Schüßler-Salze 7: Magnesium phosphoricum

Steckbrief Schüßler-Salze 7:Magnesium phosphoricum
 Deutscher Name: Phosphorsaures Magnesia
 Chemische Bezeichnung: Magnesiumphosphat
 Beschaffenheit: Weisses Pulver
 Typische Potenz: D6
 Vorkommen im Körper: Knochen, Muskeln, Nerven, Leber,
                      rote Blutkörperchen, Schilddrüse
 Einsatzbereich: Muskeln
 Besonderheiten: Schmerzzustände

Wissenswertes & Wirkung des Schüßler-Salz Nr. 7

Magnesium Phosphoricum, das Schüßler-Salz Nummer 7, gilt als das Salz der Muskeln und Nerven. Im deutschen Wortgebrauch wird es auch Magnesiumphosphat genannt. Magnesium spielt für den Körper bekanntlich eine wichtige Rolle für die Muskulatur. Dort regelt es die Energiezufuhr, die Geschmeidigkeit der Muskelfasern sowie die Nervenimpulse.

Magnesium sitzt in den Knochen, im Muskelsystem sowie in den Nerven, im Rückenmark, in den roten Blutkörperchen, in der Leber, in der Schilddrüse sowie im Gehirn. Magnesium Phosphoricum ist maßgeblich an der Muskelaktivität beteiligt. Nach der Lehre des Dr. Schüßler soll Magnesium Phosphoricum Verkrampfungen der Muskulatur lösen und damit verbundene Schmerzen lindern.

Zudem wirkt das Salz Nummer 7 beruhigend auf die Nerven und die Psyche und lindert Innere Unruhe, Lampenfieber und Prüfungsangst. Auch die Tätigkeit der Drüsen und Nerven wird mit dem Salz beeinflusst. Der Mineralstoff gilt daher sowohl als Nervenmittel, als auch als Krampfmittel und als Mittel zur Stärkung des Lymphsystems.

Magnesium phosporicum oder, im Sprachgebrauch, Magnesiumphosphat hat viele unterschiedliche Funktionen, beispielsweise in der Lebensmittelchemie. Bei Magnesiumphosphat handelt es sich um ein weiteres Salz aus der Phosphorsäure. Als Zusatzstoff ist es unbedenklich. Als Mineralstoff im Organismus kommt Magnesium in Nerven-, Muskel- und Gehirnzellen, aber auch in den Knochen vor.

Magnesium-Salze erfüllen eine ganze Reihe wichtiger Aufgaben. Sie sind gemeinsam mit Enzymen und anderen Vitalstoffen an nachweislich über 300 Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Magnesium und Kalzium gemeinsam beispielsweise entscheiden über die Durchlässigkeit der Zellwände für biochemische Substanzen aller Art: Nährstoffe gelangen in ausreichender Menge in die Zellen, Abfallprodukte rasch genug heraus, wenn die Zellmembranen optimal arbeiten.

Im Zellinneren wird Magnesium für die Umwandlung von Glukose in Energie benötigt.
Bekannt ist, dass konzentriertes Magnesium vorbeugend, aber auch lindernd gegen Muskelkrämpfe wirkt, denn es reguliert und verlangsamt die Weiterleitung von Nervenimpulsen an die Muskeln. Tatsächlich ist Magnesium maßgeblich an der Nervenreizübertragung innerhalb der Muskeln beteiligt. Das sichert Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit.

Als Schüssler Salz Nr. 7 ist Magnesium Phosphoricum in der Tat das probate Mittel gegen akuten Schmerz, gegen krampfartige Erscheinungen sowie gegen Erregungszustände unterschiedlichster Art.

