Besenreiser

Steckbrief: Besenreiser

  • Name(n):Besenreiser; Besenreiservarizen; Besenreiservarikosis; retikuläre Varizen
  • Art der Krankheit: Venenerkrankung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: n.n.
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: verschiedenartig
  • Wieviele Erkrankte: ca. 60 % aller Erwachsenen in Deutschland
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Phlebologen
  • ICD­10 Code: 183.9

Nur ästhetische Probleme?

Es ist Sommer, man möchte sich eigentlich nur noch ins kühle Nass stürzen oder ein wenig in der Sonne baden. Also holt man die Badekleidung wieder aus dem Schrank, schaut ob sie noch gut sitz und siehe da – es zeichnen sich plötzlich unschöne netzförmige Äderchen an den Beinen ab. Die Rede ist von Besenreisern.

Der folgende Artikel soll vor allem darüber informieren, was sich hinter diesem Gebilde verbirgt; wie sie überhaupt entstehen beziehungsweise sich noch äußern können; wie sie verhindert und insbesondere entfernt und gelindert werden können.

Definition zum Besenreiser

Venenprobleme sind in beträchtlichem Maße verbreitet und sogar bei nahezu jeder zweiten Frauen zu finden.

Besenreiser – oder sogenannte retikuläre Varizen – gelten als Untergruppe der Krampfadern (Varikosis) und treten in den meisten Fällen an den Beinen auf. Dabei verkörpern sie gewissermaßen das erste Stadium einer Venenerkrankung.

Ihr Erscheinungsbild sind zarte netz- oder fächerartige Ausstülpungen (auch als Aussackung bezeichnet) an den Venen, nahe der Oberfläche beziehungsweise unmittelbar in der Oberhaut. Verursacht werden sie durch veranlagte Gene oder durch eine Ansammlung und entsprechender Stauung im Venensystem. Aufgrund des konstant einwirkenden Drucks, büßen die feinen Äderchen irgendwann ein Teil ihrer Elastizität ein.

Da das restliche Beinvenensystem unbeteiligt bleibt, verursachen sie im Regelfall keine Schmerzen, sondern sind für die Betroffenen meist nur ein kosmetisches Problem.

Die Schwere der Aussackungen lassen sich mithilfe einer Ultraschalluntersuchung diagnostizieren. Eine weitere Ausbreitung lassen sich auf verschiedenartige Wege verhindern. Ebenso wie es auch diverse Vorbeugungsmaßnahmen gibt.


Was sind Besenreiser?

Viele sind im Erwachsenenalter irgendwie von Veränderungen an den Venen betroffen. Oftmals handelt es sich hierbei um die als ‚Besenreiser‘ bezeichneten Erkrankungen.

Man unterscheidet schließlich zwischen dem oberflächlichen (Sammelvenen) und dem tiefen Venensystem.
So verlaufen unmittelbar unter der Hautoberfläche Venen, die häufig aufgrund einer Erweiterung für das bloße Auge sichtbar sind. Oft handelt es sich dabei um zarte, verzweigte Äderchen, ähnlich der Form dünner Reisig- Ästchen, die sich ursprünglich von den Stammvenen abzweigen. Diese treten nach dem Erscheinen der Besenreiser umso deutlicher hervor.

Daher stammt auch die Bezeichnung des Krankheitsbildes. Ausgehend von einem Punkt breiten sie sich unterschiedlich schnell nach außen hin aus und bilden letztlich eine Art Geflecht.

Besenreiser nehmen die Formen rötlich erscheinender Flecken, hellroter Gefäßbäumchen oder dunkelblauer Äderchen an. Sie können einen Durchmesser von bis zu 1 Millimeter erreichen.

Im Regelfall sind es Frauen, die mit derartigen Erscheinungen an den Fußknöcheln, an den Innenseiten der Unterschenkel oder an den Oberschenkeln zu kämpfen haben. Da besonders sie häufiger von schwächerem Bindegewebe betroffen sind. Welches wiederum im hohen Maße zur Gesundheit der Venenwände beiträgt.

Meist bilden sich Besenreiser isoliert an einer einzigen Vene aus, ohne darunter liegende Venen mit zu beeinträchtigen. Ursachen dafür sind eben geschwächte und durchlässige Gefäßwände.

Infolge der Porosität befinden sich die Blutmoleküle zwischen den Gewebszellen in Bewegung. Hierbei ist das Endothel, welches das Veneninnere umgibt, plötzlich löchrig und die Flüssigkeit tritt in das angrenzende Gewebe aus. Daraus resultiert schließlich die typische Netzform.

Wenn Besenreiser (oder Krampfadern) auftreten, ist eine Venenschwäche oder ein Venenleiden im Anfangsstadium möglich.

Welche Ursachen gibt es?

In erster Linie gelten Besenreiser als solches eher als harmlos. Trotzdem haben sie grundlegend die gleichen Auslöser wie Krampfadern.

Das Auftreten von Besenreisern kann vielerlei Gründe haben. Dazu zählen nebst veranlagter Bindegewebsschwäche und Bluthochdruck auch Übergewicht.

Ursache: Blutstau innerhalb der Venen

Sobald es dazu führt, dass sich das Blut innerhalb der Venen anstaut, dehnen sich die Gefäßwände aus. Menschen, die an hohem Blutdruck leiden, besitzen daher häufig feine Gefäßerweiterungen.

