Kehlkopfentzündung

Steckbrief: Kehlkopfentzündung

  • Name(n): Kehlkopfentzündung; Laryngitis
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Abhängig von der jeweiligen Grunderkrankung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Pneumologe; Kinderarzt; HNO-Arzt
  • ICD-10 Code(s): j04.0; j04.2; j05.0; j06.0; j37.0; j37.1

Kehlkopfentzündung
KehlkopfentzŸndung
Die Kehlkopfentzündung wird in der Medizin auch als Laryngitis bezeichnet. Es handelt sich dabei um ein Symptom verschiedener Erkrankungen, dass sich in einer Beeinträchtigung des Rachenraumes bis hin zum Kehlkopf manifestiert. In schweren Fällen kann sogar der gesamte Sprachapparat von einer Entzündung betroffen sein. Als ausschlaggebende Primärfaktoren gelten hierfür unter anderem Allergien, Sarkoidose, Pseudokrupp, Tuberkulose und etliche weitere Krankheiten, die einen generell negativen Effekt auf die Atmungsorgane vorweisen. Auslöser können jedoch ebenso Rauchen oder übermäßige Beanspruchung sein. Die spezifische Ätiologie entscheidet in den meisten Fällen darüber, ob eine Laryngitis lediglich akut auftritt oder sich zu einem chronischen Leiden entwickelt. Letzteres tritt allerdings wesentlich seltener auf.

Bei einer Kehlkopfentzündung, die im Fachjargon auch als „Laryngitis“ bezeichnet wird, handelt es sich, wie der deutsche Name dieses Leidens bereits verrät, um eine Erkrankung des Kehlkopfes, sprich um eine Entzündung im Bereich des Halses. Zumeist wird diese durch Viren ausgelöst, aber auch diverse andere Erreger können als Verursacher in Frage kommen.

Die im Rahmen dieses Leidens entstehenden Symptome sind oftmals sehr schmerzhaft und unangenehm, aber glücklicherweise nicht allzu tragisch. Man sollte dennoch damit rechnen, dass man für die Dauer der Erkrankung mit Heiserkeit und Schluckbeschwerden rechnen muss.

Darüber hinaus ist die Krankheit mithilfe der modernen Schulmedizin sowie der Verwendung bewährter und probater Hausmittel sehr gut im Zaum zu halten und zu heilen. Nur sehr selten kommt es zu schwerwiegenden Komplikationen und oder Folgeschäden. Dennoch sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass ein Chronischwerden dieser Erkrankung eine permanente Belastung für den Betroffenen darstellen kann, die die Lebensqualität mitunter stark einschränkt.

Definition Kehlkopfentzündung?

Als Kehlkopfentzündung oder Laryngitis werden alle entzündlichen Prozesse bezeichnet, die das Gewebe des Kehlkopfes selbst, der Stimmlippen und des umliegenden Rachenraumes betreffen. Die Ursachen für eine Entzündung sind dabei sehr variabel. Oftmals ist die Kehlkopfentzündung selbst ein Symptom anderer Erkrankungen.

Bemerkbar macht sich eine Entzündung des Kehlkopfes vor allem durch Heiserkeit, das Gefühl der Trockenheit im Rachenraum, Schluckbeschwerden und ganz besonders durch eine Beeinträchtigung der Stimme.

Grob unterteilen lassen sich die verschiedenen Arten der Kehlkopfentzündung in die akute und die chronische Verlaufsform. Als akut bezeichnet man sie in der Regel dann, wenn die spezifischen Krankheitssymptome nicht länger als drei Wochen bemerkbar sind. Hingegen gilt sie als chronisch, wenn dieser Zeitraum deutlich überschritten wird, beziehungsweise die Symptome immer wieder auftreten.

Die Ursachen einer Laryngitis sind sehr vielfältig und reichen von viralen Infektionen bis hin zu mechanischer Reizung des Rachenraumes durch beispielsweise einen häufigen Reflux oder permanente Beanspruchung der entsprechenden Körperregion. Aus diesem Grund können keinen allgemeinen Aussagen bezüglich der Therapie und des Behandlungserfolges bei dieser Erkrankung gegeben werden. Da es sich jedoch um ein recht häufig auftretendes Problem handelt, von dem überwiegend Männer betroffen sind, schadet es nicht, generell der Kehlkopfregion mehr Aufmerksamkeit zu schenken und diese durch einen gesunden Lebensstil mehr zu schonen.

Wenn der Hals kratzt und schmerzt, ist das sehr unangenehm und störend. Oft handelt es sich um eine Kehlkopfentzündung, die aufgrund einer Virusinfektion entsteht.

Der Kehlkopf ist täglich im Einsatz, da er wichtig für das Sprechen und die Lautbildung ist. Dementsprechend wird er strapaziert und ist so anfällig für das Eindringen von Viren. Besonders im Herbst und Winter bei kühlem, nassem Wetter, wenn Erkältungen und Grippeviren Hochkonjunktur haben, bekommen viele Menschen eine Kehlkopfentzündung.

Üblicherweise ist eine Laryngitis, so der medizinische Fachausdruck, innerhalb weniger Tage folgenlos überstanden. Nur in schweren Ausnahmefällen kann es durch ein Anschwellen des Kehlkopfs zu Atemnot kommen.

Üblicherweise schmerzen bei einer Kehlkopfentzündung die Stimmbänder, die entzündet und angeschwollen sind.

Kehlkopfentzündungen können sowohl akut als auch chronisch auftreten. In jedem Fall kann man die Ursachen dieser Erkrankung meist nicht behandeln, sondern nur die Symptome lindern. Glücklicherweise zählt Laryngitis zu den „harmloseren“ Erkrankungen, die in den allermeisten Fällen keinerlei Folgeschäden haben und sich gut behandeln lassen. Manche Kehlkopfentzündung wird chronisch aufgrund organischer Probleme wie dem Rückfluss von Magensäure in den Rachen und die Speiseröhre, wodurch der Rachenraum konstant gereizt wird. Diese Entzündung nennt man refluxbedingte Laryngitis.

Bei Kindern äußert sich eine Kehlkopfentzündung oft als bellender Husten, dem sogenannten Pseudo-Krupp. Da Kinder durch Hustenanfälle schnell panisch reagieren, kann es bei ihnen zu Atemnot kommen. In diesem Fall sollte man sie beruhigen und sie an die frische Luft bringen, wo sie sich normalerweise schnell erholen.

Eine Laryngitis äußert sich in diversen Symptomen, die sich gut behandeln lassen. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Kehldeckelentzündung kommen, die wesentlich gravierender ist als eine Laryngitis.


Was ist Kehlkopfentzündung?

Bei der Kehlkopfentzündung, oder Laryngitis, handelt es sich um eine entzündliche Erkrankung des Sprachapparates. Besonders betroffen ist hierbei, wie bereits in der Bezeichnung der Krankheit deutlich wird, der Kehlkopf. Bemerkbar wird dies vor allem durch Einschränkungen beim Sprechen. So klingt die Stimme in der Regel heiser und belegt. Darüber hinaus können Schmerzen in der Vorderseite des Halses sowie Schwierigkeiten beim Schlucken auftreten. Nicht selten sind darüber hinaus Husten und Fieber Teil der Erkrankung.

In der Medizin wird die Kehlkopfentzündung in eine akute und eine chronische Verlaufsform unterteilt. Als chronisch gilt hierbei, wenn sich eine Entzündung länger als drei Wochen hält, beziehungsweise innerhalb einer kurzen Periode gestaffelt auftritt. Dies deutet im Wesentlichen auf das Vorliegen einer tiefer gehenden Erkrankung hin. Während die akute Laryngitis oft auf eine Virusinfektion zurückzuführen ist, stellt die chronische Verlaufsform nicht selten das Symptom einer Tuberkulose, rheumatischen Arthritis oder Sakoidose dar. Ausschlaggebend kann jedoch auch eine permanente Reizung durch Allergien, Rauchen oder übermäßige Beanspruchung des Stimmapparates sein.

Obgleich die Kehlkopfentzündung nicht zwangsläufig einschränkend oder besonders schmerzhaft sein muss, sollte sie unbedingt von einem Arzt näher untersucht und behandelt werden. Die mit ihr einhergehenden Symptome können nämlich auch auf einer schwerwiegendere Erkrankung wie beispielsweise Kehlkopfkrebs hinweisen. Als gängige Untersuchungsmethode gilt vor allem die sogenannte Laryngoskopie, bei welcher eine Art Spiegel endoskopisch in den Rachenraum eingeführt wird.

Die akute Form der Kehlkopfentzündung ist grundlegend leicht zu behandeln. Oftmals reicht hier sogar eine Schonung aus, um Besserung zu erreichen. Aber auch der Einsatz diverser Hausmittel ist hier zu empfehlen. Hingegen scheinen Antibiotika keine rechte Wirkung zu zeigen und werden aus diesem Grund nur in speziellen Fällen notwendig.

Anders gestaltet sich der Sachverhalt bei der chronischen Ausprägung der Laryngitis. Hier gilt eine Behandlung, ob der Vielfältigkeit zugrundeliegender Krankheiten, als sehr komplex und kann sich darüber hinaus über einen längeren Zeitraum erstrecken. Insgesamt gesehen tritt diese Form aber viel seltener auf, als die akute Variante. In den letzten Jahren ließ sich sogar ein signifikanter Rückgang der Fallzahlen beobachten.

Welche Ursachen gibt es?

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Ursachen einer Kehlkopfentzündung sehr vielfältig sein können. In erster Linie lässt sich jedoch eine Einteilung in infektiöse und nichtinfektiöse Auslöser vornehmen.

Infektiöse Ursachen
Eine akute Kehlkopfentzündung wird in der überwiegenden Mehrheit der Fälle durch eine Virusinfektion verursacht. Ausschlaggebend können hierfür verschiedene Viren sein. So kommen beispielsweise das Influenzavirus, das Rhinovirus oder das Humane Adenovirus in Betracht. Einige Menschen, bei denen eine Immunschwäche vorliegt, entwickeln die Entzündung des Kehlkopfes auch ob einer hiv- oder Herpesinfektion. Die jeweilige Infektion ist hernach auch für die spezifische Ausprägung der Symptome verantwortlich.

Zuweil lassen sich auch diverse Bakterien als Auslöser einer Laryngitis finden. Überwiegend treten sie gepaart mit einer zusätzlichen viralen Infektion auf, da sie entweder ob des geschwächten Immunsystems leichteren Zugang haben oder selbst einen Nährboden für Viren bereiten. Besonders gehäuft zeichnen sich bei einer Kehlkopfentzündung Strepptokokken, Mycobacterium tuberculosis, Corynebacterium diphtheriae, Bacillus anthracis oder Bordetella Pertussis verantwortlich.ordetella pertussis
Darüber hinaus können noch viele weitere Bakterienarten eine Laryngitis beeinflussen oder verursachen. In Entwicklungsländern konnte beispielsweise ein direkter Zusammenhang zwischen der Infektion mit Syphilis und der Entstehung einer Kehlkopfentzündung beobachtet werden. Eine solche Kombination ist in westlichen Ländern nur theoretisch möglich.

Letztlich kann auch eine Ansteckung mit Pilzen zur Kehlkopfentzündung führen. So treten schätzungsweise 12 % der Fälle in Kombination mit Histoplasmen, Candida oder Blastomyces auf. Besonders betroffen sind hiervon immungeschwächte Personen, die sich vergleichsweise leicht Pilzen infizieren.

Insgesamt betrachtet führen Infektionen, gleich, ob mit Viren, Bakterien oder Pilzen, zu einer akuten Ausprägung der Kehlkopfinfektion. Je nachdem welche Krankheit ausschlaggebend ist, gestaltet sich diese dann in Bezug auf ihre Symptomatik und Heftigkeit. Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass eine Ausheilung der Erkrankung relativ problemlos erfolgt und zumeist mit Hausmitteln realisierbar ist. Dauerhafte Schäden sind hernach ebenfalls nicht zu erwarten.

