Wirsing

Wirsing zählt wie alle Kohlsorten zu einer sehr vitaminreichen Gemüsegruppen. Das Wintergemüse galt früher eher als Essen für die Unterschicht, heute liegt es voll im Trend. Es ist nicht nur gesund, sondern auch vielseitig einsetzbar und extrem lecker.

Zudem kann es ganzjährlich erworben werden, sodass es immer auf dem Teller landen kann, wenn einem gerade der Kopf danach steht. In diesem Ratgeber zeigen wir, was der Wunderkohl alles kann und worauf geachtet werden muss. An sich bieten wir alles Wissenswerte, was man zum Thema erfahren sollte.

Das sollten Sie über Wirsing wissen

Wirsing ist ein absolutes Wintergemüse und erhält in der kalten Jahreszeit sogar seine Höchstform. Somit ist es möglich, ausreichend Vitamine und Nährstoffe zu erhaschen, um gesund und munter durch den Winter zu kommen. Auch die Rezeptideen sind sehr vielseitig. Früher galt das Gemüse als Bestandteil für einen Eintopf, heute können komplette Rezeptbücher damit gefüllt werden. Doch neben den Rezeptbücher könnten Medizinratgeber zum Thema landen, denn auch der gesundheitliche Aspekt ist betrachtlich, den Wirsing mit sich bringt.

An sich kennt jeder den Anblick von Wirsing. Sein Markenzeichen sind die großen grünen welligen Blätter, welche sich optimal zum Verzehr eignen. Diese wachsen sehr locker und rascheln angenehm, wenn der Kohl frisch ist. An sich gilt der Wirsing als Kultgemüse des 16. Jahrhunderts, allerdings kommt er jetzt wieder zurück in die Küche.

Seine Höchstform erreicht der Wirsingkohl in den kalten Wintermonaten, wodurch er ein wichtiger Energie- sowie Vitaminlieferant ist. Jedoch kann er ganzjährlich geerntet werden, sodass man keinen Verzicht eingehen muss. Die Frühjahrsvariante ist zwar weniger lange haltbar und auch in puncto Geschmack etwas milder, jedoch dennoch eine wahre Delikatesse für Wirsingliebhaber.

Bedeutung für die Gesundheit

Das Kohlgemüse gehört offiziell zur Kategorie der Superfoods. Das liegt daran, dass Wirsing eine Menge an wertvollen Inhaltsstoffen aufzuweisen hat. Es wird dem Nahrungsmittel sogar eine heilende Wirkung nachgesagt.

Mit einer etwas größeren Portion an Wirsing kann der Vitamin C Tagesbedarf einer ausgewachsenen Person gedeckt werden. Weiterhin sorgen Folsäure und Kalium für eine gesunde Zellteilung sowie -bildung sowie für die Regulierung des Blutdrucks.

Weitere positive Eigenschaften sind antioxidative, antibakterielle sowie das Immunsystem stärkende Wirkungen des Wunderkohls. Zusätzlich verhilft das Vitamin E für den Schutz vor freien Radikalen. Somit wird Krebs und Arteriosklerose ideal vorgebeugt.

Weiterhin hilft das Nahrungsmittel gegen Gicht, rheumatische Erkrankungen, Muskelschmerzen sowie Gliederschmerzen. Die Wirsingblätter sind ideal für einen Umschlag geeignet und lindern somit die Schmerzen.

Tipp: Wirsing ist sehr kalorienarm und somit ideal für Diäten geeignet. Auf 100 Gramm folgen in etwa nur 25 Kalorien (104,6 kJ). Daher kann man sich in Ruhe satt essen, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben!

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 27 Fettgehalt 0,1 g
Cholesterin 0 mg Natrium 28 mg
Kalium 230 mg Kohlenhydrate 6 g
Ballaststoffe 3,1 g Eiweiß 2 g

Natürlich weist Wirsing eine Menge postive Inhaltsstoffe auf, denn ansonsten würde es nicht als Superfood gelten. Zudem ist sehr Kohl sehr kalorienarm, womit er rein von seinen Inhaltsstoffen und Nährwerten in jeder Mahlzeit willkommen ist.