Anderseits können sich Besenreiser ebenso bei Übergewicht (wie ebenso bei enormen Gewichtsverlust) und mangelnder Bewegung bilden, weil sie zur Verlangsamung des Blutstromes führen. Sitzen oder Liegen über einen langen Zeitraum verhindert überdies einen ordnungsgemäßen Blutabfluss, sodass eine solche Belastung auf Dauer ebenso zur besagten Venenkrankheit führen kann. Die Betroffenen empfinden dann in den Abendstunden oftmals ein Spannungsgefühl und eine Schwere in ihren Beinen. Ein Hochlagern der Gliedmaßen erleben sie letztlich als lindernd und wohltuend.

Ursache: Nikotin und Alkohol

Genussmittel wie Nikotin und Alkohol spielen dabei ebenso eine Rolle. Konsumenten können dahingehende dauerhafte Schädigungen davon tragen. Nikotin verursacht nämlich durchlässige Wände und Alkohol Venenerweiterungen.

Ursache: Schwangerschaft

Auch innerhalb einer Schwangerschaft können sich Besenreiser, als Folge der Hormonumstellung, entwickeln. Währenddessen kommt es zeitgleich zu einer Weitstellung und Erschlaffung der Gefäße, deren Wände zudem poröser und weicher werden. Oder auch ein drastischer Gewichtsverlust, der sich der Entbindung anschließt, kann mit solcherlei Veränderungen einhergehen.

(Weitere) Häufige Ursachen im Überblick

  • Veranlagung zur Bindegewebsschwäche
  • Bluthochdruck
  • drastischer Gewichtsverlust
  • Bewegungsmangel
  • Übergewicht
  • Beeinträchtigung der Wadenmuskulatur durch ein langes und permanentes Tragen von Absatzschuhen
  • regelmäßige Saunabesuche und warme Vollbäder
  • langes Sitzen, Liegen oder Stehen
  • eine Schwangerschaft

Symptome & Anzeichen

Charakteristisch bei Besenreisern sind eben die auffällig rötlich bis blau gefärbte Hautpartien. Im Bereich der Oberhaut eingeschlossen bilden sich fächer- oder netzförmige Muster ab. Hinweise, die über das optische Erscheinungsbild hinausgehen, können mitunter Durchblutungsstörungen oder Wadenkrämpfe sein.

Durchblutungsstörungen

Derlei Leiden beschreiben einen bedingten Blutfluss in den Venen – oft an Beinen, Armen, Gehirn oder am Herzen. Die jeweiligen Organe laufen Gefahr in ihrer Funktion eingeschränkt zu werden oder gar abzusterben, weil sie nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden.

Auslöser liegen unter anderem entweder in einer Arterienverkalkung oder eines Gefäßverschlusses.
Im Falle einer verursachenden, jedoch vergleichsweise seltenen Gefäßentzündung, sind es mitunter eben die Risikofaktoren, welche auch an Besenreisern beteiligt sein können.

Wadenkrämpfe

Wenn Sie plötzlich eine Anspannung einzelner Muskelpartien oder gar ganzer Gruppen im Unterschenkel verspüren, beschreibt man dies als Wadenkrampf. Nebst anderen Auslösern kann es eben auch im Liegen dazu kommen.

Löst sich die Verhärtung infolge der Muskelkontraktionen nicht, liegt definitiv ein Krampf vor. Die starken einhergehenden Schmerzen können bereits nach Sekunden vorbei sein, allerdings auch bis zu einigen Minuten anhalten.

Leichte Massage oder Dehnungen der entsprechenden Partie kann Linderung verschaffen.

Bis heute tappt die Medizin hinsichtlich der eigentlichen Ursachen jener Beschwerden etwas im Dunkeln. Zusammentragen konnte man bisher auslösende Störungen des eigenen Elektrolyt- und Wasserhaushalts sowie des Hormon- und Stoffwechsels, etwaige Krankheiten an Muskeln und peripheren beziehungsweise zentralen Nervensystem sowie Erkrankungen an Gefäßen und am Herz.

Andere Beschwerden beziehungsweise begleitende Symptome, wie Schwellungen oder anderen Schmerzen verweisen eher auf ernsthaftere Krankheitsbilder an den Venen.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Zwar als solches unbedenklich, sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass Besenreiser ein erstes Anzeichen ernsthafter Erkrankungen der tieferliegenden Venen sein können. Aus diesem Grunde sollte während der genauen Diagnosestellung stets das obere sowie das darunterliegende Venensystem untersucht werden. So können Krampfadern, eine Leitveneninsuffizienz und eine chronisch- venöse Insuffizient ausgeschlossen werden.

Weil sie ein ganz typisches Aussehen besitzen und direkt unter der Haut liegen, können Besenreiser meistens problemlos diagnostiziert werden. Zu empfehlen ist dafür ein Besuch bei einem Venologen –mit dem Fachgebiet Phlebologie. Diese haben sich auf die Erkennung und entsprechende Behandlung von Erkrankungen der Venen spezialisiert.

Auf ein Vorgespräch zur Erhebung der Krankheitsgeschichte folgt eine körperliche Untersuchung, insbesondere der Partien des Gesichts, der Beine und Füße sowie der Hände. Beispielsweise wird im Seitenvergleich von Beinen oder Händen auf Hautschwellungen beziehungsweise Verfärbungen geachtet.

