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Wegwarte

by Danaae

 wegwarte , zichorie , gemeine wegwarte , blüte , blume , cichorium intybus , violett , korbblütler , blau , flora , hellblau , wildblume , pflanzenart , botanik , wegrand , pflanze , sommer , hellviolett ,Die Wegwarte oder Zichorie ist eine vielfältig nutzbare Pflanze. Am bekanntesten sind die Sprossen, das sogenannte Chicorée, welches als Salat oder Gemüse genutzt wird. Vor allem früher was jedoch auch die Verwendung der Wurzeln als Kaffee-Ersatz sehr verbreitet.

Weniger bekannt ist die Heilwirkung des Krauts. Zichorie kann z.B bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit helfen. Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen zur Heilpflanze.

Gemeine Wegwarte

  • Ordnung: Asternartige (Asterales)
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Unterfamilie: Cichorioideae
  • Tribus: Cichorieae
  • Gattung: Wegwarten (Cichorium)
  • Art: Gewöhnliche oder Gemeine Wegwarte
  • Wissenschaftlicher Name: Cichorium intybus L.
  • Synonyme: Gemeine Wegwarte; Gewöhnliche Wegwarte; Zichorie; Chicorée; Wurzelzichorie; Zichorienwurzel

Wegwarte (Zichorie)

Gemeine Wegwarte (Cichorium intybus) – Wie gesund ist Zichorie?

Die Gemeine oder Gewöhnliche Wegwarte, auch Zichorie genannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler, welche als Gemüse und Heilkraut Anwendung findet. Genutzt werden sowohl die Blätter und Blüten als auch die Wurzel der Pflanze.

Während die Wegwarte früher als Heilpflanze hoch geschätzt wurde, sind heutzutage vor allem die Sprossen der Wurzel – das sogenannte Chicorée – als Gemüse bekannt. Der Verein NHV Theoprastus kürte die Wegwarte zur Heilpflanze des Jahres 2020, um den Menschen die Heilwirkung des Krauts wieder näher zu bringen.

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Zuvor wurde Zichorie jedoch auch zum Gemüse des Jahres 2005 gewählt. In der Küche wird Chicorée vor allem roh für Salate oder gedünstet als Gemüse verwendet. Die gerösteten Wurzeln dienen weiterhin als Kaffee-Ersatz (Muckefuck).

Darüber hinaus wurde die Wegwarte im Jahr 20098 auch zur Blume des Jahres 2009 gewählt. Das Gewächs besitzt kleine, himmelblaue Blüten, welche von Juni oder Juli bis Oktober blühen.

Zu medizinischen Zwecken kommen vor allem das Kraut und die Wurzeln zum Einsatz. Bereits im Mittelalter empfahl der Schweizer Arzt Paracelsus die Wegwarte als schweißtreibendes Mittel, während Sebastian Kneipp sie bei Leber-, Magen- und Darm-Erkrankungen verordnete. Heutzutage wird Zichorie vor allem bei Verdauungsbeschwerden und Appetitlosigkeit angewandt.

Die Verwendung von Zichorie gelten als sicher, Nebenwirkungen sind sehr selten. Von der Einnahme wird lediglich bei Allergien sowie ggf. bei Gallensteinen abgeraten.


Verwendung & Nutzen

Was kann man mit Zichorie alles machen?

Die Wegwarte ist eine Pflanze, welche sehr vielfältig eingesetzt wird, etwa als:

  • Lebensmittel (Salat und Gemüse)
  • Kaffee-Ersatz
  • Vieh-Futter
  • Heilpflanze

Dabei lassen sich alle Teile der Pflanze verwenden, also sowohl die Wurzeln, Samen und Sprossen als auch die Blätter und das Kraut:

  • Wegwarten-Kraut (Cichorii herba)
  • Zichorienwurzel oder Wurzelzichorie (Cichorii radix)
  • Wegwarten-Wurzeln und -Blätter (Cichorii folia et radix)
  • Wegwarten-Samen-Pulver (Cichorii seminis pulvis)

Die Geschichte der Pflanze reicht bis ins antike Ägypten zurück. Erste Überlieferungen als Kulturpflanze stammen jedoch aus dem 17. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert wurde die Wegwarte vor allem als Zusatz oder Ersatz für Kaffee genutzt. Die Sprösslinge der Pflanze, der Chicorée, wurden erst im 19. Jahrhundert entdeckt.


