe, die er bekommen kann. Bei den verschiedene Ärzten prasseln die Diagnosen auf ihn ein, vielleicht werden auch verschiedene Behandlungen vorgeschlagen.

Da ist es wichtig, jemand an seiner Seite zu wissen, der einem da durch hilft. Der mit Ärzten spricht und erklärt, was diese dem Betroffenen sagen wollen. Und der so informiert ist, dass er einen falschen Behandlungsvorschlag erkennt und gegebenenfalls eine zweite Meinung einholt. Es kann den Erkrankten viel Kraft geben, wenn sie erleben, dass jemand für sie kämpft – und über ihre Krankheit Bescheid weiß.

Geduld bewahren

Erkrank jemand an einer Vaskulären Demenz nehmen auch seine geistigen Fähigkeiten ab. Angehörige denken oft, es sei hilfreich, wenn sie das Wort für den Erkrankten ergreifen, seine Erinnerungslücken voreilig füllen. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Betroffenen müssen in die Lage versetzt werden, ihre restlichen Fähigkeiten zu nutzen – auch wenn es einmal etwas länger dauert. Angehörige sollten ihnen nur die Hilfestellung leisten, die wirklich absolut notwendig ist. Vielleicht hilft zum Beispiel schon ein kleiner Tipp und der Patient kann sein Frühstück selbst zubereiten. Es hilft den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen, wenn das Gehirn noch benutzt – also wie ein Muskel trainiert wird.

Angehörige müssen sich auch im Klaren darüber sein, dass sich die Persönlichkeit des Betroffenen verändert. Unter Umständen kann es passieren, dass er feindselig wird. Dann ist es wichtig, sich nicht auf einen Streit einzulassen.
Auch wenn ein Betroffener schon so sehr abgebaut hat, dass er in seiner eigenen Welt zu leben scheint, ist es wichtig, nicht mit ihm zu diskutieren. Er kann nicht mehr zwischen richtig und falsch entscheiden, lebt nur im Augenblick. Wenn gerade das Jahr 1963 ist, dann ist das eben so.

Vertrautes bewahren

Erkrankt jemand an einer Vaskulären Demenz, funktioniert das Langzeitgedächtnis noch sehr lange. Vor allem Dinge aus der Kindheit und der Jugend sind den Betroffenen noch sehr present. Das sollte von Angehörigen Unterstützt werden. Zum Beispiel mit Fotos von früher oder mit Gesprächen über die gute alte Zeit.

Gleichsam ist es wichtig, dass ein Patient nicht aus seiner gewohnten Umgebung gerissen wird. Sie kennt er, kennt die Gerüche, die Farben. Deswegen ist es ungemein wichtig, auch bei einem Umzug ins Altenheim wichtige Gegenstände aus der früheren Wohnung mitzunehmen. Sie schaffen Vertrautheit und das Gefühl von Geborgenheit in einer ansonsten fremden und neuen Situation.

Selbst Hilfe holen

Irgendwann ist für jeden Angehörigen der Punkt erreicht, an dem nichts mehr geht. Vor allem dann, wenn sie den Betroffenen zu Hause pflegen. Wer merkt, dass er nicht mehr weiter kommt, muss sich dringend Hilfe holen – und sei es nur für einen beschränkten Zeitraum.

Es gibt zum Beispiel etliche Einrichtungen die Kurzeit-Pflege anbieten. Und so pflegenden Angehörigen die Möglichkeit schenken, in den Urlaub zu fahren. Aber auch dann, wenn der Abbau des Patienten für den Angehörigen unerträglich wird, muss dieser Hilfe einfordern. Zum Beispiel von einem Psychologen, der dabei hilft, das Erlebte zu verarbeiten.

Alternative Behandlungsmethoden

Auch mit alternativen Behandlungsmethoden kann der Verlauf einer Vaskulären Demenz verlangsamt werden. Eine wichtige Rolle nehmen bei solchen Behandlungen Heilpflanzen ein. Sie sind schon seit Jahrtausenden bekannt. Sie sind aber nicht die einzigen alternativen Behandlungsformen, die bei einer Vaskulären Demenz zum Einsatz kommen. Eine wichtige Rolle spielt auch eine Umstellung des Lebens. Denn mit einer Ernährungsumstellung oder Diät können erstaunliche Erfolge erzielt werden.

