Kreislaufprobleme

Kreislaufprobleme

Der Begriff Kreislaufprobleme wird in der Praxis sehr häufig gebraucht.

Hinter dieser Bezeichnung verbergen sich Störungen des Kreislaufsystems, die ALS Symptome oder Krankheitszeichen für ein vorliegende, bekannt oder nicht bekannte Erkrankung Sprechen.

Kennzeichnend für die Kreislaufprobleme ist, dass diese äußerst mannigfaltig und nicht in jedem Fall spezifisch sein müssen.

Was sind Kreislaufprobleme?

Bestehende Kreislaufprobleme oder Kreislaufbeschwerden betreffen das Herz-Kreislauf-System, dass sich aus verschiedenen Organen zusammensetzt. Diese halten den lebensnotwendigen Blutkreislauf beziehungsweise die reibungslose Zirkulation des Blutes im Körper aufrecht.

In der Medizin wird bei Beeinträchtigungen dieses Systems von Kreislaufproblemen gesprochen, die von den Betroffenen selbst unmittelbar wahrgenommen werden. Kreislaufbeschwerden sind keine eigenständige Krankheit, sie zeigen lediglich an, dass mit dem Herz-Kreislauf-System irgend etwas nicht in Ordnung ist.
Kreislaufprobleme betreffen entweder:

  • den Lungenkreislauf oder den kleinen Blutkreislauf
  • den Herzkreislauf oder den großen Kreislauf

Die auftretenden Beschwerden werden dadurch ausgelöst, dass das Herz und Kreislauf nicht in ausreichendem Umfang in der Lage sind, ihrer Funktion nachzukommen. Daraus ergeben sich organische Defizite, die sich in entsprechend unterschiedlichen Beschwerdebildern äußern. Diese entstehen dann, wenn beide Versorgungseinheiten nicht harmonisch aufeinander abgestimmt sind oder nicht mehr aufeinander aufbauen können.
Dann kommt es zu einer Unterversorgung mit:

  • Nährstoffen
  • Sauerstoff
  • Hormonen

und zu einem Überschuss an:

  • Stoffwechselendprodukten
  • Kohlendioxid und Kohlenmonoxid

Kreislaufbeschwerden oder Kreislaufprobleme nehmen mit zunehmendem Alter zu, wenn die Organe in ihrer Leistungsfähigkeit auf natürliche Art und Weise nachlassen. Aber auch schon viele Kinder, junge Menschen und Erwachsene im besten Lebensalter leiden unter akuten oder chronischen Kreislaufproblemen.

Ursachen von Kreislaufproblemen

Im Großen und Ganzen können die ursächlichen Auslöser von Kreislaufschwankungen folgendermaßen zusammengefasst werden:

Diese Auffälligkeiten sind jedoch nicht bedenklich, denn der Organismus kann sie bis zu einem gewissen Maß ausgleichen. Anders sieht es mit Kreislaufproblemen aus, die bei längerem Bestehen und unbehandelt durchaus massive Folgen mit sich bringen können. Daraus resultieren durch die Mangelversorgung des Gehirns die typischen gesundheitlichen Belastungen die als Kreislaufprobleme zusammengefasst werden.

Kreislaufbeschwerden werden überwiegend durch folgende Krankheiten verursacht:

Ergänzend müssen Ursachen wie Asthma bronchiale als chronische Entzündung der Atemwege, eine Neurologische Erkrankungen und der Missbrauch von Alkohol, Drogen sowie Nikotin in Betracht gezogen werden. Einige Medikamentengruppen beinhalten in den Nebenwirkungen ebenfalls Kreislaufprobleme.

Diagnose und Verlauf von Kreislaufproblemen

Die diagnostischen Erhebungen zur Erkennung, was hinter den Kreislaufproblemen steckt, beinhalten mehrere Methoden. Sie beinhalten die Messung des Blutdrucks und des Pulses sowie die Anamnese. Dieser Vorgang ist das Gespräch mit dem Patienten, bei dem Arzt gezielt Informationen erhalten kann. Komplettiert wird die Arztkonsultation durch eine körperliche Untersuchung.
Zusätzlich dazu folgen:

  • Blutdrucktests in verschiedenen Körperpositionen wie der Schellong-Stehtest und der Kipptischtest
  • Belastungs-EKG
  • Elektrokardiogramm
  • Echokardiographie
  • Langzeit-Elektrokardiogramm
  • Elektro-Enzephalographie
  • Herzkatheterisierung
  • Blutuntersuchungen im Labor

Mit diesen Mitteln ist eine aussagefähige Krankheitserkennung realisierbar.