Hier einige der enthaltenen Inhaltsstoffe:

Besonders empfehlenswert ist roher Wirsing. In diesem Zustand ist er am geschmacksintensivsten und weißt zudem den höchsten Anteil an Nährstoffen auf. Aber auch pflanzliches Fett sowie Eiweiße können durch den Verzehr von Wirsing für den Körper gewonnen werden. Zudem weißt der Superkohl kaum Kohlenhydrate auf, womit man sich keine Sorgen um seine Bikini-Figur machen muss.

Hier noch ein kurzer Überblick zu den Nährwerten in jeweils 100 Gramm Wirsing:

  • Rund 25 Kalorien
  • Fettgehalt 0,1 Gramm
  • Cholesterin 0 Milligramm
  • Eiweiß 2 Gramm
  • Ballaststoffe 3,1 Gramm
  • Kalium 230 Milligramm
  • Natrium 28 Milligramm

Unverträglichkeiten & Allergien

In puncto Wirsing können allerdings auch Unverträglichkeiten auftreten. Menschen, die bereits eine Senfölallergie aufweisen, sollten auf den Verzehr von Wirsing verzichten. Senföle sind verantwortlich dafür, dass im Körper allergische sowie empfindliche Reaktionen auftreten. Ist dies nicht der Fall, so kann zumindest die Verdauung darunter leiden. Blähungen sind keine Seltenheit. In diesem Fall sollte eine geringere Menge des Kohls verzehrt werden.

An sich sollte man zwischen Unverträglichkeiten und Allergien unterscheiden. Handelt es sich um Unverträglichkeiten, so treten diese meist während der Verdauungsvorgangs im Bereich des Darms auf. Bei Allergien jedoch handelt es sich um Reizungen sowie einm Jucken im Mundbereich. Auch geschwollene Haut und Rötungen sind nicht selten.

Hier eine kurze Auflistung möglicher Symptome einer Allergie:

Handelt es sich um Unverträglichkeiten, so kann es ebenfalls zu Übelkeit kommen. Aber auch die Magenschmerzen sind keine Seltenheit. Weiterhin kann es zum Erbrechen, zu Krämpfen und Entzündungen des MagenDarm-Traktes kommen. Auch Blähungen sind keine Seltenheit. Weiterhin kann ein Völlegefühl eine Folge sein, sowie Rötungen und Juckreiz am Darmausgang.

Achtung: Eine Unverträglichkeit oder Allergie zu diagnostizieren dauert oftmals sehr lange. Somit kann nicht mit einer einzigen Untersuchung bereits eine eindeutige Diagnose geschaffen werden. Da man täglich nicht nur Wirsing zu sich nimmt, muss die gesamte Nahrungsmittelaufnahme des Öfteren analysiert und so Schritt für Schritt die Unverträglichkeit erkannt werden.

Einkaufs- & Küchentipps

Wirsing kann bereits verarbeitet werden, auch wenn der Reifeprozess noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Hierbei entstehen sehr zarte und beliebte Wirsingblätter.

Je nach Jahreszeit bringt der Wirsing andere Frischekriterien mit sich. Der Frühjahrswirsing ist zum Beispiel heller als ein Wirsing aus der kalten Winterjahreszeit. Jedoch sollte stets darauf geachtet werden, dass der Kohl dunkelgrün ist.

Die Blätter sollten weder angeknabbert noch angeschnitten sein. Auch die Schnittstelle des Kohls sollte in einem hellen, nicht braunen Ton erscheinen. Genauso sollten die Blätter knackig grün sein und keine braunen Stellen aufweisen. Wird dies beachtet, so kann man von einem frischen einwandfreien Produkt ausgehen.

Wissenswert: Wer regionale Produkte bevorzugt, wird beim Wirsing das ganze Jahr über fündig. Auch Bioprodukte sind geeignet, um sichergehen zu können, dass keine Pestizide und Co. verwendet wurden.