Nichtinfektiöse Ursachen

Die häufigste nichtinfektiöse Ursache für eine Kehlkopfentzündung stellt das Trauma dar. Dieses kann unter anderem durch lautes Schreien oder Singen hervorgerufen werden. Geschieht dies, ist es möglich, dass die Stimmbänder sowie die Glottis verletzt werden und sich entzünden. Hierbei entstehen oft gravierende Veränderungen am Gewebe, die zur Falten- und Knötchenbildung beitragen und die Stimme dauerhaft verändern können. Ähnliches gilt auch für eine generelle Überbeanspruchung der Stimmbänder durch beispielsweise lautes andauerndes Sprechen aber auch permanentes Flüstern. Es ist jedoch davon auszugehen, dass auch ein Trauma keine chronische Laryngitis hervorruft, da trotz der Gewebeveränderungen in der Regel mit einer raschen Heilung der Entzündung bei entsprechender Behandlung zu rechnen ist.

Anders gestaltet sich der Sachverhalt bei Allergien. Sie bewirken oftmals einen chronischen Verlauf der Kehlkopfoperation. Durch die dauerhafte oder wiederholte Aufnahme von Allergenen wie beispielsweise Pollen oder Hausstaub wird der Atemapparat stetig gereizt und Entzündungen können nur sehr schwer abheilen. Eine Schonung ist in diesen Fällen nur schwerlich möglich. Aus diesem Grund sind gehäuft Asthmapatienten auch von einer Laryngitis betroffen.

Eine Reizung der Stimmlippen kann auch durch Verätzungen mit Magensäure bei häufig auftretendem Sodbrennen entstehen. Einige Mediziner halten ihn gar für die häufigste Ursache einer chronischen Kehlkopfentzündung. Allerdings liegen hierzu noch keine verifizierten Forschungsergebnisse vor. Es ist jedoch bekannt, dass Menschen mit gastro-ösophagalen Reflux deutlich häufiger an dieser Erkrankung leiden, als andere Personen. Hierzu gehören beispielsweise Patienten, die eine Bulimie entwickelt haben.

Nicht zuletzt zeichnen sich noch eine Reihe von Autoimmunerkrankungen für eine Kehlkopfentzündung verantwortlich. Überwiegend betrifft dies die reumathische Arthritis. Ursächlich kann jedoch zum Beispiel auch eine Sarkoidose sein.

Es zeigt sich hernach, dass vor allem nichtinfektiöse Ursachen eine chronische Laryngitis bewirken. Wesentlich häufiger tritt jedoch die akute Verlaufsform ein, die oftmals durch eine Infektion aber auch durch Traumata hervorgerufen werden. In diesem Sinne tritt die Kehlkopfentzündung also in erster Linie als Symptom denn als eigenständige Erkrankung auf.

Im Folgenden finden sich noch einmal die wesentlichen Ursachen einer Laryngitis im Überblick:

  • Virusinfektion
  • bakterielle Infektion
  • Pilzinfektion
  • Trauma
  • Allergien
  • Sodbrennen
  • Autoimmunerkrankungen

Die häufigste Ursache einer Entzündung des Kehlkopfes sind Viren, die bei Erkältung und Grippe auftreten. Sie werden durch eine Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen, übertragen. Meist befallen die Viren zunächst die oberen Atemwege, bevor sie zum Kehlkopf wandern.

Bakterien sind eher selten Auslöser einer Laryngitis. Begünstigt wird eine Kehlkopfentzündung, wenn dieser schon geschädigt ist. Durch ständige starke Beanspruchung der Stimmlippen und -bänder und auch durch kurzfristige Anstrengungen wie Schreien oder sehr langes Sprechen kann eine Entzündung entstehen. Manche Menschen belasten ihre Stimmbänder zu einseitig oder falsch, was Kehlkopfentzündungen fördert. Vor allem Sänger, Schauspieler und Menschen, die z.B. oft Reden und Vorträge halten, haben häufiger mit Problemen wie Heiserkeit und Kehlkopfentzündungen zu kämpfen.

Auch der Aufenthalt in schlechter Luft, z.B. in stark verrauchten Räumen oder der Kontakt mit Reizgasen kann eine Laryngitis auslösen.

Rauchen schädigt den Rachenraum und den Kehlkopf ebenfalls nachhaltig und kann zu einer chronischen Entzündung führen. Die Stimmbänder und -lippen und der Kehlkopf werden dauerhaft gereizt, es kann zu chronischer Heiserkeit und Hustenreizen kommen. Wer beruflich ständig Schadstoffen ausgesetzt ist, hat ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Kehlkopfentzündung.

Eine Kehldeckelentzündung wird anders als die Laryngitis durch Bakterien ausgelöst. Erwachsene können sich durch Streptokokken, Staphylokokken oder Pneumokokken infizieren. Bei Kindern entsteht eine Entzündung des Kehldeckels meist durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion.
Hierzu noch einmal ein Kurzübersicht der etwaigen Ursachen:

  • Einatmen von irritierenden Stoffen wie Chemikalien, Allergenen oder Rauch
  • Häufiges Sodbrennen
  • (Chronische) Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Übermäßiger Konsum von Alkoholika
  • Gewohnheitsmäßige Überbeanspruchung der Stimme (Besonders häufig bei Schauspielern, Sängern oder Lehrern)
  • Rauchen von Tabakwaren
  • Infektionen mit Bakterien, Viren oder Sporen
  • Infektionen mit bestimmten Parasiten
  • Krebs (zunächst egal wo)
  • Lähmung der Stimmbänder (kann vielerlei Ursachen haben, zumeist aber Schlaganfälle oder Lungenkrebs)
  • Altersbedingte Verformungen der Stimmbänder

Wie man sehen kann, können dem vorliegenden Übel vielerlei Ursachen zugrunde liegen. Darum sollte jeder Mensch dazu aufgerufen sein, seinen Kopf zu benutzen und sich so gut als irgend möglich, vor einer solchen Infektion zu schützen. Sicherlich handelt es sich bei der Laryngitis nicht um ein primär im Tode des Betroffenen endendes Leiden, dennoch kann die Krankheit sehr unangenehm sein und im Zweifel dazu führen, dass der Erkrankte seine Stimme temporär oder sogar dauerhaft verliert.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome einer Laryngitis können je nach Fall und Ursache sehr unterschiedlich ausfallen. Mitunter zeichnen sie sich so milde, dass Betroffene sie kaum wahrnehmen und die Kehlkopfentzündung mit einer vorübergehenden Heiserkeit verwechseln. Jedoch auch schwere Verlaufsformen mit großen Schmerzen und einer massiven Einschränkung des Atemapparates sind möglich.

Insgesamt gehört ein Gefühl der Trockenheit zu den häufigsten Symptomen. Diese wird in Mund- und Rachenraum wahrgenommen und geht häufig mit leichten Halsschmerzen einher. Nicht selten führt dies auch zu einem stärkeren Husten, obgleich dieser auch Auslöser einer Kehlkopfentzündung sein kann.

Eine permanente Trockenheit des Rachenraumes bewirkt nicht selten auch eine eklatante Erhöhung der Speichelproduktion, die jedoch keinesfalls zu einer ausreichenden Durchfeuchtung der trockenen Schleimhäute beiträgt. Einige Menschen reagieren hierauf mit Schmerzen in den Speicheldrüsen.

Als prolbematisch gestaltet sich darüber hinaus die Aufnahme von Nahrung, denn oftmals zeigt sich die Laryngitis durch anhaltende Schluckbeschwerden (Dysphagie). Auch diese können in Folge einer Schleimhauttrockenheit auftreten. Beobachten lässt sich dann, dass selbst das Schlucken von Speichel Schwierigkeiten bereitet und sogar Schmerzen auslösen kann. Einige Betroffene beklagen dann das Gefühl einen “Klos oder Klumpen im Hals” zu haben (Globus pharyngeus). Das kann wiederum zu einem häufigen Räuspern oder Hüsteln führen, welches insgesamt einen negativen Effekt auf die betroffenen Schleimhäute hat, da diese hierdurch noch mehr gereizt werden. Das Druckgefühl in der vorderen Halspartei nimmt hernach im Krankheitsverlauf eher zu.

In gravierenderen Fällen lässt sich die Kehlkopfentzündung auch äußerlich durch eine Schwellung des Halses erkennen. Dabei kann zum einen der Bereich rund um den Kehlkopf, aber auch das Lymphknotengewebe am Hals betroffen sein. Mitunter kommt es ebenso zu einer Schwellung anderer Lymphknoten im Gesicht, unter den Achseln und im Brustbereich. Dies geht zumeist mit Fieber und diversen grippeähnlichen Symptomen einher. Die Schwellung kann überdies die Muskeln im Hals stark beanspruchen und Myalgien (Muskelschmerzen) verursachen. Diese bilden gemeinsam mit der wahrgenommenen Trockenheit den Hauptgrund für die häufig festzustellende Minderung der Sprachqualität. Abgesehen davon, dass die Stimme von Betroffenen heiser klingt, können sich Änderungen bezüglich Tonhöhe und Stimmvolumen einstellen. Da eine Laryngitis die Stimmbänder durch Schwellung oder Versteifung beeinträchtigt, kann hernach die Stimme gänzlich vom Normalumfang abweichen. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle lässt sich dabei eine Erhöhung der Tonlage ausmachen.

Schlussendlich kann die Kehlkopfentzündung auch eine Kurzatmigkeit bewirken. Dieses Symptom betrifft vermehrt Kleinkinder, zeigt sich allerdings nur sehr selten bei Erwachsenen Menschen. Sie deutet dann vor allem auf das Vorliegen beispielsweise einer Sarkoidose hin und stellt aus diesem Grund ein wichtiges Merkmal bei der Diagnose dar.

Es zeigt sich also deutlich, dass ein breites Spektrum an Beeinträchtigungen der oberen Atemwege in Folge einer Laryngitis auftreten können. Zumeist sind diese nicht sehr deutlich ausgeprägt und verschwinden recht schnell mit Schonung des Sprechapparates. Als Hauptmerkmal einer Kehlkopfentzündung kann die heisere, belegte Stimme des Betroffenen gewertet werden, obgleich auch dieses Primärsymptom verschieden stark ausgeprägt sein kann.

Im Folgenden sind die häufigsten Symptome noch einmal im Überblick dargestellt:

  • Trockenheit der Schleimhäute
  • Husten
  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • grippeähnliche Symptome (Fieber, Abgeschlagenheit etc.)
  • Schwellungen
  • Schwellung der Lymphknoten
  • Veränderungen der Stimme (Heiserkeit, Änderung der Tonlage etc.)
  • Kurzatmigkeit

Typische Anzeichen für eine akute Laryngitis sind ein rauer, kratzender Hals und eine heisere Stimme. Die Schleimhaut des Kehlkopfes schwillt an, wodurch die Stimmlippen weniger Platz haben. Dadurch sind sie weniger beweglich, Heiserkeit entsteht. Betroffene haben oft das Gefühl, einen Kloß im Hals zu haben und schlecht schlucken zu können. Starke Halsschmerzen treten auf, oft kommt Fieber dazu. Man fühlt sich wie bei einer Grippe schwach und erkältet. Auch ein trockener Hals und ständiger Hustenreiz sind Anzeichen für eine Entzündung des Kehlkopfes.

In seltenen Fällen können die Schleimhäute am Kehlkopf so anschwellen, dass Patienten unter starker Atemnot leiden. Dann sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Bei Kindern treten die typischen Symptome meist stärker auf, und sie leiden schneller an Atemnot, da ihr Kehlkopf noch kleiner ist und schneller anschwillt. Am sogenannten Pseudokrupp leiden meist Kinder zwischen 6 Monaten und 3 Jahren. Vor allem abends und in der Nacht husten sie bellend und trocken, was auch als „Seehundbellen“ bezeichnet wird. Die Stimme ist heiser, oft kommt es zu Atemnot. Bei schwerer Atemnot muss unbedingt ein Arzt gerufen werden. Anzeichen dafür sind blaue Lippen, bebende Nasenflügel und ein starkes Pfeifgeräusch beim Atmen.

Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung hält die Heiserkeit für mehrere Wochen an. Auch eine tiefere Stimmlage oder eine tonlose Stimme und ständiges Räuspern sind Symptome. Patienten haben oft den Eindruck, einen Fremdkörper im Hals zu haben. Dauernder Hustenreiz ist ebenfalls ein Anzeichen.

Die Symptome einer Kehldeckelentzündung sind eine Entzündung des Rachens, Atemnot und Schluckschmerzen. Meist treten hohes Fieber und starke Halsschmerzen auf. Das Atemgeräusch ist röchelnd, Patienten sitzen oft nach vorne gebeugt da. Heiserkeit und Husten sind nur selten zu beobachten. Bei starker Atemnot sollte unbedingt ein Arzt gerufen werden.

