Unterleibsschmerzen

Unterleibsschmerzen

Schmerzen im Unterleib können sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorkommen und auf diverse Ursachen hindeuten

Hierbei handelt es sich um Schmerzen im Bereich des Unterbauches. Sie sind keine selbstständige Erkrankung sondern ein Symptom von Erkrankungen welche ihre Ursache im Unterbauch haben.

Dabei gilt es zu differenzieren ob die Schmerzen einseitig sind oder den gesamten Unterbauch betreffen. Frauen leiden häufiger an Unterleibsschmerzen, beispielsweise im Rahmen der Menstruation.

Welche Ursachen in Frage kommen, wie Unterleibsschmerzen behandelt werden können und vieles mehr, erfahren Sie in folgendem Ratgeber.


Was sind Unterleibsschmerzen?

Unterleibsschmerzen können sowohl bei Frauen als auch bei Männern auftreten. Da sich im Unterbauch jedoch vorwiegend die Geschlechtsorgane befinden, stecken bei Frauen auch meistens andere Ursachen hinter dem Symptom als bei Männern.

Unterleibsschmerzen gehören zu den Unterbauchschmerzen und sind von MagenschmerzenOberbauchschmerzen und Bauchschmerzen im Allgemeinen abzugrenzen. Die Schmerzen im Unterbauch können die gesamte Region betreffen, mittig, beidseitig sowie links oder rechts auftreten.

Darüber hinaus kann der Schmerzcharakter sehr unterschiedlich ausfallen. Hierbei kann sowohl die Stärke und Art der Schmerzen variieren als auch die Dauer und Häufigkeit. Die Schmerzen können also beispielsweise in Schüben kommen und krampfartig sein oder aber nur andauernd vorhanden und ziehend sein.

Mögliche Ursachen von Unterleibsschmerzen

Unterleibsschmerzen können viele Ursachen haben. Wobei es sich in den meisten Fällen um gynäkologische Auslöser handelt, also um Schmerzen, die den weiblichen Körper betreffen. Schmerzen im Unterleib können jedoch auch Männer betreffen. So zählen etwa auch Blasenentzündungen zu den Schmerzen des Unterleibs. Welche Ursachen genau in Frage kommen, erfahren Sie hier.

Gynäkologische Ursachen:
Unterleibsschmerzen

Frauen leiden häufiger unter Unterleibsschmerzen als Männer

Die Ursachen für Unterleibsschmerzen bei der Frau liegen meist im Bereich von Gebärmutter, Eierstöcken und Eileiter.

Im Rahmen der Menstruation kommt es häufig zu Unterleibsschmerzen. Das sog. Prämenstruelle Syndrom, welches in verschiedene Ausprägungen bei 25-50% der Frauen im gebärfähigen Alter vorkommt, vereinigt einen Symptomkomplex aus Unterleibs-, Kopf– und Rückenschmerzen, häufig verbunden mit Übelkeit, Durchfällen und Stimmungsschwankungen. Es beginnt in der Regel einige Tage vor der Menstruation. Die Symptome verschwinden selbstständig nach der Menstruation.

Des Weiteren können Eileiterentzündungen, welche meist aus dem unteren Genitaltrakt aufsteigen, ein- oder beidseitige Schmerzen im Unterbauch verursachen. Dabei sollte auch immer an sexuell übertragbare Erreger gedacht werden wie beispielsweise Chlamydien oder Gonorrhoe weil diese eine Mitbehandlung des Sexualpartners erforderlich machen.

Auch Eierstockzysten, welche beim Eisprung entstehen können und in der Regel keinen Krankheitswert haben, verursachen häufig einseitige Unterbauchschmerzen, insbesondere wenn sie platzen oder sich um die eigene Achse verdrehen, was gelegentlich bei jungen, sportlich aktiven Frauen vorkommt.

Eine weitere Ursache von Unterleibsschmerzen stellt die sog. Endometriose dar. Dabei handelt es sich um ausserhalb der Gebärmutter angesiedelte Inseln aus Gebärmutterschleimhaut welche auch dem Menstruationszyklus unterliegen und somit menstruelle Beschwerden auslösen können.