Aber auch Hausärzte können dahingehend untersuchen. Hierzu ist vor allem daran zu denken, ihn über (eventuelle) genetisch veranlagte Bindegewebsschwäche in Kenntnis zu setzen. Sodass vor der Behandlung Venenerkrankungen anderer Art ausgeschlossen werden können.

In vielen Fällen wird eine Ultraschalluntersuchung im Rahmen des sogenannten Doppler- Verfahrens veranlasst, um festzustellen in welchem Umfang Venenerweiterungen vorliegen.

Außerdem erfährt der Mediziner etwas über den Blutfluss. Sollte jener eingeschränkt sein, kann dies ein Hinweis auf andere Erkrankungen sein. Möglicherweise sind die vorliegenden Besenreiser ein Vorzeichen einer drohenden tiefen Beinvenenthrombose. Diese kann durchaus lebensbedrohlich sein.

Oftmals haben die betroffenen Frauen mit emotionalen Schmerzen zu kämpfen, da die körperliche Ästhetik beeinträchtigt ist.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Besenreiser gelten als Volkskrankheit und sind in einem Maße verbreitet, dass sie sich derat fast mit keinem anderen Leiden vergleichen lassen. Gerade ältere Personen sind nahezu immer von solcherlei Veränderungen an den Venen der Beine betroffen. Zwar haben auch viele junge Frauen mit dem Problem zu tun, allerdings nimmt die Wahrscheinlichkeit von Besenreisern deutlich mit dem Alter zu.

Im Rahmen der ‚Bonner Venenstudie‘ ergaben sich im Jahre 2003 an dieser Stelle sogar eindeutig voneinander abweichende Werte. Unter den 20- 29- Jährigen waren demnach 46, 8% aller Teilnehmer an Besenreiser erkrankt, wohingegen in der Altersklasse 70 bis 79 Jahre ein Anstieg bis hin zu 74,1% dokumentiert wurde.

Laut der Studie ist der Häufigkeitsunterschied zwischen den Geschlechtern wohl kaum noch spürbar – lediglich eine Differenz von 1,4% wurde damals ermittelt.

Alles in allem sind es gemäß anderer Ergebnisse, zumindest in Deutschland rund 60% aller Erwachsenen, bei denen Besenreiser ausgemacht werden können, ohne dass bereits Krampfadern daraus hervorgingen.

Allein bei ca. 5% verbirgt sich dahinter ein ernsthafteres Venenleiden. Dem Großteil aller Betroffenen bleibt also hierbei ein solches Krankheitsbild erspart.

In Bezug auf die Diagnose, bleiben im Falle der Besenreiser die klinischen Daten sonst eher im Verborgenen. Da man sich mehr auf die Dokumentationen akuter Venenerkrankungen oder aber eher des Krankheitsbildes der Krampfadern als Vertreter chronischer Venenerkrankungen konzentriert.

Denn ausgehend von einer Art Richtskale namens CEAP- Klassifikation, fasst die Einstufung C1 unter anderem die retikulären Varizen. Das heißt angesichts des Schweregrades möglicher Venenerkrankungen und beginnend beim ‚Unbedenklichsten‘ liegen sie an zweiter Stelle – wobei diese Einteilung mit C6 den aktiven Unterschenkelgeschwüren abschließt-


Komplikationen bei der Krankheit

Je nach eigentlicher Ursache und individueller Ausprägung können aus Besenreisern unterschiedliche Komplikationen resultieren.

Komplikationen bei Bluthochdruck

Ausgehend von einem über Jahre hinweg unbehandelten Bluthochdruck (Hypertonie) können Gefäßschäden nicht ausgeschlossen werden. Sobald es zu einer Schädigung von Gefäßen innerhalb des Gehirns kommt, kann ein Schlaganfall die Folge sein. Am Herzen wiederum kann dies ein Herzinfarkt verursachen.

Ein hoher Blutdruck fordert dem Herz ebenso mehr ab, sodass es mit der Zeit schwächer werden kann – dann spricht man von einer Herzinsuffizienz. Liegt ein chronischer Bluthochdruck vor, können darüber hinaus die Nieren versagen (Niereninsuffizienz).

Treten Gefäßschäden am Auge auf, wird die Sehkraft verringert bis hin zur möglichen Erblindung. Zudem werden Entzündungen an den Gefäßen (Phlebitis) und eine Ausbildung von Thrombosen begünstigt. Im Ernstfall können sich letztere von den Beinvenen lossagen und eine riskante Lungenembolie hervorrufen.

Komplikationen bei geschwächten Venen

In Anbetracht etwaiger geschwächter Venen kann es passieren, dass das Gewebe unzureichend mit Sauerstoff versorgt wird. Während solch eines Sauerstoffmangels läuft das Gewebe Gefahr abzusterben. Hinzukommen können ekzemartige Hautveränderungen (Stauungsdermatitis) oder Verhärtungen in der Haut (Indurationen).

Außerdem sind weißliche Vernarbungen in der Haut denkbar (Atrophie blanche). Nah am Knöchel wurden häufig Geschwürze beobachtet (Ulzerationen).

Komplikationen hervorgerufen durch unterschiedliche Ausprägungen

Je nachdem wie und wo die Besenreiser ausgeprägt sind, können auch solchermaßen Komplikationen herbeigeführt werden.

Haben sich die Besenreiser zum Beispiel ihren Weg von einer erkrankten Verbindungsvene aus gesucht, muss unbedingt auch diese therapiert werden, da diese sie mit Blut versorgt.