Diagnosedaten und Häufigkeit von Kreislaufproblemen

Gesundheitliche Probleme mit dem Herz-Kreislaufsystem begleiten viele Personen. Die relative Häufigkeit auf 100.000 Bewohner variiert in den einzelnen Bundesländern. Menschen, die über 65 Jahre sind, sind in dieser Rubrik mit 150 Erkrankten vertreten. Das Symptom Kreislaufprobleme liegt bei etwa 40 Patienten im Alter von 45 bis 65 Jahren vor. Ungefähr 25 Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 15 Jahren leiden ebenfalls unter Herz-Kreislaufbeschwerden. 2012 gaben 57 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer an, Kreislaufprobleme zu haben.

Komplikationen bei Kreislaufproblemen

Die gesundheitlichen Risiken und Komplikationen bei Kreislaufproblemen sind vielschichtig. In jedem Fall hängen diese davon ab, in welchem Umfang und in welcher Intensität diese Symptome vorhanden sind. Da die Bandbreite an Kreislaufproblemen ausgehend vom Schwindel und vom Schweißausbruch bis hin zum Schwarz werden vor den Augen und zur Ohnmacht und zu Krämpfen reicht, können die Komplikationen zunehmen.

Betrachtet man allerdings die zugrunde liegenden Erkrankungen, deren Symptome Kreislaufprobleme sind, können die gesundheitlichen Gefährdungen extrem hoch sein. Nicht selten liegen sogar lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen, ein zu hoher oder ein zu Niedriger Blutdruck oder ein Herzinfarkt vor. Ein hoher Blutdruck wird als Hypertonie, ein zu Niedriger Blutdruck als Hypotonie bezeichnet.

Ein zu hoher Blutdruck führt unbehandelt zu einem Funktionsverlust des Herzens, zu einem Schlaganfall oder zu einem Herzinfarkt. Dieser kann die Folge eines Verschlusses der Herzkranzgefäße bei Koronarer Herzkrankheitsein. Deshalb sollten die Kreislaufprobleme ernst genommen werden. Auch dann, wenn sie zunächst nur hin und wieder auftreten.

Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Symptome wie Kreislaufprobleme sind keine Bagatelle. Daher sollte immer eine Abklärung der Ursachen bei einem Facharzt erfolgen.

 Wenn sich die Kreislaufprobleme verstärken oder über einen langen Zeitraum vorhanden ist, sie mit Übelkeit, Schwindel und Schweißausbrüchen einher gehen, dann ist der Arzt zu Rate zu ziehen.
Sind Begleiterkrankungen bereits diagnostiziert worden, ist eine regelmäßige Überwachung beim Arzt ebenfalls empfehlenswert. Das gilt auch für schwangere Frauen und unter Einnahme bestimmter Arzneimittel.

Behandlung von Kreislaufproblemen

Die Behandlungsmöglichkeiten gegen Kreislaufprobleme sind heutzutage relativ umfangreich.
Bei akuten Kreislaufproblemen ist es hilfreich, die Betroffenen so zu lagern, dass die Beine erhöht sind. Das ist im Liegen besonders günstig. Dann wird das Gehirn wieder schnell durchblutet und die Kreislaufprobleme bessern sich abrupt. Kommt es jedoch zu Bewusstlosigkeit und krampft der Patient, ist der Notarzt gefordert.

Nicht medikamentöse Maßnahmen:
Basieren die Kreislaufprobleme auf einer Grunderkrankung, dann können diese nur dann gelindert werden, wenn die Therapie gut anschlägt. Zunächst rät der Arzt, schlechte Angewohnheiten wie das Rauchen, die Einnahme von Drogen und Alkohol zu unterlassen. Eine gesunde Lebensweise mit einer ausgewogenen Ernährung, viel körperlicher Bewegung und die Vermeidung von Übergewicht tragen oftmals zu einer Linderung der Kreislaufprobleme bei.

Nicht nur Übergewicht, sondern auch Untergewicht und eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit sind optimal, wenn es darum geht, Kreislaufprobleme ohne Arzneimittel in den Griff zu bekommen.

Medikamentöse Behandlung:
In der Schulmedizin werden in diesem Zusammenhang in Abhängigkeit von der Vorerkrankung moderne Medikamente verordnet. Diese entlasten die Patienten von diesem Symptom Kreislaufprobleme. Üblich sind im Wesentlichen rezeptpflichtige pharmazeutische Präparate mit Wirkstoffen wie:

  • Atenolol
  • Clopidogrel
  • Etilefril und Dihydroergotamin
  • Furosemid
  • Metoprolol
  • Bisoprolol
  • Ramipril

und weitere.