Verwendet wird es etwa bei

  • Nervenschmerzen und Neuralgien
  • Schmerzen, die sehr spontan und heftig, anfallartig und stechen auftreten
  • Schmerzen aufgrund von Nervenreizungen und Nervenentzündungen – wie etwa einer Trigeminusneuralgie
  • Muskelverspannungen und Krämpfen
  • Muskelschmerzen nach Überanstrengung, Muskelkater, Verhärtungen
  • Tics wie Muskel- und Liderzittern
  • Migräne – wenn die Vermutung naheliegt, dass sich Gefäße krampfartig verengen und so den Anfall auslösen
  • Krämpfen im Unterleib vor und während der Monatsblutung
  • Allen Arten von Erregungs- und Anspannungszuständen
  • Hyperaktivität
  • Nervös bedingten Funktionsstörungen: Durchfall, Schlafproblemen, allgemeine Kribbeligkeit bis hin zu hysterischem Verhalten, nervösem, krampfhaftem Husten, Magenkrämpfen und nervösen Blähungen
  • Juckreiz und überempfindlicher Haut
  • Kopfschmerzen, auffallender Müdigkeit, Konzentrations- und Lernschwächen bei Kindern im Schulstress

Das Schüssler Salz Nr. 7 unterstützt konventionelle Behandlungen von schmerzhaften Gallen-, Nieren– oder Blasenkoliken oder Blasenentzündungen sowie von nervös bedingten Herzbeschwerden. Liegen entzündliche Arterienerkrankungen in der Herzumgebung vor, wie dies etwa bei Angina Pectoris der Fall ist, kann Magnesium phosphoricum ebenfalls lindernd einwirken. Bronchialkrämpfe bei Asthmapatienten sprechen ebenfalls gut auf Magnesium phosphoricum an.

Krampflösend und schmerzlindernd wirkt Magnesium phosphoricum insbesondere bei Kindern, die auf Schmerzen mit Schreien oder heftigem Weinen reagieren. Selbst bei leichten epileptischen Anfällen setzen erfahrene Heilbehandler es sowohl vorbeugend als auch im akuten Falle ein. Bekannt ist auch seine positive Wirkung auf Patienten, die zu Stimmungsumschwüngen, Depressionen oder Ängstlichkeit neigen. Es kann Stress und Prüfungsangst „die Spitze“ nehmen.

Wer große Erfahrung mit der Behandlung durch Schüssler Salze besitzt, verwendet es beispielsweise dazu, um den Cholesterinspiegel zu regulieren. Insbesondere stechende und intensiv bohrende Schmerzen sprechen gut auf die Anwendung an.

Der übliche Einsatz von Magnesium phoshoricum erfolgt in der Potenzierung (Verdünnung) D6, das entspricht 1:1000000. In einigen speziellen Fällen verwenden Heilbehandler das Magnesium phosphoricum auch in einer C-Potenz, das bedeutet, noch stärker verdünnt. Angewendet werden die Potenzen C7 bis C15 beispielsweise bei schweren, krampfartigen Koliken – dann empfehlen sich mehrere Gaben von Globuli in kurzem Abstand hintereinander. Das ist auch bei Neugeborenen bereits möglich. Verlaufen Menstruationsbeschwerden krampfartig, greifen Naturheilbehandler auf die C-Potenzen der Nr. 7 zurück. Selbst Geburtsschmerzen, Wehen, sprechen auf Magnesium Phosphoricum in der Potenz C9, das entspricht 1:1009gut an.

Insbesondere als „heiße Sieben“ zubereitet, also 10 Tabletten in heißem Wasser aufgelöst, helfen bei akut sehr starken Schmerzattacken der beschriebenen Ursachen. Zu den Signaturen zählen Naturmediziner bei Magnesium phosphoricum eine geradezu leuchtend rote Gesichtsfärbung, vor allem zu beiden Seiten der Nasenflügel. Beobachtet wird auch die generelle Neigung, rasch rot zu werden.

Typische Beschwerden, die nach dem Salz Nr. 7 „verlangen“, reagieren positiv auf die Kombination von leichtem Druck und Wärme, verschlimmern sich jedoch zunächst bei jeder Art von Berührung. Die Nr. 7 gilt nicht nur wegen ihrer Wirkung auf die Nervenimpulsleitung in den Muskeln als das „Nervensalz“ schlechthin bezeichnet. Es hilft auch, alle Arten stressbedingter Beschwerden, ob psychischer oder physischer Natur, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Man sagt ihm nach, dass es den Drang und Heißhunger ach Süßem, insbesondere Schokolade, nach einer Mahlzeit verringern hilft – gut für Abnehmwillige.