Zichorie als Heilpflanze

Verwendung der Wegwarte als pflanzliches Arzneimittel

Zichorie wird spätestens seit dem Mittelalter zur Herstellung von Arzneimitteln verwendet. Heute ist die Wegwarte als Heilpflanze jedoch etwas in Vergessenheit geraten. Um dies zu ändern, kürte der Verein NHV Theoprastus Zichorie zur Heilpflanze des Jahres 2020.

Der HMPC (Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel) stuft Zichorie als „traditionelles pflanzliches Arzneimittel“ ein. Es fehle zwar an klinischen Studien, welche sich mit der Wirksamkeit der Pflanze beschäftigen. Dennoch ist eine positive Wirkung auf die Gesundheit durch die Jahrhunderte langen Nutzung und Erfahrung denkbar.

Pflanzen, die zu den traditionellen Arzneimitteln zählen, müssen seit mindestens 30 Jahren sicher eingesetzt worden sein, davon mindestens 15 Jahre lang in der Europäischen Union.

Darüber hinaus gibt es mittlerweile jedoch auch viele Hinweise auch verschiedenen Forschungsarbeiten, welche ein größeres Anwendungsspektrum nahelegen, als bisher vermutet wurde. Die Wegwarte könnte in Zukunft also möglicherweise auch bei anderen Leiden Verwendung finden.

Zu medizinischen Zwecken werden sowohl die Wurzeln als auch das Kraut der Pflanze genutzt, beispielsweise in Form von Tee, Tinkturen oder Tropfen.

Präbiotikum Inulin

Inulin – Zichorie als Präbiotikum

Um 1970 stellte man fest, dass Wurzelzichorie bis zu 20 Prozent Inulin enthält. Hierbei handelt es sich um ein Stärke-ähnliches Polysaccharid (Vielfachzucker), welches unter anderem als Fett-Ersatz oder zur Geschmacksverbesserung eingesetzt wird.

Inulin ist jedoch auch nachgewiesenermaßen ein Präbiotikum, also ein Stoff, welcher die „guten“ Bakterien in unserem Darm und somit auch die Gesundheit fördert. Während Probiotika gesundheitsfördernde Mikroorganismen enthalten, dienen Präbiotika diesen als Nahrungsquelle.

Uns Menschen fehlt das Enzym, mit welchem Inulin abgebaut werden kann, weshalb der Vielfachzucker als Ballaststoff in den Enddarm gelangt und dort von der Darmflora verstoffwechselt wird.

Inulin eignet sich außerdem als Zuckerersatz für Personen mit Diabetes mellitus. Der leicht süß schmeckende und kalorienarme Stoff beeinflusst den Blutzucker nicht und kann daher als alternatives Süßungsmittel verwendet werden.


Chicorée als Lebensmittel

Chicorée als Gemüse oder Salat

Die Wegwarte wurde zwar bereits im Mittelalter vom Menschen verwendet, als Lebensmittel – Chicorée – ist sie jedoch erst seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Die Blätter von wild wachsendem Zichorie enthalten viele Bitterstoffe und haben entsprechend einen sehr bitteren Geschmack.

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Chicorée Salat bzw. Gemüse

Werden die Wurzeln jedoch lichtdicht abgedeckt, entstehen bleiche und zarte Sprossen, welche deutlich weniger Bitterstoffe enthalten und somit genießbarer sind. Die Sprösslinge lassen sich frisch, gedünstet, leicht angebraten oder in Salzwasser gekocht als Salat oder Gemüse verzehren.

Traditionell werden die Wegwarten-Wurzeln zur Gewinnung des Chicorées im Herbst in Sand eingelagert und abgedeckt. Im Laufe des Winters wachsen dann 15 bis 20 cm lange Knospen: das Chicorée.

In Deutschland und den USA wird Chicorée meist roh als Salat verspeist, während er in Belgien, den Niederlanden und Frankreich öfters gedünstet als Gemüse gegessen wird. In einigen Küchen werden jedoch auch die sehr bitteren Blätter der wilden Wegwarte geschätzt, beispielsweise in Blattgemüse-Salaten oder als Spinat-Ersatz.


