Nierensteine

Steckbrief: Nierensteine

  • Name(n): Nierenstein; Neprohlitiasis
  • Art der Krankheit: Steinerkrankung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Unbekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Schwer lösliche Harnbestandteile
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 5% der deutschen Bevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Urologe; Nephrologe
  • ICD-10 Code(s): N20.0

Nierensteine – Vermeidbare Schmerzen
Nierensteine
Nierensteine entstehen durch das Auskristallisieren von im Harn gelösten Stoffen. Die Steine können von der Größe eines Reiskorns (1-3mm) bis hin zu einigen Zentimetern reichen. Große Steine können das gesamte Nierenbecken ausfüllen und werden dann Nierenausgusssteine genannt werden. Man unterscheidet Nierensteine nach ihrer chemischen Zusammensetzung in Kalziumoxalat-Steine (75%), Magnesiumammoniumphosphat-Steine (20%) und Harnsäure-Steine (5%).

Nierensteine werden oft zufällig bei Routineuntersuchungen entdeckt, da sie keine Symptome verursachen, solange sie nicht wandern oder den Harnabfluss behindern. In der Fachsprache werden Nierensteine Nephrolithiasis genannt Umgangssprachlich werden sie auch ALS Urolithiasis bezeichnet, obwohl mit diesem Begriff die Bildung von Steinen in den ableitenden Harnwegen gemeint ist. Bei ungünstiger Lage können Nierensteine die extrem starken Schmerzen einer Nierenkolik hervorrufen. Etwa 5% der deutschen Bevölkerung leidet an Nierensteinen (Nephrolithiasis), wobei Männer häufiger betroffen sind als Frauen.

Definition Nierensteine

Nierensteine plagen die Menschen seit Anbeginn der Zeit. Gleichwohl einige Forscher dieses medizinische Phänomen als Kulturerkrankung ansehen, bleibt nicht zu vergessen, dass bereits schon unsere frühsten Vorväter an Nierensteinen erkrankten, wie sich archäologisch nachweisen lässt. Dennoch stimmt es wohl, dass dieses spezielle Leiden in den letzten Jahrtausenden mit weitaus höherer Frequenz auftritt als zuvor.

Bereits früheste schriftliche Zeugnisse aus dem antiken Mesopotamien und anderen frühen Hochkulturen beschreiben Krankheiten und damit einhergehende Symptome, die klar als Nierensteine aufzufassen sind. In seinem steten Forscherdrang entwickelte der Mensch bereits sehr früh Methoden, mit Hilfe derer gegen das vorliegende Leiden vorgehen konnte. Gerade aber die frühsten Arten der Behandlung waren im besten Falle als experimentell anzusprechen und versprachen nur sehr geringe Chancen auf Heilung.

Nichtsdestoweniger kam es bereits sehr früh zu einer gewissen Spezialisierung auf Nierensteine sowie Harnsteine und andere vergleichbare Leiden. Bereits aus dem antiken Griechenland sind uns Berichte bekannt, die klar darauf hinweisen, dass man im Falle einer Erkrankung mit einem Steinleiden darauf spezialisierte Ärzte aufsuchte. Inwieweit diese frühen Mediziner nun tatsächlich ausschließlich auf Nierensteine und Co. ausgerichtet waren oder nicht, bleibt allerdings zweifelhaft. Möglicherweise hatten sie nur ein besonderes Talent was die Heilung eben jener Erkrankung anging. Alles in allem bleibt dies eher zweifelhaft. Dennoch geben uns derartige Berichte sehr interessante Aufschlüsse, die uns weiterhin dabei helfen zu verstehen, wie weit die Schulmedizin seit ihren Anfängen gekommen ist.

Der Name Nierensteine ist etwas irreführend. Natürlich handelt es sich dabei nicht um Steine im klassischen Sinne, sondern um kristalline Anlagerungen in den Nieren. Diese erinnern jedoch stark an kleine Steine, darum der Name. Wie dem auch sei: Nierensteine plagen die Menschenhit schon sehr lange. Darüber hinaus sind sie auch immens schmerzhaft und schränken die Lebensqualität eines erkrankten Individuums massiv ein. Tatsächlich können besonders schwer betroffene Menschen oftmals nicht mehr aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben und sind auch in ihrem Bewegungsradius über die Maßen eingeschränkt. Dies liegt nicht zuletzt an dem Umstand, dass das Wasserlassen mit Nierensteinen zu einer regelrechten Tortur werden kann.

Überhaupt sei an dieser Stelle noch einmal erwähnt, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine in aller Regel sehr schmerzintensive Erkrankung handelt. Nicht nur Nierenkoliken können dadurch ausgelöst werden, auch das Urinieren wird schmerzhaft, wenn nicht gar unmöglich. Jeder Mensch, der bereits einmal an einer Nierenkolik litt, wird wissen, wie grausam eine solche sein kann und mit welchem immensen Maße an Schmerz sie verbunden ist.

Wie aber nun kommt es überhaupt zur Bildung von Nierensteinen? – Die Bildung von Nierensteinen hängt mit dem Urin zusammen. Urin ist imgrunde eine Zusammensetzung aus Wasser und verschiedenen Partikeln. Sind von gewissen Partikeln zu viele vorhanden, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich diese überschüssigen Partikel im Körper, vornehmlich in den Nieren, ablagern. Diese Ablagerungen kristallisieren mit der Zeit und bilden dabei die typischen Nierensteine. Dieser Vorgang kann mitunter sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Oftmals auch handelt es sich bei Nierensteinen oder anderen Steinerkrankungen um grundsätzlich vermeidbare Übel. Sicherlich ist es nicht möglich, dieser Erkrankung zu 100% vorzubeugen, indem man bestimmte Maßregeln beachtet, dennoch sollte man nicht unterschätzen, wie sehr eine halbwegs gesunde Lebensführung dazu beitragen kann, keine Nierensteine auszubilden.

Oftmals gehen Nierensteine auf ein Ungleichgewicht der Zusammensetzung des Harns zurüCK. Diese Zusammensetzung ist stark von den individuellen Ess- und Trinkgewohnheiten der Menschen abhängig. Zwar spielen auch einige andere Faktoren eine Rolle, diese sind aber zumeist zu vernachlässigen. Nichtsdestoweniger gibt es einige Personen, die aufgrund ihrer natürlich unzureichenden Zusammensetzung des Urins tendenziell eher zur Nierensteinen neigen als andere. Darum kann es sinnig sein, sich in seiner Familie umzuhören, ob es dort Fälle der vorliegenden Erkrankung gibt oder gegeben hat. Leiden auffallend viele Personen aus der nächsten Verwandtschaft an Nierensteinen kann dies ein klares Zeichen dafür sein, dass man selbst auch ein erhöhtes Risiko aufweist, solche auszubilden. Nicht zuletzt darum kann es sehr sinnvoll sein, präventiv tätig zu werden und Maßnahmen zu ergreifen, die einen solchen Fall verhindern.

Das gerade erwähnte Ungleichgewicht ergibt sich zu großen Teilen aus der Ernährung des Individuums. So sind Menschen, die sehr viel Salz zu sich nehmen stärker gefährdet als andere. Dasselbe gilt für Zucker, Alkoholika und vergleichbare Lebensmittel. Auch Personen, die zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen laufen erhöhte Gefahr, Nierensteine auszubilden. Dies liegt daran, dass der Urin zur Entstehung natürlich Wasser benötigt. Wird der Körper aber nicht in ausreichender Menge mit diesem Stoff versorgt, so muss die Produktion des Harns gezwungenermaßen zurückfahren, was wiederum dafzu führt, dass einige mit der Nahrung aufgenommene Stoffe im nicht aus dem Körper befördert werden können und sich darum akkumulieren. Diese Akkumulationen können ebenfalls zu Nierensteinen oder anderen Steinen heranwachsen. Gerade deswegen ist es von größter Notwendigkeit, immer genügend Wasser zu trinken. Für einen erwachsenen Menschen sind zwischen zwei unf fünf Liter pro Tag empfehlenswert. Bei besonderer Hitze oder schweißtreibenden Tätigkeiten noch mehr. Wer weniger als zwei Liter Wasser pro Tag zu sich nimmt schadet sich nicht nur selbst, sondern erhöht auch das Risiko auf Nierensteine immens.

Die Nieren gehören zu den sogenannten ableitenden Harnhören. Sie erfüllen in diesem System die Funktion eines Filters: Abfallprodukte und überschüssiges Wasser werden aus dem Blut gefiltert und abtransportiert. Bei einer bakteriellen Infektion kann sich das Nierengewebe sowie das Nierenbecken entzünden und eine Nierenbeckenentzündung beziehungsweise Pyelonephritis auslösen. Dabei handelt es sich zumeist um einen komplizierten Harnwegsinfekt, da die Bakterien zuvor bereits Blase, Harnröhre und Harnleiter in Mitleidenschaft gezogen haben. Da die Nieren generell sehr schmerzempfindlich sind, ist auch die Pyelonephritis mit ausnehmend starken Schmerzen verbunden. Lediglich die chronische Verlaufsform beginnt mit einem Stadium relativer Symptomfreiheit, kann jedoch hernach zur Niereninsuffizienz führen.

