Kehlkopfentzündung

Definition: Kehlkopfentzündung

KehlkopfentzŸndungBei einer Kehlkopfentzündung, die im Fachjargon auch alsLaryngitis“ bezeichnet wird, handelt es sich, wie der deutsche Name dieses Leidens bereits verrät, um eine Erkrankung des Kehlkopfes, sprich um eine Entzündung im Bereich des Halses. Zumeist wird diese durch Viren ausgelöst, aber auch diverse andere Erreger können als Verursacher in Frage kommen.

Die im Rahmen dieses Leidens entstehenden Symptome sind oftmals sehr schmerzhaft und unangenehm, aber glücklicherweise nicht allzu tragisch. Man sollte dennoch damit rechnen, dass man für die Dauer der Erkrankung mit Heiserkeit und Schluckbeschwerden rechnen muss.

Darüber hinaus ist die Krankheit mithilfe der modernen Schulmedizin sowie der Verwendung bewährter und probater Hausmittel sehr gut im Zaum zu halten und zu heilen. Nur sehr selten kommt es zu schwerwiegenden Komplikationen und oder Folgeschäden. Dennoch sollte man stets im Hinterkopf behalten, dass ein Chronischwerden dieser Erkrankung eine permanente Belastung für den Betroffenen darstellen kann, die die Lebensqualität mitunter stark einschränkt.

Steckbrief: Kehlkopfentzündung

  • Name(n): Kehlkopfentzündung; Laryngitis
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Zumeist Viren
  • Wieviele Erkrankte: Nicht feststellbar
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – J00-J99 – J00-J06 – J04 ff.

Was ist eine Kehlkopfentzündung?

Wenn der Hals kratzt und schmerzt, ist das sehr unangenehm und störend. Oft handelt es sich um eine Kehlkopfentzündung, die aufgrund einer Virusinfektion entsteht.

Der Kehlkopf ist täglich im Einsatz, da er wichtig für das Sprechen und die Lautbildung ist. Dementsprechend wird er strapaziert und ist so anfällig für das Eindringen von Viren. Besonders im Herbst und Winter bei kühlem, nassem Wetter, wenn Erkältungen und Grippeviren Hochkonjunktur haben, bekommen viele Menschen eine Kehlkopfentzündung.

Üblicherweise ist eine Laryngitis, so der medizinische Fachausdruck, innerhalb weniger Tage folgenlos überstanden. Nur in schweren Ausnahmefällen kann es durch ein Anschwellen des Kehlkopfs zu Atemnot kommen.

Üblicherweise schmerzen bei einer Kehlkopfentzündung die Stimmbänder, die entzündet und angeschwollen sind.

Kehlkopfentzündungen können sowohl akut als auch chronisch auftreten. In jedem Fall kann man die Ursachen dieser Erkrankung meist nicht behandeln, sondern nur die Symptome lindern. Glücklicherweise zählt Laryngitis zu den „harmloseren“ Erkrankungen, die in den allermeisten Fällen keinerlei Folgeschäden haben und sich gut behandeln lassen. Manche Kehlkopfentzündung wird chronisch aufgrund organischer Probleme wie dem Rückfluss von Magensäure in den Rachen und die Speiseröhre, wodurch der Rachenraum konstant gereizt wird. Diese Entzündung nennt man refluxbedingte Laryngitis.

Bei Kindern äußert sich eine Kehlkopfentzündung oft als bellender Husten, dem sogenannten Pseudo-Krupp. Da Kinder durch Hustenanfälle schnell panisch reagieren, kann es bei ihnen zu Atemnot kommen. In diesem Fall sollte man sie beruhigen und sie an die frische Luft bringen, wo sie sich normalerweise schnell erholen.

Eine Laryngitis äußert sich in diversen Symptomen, die sich gut behandeln lassen. In seltenen Fällen kann es auch zu einer Kehldeckelentzündung kommen, die wesentlich gravierender ist als eine Laryngitis.

Welche Ursachen führen zu einer Kehlkopfentzündung?

Die häufigste Ursache einer Entzündung des Kehlkopfes sind Viren, die bei Erkältung und Grippe auftreten. Sie werden durch eine Tröpfcheninfektion, also durch Husten oder Niesen, übertragen. Meist befallen die Viren zunächst die oberen Atemwege, bevor sie zum Kehlkopf wandern.

Bakterien sind eher selten Auslöser einer Laryngitis. Begünstigt wird eine Kehlkopfentzündung, wenn dieser schon geschädigt ist. Durch ständige starke Beanspruchung der Stimmlippen und -bänder und auch durch kurzfristige Anstrengungen wie Schreien oder sehr langes Sprechen kann eine Entzündung entstehen. Manche Menschen belasten ihre Stimmbänder zu einseitig oder falsch, was Kehlkopfentzündungen fördert. Vor allem Sänger, Schauspieler und Menschen, die z.B. oft Reden und Vorträge halten, haben häufiger mit Problemen wie Heiserkeit und Kehlkopfentzündungen zu kämpfen.

Auch der Aufenthalt in schlechter Luft, z.B. in stark verrauchten Räumen oder der Kontakt mit Reizgasen kann eine Laryngitis auslösen.

Rauchen schädigt den Rachenraum und den Kehlkopf ebenfalls nachhaltig und kann zu einer chronischen Entzündung führen. Die Stimmbänder und -lippen und der Kehlkopf werden dauerhaft gereizt, es kann zu chronischer Heiserkeit und Hustenreizen kommen. Wer beruflich ständig Schadstoffen ausgesetzt ist, hat ebenfalls ein erhöhtes Risiko für eine Kehlkopfentzündung.

Eine Kehldeckelentzündung wird anders als die Laryngitis durch Bakterien ausgelöst. Erwachsene können sich durch Streptokokken, Staphylokokken oder Pneumokokken infizieren. Bei Kindern entsteht eine Entzündung des Kehldeckels meist durch eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion.

Hierzu noch einmal ein Kurzübersicht der etwaigen Ursachen:

  • Einatmen von irritierenden Stoffen wie Chemikalien, Allergenen oder Rauch
  • Häufiges Sodbrennen
  • (Chronische) Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
  • Übermäßiger Konsum von Alkoholika
  • Gewohnheitsmäßige Überbeanspruchung der Stimme (Besonders häufig bei Schauspielern, Sängern oder Lehrern)
  • Rauchen von Tabakwaren
  • Infektionen mit Bakterien, Viren oder Sporen
  • Infektionen mit bestimmten Parasiten
  • Krebs (zunächst egal wo)
  • Lähmung der Stimmbänder (kann vielerlei Ursachen haben, zumeist aber Schlaganfälle oder Lungenkrebs)
  • Altersbedingte Verformungen der Stimmbänder

Wie man sehen kann, können dem vorliegenden Übel vielerlei Ursachen zugrunde liegen. Darum sollte jeder Mensch dazu aufgerufen sein, seinen Kopf zu benutzen und sich so gut als irgend möglich, vor einer solchen Infektion zu schützen. Sicherlich handelt es sich bei der Laryngitis nicht um ein primär im Tode des Betroffenen endendes Leiden, dennoch kann die Krankheit sehr unangenehm sein und im Zweifel dazu führen, dass der Erkrankte seine Stimme temporär oder sogar dauerhaft verliert.

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