Erdbeere

Erdbeeren sind ALS Obst sehr beliebt! Vor allem im Sommer greifen Viele zu den roten Früchtchen. Kein Wunder! Denn Erdbeeren eignen sich wunderbar für leichte und süße Kaltspeisen, aber auch zur Verfeinerung von Herzhaftem.

Wer Erdbeeren isst, verwöhnt nicht nur seinen Gaumen, sondern tut ganz nebenbei auch noch seinem Körper etwas Gutes. Erdbeeren sind äußerst gesund und haben viele wertvolle Inhaltsstoffen zu bieten. An Erdbeeren kann sich aber nicht jeder erfreuen.

Das sollten Sie über Erdbeeren wissen:

Der botanische Name der Erdbeere lautet Fragaria. Sie gehört zur Familie der Rosengewächse. Es existieren in etwa 20 unterschiedliche Erdbeersorten. So gibt es kleine und größere Erdbeeren in verschiedenen Formen – mal leuchtend rot, mal hell rosa gefärbt. Die kleine Frucht ist entweder weich und glatt oder seidig behaart. Jede Erdbeersorte weist andere Inhaltsstoffe auf. Ein weiterer Unterschied liegt in der Reifezeit und demzufolge auch im Geschmack. Die bekannteste Sorte ist die Gartenerdbeere, unter Botanikern auch Fragaria x Ananassa genannt.

Trotz ihres umgangssprachlichen Namens ist die Erdbeere eigentlich keine richtige Beere. Tatsächlich handelt es sich um eine sogenannte Sammelnussfrucht. Die eigentlichen Früchte sind nämlich die gelben kleinen Körnchen oder Nüsschen. Das rote Fruchtfleisch ist nur eine Verlängerung und Vergrößerung der Sprossachse, meist in Form einer Rosette. Entgegen vieler Vermutungen ist die Farbe des Fruchtfleischs kein Indiz für die Intensität des Aromas. So können auch rosafarbene Erdbeeren äußerst süß schmecken.

Erdbeeren wachsen am besten auf sandigem Boden. Sie werden in Deutschland, Italien, Polen und Spanien angebaut. Von Mai bis Juli ist Erdbeersaison in Deutschland.

Die kleinen roten Früchte gelten als sehr empfindlich. Kurz nach der Ernte verlieren sie schnell an Aroma und es bilden sich leicht Druckstellen am Fruchtfleisch. Daher sollte zwischen Ernte und Verzehr nicht viel Zeit vergehen.

Bedeutung für die Gesundheit

Die Erdbeere besitzt einen hohen Anteil an Vitamin C. Schon allein aus diesem Grund gilt sie als äußerst gesund. Ihr Vitamin C – Gehalt übersteigt sogar den von Zitronen und Orangen. Außerdem beinhalten Erdbeeren viel Folsäure, die der menschliche Körper für die Zellteilung und Blutbildung benötigt. Deshalb ist der Verzehr von Erdbeeren besonders für Schwangere empfehlenswert.

Außerdem lassen sich in Erdbeeren viele Spurenelemente und Mineralien wie Eisen, Jod, Kalium und Magnesium finden. Diese stärken das Immunsystem und unterstützen den Körper dabei, Krankheiten vorzubeugen. Eisen kann zum Beispiel die Behandlung von Blutarmut unterstützen. Kalium fördert die Nierentätigkeit.

Auch sogenannte Antioxidantien sind in Erdbeeren enthalten. Sie haben ebenfalls eine prophylaktische Wirkung, da sie freie Radikale im Körper bekämpfen. Als freie Radikale werden Stoffwechselprodukte im Körper bezeichnet, die für den Alterungsprozess von Zellen und für die Entstehung von bestimmten Krebsarten und Alzheimer verantwortlich sein sollen.

Weiterhin besitzen Erdbeeren sekundäre Pflanzenstoffe, die in vielen Lebensmitteln auftauchen. Es handelt sich dabei um chemische Verbindungen, die für Pflanzen selbst nicht lebensnotwendig sind, für den Menschen aber sehr gesund. Sie sollen zum Beispiel Entzündungen vorbeugen und beim Abtöten von Krankheitskeimen helfen. Auch Symptome bei Erkrankungen der Gelenke, wie etwa bei Gicht und Rheuma, können durch den Verzehr von Erdbeeren zurückgehen.

