Ischämie

Steckbrief: Ischämie

  • Name(n): Ischämie
  • Art der Krankheit: Durchblutungsstörung; Minderdurchblutun/vollständiger Ausfall der Durchblutung eines Gewebes oder Organs
  • Verbreitung: Häufig
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Veränderung; Verengung oder Verstopfung von Blutgefäßen
  • Wieviele Erkrankte: Bis zum 45. Lebensjahr nur 2%. Ab dem 60. Lebensjahr ist jeder zehnte Deutsche
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Angiologe (Gefäßmediziner); Kardiologe; Allgemeinmediziner (Hausarzt); Internist; Notarzt
  • ICD-10 Code(s): I70.; G45.; I67.; K55.; I25.; H47.; P91.; F01.; H34.; I24.; N28.; O99.; I99.

Ischämie – Durchblutungsstörungen

Die Ischämie ist eine Erkrankung, die Betroffene und ihre Angehörigen keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen dürfen. Eine Durchblutungsstörung hat immer eine tiefgründigere Ursache und ist oft ein Warnsignal einer bevorstehenden schlimmeren medizinischen Komplikation wie zum Beispiel einem Herzinfarkt, einem Schlaganfall, einer Thrombose oder einer Embolie. Vor allem Senioren sind ab dem 60. Lebensjahr überproportional von Durchblutungsstören betroffen. Welche Ursachen eine Ischämie haben kann. Wie Sie Durchblutungsstörungen erkennen und was man dagegen präventiv tun kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Definition Ischämie

Das Wort »Ischämie« stammt aus dem altgriechischen. Wörtlich übersetzt bedeutet es »das Blut zurückhalten«. Bei einer Ischämie wird ein Gewebe oder ein Organ im Inneren des Körpers nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt. Die Ursache ist eine Verengung oder ein Verschluss eines Blutgefäßes, sodass das Blut nicht mehr ungehindert an dieser Stelle die Vene passieren kann. Zum Teil kommt es auch zum völligen Stillstand des Blutflusses, da die Vene vollständig verstopft ist.

Eine Durchblutungsstörung kann vorübergehend auftreten, oder über einen längeren Zeitraum andauern. Die vorübergehende Ischämie bleibt in der Regel ohne Folgeschäden. Sie kann aber ein Warnzeichen für eine drohende Erkrankung sein. Eine dauerhafte Minderversorgung eines Gewebes oder Organs mit Blut führt innerhalb kürzester Zeit zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen. Es droht unter Umständen eine drastische Schädigung (lebenswichtiger) Organe. Dabei gibt es eine Reihe von Risikofaktoren, die eine Ischämie begünstigen. Darunter sind Bluthochdruck, Diabetes und auch der regelmäßige Genuss von Tabak in Form von Zigaretten oder Zigarren. Kann die Grundversorgung des Gewebes aufrecht erhalten werden, spricht die Medizin von einer relativen Ischämie. Ist die Vene vollständig verschlossen bezeichnet man dies in der Medizin als absolute Ischämie.


Was ist Ischämie?

Damit die Organe und Zellen im Inneren des Körpers ordnungsgemäß funktionieren, müssen sie mit lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt werden. Dies geschieht über den Blutkreislauf, der mit seinen Venen und Adern weit verzweigt bis in sämtliche Extremitäten hinein reicht. Das garantiert auch die hinreichende Versorgung mit Sauerstoff.

Während Organe wie Leber oder Nieren bis zu einer Stunde ohne Sauerstoff sein können, ohne beeinträchtigt zu werden, bleiben beim Gehirn nur wenige Minuten Zeit. Ist die Sauerstoffversorgung anschließend nicht garantiert, drohen ernsthafte irreparable Beschädigungen des Gehirns, die bis zum Tod führen können.

Eine Durchblutungsstörung ist nicht auf eine bestimmte Körperregion festgelegt. Sie kann überall im Körper auftreten und sowohl kleine feine Äderchen betreffen, als auch die Hauptschlagadern, die Kopf und Extremitäten mit Blut versorgen.

Dabei wird das betreffende Blutgefäß an einer Stelle verengt oder gar vollständig blockiert. Das Blut staut sich dann an dieser Stelle und kann nur schwer abfließen. Diesen Zustand bezeichnet die Medizin als »Stenose«. Kommt es nach einer Behandlung zu einer erneuten Verengung derselben Stelle im Blutgefäß bezeichnet man dies als »Restenose«.

Typische Ischämien durch eine Stenose der Gefäße finden an den Nierenarterien, an den Halsgefäßen und an den Illiakalgefäßen (in der Darmgegend) statt. Auch an den Herzklappen treten Stenosen häufig auf, was zu Durchblutungsstörungen und schließlich zum Infarkt am Herzen führen kann. Eine Unterversorgung durch eine Ischämie in den Halsgefäßen führt zu einem Hirninfarkt (Schlaganfall).

Auch ein Dekubitus (Druckgeschwür), ausgelöst durch permanenten Druck auf eine Körperregion, besonders bei Bettlägerigen älteren Patienten, ist sehr oft eine Folge einer Ischämie. Nicht selten sterben dann auch Zellen ab und es kommt zu Nekrosen und Gewebeschädigungen.


Welche Ursachen gibt es?