Urologische Ursachen:

Entzündungen im Bereich der ableitenden Harnwege verursachen häufig Unterleibsschmerzen. Aufgrund der kürzeren Harnröhre sind Frauen sehr viel häufiger von Blasenentzündungen betroffen.

Unterleibsschmerzen

Unterleibsschmerzen können auf Probleme der Harnwege oder Nieren hindeuten

Eine häufig unbemerkte oder übergangene Blaseninfektion kann bis in die Nieren aufsteigen und dort eine Nierenbeckenentzündung verursachen. Dabei haben die Betroffenen meist Unterbauchschmerzen, im Verlauf entwickeln sich zusätzlich Flankenschmerzen.

Ein wenig anders verhält es sich mit Nierensteinen. Diese verursachen meist keine Beschwerden, wenn jedoch ein Stein in den Harnleiter gelangt leiden die Betroffenen an sehr starken, kolikartigen Schmerzen welche aus den Flanken in den Unterleib ziehen. Diese Symptome sind oft mit Unruhe verbunden, da die Schmerzen meist so stark sind dass Liegen oder ruhiges Sitzen nicht möglich ist. Der Schmerz bessert sich oftmals durch stetiges herumlaufen.

Eine Entzündung der Prostata beim Mann kann auch Unterleibsschmerzen verursachen, diese treten in diesem Zusammenhang jedoch hauptsächlich beim Stuhlgang auf.

Ursachen im Bereich des Darmes:

Hierzu zählen vor allem Entzündungen des Darmes.

Während bei Kindern und Jugendlichen die Blinddarmentzündung mit den typischen rechtsseitigen Unterbauchschmerzen im Vordergrund steht sind es bei älteren Menschen Entzündungen im Bereich des Dickdarmes, die sog. Diverticulitis. Dabei kommt es zu Ausstülpungen von Darmschleimhaut durch Lücken der Darmmuskulatur. Diese sackähnlichen Divertikel können sich im Laufe der Zeit immer mal wieder entzünden was zu meist linksseitigen Unterleibsschmerzen führt. Im Rahmen dessen ist es möglich dass Abszesse oder auch Löcher im Darm entstehen. Dies stellt einen absoluten Notfall dar weil es zu einer lebensbedrohlichen Entzündung der gesamten Bauchhöhle kommen kann.

Auch können Durchfälle und chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa zu Schmerzen im Unterleib führen.

Eine weitere häüfige Ursache von Beschwerden im Bereich des Unterbauches sind Leistenbrüche, welche vermehrt bei Männern vorkommen. Dabei schiebt sich insbesondere beim Pressen und schweren Heben ein Bruchsack, welcher meist mit Darm gefüllt ist, zwischen eine Muskellücke im Bereich der Bauchmuskulatur und verursacht somit Schmerzen. Im schlimmsten Fall klemmt dieser Bruchsack in der Muskellücke ein und lässt sich nicht mehr zurück schieben, was einen Notfall darstellt.

Eine Verstopfung mit sehr festem Stuhl verursacht ebenfalls Schmerzen im Bereich des Unterleibes.

Auch Tumore im Bereich des Darmes können, wenn sie bereits auf umliegende Strukturen drücken Unterleibsbeschwerden verursachen.

Diagnostik bei Unterleibsschmerzen:

Da Unterleibsschmerzen vielfältige Ursachen haben, ist eine sorgfältige Anamnese seitens des Arztes sehr wichtig. In vielen Fällen kann durch eine gute Anamnese und Untersuchung des Patienten die Diagnose bereits ohne aufwändige apparative Diagnostik gestellt werden.

Die Anamnese:
Behandlung Anamnese Unterleibsschmerzen

Die Anamnese ist der erste Schritt zur Diagnose von Unterleibsschmerzen

Im Anamnesegespräch werden möglichst alle Symptome des Patienten vollständig erhoben. Neben Schmerzcharakter, Lokalisation, Ausstrahlung und Dauer ist es auch wichtig zu erfahren ob der Schmerz sich verändert und was der Auslöser war.