Zichorienkaffee (Muckefuck)

Wurzelzichorie als Kaffee-Ersatz

Die Wurzeln der Wegwarte (Cichorii radix) wurden im Mittelalter zunächst als Zusatz für Kaffee verwendet, um diesem mehr Bitterkeit und Farbe zu verleihen. Als preisgünstige Alternative etablierte sich der Zichorie jedoch bald als koffeinfreier Kaffee-Ersatz.

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Zichorienkaffee (Muckefuck)

Zur Herstellung des kaffeeähnlichen Getränks werden die gesäuberten Wurzeln zunächst zerkleinert und getrocknet und anschließend bei Temperaturen um die 100 bis 120 ° C geröstet. Hierbei karamellisiert das im Wurzelzichorie enthaltene Inulin und es entsteht der Kaffee-ähnliche Geschmack.

Die Wegwarte wurde vor allem im 19. Jahrhundert großflächig angebaut und in Zichorienkaffee-Fabriken weiterverarbeitet. Heutzutage spielt diese ursprüngliche Verwendung als Kaffee-Ersatz wirtschaftlich jedoch kaum mehr eine Rolle.

Ein heute bekanntes Kaffee-ähnliches Produkt mit Zichorienwurzel ist der Caro-Kaffee. Dieser enthält neben der Wegwarten-Wurzel auch noch Gerste, Malz und Roggen.


Anwendung & Wirkung

Anwendungsgebiete und Wirkungsweise – Für was ist Wegwarte gut?

Das Kraut und die Wurzeln der Wegwarte wirken leicht choleretisch (galletreibend) und regen die Sekretion (Ausscheidung) von Verdauungssäften an. Medizinisch anerkannte Anwendungsgebiete sind:

  • Appetitlosigkeit
  • Verdauungsbeschwerden (Dyspepsie)
    • Völlegefühl
    • Blähungen

Genannte Anwendungen sind von der Kommission E (Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel), der ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) und/oder dem HMPC (Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel) anerkannt.

Die in der Wegwarte enthaltenen Bitterstoffe regen die Produktion von Magensaft und Gallensekret an, wodurch die Verdauung gefördert und der Appetit angeregt wird.


Weitere Einsatzgebiete von Zichorie

Volkstümlich wird Zichorie jedoch auch bei vielen weiteren Leiden eingesetzt, etwa bei Verstopfungen, Ekzemen und Stress oder zur Stimulierung und Heilung von Leber, Galle und Milz. Bei diesen Anwendungen ist die Wirksamkeit jedoch kaum belegt.

 cichorium intybus , chicorée blumen , kornblume , wilde blumen , pollen , natur , chicoree , blau , blume , coffeeweed , wildblumen , bunte , wegwarte, ZichorieDarüber hinaus wird Zichorie in der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda – meist zusammen mit Schafgabe, Senna und Schwarzem Nachtschatten – bei Erkrankungen der Leber verwendet.

Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) beschreibt die Wegwarte als reinigend und kühlend. Zichorie wird hierbei in erster Linie bei Störungen und Erkrankungen der Leber, Galle und Milz empfohlen.

In der Homöopathie sind entsprechende Globuli unter der Bezeichnung Cichorium erhältlich. Auch in der Bachblütentherapie ist die Wegwarte vertreten, sie ist hierbei die Bachblüte Nr. 8.

Die Wegwarte wird erfahrungsgemäß bei nachfolgend aufgelisteten Leiden eingesetzt. Hierbei ist die Studienlage jedoch noch unzureichend:

  • Beschwerden der Leber und Galle
  • Diabetes (Inulin)
  • Ekzeme
  • Galleflussstörungen
  • Hautunreinheiten
  • Milzleiden
  • Pankreasschwäche
  • Schwächezustände
  • Verstopfungen

Wissenschaftliche Forschungen legen zudem folgende, noch ungesicherte, Wirkungen nahe:

  • entzündungshemmend
  • leberschützend
  • harntreibend
  • Blutgerinnungs-fördernd
  • antibakteriell
  • Cholesterin-senkend

Einnahme & Dosierung

Wegwarte richtig einnehmen und dosieren

Die Einnahme und Dosierung der Wegwarte variieren abhängig von verschiedenen Faktoren, wie dem Grund für die Einnahme, dem verwendeten Präparat oder dem Alter des Betroffenen. Außerdem fehlt es derzeit noch an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Zichorie, weshalb die Dosis und Einnahmeempfehlungen eher erfahrungsgemäß erfolgen.

