Schüßler-Salze 16: Lithium chloratum

Steckbrief Schüßler-Salze 16: Lithium chloratum
 Deutscher Name: Chlorlithium
 Chemische Bezeichnung: Lithiumchlorid
 Beschaffenheit:
 Typische Potenz: D12
 Vorkommen im Körper: Lunge
 Einsatzbereich: Stoffwechsel, Ausscheidung


Wissenswertes & Wirkung des Schüßler-Salz Nr. 16: Lithium chloratum

Das Schüßler-Salz Nummer 16 oder auch Lithium chloratum gilt das als Schüßler-Salz bei Nieren-oder auch Blasenproblemen. Bei einigen Patienten wird es auch bei Herz– oder Schilddrüsenproblemen erfolgreich eingesetzt. Häufig kommt Lithium chloratum gemeinsam mit einem der so genanten Basissalze (die ersten zwölf Schüßler-Salze) zum Einsatz. Am häufigsten ist dabei die Kombination mit Schüßler-Salz Nr. 8: Natrium chloratum, welches die Nierenfunktion unterstützt, und dem Schüßler-Salz Nr. 9: Natrium phosphoricum, welches die Säurenausscheidung fördert.

Mit Lithium chloratum sollen zwei Vorgänge im Körper gefördert werden: das Ausscheiden von Harnstoff und -säure soll gesteigert werden und zeitgleich der Wasserhaushalt im Gewebe und in den Zellen verbessert werden. Durch die vermehrte Ausscheidung von Harnstoff und -säure soll vor allem eine Entlastung des Lymph- und des Nervensystems stattfinden. Lithium chloratum ist ebenfalls ein häufig gewähltes Schüßler-Salz bei Herzbeschwerden sowie Problemen mit Aderverkalkungen. Indem Lithium chloratum die Iodaufnahme reguliert, wirkt es sich ebenfalls positiv auf den Schilddrüsenstoffwechsel aus.

Einige Patienten, die unter rheumatischen Erkrankungen oder Gicht leiden, berichten nach einer Behandlung mit Lithium chloratum von einer deutlichen Verbesserung ihrer Symptome. Ebenso scheint Lithium chloratum die Immunabwehr des Menschen zu stärken und kann auch bei depressiven Verstimmungen eine positive Wirkung entfalten.

Ursachen für Mangel

Man nimmt an, dass Lithium chloratum in der Nebenniere, der Hirnanhangsdrüse sowie in den Knochen und in den Zähnen gespeichert wird. Ist die gespeicherte Menge aufgebraucht, kommt es zu den Mangelerscheinungen. Der Mangel kann durch den Konsum von besonders säurehaltigen beziehungsweise -produzierenden Nahrungsmittel sowie durch Konsum von hochprozentigem Alkohol verstärkt werden.

Symptome bei Mangel

Die Beschwerden bei einem Mangel an Lithium chloratum können sehr verschieden sein. Nachfolgend werden all die Symptome aufgeführt, bei denen nach der Lehre von Schüßler das Schüßler-Salz Nr. 16 gegeben werden kann:

Gewöhnlich verstärken sich diese Symptome unter Wärme und Feuchtigkeit sowie die betroffenen Menschen nachts mehr unter ihnen leiden. Ganz typisch für einen Mangel an Lithium chloratum ist dabei, dass die Beschwerden am Morgen am deutlichsten auftreten. Bei den meisten Betroffenen sind sie zudem auf der rechten Seite ausgeprägter und verschlechtern sich bei Bewegung. Viele der Symptome verbessern sich nach einer reichlichen Abgabe von Harn.

Wichtig: Bei ausgeprägten Symptomen im Bereich Herz, Niere sowie Funktion der Schilddrüse sollte unbedingt die Schulmedizin zur Hilfe genommen werden.

Aspekte der Antlitz-Analyse

Die folgenden Anzeichen im Gesicht Sprechen nach Schüßler für einen Mangel an Lithium chloratum:

  • geschwollene und rote Nasenspitze
  • in geschlossenen Räumen ein trockenes, raues Gefühl in der Nase

Persönlichkeitsmerkmale

In der Lehre nach Schüßler zeigt sich ein Mangel an einem bestimmten Salz auch charakterlich im Menschen beziehungsweise liegt bereits im Charakter eines Menschen begründet. Menschen treffen ihrem Wesen nach Entscheidungen in ihrem Alltag und beeinflussen dadurch ihren eigenen Mineralhaushalt unbewusst. Sie verbrauchen dabei einige Mineralsalze über Gebühr und leiden dadurch anschließend an einem Mangel. Hierdurch geraten sie aus dem Gleichgewicht. Führt man nun durch die Einnahme von Schüßler-Salzen die knapp gewordenen Salze wieder zu, kann sich das Gleichgewicht wiederherstellen. So kann man sie durch die Einnahme eines Schüßler-Salzes natürlich nicht ‚umpolen’, aber die Einnahme kann bei der Bearbeitung von inneren Blockaden helfen und das biochemische Gleichgewicht wiederhergestellt wird.