Die sogenannte ‚Corona phlebectatica‘ gilt als sehr schwere Art der Besenreiser. Sie tritt am Fuß auf und deutet auf eine schon fortgeschrittene Venenerkrankung hin.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Angemerkt sei auch an dieser Stelle noch einmal, dass Besenreiser im Normalfall als unbedenklich gelten. Dennoch ist keineswegs vollkommen auszuschließen, dass mit ihnen auch Probleme an den größeren Venen einhergehen. Dies wird erkennbar durch Krampfadern aber auch generelle Beschwerden in den Beinen.

Zwar sind es eher weniger die Besenreiser, die auf solcherlei Probleme hindeuten, doch um wirklich sicher zu gehen oder besonders wenn Sie unsicher sind, ist es definitiv besser – Sie suchen nach einem ärztlichen Rat.

Denn es darf nicht vergessen werden, Besenreiser lassen sich auf die gleichen Auslöser, wie denen auftretender Krampfadern, zurückführen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Verödung

Die Verödung oder auch Sklerosierung wird oft zur gänzlichen Beseitigung der Besenreiser angewandt. Diese als sicher und effektive geltende Maßnahme erfolgt ambulant und nimmt ungefähr 30 Minuten bis maximal eine Stunde in Anspruch.

Im ersten Schritt wird eine örtliche Betäubung durchgeführt. Daraufhin werden die betroffenen Venen entzweigeschnitten und mit einer Injektion – die aufgeschäumt werden oder flüssig sind- versehen. Flüssige Medikamente finden insbesondere Anwendung bei kleineren Venenabschnitten oder kurzen Erweiterungen der Gefäße. Aufgeschäumte Medikamente werden im Vorfeld mit einer risikofreien Menge an Luft und einem Gas (zum Beispiel Kohlendioxid) versetzt und bei großflächigen Aussackungen verwendet.

Beide Methoden führen ganz gezielte Entzündungen der Venenwände herbei. Auf diese Weise verkleben nämlich die zuvor noch durchlässigen und porösen Wände und die Besenreiser sind schließlich verödet worden. Bevor diese zurückgehen wird nur noch das ausgetretene Blut im letzten Schritt der ambulanten Behandlung resorbiert.

Um in den darauf folgenden Tagen einer Thrombose vorzubeugen, muss der Patient Kompressionsstrümpfe tragen. Die Flüssigkeit, die der Verödung dient, ist spätestens nach 48 Stunden gänzlich abgebaut und ausgeschieden.

Allerdings ist auch mit Nebenwirkungen zu rechnen. Dazu zählen rötliche oder bräunliche Hautverfärbungen und kleinere Vernarbungen.

Nicht immer, ist ein ausreichender Behandlungserfolg garantiert. Deshalb kann es auch sein, dass mehrere Sitzungen vonnöten sind.

Laserbehandlung

Sind die Besenreiser lediglich im geringen Maße ausgeprägt (das heißt bis zu einen 0,1 mm Durchmesser) kommt zur Entfernung eine Laserbehandlung in Frage. Ein langwelliger Laser, welcher auch die tieferen Gewebeschichten erreicht, verklebt mittels einer Absorption der erweiterten Äderchen die durchlässigen Venen.

Unberührt davon bleiben die oberen Hautschichten. Auch mit Narbenbildung ist nicht zu rechnen.

Besenreiser- Creme

Nebst ambulanten Eingriffen gehören auch spezielle Besenreiser- Cremes zur gängigen Behandlungspraxis. Ein hoher Vitamin K1- Anteil nimmt nach zweifacher täglicher Anwendung Einfluss auf die Gerinnungsfähigkeit des Blutes und erhöht dessen Zirkulation.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Um Besenreisern vorzubeugen empfiehlt es sich ausreichend zu trinken und ausgewogen zu ernähren. Zusätzliches kalt- warmes Wechselduschen und viel Bewegung sind von großem Vorteil, da sie die Durchblutung anregen. Infolge des Duschens werden die Blutgefäße darin geübt sich unter Wärmeeinfluss schnell zu dehnen und bei Kälte wieder zu kontrahieren. Zusätzlich wird die Haut oftmals straffer.

Nach Bedarf kann ebenso der regelmäßige Gebrauch von Bürstenmassagen die gleichen Effekte erzielen.

Körperliche Aktivitäten wie das Fahrradfahren, Schwimmen und Laufen. kann die Muskelpartien an den Beinen gestärkt werden. Jene unterstützt dabei, das Blut in den Venen zurück zum Herzen zu pumpen. Solchermaßen lassen sich Anstauungen abwenden.

Auch von Zeit zu Zeit Kompressionsstrümpfe zu tragen kann zur Vorbeugung von Besenreisern beitragen. Die engabliegenden Strümpfe üben einen äußerlichen Druck auf das Gewebe aus. Hierbei werden Lymph- und Venensysteme entlastet. Besenreiser können dadurch sowohl verhindert als auch bekämpft werden.
Dahingegen sollte sonstige zu eng sitzende Kleidung vermieden werden.


Prognose zur Heilung

Eine Studie der Universität Boch ergab, dass die Heilungschancen von Besenreisern nach ärztlicher Behandlung mitunter von der Spezialisierung des Mediziners abhängig sind. Wendet man sich an einen Arzt, dessen Fachgebiet eigentlich ein anderes ist, wurde bei 43% der Patienten ein Wiederauftreten der Besenreiser beobachtet.