Eine Ischämie kann verschiedene Ursachen haben und zugrunde liegende Erkrankungen weiter verstärken. Nachfolgend die wichtigsten Ursachen für Durchblutungsstörungen:

Arteriosklerose

Eine Arteriosklerose ist eine Gefäßverkalkung der arteriellen Blutgefäße. Sie entsteht durch Beschädigungen der Gefäßwand, die in der Folge zu Reaktionen führen die eine Blutgerinnung herbeiführen. Diese als arteriosklerotische Plaque bezeichneten Ablagerungen verringern den Durchmesser der Arterie und führen so über die Zeit zu Durchblutungsstörungen und den damit verbundenen weiteren Komplikationen. Die Arteriosklerose ist die häufigste Ursache der in den westlichen Industrienationen am verbreitetsten Todesursachen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Embolie

Eine Embolie ist der Verschluss eines Blutgefäßes durch Material, das in einem Gefäß an einer anderen Körperstelle entstanden ist, und sich auf seiner Reise durch den Blutkreislauf meistens in einem kleineren Blutgefäß verfängt. Dabei kann es sich zum Beispiel um Tropfen aus Fett, Blutgerinnsel, Luftblasen aber auch Tumorgewebe oder Fruchtwasser handeln. In der Folge fließt das Blut in der betroffenen Ader nicht mehr, sondern staut sich an.

Thrombose

Bei einer Thrombose bilden sich Blutgerinnsel in einem Blutgefäß. Vorrangig geschieht dies in den Venen, wie zum Beispiel den tiefen Beinvenen. Thrombosen entstehen durch traumatische Schäden der inneren Gefäßwände wie auch durch die Verminderung der Blutströmungsgeschwindigkeit. Auch bestimmt Nahrungsmittel und Medikamente wie etwa die Anti-Baby-Pille können Thrombosen begünstigen. Die Folge sind Durchblutungsstörungen in den betroffenen Venen.

Arterielle Verschlusskrankheit (AVK)

Die arterielle Verschlusskrankheit ist häufig eine Folge der Arteriosklerose. Um eine AVK handelt es sich, wenn die Verengung oder Verstopfung von Extremitäten wie Arm- oder Bein-Venen betroffen sind. Seltener betrifft es die Halsschlagader. Die meisten betroffenen Patienten klagen über Beinschmerzen. Diese Gefäßerkrankung führt durch die eintretende Ischämie nicht selten zur Amputation.

Raynaud-Syndrom

Das Raynaud-Syndrom ist eine vorübergehende Ischämie aufgrund krampfartiger Verengungen (Vasospasmen) der Blutgefäße in den Händen und Fingern. Gegenüber den anderen Ursachen ist das Raynaud-Syndrom relativ harmlos. Etwa fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung leiden unter dieser Form der Durchblutungsstörungen. Selten sind davon auch Ohren und Nase betroffen.


Symptome & Anzeichen

Je nachdem welche Körperregion von der Durchblutungsstörung betroffen ist, macht sich eine Ischämie durch unterschiedliche Anzeichen bemerkbar. Die folgenden Bereiche sind dabei am stärksten betroffen.

Symptome am Kopf

Eine Durchblutungsstörung im Kopfbereich ist in der Regel ein Vorbote für einen Schlaganfall. Sie äußerst sich Gleichgewichtsstörungen, Benommenheit, Sehstörungen (Sehen von Doppelbildern oder vorübergehende Erblindung) aber auch meist halbseitige Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühle. Auch Ohrgeräusche, herabhängende Mundwinkel und Sprachstörungen (undeutliches Sprechen) sind Anzeichen für eine Ischämie im Kopf. Ohnmachtsanfälle können ebenfalls ein Symptom für eine Durchblutungsstörung im Kopfbereich sein.

Symptome am Herzen

Eine Durchblutungsstörung am Herz wird auch als koronare Herzkrankheit bezeichnet. Ihr folgt sehr oft ein Herzinfarkt. Typische Symptome für eine Durchblutungsstörung im Bereich des Herzens sind eine Engegefühl in der Brust (häufig schneidend oder brennend) begleitet von Übelkeit und einem Gefühl der Angst. Die Schmerzen strahlen von der Brust in andere Bereiche des Körpers aus. Besonders in Hals, Kiefer und Rückenbereich.

Symptome an den Händen

Eine Ischämie in den Händen wird zumeist vom Raynaud-Syndrom verursacht. Vor allem bei Kälte kommt es zu krampfartigen Reaktionen der Blutgefäße in den Fingern. Die Symptome sind zunächst weiße Finger, die sich aufgrund des Sauerstoffmangels langsam bläulich verfärben. Begleitet wird diese Reaktion von einem Prickeln oder Brennen in den betroffenen Fingern mit anschließendem Taubheitsgefühl.

Symptome an den Beinen und Füßen

Eine leichte Durchblutungsstörung in den Beinen oder Füßen äußert sich meist durch ein sanftes Kribbeln, das nach kurzer Zeit wieder verschwindet. Schwerwiegende Ischämien machen sich durch Schmerzen und Taubheitsgefühle im betroffenen Bein, Muskelschwäche und Herzrasen bemerkbar. Auch Lähmungserscheinungen können auftreten.

Symptome an den Augen

Auch in den Augen kann es zu einer Durchblutungsstörung kommen. Sie äußert sich hier durch eine Eintrübung des Sehvermögens. So nimmt der Betroffene zum Beispiel manche Bereiche des Sehfeldes nur noch als schwarzen Fleck wahr. Seltener kann es auch zu vorübergehender Blindheit kommen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Durchblutungsstörung im Kopf ist eine sehr ernste Angelegenheit. Da das Gehirn nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff versorgt wird, führt eine Ischämie im Bereich des Kopfes bereits nach 15 bis 20 Sekunden zur Bewusstlosigkeit. Sie ist immer lebensbedrohlich, da sie innerhalb weniger Minuten zu schweren irreparablen Schädigungen des Gehirns führen kann.

Die häufigste Ursache einer Ischämie am Kopf ist der Schlaganfall. Eine schnelle Diagnose durch die angehörigen vor Ort ist hierbei besonders wichtig.

