Myom

Steckbrief: Myom

  • Name(n): Myome; (Uterusmyome; Gebärmuttergeschwulste)
  • Art der Krankheit: gutartige Geschwüre der Gebärmutter
  • Verbreitung: 25 Prozent der Frauen nach dem 30. Lebensjahr
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Nicht bekannt
  • Behandelbar: Ja; teils durch operative Entfernung; teils durch Einnahme von Medikamenten
  • Art des Auslösers: Ist nicht ganz sicher; jedoch spielen Östrogene eine entscheidende Rolle; die das Wachstum der Myome fördern
  • Wieviele Erkrankte: Etwa dreiviertel aller Frauen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Frauenarzt (Gynäkologen)
  • ICD-10 Code(s): D 25 ff.

Geschwülste der Gebärmutter

Nicht jede Frau, bei der sich an der Gebärmutter Myome bilden, hat auch zwangsläufig Beschwerden. Im Gegenteil – Viele Frauen wissen erst gar nicht von deren Existenz.

Andererseits gibt es jedoch auch eine große Anzahl von Frauen, bei denen die Uterusgeschwulste erhebliche Leiden verursachen.

Angefangen von starken Regelschmerzen, Krämpfen im Unterleib, ungewöhnlich hoher Harndrang oder Rückbeschwerden bis hin zum auffallend großen Bauchumfang oder aber Blutarmut (Anämie), die Liste der Krankheitssymptome ist dabei sehr umfangreich.


Definition Myome

Bei Myomen handelt es sich um Wucherungen (Geschwulste), die in der Muskelschicht der Gebärmutter auftreten. In der Fachsprache bezeichnen Mediziner die Muskelschicht der Gebärmutter als Myometrium und die Gebärmutter als Uterus.

Myome oder auch Uterusgeschwulste genannt sind gutartige Muskeltumore, die je nach Ursprung der Myomezellen noch in drei Typen, in Leiomyom (lat.: Myoma levicellulare), Fibroleiomyom sowie Adenomyome eingeteilt werden.

Wenn sich nicht nur ein Myom sondern mehrere in der Gebärmutter gebildet haben, liegt ein Uterus myomatosus vor.

Was sind Myome?

Myome entwickeln sich aus Muskelzellen der Gebärmutter und zählen bei Frauen zu den häufigsten vorkommenden gutartigen Tumoren. Myome sind gutartig, da sie weder dazu neigen, Metastasen zu bilden, noch in umliegende Gewebe eindringen. Von den knotenartigen Geschwulsten sind nur Frauen betroffen, die sich im gebärfähigen Alter befinden. Sie entwickeln sich meist zwischen dem 35. und 50. Lebensjahr. Oft treten Gebärmuttermyome nicht nur einzeln (solitäre Myome) auf sondern sind in größerer Zahl (Uterus myomatosus) vorhanden. Grundsätzlich sind Myome, – da sie nicht bösartig sind – zunächst einmal nicht gefährlich. Sie können jedoch auf Grund ihrer Lage oder ihres Wachstums starke Blutungen und Schmerzen verursachen und dadurch die Lebensqualität der Betroffenen sehr beeinträchtigen.


Myome werden, je nachdem, welche Arten von Muskelzellen betroffen sind in 3 Typen unterschieden:

Leiomyom

Leiomyome (lat.: Myoma levicellulare) sind gutartige (benigne) Tumore, die in Organen mit glatter Muskulatur entstehen. Die meisten Leiomyome (etwa 90 %) wachsen in der Gebärmutter, selten in anderen Organen mit glatter Muskulatur. In der Regel sind Leiomyome knotige runde und abgekapselte Tumor, deren Krankheitshäufigkeit (Prävalenz) bei 20 bis 30 % der Frauen in Deutschland nach dem 30. Lebensjahr liegt.

Fibroleiomyom

Fibroleiomyome sind gutartige Mischtumore, die aus zwei Zelltypen entstehen. Sie entwickeln sich ebenfalls wie die Leiomyome aus glatten Muskelzellen, enthalten jedoch zusätzlich reichlich Anteile an Bindegewebe und den dort vorhandenen Zellen, die Fibroblasten.

Adenomyome

Auch Adenomyome sind gutartige Tumore, die aus glattem Muskelgewebe bestehen. In ihnen sind jedoch auch noch Drüsengewebe vorhanden. Hauptsächlich treten sie in der Gebärmutter als auch in der Prostata (Vorsteherdrüse) auf. Adenomyome verursachen selten symptomatische Beschwerden, eventuell kann es zu Menstruationsstörungen (Dysmenorrhoe) kommen.

Einteilung der Myome nach der Lage

Mediziner unterscheiden Myome ebenfalls nach Art ihrer Lage, wo sie entstehen und in welche Richtung sie sich ausbreiten.

Subseröses Myom

Subseröse Myome sitzen an der Außenseite der Gebärmutter und wachsen von der Muskelschicht der Gebärmutterwand nach außen unter dem Bauchfell. Sie verursachen keine Störungen während der Regelblutung da sie an der Außenseite der Gebärmutter liegen. Sie können jedoch, wenn sich an ihnen Stile bilden und sich diese verdrehen, große Schmerzen und Komplikationen verursachen.

Intramurales Myom

Intramurale Myome wachsen im Gegensatz zu den subserösen Myomen nicht außen, sondern nur mitten in der Muskelschicht der Gebärmutter. Diese Form tritt von allen Myome-Typen am häufigsten auf.

Transmurales Myom

Transmurale Myome entwickeln sich aus allen Muskelschichten der Gebärmutter.

Submuköses Myom

Submuköse Myome wachsen von der Muskelschicht der Gebärmutter in die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) hinein und verursachen in der Regel Blutungsstörungen. Dieser Myome-Typ ist oft klein und kommt zudem sehr selten vor.