Die Methoden, die zur Behandlung von Nierensteinen zur Verfügung stehen sind heutzutage sehr gut und effektiv. Betroffene müssen nicht mehr um Leib und Leben fürchten, wie es in der Vergangenheit der Fall war. Auch gilt anzumerken, das nur Nierensteine einer bestimmten Größe tatsächlich einer gezielten Behandlung bedürfen. Besonders kleine Nierensteine können zumeist mit dem Urin ausgeschieden werden und stellen somit keine allzu große Bedrohung für das betroffene Individuum dar.

Heutzutage zieht man, insofern ein operativer Eingriff nicht absolut erforderlich ist, eine noninvasive Art der Behandlung vor. Das bedeutet, dass man die Nierensteine entfernt, ohne den Patienten tatsächlich aufschneiden oder in ihn eindringen zu müssen. Das spart nicht nur Schmerzen, sondern auch Ressourcen. Hierzu bedient man sich zumeist Schallwellen, um genauer zu sein der Extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie oder kurz: ESWL. Kurz zusammengefasst handelt es sich hierbei um die gezielte Erzeugung von Stoßwellen, die dafür Sorge tragen sollen, dass die Nierensteine in kleine Teile zerbrechen und es somit möglich ist, dieselben regulär mit dem Urin auszuscheiden. Zumeist ist diese Therapie wenig unangenehm und kann sogar ambulant durchgeführt werden. Ältere Maschinen erzeugen jedoch bisweilen eine nicht zu unterschätzende Lautstärke. Dieser ist allerdings sehr einfach mittels eines Gehörschutzes entgegenzuwirken. Sollte diese Therapie jedoch nicht anschlagen, so stehen den behandelnden Ärzte noch weitere Mittel zur Verfügung, mit denen sie die Heilung der Patienten befördern können.

Hierzu gehören unter anderem operative Eingriffe oder Therapien mit Lasern, auch das Legen einen Katheters kann dabei helfen, die Steine aus dem Körper des Patienten zu befördern.

In den vergangenen Jahrhunderten war die Behandlung ungleich rabiater und führte darüber hinaus nur in etwa der Hälfte der Fälle zu dem gewünschten Erfolg. Die andere Hälfte der Patienten starb entweder oder litt weiterhin an Nierensteinen. Die wohl in der Historie am häufigsten zum Einsatz kommende Methode bestand der Benutzung einer frühen Form des Katheters. Diese waren aber nicht, wie heutzutage, aus beweglichen und flexiblen Materialien, sondern zumeist aus Metallen wie Eisen oder Bronze. Zwecks einer Behandlung führte man diese sehr feinen und dünnen Metallrohre in den Penis oder die Vagina des Patienten oder der Patientin ein und versuchte, bis in die Niere vorzudringen und die Steine dort zu zertrümmern. Dass ein solcher Eingriff, insbesondere ohne Narkotika, von immensen Schmerzen begleitet wird sollte wohl klar sein.

Eine ähnliche Methode wurde seinerzeit allerdings auch zu diagnostischen Zwecken eingesetzt. War der behandelnde Arzt sich nicht komplett sicher darüber, ob bei seinem Patienten Nierensteine oder Harnsteine vorlagen, so führte er eine sehr feine und speziell gebogene Metallnadel in die Harnröhre des zu behandelnden Individuums ein und wartete, bis er auf Widerstand traf. Danach stach er sehr sachte mit besagter Nadel auf das den Widerstand verursachende Objekt ein und hörte er dabei ein metallenes Klacken, so war davon auszugehen, dass tatsächlich eine Steinerkrankung vorlag. Hierbei konnte der zustände Arzt auch gleich versuchen, den gefundenen Stein mit der Nadel zu zerstoßen.

Alles in allem bleibt also klar festzustellen, dass die historischen Behandlungsmethoden betreffs Nierensteine nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch sehr gefährlich waren. Die moderne Schulmedizin versorgt uns heutzutage mit wesentlich effektiveren und weitaus weniger schmerzvollen Methoden der Heilung. Vollkommen Risikofrei ist eine Behandlung jedoch nie, auch nicht in heutigen Zeiten. Darum sollte man sich vor jedwedem Eingriff genau mit der verwandten Methodik auseinandersetzen und bei Unsicherheiten und Fragen nicht davor zurückscheuen, seinen Arzt gezielt anzusprechen.

Eine eher beunruhigende Entwicklung der letzten Jahre besteht darin, dass scheins immer mehr Kinder an Nierensteinen leiden. Zwar handelt es sich hierbei immer noch um ein eher seltenes Phänomen, dennoch kann man es immer öfter beobachten. Dies ist wohl vorallem auf mangelnde Bewegung und eine meist damit einhergehende minderwertige Ernährung zurückzuführen. Nicht zuletzt darum sind an dieser Stelle alle Eltern dazu aufgerufen sicherzustellen, dass der eigene Nachwuchs nicht nur genügend physischen Aktivitäten nachgeht, sondern sich auch angemessen ernährt. Auf diese Art und Weise lassen nicht nur Nierensteine verhindern, sondern auch viele andere Erkrankungen. Eine Win-Win-Situation.

Zusammenfassend kann man also anmerken, dass es sich bei Nierensteinen heutzutage glücklicherweise nicht mehr um ein allzu gravierendes Leiden handelt. Den meisten Betroffen kann man sehr schnell und effektiv und vorallem nachhaltig helfen, anders als noch vor beispielsweise einem Jahrhundert. Dennoch sollte man sich nicht auf dem Wissen ausruhen, dass es gute Behandlungsmethoden gibt und darum seine Gesundheit schleifen lassen. Das Ziel sollte es immer noch sein, das Entstehen von Nierensteinen und Krankheiten im Allgemeinen durch eine gute und gesunde Lebensführung prophylaktisch anzugehen.


Was sind Nierensteine?

Unter dem Begriff Nephrolithiasis versteht man die Bildung von Steinen in der Niere. Sie können einzeln oder multipel, also mehrfach, auftreten. Bei Nierensteinen kommt es zu einer Auskristallisierung von wasserunlöslichen Stoffen aus dem Harn. Die Art des Nierensteins wird dabei entsprechend der Art der auskristallisierten Substanz bestimmt.

Am häufigsten kommen mit 75% der Nierensteine Calciumsteine vor. Es gibt außerdem in absteigender Häufigkeit Harnsäuresteine, Steine aus Magnesiumammoniumphosphat, Cystinsteine und sehr sellten Xanthinsteine. Nierensteine gehen entweder von selbst durch den Harnleiter ab oder bleiben im Nierenbecken liegen. Verbleiben sie für längere Zeit in der Niere, können sie mit ihrer teils stetig wachsenden Größe als Ausgussstein das gesamte Nierenbecken ausfüllen. Größe und Lage des Steins beeinflussen maßgeblich die auftretende Symptomatik. Meist tritt das Krankheitsbild erstmals im jungen Erwachsenenalter auf, allerdings ist die Rezidivrate mit 50% verhältnismäßig hoch.

Des Weiteren ist davon auszugehen, dass die Entstehung durch gentische Faktoren begünstigt werden kann. So ist die Kombination aus den soeben erwähnten genetischen Faktoren und etwaigen Umwelteinflüssen der wahrscheinlichste Grund für die Bildung von Nierengries.

Die zur Behandlung zur Verfügung stehenden Methoden ist heutzutage sehr fortgeschritten und bieten daher gute Möglichkeiten dahingehend, die Krankheit vollends und erfolgreich auszumerzen. Dennoch kann es im Rahmen einer Therapie immer wieder zu Komplikationen kommen, die in besonders schweren Fällen den Tod des Patienten nach sich ziehen können. Dennoch sollte man als Patient nicht davon ausgehen, dass die Behandlung besonders schwerwiegend verläuft. Tatsächlich gehen die meisten Behandlungen positiv für den Patienten aus. Die Mortalitätsrate ist vergleichsweise gering.

Darüber hinaus ist es möglich, der Entstehung von Nierensteinen prophylaktisch entgegenzuwirken, indem man seine Ernährung dahingehend anpasst. Zwar lässt sich durch eine solche Maßnahme nicht vollkommen ausschließen, dass es zu einer Entstehung des vorliegenden Leidens kommt, dennoch verringert sich die Chance teilweise sehr stark. Und das sollte durchaus im Interesse des Patienten liegen.

Welche Ursachen gibt es?

Da die enthaltenen Flüssigkeiten im Nierengewebe zum einen stark konzentriert sind, zum anderen nur eine sehr geringe Fließgeschwindigkeit haben, ist das Organ in Bezug auf Nierensteine besonders gefährdet.