Wichtig ist: Jeder Patient, der länger als drei Wochen mit Heiserkeit kämpft, sollte einen Arzt aufsuchen, auch wenn sonst keine Beschwerden vorhanden sind. Heiserkeit kann auch ein Anzeichen für ernste Erkrankungen des Rachenraumes sein. Unter Umständen kann man seine Stimme verlieren, wenn man zu lange zögert, zum Arzt zu gehen.
Kurzübersicht über die etwaigen Symptome:

  • Halsschmerzen
  • Gerötete und geschwollene Tonsillen (Mandeln)
  • Schluckbeschwerden oder Unfähigkeit zu schlucken
  • Erhöhte Temperatur oder Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Kälteempfindungen oder Schüttelfrost
  • Allgemeines Unwohlsein
  • Weiße, eitrige oder mit Eiter gefüllte Bläschen im Rachenbereich
  • Geschwollene Lymphknoten
  • Schmerzen in den Ohren oder in den Schultern
  • Unfreiwilliger Verlust von Gewicht
  • Schmerzbedingte Schlafbeschwerden

Seltenere Symptome

  • Übelkeit
  • Schläfrigkeit
  • Schmerzen im Bereich des Magens oder des Abdomens
  • Erbrechen
  • Pelzig belegte Zunge
  • Halitosis (Mundgeruch)
  • Heiserkeit, Veränderungen in der Stimmlage
  • Trismus (Maulsperre, Kieferklemme)
  • Appetitlosigkeit
  • Angst davor zu ersticken (Hierbei handelt es sich aber eher um eine psychische Symptomatik)

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose einer Kehlkopfentzündung kann sich ob der Vielfalt an Symptomen, die zum Teil recht allgemein sind und auch in Verbindung zur anderen Erkrankungen des Atemapparats stehen, durchaus als kompliziert erweisen. Aus diesem Grund ist eine sehr genaue und detaillierte Anamnese ungemein wichtig. Ein Arzt wird beispielsweise genaue Angaben bezüglich der individuellen Krankheitsgeschichte und des Privatlebens einholen müssen. Wesentliche Indikatoren für die Entstehung einer Laryngitis sind beispielsweise eine Vorgeschichte als Raucher oder wiederkehrende Schluckbeschwerden in bestimmten Situationen. Eine vormalige Operation, bei der Beatmungsgeräte eingesetzt und ein Tubus in den Rachen eingeführt wurde sowie Strahlentherapien im Zuge einer Krebstherapie können ebenfalls zu einer Laryngitis führen und sollten dem Arzt folglich mitgeteilt werden. Darüber hinaus soll durch Erfragen des beruflichen Umfeldes ermittelt werden, ob ein Betroffener zu einer besonderen Risikogruppe gehört. Hierzu zählen alle Personen, die im Alltag viel und laut sprechen müssen. Lehrer, Berufssänger, Schauspieler oder Kundenberater sind beispielsweise häufiger betroffen.

Nach der Anamnese erfolgt in der Regel zunächst eine umfängliche körperliche Untersuchung, bei der etwa die Lymphknoten abgetastet werden und die allgemeine Verfassung der sichtbaren Atmungsorgane überprüft wird. Bemerkt ein Arzt hierbei vermehrt Indizien, welche auf eine Kehlkopfentzündung verweisen, wird er unverzüglich eines der bildgebenden Verfahren zur genaueren Abklärung empfehlen. Das spezielle Verfahren ist im wesentlichen davon abhängig, welche genaue Ausprägung der Kehlkopfentzündung vermutet wird. Zum Einsatz kommen unter anderem Laryngoskopie oder Stroboskopie. Hierdurch ist es einem Arzt möglich, Rötungen im Hals, den Gesundheitszustand des Laryngalgewebes oder Veränderungen an den Schleimhäuten und Stimmbändern zu erkennen.

In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, wenn zusätzlich Labortests durchgeführt werden. Gerade bei geschwollenen Lymphknoten und dem Verdacht es könne sich um eine Infektion handeln ist beispielsweise ein Bluttest durchaus üblich.

Im Anschluss an die Untersuchung und Tests wird abhängig von der Krankheitsursache eine Therapie entwickelt. Eine akute Kehlkopfentzündung wird dann innerhalb weniger Wochen ausgeheilt sein. Die Heilung kann dabei durch simple Hausmittel und Schonung unterstützt werden. Eine chronische Laryngitis benötigt hingegen eine komplexere Therapie. Sollte zum Beispiel eine spezielle Krankheit, etwa Sarkoidose, verantwortlich für das Entstehen einer Laryngitis sein, erfolgt in der Regel eine Überweisung zu einem Facharzt. Insgesamt stehen aber auch hier die Chancen für eine Heilung der Entzündung gut.

Die wohl am stärksten auf eine Kehlkopfentzündung hinweisende Symptomatik ist eine sehr starke Heiserkeit. Hierbei ist es von fall zu Fall sehr unterschiedlich, wie stark die Heiserkeit ausgeprägt ist. Manche Personen leiden lediglich unter sehr milden Formen dieses Symptoms und haben folglich mit nicht viel mehr als einer leicht kratzigen Stimme zu kämpfen, während andere Personen kaum noch oder gar nicht mehr dazu in der Lage sind, Töne zu erzeugen, geschweige denn zu sprechen.

Nicht immer aber muss Heiserkeit ein direkter Indikator für das vorliegende Leiden sein. Bisweilen ist es möglich, dass eine Person an einer natürlichen Heiserkeit leidet. Bestimmte Personengruppen verfügen schlicht über weniger belastbare Stimmbänder als andere. Nichtsdestotrotz sollte man seine Heiserkeit nicht auf die leichte Schulter nehmen. Stellen sich zusätzlich noch Halsschmerzen und weitere Symptome ein, ist es unablässig, sich medizinische Hilfe zu besorgen.

Zwecks der Diagnose wird der Arzt zuerst eine Anamnese durchführen. Hierbei handelt es sich um das sog. „Patientengespräch“. Dieses dient dazu, die Krankengeschichte des Patienten festzustellen und ggf. Muster zu erkennen, die darauf hindeuten, dass eine Laryngitis wahrscheinlich ist oder nicht. Bisweilen jedoch ist es möglich, dass der Patient nicht mehr dazu in der Lage ist, dem behandelnden Arzt verbal Auskunft über seinen Zustand zu erteilen. Dies liegt wenig überraschend an der wahrscheinlich mit der Krankheit einhergehenden immensen Heiserkeit. Ist dies der Fall kann es notwendig sein, sich entweder schriftlich zu äußern, oder durch Nicken Auskünfte zu erteilen.

Im Anschluss hieran kann der Arzt einen auffordern, etwas zu sagen. Auch wenn dies kaum möglich ist. Ein geschultes Ohr ist tatsächlich in der Lage, einer heiseren Stimme zu entnehmen, woher die Heiserkeit rührt. So gibt es beispielsweise distinktive Unterschiede zwischen einer Heiserkeit durch eine Laryngitis und eine schlichte Überbeanspruchung der Stimme. Auch eine Examination des Halses bleibt oftmals nicht aus. Diese liefert wichtige Auskünfte.

Klinische Tests

  • Lichtgestützte Untersuchung des Rachens, der Ohren und der Nase
  • Untersuchung ob ggf. eine zusätzliche Scharlach-Erkrankung (Scarlatina) vorliegt
  • Abtasten nach geschwollenen Lymphknoten im Bereich des Halses
  • Abhören der Atemgeräusche mittels eines Stethoskops
  • Untersuchung einer etwaigen Vergrößerung der Niere(n) – Dies kann ebenso ein Symptom einer Laryngitis sein
  • Abstrich aus dem Halsbereich – Dieser gibt, wie bereits erwähnt, wichtige Auskünfte über die genauen Erreger, die für die Krankheit verantwortlich zu machen sind und helfen somit, die richtige Form der Therapie zu eruieren
  • Großes Blutbild – Auch dieses kann dabei behilflich sein, die genauen Ursachen und Auslöser der vorliegenden Krankheit zu determinieren.
  • Biopsie – In besonders uneindeutigen Fällen kann es notwendig sein, eine Gewebeprobe zu entnehmen und diese zu untersuchen. Bei diesen Vorgehen spricht man von einer Biopsie. Es kommt jedoch vergleichsweise selten zum Einsatz.

Verlauf der Krankheit

Der Verlauf der Krankheit kann von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein. Dies liegt nicht zuletzt an dem Umstand, dass das vorliegenden Leiden, sprich die Kehlkopfentzündung, auf vielerlei Ursachen zurückgeführt werden kann. Diese bedingen zwar alle dieselbe Krankheit, die Ausprägung derselben kann allerdings stark dadurch beeinflusst sein, welche Auslöser genau dafür verantwortlich zu machen sind. Behält man dies im Hinterkopfe so ist man in der Lage, dennoch relativ genaue und darüber hinaus allgemeingültige Thesen zum Ablauf einer Laryngitis zu formulieren.

Zunächst einmal beginnt eine Kehlkopfentzündung eher mild und mit unspezifischen Symptomen. Diese können gerade in der Frühphase auf vielerlei Erkrankungen des Halses hindeuten. Darum sollte man sich dadurch nicht verwirren lassen. Es ist am besten, wenn man direkt einen Arzt aufsucht und sich untersuchen lässt. Zwar sind Hausmittel insbesondere bei Erkrankungen des Halses oftmals sehr hilfreich, dennoch sollte man diese nicht alleine anwenden. Aber wie dem auch sei. Die initialen Symptome sind recht diffus. Erst im weiteren Verlauf des Leidens zeichnen sich eindeutigere Symptome ab, die klar auf eine Laryngitis hindeuten. Diese können mitunter sehr schmerzhaft sein.

Nicht selten kommt es vor, dass sich bei den Betroffenen derart gravierende Schluckbeschwerden einstellen, dass selbige nicht mehr oder nur noch sehr stark eingeschränkt dazu in der Lage sind, Nahrung und sogar Flüssigkeiten aufzunehmen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern stellt zudem auch noch ein immenses gesundheitliches Risiko dar. Diese Symptome verschlimmern sich mehr und mehr, bis sie schließlich ihren Höhepunkt erreichen. Dies kann je nach Ausprägung und Auslöser der Krankheit zwischen einer und zwei Wochen dauern. Bei chronischen Fällen ist dieser Zeitraum unbeschränkt verlängert.

Danach klingen die Symptome wieder ab und der Patient erholt sich. Die Stimme kehrt wieder, das Schlucken bereitet keine Probleme mehr und auch die lästigen Schmerzen im Rachen lassen nach und verschwinden schließlich ganz. Damit ist man geheilt.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es liegen in Bezug auf Kehlkopfentzündungen derzeit keine genauen Daten über die Häufigkeit des Auftretens vor. Das liegt in erster Linie daran, dass sehr viele verschiedene Grunderkrankungen als Auslöser der Laryngitis in Frage kommen. Schätzungen reichen allerdings dahin, dass wohl die Mehrheit der Bevölkerung mindestens einmal im Leben an einer Kehlkopfentzündung leidet. Nicht immer muss dem Betroffenen dies bewusst sein. Gerade eine akute Laryngitis kann leicht mit einem grippalen Infekt verwechselt werden. Da sie zudem leicht abheilt und nur mäßig Probleme bereitet, wird häufig nicht einmal ein Arzt aufgesucht.

Auch in Bezug auf die chronische Verlaufsform dieser Erkrankung liegen keinerlei genaue Daten vor. Es ist aber davon auszugehen, dass Raucher eklatant oft an einer Laryngitis leiden. Hinzu kommen Personen, die in ihrem Berufsleben ihre Stimme sehr häufig einsetzen müssen. Klassischerweise gehören dazu Lehrer, Sänger und Schauspieler. Gerade wenn hier kein Stimmtraining erfolgt ist, besteht ein enormes Risiko, dass Gewebe geschädigt wird und sich der Kehlkopf früher oder später entzündet.

Darüber hinaus ist lediglich bekannt, dass vor allem Männer prädestiniert für die Entwicklung einer Kehlkopfentzündung sind. Dies liegt zum einen daran, dass der männliche Kehlkopf entsprechend größer ist, als der weibliche. Zum anderen sind die Stimmlippen bei Männern anders gestaltet als dies bei Frauen der Fall ist. Sie neigen eher zu Schädigungen beziehungsweise sind sie anfälliger für diese. Und nicht zuletzt arbeiten auch heute noch eher Männer in klassischen Handwerksberufen wie Tischler, Schreiner oder Bauarbeiter. Hier kann die Belastung der Luft mit Feinstaub und ein unzureichender Schutz gegen diesen ausschlaggebend für die Entwicklung der Laryngitis sein.