Intraligamentäres Myom

Intraligamentäre Myome wachsen zwischen den beiden Blättern des Mutterbandes (Ligamentum latum uteri) seitlich an der Gebärmutter. Bei diesen Geschwulsten treten vorwiegend Darm- und Harnstau auf.

Zervixmyom

Zervixmyome wachsen innerhalb der Muskelschicht des Gebärmutterhalses (Zervix). Dieser Myom-Typ verursacht häufig starke und unregelmäßige Blutungen sowie Darmbeschwerden und Druck auf den Harnleiter.


Welche Ursachen gibt es?

Die genaue Ursache, die für die Entstehung von Gebärmuttermyomen verantwortlich ist, ist bislang noch nicht geklärt. Jedoch wurde festgestellt, dass sich Myome meist in der Nähe eines Blutgefäßes aus einer unreifen Muskelzelle der Gebärmutter entwickeln und unkontrolliert wachsen. Medizinische Studien haben ergeben, dass Myome, um wachsen zu können, weibliche Östrogene benötigen. Hierbei scheint ein Überschuss an Östrogenen (weibliche Geschlechtshormonen), das übermäßige Wachstum auszulösen. Während einer Schwangerschaft z. B., wenn bei der Schwangeren ein besonders hohes Hormonniveau vorliegt, wachsen Myome besonders schnell. Die Uterusmyome schrumpfen wieder, sobald der Hormonspiegel niedriger wird.,

Ebenfalls wird vermutet, dass ein übermäßiger Alkoholkonsum sowie Umweltgifte die Genaktivität der Gebärmutter negativ beeinflussen und zur Entstehung von Myomen beitragen. Auch haben Studien ergeben, dass Frauen afrikanischer Herkunft nicht nur wesentlich früher unter Myomen leiden, bei ihnen treten die Uterusgeschwulste auch in wesentlich größerer Form sowie größerer Anzahl auf als in anderen ethnischen Gruppen. Die Vererbung scheint bei der Entstehung von Myomen einen erheblichen Einfluss zu nehmen, da die Wahrscheinlichkeit um das dreifache höher liegt, wenn die Mutter bereits vorher Myome hatte.

Ebenso ist das Risiko, Myome zu entwickeln bei übergewichtigen Frauen erhöht, bei extrem Übergewichtigen steigt das Risiko bereits auf das Dreifache an. Die Ernährung soll bei der Entstehung von Myomen auch eine Rolle spielen. Der häufige Verzehr von Fleisch scheint ebenfalls das Wachstums von Myomen zu begünstigen, während das Risiko bei einer Ernährung mit viel grünem Gemüse das Risiko verringert.

Bei Frauen, die zwischen dem 20. und 30. Lebensjahr schwanger waren ist die Gefahr einer Myomenbildung deutlich geringer, als bei Frauen, bei denen während dieser Lebensphase keine Schwangerschaft bestand. Das Risiko an Myomen zu erkranken sinkt ebenfalls mit zunehmender Geburtenzahl, sowie bei Frauen, die länger als 7 Jahre mit der Pille verhütet haben.

Mögliche Ursachen im Überblick

  • Östrogene
  • Alkoholkonsum und Umweltgifte</li>Die ethnische Herkunft
  • Übergewichtige
  • Vererbung
  • Ernährung
  • Frauen, die noch keine Kinder geboren haben bzw. noch nie schwanger waren

Symptome und Anzeichen

Bei etwa 25 % der Frauen verursachen Myome der Gebärmutter (Uterusmyom) keine oder keine gravierenden Beschwerden. Die überwiegende Zahl der Frauen hat jedoch mehr oder weniger starke Symptome, so dass diese medikamentös oder auch stationär behandelt werden müssen. Die Zahl der stationär behandelten Frauen lag im Jahr 2011 bei 75.600.

Auch kommt es vor, dass Beschwerden durch Myome verursacht, aber nicht als solche erkannt werden. Treten z. B. vermehrt Schmerzen während der Menstruation auf glauben viele Frauen, diese gehören zur monatlichen Periode dazu, finden sich mit der Zeit damit ab, ohne sich behandeln zu lassen.

Intramurale Myome

Intramurale Myome können sowohl klein als auch sehr groß werden. Während die kleinen Geschwulste die Form der Gebärmutter nicht verändern, so können sehr große Myome jedoch zu ballonartigen Ausbuchtungen führen, die den Bauchumfang stark vergrößern. Intramurale Myome verursachen oft Menstruationsbeschwerden und drücken häufig auf benachbarte Organe wie Blase und Darm. Hierbei können Beschwerden beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen auftreten. Ebenso ist es möglich, dass ein intramurales Geschwulst auf den Ischiasnerv drückt, was starke Schmerzen im unteren Rücken sowie in den Beinen zur Folge haben kann.

Subseröse Myome

Im Gegensatz zu den intramuralen Myomen lösen subseröse Myome keine Blutungsstörungen aus, da sie sich außerhalb der Gebärmutter befinden. Hierbei besteht die Gefahr einer Stilbildung während der Wachstumsphase. Die Geschwulste können in dieser Zeit so weit hervortreten, dass sie nur noch über einen Stil mit der Gebärmutter verbunden sind. Dreht sich solch ein Stil, kann dies zu extrem starken Schmerzen führen. Subseröse Myome können Rücken- Becken und Ischiasschmerzen auslösen als auch Blasenentzündungen, Blutstau in den Beinen, Verstopfung sowie verstärkten Harndrang hervorrufen.