Allen Alternativen Behandlungsmethoden gemeinsam ist, dass das Wohlbefinden des Patienten im Mittelpunkt steht. Kommt ein Betroffener mit einer Therapie nicht gut klar, ist sie nicht die richtige für ihn. Für einen Erfolg entscheidend ist, dass der Patient in die Behandlung mit einbezogen wird – und aktiv an ihr mit arbeitet.

Aber auch für Patienten, die sich nicht mehr selbst äußern können, kommen alternative Behandlungsmethoden unter Umständen in Frage – vor allem dann, wenn das Wohlbefinden gesteigert werden soll.

Eines muss Patienten und Angehörigen allerdings immer klar sein: Auch mit alternativen Behandlungsmethoden ist eine Heilung nicht möglich. Sie können ihre Wirkung nur dahingehend entfalten, dass sie den Verlauf der Krankheit verlangsamen. Dass kann aber auch mit Mitteln aus der Naturheilkunde erreicht werden. Zahlreiche Studien haben die Wirksamkeit bereits bewiesen – und die Methoden sind zum Teil schon seit Jahrtausenden in der Volksmedizin bekannt.

Welche Hausmittel können helfen?

Eine Vaskuläre Demenz ist eine sehr ernste Erkrankung – mit den üblichen Hausmitteln kann sie nicht behandelt werden. Dennoch gibt es einige sehr einfache Methoden und Tricks, die dabei helfen, den Verlauf zu verlangsamen.

An erster Stelle seien hier Wechselbäder genannt. Pfarrer Kneip hat ihre Wirkung schon vor Jahrhunderten entdeckt. Im Falle eine Vaskulären Demenz wirkt besonders der durchblutungsfördernde Effekt positiv. Denn: Wie bereits erwähnt, die Ursache einer Vaskulären Demenz ist ein mit Sauerstoff unterversorgtes Gehirn.

Werden regelmäßig Wechselbäder angewendet, werden die Gefäße wieder stärker durchblutet. Dadurch wird auch das Gehirn wieder besser mit Sauerstoff versorgt. Ein Effekt, der das Fortschreiten der Demenz verlangsamen kann. Aber Vorsicht: Gerade bei Menschen, die nicht mehr so mobil sind, müssen Sicherheitsvorkerungen getroffen werden. Ein unachtsamer tritt reicht – und schon ist der Patient in der Badewanne ausgerutscht.

Ein weiteres einfaches Mittel, eine Demenz zu verlangsamen, ist das Vermeiden von Stress. Denn immer wenn wir gestresst sind, leiden unsere Arterien.Denn immer wenn die Psyche gestresst ist, reagiert auch der Organismus. Im Fall von Stress oder Ärger steigt der Blutdruck. Und das ist gerade für Patienten mit einer Vaskulären Demenz pures Gift.

Menschen, bei denen eine Vaskuläre Demenz diagnostiziert wurde, sollten sich ihren Alltag einmal ganz genau ansehen. Wann kommt es zu Stress? In welchen Situation ist die Aufregung besonders groß? Sind diese Faktoren erkannt, müssen sie ausgeschaltet werden. Sicher, das ist leicht gesagt als getan. Aber Betroffene sollten an dieser Stelle konsequent sein – es geht schließlich um die eigene Gesundheit.

  • Wechselbäder nach Pfarrer Kneipp
  • Stress vermeiden

Heilkräuter & Heilpflanzen

Im Falle einer Vaskulären Demenz ist Ginko die bekannteste Heilpflanze. Viele Studien haben die Wirkung dieser asiatischen Pflanze bereits bewiesen. Der Extrakt aus den Blättern verbessert die Fließeigenschaften des Blutes – und sorgt dafür, dass das Gehirn mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird. Zusätzlich soll Ginko einen positiven Einfluss auf den Energiestoffwechsel des Gehirns haben – und so die Grauen Zellen buchstäblich auf Trab bringen.

Weniger bekannt ist, dass eine Vaskuläre Demenz auch mit Rosenwurzel-Extrakten behandelt werden kann. Auch dieser Extrakt soll eine positive Wirkung auf den Energiestoffwechsel im Gehirn haben. Studien haben gezeigt, dass die Heilpflanze das Kurzzeitgedächtnis unterstützt. Einige Forscher gehen sogar soweit zu sagen, dass Rosenwurzel-Extrakt den Verlauf einer Vaskulären Demenz verlangsamen kann.

Ebenfalls belegt ist die Wirkung von Gotu-Kola und Gelbwurz. Diese beiden Gewürzen finden in der fernöstlichen Medizin bereits seit Jahrhunderten Anwendung. Ihnen wird eine anregende Wirkung nachgesagt. Studien haben gezeigt, dass mit diesen beiden Extrakten die Sauerstoffversorgung im Gehirn positiv beeinflusst werden kann. In Ländern, in denen Speisen viel mit Gelbwurz gewürzt werden, tritt die Vaskuläre Demenz sehr selten auf. Einige Forscher gehen davon aus, dass das an dem positiven Effekt der Pflanze liegt.

Wird eine Vaskuläre Demenz von einer Depression begleitet, kann bei der Therapie auch Johanniskraut zum Einsatz kommen. Der Extrakt aus der Wurzel wird in Europa schon seit Jahrhunderten als Stimmungsaufheller genutzt.

  • Rosenwurzel
  • Gelbwurz
  • Gotu-Kola

Ätherische Öle

Ätherische Öle können das Wohlbefinden von Demenzpatienten entscheidend steigern. Minzöl zum Beispiel hat einen positiven Effekt. Wird die Durchblutung angeregt, nimmt auch die Sauerstoffversorgung im Gehirn wieder zu. Das ist aber nicht das einzige, das ätherische Öle für Betroffene tun können.

Gerade wenn die Demenz schon sehr weit fortgeschritten ist, können die Düfte der Öle für Wohlbefinden sorgen. Besonders dann, wenn sie den Patienten an seine Kindheit oder Jugend erinnern. Über den Duft werden Erinnerungen in seinem Gehirn wieder lebendig. Das ist für die meisten Betroffenen eine sehr schöne Erfahrung. Vor allem dann, wenn sie sich nicht mehr mit Sprache verständigen können.

  • Können die Durchblutung anregen
  • Sorgen für Behaglichkeit

Homöopathie und Globuli

Amerikanische Forscher haben bereits vor etlichen Jahren herausgefunden, das Globuli und andere homöopathische Mittel den Verlauf einer Vaskulären Demenz positiv beeinflussen können. Dazu wurden Studien mit mehren Hundert freiwilligen Teilnehmern durchgeführt. Die Ergebnisse waren verblüffend.

Bei allen Teilnehmern verbesserten sich innerhalb weniger Monate die kognitiven Fähigkeiten deutlich. Sie konnten sich wieder mehr Dinge merken und auch das Wohlbefinden der Patienten war gesteigert. Ein positiver Nebeneffekt dieser sanften Behandlung: Nebenwirkungen stellten sie sich nicht ein.

Die getesteten Mittel waren Barium carbonicum und Alumina. Beide wurden bereits vor der Studie bereits zur Behandlung von Menschen mit Depressionen benutzt. Ein Effekt, der auch den Demenzkranken zu Gute kam. Sie konnten nicht nur ihre geistige Leistungsfähigkeit steigern. Auch auf die Psyche hatten Wirkstoffe einen positiven Effekt. Die Betroffenen waren nach der Einnahme weniger streitlustig, agiler und glücklicher.