Die derzeit empfohlene mittlere Tagesdosis beträgt 3 Gramm der Droge. Kraut und Wurzeln werden dafür zumeist zerkleinert zu bitterschmeckenden Aufgüssen bzw. Tee zubereitet. Erhältlich sind jedoch u. a. auch Tinkturen und Tropfen, welche beispielsweise bei Hautproblemen oder Beschwerden des Magen-Darm-Trakts eingesetzt werden.


Wegwartentee – Zubereitung

Bei Magen-Darm-Beschwerden und mangelndem Appetit kann sowohl aus den Wurzeln als auch aus dem Kraut der Wegwarte ein Tee zubereitet werden. Da der Tee nur leicht bitter schmeckt, wird er meistens auch von Kindern akzeptiert. Bei ihnen ist die Dosis jedoch anzupassen.

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Chicoreewurzeln

Wurzelzichorie Tee

  • 2 bis 4 g getrocknete Wurzel (1 bis 1,5 TL)
  • mit 150 ml (1 Tasse) heißem (nicht kochendem) Wasser übergießen
  • Ziehzeit: 5 bis maximal 7 Minuten
  • Kräuter absieben und den Zichorietee bei Bedarf süßen
  • 20 bis 30 Minuten vor der Mahlzeit trinken
  • Empfohlen wird 1 Tasse am Tag, maximal jedoch 2 Tassen täglich

Tee aus Wegwarten-Kraut

  • 1 bis 2 TL Wegwartenkraut
  • mit 150 ml kochendem Wasser übergießen
  • Ziehzeit: 5 bis 10 Minuten
  • 2 bis 3 Mal täglich eine Tasse trinken

Das Wegwartenkraut ist häufig auch in Teemischungen in Kombination mit anderen Heilkräutern wie z. B. Löwenzahn, Pfefferminze oder Senna enthalten.


Inhaltsstoffe & Wirkstoffe

Welche Nährwerte und Wirkstoffe sind in der Wegwarte enthalten?

Rohe Wegwarten-Blätter bestehen durchschnittlich aus 92 % Wasser, 5 % Kohlenhydraten und 2 % Eiweiß.

Nährstoffe, welche in nennenswerten Mengen enthalten sind (mindestens 20 Prozent des Tagesbedarfs bei 100 Gramm Zichorie-Blättern) sind Vitamin A, C und B sowie Mangan. Darüber hinaus sind auch Calcium und Vitamin E in moderaten Mengen vorhanden.

Das Kraut und die Wurzeln der Wegwarte enthalten folgende Wirkstoffe:

  • Sesquiterpenlactone (u. a. Lactucin, Lactucopikrin bzw. Intybin sowie in den frischen Wurzeln die Guajanolide Cichoriosid B und Crepidiasid B)
  • Zimtsäurederivate (z. B. Isochlorogensäure, Phenylpropansäureester)
  • Flavonoide (Hyperosid sowie ggf. Apigenin, Apigenin-7-O-L-arabinosid, Luteolin-7-O-glucosid, Quercitrin)
  • Außerdem: Aesculetin, Aesculin, Cichoriin, Umbelliferon, Scopoletin, 6,7-Dihydroxycumarin
  • Inulin (Artabhängig bis zu 60 % in den Wurzeln)

Die Gallenfluss-fördernde und Appetit-anregende Wirkung ist vermutlich auf die enthaltenen Sesquiterpenlactone und Guajanolide zurückzuführen. Die wichtigsten Bitterstoffe der Pflanze sind die Sesquiterpenlactone Lactucin und Lactucopikrin.