Nach dem Eingriff durch einen Phlebologen sinkt dieser Anteil auf 14% und bei spezialisierten Venenkliniken, wurde eine Rückfallrate von weniger als 5% festgestellt. Darüber hinaus wurde herausgefunden, dass erfolgreiche Ergebnisse davon beeinflusst werden, wie früh mit der Behandlung begonnen wurde, das heißt wie großflächig sich die Besenreiser bereits ausgebreitet hatten.

Im Regelfall sind 2 bis 6 Sitzungen im Takt von 2 bis 3 Wochen vonnöten, um einen Behandlungserfolg zu erzielen. Generell sollte man sich vor Augen halten, in manchen Fällen verschwinden die Erscheinungen nicht gänzlich, sondern werden vielmehr weniger auffällig. Auch die Neubildung von Besenreisern an anderer Stelle kann passieren.


Medikamentöse Behandlung von Besenreisern

Um Venenerkrankungen entgegen zu wirken, also ihre Beschwerden zu linder, werden ‚Ödemprotektiva‘ eingesetzt. Bestandteil des Medikaments ist meist der milde pflanzliche Wirkstoff Troxerutin. Vor allem bei Krampfadern angeordnet, unterdrückt er ebenfalls Schwellungen, Schweregefühl und Spannungsschmerzen auch infolge von Besenreisern. Dabei verringern Ödemprotektiva die Undichte der Gefäßwände.

Außerdem sind auch Wirkstoffe beliebt, die aus dem Rosskastaniensamentrockenextrakt gewonnen werden. Sie bewahren Kapillaren und Venen vor Schädigungen durch lysosomale Enzyme. Die, wenn sie ungehindert sind, die Entwicklung venöser Ödeme mit begünstigen und für die krankhafte Durchlässigkeit von Gefäßen mitverantwortlich sind.

Prinzipiell gilt jedoch: Venentabletten können keineswegs eine medizinische Behandlung ersetzen, vielmehr dienen sie der sinnvollen Ergänzung.

Als völlig unbedenklich geltend, kann das Medikament solchermaßen über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Die Einnahme sollte stets ein- bis dreimal und vor den Mahlzeiten erfolgen.
Eine genaue derartige medikamentöse Behandlungsdauer richtet sich nach Krankheitsverlauf und der jeweiligen Art resultierender Beschwerden

Ermittelt wurden jedoch bisher Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen und Beschwerden im Magen- Darm- Trakt.


Alternative Behandlungsmethoden

Zweifelsohne lassen sich Besenreiser mit undurchsichtigen Strumpfhosen oder entsprechenden kosmetischen Produkten kaschieren. Doch welche Maßnahmen stehen einem gegenwärtig noch zur Verfügung, aufkommende oder schon bestehende Besenreiser frühestmöglich selbst zu behandeln und auf diese Weise ihnen zumindest Einhalt zu gebieten, also vor einer weiteren Ausbreitung zu hindern?

Venengymnastik

Verschiedenste Gymnastikübungen können zur Förderung der idealen Durchblutung beitragen. Wenn Sie bereit sind, sie in regelmäßigen Abständen in Ihren Alltag zu integrieren, ist diese Variante durchaus geeignet zur Prävention oder Behandlung. Bestimmte Einheiten lassen sich sowohl zu Hause, als auch zwischendurch im Büro durchführen. 10 bis 15 Minuten täglich helfen Ihnen dabei, ihre Venen wieder zur Elastizität zu verhelfen.

Pilates und Yoga

Einerseits ist Pilates sehr geeignet, um die Venen- Muskelpumpe im Beinbereich zu aktivieren und zu stärken, anderseits trägt Yoga einen Teil dazu bei, jegliche Körperpartien zu dehnen und zu stabilisieren.

Kompressionstherapie

Im Anschluss an eine Unterredung mit Ihrem Arzt, können Kompressionsstrümpfe gewissermaßen die Stützfunktion des geschwächten Bindegewebes übernehmen.

Akupressur

Ihren Ursprung in der chinesischen Medizin, können Massagen mithilfe leichten Fingerdrucks auf bestimmte Stellen, Ihr Venenleiden lindern.

Zu beachten ist, dass eine endgültige Entfernung lediglich durch Verödungs- oder Laserbehandlungen gewährleistet wird.


Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt auch das ein oder andere Mittelchen, welches vorrangig zur Eindämmung von Besenreisern beiträgt, das man womöglich schon zu Hause hat oder aber sich schnell besorgen kann.

Frisch gepresster Orangensaft

Versehen mit wertvollen Antioxidantien, sorgt das Getränk für eine gute Sauerstoffversorgung und Durchblutung und ist ebenfalls förderlich für den Muskeltonus.

Zitronen, frische Pampelmusen, Tomaten, Himbeeren, Kiwis

Mit vielen Vitaminen und Enyzymen versetzt, tragen derartige Früchte zum Wohlbefinden der Gefäße bei und helfen gegen die Ausbreitung der Besenreiser etwas zu unternehmen.

Apfelessig

Nicht nur hervorragend geeignet für den Muskelaufbau, ist Apfelessig gleichsam ein Helferlein gegen Besenreiser. Da er als Antrieb einer gesunden Durchblutung gilt.

Dafür tränken Sie einfach ein Tuch mit einer kleinen Menge Essig und reiben anschließend die betroffenen Hautpartien damit ein. Nach ca. 20 Minuten können Sie die dann Ihre Haut wieder von der Flüssigkeit befreien. Erfolg verspricht diese Methode, nach tagtäglicher Anwendung.