Für die Bildung von Nierensteinen sind verschiedene Ursachen bekannt. So kann beispielsweise eine unzureichende Trinkmenge dazu führen, dass die schwer wasserlöslichen Stoffe im Urin deutlich konzentriert werden und auskristallisieren. Auch die übermäßige Aufnahme von tierischen Proteinen, insbesondere der Konsum von Fleisch, kann die Bildung von Nierensteinen begünstigen. In diesem Zusammenhang wird auch die Aufnahme von Kochsalz, das tierischen Produkten häufig beigemengt ist, als Risikofaktor angesehen. Da immobilisierte Patienten, also Personen, die sich nicht oder nur kaum bewegen können, durchschnittlich weniger trinken, sind sie eine besonders gefährdete Gruppe. Nicht selten tritt die Immobilisation gepaart mit osteoporotischem Knochenabbau statt, wobei sich zusätzlich Calcium im Urin ansammelt, das wiederum kristallisieren kann.

Auch der übermäßige Genuss von oxalatreichen Lebensmitteln wird zu den möglichen Ursachen für die Entstehung von Nierensteinen gezählt. Oxalat befindet sich beispielsweise in Rhabarber, Spinat und Nüssen, aber auch in schwarzem Tee und in Kakao (häufig in Form von Schokolade). Auch die Aufnahme von Vitamin-C kann bei Patienten mit Enzymdeffekt zu einer Umwandlung in Oxalsäure führen. Problematisch wird die Aufnahme von Oxalsäure vor allem dann, wenn Calcium und Oxalat zeitgleich aufgenommen werden. Dies kann dazu führen, dass das Calcium gebunden wird und damit nicht mehr im Darm resorbiert, also aufgenommen werden kann. Die schwer wasserlöslichen Ionen gelangen dann in den Harntrakt, worüber sie ausgeschieden werden sollen. Wenn dieser Ablauf nicht funktioniert, wird das Calcium an den Gefäßwänden verschiedener Organe, wie der Niere, eingelagert.

Anatomie, Genetik und weitere Einflüsse
Neben der Ernährung kann auch die körpereigene Anatomie beziehungsweise Physiologie eine entscheidende Rolle spielen. So gelten Veränderungen des Harntraktes in Bezug auf die Bildung von Nierensteinen besonders dann als problematisch, wenn sie zu einer Stauung des Harns führen. Dies wird häufig durch eine Obstruktion, sprich Verschließung, der Harnwege ausgelöst. Als Begleitkrankheit werden häufige Infekte im Bereich des Harntraktes angegeben.

Auch Stoffwechselerkrankungen, die häufig genetisch bedingt sind, können an der  Steinbildung beteiligt sein. Dabei werden besondere Steinformen ausgebildet. Eine erhöhte Konzentration von Cystin, Harnsäure oder Oxalacetat bei Stoffwechselerkrankten wird dabei nicht durch eine gesteigerte Nahrungsaufnahme dieser Stoffe gemessen. Sie sind vielmehr Endprodukte eines physiologischen Stoffwechsels. Auch die Entstehung von Calciumsteinen kann aus einer Stoffwechselerkrankung resultieren. Der Calciumspiegel im Blut liegt hierbei im Normbereich, dennoch kommt es zu einer Hyperkalzurie, sprich einer erhöhten Lösung von Calciumionen im Urin. Die Differenzierung, aus welchem Grund sich Calciumsteine bilden, ist für die nachgehende Behandlung sehr wichtig.

Steinleidende haben teilweise einen Mangel an Stoffen im Urin, die die Steinbildung verhindern können. Zu diesen Steininhibitoren gehören Citrat, Magnesium und Glykoproteine.
Das Auffinden der Ursache für das Steinleiden ist von größter Wichtigkeit für die weiterführende Therapie und den langfristigen Behandlungserfolg. So hängt es maßgeblich davon ab, ob der Patient zu den 50% gezählt werden muss, die ein Rezidiv erleben, oder ob er nach der Auskurierung seines ersten Steinleidens Beschwerdefrei bleibt.


Symptome & Anzeichen

Die Symptome reichen von völligem Ausbleiben eines Schmerzes bis hin zu stärksten Koliken. Solange der Nierenstein nicht im Nierenbeckenausgang eingeklemmt ist oder in den Harnleiter gelangt ist, bleiben Beschwerden häufig aus. Die Steine befinden sich in dem Fall beispielsweise im Hohlraumsystem der Niere. Möglich ist, dass eine über die Zeit entstehende Verengung von der Niere kompensiert werden kann, indem sie durch Dehnung an Größe zunimmt. Obwohl damit ein Verlust der Nierenfunktion einhergeht, bleibt die Problematik für den Patienten häufig über längere Zeit verborgen.

So verwundert es nicht, dass Nierensteine in diesen Fällen entweder als Zufallsbefund festgestellt werden oder im Rahmen einer Untersuchung auffallen, die angeordnet wird, weil die Nierenfunktion bereits deutlich eingeschränkt ist, ohne dass es im Vorfeld zu Schmerzen gekommen ist. Abgestorbenes Nierengewebe kann im Rahmen einer Blutuntersuchung auffallen.

Begleiterscheinungen und Infekte

Beim chronischen Steinleiden tritt häufig ein dumpfer Nierenschmerz auf, der durch Klopfen auf Höhen der Flanken provoziert werden kann. Da Nierensteine von Bakterien besiedelt werden können, können sie als Auslöser für wiederkehrende Harnwegsinfekte beobachtet werden. Zusätzlich werden Infektionen durch die mechanische Reizung des Harntraktes durch die teils größeren Nierensteine begünstigt werden. Ohne eine Behandlung der Nierensteine würden die Harnwegsinfekte ungewöhnlich häufig wiederkehren. Dies betrifft auch eigentlich seltenere Nierenbeckenentzündung.

Auffällig kann weiterhin eine Rotfärbung des Urins sein. Häufig kommt es durch die scharfkantigen Nierensteine zu einer Verletzung des Gewebes der Harnleiter. Dabei gelangt Blut in den Urin, der entweder nur unter dem Mikroskop sichtbar ist (Mikromämaturie) oder mit bloßem Auge zu erkennen ist (Makrohämaturie).

Nierenkoliken

Die Symptome der akuten Nierenkolik sind sehr starke, krampfartige Nierenschmerzen, die zusätzlich ins Kreuz oder sogar bis in den Oberschenkel ausstrahlen können. Dabei ist die Lokalisation des Nierensteins entscheidend über die Schmerzausstrahlung. Liegt der Nierenstein im Nierenbecken, werden Schmerzen direkt im Nierenlager ausgelöst. Im Vorfeld zur schmerzhaften Nierenkolik kann es allerdings auch zu einer Verlegung des Steins gekommen sein. Ab der mittleren Harnleiterenge lösen Steine eine Nierenkolik aus, die den Musculus psoas major und die auf diesem Muskel verlaufenden Nerven reizt. Wegen des Verlaufs beider anatomischer Strukturen, kommt es zu einem starken Schmerzempfinden in der Leistenregion.

Dieser Nervenschmerz kann beim Mann außerdem die Hoden betreffen, bei der Frau die großen Schamlippen. Bei der mikroskopischen Untersuchung des Urins ist häufig Blut als anormaler und pathologischer Bestandteil auffällig. Die Schmerzen der Nierenkolik treten anfallsweise auf und können Minuten bis Stunden anhalten. Weitere Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Bauchdeckenspannung, Ileus, also ein Darmverschluss, oder Schüttelfrost.

Gicht
Personen, die an Nierensteinen leiden, leiden auch sehr häufig an Gicht oder andersherum. Unter der Gicht versteht man allgemein hin eine spezielle Art der entzündlichen Arthritis. Diese zeichnet sich primär dadurch aus, dass es im Falle einer Erkrankung zu immer wieder kehrenden Attacken und Ausbrüchen kommt. Diese äußern sich sich zumeist in geröteten, empfindlichen, merklich warmen und geschwollenen Gelenken, Zusätzlich wird eine solche Attacke beinahe immer von extremen Schmerzen begleitet. Aber nicht nur ist der zu erwartenden Schmerz sehr stark, auch die Geschwindigkeit, mit der er sich einstellt, ist enorm. Es kann geschehen, dass es binnen weniger Stunden zu einem voll ausgeprägten Gicht-Anfall kommt. In den meisten Fällen sind vorallem die Gelenke der großen Zehen betroffen. Nichtsdestotrotz aber können auch andere Gelenke betroffen sein, gleichwohl dies vergleichsweise selten vorkommt.

Zusätzlich kommt es im Rahmen einer Erkrankung mit Gicht oftmals noch zu anderen Erkrankungen. Hierbei sind besonders Nierensteine und Nierenbeckenentzündungen zu nennen. Dieser Umstand lässt sich darauf zurückführen, dass es sich bei der Gicht im Groben um eine Krankheit handelt, die durch die Kristallisierung von Harnstoffen ausgelöst wird und somit im weiteren Verlauf zu Schmerzen und Komplikationen führt. Da Harnstoffe primär in den Nieren gebildet werden, sollte es also nicht weiter überraschen, dass diese auch oftmals bei einer vorliegenden Gicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

Zusammenfassend also lässt sich sagen, dass eine Gicht dann entsteht, wenn über einen längeren Zeitraum erhöhte Werte von Harnsäure im Blut vorliegen. Hierzu kommt es, wenn mehrere Faktoren bedient werden. Zumeist ist davon auszugehen, dass die Kombination aus einer schlechten und einseitigen Ernährung und genetischen Faktoren der Hauptverursacher ist. Liegt das Niveau von harnsäure im Blut besonders hoch, so beginnt besagte Säure sich in Gelenken anzusammeln und dort zu kristallisieren. Die hieraus entstehenden Kristalle sammeln sich zu immer größeren „Haufen“ an und sorgen damit für immer stärkere Symptome.