Inhaltsstoffe von Chicorée (Salat bzw. Gemüse)

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  • Energie: 16 Kilokalorien (68 kJ)
  • Wasser: 94,4 g
  • Kohlenhydrate (verwertbar): 2,3 g
  • Ballaststoffe: 1,3 g
  • Proteine: 1,3 g
  • Fett: 0,2 g

Pro 100 Gramm sind weiterhin folgende Vitamin und Mineralstoffe enthalten (durchschnittlicher Tagesbedarf bei Erwachsenen):

  • Vitamin A: 600 mg
    (0,7 bis 0,85 mg)
  • Vitamin C: 10 mg
    (95 bis 110 mg)
  • Niancin (Vitamin B3): 0,2 mg
    (11 bis 14 mg)
  • Calcium: 26 mg
    (1000 bis 1200 mg)
  • Kalium: 192 mg
    (4000 mg)
  • Natrium: 4 mg
    (1500 mg)
  • Phosphor: 26 mg
    (700 mg)

Risiken & Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Zichorie – Ist die Wegwarte giftig?

Die innere Einnahme von Zichorie gilt – vor allem bei einer kurzen Einnahmedauer und moderaten Mengen – als sicher. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind keine ernsten Nebenwirkungen bekannt. Da es jedoch auch an wissenschaftlichen Studien mangelt, sind unerwünschte Wirkungen nicht ausgeschlossen.

Die Wegwarte kann ggf. zu folgenden Beschwerden des Magen-Darm-Trakts führen:

  • Blähungen
  • Flatulenz
  • Bauchschmerzen
  • Aufstoßen

Zur äußerlichen Anwendung der Wegwarte auf der Haut existieren derzeit nicht genügend zuverlässige Informationen, um die Sicherheit einschätzen zu können. Allerdings gibt es vereinzelte Berichte zu Hautreizungen.

Zu möglichen Wechselwirkungen von Zichorie und anderen Arzneimitteln liegen zur Zeit keine Informationen vor.

Gegenanzeigen (Kontraindikationen) – Wer sollte auf die Einnahme verzichten?

  • Allergie gegen die Wegwarte oder andere Korbblütler
  • Gallenleiden (nur nach ärztlicher Rücksprache)
  • Schwangerschaft und Stillzeit (da die Datenlage hierbei z. Z. noch unzureichend ist, wird schwangeren und stillenden Frauen sicherheitshalber von einer Einnahme abgeraten)

Verwandte Ratgeber

Weitere Informationen finden Sie in folgenden verwandten Ratgebern:

Echte Kamille, Matricaria chamomilla, Kamillenöl, ätherisches Öl, kamille , öl , aromatherapie , kräuter , behandlung , massage , flasche , blume , gesundheit , spa , wellness , körper , kraut , natürliche , alternative ,


Namen & Synonyme

Synonyme von Zichorie bzw. Wegwarte

Die Wegwarte ist regional auch unter folgenden Bezeichnungen bekannt:

  • Mittelhochdeutsch: Hindlauf, Hindlaup, Hindlefte, Hindlichte, Sonnenwend, Hintluch, Sonnenwerdel, Blauer Sonnenwirbel, Sonworbel, Sunderwerbel, Wegweise, Wegerein, Sunwirbel, Wirbel
  • Mittelniederdeutsch: Sunnenwerve, Sunnenwervel, Hindlock, Hindloff, Hindlope, Weygebreit, Hintlefft, Hintloufte, Hintloft
  • Althochdeutsch: Hintloifte, Hintloiphe, Hintlopht, Sunniwirpela
  • Schlesien: Hindeg, Hindleufte, Hundsläufte, Wasserwart, Wegeleuchte, Wendel
  • St. Gallen: Kattenworza, Wegluaga, Würza
  • Mecklenburg: Cichurien, Zichurn
  • Göttingen: Irenhard
  • Thüringen: Sonnendrath, Sonnenwedel
  • Außerdem: Cikary (Eifel), Hindluft (Schmalkalden), Verfluchte Jungfer (Ostpreußen), Mode (Schwaben), Rauheerich (Sommerfeld), Wandelistengel (Siebenbürgen), Weglug (Braunschweig, Schweiz), Wegwart (Braunschweig), Wegwarte (Österreich), Zichorjen (Weser), Zikohri (Siebenbürgen), Zuckerei (Westfalen)
  • Hemelslötel, Hindlefte, Hindlichte
  • Hinlaup, Hintlauf, Hindtlauf, Hundslauf, Hindlauf, Hindlaup
  • Sonnenkraut, Sonnenwendel, Sonnenwerbel, Sonnenwirbel, Sunenwerbel, Sunnenwerbel
  • Warzkraut, Wild Weglug, Wegwartz, Wegweiss, Wegweisse, Wegworz
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