Eine akute Kehlkopfentzündung kann hoch ansteckend sein. Sie überträgt sich teils sehr plötzlich und unvorhersehbar durch die sog. Tröpfcheninfektion (ergo durch Husten und / oder Niesen). Bei Menschen, die sich angesteckt haben, beträgt die Inkubationszeit, das heißt die Zeit zwischen Ansteckung mit dem Erreger und dem Ausbruch der daraus resultierenden Krankheit, zwei bis vier Tage. In seltenen Fällen reicht dem Erreger aber auch schon ein Tag aus oder weniger aus. Dies ist aber zumeist nur dann der Fall, wenn das Immunsystem des Betroffen a priori stark geschwächt ist.

Ein sofortiger Arztbesuch ist daher unumgänglich. Erst ungefähr 24 Stunden nach einer Behandlung mit Antibiotika besteht keine Ansteckungsgefahr mehr. Aufgrund der relativen Häufigkeit, die durch die hohe Ansteckungsgefahr zustande kommt, sind Gruppeneinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen zu meiden.

Des Weiteren kann jede Person ein potentielles Opfer dieser Krankheit werden – Erwachsene ebenso wie Kinder und Jugendliche. Eine exakte statistische Zahl ist kaum bis gar nicht zu erheben, dies liegt zum einen an der Häufigkeit der Krankheit und zum anderen daran, dass die Behandlung nicht in allen Fällen schulmedizinischer Natur sein muss und somit nur schwerlich im Rahmen einer Studie zu erfassen ist. Alternativmedizinisch behandelte Krankheiten fallen zumeist bei solchen statistischen Erhebung hinten ab. Das verzerrt das Bild immens stark.

Des Weiteren lässt sich auch keine lokale Häufung dieses Phänomens nachweisen. Die Laryngitis kommt weltweit etwa in gleichwertig großen Verteilungen vor. Allerdings sollte man zusätzlich erwähnen, dass sie in kälteren Gebieten grundsätzlich häufiger anzutreffen ist, als in wärmeren. Ähnlich geht es jedoch mit allen Erkrankungen des Halses vor sich. Grob zusammengefasst lässt sich jedoch durchaus bemerken, dass es etwa 70% aller Deutschen im Laufe ihres Lebens Opfer einer Kehlkopfentzündung sind. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei aber um eher einmalige Phänomene. Eine chronische Laryngitis stellt sich dagegen nur eher selten ein.

Diagnosedaten
Wie bereits erwähnt, ist die korrekte und gewissenhafte Auswertung der aus der Diagnose gewonnenen Daten von äußerster Wichtigkeit, um fehlerhaften Diagnosen und somit ebenso fehlerhaften Behandlungen vorzubeugen. Glücklicherweise ist es recht selten, dass man selbige Daten falsch interpretiert und somit ebenso selten, dass es zu Fehldiagnosen kommt.

In seltenen Fällen ist es möglich, dass eine Kehlkopfentzündung nicht also solche erkennbar ist, da sämtliche gezeigte Symptome in eine andere Richtung deuten. Durch solche können Arzt und Patient leicht in Verwirrung geraten und darum falsche Schlüsse ziehen, die ggf. zu einer falsch konzipierten Therapie führen können. Ansonsten sind Diagnosen in aller Regel sehr eindeutig und schnell gestellt, wodurch sich eine schnelle und zielgerichtete Behandlung ermöglicht.

Diese wird unter anderem auch durch die zumeist nur sehr kurz dauernde Diagnose selbst gestützt. Ein Mediziner mit Erfahrung braucht oftmals nicht mehr als nur einige wenige Minuten, um festzustellen, dass eine Kehlkopfentzündung vorliegt. Tatsächlich kann es sogar vorkommen, dass sich der behandelnde Arzt vollkommen und ausschließlich auf seine Erfahrung stützen kann und es somit überflüssig ist, klinische Tests durchzuführen. Das spart nicht nur Zeit, sondern reduziert auch Stress und Anspannung. Darüber hinaus sind, wie bereits erwähnt, einige Ärzte derart mit der vorliegenden Erkrankung vertraut, dass sie anhand der Heiserkeit des Patienten feststellen können, welche Krankheit genau vorliegt. Ob es sich also beispielsweise um eine Tonsillitis (Mandelentzündung) oder doch eine Laryngitis handelt. Auch andere Leiden im Bereich des Halses sind auf diese Art und Weise zu unterscheiden, ohne dass es notwendig wäre, weitere Tests durchzuführen.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassen, dass eine Diagnose in aller Regel nicht nur schnell gestellt ist, sondern auch korrekt ist. Dieser glückliche Umstand ist lange nicht bei allen Krankheiten gegeben. Somit muss ein Betroffener zwar immer noch mit den negativen Symptomen der Kehlkopfentzündung kämpfen, hat aber sonst nur wenig Stress.


Komplikationen bei der Krankheit

Im Allgemeinen ist bei einer Laryngitis kaum mit einschneidenden Komplikationen zu rechnen. In der Regel erfolgt eine problemlose Rekonvaleszenz ohne bleibende oder dauerhafte Schädigungen. Bei einer akuten Kehlkopfentzündung besteht jedoch die Möglichkeit, dass diese chronisch wird. Ausschlaggebend hierfür ist vor allem, dass ein Behandlungsplan nicht eingehalten wird oder der Atmungsapparat während der Erkrankung extrem belastet und nicht geschont wird.

Eine weitere Komplikation in Bezug auf die akute Ausprägung der Krankheit, ist die übermäßige Schwellung im Rachenbereich. Dies wird besonders bei schweren bakteriellen Infektionen beobachtet. Hier können Atemverschlüsse erfolgen, die hernach lebensgefährlich werden können. Dies ist jedoch nur äußerst selten der Fall. Behandelt werden solche starken Schwellungen mit Kortikodteroiden.

Bei einer chronischen Kehlkopfentzündung ist wesentlich häufiger mit Komplikationen zu rechnen, als dies bei der akuten Variante der Fall ist. Ausschlaggebend hierfür ist selbstverständlich, dass Gewebe dauerhaft geschädigt und gereizt wird. Es besteht folglich die Gefahr bleibender Schäden. Unter anderem kann dann der Verlust der normalen Stimme drohen. Bilden sich viele Knötchen und Falten in den Stimmlippen, ist unter Umständen kein lautes Sprechen oder nur noch Sprechen mit belegter, heiserer Stimme möglich. Einige Personen können hernach ihren Beruf nicht mehr ausüben.

Einige Studien haben herausgefunden, dass eine chronische Kehlkopfentzündung zur Entstehung von Kehlkopfkrebs und Karzinomen im Rachenraum beiträgt. Bestehen starke Gewebeveränderungen führt dies nicht selten zu einer Präkanzerose, also dem Vorstadium einer Krebserkrankung. Aus diesem Grund sollte eine chronische Laryngitis niemals unbehandelt oder unbeobachtet bleiben.

Im Normalfall heilt eine behandelte Kehlkopfentzündung kurzerhand wieder aus. Bleibt die Krankheit jedoch unentdeckt oder verschleppt sie sich, steigt das Risiko, dass die Kehlkopfentzündung immer wieder aufkeimt und somit chronisch wird.

Herdinfektionen: Ist der Kehlkopf chronisch entzündet, stellt er einen anhaltenden Infektionsherd im Körper dar. Dadurch kann er der Ausgangspunkt für zahlreiche schwerwiegende Folgeerkrankungen sein.

Wenn sich die Streptokokken im Körper ausbreiten, führt das unter Umständen zu folgenden Komplikationen:

  • Rheumatisches Fieber
  • Nierenentzündung
  • Herzentzündung
  • Gelenkentzündung

Dadurch können ebenfalls bleibende Schäden an betroffenen Organen entstehen, beispielsweise ein Herzklappenfehler. Diese Komplikationen sind zu verhindern, indem man dem Entzündungsherd schulmedizinisch zu Leibe rückt.

Eine weitere Komplikation ist die Abszess-Bildung. Wenn sich die Entzündung in das umliegende Gewebe ausbreitet und sich dort eine Eiteransammlung bildet, kommt es nicht selten zu starken und schmerzhaften Abszessen. Hierbei kommt es einige Tage nach der akuten Kehlkopfentzündung zu einem erneuten Fieberanstieg mit einseitigen Schluckbeschwerden. Stiche im Ohr und eine behinderte Mundöffnung kommen ebenso häufig dazu. Der Abszess kann bisweislen sichtbar in die Mundhöhle hinein ragen – dies ist aber nur vergleichsweise selten der Fall. Darüber hinaus ist das Gaumenzäpfchen geschwollen und zur Seite gewölbt.

Im schlimmsten Fall kommt es hierdurch zu einer lebensgefährlichen Sepsis. Diese bezeichnet man auch als Blutvergiftung. Die Bakterien verteilen sich über verschiedene Wege im ganzen Körper. Eine Sepsis ist sofort intensiv-medizinisch zu betreuen oder man läuft größte Gefahr, dass sie tödlich für den Betroffenen endet.

Diese Horrorszenarien treten aber in aller Regel nur sehr selten auf. In der überwiegenden Mehrheit aller Fälle, verläuft eine Laryngitis sehr mild und sorgt kaum für nennenswerte und / oder bleibende Schäden. Darum sollte man sich als Betroffener dieser Krankheit keine allzu großen Gedanken machen. Sicherlich ist das vorliegende Leiden an sich sehr unangenehm und auch schmerzhaft, die daraus resultierenden Schäden jedoch sind, insofern überhaupt vorhanden, sehr überschaubar.

Risikofaktoren
Darüber hinaus kann es ratsam sein, darauf zu achten, etwaige Risikofaktoren zu minimieren bzw. auszuschließen. Tut man dieses reduziert sich nicht nur die Wahrscheinlichkeit, an diesem Leiden zu erkranken, sondern auch die Intensität desselben, sollte es doch ausbrechen. Bei den Risikofaktoren handelt es sich unter anderem um:

  1. Infektionen des Atemapparates: Personen, die bereits mit einer Infektion der Atemwege zu kämpfen haben, laufen oftmals höhere Gefahr, zusätzlich auch noch an einer Laryngitis zu erkranken. Darum ist es wichtig, dass man sich im Falle eines bereits erworbenen grippalen Infekts oder einer Bronchitis zusätzlich schont und sich die Ruhe gönnt, derer man bedarf. Verhält man sich jedoch sich selbst und seinem Umfeld gegenüber verantwortungslos und geht beispielsweise weiterhin zur Arbeit ist es durchaus möglich, wenn nicht gar wahrscheinlich, dass man sich noch zusätzlich eine Kehlkopfentzündung zuzieht.Darum ist es nicht nur im eigenen Interesse, sondern auch im Interesse der Personen um einen herum, dass man sich die Zeit nimmt, die man braucht, um wieder vollständig zu gesunden.
  2. Einatmen gefährlicher Substanzen: Manche Menschen sind von Berufswegen her dauerhaft im Kontakt mit bestimmten Chemikalien. Diese kontaminieren nicht selten auch die Atemluft. Ein dauerhaftes Einatmen derselben kann darum dafür sorgen, dass es zu einer permanenten Überreizung des Kehlkopfes kommt. Ist dies der Fall ist eine Entzündung desselben oftmals nur schwer auszuschließen. Darum ist es wichtig, dass Personen, die beispielsweise in chemischen Betrieben tätig sind oder in Berufen arbeiten, in denen viel Staub entsteht (z.B. Steinmetze, Mienenarbeiter, Schreiner usw.), stets auf ausreichende Schutzmaßnahmen achten.
  3. Überbeanspruchung der Stimme: Wer viel redet tut sich nicht immer etwas Gutes. Nicht nur der Inhalt des Gesprochenen kann mitunter despektierlich sein, auch die Stimmbänder sind dadurch erhöhten Belastungen ausgesetzt. Eine permanente Verwendung der Stimme sorgt nicht selten dafür, dass es früher oder später zu einer Kehlkopfentzündung kommen kann.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Gerade die akute Kehlkopfentzündung kann vom Laien leicht mit einem grippalen Infekt verwechselt werden. Sind die Symptome nicht sehr stark und der hält sich das Leidensniveau auf einem eher niedrigen Level, wird hernach oftmals kein Arzt aufgesucht. Das stellt vor allem daher kein Problem dar, dass eine Laryngitis von selbst wieder abheilen sollte. Innerhalb weniger Wochen kommt es dann auch ohne Behandlung zu einer Regeneration des betroffenen Gewebes. In der Regel wird der Patient ohnehin auf eine Schonung der Stimme achten, was als wirksamste Therapie bei dieser Form der Laryngitis angesehen werden kann. Ein Arztbesuch ist dann nicht unbedingt notwendig. Sollten neben Heiserkeit und einem trockenen Gefühl im Rachenraum jedoch auch Fieber sowie eine Schwellung der Lymphknoten auftreten, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Hier liegt schließlich der Verdacht nahe, dass eine hartnäckige Virusinfektion den Anlass zur Entzündung des Kehlkopfes gegeben hat, die durchaus auch medikamentös behandelt werden sollte.