Menschen, denen schnell Lithium fehlt haben einen Hang zur Perfektion, zur Ordnung. Um ihre Aufgaben korrekt zu erledigen, Gehen sie immer wieder über ihre eigenen Grenzen. Sie funktionieren pausenlos. Wird der Mangel zu groß, zeigt sich das oftmals in wie aus heiterem Himmel kommenden Gemütsschwankungen. Plötzlich tritt panikartige Angst auf, die Menschen sind tieftraurig oder ausgesprochen melancholisch. Durch die Einnahme des Schüßler-Salz Nr. 16 kann diesen Stimmungen entgegenwirkt und das Depot wieder aufgefüllt werden. Beim Bewusstwerden der Problematik können die Menschen auch daran arbeiten, ihre eigenen Grenzen deutlicher zu spüren und sie auch zu akzeptieren. Mit ein wenig mehr Pausen können sie ganz einfach dem akuten Mangel entgegenwirken.

Anwendungsgebiete

Die gewöhnliche Potenz des Schüßler-Salz Nr. 16 ist D6. Es können – je nach Beschwerdeausmaß – dreimal täglich eine oder zwei Tabletten eingenommen. Die Tabletten sollten sich dabei langsam im Mund auflösen, damit sie von der Mundschleimhaut aufgenommen werden können. Daher bitte nicht im heißen Wasser auflösen – dies gilt tatsächlich ausschließlich für die Tablette „Heiße Sieben“ – das Schüßler-Salz Nr. 7. Möchte man die Tabletten äußerlich anwenden bei akuten Gelenkbeschwerden zum Beispiel, so können sie zu einem Brei verarbeitet werden und äußerlich angewendet werden.

Anwendungshinweise

Lithium chloratum kann Menschen mit unterschiedlichen Problemen helfen. Die verschiedenen Anwendungsgebiete werden in der Folge alphabetisch aufgelistet:

  • allgemeine Abmagerung und Auszehrung
  • Hautschwund wie beispielsweise nach Anwendung von Kortison
  • Harnsäureablagerungen, als Symptom bei Gicht und weiteren rheumatischen Erkrankungen
  • Magenschleimhautentzündung
  • Migräne
  • Seborrhoe
  • Verdauungsstörungen mit Blähungen und Winden, sowie Bauchkrämpfe
  • Verdickung und Verhärtung von Gewebe (Narben)
  • depressive Verstimmungen

Das Schüßlersalz Nr. 16 hilft bei verschiedenen Entzündungen:

  • Magenschleimhautentzündung
  • Rheuma
  • Nierenentzündung

Haare, Haut und Nägel werden unterstützt bei:

Auch im MagenDarm– Trakt kann Lithium chloratum angewendet werden:

Auch bei psychischen Problemen unterstützt das Salz:

  • Depression
  • Konzentrationsschwäche und Schulstress bei Kindern

Lithium chloratum hilft ebenfalls gegen:

In der Schwangerschaft

Bei Schwangeren, die unter depressiven Verstimmungen leiden oder generell unter Stimmungsschwankungen kann Lithium chloratum zur Stabilisierung beitragen. Da es den Stoffwechsel der Prostaglandine anregt, kann Lithium chloratum im Rahmen der Geburtsvorbereitung unterstützend eingesetzt werden. Nach einer sehr schweren Geburt kann Lithium chloratum dabei helfen, wieder zu Kräften zu kommen.

Für Babys & Kinder

Wenn Kinder häufig unter Bauchschmerzen leiden und dies an Stress zu liegen scheint, kann Lithium chloratum ihnen helfen. Auch bei Kindern, die Angst vor der Schule haben oder unter Konzentrationsschwäche leiden, kann Lithium chloratum unterstützend eingesetzt werden. Des Weiteren kann es bei Kindern mit Neurodermitis angewendet werden und zeigt hier gute Ergebnisse.

Passende Salze

Lithium chloratum kann mit allen Salzen bei passender Indikation gemeinsam gegeben werden. Allerdings sollte man sich dabei auf weitere zwei Salze beschränken.

Dosierung

Die häufigste Anwendung findet bei Lithium chloratum die Regelpotenz D6. Erwachsene nehmen dabei dreimal am Tag zwei Tabletten. Babys erhalten eine Tablette am Tag und Kinder von zwei bis zwölf Jahren zwischen zwei bis drei Tabletten. Wird Lithium chloratum als Salbe verwendet, so kann diese mehrmals am Tag angewendet werden. Lithium chloratum sollte stets als Langzeittherapie eingesetzt werden. Lithium chloratum sollte ausschleichend abgesetzt werden.

Einnahme

Die Tabletten müssen sich langsam im Mund auflösen, denn nur so können die Schleimhäute die Stoffe ideal aufnehmen.

Nebenwirkungen

Es kann – verursacht durch die Steigerung des Abbaus von Harnstoffen – zu rheumatischen oder auch gichtähnlichen Symptome kommen. Es kann bei Überdosierung zu MagenDarm-Beschwerden kommen sowie vereinzelt Krampfanfälle auftreten.

Verbesserung & Verschlechterung

Die meisten Betroffen stellen eine Verbesserung ihrer Symptome direkt nach dem Aufstehen fest. Auch bei Bewegung werden die Symptome weniger. Dahingegen beklagen die meisten Betroffenen eine Verschlechterung am frühen Morgen sowie oftmals auf der rechten Seite.

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