Hausmittel mit Wildrose und Avocado

Als sehr wirksam beschrieben, wird es einem vor allem nach der Haarentfernung nahegelegt. Denn nebst anregender Wirkung für Durchblutung und Sauerstoffversorgung beruhigt es auch die Haut.
Es gibt zwar schon fertige Cremes mit eben den genannten Inhaltsstoffen, aber auch die Möglichkeit sich ganz schnell das Mittelchen selbst zuzubereiten. Avacados können Sie sich beim Obst- und Gemüsehändler Ihres Vertrauens besorgen und Wildrosenöl haben Reformhäuser und Apotheken meistens in ihrem Sortiment.

Nachdem Sie das zerdrückte Fruchtfleisch und das Öl zu einer homogenen Creme vermengt haben, tragen Sie sie mit kreisenden Bewegungen (gegen den Uhrzeigersinn) auf die betroffenen Körperpartien auf und lassen sie ungefähr 15 Minuten einwirken.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

Rosmarin

Mit seinem Wirkstoff Diosmin trägt Rosmarin zur Stärkung der Venen bei. Für die Prävention von Besenreisern oder Verbesserung bestehender derartiger Leiden, wird empfohlen jeden Tag einen (im Idealfall bis zu drei Tassen) Rosmarintee zu sich zu nehmen.

Rosskastanien

Im Extrakt dieser Heilpflanze ist der aktive Wirkstoff Aescin enthalten. Jener verhilft zu gesunden Arterienwänden. Rosskastanien eignen sich daher besonders gut zur Linderung von Juckreiz, Entzündungen oder gar Schmerzen an den Beinen.

Aus diesem Grunde kommen sie auch in der Pharmazie oft zum Einsatz. Entweder käuflich erworben oder selbst hergestellt wird die aus der Pflanze gewonnene Tinktur in die Haut der Beine einmassiert.

Hamamelis

Innerlich sowie äußerlich anwendbar, unterstützt diese Pflanze mithilfe ihrer zahlreichen Antioxidantien die Stärkung der Blutgefäße und eine Optimierung des Blutflusses.

In Form von frisch aufgebrühtem Tee sollte man zwei Tassen am Tag trinken. Äußerlich kann das Pflanzenextrakt durch Massagen verabreicht werden.

Zypresse

Die Zypresse ist in der Naturheilkunde insbesondere für ihre positive Wirkung auf die Durchblutung oder aber bei Venenentzündungen bekannt. Ein Teeaufguss aus den Blättern der Heilpflanze kann sowohl innerlich als auch äußerlich (durch Tränkung eines Tuches) angewendet werden.

Ätherische Öle

 

  • Ätherisches Zypressenöl
  • Ätherisches Minz- und Rosmarinöl
  • Ätherisches Zitronen- und Ringelblumenöl

Ätherisches Zypressenöl

Dies Öl wirkt desinfizierend und als Anstoß für die Durchblutung. Erhältlich in Reformhäusern und Parfümerien, die sich auf solcherlei Produkte spezialisiert haben, vermindert es auch Druck- und Schweregefühle in den Beinen. Dazu geben Sie einfach 5 Topfen der Flüssigkeit auf ein kaltes, feuchtes Tuch. Nach einer mindestens 10 minütigen Massage damit, sollte das Öl auf der Haut trocknen können.

Ätherisches Minz- und Rosmarinöl

Beide tragen zur Entspannung der Muskeln bei uns sind durchblutungsfördernd, entzündungshemmend sowie schmerzlindernd.
Die Behandlung selbst gestaltet sich ähnlich der des ätherischen Zypressenöls. Allerdings werden hier 3 Tropfen von jedem verwendet und es wird einem nahegelegt, nach der Massage mindestens über 20 Minute hinweg die Beine hoch zu lagern und zu entspannen.

Ätherisches Zitronen- und Ringelblumenöl

Zusammen ergeben beide Öle eine gut geeignete Tinktur zur Bekämpfung von Entzündungen und einhergehenden Schmerzen. Außerdem wirken sie aktivierend auf die Lymphrainage.
Beide Antioxidantien sind Lieferanten von Vitamin E und somit optimal zur Sicherstellung einer sanften, gepflegten Haut.

Zur Entfaltung können diese Öle jedoch direkt auf die Haut aufgetragen werden. Infolge einer täglichen Anwendung können dann auch bald derlei Resultate erzielt werden.

Homöopathie & Globuli

 

Diese zwei homöopathischen Mittel werden oftmals im Zusammenhang mit lästigen Besenreisern zur Anwendung gebracht.

Dabei sollte man sich für eine Methode entscheiden, die am besten zu den eigenen Umständen passt. Hierfür empfiehlt es sich, sich zu Beginn mit den jeweiligen Packungsbeilagen vertraut zu machen und seine Wahl begründet durch Erscheinungsbild, eventueller Verschlimmerungen sowie Verbesserungen und Symptomen zu treffen.

Im Falle selbstausgewählter ist es darüber hinaus ratsam, sich zwischen den Potenzen D6 oder D12 zu entscheiden. Infolgedessen sei zu beachten, je höher die Potenz, desto geringer sollte die Dosis ausfallen. So spricht man bei D6 Potenzen von einer anfänglichen Dosis, die dreimal am täglich einzunehmen ist. Hingegen reduziert sich das bei D12 Potenzen auf zweimal am Tag.

