Wasserstoffperoxid

H2O2 – Nicht nur zum Bleichen

Behandlung Wasserstoffperoxid In Apotheken erhält man Wasserstoffperoxid in den verschiedensten Konzentrationen.

Je nach Höhe der Prozentzahl sind auch die Anwendungsgebiete verschieden. Beispielsweise können Nutzer mit Wasserstoffperoxid die eigenen Zähne bleichen, was auch in der Textilindustrie regelmäßig Verwendung findet.

Aber auch in medizinischer Hinsicht kann die Lösung effizient sein.

Handelt es sich um eine Lösung, welche höher konzentriert und nicht stabilisiert ist, dann kann die Substanz aus Sicherheitsgründen nicht ausgehändigt werden, außer es ist eine Verwendungsbescheinigung vorhanden. 

Was ist Wasserstoffperoxid?

Bei Wasserstoffperoxid handelt es sich um eine hellblaue Flüssigkeit (verdünnt farblos), die auch Perhydrol und Wasserstoffsuperoxid genannt wird. Chemisch setzt sich die Lösung aus zwei Wasserstoff und zwei Sauerstoffteilchen zusammen (H2O2).

In schwacher Konzentration gilt Wasserstoffperoxid als ideales Bleich- sowie Desinfektionsmittel. Doch dies sind nicht die einzige Anwendungsgebiete, mit dem die Lösung prahlen kann.

Ursprung & Entwicklung

Im Jahre 1818 wurde Wasserstoffperoxid erstmalig synthetisch hergestellt. Inzwischen ist die Lösung frei erhältlich in Apotheken aufzufinden. Diese weisen einen Gehalt von maximal 12 Prozent auf. Lösungen mit 5 Prozent oder mehr sind besonders gekennzeichnet.

Funktion, Wirkung & Ziele – Behandlungen & Therapien

Wasserstoffperoxid ist vielseitig einsetzbar und somit in vielen Mitteln vorhanden. Dies beginnt bereits bei den Reinigungsmitteln im eigenen Haushalt. Doch wie wirkt der Stoff und welche weiteren Anwendungsgebiete können genannt werden?

An sich kann selbst der Körper Wasserstoffperoxid in geringen Maßen herstellen. Somit muss man nicht immer auf synthetische Weise H2O2 zusammensetzen und mit Stabilisatoren dafür sorgen, dass die Lösung nicht in ihre Bestandteile zerfällt.

In etlichen biochemischen Vorgängen wird der Stoff gebildet. Das beginnt bereits bei der Umwandlung von Zucker. Doch damit die Lösung nicht giftig für den Organismus ist, wird es von Katalasen sowie Peroxidasen (Enzymen) zu Wasserstoff und Sauerstoff zersetzt.

  • In Reinigungsmitteln vorhanden
  • Der eigene Körper kann die Lösung in geringen Maßen selbst herstellen
  • Stabilisatoren sorgen dafür, dass die Lösung nicht in einzelne Bestandteile zerfällt
  • Stoff wird in sämtlichen biochemischen Vorgängen hergestellt, beispielsweise Umwandlung von Zucker
  • Für den Körper in geringem Maß nicht gefährlich dank Katalasen und Peroxidasen

Durchführung & Wirkungsweise:

Da es sich bei Wasserstoffperoxid um eine Flüssigkeit handelt, ist dieser Stoff auch meist in flüssiger Ausführung zu finden. Dazu gehören Reiniger im Haushalt, aber auch in der Lebensmittelindustrie, um beispielsweise PET-Flaschen zu desinfizieren.

Weiterhin wird die Lösung oftmals als Bleachingmittel angewandt. Dieser kann vom Arzt verwendet werden oder auch privat zu Hause. Auch Zahnpasten weisen dieses Mittel auf, wenn ein Weißeffekt vorhanden ist.

Somit trägt man das Mittel auf. Beispielsweise können White Strips auf die Zähne geklebt werden. Diese sind mit einem Gel versehen, welches auf die Zähne gelangt. Der Inhaltsstoff Wasserstoffperoxid sorgt nach mehrfacher Anwendung für ein weißeres Lächeln.

Beim Zahnarzt hingegen wird der Stoff per Schiene aufgetragen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Lösung zu schnell entfernt. Die Wirkung ist demnach deutlich effizienter.

In Reinigern jeglicher Art ist die Substanz ebenfalls vorhanden. Auch hier wird der Stoff direkt auf die zu reinigende und desinfizierende Stelle aufgetragen.
Achtung: Da der Stoff auch ein beliebtes Bleichmittel ist, kann er bei Hautkontakt auch dort die Farbe entnehmen. Deshalb sollte die Anwendung stets mit Handschuhen erfolgen oder der Stoff umgehend abgewaschen werden.

Möchte man seine Kontaktlinsen reinigen, so findet man auch in der entsprechenden Lösung Wasserstoffperoxid wieder.

Hilft gegen:

 

Sind Bakterien, Viren oder auch Pilze vorhanden, so kann Wasserstoffperoxid in niedriger Konzentration desinfizierend wirken und diese Faktoren bekämpfen. Aber auch Zahnfleischentzündungen werden optimal behandelt und zudem vorgebeugt.