Zumeist tritt Gicht bei Menschen auf, die stark übergewichtig sind, sehr viel Fleisch verzehren, vorallem aber rotes Fleisch und darüber hinaus viel Alkohol, vornehmlich Bier, trinken. Gerade deswegen ist es von äußerster Wichtigkeit, diesbezüglich Vorsicht walten zu lassen und den Konsum ggf. auslösender Viktualien nach Möglichkeit einzuschränken oder ganz aufzugeben. Auch sollte man nicht vergessen, dass eine genetische Prädisposition zu Übergewicht ein ernstzunehmender Faktor ist, wenn es darum geht, das Risiko einer Gicht zu bestimmen.

Gicht wird heutzutage meist konservativ behandelt. Ein guter Behandlungserfolg kann bei Kristallen mit kleinem Durchmesser erreicht werden, da diese einfach zertrümmert werden können. Meist gelingt es schon durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr von 2-3 Litern am Tag, einen merkliche Verbesserung herbeizuführen. Eine Kontraindikation wäre dabei durch eine Herzinsuffizienz gegeben, insofern sollte dieses Vorgehen zunächst mit dem Hausarzt abgesprochen sein. Auch über die Ernährung kann ein wesentlicher Beitrag zur Therapie beziehungsweise Prophylaxe von Gicht geleistet werden (siehe dazu unter Ernährung). Sport beziehungsweise hinreichende Bewegung sind zu empfehlen, insbesondere Erschütterungen, zum Beispiel durch Treppensteigen, führen zu einem guten Ergebnis. Nebenbei können krampflösende Medikamente eingesetzt werden, die sowohl die Schmerzen lindern als auch zu einer besseren Beweglichkeit trotz der Gicht führen. Weitere Medikamente, die bei der Nephrolithiasis eingesetzt werden können, werden mit dem behandelnden Arzt abgesprochen. Diese unterscheiden sich stark in ihrem Ansatz und werden immer dem Patienten und der Zusammensetzung der Gicht angepasst.

Sollten die Kristallen bereits einen größeren Durchmesser erreicht haben, ist eine endoskopische Entfernung sinnvoll. Möglich ist auch eine Zertrümmerung durch gebündelte Ultraschallwellen, sofern die Gicht in einem Gelenk oder nahe eines Gelenks im Fuß lokalisiert ist. Als seltene Komplikation gelten dabei Koliken, die durch die Bruchstücke ausgelöst werden können. Ist es bereits zur Auskristallisierung in sehr großem Ausmaße gekommen, steht als Behandlungsmethode eine offene Operation zur Verfügung.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Nierensteine werden meist zufällig bei Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen des Bauchraums entdeckt. Zunächst erfragt der Arzt, ob im Vorfeld Schmerzen im Bereich der Nieren aufgetreten sind oder sich eine Veränderung der Urinmenge gezeigt hat. Sollte sie trotz gleichbleibender Flüssigkeitszufuhr gesunken sein, kann dies ein Anzeichen für Nierensteine sein. Wird der Patient im Nachgang körperlich untersucht, kann ein Klopfschmerz an den Flanken auf Höhe der Nierenlager auffällig sein.

Zusätzlich wird die Bauchdecke mit dem Ziel palpiert, Spannung des Oberbauches beziehungsweise allgemein im Bereich von Harnleiter zu ertasten. Dabei kann auch die Harnblase tastbar sein. Bei der Auskultation können verminderte Darmgeräusche in Erscheinung treten. Die Ultraschalluntersuchung der Niere dient dazu, die Anzahl, Größe und Lage der Nierensteine zu erkennen. Zusätzlich kann hiermit ein möglicher Harnstau diagnostiziert werden.

Urinuntersuchungen, die mit einem einfachen Schnelltest durchgeführt werden können, weisen Blut im Urin nach, das sich in Form von Mikro- oder Makrohämaturien zeigt. Es gelangt durch die häufig auftretenden Schleimhautverletzungen in den Urin. Teilweise können im Urin bereits per Sichtbefund Kristalle festgestellt werden. Diese Kristalle lassen häufig bereits erste Schlüsse über die Ursache für die Steinbildung zu. Andernfalls wird eine Probe des Urins zur Bestimmung der gelösten Teilchen ins Labor eingeschickt.

Blutwerte
Steht der Verdacht einer Steinbildung im Raum, werden zur Diagnose außerdem verschiedene Bluttests durchgeführt. Dabei wird neben den Nierenwerten die Konzentration von Harnsäure, Oxalsäure, Calcium, Phosphat und Kreatinin gemessen, um sich der Ursache für das Steinleiden anzunähern. Dabei müssen verschiedene Aspekte beachtet werden. Betrachtet man beispielsweise den Kreatininwert, muss dieser immer mit dem Allgemeinzustand des Patienten in Zusammenhang gesetzt werden. So wäre ein Kreatininwert von 1,25mg Kreatinin/dl bei einem männlichen, sportlich aktiven Patienten noch im Normbereich, während er bei einem älteren Patienten schon auf eine Niereninsuffizienz hinweisen könnte. Hohe Oxalsäurewerte könnten den Arzt dazu veranlassen, zusätzlich den Vitamin-C-Spiegel im Blut zu bestimmen, da eine bestimmte Enzymstörung zur Umwandlung von Vitamin-C in Oxalasäure führen kann. Insofern sind Blutergebnisse zwar wichtige Hinweisgeber, dennoch sollten sie stets unter Betrachtung von Lebensumständen und möglichen Erbkrankheiten und/ oder Stoffwechselstörungen interpretiert werden.

Durch eine Ausscheidungsurographie (Röntgen mit Kontrastmittel)  kann beurteilt werden, wie sich die Abflussverhältnisse aus den Nieren darstellen, wobei so auch ein eventueller Harnverschluss erkennbar wäre. Durch eine Nierenbiopsie kann Nierenkrebs ausgeschlossen werden.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Nierensteine werden im Klinikalltag relativ häufig beobachtet. Schätzungen zu Folge sind circa 5% der deutschen Bevölkerung von diesem Krankheitsbild betroffen. Andere Quellen berichten von bis zu 20% der männlichen Bevölkerung in Industrieländern und 5% bis 10% der weiblichen Bevölkerung, die im Laufe ihres Lebens an Nierensteinen erkranken. Ob es nach der ersten Behandlung und Beseitigung der Steine zu einem Rezidiv kommt, hängt maßgeblich davon ab, ob die Ursache für die Ausbildung der Steine erkannt und behoben werden konnte.

Diagnosedaten
Wie bereits erwähnt, kann es mitunter durchaus schwierig sein, bei der vorliegenden Erkrankung eine korrekte Diagnose zu stellen. Dies liegt insbesondere daran, dass kleine Steine im Bereich der Nieren zunächst keine spezifischen Symptome hervorufen und also leicht für eine andere Krankheit gehalten werden kann. Darum ist es für den behandelnden Arzt von größter Wichtigkeit, die aus den Tests und Untersuchungen gewonnenen Ergebnisse gewissenhaft und sorgfältig auszuwerten. Alles andere wäre dem Patienten gegenüber verantwortungslos.

Dennoch sollte man sich als potentieller Betroffener nicht allzu sehr vor einer fehlerhaften Diagnose fürchten. Dank der modernen Schulmedizin kommt es nur noch sehr selten zu gravierenden Fehleinschätzungen, was die vorliegende Krankheit betrifft. Eine Diagnose ist darum in aller Regel schnell gestellt und darüber hinaus auch noch zutreffend. Dieser durchaus glückliche Umstand ermöglicht es dem Arzt, bereits sehr früh eine geeignete Therapie für den Leidenden zu konzipieren und somit die Behandlung nicht nur angenehmer, sondern auch effektiver zu gestalten. Denn bei dieser Krankheit gilt dasselbe, wie bei allen anderen Krankheiten auch: Je früher, desto besser.


Komplikationen bei der Krankheit

Eine mögliche Komplikation ist das Erscheinungsbild der Schrumpfniere. Hierbei wird Nierengewebe endgültig zerstört oder funktionsunfähig, da es teilweise durch Narbengewebe ersetzt wird, das der Arbeit nicht nachkommen kann. Neben dem schleichenden Absterben von Nierengewebe bis hin zum absoluten Funktionsverlust des Organs und anderen Folgen der Erkrankung kann es zu drastischen, akuten Komplikationen kommen. So kommt es bei einem völligen Verschluss des Harnleiters anfangs weiter zur Produktion von Urin. Normalerweise hat die Niere die Funktion, Giftstoffe aus dem Blut zu filtern und dem Organismus so zu ermöglichen, diese Stoffe über den Urin auszuscheiden. Kann der Urin nun nicht mehr über den Harnleiter abtransportiert werden, kommt es zu einer gefährlichen Schädigung des Nierengewebes.