Spricht der Betroffene plötzlich undeutlich und wirr? Hat er (halbseitige) Lähmungserscheinungen? Oder Probleme mit dem Gleichgewicht? Ist das der Fall muss schnell gehandelt werden. Je eher der Patient vom Notarzt versorgt wird, umso besser. Denn ein Schlaganfall ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wird er überlebt bleiben sehr häufig Behinderungen unterschiedlicher Schweregrade zurück. Die Folge sind lang anhaltende Reha-Maßnahmen oder gar Pflegebedürftigkeit.

Bei Durchblutungsstörungen im Bereich der Brust ist zumeist das Herz betroffen. Auch bei dieser Form der Ischämie darf nicht lange gefackelt werden.Der betroffene Patient berichtet über starke brennende Schmerzen in der Brust, die in Hals, Kiefer und Rücken ausstrahlen. Sie werden sehr häufig von Übelkeit und Angstgefühlen begleitet. Je eher ein Notarzt vor Ort ist, umso besser kann ein drohender Herzinfarkt verhindert werden.Der Herzinfarkt zählt wie der Schlaganfall zu den geläufigsten Todesursachen von Menschen in Deutschland und den westlichen Industrienationen.

Eine Ischämie im Bein ist zumeist ein schleichender Prozess. Symptome zeigen sich über einen längeren Zeitraum stunden oder tageweise und verschwinden dann wieder, lange bevor es zu einer ernsthaften Erkrankung kommt. Sehr häufig handelt es sich dabei um eine periphere arterielle Verschlusskrankheit. Sie kann von einem Angiologen mit einer Dopplersonde bei der Dopplerdruckmessung zuverlässig diagnostiziert werden. Die Therapie hat das Ziel einen Infarkt oder eine Amputation zu vermeiden. Dazu werden Medikamente eingesetzt und ggf. Gewohnheiten des Patienten angepasst.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Eine Ischämie ist leider keine seltene Diagnose. Aufgrund ihrer Vielzahl von Ursachen ist sie in der Bevölkerung weit verbreitet. Vor allem mit dem zunehmenden Alter steigt das Risiko einer Durchblutungsstörung. Während in der Altersgruppe zwischen 45 und 60 Jahren statistisch gesehen nur 2 Prozent der Menschen in Deutschland unter einer Ischämie leiden, ist bei den Senioren ab 60 Jahren jeder Zehnte von einer Durchblutungsstörung betroffen.

Dies deckt sich auch mit den Risikoerkrankungen Herzinfarkt und Schlaganfall, die am meisten Ursache einer Durchblutungsstörung sind. Laut Statistik erleiden 160 bis 240 Menschen je 100.000 Einwohner einen Schlaganfall. Satte 51% davon betreffen die Altersgruppe ab 75 Jahren. Das Schlaganfallrisiko steigt mit zunehmendem Alter überproportional an.

Bei den Herzinfarkten ist das Risiko in Deutschland sogar noch etwas höher. 300 Infarkte pro 100.000 Einwohner werden jährlich registriert. Männer haben hierbei ein vierfach höheres Risiko an einem Herzinfarkt zu erkranken. Statistisch gesehen sind zudem Patienten aus sozial benachteiligten und armen Gegenden einem deutlich höheren Herzinfarktrisiko ausgesetzt.

An einer Ischämie durch das Raynaud-Syndrom leiden in Deutschland etwa fünf bis zehn Prozent der Menschen. Der überwiegende Teil davon sind Frauen.

Unter einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit leiden in Deutschland rund 4,5 Millionen Menschen. Hierbei sind Männer unter 55 Jahren dreimal so häufig gefährdet wie Frauen. Das weibliche Geschlecht hat bei dieser Ursache einer ischämischen Erkrankung ein geringeres Risiko. Diese erkranken laut der deutschen Gesellschaft für Angiologie vor ihrem 65. Lebensjahr an pAVK.

Von einer Thrombose sind jährlich in Deutschland etwa 90 bis 130 Menschen pro 100.000 Einwohner erstmals betroffen.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen sind bei einer Ischämie permanent gegeben. Da die Minderdurchblutung eines Blutgefäßes häufig zu ernsthaften Erkrankungen führt, muss der Patient mit gravierenden Schädigungen rechnen. Beim Schlaganfall infolge einer Unterversorgung des Gehirns aufgrund einer ischämischen Attacke sind dies dauerhafte Lähmungserscheinungen, Beeinträchtigungen des Sprachzentrums und auch Sehstörungen. Im schlimmsten Fall führt ein Schlaganfall wie auch ein Herzinfarkt zum Tod des Patienten.

Beim Herzinfarkt gibt es ebenfalls eine Reihe von möglichen Komplikationen. So kann sich nach einem Herzinfarkt ein Herzwandaneurysma ausbilden. Dies bedeutet das sich die Herzwand an der betroffenen Stelle auswölbt. Dadurch verschlechtert sich die Herzfunktion und es kann zu einer arteriellen Embolie kommen.
Sehr häufig sind Herzrhythmusstörungen und Herzmuskelschädigungen, sodass der Einsatz eines Herzschrittmachers beim Patienten erforderlich sein kann. Auch Entzündungen des Herzbeutels sind nach einem Herzinfarkt möglich.
Ältere Menschen haben nach einem Herzinfarkt zudem oft Begleiterscheinungen wie Niereninsuffizienz, Lungenstauung und Diabetes. Auch ein Herzversagen ist bei Patienten über 75 Jahren häufig.

Bei einer Ischämie aufgrund der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit durchläuft der Patient unterschiedliche Stadien. Hier kann es zu massiven Schmerzen und dem vorübergehenden Verlust bzw. der Einschränkung der Gehfähigkeit kommen. Auch Amputationen sind in besonders schweren Fällen nicht ausgeschlossen wenn die Gesundheit des Patienten massiv gefährdet ist. Dies kann zum Beispiel bei einem der pVAK zugehörigen Raucherbein der Fall sein.