Auch der Mund- und Rachenbereich wird ideal gereinigt. Weiterhin können Hände sowie Schleimhäute desinfiziert werden, um Infektionen zu vermeiden. Hierbei werden auch Oberflächen sowie Instrumente in der medizinischen Richtung gereinigt.

Neben den reinigenden Vorteilen kann sie zudem Blutungen in puncto Zahnmedizin stillen. Somit findet Wasserstoffperoxid oftmals bei Zahn-Operationen seinen Platz.
Auch die alternative Medizin macht von der Lösung Gebrauch. Je nach Anwendungsgebiet variiert jedoch auch die Konzentration.

Leidet der Patient unter Schuppenflechte, so kann eine Salbe verwendet werden, welche Wasserstoffperoxid beinhaltet. Eine 35%ige Lösung heilt Akne, Schuppenflechte, juckende Hauterkrankungen sowie Hautallergien. Gel in 10%iger Form hingegen hilft bei Fußpilz sowie Windpocken.

Wer unter lästigen Mückenstichen leidet, verschafft sich durch dreiprozentige Lösungen Linderungen. Dasselbe gilt bei einer Infektion mit Warzen-Viren.

Fördert & stärkt:

 

Behandlung Wasserstoffperoxid Nutzt man in geringer Konzentration Wasserstoffperoxid für die innere Anwendung, so kann es das Immunsystem enorm stärken.
Zudem werden geruchsbildende Bakterien vermieden, welche bei Gebärmutter- sowie Brustkrebs entstehen können. Mit Hilfe eines Wattepads wird die Lösung äußerlich aufgetragen.

Auch die Durchblutung der Beine kann effizient gefördert werden, indem eine 10-prozentige Salbe alle zwei Tage appliziert wird. Alternativ haben Wasserstoffperoxid-Lösungen in 3-prozentiger Ausführung denselben Nutzen.
Leidet man an Gastritis, Typhus oder auch Cholera, so hilft eine geringe Menge des stark verdünnten Mittels. Vorbeugend hilft es zudem gegen das Gelbfieber Virus.

Risiken & Nebenwirkungen:

Ab einer gewissen Konzentration kann Wasserstoffperoxid etliche Nebenwirkungen und auch Risiken mit sich bringen. Dies beginnt bereits, wenn eine hoch konzentrierte Lösung eingeatmet wird. Die Folgen dessen sind Lungenentzündungen, Verätzungen der Atemwege sowie Lungenödemen.

Eine Ausbleichung der Haut ist immer gegeben, wenn das H2O2 nicht sofort gründlich abgewaschen wird. Hier kann selbst eine stark verdünnte Lösung für den unerwünschten Effekt sorgen.

Mögliche Nebenwirkungen sind Schwindel, Erbrechen, Durchfall, Kreislaufprobleme, Krämpfe und Kopfschmerzen, wenn das Wasserstoffperoxid in das Blut gelangt. Dies kann über die Haut oder auch über den Magen geschehen. Im schlimmsten Fall kann es auch zum Tode führen, wenn sich im Magen Schaum bildet. Dieser kann den Atemstillstand hervorrufen und man erleidet einen qualvollen Tod durch Ersticken.

Es kann zu Explosionen kommen, wenn nicht stabilisierte Lösungen über 12 Prozent erwärmt werden. Aber auch in Verbindung mit Schwermetallen ist dieser Aspekt gegeben.

Achtung: Bereits Lösungen ab 6 Prozent gelten als nicht mehr sicher, wenn diese als Bleichmittel verwendet werden sollen.

In puncto Aufhellung der Zähne können Füllungen angegriffen werden. Hierbei geht es speziell um die Amalgam-Füllungen aus Kunststoff. Ist ein Zahnersatz vorhanden, so kann auch dieser angegriffen werden. Gelangt das Mittel in das Zahnmark, so können unangenehme Entzündungen hervorgerufen werden. Auch Empfindlichkeiten bei Wärme und Reizungen des Mundraumes sind keine Seltenheit. Diese Punkte klingen jedoch nach wenigen Tagen wieder ab.

Wer behandelt?

 

Je nach Anwendungsbereich kommen verschiedene Ärztegruppen zum Einsatz. Dazu gehören die Zahnärzte in puncto Bleaching aber auch Allgemeinmediziner und Spezialärzte in etlichen weiteren Bereichen. Doch nicht nur Ärzte behandelt mit Wasserstoffperoxid.

In einer geringen Dosis kann beispielsweise das Bleaching selbst durchgeführt werden. Aber auch Fußbäder müssen nicht unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, jedoch wäre es effizienter, seinen behandelnden Arzt einzubeziehen.

Unser Fazit:

Wasserstoffperoxid ist vielseitig einsetzbar und wird sogar in geringen Mengen im menschlichen Organismus hergestellt. Jedoch kann die Lösung auch schwerwiegende gesundheitliche Schäden hervorrufen. Daher liegt eine Verschreibungspflicht vor. Zudem sind alle Produkte, die mehr als 5 Prozent beinhalten, speziell gekennzeichnet.

Die Anwendung sollte unter ärztlicher Aufsicht erfolgen, um Risiken zu vermeiden und ein optimales Ergebnis erzielen zu können. Dabei ist es egal, ob man Durchblutungsstörungen beheben möchte, seine Zähne bleicht oder andere Anwendungsbereich von Wasserstoffperoxid nutzt.

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