Submuköse Myome

Myome, die in der Gebärmutterschleimhaut (submukös) liegen, verursachen zu 95 bis 98 % Blutungsstörungen. Hierbei werden folgende Blutungen unterschieden: Die verstärkte Regelblutung (Hypermenrrhoe), eine verstärkte und verlängerte Periode (Menorrhagie) sowie Blutungen, die außerhalb des normalen Menstruationszyklus (Metrorrhagie) auftreten. Je nach Umfang und Größe der Uterusgeschwulste, können diese ebenfalls wehenartige Schmerzen hervorrufen. Durch die Reizung der Gebärmutterschleimhaut, die die Myome verursachen, führt dies zu Gewebeablösungen und den daraus resultierenden Blutungsstörungen. Mit einem Anteil von 5 % kommen submuköse Myome jedoch recht selten vor.

Zervixmyome und intraligamentäre Myome

Hin und wieder wachsen Uterusgeschwulste auch am Gebärmutterhals (Zervix) sowie an den die Gebärmutter haltenden Bändern vor. Diese Myome nennt man auch intraligamentäre Myome oder Zervixmyome. Bei intraligamentären Geschwulsten führen diese meist zu Symptomen wie Harnstau sowie Druck auf die Nerven und Beckengefäße während die Zervixmyome meist Druck auf den Harnleiter, den Mastdarm oder aber auch auf die Blase ausüben.

Symptome und Anzeichen im Überblick

  • Menstruationsbeschwerden
  • Blutungsstörungen (z. B. verlängerte, verstärkte oder Blutungen außerhalb der Menstruation
  • Schmerzen während der Regelblutung
  • Schmerzen und oder Druckgefühl im Unterbauch und Beckenbereich
  • auffallend großer Bauchumfang
  • häufiges Wasserlassen und/oder Schmerzen beim Wasserlassen
  • Verstopfung
  • Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs
  • Schwierigkeiten schwanger zu werden
  • Fehlgeburten, Schwangerschaftskomplikationen

Diagnose und Krankheitsverlauf

Wenn der Verdacht eines oder mehrerer Myome besteht, wird der Gynäkologe zunächst ein Gespräch (Anamnese) mit der Patientin durchführen, um Informationen über bestehende Symptome und Beschwerden zu erhalten. Anschließend wird eine Tastuntersuchung durchgeführt, bei der größere Myome getastet oder in der Nähe des Muttermundes befindliche Myome bereits gesehen werden können. Kleinere Myome können bei dieser schmerzfreien Untersuchungsmethode oft nicht gefunden werden.

Ebenfalls wird bei Verdacht von Myomen anschließend eine vaginale Ultraschalluntersuchung (Vaginalsonographie) durchgeführt. Auf diese Weise können Postion und Größe der Myomen genauer bestimmt werden. Bei einer nicht eindeutigen Diagnose, oder bei einem Verdacht auf ein Myom in der Gebärmutterhöhle besteht noch zusätzlich die Möglichkeit einer ambulanten Gebärmutterspiegelung. Diese kann durch Verwendung eines dünnen Instrumentes ohne Betäubung und ohne Narkose durchgeführt werden.

Steht die Diagnose fest, wird der Arzt mit der Patientin über mögliche Behandlungsmethoden sprechen. Hierbei ist eine Behandlung davon abhängig, wie groß und wie viele Myome vorhanden sind, welche Lage sie eingenommen haben und wie stark die Beschwerden sind. Auch spielt dabei das Alter der Patientin eine Rolle und ob noch Kinderwunsch besteht oder nicht.

In der Regel werden hormonelle Medikamente in Form von Gestagenen eingesetzt. Sie stoppen zunächst einmal das Wachstum von Myomen und lassen sie in der Regel auch schrumpfen. Diese Behandlungsmethode wird gerne vor Operationen eingesetzt, da rückgebildete, also kleinere Myome leichter über die Scheide oder über eine Bauchspiegelung entfernt werden können und ein Bauchschnitt dadurch verhindert werden kann.

Bei mittleren und großen Myomen gibt es eine neue Möglichkeit der medikamentösen Behandlung mit dem Wirkstoff Ulipristalacetat. Auch hier lässt es die Therapie durch dass starke Schrumpfen mittlerer bis großer Myome zu, dass ein kleiner Eingriff ausreicht und auch keine – wie sonst oft üblich – zweite Operation erforderlich wird.

Eine operative Therapie ist empfehlenswert, wenn die Myome sehr groß sind und vor allem wenn sie erhebliche Schmerzen sowie Störungen beim Wasserlassen oder Verstopfungen verursachen. Auch besteht die Möglichkeit, dass bei Frauen, die keine Kinder mehr haben möchten oder bei älteren Patientinnen die gesamte Gebärmutter operativ entfernt wird. Dieser Eingriff schützt die Patientin zusätzlich vor einer eventuell späteren Entstehung bösartiger Gebärmuttertumoren.
Nach einer operativen Entfernung von Myomen liegt das Risiko, das sich erneut Myome bilden bei 10 bis 30 Prozent.


Häufigkeit und Diagnosedaten

Gemäß Diagnosedaten der Krankenhäuser stieg die Anzahl der diagnostizierten Uterusleiomyome in der Zeit von 1994 bis 1999 von 73.618 auf 94.881 an, während eine gutartige Neubildung des Uterus von 1994 bis 1999 von 11.482 auf 3.781 stetig abnahm.

Uterusleiomyom (Uterusmyom)

  • 1994 bei 73.618
  • 1995 bei 75.375
  • 1996 bei 84706
  • 1997 bei 85462
  • 1998 bei 91.439
  • 1999 bei 94881

Sonstige gutartige Neubildungen des Uterus

  • 1994 bei 11.482
  • 1995 bei 10.900
  • 1996 bei 5.928
  • 1997 bei 4.425
  • 1998 bei 4.150
  • 1999 bei 3.781

Komplikationen bei der Krankheit

Myome können neben unangenehmen Begleiterscheinungen wie z. B. Schmerzen, Krämpfe oder Blasenbeschwerden auch erhebliche Komplikationen mit sich bringen.