Eine Untersuchung durch einen Arzt sollte unbedingt auch dann erfolgen, wenn die Symptome länger als drei Wochen anhalten. Hier besteht womöglich eine chronische Laryngitis, die oftmals selbst Symptom einer gravierenderen Erkrankung ist. Darüber hinaus ist es Personen, die zur Risikogruppe für die Entstehung einer Kehlkopfentzündung gehören, angeraten, bereits bei Einsetzen der Symptome einen Arzt zu kontaktieren. Lehrer, Sänger oder Mitarbeiter eines Call-Centers sollten stets die eigne Stimme genau beachten und bei möglichen Abweichungen vom Normalzustand eine Untersuchung erbeten. So können eventuelle Gewebeschädigungen verhindert werden.

Wenn etwaig Betroffene den Verdacht auf eine akute Laryngitis haben, sollten sie möglichst schnell einen Arzt kontaktieren. Dieser kann direkt begutachten, ob es sich um eine akute oder chronische Kehlkopfentzündung handelt. Nur so kann der Mediziner eine geeignete Therapie festlegen, sodass die Entzündung einen guten Verlauf nimmt.

Bei Kindern ist besonders auf folgende Punkte zu achten:

  • Eine rauhe und entzündete Kehle sowie Halsschmerzen, die nicht nach 24 bis 48 Stunden nicht von alleine verschwinden
  • Schluckbeschwerden oder Unfähigkeit zu schlucken
  • Schwächung des Körpers oder des Geistes, Schläfrigkeit und / oder Verwirrung

Darüber hinaus sollte man bei folgenden Symptomen sofort und ohne zu zögern einen Krankenwagen verständigen:

  • Beschwerden bei der Atmung
  • Absolute Unfähigkeit Nahrung oder Flüssigkeit aufzunehmen
  • Sabbern oder erhöhter und unkontrollierter Speichelfluss

Bei den oben genannten Beispielen handelt es sich aber um extreme Ausprägungen des vorliegenden Leidens. Zumeist kommt es nicht so weit. Eine Kehlkopfentzündung ist in aller Regel keine allzu stark verlaufende Krankheit. Bisweilen ist es sogar vollkommen ausreichend, wenn man diverser Hausmittel bedient und von einem Besuch in der Praxis absieht.

Dennoch sei von diesem Vorgehen abgeraten. Denn bei dieser Krankheit, sowie bei allen anderen auch gilt der alte Vorsatz: „Vorsicht ist besser als Nachsicht“. Bei besonders leichten Formen der Kehlkopfentzündung wird einem der behandelnde Arzt ohnehin dazu raten, sich auf Hausmittel oder alternative Heilmethoden zu verlassen. Die Gabe von Antibiotika und ähnlichem wird meist nur im äußersten Bedarfsfall verordnet.

Alles in allem also ist ein Besuch beim Arzt zwar sinnvoll, nicht aber immer von absoluter Notwendigkeit. Dennoch sollte man einen solchen tätigen, wenn der Terminkalender es zulässt. Hierdurch tut man nicht nur sich selbst etwas Gutes, sondern schützt ggf. auf sein Umfeld. Schließlich und endlich sollte es in niemandes Interesse liegen, andere Menschen mit seiner Krankheit zu infizieren. Man sollte also immer zum Arzt.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung einer Laryngitis richtet sich vor allen Dingen danach, welche Krankheit oder Komplikation ursächlich für ihre Entstehung ist. Wesentlich sind darüber hinaus der Schweregrad und spezifische Ausprägung der Kehlkopfentzündung.

Bei einer leichten bis mäßig schweren akuten Laryngitis reicht es in der Regel aus, die Stimme zu schonen, nicht zu rauchen, viel Wasser zu trinken und auf Säure bildende Lebensmittel zu verzichten. Hernach wird sich eine Gesundung von allein einstellen, ohne dass Medikamente notwendig werden.

Ist die akute Kehlkopfentzündung mit starken Schmerzen verbunden, kann über den Einsatz diverser Analgetika nachgedacht werden. Darüber hinaus können Antibiotika notwendig sein, wenn ein entsprechender Virus als Hauptursache für die Laryngitis ermittelt wurde.

Bei bakteriellen Infektionen, die besonders den oberen Rachenraum schädigen, wurden bislang ebenfalls Antibiotika verabreicht. Inzwischen sehen die meisten Ärzte aber von diesem Vorgehen ab, da hernach oftmals eine schnelle Gewöhnung an diese Mittel und eine nachfolgende Resistenz eintreten kann. Es wird daher aktuell diskutiert, ob nicht eine Behandlung mit Hausmitteln wesentlich günstiger ausfällt. In jenen Fällen, bei denen der Kehlkopf durch Bakterien stark in Mitleidenschaft gezogen wird und die Gefahr eines Atemwegsverschlusses besteht, werden zumeist Kortikosteroide eingesetzt, die ein Abschwellen des Rachenraums fördern sollen. Zudem sind hier Inhalationen angeraten.

Die Behandlung einer chronischen Laryngitis ist in der Regel sehr spezifisch. Sie reicht von Stimmtraining bis zum Einsatz spezieller Medikamente, die eine ursächliche Erkrankung behandeln sollen. Allgemeine Aussagen bezüglich der Therapie lassen sich hier nicht treffen. Allerdings sollte in jedem Falle bei Vorliegen dieser Art der Kehlkopfentzündung besonderer Wert auf die Einhaltung aller Präventivmaßnahmen gelegt werden. Hierdurch kann jede weitere Therapie positiv unterstützt und beschleunigt werden.

Die wichtigste Maßnahme bei der Behandlung einer Entzündung des Kehlkopfes ist die Schonung der Stimme. Am Besten ist es, so wenig wie möglich zu reden. Auch Flüstern oder leise sprechen belastet die entzündeten Stimmlippen und sollte vermieden werden. Meist verschreibt der Arzt Medikamente zum Inhalieren und Schleimlöser. Auch entzündungshemmende Arznei wird oft angewendet, um den Kehlkopf nicht noch mehr zu belasten und Entzündungen zu mildern. Das Inhalieren mit Salzwasser wird ebenfalls oft empfohlen. Zu trockene Luft schadet ebenfalls der Genesung. Mit feuchten Tüchern im Raum oder kleinen Schalen mit Wasser kann man die Luftfeuchtigkeit erhöhen und mildert so die Beschwerden im Kehlkopf. Allerdings sollte man Räume nicht zu feucht halten und zu lange für Feuchtigkeit sorgen, da sich sonst Schimmel im Zimmer bilden kann.

Raucher sollten sofort aufhören. In manchen Fällen hilft Nasenspray, falls neben dem Hals auch die Nase angeschwollen ist. So kann der Patient leichter atmen.

Wenn die Entzündung durch den Aufenthalt in schadstoffbelasteter Luft oder in einer sehr staubigen Atmosphäre (beispielsweise durch Holzstaub oder Mehl) entstanden ist, sollte man weitere Aufenthalte dort vermeiden.

Kindern, die an Kehlkopfentzündung bzw. Pseudokrupp leiden, hilft man am Besten mit frischer Luft und Feuchtigkeit. Bei einem Hustenanfall mit Atemnot stellt man das Kind an das offene Fenster oder bringt es ins Freie. Auch das Aufdrehen des Wasserhahns im Badezimmer bringt Linderung. Das Kind zu beruhigen und ihm etwas Wasser oder andere kühle Flüssigkeit zu geben, hilft ebenfalls, akute Symptome zu lindern. Sollte die Atemnot nicht verschwinden, muss man unbedingt einen Notarzt rufen.

Bei einer chronischen Laryngitis gilt es, mit dem Rauchen aufzuhören, schadstoffreiche oder sehr staubige Luft zu meiden und eventuell einen Logopäden aufzusuchen, falls die Entzündung durch eine falsche Belastung der Stimmbänder und -lippen entstanden ist. Manche chronische Kehlkopfentzündungen werden medikamentös behandelt, beispielsweise die refluxbedingte Laryngitis. Bei einer Kehldeckelentzündung ist der Einsatz von Antibiotika erforderlich.

Mit viel Trinken, Schonung und einer gesunden Ernährung trägt ein Patient ebenfalls dazu bei, Kehlkopfentzündungen schnell wieder in den Griff zu kriegen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Ganz allgemein gesprochen, kann ein gesunder Lebensstil und eine ausgewogene Ernährung als grundlegender Faktor zur Prävention der Kehlkopfentzündung genannt werden. Hierdurch kann nämlich Infektionen grundsätzlich vorgebeugt werden. Wesentlich spezifischer sind hingegen die Maßnahmen in Bezug auf die Vermeidung eines Traumas, also der mechanischen Reizung des Kehlkopfes.

Zunächst sei gesagt: Das Rauchen von Tabak begünstigt die Entstehung einer Laryngitis, die bei dauerhaften Tabakkonsum sogar chronisch werden kann. Eine Rauchentwöhnung ist daher dringend zu empfehlen. Das gilt in erster Linie natürlich für den Genuss gewöhnlicher Tabakwaren, wie Zigaretten oder Pfeife. Aktuell laufen noch Studien darüber, wie sich E-Zigaretten auf die Gesundheit des Rachenraumes auswirken. Valide Forschungsergebnisse hierzu liegen einerseits noch nicht vor. Die bisher durchgeführten Untersuchungen legen allerdings nahe, dass sich elektronische Zigaretten weit weniger schädlich auf die Schleimhäute und den Kehlkopf auswirken, als echter Tabak. Vorsicht ist jedoch in Hinblick auf die Verwendung aromatisierter Liquide geboten. Diese können allergische Reaktionen hervorrufen oder reizende Stoffe enthalten, die sogar ursächlich für die Entstehung einer Laryngitis sein können. Gerade Menschen, die E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung nutzen sollten sich dahingehend bei einem Arzt beraten lassen.

Ein wesentlicher Faktor für die Entstehung der Laryngitis ist auch die tägliche Umgebung eines Menschen. Wer in einer sehr trockenen oder staubigen Umgebung arbeitet, sollte stets angemessene Schutzkleidung wie beispielsweise Atemmasken tragen. Besteht, etwa in einem Büro oder dem eigenen Heim, eine recht niedrige Luftfeuchtigkeit, sollte über die Installation eines Luftbefeuchters nachgedacht werden.

Einen nicht zu unterschätzenden Effekt auf die Rachenregion haben diverse Atemtechniken. Gerade Menschen, die ob einer Fehlstellung oder Allergie vornehmlich durch den Mund atmen, setzen sich der Gefahr aus, häufiger an Kehlkopfentzündungen zu leiden. Es sollte daher darauf geachtet werden, durch die Nase ein- und den Mund auszuatmen. Das gilt ganz besonders dann, wenn die Umgebungstemperatur und die Luftfeuchtigkeit sehr niedrig sind. Das Atmen durch die Nase sorgt hernach dafür, dass Atemluft genügend temperiert und durchfeuchtet wird, bevor sie den Rachen erreicht. Ist eine richtige Atmung jedoch nicht möglich, bietet es sich an, einen HNO-Arzt aufzusuchen. Dieser kann die Ursachen einer Behinderung der Nasenatmung ausfindig machen und unter Umständen eine Behandlung dieser einleiten.