Eine Ischämie durch das Raynaud-Syndrom verursacht, ist in der Regel lästig aber harmlos. Nur bei besonders heftigen dauerhaften Schüben besteht die Gefahr von Sekundärschäden wie zum Beispiel einer Nekrose.

Zusammenfassend gesehen kann eine Durchblutungsstörung in ihren vielfältigen Varianten zu folgenden Komplikationen führen:

  • Schädigung des Gewebes
  • Absterben von Zellen (Nekrosen)
  • Sauerstoffmangel
  • Behinderung des zellulären Stoffwechsels
  • Lähmungserscheinungen
  • Sprachstörungen
  • Herzinsuffizienz
  • Tod

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wer unter den Symptomen einer Ischämie leidet, sollte auf jeden Fall einen Termin beim Arzt vereinbaren. Für minderschwere Fälle von Durchblutungsstörungen in Armen oder Beinen empfiehlt sich der Gefäßmediziner (Angiologe). Er kann mit einer Reihe von Tests die Beschwerden eruieren und Maßnahmen zur Linderung vorschlagen.

Durchblutungsstörungen die das Herz betreffen können von einem Kardiologen genau lokalisiert werden. Jedoch nehmen Betroffene erste Warnzeichen nicht immer ernst, weshalb bei einer akuten ischämischen Attacke am Herzen meist nur noch der Ruf nach einem Notarzt bleibt. Eine intensivmedizinische Betreuung ist dann notwendig. Gleiches gilt für die Erleidung eines Schlaganfalls. In beiden akuten Fällen ist eine geringe Aktionszeit zwischen Attacke und medizinischer Versorgung sehr wichtig.


Behandlungsmethoden & Therapie

Beim Raynaud-Syndrom, bei dem es zu Durchblutungsstörungen in den Händen aufgrund von Kälte kommt, hilft vor allem warme Kleidung. Das Warm halten von Fingern und Zehen, durchblutungsfördernde Massagen und das Tragen von Pulswärmern. Auch autogenes Training zur Kontrolle des auftretenden Stresses während der Ischämie in den Händen trägt zur Therapie bei. Zum Teil werden auch Medikamente zur Gefäßerweiterung eingesetzt, um die Symptome zu lindern.

Die Therapie der Durchblutungsstörungen aufgrund der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit hat vorrangig das Ziel, die Amputation der betroffenen Extremitäten zu vermeiden. Es gilt die Bewegungsfreiheit des Patienten zu steigern, die Schmerzen zu lindern und insgesamt die Lebensqualität des betroffenen Menschen zu verbessern.

In den frühen Stadien der Erkrankung geschieht dies vor allem durch Prävention (Verzicht auf Nikotin, Senkung des Cholesterin-Spiegels) und die Durchführung von gezieltem Gehtraining.

In späteren Stadien werden zunächst Medikamente verabreicht. Acetylsalicylsäure und Prostaglandine sowie Statine sind Wirkstoffe, die den Patienten bei der Linderung der Beschwerden unterstützen. Darüber hinaus können operative Maßnahmen notwendig werden. Diese umfassen vor allem den Bypass oder das Setzen von Stents.

Bei einer Ischämie, die zu einem Herzinfarkt führt, ist vor allem die Erste Hilfe sehr wichtig. Die Chance einen Gefäßverschluss durch eine Herzkatheterbehandlung rückgängig zu machen ist in den ersten 60 Minuten am größten. Gleichzeitig besteht aber die Gefahr eines Herzstillstandes. Darum muss gegebenenfalls eine Herz-Lungen-Wiederbelebung bzw. eine automatisierte Defibrillation stattfinden.

Die Erstversorgung durch den Notarzt umfasst dann Lysetherapie (Blutverdünnung), Herzkatheterbehandlung, EKG sowie die Medikation mit Acetylsalicylsäure, Heparin, Morphin und Sauerstoff. Im Krankenhaus wird der Patient dann intensivmedizinisch überwacht. Die Lysetherapie oder Thrombolyse wird fortgesetzt. Wenn operiert werden muss, wird das Gefäß mechanisch geöffnet und ein Stent implantiert.

Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus folgt in der Regel eine Physiotherapie, ein psychosoziales Training sowie eine Herzschule zur Veränderung des Lebensstils.

Die Ischämie eines Schlaganfallpatienten soll in einem Zeitfenster von 4,5 Stunden nach dem auslösenden Schlaganfall behandelt werden. In diesem Rahmen muss mit der Lysetherapie begonnen werden. Zur Ersthilfe soll der Patient mit hochgelagertem Oberkörper gebettet werden. Es ist wichtig, dass der Patient weder isst noch trinkt, da durch den Schlaganfall die Gefahr besteht, dass der Patient sich verschluckt, weil er den Vorgang des Schluckens eventuell nicht mehr kontrollieren kann.

Bei der medizinischen Versorgung im Krankenhaus wird versucht mittels der Thrombolyse das für die Ischämie verantwortliche Blutgerinnsel zu lösen. Je früher mit dieser Maßnahme begonnen wird, umso höher ist die Chance, den Patienten vor Folgeschäden am Gehirn zu bewahren. Schlaganfallpatienten werden neuerdings mit der Neurothrombektomie behandelt. Dabei wird das Blutgerinnsel mechanisch mit einem Katheter entfernt. Dieses Verfahren hat eine höhere Erfolgsquote als die medikamentöse Behandlung.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Die beste Prävention von Durchblutungsstörungen ist eine gesunde Lebensweise. Man sollte komplett auf den Genuss von Nikotinzigaretten und Zigarren verzichten. Auch der überhöhte Konsum von Alkohol fördert Gefäßkrankheiten und somit Durchblutungsstörungen. In geringem Maße ist er jedoch nicht schädlich.