Ursachen für Mangel

Die Ursachen für den Mangel an Magnesium Phosphoricum im Körper ist auch in diesem Fall laut der Schüßler-Lehre auf charakterliche oder persönlichkeitsbezogenen Gegebenheiten, wie Zwänge und Störungen, zurückzuführen.

Symptome bei Mangel

Die Symptome bei einem bestehenden Mangel an Magnesiumphosphat können vielseitig sein. Dazu gehören vor allem plötzlich auftretende, fast krampfartige Schmerzen, Bauchschmerzen, kolikartige Schmerzen und Blähungen, Wadenkrämpfe, Menstruationsbeschwerden, Migräne und Asthma. Häufig sind auch Bein-, Arm– und Kaumuskeln betroffen, ebenso wie MagenDarm-, Herz– und Gefäßmuskeln. Zu häufigen Mangelerscheinungen gehören zudem Herzrasen, Hustenanfälle und gehäufter HeißHunger auf Süßes.

Aspekte der Antlitz-Analyse

Besonders optisch sind mögliche Mangel an Magnesium Phosphoricum zu erkennen. Bei der Antlitz-Analyse erkennt der Therapeut, ob Mängel vorliegen und wie stark diese ausgeprägt sind. Besonders charakteristisch sind runde, gerötete Wangen, teilweise auch eine gesamte Verfärbung im Gesicht sowie starkes Erröten bei Lampenfieber oder Aufregung. Aber auch sehr blasse Haut und vereinzelte rote Flecken im Halsbereich können ein Anzeichen für den Mangel sein. Betroffene klagen oft auch über Zucken der Augenlider oder Mundwinkel.

Persönlichkeitsmerkmale

Laut Schüßler haben vor allem charakterliche Eigenschaften und Zwänge einen großen Einfluss auf den Mangel an Magnesium Phosphoricum. Das Salz Nummer 7 wird als Mineralstoff im Körper stark verbraucht, wenn der Mensch oft angespannt ist oder unter Angststörungen leidet. Dazu gehören zu hohe Erwartungen an sich selbst, Sorgen und die Angst vor Blamage und Bloßstellung. Vor allem, wenn man an sehr starkem Lampenfieber, Nervosität, Schamgefühl und Angst vor Entblößung leidet, besteht das Risiko eines Magnesium Phosphoricum Mangels. Wenn das Schüßler-Salz im Körper zur Neige geht, wird auf die Speicher zurückgegriffen, die im Herzen und in den Nerven liegen. Werden diese Speicher genutzt, kommt es zu Mangelerscheinungen und den ersten Symptomen.

Anwendungsgebiete

Die Anwendung mit Magnesiumphosphat ist sowohl äußerlich als auch innerlich möglich. Abhängig ist die Art der Anwendung von den Beschwerden und dem Grad dieser. Die äußerliche Anwendung erfolgt in Form von Salben, beispielsweise bei Hautjucken oder Muskelverspannungen. Die innere Anwendung erfolgt bei muskulären oder nervlich bedingten Beschwerden, wie bei Wadenkrämpfen, Muskelkrämpfen, Bauchschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Ohrenschmerzen.

Das Schüßlersalz Nr. 7 hilft bei verschiedenen Entzündungen:

Auch im MagenDarm– Trakt kann Magnesium Phosphoricum angewendet werden:

Das Muskelgewebe wird durch das Schüßlersalz bei folgenden Beschwerden unterstützt:

Auch bei psychischen Problemen unterstützt das Salz:

Magnesium Phosphoricum hilft ebenfalls gegen:

Weitere Anwendungsgebiete sind:

Die Anwendungsgebiete für entsprechende Salben liegen zudem bei Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden, Juckreiz, Kopfschmerzen, Hexenschuss, Rotwerden, Rückenschmerzen und Schmerzen allgemein, die äußerlich behandelt werden können.

Anwendungshinweise

Für die innerliche Anwendung von Magnesium Phosphoricum gilt die D6-Potenzierung als gängigste Methode. Innerlich sollte das Salz vor allem Blähungen und Krämpfe lindern oder lösen. Oftmals wird das Salz Nummer 7 unterstützend zur schulmedizinischen Behandlung eingesetzt, wenn es sich um schwere Krämpfe handelt. Laut der chinesischen Organuhr wirkt das Salz am besten nach 19 Uhr.

In der Schwangerschaft

Magnesium Phosphoricum wird vorwiegend dafür eingesetzt, die Wehentätigkeit zu stärken. Es eignet sich hervorragend bei schweren Geburten zum Kräfte-Aufbau bei der werdenden Mutter. Auch bei Waden- oder Muskelkrämpfen während der Schwangerschaft kann das Salz verabreicht werden. Schwangere leiden oft auch an rheumatischen Gelenkbeschwerden und Probleme mit dem Ischias-Nerv. Auch hier kann das Salz Nummer 7 lindernd wirken. Ebenfalls hilfreich ist es bei krampfartigen Darm- und Magenbeschwerden, Blasenentzündungen und leichter Inkontinenz sowie bei schwangerschaftsbedingten Kopfschmerzen. Meist wird das Salz aber zur Vorbereitung auf die Geburt und während der Geburt eingesetzt, da es stressmildernd und krampflösend wirkt. Auch nachgeburtliche krampfartige Wehen können mit dem Magnesiumphosphat gelindert werden.

Für Babys & Kinder

Magnesium Phosphoricum wird gern Säuglingen und Babys gegeben, um das Abstillen zu erleichtern. Als Trostmittel hilft es auch Kindern mit Trennungsschmerz und Heimweg. Kindern, die zu Albträumen neigen, unruhig Schlafen oder Ängste haben, kann mit dem Salz ebenfalls geholfen werden. Haben Kleinkinder Zahnungsbeschwerden wirkt das Salz lindernd. Zudem unterstützt es ganz nebenbei auch den Wachstumsprozess und die Knochenbildung von Kindern und Babys. Schulkinder werden oft mit dem Schüßler-Salz Nummer 7 therapiert, wenn sie Schwierigkeiten mit dem Lernen und der Konzentration haben oder an Prüfungsangst leiden.

Passende Salze

Nachweislich kann Magnesium Phosphoricum in Kombination mit anderen Schüßler-Salzen wirken oder die Wirkung anderer Salze unterstützen. Dazu gehören die Salze Nummer 3 und Nummer 11.

Dosierung

Als Dosierung für Erwachsene werden je nach den Symptomen ein bis drei Tabletten täglich empfohlen. Die Häufigkeit hängt von der Besserung ab. Sobald sich eine Besserung zeigt, sollte die Dosis reduziert werden. Babys bis zum ersten Lebensjahr bekommen nicht mehr als ein Drittel der Dosis für Erwachsene. Die Dosis sollte vorab mit dem Therapeuten oder Arzt abgesprochen werden. Kleinkinder bis zu ihrem sechsten Lebensjahr bekommen die Hälfte der Erwachsenendosis, Kinder bis 12 Jahre zwei Drittel. Die Salbe mit dem Salz wird in der Regel zwei bis drei Mal täglich auf die entsprechenden Körperstellen aufgetragen.

Einnahme

Die Einnahme der Tabletten erfolgt meistens nach dem Prinzip der „Heißen 7“. Diese Anwendung hat sich sehr bewährt. Dabei werden bis zu zehn Tabletten in heißem Wasser aufgelöst. Das Getränk soll dann möglichst warm und schluckweise getrunken werden. Es ist auch möglich, die Tabletten langsam im Mund zergehen zu lassen. Das hat den Vorteil, dass die Wirkstoffe ohne Umwege direkt über die Mundschleimhaut transportiert werden können. Für Kinder empfiehlt es sich, die Tablette vorher in etwas warmem Wasser aufzulösen. Die Einnahme sollte eine halbe Stunde vor oder nach dem Essen erfolgen.

Nebenwirkungen

Es sind bisher keine Nebenwirkungen von Magnesium Phosphoricum bekannt. Bei der Anwendung des Salzes für die Geburtsvorbereitung sollten Arzt oder Hebamme informiert werden.

Verbesserung & Verschlechterung

Eine Verbesserung der Wirksamkeit des Salzes Nummer 7 tritt nachweislich bei Druck, Reiben und Massieren, sich Krümmen und auch durch Wärme oder warme Auflagen ein. Verschlechterungen hingegen kann es in der Nacht, bei Kälte oder Zugluft geben.

 

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