Auch ist es immer hilfreich die Stärke des Schmerzes auf einer Skala zu erfassen um später Vergleichswerte zu haben.
Im weiteren Anamnesegespräch werden die Vorerkrankungen des Patienten, Medikamente, Allergien sowie weitere Symptome wie Urin– oder Stuhlunregelmässigkeiten, Appetitminderung usw. abgefragt.

Meist ergibt sich im Rahmen dieses Gespräches schon eine Verdachtsdiagnose, welche durch weitere Untersuchungen bestätigt werden sollte.

Körperliche Untersuchung:

Neben der allgemeinen Untersuchung wird hier v.a. Der Fokus auf die Untersuchung des Bauches gelegt um den Schmerz genau zu lokalisieren und eventuelle sicht- und tastbare Veränderungen zu erfassen. Auch kann bei entsprechendem Verdacht eine gynäkologische, urologische oder rektale Inspektion notwendig werden.

Labordiagnostik:

Besonders bei Verdacht auf ein entzündliches Geschehen und auch als Vorbereitung auf eine eventuelle Operation ist das Labor sehr aussagekräftig. Es werden ein Basislabor mit Blutbild, Gerinnung, Nieren- und Leberwerte, Blutsalze sowie die Entzüdungsparameter bestimmt.

Ultraschall:

Dies ist eine schnell verfügbare, kostengünstige und aussagekräftig Methode zur Untersuchung des Unterbauches. Sie kann von vielen Ärzten direkt durchgeführt werden.

Weitere apparative Diagnostik je nach Befund:

Bestehen weiter Unklarheiten bei der Diagnosestellung kann sich eine apparative Diagnostik anschließen. Dazu gehören die etwas aufwendigere Computertomografie, bei welcher der Patient einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt ist. Wenn der Verdacht auf eine Ursache im Bereich des Darms besteht sollte nach entsprechender Vorbereitung eine Darmspiegelung durchgeführt werden.
Falls die Diagnose weiterhin noch unklar ist folgen weitere, aufwendige und oft kostspielige Spezialuntersuchungen.

Statistik, Diagnosedaten und Häufigkeit

Das Vorkommen der verschiedenen ursächlichen Erkrankungen bei Unterleibsschmerzen sieht wie folgt aus:

  • Prämenstruelles Syndrom: Ca. 25-50% aller Frauen im gebärfähigen Alter sind betroffen.

    Eileiterschwangerschaft Unterleibsschmerzen

    Manchmal steckt eine Eileiterentzündung oder Eileiterschwangerschaft hinter den Schmerzen

  • Eileiterentzündung: Ca. 1% der Frauen im Alter zwischen 14 und 40 Jahren sind mindesten einmal im Leben von einer Eileiterentzündung betroffen. Häufigste Erreger sind Gonokokken und Chlamydien.
  • Endometriose: Bei ca. 2-10% aller Frauen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren treten Endometrioseherde auf.
  • Harnwegsinfektionen: Nahezu jede Frau ist mindestens einmal im Leben von einer Harnwegsinfektion betroffen.
  • Nierensteine: ca. 5% der deutschen Bevölkerung leiden an Nierensteinen, dabei liegt der Altersgipfel zwischen 30 und 60 Jahren. Männer sind häufiger betroffen.
  • Blinddarmentzündung: 100/100.000 Einwohnern in Deutschland erkranken jedes Jahr an einer Blinddarmentzündung. Der Altersgipfel liegt zwischen 10 und 30 Jahren. Das Lebenszeitrisiko liegt bei 8%.
  • Divertikelkrankheit: Ca. 50% der Betroffenen sind über 70 Jahre alt, die Häufigkeit steigt mit zunehmenden Alter.
  • Chronisch entzündliche Darmerkrankungen: 4-7/100.000 Einwohnern leiden an einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung, das Alter bei Diagnosestellung liegt bei 15 – 35 Jahren.
  • Darmtumore: Darmtumore stellen in Deutschland mit 60.000 Neuerkrankungen pro Jahr die zweithäufigste Krebstodesursache dar. Nach dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko an einem Darmtumor zu erkranken.
  • Verstopfungen: Ca. 5–15 % der Einwohner in Deutschland sind von Verstopfungen betroffen. Sie sind in jedem Alter möglich, treten aber vermehrt bei über 65-Jährigen auf. Frauen sind häufiger betroffen.

