Hausmittel gegen Krampfadern

Krampfadern

Viele Menschen leiden unter sogenannten Krampfadern und wünschen sich, mit einfachen Hausmitteln Linderung zu erzielen. In den meisten Fällen sind die bläulichen und Spinnennetz-artigen Schlängelungen zwar harmlos, Betroffene fühlen sich aber trotzdem unwohl mit ihnen.

In diesem Artikel verraten wir Ihnen, welche Hausmittel hilfreich sein können, um die Schwellungen in den Venen zu beseitigen. Aber auch Naturheilverfahren und alternative Behandlungsmethoden haben sich neben den altbewährten Hausmitteln zur Behandlung von Krampfadern als gut geeignet erwiesen.

Einen ausführlichen Ratgeber zum Symptom Krampfadern, dessen Ursachen, Behandlungsmethoden und vieles mehr, finden Sie hier.

Was hilft gegen Krampfadern?

Ob von der Mutter, der Oma oder im Internet: zur Beseitigung der sogenannten Varizen lassen sich zahlreiche Tipps und Tricks finden. Doch welche Hausmittel helfen wirklich bei Krampfadern? In folgendem Ratgeber finden Sie die bestbewährten Hausmittel gegen Varizen.

Die Anwendung mit Rutin

Rutin befindet sich in der Schale einer Zitrone und gilt als eines der wichtigsten Hausmittel bei Krampfadern. Doch wie wirkt sich Rutin aus? Kleinere Blutgefäße werden dank dem Hilfsmittel undurchlässiger. Gefäßflüssigkeiten treten somit nicht in das umliegende Gewebe aus.

Um Rutin einnehmen zu können, muss man natürlich keine Zitronenschale essen. Gekühlte Getränke oder auch Tee eignen sich optimal, um etwas Rutin hinein zu mischen.

Die Behandlung mit Eichenrinde

Auch die Behandlung der Beine mit Eichenrinde zählt zu den effektiven Hausmitteln gegen Krampfadern. Hierbei handelt es sich um einen Sud aus Eichenrinde, mit dem sich die spinnennetzartigen Verfärbungen optimal behandeln lassen.

Sie können das Bein entweder einreiben oder eine Kompresse in den Sud tauchen und das Bein im Anschluss einwickeln.

Die Behandlung mit Zaubernuss

Anstelle der Eichenrinde eignet sich auch die Zaubernuss sehr gut, um Krampfadern zu behandeln. Auch dieses Hausmittel kann entweder als Kompresse genutzt werden. Es ist aber auch möglich, das Bein einzuwickeln oder dieses lediglich einzureiben.

Die Behandlung mit Wasser

Ein weiteres, nützliches Hausmittel bei Krampfadern ist die Wasserbehandlung. Hier handelt es sich um die Behandlung mit einer Art Wechselbad oder auch einem Guss, der zwischen sehr warmen und kaltem Wasser variiert.

Die Wirkungsweise: Die abwechselnden Temperaturen sorgen dafür, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen und ausdehnen. Dies verbessert den Blutkreislauf enorm.

Quarksäckchen gegen Krampfadern

Hier wird Quark in Socken oder kleine Säckchen gefüllt. Dieses Hausmittel ist eine effiziente Methode gegen Krampfadern. Der Quark kühlt die betroffenen Stellen und lindert die Beschwerden. Vor allem entzündete Stellen profitieren von dieser Methode enorm. Bei der Anwendung sollten die Beine einfach hochgelegt werden und ausreichend Entspannung eintreten.

Fußbäder als Hausmittel

Auch Fußbäder können zur Linderung beitragen. Dafür benötigt man in etwa 3 Liter Wasser, welches aufgekocht wird. Für die Zusätze werden Thymian, Efeublätter, Lorbeerblätter und Walnussblätter verwendet. Diese werden mit dem Wasser in etwa 15 Minuten gekocht.

Danach gibt man einen Esslöffel Natron und zwei Esslöffel Salz dazu. Dem anschließenden Fußbad steht nichts mehr im Weg. 15 Minuten sind optimal, um eine effiziente Wirkung erzielen zu können.

Schnelle Hilfe bei Krampfadern

Es stehen auch einige Hausmittel zur Verfügung, die rasche Linderung bringen. Wer schnelle Hilfe benötigt, findet hier einige Tipps dazu.