Wesentlich für die Gesunderhaltung des Kehlkopfes ist die Beachtung richtiger Stimmtechniken. Das betrifft vor allem Menschen, die viel mit ihrer Stimme arbeiten. Lehrer, Schauspieler, Sänger, Kundenberater und Börsenmakler gehören beispielsweise in diese Gruppe. Ihnen wird unbedingt empfohlen ein entsprechendes Stimmtraining zu absolvieren, beziehungsweise sich von einem Arzt diesbezüglich beraten zu lassen. So können funktionelle Beeinträchtigungen der Stimmbänder oftmals verhindert werden.

Nicht zuletzt gilt als wirksame präventive Maßnahme gegen eine Kehlkopfentzündung, die Gesunderhaltung des Magens. Übermäßige Produktion von Magensäure und das damit einhergehende Sodbrennen und häufiges Aufstoßen bewirken, dass die Schleimhäute des Rachens und Kehlkopfes dauerhaft verätzt werden. Es gilt daher, Lebensmittel nur in Maßen zu konsumieren, die die Säurebildung anregen. Süßigkeiten Kaffee und besonders Alkohol sind hier zu nennen.

Es gibt einige Empfehlungen, um die Abwehrkräfte zu stärken und das Risiko einer Kehlkopfentzündung somit so gering wie möglich zu halten. Allerdings gibt es keine präzisen Tipps, mit der Menschen einer Kehlkopfentzündung vorbeugen können. Beachtenswert sind nachfolgende Ratschläge:

  • Es ist wichtig, auf eine möglichst gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten
  • Gesunder Schlaf – mindestens sechs bis acht Stunden
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft kräftigt das Immunsystem
  • Negativen Stress tunlichst vermeiden
  • Verzicht auf Nikotin

Man sollte also stets bedenken, dass eine Kehlkopfentzündung jederzeit jedermann treffen kann. Einen ultimativen Schutz gibt es für niemanden. Darum ist es nicht zu vernachlässigen, sich selbst stets und stetig gesund und fit zu halten. Die meisten Virusinfektionen sind tatsächlich durch eine gesunde Lebensführung zu vermeiden. Es könnte weitaus seltener zu Erkrankungen aller Arten kommen, wenn Menschen einen gesünderen Lebensstil pflegten. Ein gutes Gleichgewicht aus gesunder Ernährung, körperlicher Aktivität und Entspannung kann dahingehend wahre Wunder wirken.

Somit liegt es zuletzt an jedem Menschen selbst, wie hoch dessen Risiko ist, an einer Laryngitis zu erkranken. Wer einen allgemein ungesunden Lebenswandel hat, der braucht sich nicht wundern, dass er besonders anfällig für Erkrankungen aller Arten ist. Auch Erreger aller Ausprägungen machen dann mit dem Immunsystem meist kurzen Prozess. Viren, Bakterien, Sporen und Parasiten haben oft leichtes Spiel bei Personen, die rauchen, Alkohol konsumieren, schlecht essen und sich wenig bewegen. Das sollte man stets im Hinterkopfe behalten und seinen Lebensstil ggf. verbessern oder anpassen. Damit hilft man nicht nur sich selbst, sondern befördert seine Gesundheit allgemein und ungemein. Man kann feststellen, dass man weitaus seltener Krank wird und auch sonst viele Dinge besser und einfacher erträgt und aushält. Hierzu kann es helfen, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Beispielsweise Coachings und dergleichen mehr können hierbei bisweilen sehr hilfreich sein.

Somit liegt die Gesundheit eines jeden in eigener Hand.


Prognose zur Heilung

Die Heilungschancen einer Kehlkopfentzündung sind in erster Linie davon abhängig, welche Faktoren zu ihrer Entstehung beigetragen haben. So gilt die akute Laryngitis als leicht heilbar. Selbst ohne Behandlung bleibt sie nur für wenige Wochen bestehen und klingt hernach von selbst wieder ab. Hält sich der Patient an den vorgegebenen Behandlungsplan, ist mit einer Rekonvaleszenz innerhalb von zwei Wochen zu rechnen. Einige Infektionen benötigen jedoch ein wenig mehr Zeit zur Abheilung. Gerade bei Virusinfektionen kann es zudem vorkommen, dass einige Symptome der Krankheit noch nach erfolgreicher Behandlung spürbar sind. In diesen Fällen benötigt das geschädigte Gewebe schlicht ein wenig länger, um sich zu regenerieren. Doch auch hier sollte eine deutliche Besserung wahrzunehmen sein.

Leidet ein Patient deutlich länger als drei Wochen an einer Entzündung des Kehlkopfes, ohne dass dabei eine Besserung spürbar ist, oder hat immer wieder mit diesem Problem zu kämpfen, handelt es sich um eine chronische Laryngitis. Hier können nur schwerlich Aussagen bezüglich der Heilungschancen getroffen werden. Sie richtet sich voll und ganz nach dem spezifischen Auslöser der Erkrankung, als dessen Symptom sie auftritt. Ist beispielsweise eine Allergie primärer Entzündungsgrund, sind unter Umständen lebenslang Medikamente notwendig. Wurzelt das Problem hingegen in einer Sarkoidose ist mit einer Rekonvaleszenzzeit von einigen Monaten auszugehen. Doch auch die chronische Variante der Kehlkopfentzündung sollte insgesamt betrachtet in den Griff zu bekommen sein.

Die Prognosen für Kehlkopfentzündung sind allgemein hin sehr gut. Es kommt nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe jedem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen.

Es ist seitens des Erkrankten von etwa von einer bis drei Woche lang anhaltenden Phase der Krankheit anzugehen. Diese ist jedoch immens dadurch zu verkürzen, wenn man sich genügend Zeit zur Heilung gibt und eine Rückkehr an den Arbeitsplatz oder in die Schule nicht überstürzt. Hierbei kann man die Wichtigkeit des Ausheilens kaum genug betonen. Wer zu früh in den Alltag zurück will, der schadet sich selbst in kaum absehbarer Art und Weise. Eine Verschleppung der Laryngitis ist hierbei ebenso möglich, wie das Chronischwerden derselben. Dabei handelt es sich bei beiden eben genannten Folgeschäden um leicht vermeidbare Faktoren.

Darüber hinaus sollte man sich auch sonst nicht über die Maßen anstrengen, während man an einer Kehlkopfentzündung leidet. Jedwede Art der zusätzlichen und unnötigen Belastung sorgt dafür, dass die Krankheit weniger schnell abheilt und verzögert somit die vollkommene Gesundung des Patienten. Des Weiteren ist es wichtig, dass man seine Stimme nach Möglichkeit schont. Und auf keinen Fall flüstern! Viele Menschen, die heiser sind, denken, dass sie sich etwas Gutes tun, wenn sie flüstern. Das ist schlichtweg falsch. Tatsächlich strengt flüstern die Stimmbänder weitaus mehr an, als normal zu sprechen. Darum ist es auf keinen Fall empfehlenswert, zu solchen Mitteln zu greifen. Wenn man trotz Heiserkeit etwas sagen muss, dann sollte man es in einer normalen Lautstärke tun. Das mag zwar schmerzen, ist aber wesentlich besser für die Stimmbänder und einer Heilung der Laryngitis weniger abträglich.

Alles in allem also ist die Prognose sehr gut. Zumindest dann, wenn man seinen gesunden Menschenverstand benutzt und sich nicht überfordert. Man kann als Betroffener etwa damit rechnen, dass man nach 10 Tagen eine merkliche Besserung verspürt. Sollte die Krankheit länger anhalten als etwa einen Monat, könnte dies ein Indiz dafür sein, dass man ein chronisches Leiden entwickelt hat.


Rauchen und Kehlkopfentzündung

Tabakkonsum gehört aktuell zu einer der Hauptursachen für die Entstehung einer chronischen Kehlkopfentzündung. Ausschlaggebend sind hierfür mehrere Faktoren. Zum einen enthält Tabak viele schädliche Stoffe, die sich negativ auf die Schleimhäute im Rachenbereich auswirken. Zum anderen bewirkt der Verbrennungsprozess, dass sehr heiße Luft in den Rachen gezogen wird, welche das Feuchtigkeitsniveau absenken. Dies ist von Betroffenen zum Teil nicht wirklich zu bemerken. Gerade gewohnte Raucher sind sich kaum darüber bewusst, dass eine permanente “Verbrennung” in Mund- und Rachenraum stattfindet, die sich sehr negativ auf die Gesundheit des Kehlkopfes auswirken kann. Und nicht zuletzt neigen Raucher überwiegend zur sogenannten Mundatmung. Ein Grund hierfür ist, dass Raucher gehäuft unter verstopften Nasennebenhöhlen leiden und eine dadurch eine Behinderung der Nasenatmung eintritt. Aber auch Kurzatmigkeit und das “Aus-der-Puste-kommen” bei geringer Anstrengung sorgt dafür, dass Tabakkonsumenten eher durch den Mund, als durch die Nase atmen. Dies stellt jedoch ein gewichtiges Problem dar. Bei der normalen Atmung wird Luft in die Nase gezogen. Hier erwärmt sie sich und wird zudem mit Feuchtigkeit versorgt. Darüber hinaus werden Feinstaub und kleine Partikel durch die Nasenhaare gefiltert. Die Luft wird also entsprechend aufbereitet. Bei der Mundatmung hingegen sind diese Faktoren nicht gegeben. So werden leichter kleine Fremdkörper eingeatmet und trockene oder zu kalte Luft bewirkt eine zusätzliche Austrocknung des Rachenraumes.

Zu den entscheidenden Gründen, die eine Kehlkopfentzündung bei Rauchern wahrscheinlich machen gehören also zusammengefasst folgende:

  • schädliche Inhaltsstoffe im Tabak
  • Verbrennung der Luft
  • Mundatmung
  • höhere Feinstaubbelastung

Die genannten Belastungen des Rachenraumes sind hernach nicht selten dafür verantwortlich, dass sich aus einer chronischen Laryngitis ein Karzinom entwickelt. Das einzig probate Mittel, diese Faktoren zu umgehen, ist mit dem Rauchen komplett aufzuhören. Da die Rückfallquote bei Nikotinabhängigkeit besonders hoch ist, empfiehlt sich hier eine Suchttherapie. Sinnvoll kann dabei auch der Einsatz von Ersatzstoffen wie Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummis sein.

Aktuell wird auch der Einsatz von elektronischen Zigaretten als gesündere Variante des Rauchens besprochen. Vapourizer, E-Zigaretten und Shishas werden aber auch zunehmend als Modetrend von Nichtrauchern verwendet. So werden zum Teil beispielsweise Liquide ohne Nikotin verwendet. Die Wissenschaft ist sich bislang noch nicht einig darüber, welchen gesundheitlichen Effekt das Konsumieren dieser Liquide hat. Sie bestehen in der Regel aus Glycerin, Propylenglykol sowie diversen Aromazusätzen. Letztere werden durchaus seit Jahren auch in der Nahrungsmittelherstellung verwendet. Es gibt allerdings noch keinerlei Untersuchungen dazu, wie sie sich in Bezug auf das Einatmen verhalten. Eine Schädigung der Atmungsorgane durch diese liegt also durchaus im Rahmen des Möglichen.

Bezüglich der Kehlkopfentzündung lässt sich festhalten, dass das Rauchen von E-Zigaretten wesentlich weniger schädlich ist, als der Konsum von Tabakwaren. Dies liegt vor allem daran, dass kein Verbrennungsprozess stattfindet und folglich kein heißer Rauch in den Rachen gezogen wird. Darüber hinaus sind auch die nikotinhaltigen Flüssigkeiten weniger schadstoffbelastet. Sie können jedoch gerade durch die verwendeten Aromen Allergien auslösen und folglich dadurch eine Laryngitis befördern. Zudem kann der Rauch, welcher durch das Propylenglykol entsteht durchaus ebenfalls die Schleimhäute reizen. Dies konnte bei Personen beobachtet werden, die häufig Theaternebel ausgesetzt sind, in welchem sich ebenfalls dieser Stoff befindet. Aus diesem Grund ist auch die Verwendung von elektronischen Zigaretten nicht angeraten, wenn bereits eine Laryngitis vorliegt.


Alternative Behandlungsmethoden

Im Gegensatz zu den meisten Krankheiten, die unbedingt eine konventionelle und medikamentöse Therapie verlangen, ist die Kehlkopfentzündung oftmals am besten mit alternativen Methoden zu behandeln. In der akuten Verlaufsform sind häufig gar keine Medikamente notwendig, da eine Heilung ohnehin innerhalb weniger Wochen erfolgt. Hier können alternative Mittel positiv eingesetzt werden, um zum einen den Heilungsprozess zu beschleunigen und zum anderen die Symptome zu mildern.