Komplikationen beim Symptom

Je nach Ursache können Unterleibsschmerzen zu diversen Komplikationen führen. Am häufigsten kann es dabei bei folgenden Erkrankungen zu Problemen kommen:

Eileiterentzündung:

Hier kann es bei unzureichender Therapie zur Verklebeung der Eileiter kommen, was eine Sterilität und die Neigung zu Bauchhöhlenschwangerschaften zur Folge hat. Außerdem ist es möglich dass sich die Entzündung in die Bauchhöhle ausbreitet, welche sich durch eine starke Zunahme des Unterleibsschmerzes bemerkbar macht und eine Notfalloperation nach sich ziehen kann.

Eierstockzysten:

Diese können sich um die eigene Achse verdrehen und damit die Blutversorgung des Eierstocks unterbinden. Auch dies stellt eine notfallmäßige Operationsindikation dar.

Endometriose:

Je nach Lokalisation des Gewebes kann am Eierstock der Eisprung behindert werden und somit die Fruchtbarkeit Abnehmen. Ausserdem führen narbige Verwachsungen des Gewebes in der Nähe des Harnleiters zum Harnaufstau bzw. in der Nähe des Darmes zu Verstopfungen oder sogar Darmverschlüssen. Sehr selten kann aus den Endometrioseherden ein bösartiger Tumor entstehen.

Harnwegsinfektionen:

Bei Verschleppung der Therapie können Nachbarorgane wie Nierenbecken, Prostata und Nebenhoden von der Infektion mitbetroffen sein.

Niere

Der Querschnitt einer Niere

Nierenbeckenentzündung:

Es kann zu sich chronisch wiederholenden Entzündungen des Nierenbeckens und der Niere kommen. Dabei besteht die Gefahr der Entwicklung einer Schrumpfniere oder chronischen Nierenfunktionseinschränkung.

Nierensteine:

Diese können einen Harnaufstau mit oder ohne Entzündung auslösen. Außerdem bereitet ein Steinabgang durch den Harnleiter sehr schmerzhafte Nierenkoliken.

Prostataentzündung:

Es kann zu Abszessen kommen welche eine operative Entfernung nötig machen.

Blinddarmentzündung:

Bei Nichtbehandlung kommt es zum Durchbruch der Entzündung mit einer Infektion der Bauchhöhle. Auch eine Abszessbildung ist möglich.

Divertikelkrankheit:

Es kann zu Entzündungen der Ausstülpungen kommen welche platzen und eine Entzündung der Bauchhöhle verursachen können. Auch Blutungen des Darmes können auftreten. Beides stellen Operationsindikationen dar.

Leistenbruch:

Hier besteht die Gefahr der Einklemmung des Brucksacks in der Lücke zwischen der Muskulatur. Auch hier sollte sofort operiert werden.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen:

Durch die chronische Entzündung können sich Abszesse, Fisteln und Verengungen des Darms bilden. Auch kann es zu Blutungen des Darms kommen. Das Risiko an einem Darmtumor zu erkranken ist erhöht.

Darmtumore:

Bei früher Diagnose ist die Prognose gut. Generell besteht, je später die Diagnose gestellt wird, die Gefahr einer Metastasierung des Tumors mit letztendlich tötlichen Ausgang.

Verstopfungen:

Diese können sich in eine chronische Form umwandeln insbesondere im Rahmen unausgewogenen Ernährung.

Behandlung & Therapie bei Unterleibsschmerzen

Die Behandlung von Unterleibsschmerzen kann je nach Ursache sehr unterschiedliche ausfallen. Während Zyklus-Beschwerden beispielsweise meist durch einfache Hausmittel gelindert werden können, ist bei einer Harnwegsinfektion eine Therapie mittels Antibiotika typisch.