Die Beine einfach mal hochlegen

Sobald eine Pause in Sicht ist, sollte man diese nutzen, um die Beine hochzulegen. Das Hochlegen sorgt dafür, dass der Druck auf die Venenklappen vermindert wird. Wichtig ist, dass die Füße eine höhere Position erhalten, als der eigene Kopf. Nur so wird eine optimale Entlastung geschaffen.

Tipp: Es ist optimal, jede Pause dafür zu verwenden, die Beine für 10 Minuten hochzulegen. Dadurch können Krampfadern bereits wesentlich reduziert werden.

Wer sitzende oder auch stehende Aktivitäten ausführt, sollte darauf achten, nach jeder Stunde etwas Bewegung in das Spiel zu bringen. Ideal ist es, die Füße im Bereich des Fußballens abwechselnd zu heben und zu senken. Dies trainiert die Wadenmuskeln. Diese umschließen die Venen. Umso öfters die angespannt werden, umso mehr wird dem Blutfluss entgegengewirkt und das Blut zum Herzen hinaufgepresst.

Eine wohltuende Massage als bewährtes Heilmittel

Mit Hilfe einer sanften Massage ist es dem Blut möglich, deutlich besser zu zirkulieren. Hier ist es jedoch wichtig, dass die Daumen nicht direkt auf die Venen gelegt werden. Die Massage der Muskulatur bietet sich besser an. Die Richtung sollte zum Herz gewählt werden.

Tipp: Steinkleeblüten in Verbindung mit Olivenöl bietet sich hervorragend an. Dafür füllt man ein Gefäß bis zur Hälfte mit den Blüten und füllt den Rest mit Öl auf. An einem warmen Platz filtert dies im Anschluss mehrere Tage. Danach ist es das perfekte Elixier für eine entspannte Massage bei Krampfadern.

Alternativ kann Ringelblumenöl verwendet werden!

Die Stützstrumpfhose

Eine Stützstrumpfhose empfiehlt sich, wenn die Krampfadern noch sehr klein sind. Diese dienen jedoch nicht zur Behandlung, sondern eher zur Vorbeugung. Die Stützstrumpfhose bewirkt einen äußeren Druck auf die Venen, sodass hier keine Möglichkeit besteht, dass diese anschwellen. In Apotheken und Kaufhäusern können diese bequem erworben werden.

Alternative Heilmittel gegen Krampfadern

Alternativ zu den Hausmitteln stehen Betroffenen auch viele alternative Behandlungsmethoden und Therapien der Naturheilkunde zur Verfügung.

Längere Sitz- sowie Stehzeiten vermeiden

Natürlich ist dieser Punkt nicht immer optimal ausführbar. Jedoch ist es vorteilhaft, ein längeres Stehen und sogar auch ein längeres Sitzen zu vermeiden. Die Position, in der man sich befindet, sollte regelmäßig gewechselt werden. Dadurch wird ein sogenanntes Versacken des Blutes im Unterschenkel vermieden. Somit kann man Krampfadern effizient entgegenwirken oder auch vorbeugen.

Yoga gegen Krampfadern

Eine spezielle Übung aus dem Yoga kann dabei helfen, konsequent gegen Krampfadern vorzugehen. Dabei befindet man sich in der Rückenlange und winkelt die Beine um 45 Grad an. Ideal kann man dazu eine Wand nutzen.

Das Überschlagen der Beine vermeiden

Die Blutrückströmung wird durch das Überschlagen der Beine verhindert. Zudem leiden die Venen unter einem enormen Druck. Viele kennen es sich, wenn bei dieser Position die Beine einschlafen. Dies ist auch eine Folge für eine Fehlversorgung!

Achtung:

Das regelmäßige tiefe Ein- sowie Ausatmen sollte nicht Vergessen werden, um die nötige Entspannung zu erhalten.

Schüssler-Salze bei Krampfadern

Auch Schüssler-Salze sind ein beliebtes Mittel bei Krampfadern. Hierbei eignen sich sowohl die Tabletten als auch die Salben der Salze gut.

  • Das Schüssler Salz Nr.1 – Calcium fluoratum kann oral und als Salbe eingesetzt werden. Dieses Salz hilft vor allem bei schmerzlichen Beschwerden von Krampfadern. Idealerweise sollte es im Wechsel mit dem Schüssler Salz Nr. 4 – Kalium chloratum verwendet werden.
  • Bei entzündeten Venen kann darüber hinaus Ferrum phosphoricum genutzt werden.