Wer Erdbeeren isst, beeinflusst den Blutzuckerspiegel positiv und schützt sich vor möglichen Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der hohe Anteil an Vitamin E, C und B ist für Herz und Blutgefäße gut. Erdbeeren enthalten kaum Fett und Kohlenhydrate. Sie bestehen hauptsächlich aus Wasser. Dessen Anteil liegt bei etwa 89 Prozent. Zudem sind Erdbeeren ballaststoffreich und unterstützen somit die Verdauung.

Doch nicht nur das rote Fruchtfleisch hat eine gesundheitsfördernde Wirkung. Die grünen Blätter enthalten viele Gerbstoffe und finden Verwendung zum Beispiel bei der Zubereitung von Tees. Diese können Durchfall und Schleimhautentzündungen im Mund lindern.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Erdbeeren gelten zurecht als Vitamin C – Bombe. In 100 Gramm sind circa 60 Milligramm an Vitamin C enthalten. Daneben weisen Erdbeeren geringe Mengen an Vitamin B1, B2 und B6 auf. Ebenso lassen sich Spuren von verschiedenen Mineralien, wie Zink, Chlorid, Mangan und Schwefel finden. Auch Kalzium und Phosphor gehören dazu. Flourid, das den Zahnschmelz härten soll, ist ebenfalls in geringer Konzentration vorhanden.

Die Fragaria ist sehr kalorienarm. 100 Gramm Erdbeeren liefern gerade mal 32 Kilokalorien an Energie. Sie schmecken süß, weil in ihnen Zucker in Form von Fructose enthalten ist. Der Anteil an Kohlenhydraten liegt bei 5,5 Gramm pro 100 Gramm. Wegen der vielen Ballaststoffe (etwa 1,6 g) gelten die roten Früchte als verdauungsfördernd.

Unverträglichkeiten & Allergien

Nicht jeder Mensch verträgt Erdbeeren gleich gut, denn diese enthalten von Natur aus Stoffe, die zu unangenehmen körperlichen Reaktionen führen können.

Der Stoff Histamin zum Beispiel ist häufig verantwortlich für Nebenwirkungen wie Durchfall, Blähungen, Sodbrennen oder auch Migräne. Diese Symptome treten bei Menschen auf, die an einer Histaminintoleranz leiden. Histamin ist ein körpereigener Stoff, der aber auch über die Nahrung in den menschlichen Organismus gelangt, unter anderem auch über den Verzehr von Sauerkraut. Er ist unter anderem an der Bildung von Magensaft und Entzündungsreaktionen im menschlichen Körper beteiligt.

Ausschlag, Hautrötungen und Schwellungen sind ebenso als allergische Reaktionen möglich. Diese treten meist bei Personen mit einer Birkenpollenallergie auf. Erdbeeren enthalten nämlich Eiweißstoffe, die Birkenpollen ähneln. Allergiker besitzen gegen diese bereits Antikörper und reagieren deshalb auf Erdbeeren empfindlich.
Auch für Menschen mit einer Nussallergie können Erdbeeren ungenießbar sein, da die kleinen Früchte außen am roten Fleisch kleine Nüsschen tragen.

Menschen mit einer Fructoseintoleranz sollten ebenfalls vom Verzehr von Erdbeeren absehen, da diese Fruchtzucker enthalten. Dieser kann bei Betroffenen zu Durchfall, Übelkeit und Magenkrämpfen führen.

Wichtig:
Vor dem Genuss von Erdbeeren sollten Verbraucher diese auf mögliche Schimmelsporen untersuchen. Diese sind häufig kaum zu erkennen, können aber Magenbeschwerden hervorrufen. Wer Erdbeeren kauft, sollte am besten zu Bio-Ware greifen, da viele Erdbeeren Rückstände von gesundheitsschädlichen Pestiziden aufweisen.

Einkaufs- & Küchentipps

Beim Einkauf von Erdbeeren gilt: Lieber einheimische Sorten als Importware!
Importierte Erdbeeren sind meist mit Pestiziden behandelt, um sie möglichst lange frisch zu halten.