Anämie

Bei langanhaltenden und starken Blutungen kann es zu erheblichen Eisenmangelerscheinungen kommen und durch den hohen Blutverlust zu einer Blutarmut (Anämie) führen. Bei einer Anämie leiden die Betroffenen an einem Mangel an roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Die Anzeichen hierfür sind Atemnot, Herzrasen, Blässe, Schwindel, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Der Schweregrad einer Anämie lässt sich über den Hämoglobingehalt des Blutes feststellen.

Schwangerschaft

Ebenso kann es während einer Schwangerschaft bei Vorhandensein von Myomen zu erheblichen Komplikationen kommen. Während der Schwangerschaft produziert der Körper vermehrt weibliche Geschlechtshormone, die Östrogene, so dass in dieser Zeit bereits vorhandene Myome schneller wachsen als üblich. Je nach Umfang und Lage der Geschwulste, können diese vorzeitige Wehen auslösen, den Geburtskanal blockieren oder auch sehr starke Schmerzen auslösen. Myome, die direkt unter der Gebärmutterschleimhaut oder in der Gebärmutterhöhle liegen, können Fehlgeburten auslösen oder aber auch Eileiterschwangerschaften begünstigen. Uterusgeschwulste, die vor dem Eileiter liegen beeinträchtigen die Möglichkeit einer Schwangerschaft erheblich, so dass ihr Vorhandensein zu einer ungewollten Kinderlosigkeit führen kann. Aus diesem Grund sollten Myome bei bestehendem Kinderwunsch prinzipiell entfernt werden.

Stilbildung bei subserösen Myomen

Bei subserösen Myomen besteht, auch wenn sie mit 5 % sehr gering ist, die Gefahr einer Stilbildung während ihres Wachstums. Die Drehung eines solchen Stils kann nicht nur zu extrem starken Schmerzen führen, die Drehung führt oft zu einer Minderdurchblutung, was ein Absterben von Zellen (Nekrose) zur Folge haben kann.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Viele Myome werden von Frauen erst gar nicht wahrgenommen und oft erst bei einer jährlichen frauenärztlichen Routineuntersuchung oder bei einer Ultraschalluntersuchung vom Gynäkologen entdeckt. Treten während der Menstruation starke krampfartige Schmerzen oder auch Unterleibsschmerzen außerhalb der Periode auf, könnten diese Symptome ein Anzeichen für Uterusmyome sein.

Des Weiteren kann ein häufiger Harndrang entstehen, wenn Myome auf Grund ihrer Größe auf die Blase drücken und so ihr Fassungsvermögen einschränken. Gebärmuttergeschwulste können so sehr wachsen, dass der Bauchumfang stark vergrößert wird.

Bei häufigem Harndrang und auch bei starken Schmerzen im Unterleib während oder außerhalb der Periode sowie bei allen Vermutungen, dass mit dem Körper etwas nicht stimmt, sollte vorsichtshalber ein Frauenarzt (Gynäkologe) aufgesucht werden. Zu lange und zu starke Blutungen kann bei Frauen eine Blutarmut (Anämie) zur Folge haben. Eine Anämie bedeutet eine dauerhafte Absenkung des Bluteisenspiegels und die starke Beeinträchtigung der Sauerstoffversorgung des Organismus.

Die typischen Eisenmangelerscheinungen sind Abgeschlagenheit, Stimmungsschwankungen, Herzklopfen, Blässe, Schwindel, brüchige Nägel, sowie Haarausfall. Ob ein Eisenmangel vorliegt, kann durch ein Blutbild beim Gynäkologe bestimmt werden. Durch die Einnahme von Eisenpräparaten kann der Eisenmangel reguliert werden.


Behandlungsmethoden und Therapie

Zunächst sollte überlegt werden, ob das oder die vorhandenen Myome Beschwerden oder Beeinträchtigungen verursachen und ob eine Behandlung überhaupt erforderlich ist. Dann spielt es natürlich eine Rolle, ob es sich um ein Myom oder um mehrere Myome handelt und welche Größe das oder die Uterusgeschwulste haben. Auch bei bestehendem Kinderwunsch kann es wichtig sein, vorhandene Myome zu entfernen, da manche auf Grund ihrer Lage und oder Größe eine Schwangerschaft verhindern. Wenn Myome Beschwerden verursachen kann die Art der Therapie davon abhängen, wie alt die Patientin ist, wie die Familienplanung aussieht, welche Symptomatik besteht und ebenso die Lage und die Größe des Myoms sind ausschlaggebend.

Hormonbehandlung

Da das Myomwachstum von den weiblichen Östrogenen stark beeinflusst wird, werden betroffenen Frauen bei der hormonellen Behandlung häufig Östrogengegenspieler, z. B. die Gestagene oder die zyklussteuernden Hormone GnRH-Analoga verschrieben. Die Langzeiteinnahme einer Antibabypille ist ebenso möglich, wenn langfristig kein Kinderwunsch besteht. Durch die hormonelle Behandlung soll erreicht werden, dass es zu einem Wachstumsstopp sowie zu einer Rückbildung der vorhandenen Myome kommt. Diese Form der Therapie kann Myome zwar verkleinern, aber sie kann sie nicht entfernen. Wegen ihrer Nebenwirkungen eigenen sich Hormone nicht für eine Dauerbehandlung, so dass sie meist nur über einen kurzen Zeitraum verschrieben werden. Häufig werden Gestagene und GnRH-Analoga kurzfristig vor einer Operation eingesetzt mit dem Ziel, Myome zu verkleinern, damit diese besser operativ entfernt werden können.