Gleichzeitig ist es für Bakterien nun deutlich einfacher, in das Nierengewebe vorzudringen, um sich dort festzusetzen. In Folge dessen kommt es zu einer Infektion, die in Kombination mit dem Harnstau zu einer Urosepsis führen kann. Dabei gelangen die Bakterien über das infizierte Nierengewebe in den Blutkreislauf. Da alle Organe über die Blutversorgung miteinander verbunden sind, kann es so zu einer Infektion aller Organe im Körper kommen, was schlimmstenfalls ein multiples Organversagen zur Folge hat.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da Nierensteine häufig bis auf wenige Anzeichen symptomlos bleiben, wird die Diagnose eines Steinleidens oft nur zufällig gestellt. Dennoch kann es deutliche Warnhinweise geben, die es teilweise notwendig machen, umgehend einen Arzt aufzusuchen. Das wichtigste Leitsymptom für Nierensteine ist die Nierenkolik, sprich der akute Steinanfall, bei der es von Minuten bis zu mehreren Stunden zu heftigsten, zu krampfartigen Schmerzen kommt. Bei einer Nierenkolik sollte umgehend der Hausarzt informiert werden und die sofortige Klinikeinweisung eingeleitet werden. Dabei kann es unter Umständen notwendig sein, notärztlich begleitet zu werden.

Sollte es dazu kommen, dass Blut im Urin sichtbar wird, ist dringend geraten, einen Termin beim Arzt ausgemacht werden. Hämaturien können ein Hinweis auf Nierensteine sein, können aber auch Anzeichen für ein anderes Krankheitsbild sein. In jedem Fall müssen sie schulmedizinisch abgeklärt werden. Auch Schmerzen im Bereich der Flanken, Fieber, Erbrechen oder Brennen beim Wasserlassen sind Anlass, den Hausarzt aufzusuchen, um eine differenzialdiagnostische Abklärung zu ermöglichen und gegebenenfalls die Überweisung zum weiterbehandelnden Facharzt zu erhalten.

Behandlungsmethoden & Therapie

Nierensteine werden heutzutage meist konservativ behandelt. Ein guter Behandlungserfolg kann bei Steinen mit einem Durchmesser von etwa 0,5cm erreicht werden, da diese durch die Harnblase abgehen können. Meist gelingt es schon durch eine erhöhte Flüssigkeitszufuhr von 2-3 Litern am Tag, einen Steinabgang herbeizuführen. Eine Kontraindikation wäre dabei durch eine Herzinsuffizienz gegeben, insofern sollte dieses Vorgehen zunächst mit dem Hausarzt abgesprochen sein. Auch über die Ernährung kann ein wesentlicher Beitrag zur Therapie beziehungsweise Prophylaxe von Nierensteinen geleistet werden (siehe dazu unter Ernährung). Sport beziehungsweise hinreichende Bewegung sind zu empfehlen, insbesondere Erschütterungen, zum Beispiel durch Treppensteigen, führen zu einem guten Ergebnis. Nebenbei können krampflösende Medikamente eingesetzt werden, die sowohl die Schmerzen lindern als auch zu einer besseren Beweglichkeit der Steine führen. Weitere Medikamente, die bei der Nephrolithiasis eingesetzt werden können, werden mit dem behandelnden Arzt abgesprochen. Diese unterscheiden sich stark in ihrem Ansatz und werden immer dem Patienten und der Zusammensetzung des Steins angepasst.

Sollten Steine bereits einen größeren Durchmesser erreicht haben, ist eine endoskopische Entfernung sinnvoll. Möglich ist auch eine Zertrümmerung durch gebündelte Ultraschallwellen, sofern der Stein im Nierenbecken oder nahe der Niere im Harnleiter lokalisiert ist. Als seltene Komplikation gelten dabei Koliken, die durch die Bruchstücke ausgelöst werden können. Ist es bereits zur Auskristallisierung eines sehr großen Steins im Hohlraumsystem der Niere gekommen, steht als Behandlungsmethode eine offene Operation zur Verfügung.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt so einige präventive Maßnahmen, die man im Rahmen einer Vorbeugung gegen Nierensteine ergreifen kann. Dabei stehen die meisten in direktem Zusammenhang mit der Ernährung des Individuums. Kurz gesagt bedeutet das also, dass mithilfe einer Umstellung der Ernährung nicht wenig zu beeinflussen ist. Zwar schützt auch eine gesunde Ernährung nicht 100%ig gegen Nierensteine, aber beinahe.

Große und regelmäßige Aufnahme von Flüssigkeit

  • Es ist von absoluter Notwendigkeit, dass man stets ausreichende Mengen an Flüssigkeit zu sich nimmt. Hierbei muss von 3 bis 4 Litern täglichen ausgehen. Je nach Temperatur auch mehr. Das beste Getränk ist klares, stilles Wasser ohne Zusätze. Wasser mit Geschmack, wie man sie immer häufiger findet, sind oftmals ebenso zuckerhaltig wie Limonaden und darum tunlichst zu vermeiden. Überhaupt gilt es, zuckerhaltige Getränke, darunter fallen Limonaden, Colas, Energydrinks, Säfte und Cocktails zu vermeiden. Auch auf das Stück Würfelzucker im Tee oder Kaffee sollte man verzichten, genau so wie auf den Kaffee selbst am besten auch.

Den Alkoholkonsum einschränken oder kompletter Verzicht

  • Alkohol ist eine Droge. Zwar ist dieser Suchtstoff gesellschaftlich tief verwurzelt und wird daher in der öffentlichen Wahrnehmung eher harmlos betrachtet, das ändert aber nichts an der eingänglich formulierten Aussage. Wer regelmäßig alkoholische Getränke zu sich nimmt und sei es nur das berühmte „Feierabendbier“ läuft höchste Gefahr, im Laufe seines Lebens an Nierensteinen zu erkranken. Alkohol befördert die Symptome und beschleunigt den Ausbruch dieser Krankheit enorm.Gerade bei Männern sorgen ethanolhaltige Getränke dafür, dass sich die Chance auf Nierensteine immens erhöht. Man muss daher vor jedem Schluck Alkohol, den man zu sich nimmt, ganz klar abwägen, ob er das durch ihn entstehende Risiko wert ist. Darüber hinaus ist anzumerken, dass ein vollkommener Verzicht auf Alkoholika nicht nur gegen Nierensteine vorbeugt, sondern auch gegen eine ganze Reihe weiterer organischer und psychologischer Leiden. Es ist also in jedem Falle eine Überlegung wert.

Fettreduzierte Molkereiprodukte

  • Es kann durchaus hilfreich sein, wenn man seinen Proteinbedarf durch fettreduzierte Milchprodukte deckt und weniger auf Fleisch zurückgreift. Fleisch ist eine der bekanntesten Ursachen für Nierensteine. Insbesondere rotes Fleisch gilt in dieser Beziehung als besonders gefährlich.

Weniger Fisch, Fleisch und Geflügel

  • Wie gerade erwähnt, befördert regelmäßiger Konsum von Fleisch die Chancen auf Nierensteine sehr stark. Dasselbe gilt aber auch für Fisch und Geflügel. Daher empfehlen Ärzte und Ernährungswissenschaftler in aller Regel eine semi-vegetarische oder voll-vegetarische Lebensweise.

In Form bleiben

  • Ist das Gewicht zu hoch, erhöht sich ebenso die Chance an Nierensteinen zu erkranken. Es sollte daher im Interesse jedes Menschen liegen, kein Übergewicht zu akkumulieren. Der Adel der vergangenen Jahrhunderte zeigte seinen Wohlstand zumeist durch eine stets reich gedeckte Tafel. Hiermit gingen in beinahe allen Fällen starkes Übergewicht und / oder Adipositas einher. Daher erkrankte diese Personengruppe wesentlich häufiger an Nierensteinen, als die nicht selten unterernährten niederen Stände. Man sieht also eine direkte Korrelation von Übergewicht und Nierensteine, die sich schon seit Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden beobachten lässt.

Da Nierensteine und weitere Nierenerkrankungen im Allgemeinen häufig die Folge eines aufsteigenden Harnwegsinfekts sind, ist ein wichtiger Ansatzpunkt, die Harnwege präventiv vor Bakterien und daraus resultierenden Infektionen zu schützen. Als erster Schritt gelten die reichliche Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Blasenentleerung. Betroffene sollten täglich mindestens 2,5 Liter Wasser oder Tees zu sich nehmen. So können einzelne Bakterien, die möglicherweise durch die Harnröhre in die Harnblase gelangt sind, regelmäßig ausgespült werden. Einen positiven Effekt haben in diesem Zusammenhang bestimmte Tees, die beispielsweise eine teils desinfizierende Wirkung auf den Harntrakt haben. Um das Milieu innerhalb der Blase für Bakterien möglichst unattraktiv zu machen, wird außerdem auf die Einnahme von Methionon verwiesen. Es handelt sich dabei um eine essenzielle Aminosäure, die als sinnvolle Präventionsmaßnahme für Harnwegsinfekte gilt. Ziel der Einnahme ist es, den Harn prophylaktisch anzusäuern. Ein gegenteiliges Konzept der Vorbeugung bezieht sich auf die Entsäuerung des Harns und des gesamten Körpers. Dabei soll der Harn mit der entsprechenden Ernährung bis hin zu einem basischen Wert gebracht werden.

Auch Cranberry-Kapseln oder Cranberry-Saft stellen eine sinnvolle ergänzende Maßnahme dar, die die Anheftung der Bakterien an die Blasenwand präventiv verhindern sollen. Außerdem soll das Gewebe gestärkt werden. Eine tägliche Einnahme ist hierbei sinnvoll, da die Wirkung bei einer bereits bestehenden Infektion nicht mehr ausreichend entfaltet werden kann. Positive Effekte wurden in den letzten Jahren auch mit einem Zucker namens D-Mannose erzielt. Der Zucker wird im Körper kaum verstoffwechselt und ist somit auch für Diabetiker geeignet. Er gelangt in seinem Ausgangszustand über die Niere in die Blase, wo er die Bakterien an deren Pili binden soll und sie an einer Anheftung an die Blasenwand hindert. So können sie in Kombination mit einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr einfach ausgespült werden.

Wichtig ist weiterhin, die Immunabwehr dauerhaft zu stärken. So sollte grundsätzlich auf ausreichend Schlaf und die Reduktion von Stress geachtet werden. Eine Minderdurchblutung des Nierengewebes durch Kälte muss unbedingt vermieden werden, da ansonsten die wichtigen ersten Abwehrschritte des Immunsystems nicht greifen können. Nicht nur in den kalten Monaten sondern auch im Sommer sollte darauf geachtet werden, nicht auf kaltem Untergrund zu sitzen. Welche der Konzepte zur Vorbeugung von bakteriell bedingten Harnwegsinfekten für den eigenen Körper sinnvoll sind, muss individuell herausgefunden werden. In Zusammenarbeit mit Ärzten, Heilpraktikern oder Ernährungswissenschaftlern können dennoch häufig nach einigem Probieren die richtigen Vorbeugungsmaßnahmen gefunden werden. So kann das Risiko deutlich gesenkt werden, an Nierensteinen zu erkranken.

Eine rchronischen Wieder von Nierensteinen vorzubeugen beinhaltet vor allem, eine akute Nierenbeckenentzündung ernst zu nehmen und direkt in die antibiotische Behandlung überzugehen. So können größere Folgen für das Nierengewebe verhindert werden. Die Einnahme des Antibiotikums darf dabei keinesfalls ohne Anordnung des behandelnden Arztes abgebrochen werden. Dem Körper muss auch nach der akuten Infektionszeit genügend Ruhe zur Regeneration gegeben werden, da er durch die kräftezehrende Infektionszeit stark belastet wird. Da die chronische Pyelonephritis häufig durch Begleitumstände ausgelöst beziehungsweise aufrechterhalten wird, sollte das Präventionskonzept mit besonderem Augenmerk auf die aufrechterhaltenden Faktoren ausgerichtet werden.


Prognose zur Heilung

Die Prognosen zur Heilung sind grundsätzlich gut. Sollte eine kurze Stauung im Bereich der Nieren ausgelöst worden sein, sind Nierenschäden selten. Da häufig eine konservative Therapie möglich ist, wird zudem die Beeinträchtigung von Gewebe durch Narbenbildung verhindert. In etwa 80% der Fälle geht der Stein von selbst ab. Sollte allerdings eine mehrmonatige, komplette Stauung bestanden haben, ist das Nierengewebe meist gänzlich zerstört, sodass das Organ einen Funktionsverlust erleidet. Auffällig ist eine Rezidivrate von etwa 50%.

Hat es eine Erkrankung an Nierensteinen gegeben, erkrankt also etwa die Hälfte der Patienten im Laufe ihres Lebens erneut daran. Das hat häufig damit zu tun, dass keine Ursache für das Steinleiden ausgemacht werden konnte, die so in der Regel auch nicht ausgeschaltet werden kann. Teilweise gelingt es den Betroffenen aber auch nicht, ihr Leben entsprechend umzustellen, sodass Ursache zwar bekannt ist, aber nicht behoben wurde.


Nierensteine und Ernährung

Die Entstehung von Nierensteinen ist, wie aus dem Text hervorgeragten sein sollte, sehr stark von der Ernährung des Individuums abhängig.

Eine gesunde Ernährung ist für die Gesundheit von äußerster Wichtigkeit. Dies gilt in erhöhtem Maße auch für Nierensteine, da diese nicht ausschließlich in den Nieren, sondern auch in Bereich des Harnleiters auftreten und den Organismus somit doppelt belasten können.

Einer Ernährung, die reich an Ballaststoffen ist, sollte das Hauptaugenmerk von potentiell Betroffenen oder regulär Betroffenen gelten. Diese bewirkt wahre Wunder und ist darüber hinaus nicht nur gut gegen Nierensteine, sondern versteht es, die gesamte Gesundheit des Menschen zu befördern und zu stärken.

Typische Lebensmittel, die besonders Reich an Ballaststoffen sind, können sein:

  • Haferflocken
  • Vollkornbrot
  • Dinkelbrot
  • Mais
  • Knäckebrot
  • Fenchel
  • Brokkoli
  • Kresse
  • Rote Beete
  • Spinat
  • Nektarine
  • Brombeeren
  • Alle Hülsenfrüchte
  • Alle Nüsse

Die oben genannten Lebensmittel sind nur eine kleine Auswahl der ballaststoffreichen Vertreter ihrer Gattung. Bei genauerem Interesse, bietet es sich an, einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler zu konsultieren. Diese können einem dabei helfen, einen perfekt zugeschnittenen und individuellen Ernährungsplan zu erstellen.

Es gibt darüber hinaus noch weitere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Symptome des vorliegenden Leidens mittels Ernährung zu lindern. Dafür muss zunächst das eigene Essverhalten genau untersucht werden. Schlechte und ungesunde Gewohnheiten abzubauen, fällt vielen Menschen jedoch schwer. Hier hilft eine professionelle Ernährungsberatung. In dieser wird zudem ermittelt, welche Lebensmittel im Einzelnen Probleme verursachen. Häufig handelt es sich dabei um Nahrungsmittelallergene wie zum Beispiel Nüsse, Eier, Senf oder Milch.

Item lassen sich einige Vorkehrungen treffen, die allgemeingültig sind: Essen Sie langsam und kauen Sie die Nahrung gut durch. Zudem sollten die Mahlzeiten nicht zu üppig ausfallen, denn große Portionen können leicht zur erneuten Überreizung führen. Das gilt ebenso für sehr fette Speisen. Einige Lebensmittel sind zwar gesund und reich an Vitaminen, lassen sich allerdings nur schwer verdauen. Hierzu gehören unter anderem Pilze, Oliven oder Zwiebeln. Besonders wer zu Blähungen neigt, vermeidet besser auch Kohl und Hülsenfrüchte, da diese besonders gasbildend sind. Vorteilhaft ist es des Weiteren, über den Tag verteilt viel zu trinken, auf koffeinhaltige, gezuckerte und alkoholische Getränke dabei aber zu verzichten. Experten empfehlen circa eineinhalb bis 5 Liter Wasser am Tag.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass auch Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch Krankheiten belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Darm keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können, wie bereits erwähnt, einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

Abschließende Bemerkungen

Wie aus den oben aufgeführten Beobachtungen ersichtlich wird, ist die Ernährung ein essentieller Bestandteil der Therapie von Nierensteinen. Dabei geht es nicht alleine um eine prophylaktische Art der Nahrungsaufnahme, die zur Folge haben soll, dass es erst gar nicht zur Ausbildung des vorliegenden Gebrechens kommt, sondern auch darum, bereits vorhandene krankhafter Nierensteine nicht weiter durch die falsche Ernährung in ihrer Entwicklung zu befördern. Denn schließlich und endlich werden die meisten von uns als Nahrung aufgenommenen Lebensmittel zu Kot weiterverarbeitet. Zwar ist davon auszugehen, dass essentielle und wichtige Bestandteil zuvor aus der Nahrung heraus gesondert werden, nichtsdestoweniger aber, behalten viele Lebensmittel auch in der Form von Stuhlgang einige ihrer vorherigen Eigenschaften bei. Somit kann die Aufnahme einiger Viktualien dazu führen, dass sie den Darm besonders stark reizen. Um diesem Schicksal zu entgehen und gleichzeitig die daraus entstehenden zusätzliche Belastung zu verringern, ist es also von Vorteil, wenn man sich grundsätzlich gesund und nachhaltig ernährt.

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Punkt rund um die Aufnahme von Nahrungsmitteln ist das eventuell daraus resultierende Übergewicht. Übergewicht oder Adipositas kann für sehr viele Leiden verantwortlich sein. Darunter zählen unter anderem auch Nierensteine. Zwar muss ein übergewichtiger Mensch nicht zwanghaft auch immer an Nierensteinen leiden, dennoch liegt die Wahrscheinlichkeit hierfür recht hoch. Die Gründe hierfür sind vielerlei Natur und bereits im vorliegenden Text erklärt worden. Nichtsdestoweniger sollte auch an dieser Stelle noch einmal erwähnt werden, dass es gilt, Übergewicht um jeden Preis zu vermeiden. Zumindest wenn es um allzu starkes Übergewicht geht. Ein bisschen Übergewicht dagegen ist kaum schädlich und wird von manchen Medizinern sogar als sehr gesund und optimal angesehen. Dennoch sollte man nicht versuchen, sich seine überschüssigen Pfunde anhand dieser Aussage schön zu reden. Wenn man zu dick ist, ist man einfach zu dick – daran führt kein Weg vorbei. Man sollte darum darob nicht untätig bleiben und sich so schnell als möglich bekümmern, an Gewicht zu verlieren.

Ebenso gilt es im Rahmen der eigenen Ernährung auf das Trinkverhalten zu achten. Viele Menschen denken, dass sie trinken könnten, was sie wollten, wenn sie sich nur gesund ernährten. Das ist natürlich nicht nur vollkommener Unsinn, sondern auch noch potentiell sehr gefährlich. Insbesondere dann, wenn man Kaffee, Limonade und Alkoholika in rauen Mengen zu sich nimmt. Auch Getränke können einen massiven negativen Einfluss auf die Harnproduktion und die damit einhergehende Harnstruktur ausüben. Es gilt also an dieser stelle, das geeignete Equilibrium zwischen Getränken und Nahrung zu finden und es mit keiner der Substanzen allzu sehr zu übertreiben.

Insbesondere stark säurehaltige Getränke gilt es zu vermeiden. Hierunter zählen besonders Limonaden. Diese sind in aller Regel mit Stoffen versetzt, die den Säuregehalt erhöhen sollen. Zu viel Säure allerdings führt im Endeffekt dazu, dass die Entstehung von Nierensteinen befördert wird. Klares Wasser ist immer noch das beste Getränk, das man als Mensch zu sich nehmen kann. Auch als Elternteil sollte man besonders stark darauf achten, dass der Nachwuchs genügend klares Wasser konsumiert und seinen Bedarf an Flüssigkeiten nicht alleine aus Limonade und Energy Drinks befriedigt. Das nicht nur immens gefährlich und führt schnell zu Übergewicht, sondern hat auch einen besonders Negativen Einfluss auf den Urin und somit auf die Nieren. Dasselbe gilt im übrigen auch für Alkohol. Gerade darum sollte es weniger verwunderlich sein, dass insbesondere starke Alkoholiker sehr oft an Nierensteinen erkranken. Aber auch schon das abendliche Glas Wein kann das allgemeine Risiko darauf merklich erhöhen.

Unter Alkoholsucht oder Alkoholismus versteht man eine physische und psychische Abhängigkeit von der Substanz Ethanol (Alkohol). Es besteht ein konstantes starkes Verlangen danach, Alkohol zu konsumieren. Die Beschaffung und der Konsum des Alkohols sind für Alkoholiker lebensbestimmend. Bei verringertem Alkoholkonsum treten Entzugserscheinungen auf. Die Toleranz für Alkohol ist erhöht, d.h. um die beabsichtigte euphorisierende Wirkung zu erzielen, sind immer größere Mengen an Alkohol notwendig. Man schätzt, dass es in Deutschland ungefähr zwei Millionen Alkoholiker gibt; 70% davon sind männlich. Beim funktionierenden Alkoholiker bemerkt man die Alkoholsucht von außen häufig nicht. Alkoholsucht kann zu schweren Folgekrankheiten führen, z.B. Leberzirrhose, Pankreatitis, Kardiomyopathie, Gicht oder organischen Hirnschäden.

Dabei ist seitens der Fachwelt bereits der Konsum des berühmten „Feierabendbieres“ auf täglicher Basis als bedenklich anzusehen und ein erster Schritt in Richtung Trunksucht. Darüber hinaus können auch Personen Alkoholiker sein, die nicht konstant Ethanol konsumieren. In diesen Fällen spricht man von der sog. „Binge Drinking Disorder“ – einer Art zwanghaften Rauschtrinkens in regelmäßigen oder unregelmäßigen Abständen. Wer sich also jedes zweite Wochenende in ein Delirium trinkt, aber sonst abstinent lebt, ist häufig trotzdem als alkoholkrank zu kategorisieren. Die Entstehung einer Alkoholsucht wird zudem durch den Faktor begünstigt, dass Schnaps, Bier, Wein und Co. in der westlichen Gesellschaft nicht als Drogen, sondern als Genussmittel angesehen werden. Das rückt den Konsum selbiger in ein grundsätzlich positives oder neutrales Licht. Manche Bräuche und Sitten bestärken das Individuum sogar in seinem Alkoholkonsum. Nichtsdestoweniger sind in den letzten Jahren immer mehr Anti-Alkohol-Kampagnen zu beobachten, die die Bevölkerung über die versteckten Gefahren dieses „Kulturgutes“ aufklären. Das ist eine grundsätzlich positive Entwicklung. Aufklärung gilt nicht zu Unrecht als die beste Prophylaxe.

Alles in allem also bleibt zu sagen, dass eine gesunde Ernährungsweise zwar keinen 100%igen Schutz zu bieten imstande ist, man aber die Chancen auf das Ausbilden von Nierensteinen dadurch deutlich senken kann. Darum sollte dieses Vorgehen im Interesse eines jeden Menschen liegen und man sollte sich stets und stetig dahingehend bemühen, sich nicht gehen zu lassen und ein für einen geeignetes Gewicht zu halten. Hiervon profitieren Körper und Geist gleichermaßen und das Risiko an vielerlei Krankheiten zu leiden, senkt sich enorm ab.


Alternative Behandlungsmethoden

Auch die alternativen Heilmittel orientieren sich daran, zum einen die Nierentätigkeit anzukurbeln, zum anderen die Zusammensetzung und Eigenschaft des Urins positiv zu beeinflussen. Teilweise wird versucht, den Urin mit Hilfe von basischen Substanzen zu neutralisieren, um bestehende Steine aufzulösen beziehungsweise deren Neubildung zu verhindern. Auf manche Steinarten hat dieser Ansatz allerdings keine Auswirkung, so zum Beispiel auf Oxalsteine, andere wiederum würden dadurch negativ beeinflusst werden, wofür beispielsweise Struvit-Steine stehen. Insofern ist es bei der Nutzung von alternativen Heilmitteln ratsam, sich anfangs über die Art des Nierensteins bewusst zu werden, nach der sich schlussendlich die Therapie richtet. Auch hier ist eine schulmedizinische Abklärung für Differenzialdiagnose und Vermeidung von Komplikationen wichtig.

Eine Zusammenfassung der möglichen und probaten alternativen Behandlungen sieht wie folgt aus:

  • Meditation, Yoga, autogenes Training
  • Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)
  • Ayurveda
  • Diverse Massagetechniken
  • Aromatherapie
  • Ergotherapie
  • Sportliche Betätigung
  • Diätieren, fasten
  • Entzüge
  • Kuraufenthalte
  • Selbsthilfegruppen

Welche Hausmittel können helfen?

Verschiedene Hausmittel werden zur begleitenden Behandlung von Nierensteinen eingesetzt. Natürlich wird auch hier eine erhöhte Zufuhr von Flüssigkeit empfohlen, um das Austreiben der Steine zu ermöglichen und die Teilchenkonzentration im Urin zu senken. Eine Wirksamkeit gegen Nierensteine soll Cranberrysaft haben, durch dessen Einnahme der Kalziumgehalt im Urin gesenkt werden soll. In diesem Zusammenhang werden auch Säfte mit einem hohen Vitamin-C-Gehalt empfohlen, die durch das Citrat verhindern sollen, dass das im Urin enthaltene Kalzium kristallisiert. Weitere Hausmittel gegen Nierenschmerzen sind ein heißes Bad oder heiße Kompressen, die auf Höhe der Nierengegend aufgelegt werden. Bei krampfartigen Beschwerden werden Tees aus Bruchkraut eine krampflösende Wirkung zugeschrieben. Um die Nierendurchblutung zu fördern, kann Löwenzahntee getrunken werden, der allgemein diuretisch wirkt. Außerdem werden Tees mit Birke, Schachtelhalm, Hauhechel und Goldrute empfohlen.

Obwohl mit Hausmitteln sehr gute Erfolge erzielt werden, sollte keinesfalls eine Behandlung auf Verdacht erfolgen. Die Zusammensetzung der Steine ist sehr wichtig für die Therapieform und sollte deshalb im Vorfeld erforscht worden sein. Sollte es zu einer Nierenkolik kommen, muss umgehend eine ärztliche Behandlung eingeleitet werden. Wegen der Gefahr einer Urosepsis sollte keinesfalls Zeit verloren gehen, während der noch Hausmittel ausprobiert werden. Neben diesen möglichen Komplikationen, die durch sehr große Nierensteine oder eine ungünstige Lage derselben ausgelöst werden können, sind auch andere Krankheitsbilder mit ähnlichem Erscheinungsbild als Diagnose möglich. Insofern ist eine schulmedizinische Abklärung eher angeraten.