Prinzipiell ist der Einsatz aller erdenklicher alternativmedizinischer Methoden denkbar. Besonders haben sich jedoch klassische Hausmittel wie Dampfbäder, Umschläge oder Tees bewährt. Geeignet ist im Grunde alles, was dazu beiträgt, dass der Rachenraum besser durchfeuchtet wird, da dieser bei einer Laryngitis zu extremer Trockenheit neigt. Hinzu kommt, dass vor allem Heilkräuter oder ätherische Öle zum Teil eine entzündungshemmende Wirkung haben. Es sei jedoch unbedingt Vorsicht geboten. Einige Menschen reagieren auf bestimmte Pflanzen allergisch. Dies kann hernach dazu führen, dass sicher der Zustand einer Kehlkopfentzündung nachhaltig verschlechtert und diese überdies chronisch wird. Gegebenenfalls empfiehlt es sich, auch den Einsatz von Alternativmethoden mit einem Arzt abzusprechen.

Im Bezug auf die chronische Laryngitis können alternative Behandlungsmethoden ebenfalls nutzbringend angewendet werden. Hier sei jedoch gesagt, dass von einer reinen Selbstmedikation dringend abzuraten ist. Eine dauerhafte Kehlkopfentzündung kann unter Umständen gravierende gesundheitliche Folgen haben. Sie sollte daher stets von einem Arzt genau beobachtet werden. Darüber hinaus gibt es durchaus ernsthafte Erkrankungen, die als Auslöser der Laryngitis fungieren und eine entsprechende Medikation verlangen. Alternativmedizin kann hier lediglich zur Unterstützung und Symptomlinderung angewendet werden. Sie lässt sich allerdings in den meisten Fällen nicht zur tatsächlichen Behandlung anwenden. Unbedingt sollte sie darüber hinaus mit einem Arzt abgesprochen werden.

Einige alternative Verfahren brachten zudem ebenso gute Ergebnisse zustande:

  • Ausgiebige Ruhe: Jede Erkrankung erhöht den Stresspegel im Betroffenen. Gerade während einer Schwächung durch eine Krankheit jedoch, profitiert der Körper am meisten davon, wenn man ihm und sich einfach mal eine Auszeit gönnt. Hierdurch beschleunigt sich nicht nur der Prozess der Heilung selbst, auch die Kräfte zur Selbstheilung des Körpers gewinnen an Stärke und somit an Durchschlagskraft. Davon profitiert jeder Erkrankte. Es ist also wichtig darauf zu achten, dass man ausreichend Schlaf bekommt. Mindestens sieben bis neun Stunden pro Nacht und mehrere kurze Schlummer über den Tag verteilt. Auch sportliche Aktivitäten sind einzuschränken oder besser noch ganz zu unterlassen. Jede Art von Stress sowie jede Art von Belastung entzieht dem Körper Energie, die er braucht, um sich selbst zu heilen.
  • Ganzheitliche Heilverfahren: Hierzu gehören zum einen die bereits genannten Hausmittel, zum anderen aber auch Behandlungen aus der traditionellen chinesischen Medizin (tcm), dem aus Indien stammenden Ayurveda sowie ergänzende Therapien aus der europäischen Heilpraktik.
  • Stärkung des Immunsystems: Eine Kehlkopfentzündung ist nicht selten ein Zeichen für ein geschwächtes Immunsystem, daher sind Übungen und Verfahren, die versuchen nämliches zu stärken jedem wärmstens ans Herz zu legen. Darunter fallen nicht nur an einer Laryngitis Erkrankte, sondern alle Menschen. Ein gutes Immunsystem bedeutet allgemein weniger Krankheiten und wer ist schon gerne krank.

Typische alternative Behandlungen gegen eine Kehlkopfentzündung können unter anderem sein:

  • Gurgeln
  • Inhalation von Dampf
  • Saunieren
  • Gesunde Ernährung
  • Pflanzliche Präparate
  • Honigkuren
  • Liegekuren
  • Aromatherapien
  • Spezielle Massagen des Halsbereiches
  • Gezieltes Wärmen (Kompressen, Dinkelkissen, Kirschkernkissen, Rotlicht usw.)
  • Besprechen
  • Handauflegen
  • Genuss von speziellen Tees
  • Kuraufenthalt in der Nähe vom Meer

Welche Hausmittel können helfen?

Als wichtigstes Hausmittel bei einer Kehlkopfentzündung gilt die Bettruhe. Wer sich und seine Stimme schont, wird die Laryngitis in der Regel schnell und komplikationsfrei überwunden haben. Darüber hinaus gibt es etliche Möglichkeiten, die Symptome der Erkrankung zu lindern. Empfehlenswert sich beispielsweise Dampfbäder, da hierdurch Feuchtigkeit in den Rachenraum gelangt und dies eine bessere Atmung ermöglicht. Auch der Einsatz von Honig, beispielsweise im Tee oder auch pur, hat sich bewährt. Er gilt nicht nur als entzündungshemmend und antibakteriell sondern sorgt ebenfalls dafür, dass die Schleimhäute besser durchfeuchtet werden.

Wenn der Hals geschwollen und schmerzhaft ist, können auch warme Wickel Wunder wirken. Insgesamt gilt bei dieser Erkrankung, dass alles unternommen werden kann, was Linderung verschafft. Lediglich bei einer chronischen Verlaufsform muss zusätzlich eine konventionelle Therapie erfolgen.

  • Kräutertees
  • Dampfbäder
  • warme Halswickel
  • Honig, beispielsweise Manukahonig
  • Atemübungen
  • Bettruhe

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Hausmittel sollten im vorliegenden Fall nur zur Begleitung der schulmedizinischen Therapie eingesetzt werden. Wickel sind dabei äußerst effektiv und rasch einsetzbar. Als Zusatz lässt sich Quark, Salz, Heilerde oder Zitronen verwenden. Für das Innentuch ist ein weiches Tuch aus Baumwolle empfehlenswert. Darüber hinaus werden ein weiteres Baumwolltuch und ein Woll- oder Seidentuch benötigt. Bei jedem Wickel sollte die dünnste Seite auf die Haut gelegt werden – Wirbelsäule bitte aussparen.

  • Ein Wickel mit Salz wirkt entzündungshemmend. Betroffene können selbst entscheiden, ob sie lieber kaltes oder warmes Wasser verwenden möchten. Empfohlen sind etwa 30 g Himalaya-Salz oder Meersalz auf einem Liter Wasser. Darin wird ein Küchentuch getränkt, das für eine halbe Stunde auf den Hals gelegt wird. Im Anschluss ist es vorteilhaft, den Hals mit einem trockenen Tuch zu schützen.
  • Altbewährt ist ebenfalls das Gurgeln. Dabei gibt es zahlreiche Gurgellösungen, die den Mund-Rachenbereich desinfizieren. Auch, wenn es nicht jeder mag, Gurgeln ist ein wirkungsvolles Hausmittel gegen Kehlkopfentzündungen. Am bekanntesten ist das Gurgeln mit Salbei. Es ist ein uraltes Hausmittel aber immer noch effektiv. Zum Kochen wird ein Salbeitee aus frischen oder getrockneten Salbeiblättern verwendet. Der Tee sollte ein wenig abkühlen, bevor man damit gurgelt.
  • Gute Erfolge erzielen Betroffene auch mit einer Gurgellösung aus Himalaya-Salz oder Meersalz. Das Salz sollte mit 100 ml lauwarmem Wasser vermischt werden und kann mehrmals täglich gegurgelt werden. Der Salzgeschmack ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Allerdings verfügt Salz über eine ganz besondere Heilwirkung.
  • Betroffene, die Salz absolut nicht mögen, können es gerne mit Teebaumöl probieren. Dafür werden drei Tropfen davon ins lauwarme Wasser gegeben. Dieser Geschmack ist ebenso etwas befremdlich, jedoch zeigt das Gurgeln mit Teebaumöl eine durchaus überzeugende Wirkung.
  • Ein weiteres alt bewährtes Hausmittel ist Myrrhe. Eine Myrrhetinktur leistet positive Dienste bei Halsschmerzen, Kehlkopfentzündung oder Aphten. Hierfür werden fünf Tropfen auf ein Glas Wasser zum Gurgeln verwendet.
  • Apfelessig – Das Allround-Hausmittel unterstützt ebenso bei einer Kehlkopfentzündung. In Kombination mit Honig ist er zum Gurgeln bestens geeignet. Für die Anwendung wird ein Esslöffel Apfelessig mit einem Teelöffel Honig in einem Glas lauwarmem Wasser vermischt. Der Honig reduziert den bissigen Essiggeschmack und hat zudem eine heilende Wirkung.
  • Gleichermaßen ist Aloe vera nützlich bei einer Kehlkopfentzündung. Insbesondere die Blätter des Aloe vera Strauches enthalten viele gesundheitsfördernde Stoffe. Zu den wichtigsten gehört das Polysaccharid Acemannan. Es stärkt das Immunsystem und bekämpft Viren, Parasiten und Bakterien. Aloe vera Saft verfügt über eine gelartige Substanz, die sich schützend auf die Schleimhäute legt. Wenn Betroffene erste Anzeichen einer Laryngitis bemerken, sollten sie stündlich mit Aloe vera Saft gurgeln. So lässt sich die Ausbreitung einer Entzündung verhindern.
  • Nennenswert ist der Manuka Honig. Hierbei handelt es sich um einen ganz speziellen Honig mit dem bedeutungsvollen Wirkstoff Methylglyoxal. Dieser kommt 100 Mal konzentrierter vor als in einem herkömmlichen Honig. Dieser Stoff ist vor allem maßgeblich für eine antibakterielle Wirkung, die von dem Honig ausgeht. Für Patienten ist es empfehlenswert, sich drei Mal täglich einen Teelöffel des Honigs im Mund zergehen zu lassen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Bei der akuten Kehlkopfentzündung stellt der Einsatz von Heilkräutern eine der wirksamsten Therapieformen dar. Zum einen können sie in Wasser aufgekocht und hernach inhaliert werden. Dadurch wird der Rachenraum besser durchfeuchtet. Abhängig von der eingesetzten Pflanze kann eine Beruhigung der gereizten Schleimhäute eine Abschwellung oder Entzündungshemmung erreicht werden. Ähnliches ist auch mit dem Verwenden von Tees oder Umschlägen möglich.

Es empfiehlt sich allerdings nicht bei einer chronischen Laryngitis allein auf Heilkräuter zu setzen. Hier sollte stets auch eine, mit einem Facharzt abgesprochene, konventionelle Therapie erfolgen.

  • Kamille
  • Salbei
  • Pfefferminze
  • Anis
  • Fenchel
  • Fichtennadel
  • Eukalyptus
  • Thymian
  • Ingwer
  • Kardamom

Alle der hier aufgezählten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder als Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. Pille einzunehmen. Dabei haben die Darreichungsformen zumeist nur geringfügige Auswirkungen auf die Wirkung selbst. Auch eine Salbe ist aus den genannten Kräutern und Pflanzen herzustellen. Hierzu gebe man selbige in zerlassenes Schmalz und lasse es auskühlen und aushärten. Insofern man eine kräftigere und feine Salbe wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man häufig bereits vorproduzierte Produkte bei dem Heilpraktiker der Wahl und des Vertrauens erstehen und spart sich damit die Arbeit der mühevollen Selbstproduktion. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur. Jedoch sollte man hier auf Seriosität achten, denn grade im Internet tummeln sich viele Quacksalber und schwarze Schafe, die nur auf einen schnellen Profit aus sind.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können. Diese erschweren eine Laryngitis sonst nur zusätzlich und stehen einer probaten Heilung im Wege.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können vor allem in Zusammenhang mit einer Inhalation eine positive Wirkung haben. Hierdurch wird der Rachenraum zum einen besser durchfeuchtet und die genannten Öle können gegen Schwellungen und Entzündungen helfen. Das gilt allerdings nur in Bezug auf eine akute Laryngitis. Die chronische Verlaufsform bedarf einer konventionellen Therapie. Hier sollte der Einsatz von ätherischen Ölen stets mit einem Mediziner abgesprochen werden und überdies nur als Unterstützung zu weiteren Maßnahmen erfolgen.