In puncto Lagerung kommt es ebenfalls auf die Erntezeit an. An sich kann man einen Kohl dieser Art bis zu zwei Wochen im Kühlschrank frischhalten. Auch Kellerräume bieten sich an, hauptsache es ist kühl genug. Handelt es sich um einen Wirsing aus der Frühjahrszeit, so kann man diesen lediglich um die 3 Tage lagern.

Tipp: Handelt es sich um einen bereits angeschnittenen Wirsing, so sollte er in Frischhaltefolie verpackt gelagert werden. Somit schützt man ihn vor einem vorzeitigen Verderb und braunen ungenießbaren Stellen an den Schnittstellen.

Weiterhin relevant ist jener Aspekt, dass der Wirsing vor Ungeziefer geschützt gelagert wird, damit dieser nicht angeknabbert werden kann. Somit schützt man ihn ebenfalls vor einem vorzeitigen Verderb. Die Lagerung im Kühlschrank ist ideal, alternativ geht jedoch auch ein dunkler und kühler Kellerraum, welcher die meiste Zeit verschlossen bleibt und auf Insekten und Co. überprüft wird.

Zubereitungstipps

Wirsing bringt etliche Möglichkeiten auf den Teller. Dazu gehören die beliebten Kohlrouladen, welche mit den Blättern des Wirsings gewickelt werden. Aber auch als Beilage macht sich Wirsing gut. Hierzu zählen nicht nur Suppen und Eintöpfe, sondern auch Nudeln, Fleisch und Kartoffeln. Wie wäre es beispielsweise mit einem Wirsing Gratin?

An sich werden die Blätter komplett verarbeitet oder fein gehackt. So findet man das Kohlgemüse nicht nur in der traditionellen deutschen Küche wieder, sondern auch in anderen Kulturen.

Tipp: Als Smoothie oder roh genießt man nicht nur einen wunderbaren Geschmack, sondern nimmt obendrein den höchstmöglichen Vitaminanteil zu sich. Wer also nicht viel Obst und Gemüse verzehrt oder eine Vitaminbombe für den Tag benötigt, ist bei Wirsing genau richtig.

Häufige Fragen und Antworten

 

Ist es möglich, eine Überdosis der Inhaltsstoffe zu erhalten?

Diese Frage ist berechtigt, jedoch besteht keine Sorge. Oftmals wird Wirsing extra in großen Mengen gegessen, da die Inhaltsstoffe sehr wichtig für den Körper sind. Eine Überdosis an einzelnen Inhaltsstoffen ist eher nicht erkenntlich. Jedoch kann der Kohl auf Masse blähend wirken. Auch Menschen mit einer Senföl-Allergie sollten auch große Mengen verzichten.

Ist eine Wirsing-Diät sinnvoll?

Wenn eine Wirsing-Diät bedeutet, dass man ausschließlich nur noch dieses Superfood zu sich nimmt, dann ist es eher schädlich auf Dauer. Klar nimmt man wenig Kalorien zu sich und kann vermutlich schnell Erfolge erzielen, jedoch nimmt man damit keinesfalls gesund ab. Wichtig ist eine ausgewogene Ernährung und viel Sport. Und wer viel Sport macht, braucht ausreichend Nährstoffe und Energie.

Unser Fazit

Wirsing ist ein wahres Wundernahrungsmittel. Kombiniert mit Kartoffeln und anderen Lebensmitteln können richtige Leckereien entstehen, die obendrein eine Menge Nährstoffe und Vitamine mit sich bringen. So können Muskelschmerzen und Co. gelindert, aber auch Krebsrisiken vermindert werden. Auch der Vitaminbedarf von Vitamin C und Folsäure wird mit einer größeren Menge an Wirsing gedeckt. Am besten ist es, den Kohl roh zu verzehren, damit keine Vitamine verloren Gehen. Beispielsweise bietet sich ein Rohkostsalat oder auch ein Smoothie an.

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