Nachdem man bemerkt, dass sie Beschwerden weniger geworden sind, kann man auch die Einnahmehäufigkeit halbieren.
Spätestens nach 6 Wochen ist es angebracht eine Behandlungspause einzulegen.

Schüssler-Salze

 

Nr. 1 Calcium fluoratum Salbe und Tabletten & Nr. 17 Manganum sulfuricum Tabletten

Beide Salze verhelfen in ihrer Kombination zu starken und elastischen Äderchen. Wobei in puncto des Schüssler Salzes Nr. 1 für die innerliche Anwendung – erst einmal – die Potenzierung D12 ratsam wäre. Äußerlich eingesetzt wird die das Salz in Form einer Salbe ein- bis dreimal am Tag leicht aufgetragen beziehungsweise per Umschlag auf die betroffenen Hautpartien gegeben.
Das Ergänzungsmittel Nr. 17 sollte in der Potenzierung D6 sich allmählich im Mundraum auflösen können, sodass die beinhalteten Mineralien unmittelbar über die Mundschleimhaut aufgenommen werden.

Nr. 4 Kalium chloratum (Kaliumchlorid) Salbe

Um ihre blutverdünnende Wirkung zu entfalten, sollte die Salbe dreimal am Tag dünn aufgetragen werden.

Nr. 9 Natrium sulfuricum Salbe

Das Gewebe entsäuernd wird diese Tinktur vorher in einer dünnen Schicht auf die jeweiligen Hautpartien gegeben.

Nr. 10. Natrium sulfuricum Salbe

Ein- oder zweimal leicht aufgetragen, sorgt das Salz auf diese Weise für eine Entwässerung der Beine.

Nr. 11 Silicea Salbe

Zur Stärkung des Bindegewebes reiben Sie die betroffenen Stellen ein- bis dreimal mit der Salbe ein.

Diät & Ernährung

 

  • vitaminreiche Salate und viel Gemüse
  • Verwendung von Ölen mit niedrigen Linolsäuregehalt und Omega 3- Ölen
  • Zufuhr von gesunden Fetten
  • eventuelle Nahrungsergänzung durch Astaxanthin

Um Entzündungsprozesse im eigenen Körper entgegenzuwirken, ist vor allem eine basische Ernährungsweise sehr wichtig. Beim Gemüse sollte man darauf achten, überwiegend frisches grünes Gemüse in den Einkaufswagen zu packen. Bereiten Sie sich beispielsweise jeden Morgen einen grünen Smoothie zu.

Linolsäure wird im Organismus zur Arachidonsäure umgewandelt. Sobald wiederum von dieser im Körper zu viel vorhanden ist, kann sie zu Entzündungen führen beziehungsweise diese verstärken. Daher sollte man idealerweise zum Braten, Kochen und Backen zum Beispiel Kokosöl; zum sanften Erhitzen Öle wie Olivenöl; zum Anrichten kalter Küche beispielsweise Haselnuss- oder Walnussöl benutzen. Zum letztgenannten Punkt ließen sich noch Lein- oder Hanföl ergänzen. Reich an hochwertigen Omega 3 – Fetten, sind sie effektiv gegen Entzündungen und für den Blutfluss.

Wenn man seinen Körper vorwiegend gesunde Fette zuführen möchte, wäre unter anderem die Avocado eine geeignete Variante.

Weil Entzündungsprozesse den Körper dazu veranlassen, zahlreiche freie Radikale entstehen zu lassen, ist daran zu denken entzündungshemmende Antioxidantien zu verzehren. Wenn das nicht über die ‚normale‘ Ernährung möglich ist, sind auch Nahrungsergänzungen wie Astaxanthin gute Alternativen.


FAQ – Fragen & Antworten

Was unterscheidet Besenreiser von Krampfadern?

Bei bläulichen Knäuel und Schlängelungen unter der Haut an Beinen oder auch des Halses handelt es sich um Krampfadern.

Besenreiser sind in gewisser Weise eine Sonderform von Krampfadern. Solcherlei Krankheiten lassen sich in diversen Ausprägungen beobachten. Besenreiservarizen sind schließlich nur eine von diesen. Wiederholt wurden sie als Vorzeichen für weitere Arten von Krampfadern beobachtet.

Begleitbeschwerden, Komplikationen und Ursachen von Krampfadern sind teils deckungsgleich mit denen der Besenreiser.

Krampfadern selbst liegen mit einem Durchmesser ab 3 Millimeter zwar ebenfalls oberhalb an den Venen, allerdings dennoch etwas tiefer unter der Haut und verkörpern im Kontext der CEAP – Klassifikation (von Venenerkrankungen) das Stadium C2. Somit kann es durchaus vorkommen, dass Betroffene sogar schmerzliche Einschränkungen in der Alltagsbewältigung erfahren.

Einerseits werden auch in puncto auftretender Krampfader Verödung und Laser angewandt, anderseits kommen hier zusätzlich andere Methoden zum Tragen, unter anderem auch ein (minimal invasiver) operativer Eingriff.

Innerhalb Deutschlands sind ungefähr 14% der Bevölkerung maßgeblich von Krampfadern betroffen.

Welche Kosten fallenbei einer ambulanten Besenreiser- Behandlung an?

Grundsätzlich sei darauf hingewiesen, dass Krankenversicherungen die anfallenden Kosten nicht tragen. Weil ein entsprechender Eingriff unter die Kategorie einer rein kosmetischen Behandlung fällt. Je nach endgültiger Methode, Anzahl der notwendigen Termine und anderen Faktoren variieren die Kosten deutlich. Deshalb lohnt es sich im Vornherein Vergleiche anzustellen.

Generell liegen die Beträge bei einer Verödung von Besenreisern 50€ bis 100€ pro Sitzung. Bei einer Lasertherapie müssen Sie mit einer Preisspanne zwischen 75€ und 150€ rechnen. Beachten Sie aber, dass Letztere allzu oft mehrmals erfolgen muss, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erreichen. Das heißt, nicht selten steigen die Kosten dann auf das Drei- bis Fünffache an.

Diese erheblichen Preisunterschiede lassen sich überwiegend auf die unterschiedlichen Honorare der jeweiligen Fachärzte zurückführen.

Zur Findung eines passenden Arztes beziehungsweiser einer Klinik können sich beispielsweise an gewisse Vermittlungsagenturen wenden, die mit von ihnen vorher auf Herz und Nieren geprüfte Mediziner zusammenarbeiten.

Kommen Besenreiser auch im Gesicht vor?

Erscheinungen im Gesicht, ähnlich denen der Besenreiser, müssen von den retikuläre Varizen im Bereich der Beine klar unterschieden werden. Insbesondere heben sie sich durch ihren Ursprung und ihren Ausprägungen von denen ab.

Im Gesicht handelt es sich um als ‚Teleangiektasien‘ bezeichnete Erweiterungen kleiner Kapillargefäße der Haut – der Couperose. Meist treten sie an den Nasenflügeln oder oberhalb der Jochbeine auf. Dabei sind diese weniger stauungsbedingte Besenreiser, sondern eher erblich bedingte Erweiterungen der Gefäße, resultierend aus einer angeborenen Bindegewebsschwäche. Manchmal stehen sie auch mit einem übermäßigen Alkoholkonsum, einer Unverträglichkeit bestimmter Kosmetika oder im Übermaß benutzte Pflegeprodukte in Verbindung. Aber auch sie sind im Allgemeinen unbedenklich.

Anders wie bei Besenreisern, verkörpert die Couperose häufig ein Frühstadium einer ‚Rosaceakrankheit‘ der Haut (und nicht – wie man denken könnte – der Venen). Somit ist es hier auch der Hautarzt, der mittels Laser oder dem IPL Gerät (Xenon Blitzlampe) diese Erscheinung entfernen kann.

Mit welchen Nebenwirkungen ist nach der ärztlichen Behandlung zu rechnen?

Im Vorfeld einer Laserbehandlung sollte man sich über gewisse Risiken, in Verbindung mit diesem Eingriff, im Klaren sein. So können aus der Anwendung des Laserlichts sehr starke Entzündungen entstehen. Jene haben ihrerseits einen möglichen Pigmentverlust zur Folge, der einen Abdruck der Venen hinterlässt.

Besonders in den ersten Wochen nach der Behandlung ist die Gefahr an Infektionen zu erkranken erhöht, da die Haut etwas Zeit braucht um wieder ihre ursprünglichen Dichtheit zu erlangen.

Außerdem sind allergische Reaktionen denkbar, wie ein plötzlicher Juckreiz oder Rötungen der Haut.

Sollte Ihnen Ihr Arzt zu einer Verödung geraten haben, sind auch hier sich anschließende Komplikationen möglich.
Unmittelbar an der Einstichstelle können mitunter Blutungen, Blutergüsse oder Blutungen auftreten. Infolge einer sehr selten einhergehenden Nervenschädigung wurden bereits kurzzeitige Lähmungserscheinungen und ein kurzes Taubheitsgefühl festgestellt. Ebenso wie nicht lang anhaltende Sehprobleme und Migräneanfälle sowie vereinzelte allergische Reaktionen.

Was kann mich erwarten, sollten meine Besenreiser unbehandelt bleiben?

In vergleichsweise seltenen Fällen beschreiben Besenreiser ein erstes Stadium ernstzunehmender Venenerkrankungen.

Speziell mit zunehmendem Alter können sich vorhergehende ‚harmlose‘ Leiden verschlechtern.

Um eine mögliche Ernsthaftigkeit zu verdeutlichen, sei die CEAP- Klassifikation einmal vor Augen geführt:

  • Stadium C0: Kein Anzeichen einer Venenkrankheit
  • Stadium C1: Besenreiser
  • Stadium C2: Krampfadern
  • Stadium C3: Beinschwellungen (Ödeme)
  • Stadium C4: Hautveränderungen – wie Verhärtungen, Risse oder bräunlich- gelbe Pigmentierung
  • Stadium C5: Geheiltes Venöses Unterschenkelgeschwür – das bedeutet, dass der Patient bereits einmal ein ‚offenes Bein‘ überstanden hat
  • Stadium C6: Aktives Unterschenkelgeschwür, offenes Bein

Folglich werden auf diese Weise die diversen Ausprägungen von Venenkrankheiten anhand sichtbarer Symptome aufgelistet. Dabei linear dargestellt, kann der Krankheitsverlauf trotzdem davon abweichen und Stadien zum Teil übersprungen werden.

Unbehandelt können die Beschwerden durch Besenreiser eine chronisch – venöse Insuffizienz zur Folge haben. An dieser Stelle ist die Blutstauung in den Venen der Beine von Dauer, zumeist mit Entzündungen der Venen sowie der Venenklappen verknüpft.

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