Entscheidend für den süßen Geschmack einer Erdbeere ist der Zeitpunkt ihrer Ernte. Konnte eine Erdbeere lange reifen, besitzt sie auch mehr Aromen. Im Gegensatz zu anderen Obstsorten, reift eine Erdbeere nicht nach. Wurde sie zu früh geerntet, sind an ihr meist grün-gelbe Stellen zu erkennen. Erdbeeren in Deutschland haben ab Mitte Juni Saison.

Wer auf Qualität Wert legt, sollte Erdbeeren direkt beim Erzeuger, am besten beim Bio-Bauern kaufen. Pralle und rote Früchte ohne Druckstellen schmecken am besten. Nach dem Kauf empfiehlt sich, sie in einer Schale mit kaltem Wasser zu waschen, um das empfindliche Fruchtfleisch nicht zu beschädigen.

Achtung:
Ein harter Wasserstrahl aus dem Hahn würde eher Druckstellen verursachen. Erst nach dem Waschen werden Stiel und Blätter entfernt. Danach kommen die Erdbeeren zum Trocknen auf einen flachen Teller. Bei einer Lagerung im Kühlschrank und mit einer Frischhaltefolie abgedeckt, halten sich Erdbeeren etwa zwei Tage.

Zubereitungstipps

Erdbeeren schmecken süß, sind aber kalorienarm. In Obstsalaten, Smoothies, Fruchtjoghurt oder als Rote Grütze machen sich die roten Früchtchen gut. Aber auch als Kuchenbelag oder Konfitüre sind Erdbeeren eine echte Gaumenfreude. Sogar herzhaften Gerichten können sie eine süß-pikante Note verleihen, zum Beispiel in Form von Saucen.

Häufige Fragen und Antworten

Können Erdbeeren Neurodermitis verschlimmern?

Erdbeeren enthalten Stoffe, die nicht jeder Mensch verträgt. Personen, die durch Allergien oder andere Krankheiten vorbelastet sind, können empfindlich auf Erdbeeren reagieren. So ist es zum Beispiel möglich, dass Symptome wie zum Beispiel im Falle von Neurodermitis häufiger oder intensiver auftreten. Erdbeeren sind aber keine Ursache für Neurodermitis.

Wachsen Erdbeeren auch auf dem Balkon?

Unter geeigneten Bedingungen können Erdbeeren auch auf Balkonen gedeihen – am besten in Hängetöpfen. Die Pflanzung sollte im August erfolgen. Viel Sonne und wenig Wind begünstigen das Wachstum. Erdbeeren auf dem Balkon können eine Höhe von bis zu 25 Zentimetern erreichen.

Erdbeeren im Gefrierschrank – funktioniert das?

Ja! Nach dem Waschen sollten die Erdbeeren zunächst trocken. Danach erfolgt die Vorbereitungsphase: Die süßen Früchtchen kommen auf einen flachen Teller und für zwei Stunden in den Gefrierschrank. Anschließend werden sie in einen Gefrierbeutel oder ein Gefäß gefüllt und wieder eingefroren. Im gefrosteten Zustand sind Erdbeeren etwa acht Monate haltbar.

Erdbeeren besser pur oder gezuckert?

Eine ausgereifte Fragaria schmeckt im natürlichen Zustand schon süß. Doch wer beim Geschmack etwas nachhelfen möchte, sollte auf Kristallzucker verzichten. Denn dieser zieht das Wasser aus der Frucht heraus und verwässert sie. Am besten eignet sich eine Lösung aus Puderzucker und etwas Zitronensaft.

Woher kommt die rote Farbe bei Erdbeeren?

Der natürliche Pflanzenfarbstoff gibt Erdbeeren ihre typische Farbe. Diese soll in erster Linie Tiere anlocken und zum Verzehr anregen. Über die Verdauung scheiden Tiere die kleinen Nüsschen der Erdbeere wieder aus und sorgen so für die Verbreitung der Frucht.

Unser Fazit

Erdbeeren sind kleine Wunder für die Gesundheit. Sie ist ein vitaminreiches und geschmackvolles Lebensmittel, das den Körper nicht unnötig belastet. Erdbeeren halten fit und schlank. Genau richtig für den kommenden Sommer!

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