  • Salbei
  • Cajeput
  • Thymianöl
  • Myrte
  • Sassafras
  • Kiefernnadelöl
  • Pfefferminzöl
  • Rosmarinöl
  • Kampfer

Grundsätzlich sind ätherische Öle für eine Anwendung im Rahmen einer sog. „Aromatherapie“ konzipiert. Das bedeutet, dass man selbige in eine Duftschale mit etwas Wasser gibt, wobei die Zugabe von Wasser optional ist, und sie mittels einer Wärmequelle, vornehmlich einer Kerze, aus dieser Schale in die Raumluft verdampfen lässt. Hierdurch entfalten die ätherischen Öle ihre Wirkung am besten und sind für den Patienten am hilfreichsten.

Nichtsdestotrotz ist es auch möglich, dass man manche ätherischen Öle auch äußerlich oder innerlich anwendet. Hierzu sollte man sich aber im Vorfeld genauestens informieren, da einige der ätherischen Öle bei Hautkontakt oder bei oraler Einnahme giftig wirken können. Teebaumöl zum Beispiel, ebenso wie Lavendel, wirken stark antibakteriell und sind sogar zum Gurgeln benutzbar. Dennoch sollte man strikt darauf achten, dass man die Gurgelflüssigkeit nicht herunterschluckt, sondern komplett ausspuckt und danach gut mit klarem Wasser den Mund ausspült.

Aber auch hier gilt der Vorsatz, dass man vor einer Behandlung mit ätherischen Ölen einen Arzt konsultieren sollte, um potentiellen allergischen Reaktionen aus dem Wege gehen zu können. Diese sind gerade bei ätherischen Ölen besonders stark und bergen daher ein tendenziell hohes Risiko ungewollte Nebeneffekte auslösen zu können.

Über Dosierung und Bereiche der Anwendung die einzelnen ätherischen Öle betreffend informieren der Händler sowie der Heilpraktiker sicherlich gerne.

Homöopathie & Globuli

Homöopathische Mittel und Globuli können durchaus bei der Behandlung einer akuten Entzündung des Kehlkopfes eingesetzt werden. Hier sollen sie vornehmlich gegen Heiserkeit und eine belegte Stimme helfen sowie zur Beruhigung der Schleimhäute beitragen. Es sei jedoch gesagt, dass eine Therapie mit diesen Mitteln nicht zur Behandlung chronischer Erkrankungen geeignet ist. Hier sollte der Einsatz homöopathischer Mittel zum einen stets mit einem Arzt abgesprochen werden und zum anderen nur zusätzlich zu einer konventionellen Therapie erfolgen. Denn bislang konnte in keiner Studie nachgewiesen werden, dass Globuli wirksam gegen schwere Gewebeschädigungen vorgehen können. Da jedoch bei einer chronischen Laryngitis die Gefahr besteht, dass sich ein Karzinom bildet, sollte dringlichst eine geeignete Behandlung gegen dieses Leiden angewendet werden.

  • Ammonium bromatun
  • Hepar sulfuris
  • Arum triphyllum
  • Aconitum
  • Spongia

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Ebenso wie bei den anderen genannten alternativen Behandlungsmitteln gilt auch bei Schüssler Salzen, dass der Einsatz eines Mittels stark von der jeweiligen Ausprägung und Art der Kehlkopfentzündung abhängig ist. Eine Behandlung der chronischen Verlaufsform sollte darüber hinaus nur unterstützend und in Absprache mit einem Arzt erfolgen, da diese Variante der Laryngitis in Verdacht steht Krebs zu erregen.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung spielt besonders im Hinblick auf die Prävention einer Kehlkopfentzündung eine entscheidende Rolle. Als einer der Faktoren, die eine chronische Laryngitis begünstigen, kann der Reflux, also Sodbrennen, genannt werden. Hierbei wird übermäßig viel Magensäure gebildet, die schließlich in die Speiseröhre und hernach auch in den Rachenraum gelangt. Die Schleimhäute, Stimmbänder und der Kehlkopf können dadurch verätzt werden, wodurch dauerhafte Gewebeschäden entstehen können. Es gilt also bei der Nahrungsaufnahme darauf zu achten, den Magen möglichst nicht zu übersäuern. Dies erreicht man in erster Linie selbstverständlich dadurch, dass nur mäßig viele Lebensmittel konsumiert werden, die die Säurebildung anregen. In erster Linie betrifft dies sehr fette und zuckerhaltige Speisen. Diese kann der Magen nur mit sehr viel Säure in ihre Bestandteile auflösen. Der Verzehr von fettem Fleisch, Süßigkeiten und zuckerhaltigen Limonaden sollte daher stets mit Bedacht und eher selten erfolgen. Wer durch den Genuss von Kaffee häufig Sodbrennen bekommt, sollte auch darauf lieber verzichten. Das gilt in gleichem Maße für alkoholhaltige Getränke. Auch wenn diese nicht sauer schmecken, regen sie doch die Produktion von Magensäure an. Ein übermäßiger Alkoholkonsum führt aus diesem Grund zwangsläufig zu einem wiederholten Reflux und kann sich ungünstig auf die Gesundheit des Kehlkopfes auswirken.

Wichtig im Bezug auf die Nahrungsaufnahme ist ebenso, dass keine sehr großen Mahlzeiten eingenommen werden. Es empfiehlt sich hingegen mehr, über den Tag verteilt kleinere Portionen zu verspeisen. Wird der Magen geradezu “vollgestopft” muss innerhalb kurzer Zeit sehr viel Säure gebildet werden. Das führt zum sogenannten “Aufstoßen”. Dabei werden kleine Mengen Säure in die Speiseröhre geleitet, was einen ähnlichen Effekt hat wie gewöhnliches Sodbrennen.

Wer häufig unter Sodbrennen leidet, den Grund hierfür aber selbst nicht ermitteln kann, dem sei ein Besuch beim Arzt oder einem Ernährungsberater empfohlen. Der menschliche Körper reagiert auf verschiedene Lebensmittel zum Teil sehr individuell. Durch ein Ernährungstagebuch kann möglicherweise der Verursacher des Reflux ermittelt und hernach vom Speiseplan gestrichen werden. Es gibt aber auch eine Reihe von Erkrankungen, die eine übermäßige Säureproduktion oder das erleichterte Austreten der Säure in die Speiseröhre bewirken. Ein Arzt kann das Vorhandensein dieser Erkrankungen in der Regel sehr leicht abklären.

Da einer Kehlkopfentzündung nicht selten ein geschwächtes und angegriffenes Immunsystem zugrunde liegt, bietet es sich an, selbiges aufzubauen und zu stärken. Dies geht auf dem einfachsten Wege über die Ernährung. Hierzu gibt es einige Tipps und Tricks, die es zu beachten gilt, um eine möglichst dauernde Steigerung der Gesundheit zu gewährleisten.

Empfohlene Lebensmittel hierbei sind:

  • Grüne, blättrige und natürlich bunte Lebensmittel, wie Radieschen, Äpfel, Kohlrabi, Tomaten, Porree, Lauchzwiebeln uvm.)
  • Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblüter (Brokkoli, Kohl, Blumenkohl usw.)
  • Beeren aller Arten
  • Nahrungsmittel, die reich an Omega3 Fettsäuren sind, wie Lachs und Meeresfrüchte
  • Nüsse und Samen
  • Hochwertige, unfiltrierte Öle
  • Hülsenfrüchte
  • Gewürzpflanzen (Zimt, Ingwer, Kümmel, Knoblauch, Zwiebeln usw.)
  • Honig
  • Geflügel

Lebensmittel, die man nach Möglichkeit nicht konsumieren sollte, sind folgende:

  • Fleisch und Wurst aus unseriöser Quelle oder von geringer Qualität
  • Stark mit Pestiziden behandelte Produkte
  • Filtrierte Öle
  • Raffinierter Zucker
  • Margarine
  • Junk Food
  • Fettreiche Speisen
  • Molkereiprodukte (vorallem Rohmilch)
  • Fertiggerichte aller Arten
  • Fast Food
  • Backwaren aus weißem Mehl

Wer sich an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Was ist “Pseudokrupp”?

Als echten Krupp bezeichnet die Medizin eine Entzündung des Kehlkopfes in Folge einer Diphtherie. Pseudokrupp hingegen ist eine unspezifische Kehlkopfentzündung, die vor allem bei Kleinkindern häufig auftritt. Sie ist vor allem daran zu erkennen, dass ohne ersichtliche Ursache ein bellender Husten einsetzt. In den meisten Fällen ist diese Erkrankung nur in ihrem leichten Stadium anzutreffen und kann gut behandelt werden. Hin und wieder kann es jedoch zu Komplikationen kommen, wenn die Atemwege stark anschwellen. Es ist daher empfehlenswert, wenn bei Kleinkindern plötzlicher Husten einsetzt, einen Arzt aufzusuchen und diesen abklären zu lassen.

Bekommt man eine Kehlkopfentzündung von Tierhaaren?
Allergien gehören zu den häufigsten Ursachen für eine Laryngitis. Aus diesem Grund kann auch der Kontakt zu Tieren, etwa Hunde oder Katzen, eine Kehlkopfentzündung auslösen, wenn eine Allergie vorliegt. Es ist durchaus möglich, dass darüber hinaus keine Anzeichen einer Allergie spürbar sind und lediglich ein trockenes Gefühl im Rachenraum oder Schluckbeschwerden bestehen, wenn Tiere im Raum sind. In diesen Fällen empfiehlt es sich, den Kontakt zu diesen lieber zu meiden.

Was ist ein Stimmtraining?
Als Stimmtraining bezeichnet man diverse Übungen, die dazu dienen sollen, die Stimme zu kräftigen und den Kehlkopf sowie die Stimmbänder auch bei häufigen und lautem Sprechen zu schonen und gesund zu erhalten. Besonders für Menschen, die viel mit ihrer Stimme arbeiten ist ein solches Training empfohlen. Zu den gängigen Übungen gehören beispielsweise Methoden der Atmung, Lockerungen von Zunge und Gaumen sowie Haltungsübungen.

Was sollte ich während einer Laryngitis essen und was nicht?
Während einer Infektion des Kehlkopfes, ist der Hals sehr stark belastet. Hierdurch fällt das Schlucken häufig äußerst schwer und kann darüber hinaus auch noch starke Schmerzen verursachen. Darum bieten sich vorallem flüssige oder sehr weiche Speisen wie Suppe, Brei, Haferschleim und Kompott aus Früchten an. Auch Smoothies sind während der Zeit der Erkrankung ein guter Energielieferant. Des Weiteren sollte man aber lieber auf das berühmte Eis verzichten, dass in Filmen gerne während einer Kehlkopfentzündung gereicht wird. Die Kälte gaukelt dem Körper nur eine Linderung der Schmerzen vor, verschlimmert die Situation in Wirklichkeit aber nicht selten. Darauf sollte man insbesondere dann achten, wenn man erkrankte Kinder betreut.

Alles in allem also kann man zusammenfassend erwähnen, dass es ausreicht, wenn man für den Zeitraum der Erkrankung auf kauintensive und raue Speisen verzichtet und sich mit Suppen und Brei behilft. Das mag zwar nicht sonderlich verlockend klingen, befördert den Heilungsprozess aber nicht wenig und trägt darüber hinaus dazu bei, dass man trotz der mit hoher Wahrscheinlichkeit auftretenden Schluckbeschwerden, etwas Nahrung zu sich nehmen kann und nicht zusätzlich noch an dahingehenden Mangelerscheinungen leidet.

Reichen Hausmittel oder sollte ich zum Arzt gehen?
Diese Frage ist klar zu beantworten: Zum Arzt. Es ist immer besser sich eine professionelle Meinung einzuholen und nicht auf eigene Faust an sich herumzudoktern. Sicherlich sind Hausmittel bisweilen sehr wirksam, insbesondere was Erkrankungen des Halses angeht, dennoch sollte man sich nicht alleine auf diese verlassen, sondern auch einen Fachmann befragen. Wenn dieser lediglich eine leichte Form der Laryngitis feststellt, wird er ohnehin empfehlen, sich guter alter Hausmittel zu bedienen. Gerade Antibiotika und ähnliche Medikamente werden immer seltener verschrieben, um der Entstehung von multiresistenten Keimen vorzubeugen.

Somit ist es wohl am besten, hier einen guten Mittelweg zu finden und die moderne Schulmedizin sowie Hausmittel und Alternativmedizin miteinander in Einklang zu bringen.


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