Übersicht über einige Hausmittel

  • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei einer Erkrankung mit Nierensteinen das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einer Überreizung der Nieren fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome im Rahmen der Behandlung o.ä. abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen. Die Choliken und sonstigen Symptome können jederzeit erneut ausbrechen, wenn man sie nicht komplett ausheilen lässt. Im Zweifelsfalle sollte man sich vertrauensvoll an einen Doktor wenden, um Informationen darüber zu erhalten, ob man gesund genug ist, um wieder am Leben teilhaben zu können.
  • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Nierenleiden fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Ausscheiden von Bakterien und Viren und ggf. von steinbildenden Schadstoffen und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
  • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.
  • Auf Essen und Trinken achten – Es kann von eintscheidemdem Vorteil sein, auf gewisse Lebensmittel und Getränke zu verzichten, um der Entstehung von Nierensteinen vorzubeugen. Darum sollte man dahingehend den Anweisungen seines Arztes Folge leisten.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Brennnessel
  • Schachtelhalm
  • Löwenzahn
  • Ehrenpreissaft
  • Birkenblatt
  • Goldrute

Sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen sind entweder als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle einer Erkrankung mit Nierensteinen zum Einreiben der korrespondierenden Körperstelle an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Ingwer
  • Lavendel
  • Majoran
  • Melisse
  • Minze
  • Rose

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle einer Erkrankung mit Nierensteinen sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Darüber hinaus gilt zu beachten, dass man die Öle nicht allzu stark dosiert. Der ohnehin schon stark belastete Organismus kann durch eine Überdosierung noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden, was wiederum dazu führt, dass sich die Krankheit verlängert, verschlimmert oder beides. Des Weiteren sollte man vor einer Anwendung Rücksprache mit einem Mediziner halten, um ggf. etwaigen allergischen Reaktion vorbeugen zu können.

Homöopathie & Globuli

  • Adlumia
  • Berberis aquifolium
  • Solidago
  • Coccus cacti
  • Equisetum hiemale
  • Lycopodium clavatum

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Die (Neu-)Ausbildung von Nierensteinen hängt in vielen Fällen auch von der Ernährung ab. Im Vorfeld einer Ernährungsumstellung sollte die Art des Nierensteins bestimmt werden, die häufig direkt Rückschlüsse auf die Ursache zulässt. Da die Ursache häufig mit der Ernährung zusammenhängt, ist eine genaue Anpassung in Form einer Ernährungsumstellung sinnvoll. Um Nierensteine zu vermeiden, ist es sehr wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Die Menge wird dabei auf 2-3 Liter Wasser oder Tee pro Tag angesetzt, bei sportlicher Betätigung oder während warmer Tage ist die Menge entsprechend anzupassen. Der Genuss von Alkohol und Kaffee sollte möglichst eingeschränkt werden.

Im Zusammenhang mit Nierensteinen kommt es sonst zu einer Ansäuerung des menschlichen Gewebes. In Folge dessen können Calciumsalze gebildet werden, die bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr in der Niere verbleiben können, wo sie leicht auskristallisieren. Die Aufnahme von Calcium über die Nahrung stellt normalerweise kein Problem dar. So sind Gemüse wie Brokkoli nach wie vor sinnvolle Lebensmittel auf dem Speiseplan. Der Konsum von tierischen Proteinen, insbesondere von denen aus Fleisch, sollte möglichst gering gehalten werden. So kann eine erhöhte Ausscheidung von Oxalsäure vermieden werden. Auch Salz sollte nicht über die Maße in der Nahrung enthalten sein. Dabei ist es sehr wichtig, „verstecktes“ Salz im Alltag zu erkennen. So ist vor allem Fast-Food häufig sehr salzreich, ohne dass es besonders auffällig ist. Gleiches gilt für zahlreiche Fertigprodukte. Der Mineralstoff Magnesium soll wiederkehrende Steine verhindern. Es ist also sinnvoll, Obst und Gemüse mit hohem Magnesiumgehalt häufig in den Speiseplan zu integrieren. Personen, die zu Nierensteinen neigen, sollten selten oxalsäurereiche Lebensmittel zu sich nehmen. Dazu zählen neben Rhabarber beispielsweise Spinat, Mangold und Kakao. Insbesondere die zeitgleiche Calciumaufnahme, zum Beispiel aus Milch, sollte dringend vermieden werden.

Ernährung mit Stoffwechselstörung

Bei einigen Patienten entwickelt sich das Steinleiden in Folge einer Stoffwechselerkrankung, die zu einer Veränderung der Stoffwechselendprodukte führen. In diesem Fall kann es sinnvoll sein, einen angepassten Ernährungsplan mit einem Spezialisten zu entwickeln, da bei diesen Erkrankungen viele Ausnahmen zu beachten sind.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für die Organe darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie durch Krankheiten belastet sind oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organe keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe manchmal Schmerzen an den Flanken. Bei einem Blutbild waren die Nierenwerte aber im Normbereich. Soll ich meinen Hausarzt trotzdem noch mal darauf ansprechen? Das habe ich beim letzten Arztbesuch vergessen.

Es ist immer gut, dem Arzt alle Symptome zu nennen. Erst mit diesen Informationen ist es Ärzten möglich, gezielt nach Ursachen für die Erscheinungsbilder zu suchen. Da Nierensteine über längere Zeit symptomlos bleiben können und das Blutergebnis anfangs nicht beeinflussen, können Nierensteine nur auf Grundlage einer Blutuntersuchung nicht ausgeschlossen werden. Da das Nierengewebe relativ anpassungsfähig ist und ein Steinleiden anfangs durch Dehnung kompensiert wird, kann es unbemerkt zu einer Schädigung des Organs kommen. Um dies zu vermeiden, ist eine frühzeitige Abklärung und Behandlung sinnvoll.

Mein Mann hatte heute schlimme Schmerzen, die wellenartig aufgetreten sind und bis in die Leiste ausgestrahlt sind. Ich wollte gerade beim Arzt anrufen, als es nach einigen Minuten wieder besser wurde. Er meint, dass sein Urin rötlich ist. Reicht es, wenn er in ein paar Wochen einen Termin beim Hausarzt ausmacht? Gerade passt es zeitlich nicht so gut.
Die Beschreibung der Schmerzen kann auf eine Nierenkolik hindeuten. Teilweise dauern diese Koliken nur Minuten, sie werden aber trotzdem als sehr schlimm wahrgenommen. Nierenkoliken sind sehr ernst zu nehmen, da sie lebensbedrohliche Komplikationen mit sich führen können. Deshalb ist es sinnvoll, umgehend den Hausarzt zu kontaktieren. Dieser kann dann über das weitere Verfahren entscheiden. In manchen Fällen kann man zur Abklärung in die Praxis kommen, in anderen wird direkt die Überweisung ins Krankenhaus eingeleitet. Ein wichtiges Warnsignal ist die Rotfärbung des Urins. Dies deutet häufig auf eine Makrohämaturie hin, also Blut im Urin. Dabei handelt es sich immer um eine krankhafte Erscheinung, die dringend schulmedizinisch abgeklärt werden sollte. Sollten Nierensteine im Spiel sein, wurden wahrscheinlich die Harnleiter verletzt. Neben Nierensteinen wären kommen auch andere Krankheitsbilder in Frage, die aber nur der Schulmediziner mit den entsprechenden diagnostischen Verfahren zweifelsfrei feststellen könnte. Ihr Mann sollte auf keinen Fall seine Gesundheit riskieren, indem er wichtige Untersuchungen hinauszögert.

Mein Arzt hat bei mir einige kleinere Nierensteine bei einer Untersuchung vom Bauchraum zufällig entdeckt. Er hat sie bestimmt und meinte, dass ich die neben einer anderen Ernährung mit genug Trinken einfach ausschwemmen kann. Ich muss zugeben, dass ich oft nicht genug trinke, weil ich es über den Tag hinweg vergesse. Kann ich auch einfach vormittags direkt die zwei Liter trinken, damit ich dann nicht mehr daran denken muss?
Die Idee, mehr zu trinken ist auf jeden Fall sehr gut! Trotzdem ist es wichtig, die Flüssigkeit verteilt über den Tag zu sich zu nehmen. Ziel ist es, dass die Nieren immer einen gewissen Durchlauf haben. So kommt der Fluss in den Nieren nicht zum Erliegen und die schwer löslichen Salze reichern sich nicht zu einer übersättigten Lösung an, sodass die Salze nicht zu weiteren Steinen auskristallisieren können. Die vorhandenen, kleineren Steine können durch die große Flüssigkeitszufuhr mit der Zeit einfach ausgespült werden. Auch wenn es einen am Durchschlafen hindert, ist ein großes Glas Wasser vor dem Schlafengehen sinnvoll. Gerade nachts, wenn sowieso kaum Bewegung im Körper ist, können sich sonst Salze besonders einfach im Harn anreichern und zu Steinen auskristallisieren. Damit es nicht so langweilig ist, kann Wasser auch gerne mit Tee abgewechselt werden. Als Ausnahme beim Tee sollte man um schwarzen Tee aber eher einen Bogen machen. Auch Alkohol und Kaffee werden nicht zur täglichen Trinkmenge hinzugezählt und sollten besser nicht konsumiert werden.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (111 Stimmen, Durchschnitt: 4,85 von 5)
Loading...
Top