Übergewicht und zu hohe Cholesterin-Werte sind ebenfalls Umstände, die zu ischämischen Attacken führen können. Diabetes und Bluthochdruck sind Vorerkrankungen, die zu Durchblutungsstörungen führen können. Darum ist es wichtig, diese zu behandeln bzw. zu kontrollieren, damit der Zustand des Patienten sich nicht verschlimmert. Fettstoffwechselstörungen sind ebenfalls besonders riskant in Bezug auf eine Ischämie.

Positive Maßnahmen zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen sind ausreichende Bewegung an der frischen Luft. Ob Spaziergänge im Freien, Joggen oder Fahrrad fahren. Die tägliche Dosis Bewegung ist sehr gesundheitsfördernd. Auch Mannschaftssportarten wie Fußball, Handball oder Volleyball sind gut zur Vorbeugung von Gefäßkrankheiten. So auch Basketball, Schwimmen und Skaten. Auch Ausdauertraining im Sportstudio hilft.

In puncto Ernährung kann man Gefäßerkrankungen und damit verbundene Durchblutungsstörungen verhindern, indem man Ballaststoffe zu sich nimmt. Ballaststoffe senken den Cholesterinspiegel und gewährleisten eine gesunde Darmtätigkeit.

Omega-3-Fettsäuren senken den Cholesterinspiegel und wirken entzündungshemmend. Man findet sie in Speisen wie Leinöl, Olivenöl, Rapsöl aber auch in Nüssen und Fischarten wie Hering, Lachs und Heilbutt. Auch Vitamine helfen Gefäßerkrankungen vorzubeugen. Vor allem die Vitamine E, C und die Carotinoide. Hingegen sollte man gebratene oder frittierte sowie gebackene Nahrungsmittel mit künstlich gehärteten Fetten möglichst vermeiden.

Auch negativen Stress sollte man möglichst vermeiden. Wer unter einem stressigen Umfeld im Beruf oder Privatleben leidet, sollte zur Prävention Maßnahmen ergreifen. Etwa einen Kurs für autogenes Training besuchen oder mit dem Yoga beginnen. Die Krankenkassen unterstützen Präventionsmaßnahmen häufig mit der Übernahme eines großen Teils der Kosten.


Prognose zur Heilung

Leichte Durchblutungsstörungen verschwinden nach kurzer Zeit in der Regel von selbst. Anders sieht dies bei schwerwiegenden ischämischen Krankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall aus. Zwar bestehen durch die moderne Medizin zunehmend Chancen, diese Erkrankungen zu überleben. Dennoch hängt es von vielen Faktoren ab, ob der Patient vollständig genesen kann.

Neben den zügig eingeleiteten Maßnahmen zur Erstversorgung gehört hierzu auch der umgehende Transport in ein fachlich versiertes Krankenhaus zur weiteren intensivmedizinischen Behandlung. Sind diese Umstände gegeben, steigt die Chance zur Verringerung von Folgeschäden und damit der weitestgehenden Genesung des Patienten.

Bei der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit besteht die Therapie in der Linderung der Schmerzen und Erhöhung der Lebensqualität. Hier kann eine vollständige Heilung nicht herbeigeführt werden, jedoch kann der Patient durch einen Wandel seiner Gewohnheiten (in Bezug auf Nahrungsaufnahme, Sport, soziales Verhalten) eine Verbesserung der ischämischen Attacken erreichen.

Handelt es sich um Durchblutungsstörungen aufgrund von Diabetes oder Bluthochdruck können die einzelnen Ursachen medizinisch kontrolliert werden. Auch hier ist eine vollständige Genesung nicht möglich. Die Abstimmung der Medikamente kann jedoch dafür sorgen, dass sich Beschwerden verringern und schwerwiegendere Folge-Erkrankungen abwenden lassen.


Führt eine Ischämie immer zum Infarkt?

Eine Ischämie muss nicht zwangsläufig zu einem Infarkt führen. Infarkte betreffen vor allem Organe wie zum Beispiel das Herz, das Gehirn, die Nieren, die Lungen, Leber und Milz sowie die Augen. Gefäßerkrankungen, die diese Organe versorgen, sind auf jeden Fall potenziell lebensgefährlich, da das Risiko eines Infarktes ansteigt. Vor allem in den Risikogruppen, also der Menschen ab 45 Jahren, die großem negativen Stress ausgesetzt sind.

Bei diesen Menschen ist es sehr wahrscheinlich, dass sich die Symptome verschlimmern, wenn die Anfangshinweise nicht ernst genommen werden. Darum sollten sich betroffene nicht scheuen, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Auch die Änderung der Lebensweise, Stressreduktion, ausgewogene Ernährung, keine Nikotin, ist bei diesen Menschen ratsam.

Handelt es sich bei der Ischämie um einen Bereich in den Händen, Armen oder Beinen sind keine Infarkte zu befürchten. Jedoch können diese Erkrankungen sehr schmerzhaft sein und sich verschlimmern. Darum sind auch hier eine Anpassung der Lebensweise und Präventionsmaßnahmen erforderlich. Denn obwohl diese Krankheiten nicht zu einem Infarkt führen, können sie durchaus Komplikationen verursachen.

Dazu gehört vor allem das Absterben von Gewebe, den sogenannten Nekrosen. Während ein ewiges Kribbeln und Taubheitsgefühl schon Beeinträchtigung genug ist, kann im schlimmsten Fall eine Amputation fällig werden. Dieser allerletzte Schritt ist mindestens genauso lebensbeeinträchtigend wie die Folgen eines Herz- oder Hirninfarktes mit anschließender Reha.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden gegenüber der Schulmedizin gibt es bei einer akuten Durchblutungsstörung keine. Das bedeutet: Leidet der Patient unter Symptomen, muss auf jeden Fall immer sofort ein Notarzt hinzugezogen werden. Gerade wenn es sich um eine Ischämie handelt, die zu einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall führt, ist die Durchblutungsstörung lebensgefährlich.