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht zu den häufigsten Grunderkrankungen bei Unterleibsschmerzen sowie dessen gängige Therapien. Genaue Informationen zu den jeweiligen Behandlungsmethoden finden Sie im entsprechenden Krankheits-Ratgeber.

Prämenstruelles Syndrom:

Hier ist es sinnvoll individuelle symptomauslösende Substanzen wie z.B. Alkohol, Koffein oder Nikotin zu meiden. Es kann hilfreich sein den weiblichen Zyklus durch orale Kontrazeptiva (Pille) zu regulieren. Ausserdem können Schmerzmedikamente und Antidepressiva die Therapie vervollständigen.

Eileiterentzündung:

Diese sollte immer mit Antobiotika und Schmerzmedikamenten behandelt werden. Ggf. ist eine stationäre Aufnahme notwendig.

Eierstockzysten:

In der Regel ist keine Therapie notwendig. Im Falle des Platzens einer Zyste kann eine Medikamentöse Schmerztherapie notwendig werden. Falls es zu einer Drehung der Zyste mit Abschnürung der Blutversorgung des Eierstocks kommt muss dies operiert werden.

Endometriose:

Symptomatisch werden Schmerzmittel gegeben. Zur Regulation des Zyklus können Kontrazeptiva eingenommen werden. Bei Fortbestehen der Beschwerden ist auch eine Antiöstrogentherapie zu erwägen. Des Weiteren besteht auch die Option im Rahmen einer Spiegelung der Bauchhöhle die Endometrioseherde zu beseitigen.

Harnwegsinfektionen:

Diese werden heutzutage nur noch mit Antibiotika behandelt wenn sie Beschwerden, wie z.B. Unterleibsschmerzen, schmerzen beim Wasserlassen oder Fieber verursachen.

Nierenbeckenentzündung:
Unterleibsschmerzen

Je nach Geschlecht können andere Organe betroffen sein

Auch hier ist in Anbetracht der schwerwiegenden Komplikationen eine Antibiotikatherapie unumgänglich.

Nierensteine:

Solange diese keine Beschwerden machen ist keine Therapie notwendig. Falls es jedoch zu einem Harnaufstau kommt ist es notwendig die Steine zu entfernen und den Harnleiter zu schienen.

Prostataentzündung:

Hier ist ebenfalls eine Antibiotikatherapie notwendig sowie die Gabe von Schmerzmitteln.

Blinddarmentzündung:

Dies ist immer eine Idikation zur Operation. Zusätzlich muss die bestehende Entzündung mit Antibiotika behandelt werden.

Divertikelkrankheit:

Erst bei Entzündung der Ausstülpungen wird eine Therapie mit Antibiotika notwendig. Sollte dies öfter vorkommen wird der betroffene Darmabschnitt operativ entfernt. Wenn die Ausstülpungen platzen wird eine sofortige Operation zur Vermeidung einer Bauchhöhlenentzündung notwendig.

Leistenbruch:

Dieser sollte auch immer operiert werden, da die Gefahr einer Einklemmung des Bruches besteht.

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen:

Hier steht die medikamentöse Therapie mit Cortison, Immunsupressiva und Antibiotika im Vordergrund. Beim Auftreten von Komplikationen muss operiert werden.

Darmtumore:

In der heutigen Zeit stehen je nach Tumorstadium verschiedene Therapieoptionen zur Verfügung welche nach einer interdisziplinären Tumorkonferenz individuell auf den Patienten abgestimmt werden. Meist wird der Betroffene mit einer Kombination aus Operation und Chemo-Immuntherapie, ggf. einer Bestrahlung behandelt.

Verstopfungen:

Hier stehen verschiedene Formen von Abführmitteln und Medikamente zum Weichhalten des Stuhls zur Verfügung.