  • Zum Einsatz kommen Carbonicum und Alumin
  • Wirksamkeit durch Studien belegt

Schüssler-Salze

Bei beginnender Demenz konnten bereits viele Patienten gute Erfolge mit Schüssler-Salzen erzielen. Vor allem dann, wenn es sich um eine Vaskuläre Demenz handelte. Denn genau bei der Ursache dieser Erkrankung setzt das Salz Nummer 1 (Calcium Floratun) an. Es wirkt positiv auf die Gefäße und hält die Wände der Arterien elastisch. Das verhindert, dass sich weitere Ablagerungen dort ablagern.

Mit dem Schüssler-Salz Nummer 3 kann die Sauerstoffversorgung gefördert werden. Das Schüssler-Salz Nummer 8 sorgt dafür, dass alle Zellen im Körper immer mit den notwendigen Nährstoffen versorgt werden. Diese brauchen sie, um sich zu regenerieren. Schlussendlich sollte auch das Schüssler-Salz Nummer 5 zum Einsatz kommen. Es hat eine allgemein positive Wirkung auf das Gehirn und seine komplexe Struktur.

Die Therapie mit den Salzen kann aber nur dann Erfolg haben, wenn bereits bei den ersten Symptomen mit der Einnahme begonnen wird. Am besten sollten die Schüssler-Salze bereits zur Prävention einer Vaskulären Demenz genommen werden.

  • Schüssler-Salze Nummer 3, 8 und 5
  • Können Helfen die Krankheit zu verlangsamen

Diät und Ernährung

Die Ursache einer Vaskulären Demenz sind Ablagerungen in den Gefäßen. Diese resultieren vor allem aus einem zu viel an Blutfetten – und somit aus der ungesunden Lebensweise. Wer zu viel ungesättigte Fettsäuren zu sich nimmt, schadet seinem Körper. Denn: Der Organismus kann die ungesunden Fette nicht abbauen. Infolge dessen Lagern sie sich in den Gefäßen ab – und verengen diese.

Wer an einer Vaskulären Demenz erkrankt ist, sollte daher dringend seinen Lebensstil ändern. Auf Fett muss nicht voll und ganz verzichtet werden – nur eben auf die schlechten Fette. Eine gute Idee ist die so genannte Mittelmeerdiät. Die Gerichte sind lecker und gesund gleichermaßen. Denn: Statt auf tierische Fette wie Butter setzt die Mittelmeerdiät auf gesunde Fette wie Olivenöl. Auch auf übermäßigen Alkoholgenuss sollten Patienten verzichten. Gegen ein Glas Rotwein am Abend ist nichts einzuwenden – gegen eine Flasche aber schon.

  • Ursache oft falsche Demenz
  • Gesunde Ernährung hilft vorbeugen
  • und den Verlauf zu verlangsamen

FAQ – Fragen und Antworten

Ist eine Vaskuläre Demenz das gleiche wie Alzheimer?

Nein. Die Symptome der beiden Krankheiten ähneln sich zwar stark. Eine Vaskuläre Demenz wird aber durch Ablagerungen in den Gelenken verursacht. Die Ursache von Alzheimer sitzt im Gehirn selbst.

Muss ein Patient eine gesetzlich Betreuung erhalten?

Nein. Zumindest nicht sofort. Wenn die Symptome aber schlimmer werden, ist eine gesetzliche Betreuung zu empfehlen. Im Zweifel sollte dann schon eine Vorsogervollmacht abgegeben werden. Sie regelt, wer im Ernstfall die Betreuung übernimmt.

Muss der Patient sofort ins Heim?

Nein. Die Medizin ist heute soweit, dass Betroffene noch sehr lang in der eigenen Wohnung leben können. Ein ambulanter Pflegedienst kann bei der Versorgung unterstützen.

Kann ich einen Patienten überhaupt noch alleine auf die Straße lassen?

Das kommt auf den Fortschritt der Krankheit an. Im Anfangsstadium ist das sicher kein Problem. Ist die Krankheit aber weiter fortgeschritten, sollte ein Patient nur noch mit Begleitung auf die Straße.

Kann ein Patient noch Auto fahren?

Nein, wer an einer Vaskulären Demenz leidet, sollte kein Kraftfahrzeug mehr führen. Die Reaktionsfähigkeit kann auch schon im Anfangsstadium stark beeinträchtig sein.

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