Bei der Behandlung von Uterusgeschwulsten kann alternativ auch eine Hormonspirale (LNG-Spirale) in die Gebärmutter eingesetzt werden. Hormonspiralen enthalten künstliche Hormone, die den Gestagenen ähneln und ebenfalls ein Wachstum von Myomen verhindern. Sie werden meistens als Verhütungsmittel eingesetzt und können bis zu 5 Jahre in der Gebärmutter bleiben. Der Einsatz einer Hormonspirale eignet sich nur für Frauen, die keinen Kinderwunsch haben und deren Myome nicht zu groß sind sowie die Gebärmutterhöhle nicht verformen.

Operative Behandlung

Bei der Myomenentfernung hat man die Möglichkeit, diese über die Scheide (hysteroskopische Myomektomie), über eine Bauchspiegelung (laparoskopische Myomektomie) oder über einen Bauchschnitt (Lapaotomie) entfernen zu lassen. Bei der Myomektomie werden nur die Myome und nicht die Gebärmutter operativ entfernt. Welches Operationsverfahren angewandt wird, hängt davon ab, welche Größe die Myome besitzen, in welcher Anzahl sie vorhanden sind und wo sie sich befinden.

Da ein Bauchschnitt wesentlich belastender ist als eine Bauchspiegelung, wird oft versucht, Myome vor der Operation hormonell zu verkleinern, so dass dieser Eingriff vermieden wird. Jedoch ist bei sehr großen Myomen sowie eine vergrößerte Gebärmutter, verursacht durch sehr viele kleine Myome, ein Eingriff über die Scheide oder eine Bauchspiegelung in Verbindung mit einer vorherigen hormonellen Behandlung nicht immer möglich.

Myomenukleation (Ausschälung der Myome)

Bei der hysteroskopischen Myomektomie wird der Eingriff über die Vagina vorgenommen und das Myom mit einer Elektroschlinge abgetragen. Dieses Verfahren eignet sich für Myome, die in die Gebärmutterhöhle hineinragen.

Bei der laparoskopischen Myomektomie werden Instrumente über die Bauchdecke und den Bauchnabel eingeführt. Hierbei wird der Bauchraum mit Kohlendioxidgas gefüllt, damit der Operateur ein größeres Sichtfeld während der Myomenentfernung erhält.

Die Myomenukleation eignet sich vor allem für Frauen bei denen noch ein Kinderwunsch besteht.

Gebärmutterentfernung

Um vor eventuell später eintretenden gefährlichen Gebärmuttertumoren oder einem extrem starken Befall mit Myomen vorzubeugen, ist je nach Alter der Patientin eine Entfernung der Gebärmutter ebenfalls eine mögliche Alternative zu der meist Gebärmutter erhaltenden Myomentfernung.

Myoembolisation

Bei einer Myoembolisation wird die Blutzufuhr zum Myom unterbrochen. Bei dieser Methode wird über einen Hautschnitt in der Leiste ein Katheder in die Gebärmutterarterie geschoben und kleine Plastik- oder Gelatinekügelchen eingespritzt. Dies hat den Effekt, dass die Blutgefäße, die die Myome versorgen verstopfen und die Myome „aushungern“. Hierbei kommt es zu einer Schrumpfung, jedoch nicht zu einer völligen Entfernung der Myome. Diese Methode ist jedoch nur sinnvoll, wenn kein Kinderwunsch mehr besteht und eine Gebärmutterentfernung die letzte Alternative darstellt.

Fokussierter Ultraschall

Eine weitere Alternative ist die Entfernung der Myome mit Hilfe einer punktgenauen Ultraschallbestrahlung, dem sogenannten MRT-gesteuerten fokussierten Ultraschall. Durch die Erhitzung von 60 bis 80 Grad Celsius wird das Myom eingeschmolzen und zerstört, während das umliegende Gewebe unverletzt bleibt. Sowohl Myome, die zu nahe am Darm liegen als auch Frauen mit Kinderwunsch können mit dieser Methode jedoch ebenfalls nicht operiert werden.

Therapien im Überblick

  • Hormonhandlung
  • Operativ durch Ausschälung des oder der Myome (Myomenukleation)
  • Operativ durch Gebärmutterentfernung
  • Operativ durch Myoembolisation
  • Operativ durch fokussierten Ultraschall

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Myome lassen sich leider nicht vorbeugen. Jedoch sollte jede Frau auf mögliche Symptome wie z. B. starke Schmerzen, wehenartige Krämpfe während der Menstruation oder Zwischenblutungen achten, die darauf hinweisen, dass sich Myome in ihrem Körper gebildet haben. Sollte bereits ein Arzt Myome festgestellt haben, so ist es wichtig, sich regelmäßig von diesem untersuchen zu lassen, damit der Gynäkologe ein mögliches Größenwachstum oder eine Vermehrung der Myome frühzeitig erkennen und eventuell rechtzeitig behandeln kann.


Prognose zur Heilung

Der Krankheitsverlauf bei bestehenden Myomen ist je nach Größe, Lage Anzahl und Beschwerden sehr unterschiedlich. Kleine Myome verursachen meistens keine Beschwerden, so dass auch kein Handlungsbedarf besteht. Werden sie jedoch größer und beeinträchtige sie Organe wie z. B. die Blase, den Darm oder die Nieren, so müssen diese je nach Dringlichkeit behandelt bzw. entfernt werden. Das Positive an Myomen ist, dass sie gutartig sind und nicht, (so wie Krebszellen) streuen können.

Zu der relativ neuen Methode der Myomenbehandlung zählt der fokussierte Ultraschall. Bei dieser Myomenentfernung durchdringen die Schallwellen schmerzfrei das Gewebe und zerstören unerwünschte Zellen.