Vorbeugung und Prävention

Je nach auslösender Erkrankung kann die Vorbeugung unterschiedlich sein. Liegt die Ursache im Bereich des Darms ist es wichtig auf eine abwechslungsreiche und ballaststoffreiche Ernährung und viel Bewegung zu achten.

Auch die von den Krankenkassen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen sollten genutzt werden um Darmtumore frühzeitig zu erkennen und erfolgreich behandeln zu können.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr vermeidet nicht nur Verstopfungen sondern auch Harnwegsinfektionen. Entzündungen im weiblichen Genitaltrakt kann durch eine ordentliche Hygiene sowie entsprechenden Verhütungsmaßnahmen bei wechselnden Sexualpartnern vorgebeugt werden.

Hausmittel und Alternativmedizin

Abhängig von der Ursache können oftmals auch diverse Hausmittel gegen Unterleibsschmerzen helfen. Dies ist unter anderem etwa bei Zyklusbeschwerden der Fall. Da aber auch ernste Ursachen hinter dem Symptom stecken können, ist es empfehlenswert zuerst einen Arzt zu konsultieren.

Im Ratgeber Hausmittel gegen Unterleibsschmerzen finden Sie unter anderem Informationen über bewährte Hausmittel, schnelle Hilfe oder aber Naturheilverfahren wie Schüssler-Salze, Homöopathie und Aromatherapie.

Weitere, verwandte Ratgeber sind:

FAQ – Häufige Fragen und Antworten

Unterleibsschmerzen – Schwanger? Woran erkenne ich es?

Frauen, die plötzlich an ungewöhnlichen Unterleibsschmerzen leiden, machen sich oft Gedanken darüber, ob sie nun schwanger sind. Dies ist auch nachvollziehbar, da es einige Frauen gibt, die während der Frühschwangerschaft an einem Ziehen im Unterleib leiden. Allerdings kann das Symptom auch aufgrund anderer Ursachen auftreten, wie etwa dem Eisprung oder der Menstruation. Unterleibsschmerzen sind also kein sicheres Anzeichen für eine Schwangerschaft.

Weitere Anzeichen für eine Schwangerschaft sind:

  • Das Ausbleiben der Monatsblutung
  • Veränderungen oder Missempfindungen der Brüste
  • Übelkeit (vor allem morgens)
  • Müdigkeit
  • Häufiges Wasserlassen
  • Stimmungsschwankungen
  • Heißhunger
  • Ungewohnter Appetit oder Ekel auf bzw. vor bestimmten Lebensmitteln
Unterleibsschmerzen beim Mann – Was kann dahinter stecken?

Unterleibsschmerzen sind ein typisches Frauenleiden, doch auch Männer können davon betroffen sein. Beim Mann können Unterleibsschmerzen auf Probleme im Darm, den harnableitenden Organen, der Hoden oder Prostata hindeuten.

Die Unterleibsschmerzen beim Mann können akut oder chronisch sein und diverse Begleitsymptome wie Fieber, Erbrechen oder Stuhlunregelmäßigkeiten mit sich bringen. Auch der Schmerzcharakter sowie der genaue Ort der Schmerzen kann variieren. So können Unterleibsschmerzen beim Mann etwa krampfartig, scharf, dumpf oder kolikartig ausfallen.

Mögliche Ursachen für Unterleibsschmerzen beim Mann sind unter anderem:

Unterleibsschmerzen rechts, Frau oder Mann – Was steckt dahinter?

Unterleibsschmerzen rechts können je nach Geschlecht auf andere Ursachen hindeuten. Bei Frauen kann die Ursache für Unterleibsschmerzen auf der rechten Seite unter anderem in folgenden Erkrankungen gefunden werden:

Unterleibsschmerzen rechts, Frau:

  • Eierstockzyste
  • Eileiterschwangerschaft
  • Endometriose
  • Keloidbildung (z. B. aufgrund früherer Entzündungen oder Operationen)

Darüber hinaus können Unterleibsschmerzen rechts bei beiden Geschlechtern Störungen und Erkrankungen des Darms, Magens, der Galle, Harnwege, Leiste oder Lende betreffen.

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