Vorbeugung gegen Kreislaufprobleme

Damit Kreislaufprobleme gar nicht erst die Lebensqualität beeinträchtigen, sind präventiv einige Mittel zweckdienlich. Bei der Einnahme des Essens auf kleine Mahlzeiten, möglichst leicht verdauliche Mahlzeiten achten. Sie belasten den Kreislauf nicht so stark. Wird der Konsum von Tabakwaren und Alkohol eingeschränkt, ist das der Gesundheit ebenfalls zuträglich. Gerade Nikotin verengt die Blutgefäße und kann somit Kreislaufprobleme begünstigen.

An heißen Tagen am besten in kühlen Räumen bleiben oder im Freien den Schatten bevorzugen. Ist die Ursache für Kreislaufprobleme ein zu niedriger Blutdruck, dann ist es ratsam, regelmäßig in die Sauna zu gehen oder sich Anwendungen nach Kneipp vorzunehmen.

Individuell geeignete Ausdauersportarten wie Walken, Rad fahren oder Schwimmen sowie Wandern beugen Kreislaufproblemen ebenfalls vor. Auf diese Weise wird gemeinsam mit einer gesunden Ernährung Übergewicht verringert und die Durchblutung gefördert.

Der richtige Speiseplan fördert den Abbau von Blutfettwerten, die in der Regel zu Bluthochdruck beitragen. Diabetes schädigt gleichermaßen das Kreislaufsystem. Noch bedenklicher ist es, wenn die Blutzuckerwerte schlecht eingestellt sind oder sich Menschen nicht an die ärztlichen Vorgaben halten. Auch dann entstehen Kreislaufprobleme mit immensen Folgen.

Im Alltag führen Stress, Ärger und Hektik nicht selten zu Kreislaufproblemen. Eine bewusste Lebensweisen, bei der Entspannung nicht zu kurz kommt, kann präventiv gegen Kreislaufprobleme nützlich sein.

Hausmittel und alternative Heilmittel gegen Kreislaufprobleme

Dazu gehören beispielsweise rezeptfreie Arzneimittel. Deren Wirkung gegen Kreislaufprobleme beruht unter anderem auf pflanzlichen Zusätzen aus:

  • der Galgantwurzel
  • dem Weißdorn
  • den Glykosiden aus Adoniskraut

In der Praxis bewährt haben sich bislang gleichermaßen Wirkstoffe wie Fischkörperöl in Kombination mit Vitamin E, Etilefrin, Midodrin, Oxilofrin und Natriumpangamat.
Natürlich können sich die Betroffenen selbst mit erprobten traditionellen Hausmitteln therapieren. Diese sind frei von unangenehmen oder schädlichen Nebenwirkungen und tun meist dem ganzen Körper und der Seele gut.

  • im Sommer mehrfach den Schatten suchen
  • Wechselfußbäder machen
  • heißer Kaffee mit reichlich Zucker am morgen kurbelt den Kreislauf an
  • tagsüber viel trinken
  • Ausdauersportarten und körperliche Bewegung halten den Kreislauf fit
  • Beim Sport genügen in der Woche bereits 30 bis 40 Minuten, um sowohl Blutdruck als auch Cholesterin und Blutzucker auf einem gesunden Niveau zu halten.
  • sechs Walnüsse am Tag stärken den Kreislauf
  • Kneippsche Güsse durchführen

Rezepte für selbst gemachte Medizin:

  • 1 EL Zwiebelsaft mit 1 TL Honig mischen, zweimal täglich einnehmen
  • 40 g Baldrianwurzel, 40 g Hopfenzapfen, 30 g Melisse, 60 g Passionsblume und 30 g Johanniskraut mit hochprozentigem Schnaps zu einem Sud ansetzen
    Ein Gläschen davon darf getrunken werden, wenn eine Kreislaufschwäche bemerkt wird.
  • Pfefferminzmilch aus getrockneter Pfefferminze und kochender Milch
    Nach etwa acht Minuten lauwarm trinken.
  • 1 EL Sanddorn und 1 EL Mistelsaft morgens und abends 2 EL Melissensaft über sechs Wochen hinweg einnehmen

Zu guter Letzt sollen Aspekte wie gute soziale Kontakte zur Familie, zu Freunden und zu Bekannten sowie Halt und Sicherheit im Umwelt durchaus positive Auswirkungen auf die Linderung von Kreislaufproblemen. Ein erfülltes, zufriedenes Leben mit einem ausgewogenen Gleichgewicht aus Entspannung und Stress sowie auch ein Pausieren und ein Innehalten im Alltag wirken sich förderlich auf die Heilung von Kreislaufproblemen aus.

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