Ebenfalls gibt es eine Behandlungsmethode, die sogenannte Embolisation, bei der die Myome ausgehungert werden. Bei dieser Behandlung werden kleine Kunststoffkügelchen über einen Schlauch in die Blutgefäße geschwemmt, die sich dort festsetzen und die Adern verschließen. Dadurch erhalten die Myome keine Nähr- und Sauerstoffversorgung, so dass das nicht mehr durchblutete Gewebe nach und nach schrumpft.

Das genügt fast immer um dauerhaft die Beschwerden zu beheben. Myome, die einen Durchmesser von mehr als 10 cm aufweisen, sollten jedoch nicht mit dieser Methode behandelt werden, ebenso Myome, die auf der Gebärmutter aufsitzen, sollten auf eine andere Art behandelt werden.


Welche Behandlungsmethode wählen?

Die meisten Frauen sind bei einem Diagnosebefund auf Myome geschockt da viele von ihnen Myome mit einem bösartigen Tumor in Verbindung bringen. Diese Sorge ist jedoch unbegründet, da Myome weder streuen noch bösartig sind. Auch auf dem Ultraschallbild kann ein großes oder gar mehrere Myome Frauen in Angst und Schrecken versetzen.

Die Wahl einer geeigneten Behandlung ist in einer solchen Situation nicht immer leicht. Daher ist es wichtig, dass sich betroffene Frauen über alle möglichen Therapiemethoden fachmännisch beraten lassen. Die Patientin sollte sich genaustens darüber informieren, wie viele Myome vorhanden sind und welche Beschwerden die vorhandenen Myome zum Zeitpunkt der Diagnose und in der Zukunft evtl. verursachen werden. Sie sollte sich ebenfalls erkundigen, ob hormonelle oder operative Therapien sinnvoll sind oder aber auch, ob alternative Möglichkeiten bestehen.

Bei bestehendem Kinderwunsch ist es besonders wichtig, eine Behandlungs-Therapie zu wählen, bei der nicht nur die Gebärmutter erhalten bleibt, sondern auch die Fruchtbarkeit durch die jeweilige Methode nicht eingeschränkt wird.


Alternative Behandlungsmethoden

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) liegt bei der Entstehung von Myomen ein Ungleichgewicht der natürlichen Balance zwischen Auf- und Abbauprozessen vor. In der chinesischen Arzneimitteltherapie erhalten Patientinnen, die unter Myomen leiden, häufig Arzneimischungen, die Extrakte der Zimtrinde enthalten. Die Zimtrinde soll helfen, die Blut-Blockaden und das sogenannte Tan (Schleim, Myom), was sich in der Gebärmutter gebildet hat, aufzulösen.

Ebenfalls kommt bei der chinesischen Medizin die Akupunktur zum Einsatz, damit die Lebensenergie QI harmonisiert wird und um bestehende Schmerzen zu lindern. Durch eine spezielle Körpertherapie werden die Verkrampfungen im Unterleib gelöst und sorgt für die fließenden Prozesse im Körper, damit Blockaden aus dem Körper fließen können.

Ebenfalls sorgt die sogenannte Bewegungstherapie Qi Gong dafür, das Blockaden abgebaut werden. Bei der Qi Gong Methode handelt es sich um langsam fließende Bewegungen unter Anleitung, die später auch zu Hause selbst von den betroffenen Patientinnen durchgeführt werden können.

Die Gesamtheit an therapeutischen Maßnahmen sollen dazu führen, dass der Blutfluss im Körper der Frau wieder balanciert abläuft und so die Myome ausgespült werden. Die Störungen, die durch die Myome verursacht werden, sollen so nach und nach aufgehoben werden, ebenfalls ist ein operativer Eingriff nicht nötig, da die Myome sich wieder zurück bilden.

Alternative Behandlungsmethoden im Überblick

  • Arzneimitteltherapie
  • Akupunktur
  • Bewegungstherapie Qi Gong

Welche Hausmittel können helfen?

Extrakt aus grünem Tee

Klinische Studien haben ergeben, dass die Einnahme von Extrakten aus grünem Tee (Epigallocatechin gallate, or EGCG), deutlich Beschwerden, die auf Myome zurückzuführen sind, reduziert werden können. Frauen, die regelmäßig ein Extrakt aus grünem Tee tranken, litten unter deutlich weniger starken Schmerzen und der Umfang der Myome reduzierte sich deutlich um 32,6 %.

Obst

Papain wird aus der Papayafrucht gewonnen und ist ein wirksames Mittel, Myome zu bekämpfen. Die Papaya sollte auf nüchternem Magen gegessen und nicht mit anderen Lebensmitteln zusammen eingenommen werden. Auch die Ananas sowie die Avocado enthalten wirksame Substanzen, die zur Heilung von Myomen beitragen können. Gleiches gilt für den Knoblauch, der im rohen Zustand durch seine antibiotischen und antioxidativen Eigenschaften zu den besten Naturheilmitteln zählt.

Hausmittel im Überblick

  • Extrakt aus grünem Tee
  • Papaya
  • Ananas
  • Avocado
  • Knoblauch

Heilkräuter und Heilpflanzen

Frauenmantel

Gerade bei krampfartigen und harntreibenden Beschwerden, die oft durch Myome ausgelöst werden, helfen die im Frauenmantel enthaltenen Inhaltsstoffe Phytosterin, Glykoside, Saponine, Tannine sowie deren Gerb- und Bitterstoffe. Wie bereits der Name verrät wird der Frauenmantel hauptsächlich in der Frauenheilkunde angewandt. Das liegt u. a. an seinen Pflanzenhormonen, die dem weiblichen Progesteron ähneln. Als Tee getrunken lindert er starke Krämpfe während der Periode sowie bei Blasenproblemen.

Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer kommt vor allem in der Frauenheilkunde zum Einsatz, da er sowohl gegen Menstruationsbeschwerden als auch bei Wechseljahresbeschwerden hilft. Die Heilpflanze ist in der Lage die körpereigene Progesteronbildung anzuregen, die als Gegenspieler zu den Östrogenen zählen.

Melisse

Die Melisse wirkt vor allem schmerzstillend, krampflösend und entspannend. Wegen seines angenehmen Zitronenaromas eignet sich die Melisse vor allem zur Anwendung als Tee. Vor allem bei Menstruationsbeschwerden, die durch Myome verursacht werden wirkt die Melisse entkrampfend auf die Unterleibsorgane, so dass die Schmerzen erheblich gelindert werden.

Schafgarbe

Die Schafgarbe gehört ebenfalls zu den beliebten Heilkräutern, die vor allem in der Frauenheilkunde gerne angewandt werden, da sie eine blutreinigende, blutstillende, krampflösende Wirkung besitzen. Schafgarbe wird als Tee oder als Tinktur angewandt, so dass sie sich für die innere und äußere Anwendung eignet. Auf Grund ihrer hautheilenden Wirkung wird sie auch gerne in Cremes und Salben verwendet.

Schwarzkümmel

Die kleinen braunschwarzen Samen des Schwarzkümmels enthalten wertvolle ätherische Öle, die menstruationsfördernd, entzündungshemmend, harntreibend sowie krampflösende Wirkungen zeigen. Sie werden kaltgepresst als hochwertiges und würziges Öl zu Speisezwecken als Nahrungsmittel und nicht als Heilmittel verkauft. Das Öl wird sowohl innerlich als auch äußerlich als Hautpflegemittel eingesetzt. Ebenfalls können gemörste Samen (1 EL) mit 250 ml kochendem Wasser als Tee getrunken werden. Nach orientalischer Sitte gibt man etwas gemahlenen Schwarzkümmel in Kaffee, der so an Geschmack gewinnt und auch noch heilkräftig wirkt.

Traubensilberkerze

Bereits die Ureinwohner Nordamerikas wussten die Traubensilberkerze auf Grund ihrer geburtserleichternden Wirkung sowie deren krampf- und schmerzlindernde Wirkung zu schätzen. Auch bei uns hat sie sich bereits durch ihre Wirkung bei Beschwerden während der Menstruation und in den Wechseljahren einen Namen gemacht. Die Traubensilberkerze kann sowohl als Tee sowie auch als Tinktur innerlich verwendet werden.

Heilkräuter und Heilpflanzen im Überblick

  • Frauenmantel
  • Mönchspfeffer
  • Melisse
  • Schafgarbe
  • Schwarzkümmel
  • Traubensilberkerze

Ätherische Öle

Manche ätherische Öle verfügen über biochemische Inhaltsstoffe, die unseren Hormonhaushalt auf natürliche Weise beeinflussen können. Die Inhaltsstoffe der ätherischen Öle, die von unserer Schleimhaut aufgenommen werden, gelangen direkt ins Gehirn, die von dort über Neurotransmitter gesteuert und im Körper positiv verarbeitet werden können.

Ätherische Öle wie Lavendel, Melisse, Rose, Muskatellersalbei oder Wacholder haben eine wohltuende, entspannende sowie entkrampfende Wirkung. Bei starken Schmerzen auf Grund vorhandener Myome, lassen sich diese Beschwerden durch ein Aromabad, oder als entspannende Massage aber auch in einer Duftlampe deutlich mildern.

Homöopathie und Globuli

Calcium stibiato-sulfuratum

Das homöopathische Mittel Calcium stibiato-sulfuratum, umgangssprachlich auch als Austernschalenkalk bezeichnet, findet seine Anwendung bei Myomen, Myomenblutungen sowie bei Hämorrhoiden. Besonders bei Blutungen aus After und Gebärmutter wird das Präparat gerne in den Potenzen D 2 bis D 12 verwendet.

Conium cacalatum

Conium cacalatum auch als hochgiftiger Schierling bekannt, wird in der Homöopathie als Heilmittel gegen Knoten und Schwellungen aller Art sowie bei Muskelschwäche und Schwindel verwendet. Typische Potenzen hierbei sind D 6 bis D 12, wobei das Mittel bis zur Potenz D 3 verschreibungspflichtig ist.

Homöopathische Mittel im Überblick:

  • Calcium stibiato-sulfuratum
  • Conium cacalatum

Schüssler Salze

Da Myome überwiegend aus Muskelfasern bestehen, können folgende Schüssler Salze hilfreich sein:

Nr. 1 Calcium fluoratum D 12 (Kaliumfluorid)

Das Schüssler Salz Nr. 1 Calcium fluoratum D 12, auch als Kalziumfluorid bekannt, wird auch das Salz des Bindegewebes, der Haut und der Gelenke bezeichnet. Es stärkt die Knochen und das Bindegewebe und sorgt für die Elastizität der Haut. Calcium fluoratum löst im menschlichen Körper den Hornstoff Keratin auf, der, wenn er in zu hohem Maße im Körper vorhanden ist, u. a. für wucherndes Narbengewebe verantwortlich ist.

Nr. 4 Kalium chloratum (Kaliumchlorid)

Das im Schüssler Salz Nr. 4 enthaltene Kalium chloratum (Kaliumchlorid) wird auch als das Salz der Schleimhäute bezeichnet und ist für die Funktion von Nerven und Muskeln unentbehrlich. Das Salz wirkt regulierend auf die Ausscheidung von Wasser und löst durch seine Faserstoffe auch Ablagerungen Entzündungen der Schleimhäute. Man erhält das Schüssler Salz Nr. 4, Kalium chloratum, in den Potenzen D 3, D 6 und D 12.