Bei leichteren Durchblutungsstörungen und zur Prävention gibt es jedoch einige bewährte Mittel aus der alternativen Medizin, die Menschen anwenden können.

Heilpflanzen und Kräuter

Vor allem zur Prävention sind Kräuter und Pflanzen geeignet, die eine positive Wirkung auf den Blutdruck und den Blutfluss haben. Auch Pflanzen, die eine Wirkung auf die Gefäßbildung haben sind zu bevorzugen. Welche Heilpflanzen das genau sind, lesen Sie im Abschnitt »Heilkräuter & Heilpflanzen« etwas weiter unten auf dieser Seite.

Homöopathie

Die Homöopathie kennt vor allem bei leichten Durchblutungsstörungen wie Taubheitsgefühle oder Kribbeln in Armen und Beinen wirksame Mittel. Auch gegen die periphere arterielle Verschlusskrankheit kann man mit homöopathischen Mitteln etwas tun.

Massagen

Massagen sind eine gute präventive Maßnahme bei drohenden Durchblutungsstörungen. Durch die Massagebewegungen werden die Blutgefäße erweitert und damit der Blutfluss angeregt. Oliven- Kokos- oder Mandel-Öl helfen bei der Entspannung. Wichtig: Immer zum Herzen hin massieren!

Traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Auch die traditionelle chinesische Medizin kennt Mittel und Wege, Durchblutungsstörungen zu lindern. Vor allem beim Raynaud-Syndrom kann Akupunktur helfen. Aber auch bei den koronaren Herzkrankheiten und nach einem Herzinfarkt kann die TCM zur Heilung beitragen. Dabei setzt die traditionelle chinesische Medizin auf die Entschlackung des Körpers, so auch der Blutgefäße.


Welche Hausmittel können helfen?

Gelegentlich auftretende Durchblutungsstörungen zum Beispiel in den Händen, Armen oder Beinen können gut mit Hausmitteln gelindert werden. Diese Maßnahmen dienen gleichzeitig zur Prävention:

Knoblauch

Nicht jedem schmeckt Knoblauch. Aber wenn man Probleme mit einer auftretenden Ischämie hat oder an einer Erkrankung der Blutgefäße leidet, ist Knoblauch ein sehr gutes Mittel. Es hält die Blutgefäße elastisch und fördert die Durchblutung. Zur Dosierung empfehlen Apotheker täglich ein bis zwei Knoblauch-Zehen zu essen. Alternativ kann man auf Knoblauchpulver oder Kapseln aus der Apotheke zurückgreifen.

Spaziergänge an der frischen Luft

Ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft hält fit und gesund. 20 Minuten sollten das Minimum sein, wenn man ansonsten keinen Sport treibt. Experten machen den Spaziergang am Abend vor dem Schlafen gehen, wenn die Luft besonders reich an Sauerstoff ist. Ein Spaziergang fördert nicht nur die Durchblutung, man versorgt vor allem sein Gehirn mit einer Extraportion frischem Sauerstoff.

Wechselwarme Bäder

Durchblutungsstörungen in Armen oder Beinen können mit wechselwarmen Duschen oder Bädern gelindert werden. Allerdings ist darauf zu achten, dass die Extremitäten nicht ausgekühlt sind wenn man ins heiße Wasser geht. Ansonsten kann es zu weiteren Schädigungen der Blutgefäße kommen, weil diese sich nach der Kälte nicht so schnell ausweiten können.

Verzicht auf Bohnenkaffee

Wer unter ischämischen Attacken leidet, sollte gänzlich auf das Trinken von Bohnenkaffee verzichten. Das im Kaffee enthaltene Koffein fördert die Verengung der Blutgefäße. Wenn man auf Kaffee nicht verzichten kann, sollte man zum Getreidekaffee greifen.

Massagebürste benutzen

Eine Massagebürste kann dazu benutzt werden, die betroffene Körperstelle ordentlich abzurubbeln. Das regt die Durchblutung an und beugt drohenden Durchblutungsstörungen vor.

Jonen-Salbe

Die Jonen-Salbe stammt aus dem Bereich der Reflexzonentherapie und hat eine ähnliche Wirkung wie eine Akupunktur. Wenn man Durchblutungsstörungen mit der Jonen-Salbe behandeln möchte, gibt es zwei Möglichkeiten der Anwendung.

Erstens kann man mit der Jonen-Salbe beide Ohrmuscheln einreiben. Man lässt die Salbe zwanzig Minuten wirken und wischt sie anschließend wieder ab. Wenn man die Salbe gut verträgt, sind auch Anwendungen über Nacht an den Ohrmuscheln möglich.

Bei der zweiten Anwendungsvariante reibt man mit der Jonen-Salbe direkt die betroffene Körperstelle ein. Auch hier sollte man die Salbe zwanzig Minuten lang wirken lassen, bevor man sie wieder abwischt.


Heilkräuter & Heilpflanzen

Eine Vielzahl von Heilpflanzen und Kräutern sind für ihre Wirkung bei Durchblutungsstörungen bekannt. Hier lesen Sie, welche Pflanzen sich bei betroffenen Patienten bewährt haben:

Ackerschachtelhalm

Der Ackerschachtelhalm wirkt positiv auf die Gefäße und das Bindegewebe aus. Man kann ihn innerlich anwenden, indem man einen Tee mit ihm aufgießt. Dabei sollte man ihn mindestens zwanzig Minuten ziehen lassen, damit sich die Kieselsäure aus der Pflanze löst. Zur äußerlichen Anwendung kann der Ackerschachtelhalm einem Vollbad hinzugegeben werden.

Ginkgo

Der Ginkgo ist eine beliebte Heilpflanze aus China. Er hilft Blutgefäße und Kreislauf zu stärken und ist zudem gut fürs Gedächtnis. Ginkgo gibt es in Tablettenform in Drogerien und Apotheken zu kaufen. Man kann seine Blätter aber auch als Tee zubereiten. Die Ziehzeit beträgt zehn Minuten. Einen Ginkgo-Tee sollte man dreimal täglich trinken.

Rosmarin

Der Rosmarin ist eine Heilpflanze, die bei vielerlei Beschwerden hilft. Auch bei Durchblutungsstörungen aufgrund von niedrigem Blutdruck ist Rosmarin hilfreich. Verwenden Sie Rosmarin in Ihrer täglichen Küche oder als ätherisches Öl.

Rosskastanie

Die Rosskastanie ist eine Heilpflanze, die besonders gegen Venenleiden hilft. Der Wirkstoff der Rosskastanie stärkt die Gefäßwände und ist deswegen auch bei Ischämie eine gute Wahl. Aus den Blüten der Rosskastanie kann ein Tee gemacht werden, der zur innerlichen Anwendung taugt.

Weißdorn

Der Weißdorn stärkt das Herz und ist als Tee genießbar, den man zehn Minuten ziehen lässt. Weißdorn-Tee sollte dreimal täglich getrunken werden.

Heilkräutertee aus Stiefmütterchenkraut, Ringelblume und Gänseblümchen

Diese Mischung soll die Durchblutung in besonderer Weise stärken. Man nehme zu je gleichen Teilen Stiefmütterchenkraut, Ringelblume und Gänseblümchen und übergieße sie mit heißem Wasser. Nach fünf Minuten ziehen kann der Tee gesiebt werden. Danach trinken.

Waldmeistertee

Auch Waldmeistertee regt die Durchblutung an. Fragen Sie danach in der Apotheke Ihres Vertrauens. Der Waldmeistertee wird ebenfalls fünf Minuten ziehen gelassen und anschließend warm getrunken.


Ätherische Öle

Ätherische Öle sind wohltuend. Ihr Duft kann ebenfalls zur Verminderung von Durchblutungsstörungen genutzt werden.

Rosmarin-Öl

Die Förderung der Durchblutung durch Rosmarin ist schon lange bekannt. Das Rosmarin-Öl tragen Sie auf Ihre Haut auf und reiben sie damit ein.

Latschenkiefer-Öl

Latschenkiefer-Öl wirkt anregend und antibakteriell. Es regt die Durchblutung an und kann auf die Haut gerieben oder in der Duftlampe verwendet werden.

Angelika

Gut bei Arteriosklerose und Durchblutungsstörungen ist das Öl der Angelika. Es beruhigt zudem die Seele.

Kampfer

Kampfer stärkt Herz und Gelenke und ist förderlich für eine gute Durchblutung. Auch Arteriosklerose und Rheumatismus kann mit Kampfer gelindert werden.


Homöopathie & Globuli

Die homöopathischen Mittel sind vor allem in der Anfangsphase von Durchblutungsstörungen sehr gut geeignet. Wie alle anderen alternativen Behandlungsmethoden auch, ersetzen sie aber nicht den Arztbesuch. Bitte denken Sie daran, dass Durchblutungsstörungen schwerwiegende Folgen haben können und verlassen Sie sich nicht allein auf die Therapie mit homöopathischen Substanzen.Heilpraktiker empfehlen bei Ischämie folgende Essenzen:

Allium ursinum

Besonders bei drohender Arteriosklerose und Arterienverkalkungen im Anfangsstadium ist Allium ursinum einsetzbar.

Cactus

Cactus ist eine gute Wahl bei Mangeldurchblutung. Auch die Symptome der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit können mit Cactus gemindert werden.

Ammi visnaga

Ammi visnaga unterstützt den Schutz der Arterien und Herzkranzgefäße vor Verkalkung.

Abrotanum

Abrotanum ist ein Mittel bei Kribbeln und Taubheitsgefühlen, die aufgrund von Kälte und Nässe zum Beispiel in den Händen verursacht werden.

Cuprum arsenicosum

Durchblutungsstörungen in Unterschenkeln und den Füßen können mit Cuprum arsenicosum gelindert werden.

Tabacum

Tabacum ist ein Mittel, das bei ischämischen Attacken in Händen und Füßen zum Einsatz kommt, die in Verbindung mit auftretender Übelkeit und Schwindel stehen.

Secale cornutum

Brennen, Taubheitsgefühle und auch die Symptome des Raynaud-Syndroms sind mit Secale cornutum zu lindern.

Espeletia

Diese Substanz wirkt zur Linderung der Symptome im Anfangsstadium einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Vor allem bei Schmerzen aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Beinen ist Espeletia zu empfehlen.

Kreosotum

Schmerzen und Juckreiz durch Durchblutungsstörungen vorrangig bei Diabetikern lindert das Mittel Kreosotum.


Schüssler-Salze

Die Schüssler-Salze können auch bei Durchblutungstörungen verwendet werden. Zwar sind ihre Wirksamkeit wissenschaftlich nicht erfasst, einige Heilpraktiker empfehlen jedoch bei Ischämie folgende Schüssler-Salze:

 

Grundsätzlich können alle in dieser Aufzählung aufgelisteten Salze bei Durchblutungsstörungen verwendet werden. Jedoch sollte man maximal drei Salze gleichzeitig einnehmen. Dabei nimmt man drei bis sechs Mal täglich je eine Tablette der Schüssler-Salze ein.


Diät & Ernährung

Die Ernährung spielt bei Durchblutungsstörungen eine sehr große Rolle. Wenn Patienten bestimmte Nahrungsmittel weglassen oder reduzieren, sinkt das Risiko der Verkalkung oder Verfettung von Arterien und Venen deutlich. Ernährungsberater empfehlen deshalb eine ausgewogene, fettarme und ballaststoffreiche Ernährung.

Dazu gehört viel frisches Obst und Gemüse sowie Fisch. Die Experten raten dazu zweimal in der Woche Seefisch (zum Beispiel Lachs, Hering, Makrele, Thunfisch) zu essen, da die darin enthaltenen Omega-3-Fettsäuren besonders reichhaltig sind. Omega-3-Fettsäuren helfen dem Körper bei der Zellerneuerung und sind deshalb auch bei der Gesunderhaltung von Blutgefäßen sehr wichtig.

Es gibt aber auch Nahrungs- und Genussmittel auf die Patienten oder Menschen, die gelegentlich an Durchblutungsstörungen leiden verzichten sollten. Vor allem das Rauchen von Nikotin wird Menschen mit Durchblutungsstörungen nicht empfohlen. Die Substanzen im Nikotinrauch unterstützen die Verengung der Blutgefäße und können im ganzen Körper massive Schädigungen hervorrufen.

Auch den Genuss von Bohnenkaffee sollten Betroffene einstellen. Wer auf Kaffee nicht verzichten möchte, der sollte zum mittlerweile ziemlich beliebten Getreidekaffee greifen. Denn das Koffein im Bohnenkaffee trägt ebenfalls sehr zur Verengung der Blutgefäße im Körper bei.

Auch fettige Speisen sollten Betroffene vernachlässigen. Hierzu zählen die Ernährungsexperten vor allem Fleisch und Wurst, aber auch Butter und Eigelb. Auch die Margarine ist keine gute Wahl bei einer Durchblutungsstörung.


FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe stets kalte Füße im Bett. Sind das Durchblutungsstörungen?

Ja, wer regelmäßig eiskalte Füße im Bett hat, die auch durch das Anziehen von Socken nicht warm werden, der leidet unter Durchblutungsstörungen. Diese kann man verhindern, indem man vor dem Schlafengehen ein heißes Fußbad nimmt.

Aber Vorsicht bei der Temperierung. Zu heißes Badewasser bei zu kalten Füßen kann zu weiteren Schädigungen der Gefäße führen. Besser man lässt das Wasser einige Minuten etwas abkühlen. Desweiteren kann man die Füße auch mit dem Massageigel (Igelball) massieren oder anstatt des Fußbades eine Wärmflasche mit ins Bett nehmen, die man auf die Füße legt.

Durchblutungsstörungen durch die Anti-Babypille. Soll ich sie absetzen?

Ganz klar: ja! Die Anti-Baby-Pille kann als Nebenwirkung das Thromboserisiko erhöhen. Erst Warnzeichen müssen demnach ernst genommen werden. Sprechen Sie mit dem Arzt über mögliche Alternativen. Zum einen gibt es mittlerweile Anti-Baby-Pillen deren Wirkstoff nicht so sehr auf die Venen schlägt.

Zum anderen gibt es auch alternative Verhütungsmittel, die benutzt werden können. Frauen, die die Pille nehmen und Rauchen, sollten sich das Rauchen abgewöhnen. In Kombination (Anti-Baby-Pille und Rauchen) erhöht sich das Risiko einer ernsthaften Beeinträchtigung durch eine Thrombose noch einmal.

Ich habe geschädigte Bandscheiben an der Halswirbelsäule. Sind jetzt Durchblutungsstörungen an der Halswirbelsäule möglich?

Ja. Eine Schädigung der Halswirbel zum Beispiel durch einen Bandscheibenvorfall kann zu massiven Beeinträchtigungen des Patienten führen. Wenn der Wirbel verschoben ist und auf die Wirbelarterie oder die innere Halsschlagader drückt kann es zu Ischämien kommen.

Die Folge sind Symptome wie starke Nacken- und Kopfschmerzen, Tinnitus, Migräne, Benommenheit und Übelkeit. Auch ein das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden erhöht sich, wenn die Beschwerden dauerhaft bestehen bleiben.

 

Kann man eine periphere arterielle Verschlusskrankheit wieder loswerden? Reparieren sich Schäden durch Verschlüsse in den Arterien generell?

Nein, das kann man leider nicht. Wer einmal eine Schädigung eines Gefäßes erlitten hat, muss dauerhaft damit leben. Bestehende Schädigungen sind irreparabel. Die Mediziner können nur dafür sorgen, dass durch das Setzen von Stents oder Bypässen der Umgehungskreislauf stabilisiert wird.

Damit es jedoch gar nicht erst so weit kommt hilft nur Prävention. Das Rauchen einstellen, sich gesund ernähren und viel Bewegung an der frischen Luft zum Beispiel durch Spaziergänge oder Mannschaftssportarten im Freien durchführen – das schützt den Körper vor Gefäßkrankheiten und Ischämien.

Muss ich mir bei Durchblutungsstörungen generell Sorgen machen?

Eine übertriebene Angst ist nicht nötig. Durchblutungsstörungen kommen in der Gesellschaft mit zunehmendem Alter häufig vor. Jedoch sollte man als Betroffener unbedingt zum Arzt gehen, um die Art und Schwere der Erkrankung festzustellen. Bei Gefäßerkrankungen kann man oft sehr gute Ergebnisse erzielen, wenn die Schädigungen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Auch die Prävention ist bei Durchblutungsstörungen sehr wichtig. Dazu gehört auch der psychische Umgang mit auftretenden Ischämien.

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