Bei einer fortgeschrittenen venösen Insuffizienz mit „offenem Bein“ (Ulcus cruris) eignen sich folgende Schüssler-Salze:

  • Schüssler Salz Nr. 10 – Natrium sulfuricum
  • Schüssler Salz Nr. 11 – Silicea (wenn eine starke Eiterbildung vorhanden ist)
  • Schüssler Salz Nr. 5 – Kalium phosphoricum (bei übelriechenden Absonderungen)
Die Behandlung mit Salben

Sämtliche Salben und Venencremes können dafür sorgen, dass Linderung eintritt. Hierfür wird die Salbe wie empfohlen mehrfach täglich aufgetragen und einmassiert. Cremes dieser Kategorie sind in der Apotheke erhältlich.

Die Verwendung von organischem Silicium

Oftmals fehlt dem Körper das wichtige Silicium. Dieser Stoff wird für die Reparatur benötigt und verleiht dem Bindegewebe gleichzeitig Elastizität und Festigkeit. Besteht hier jedoch ein Mangel, so kann es zu kleinen Rissen im Bindegewebe kommen. Somit wird auch die Entstehung der Krampfadern gefördert. Zudem fördert Silicium die Blutzirkulation im Körper.

Naturheilkunde bei Krampfadern

Auch die Natur hat diverse Mittelchen parat, die zur Behandlung von Krampfadern sehr nützlich sind. Vor allem verschiedene Extrakte von Pflanzen helfen hervorragend bei einer venösen Insuffizienz.

Die Behandlung mit Rosskastanienextrakten

Die Behandlung mit dem Rosskastanienextrakt erfolgt über 3 Monate. Pro Tag wird hier zwei mal eine Menge von 250 Milligramm eingenommen. Doch was genau an dem Extrakt hilft gegen Krampfadern?

Rosskastanienextrakt verfügt über die Substanz Aescin. Diese stärkt die Venenklappen und zusätzlich die Elastizität der Blutgefäße.

Tipp: Nach 3 Monaten Einnahme sollte man lediglich nur noch ein mal täglich 250 Milligramm zu sich nehmen.

Das Rote Weinlaub

Die sogenannte Färberrebe, auch rotes Weinlaub oder Vitis vinifera, besitzt gewisse Wirkstoffe, die zur Stärkung der Venenwände beitragen und deren Elastizität verbessern. Diese Pflanze besitzt aber auch noch weitere Eigenschaften, die sehr wichtig für die Therapie von Krampfadern sind und auch klinisch belegt worden sind:

Das Extrakt vom roten Weinlaub verbessert die Zirkulation des Blutes, verringert die Bildung von Ödemen (Wassereinlagerungen) und lindert häufige Begleitsymptome wie Kribbeln, Schmerzen und Spannungs- oder Schweregefühle.

Anwendung: Die Färberrebe kann sehr einfach als Tablette oder Tropfen eingenommen werden. Alternativ sind auch Cremes, Sprays oder Geles zur äußerlichen Anwendung erhältlich.

Für die innere Anwendung können täglich höchstens 720 Milligramm des Trockenextrakts in drei Portionen über den Tag verteilt eingenommen werden. Alternativ können 10 Gramm Färberrebenblätter in 1/4 Liter kochendes Wasser gegeben. Der Sud sollte anschließend kurz ziehen und kann 2 bis 4 Mal täglich getrunken werden.

Zur äußerlichen Anwendung eignen sich Fußbäder hervorragend. Dafür können 60 bis 80 Gramm der roten Weinlaubblätter in einem Liter Wasser gekocht werden. Die Anwendung kann zwei Mal täglich erfolgen.

Die Wirkstoffe des Steinklees

Der Steinklee, auch Melilotus officinalis genannt, besitzt ebenfalls Wirkstoffe, die sich hervorragend für die Krampfadernbehandlung eignen. Diese Pflanze enthält Cumarine, welche den Blutfluss verbessern, vor Entzündungen der Venen schützen und die Neigung zu Ödemen (Wasseransammlungen) reduzieren.

Anwendung: Der Steinklee kann innerlich als Tee getrunken aber auch äußerlich als Umschlag, Tinktur oder Kompresse verwendet werden. Darüber hinaus findet der Steinklee auch als Globuli in der Homöopathie Anwendung.

Sie können dieses Pflänzchen, welches auch als Honigklee, Traubenklee, Schabenklee, Mottenkraut oder Melilotenklee bezeichnet wird, auch selber pflücken. Es wächst an steinigen Straßen, auf Schutthalden, an Böschungen oder Ackerrändern.

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