Nr. 10 Natrium sulfuricum D 6 (Natriumsulfat)

Das Schüssler Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum, auch als Natriumsulfat oder auch als Glaubersalz bekannt, wird als Salz der Ausscheidung genannt und betrifft alle Ausscheidungsorgane. Auch ermöglicht Natrium sulfuricum dem Körper, überschüssiges Wasser aus den Zellen und aus den Geweben auszuscheiden. Durch die Einnahme dieses Salzes wird die Ausscheidung vor allem über die Nieren und den Darm angeregt. Der Körper wird entschlackt und der Abbau sowie die Ausscheidung von Fetten wird beschleunigt. Ebenso wird Natriumsulfat keimreduzierend und es erfolgt durch die regelmäßige Einnahme eine Regulierung der Sekretausscheidung von z. B. Bauchspeichel und Gallenflüssigkeit.

Die Schüssler Salze im Überblick

  • Nr. 1 Calcium fluoratum D 12
  • Nr. 4 Kalium chloratum
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum D 6

Diät und Ernährung

Wer unter Myomen leidet, sollte vor allem auf raffiniertes weißes Mehl, schwarzen Tee und Kaffee, raffinierten Zucker sowie Soft Drinks und Säfte aus Dosen vermeiden. Diese Lebensmittel sind weder gut für unser Nervensystem noch für unser endokrines System. Wer unter Uterusgeschwulsten leidet, sollte auf eine ausgewogene Ernährung achten, deren Hauptbestandteil aus frischem Gemüse, wie z. B: Tomaten, Karotten, Rosenkohl, frischem Obst, wie z. B. Ananas, Papaya, Bananen sowie Vollkornprodukten und Fisch besteht.

Empfohlen wird bei Vorhandensein eines Myoms eine Reinigungs-Diät. Hierzu wählt die Betroffene eine Frucht wie z. B. Apfel, Traube, Papaya oder ähnliches aus. Diese eine ausgewählte Frucht wird dann für 2 Tage gegessen, ohne etwas anderes zu sich zu nehmen außer mindestens 2 Liter reines Wasser.


FAQ -Fragen und Antworten

Können bei Kindern oder bei Frauen, die sich in den Wechseljahren sowie in der Menopause befinden Myome der Gebärmutter entstehen?

Die Entstehung von Uterusmyomen ist hormonabhängig. Die weiblichen Geschlechtshormone, die Östrogene Östradiol, Östron und Östriol regen das Wachstum der Myome an. Sie bilden sich erst mit dem Beginn der Pubertät in den Eierstöcken (Ovarien), so dass das Wachstum von Gebärmuttermyomen erst mit dem Eintritt der Geschlechtsreife möglich ist. Kinder können auf Grund dessen kein Myom der Gebärmutter entwickeln. Frauen, bei denen sich vor Eintritt der Wechseljahre noch keine Gebärmuttergeschwulste gebildet haben, bleiben auch während so wie nach den Wechseljahren von Myomen verschont. Jedoch kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass bereits vorhandene Myome auch nach der Menopause weiterwachsen.

Gibt es Frauen, bei denen das Risiko ein Myom der Gebärmutter zu entwickeln erhöht ist?

Statistiken zeigen, dass Frauen, die noch nie schwanger waren ein erhöhtes Risiko tragen, ein Uterusmyom zu entwickeln. Ebenfalls sind Frauen mit schwarzer Hautfarbe deutlich öfter betroffen (zwei- bis dreimal), als Frauen mit weißer Hausfarbe. Der Grund hierfür ist bislang unbekannt. Auch bei Frauen, die stark übergewichtig sind, bilden sich wesentlich häufiger Myome als bei Frauen mit normalem bzw. leichtem Übergewicht. Ebenfalls spielen genetische Faktoren eine bedeutende Rolle: Es hat sich herausgestellt, dass Frauen, deren Mütter bereits Uterusmyome hatten, deutlich häufiger betroffen sind als Frauen, bei deren Mütter sich keine Gebärmuttergeschwulste gebildet haben.

Wie können Myome behandelt oder entfernt werden?

Zum einen gibt es die Möglichkeit, Myome mit Hormonen zu behandeln. Dadurch werden die Myome meist kleiner und ihr weiteres Wachstum behindert. Allerdings sollte eine Hormonbehandlung wegen ihrer starken Nebenwirkungen nur über einen kurzen Zeitraum stattfinden, z. B. um sie vor einer operativen Myomenentfernung schrumpfen zu lassen.
Des weiteren gibt es die operative Myomenentfernung, die entweder über die Scheide, über eine Bauchspiegelung oder einen Bauchschnitt stattfinden kann. Hierbei hängt es davon ab, wie groß, welche Lage und in welcher Anzahl die Myome vorhanden sind.

Verursachen Myome (Uterusgeschwulste) Schmerzen?

Nicht immer verursachen Myome Beschwerden oder Schmerzen. Bei Myomen, die keine Beschwerden herbeiführen wissen die Betroffenen nicht einmal, dass sie welche haben.
Je nach Größe und Lage können Myome jedoch starke Schmerzen sowie wehenartige Krämpfe während und außerhalb der Menstruation verursachen. Ebenfalls können manche Myome verantwortlich für Schmerzen beim Wasserlassen oder bei Schmerzen auf Grund einer Verstopfung sein.

Wo können Myome überall wachsen?

Es gibt verschiedene Arten von Myomen, die je nach Lage und Wachstum in 4 Bereiche Unterschieden werden: Die submukösen Myome wachsen aus der Muskelschicht in die Gebärmutterschleimhaut hinein. Subseröse Myome wachsen an der äußeren Seite der Gebärmutter. Die häufigste Form, die intramuralen Myome liegen in der Muskelschicht der Gebärmutter und die subserösen Myome wachsen aus der Gebärmutter heraus (je nachdem auch stilförmig).

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (83 Stimmen, Durchschnitt: 4,39 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise