Schwindel

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Schwindel ist ein häufiges Symptom, hinter dem diverse Ursachen stecken können

Wahrnehmungsstörungen, Gleichgewichtsverlust, eventuelles Schwarzwerden vor den Augen – wohl jeder hat in seinem Leben schon mal unter Schwindel gelitten. Bei Schwindel handelt es sich um ein häufiges Symptom, dessen Ursachen vielfältig sein können.

Schwindelgefühle können harmlos sein und lediglich einmalig auftreten. Allerdings kann das Symptom auch chronisch auftreten und auf ernstere Ursachen zurückzuführen sein.

Wie es zu Schwindel kommt, welche Auslöser verantwortlich sind, was für Behandlungen zur Verfügung stehen und vieles mehr erfahren Sie in folgendem Ratgeber. Einen sehr detaillierten Ratgeber zum Krankheitsbild Schwindel finden Sie hier.

Was ist Schwindel?

Unter Schwindel, auch Vertigo,  versteht man eine Störung bei der räumlichen Wahrnehmung oder der Wahrnehmung bei Bewegungen.

Nicht selten geht der Schwindel mit Gleichgewichtsstörungen einher. Vertigo ist fast ausschließlich in einer Krankheit begründet und weist auf eine Störung des Nervensystems hin.

Er gehört zu den häufigsten Beschwerden, wobei die Häufigkeit mit zunehmenden Alter steigen kann.

Schwindel kann jedoch auch selbst durch Rotation hervorgerufen werden.


Mögliche Ursachen

Es gibt viele Ursachen für Schwindel. Dieser kann in unterschiedlichsten Formen sowie Art und Weise auftreten. Alle Formen haben jedoch gemein, dass die Ursache in den Sinnesorganen liegt, welche bei Bewegung beeinträchtigt werden.

Schwindel kann viele Ursachen – wie etwa Kreislaufprobleme – haben

Die Augen, das Gleichgewichtsorgan im Ohr (vestibuläres System) und die somatorischen Sensoren in den Muskeln stehen dabei im Fokus. Der Vertigo entsteht bei fehlender Übereinstimmung der aufgenommenen Informationen. Der normale, meist durch Rotation erzeugte Schwindel, soll als Schutzmechanismus des Körpers dienen und auf etwaige Gefahren hindeuten.

Darüber hinaus kann Schwindel als begleitendes Symptom einer Krankheit auftreten, zum Beispiel bei einer Vergiftung oder bei zu geringer Sauerstoffzufuhr. Mangelnde Flüssigkeitsaufnahme, Herz– und Kreislauferkrankungen oder Blutdruckveränderungen Gehen oft mit Schwindel einher.

Letztendlich kann Schwindel auch als Leitsymptom einer schweren Krankheit auftreten. Dieser Vertigo ist daher am gefährlichsten. Typische Krankheiten, die massive Schwindelanfälle hervorbringen, sind Migräne, Tumore und eine Entzündung des Gleichgewichtsnervs.


Diagnose & Verlauf

Da Schwindel in mehrere Fachgebiete fällt, ist es hin und wieder notwendig, dass die Betroffenen verschiedene Fachärzte aufsuchen müssen, bis die Ursache für den Vertigo eindeutig festliegt. Neben der Anamnese werden zur Diagnose von Schwindel Blutdruck und Puls bestimmt. Bei unregelmäßigem Puls wird ein Elektrokardiogramm erstellt, um etwaige Herzrhythmusstörungen zu identifizieren. Ebenso kann ein Schwangerschaftstest durchgeführt werden. Im Folgenden werden unterschiedliche Tests durchgeführt, durch die die Funktion des Gleichgewichtsorgans überprüft wird.

Nystagmus

Nystagmus kann begleitet von Schwindel und Übelkeit auftreten. Dabei handelt e sich um rhythmische, unkontrollierbare Bewegung der Augen. Gewöhnlich hat sie die Aufgabe Bewegungen auszugleichen und somit ein konstantes optisches Bild auf der Netzhaut zu gewährleisten. Bei Vertigo-Patienten kommt die Augenzuckung jedoch im Ruhezustand vor und ist mit einer speziellen Brille zu erkennen.

Hörtest

Das Gehör wird ebenfalls vom Arzt kontrolliert, da das Gleichgewichtsorgan und das Gehör über den identischen Nervenstrang miteinander verbunden sind. Für die Prüfung des Gehörs kommt zumeist eine vibrierende Stimmgabel am Kopf zum Einsatz (Weber-Versuch).

Gleichgewichtsprüfung

Es wird ermittelt, wie gut das Gleichgewichtssystem funktioniert. Dies geschieht zum Beispiel durch den Romberg-Test, bei dem der Patient mit geschlossenen Augen und ausgestreckten Armen auf einem Bein stehen muss.

Wird eine bestimmte Krankheit als Ursache für den Schwindel in Betracht gezogen, so helfen weitere Untersuchungen bei der Diagnose. Zur Diagnose gehört es auch, festzustellen, welche Form von Vertigo vorliegt. Die Ursache des Symptoms bestimmt letztendlich den Verlauf dessen.

Ein guter Verlauf geht mit beseitigter Ursache durch entsprechende Behandlung einher. Am Ende sind die Patienten schwindelfrei. Vertigo kann jedoch auch über einige Jahre hinweg bestehen. Bei letzterem Fall ist die Psyche zumeist der Auslöser.


Wann zum Arzt?

Wann sollte man bei Schwindel zum Arzt gehen?

Die Ursachen von Schwindel können vielfältig sein, daher sollte bei Unwissenheit über Ursache zum Arzt gegangen werden. Insbesondere bei der älteren Generation kann Vertigo ein Zeichen eines drohenden Schlaganfalls sein.

Außerdem ist ein Arztbesuch generell ratsam, wenn der Schwindel sehr stark ist oder nicht vorübergeht, wenn weitere Beschwerden wie Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen, Ohnmacht oder Hörstörungen hinzukommen. Dies gilt auch für Schwindel während einer Infektion mit oder ohne Fieber sowie für Vertigo, der durch bestimmte Bewegungen des Kopfes verursacht wird.


Behandlung & Therapie

Wenn Stärke und Dauer bzw. zeitlicher Rahmen des Schwindels durch Befragungen des Arztes ermittelt wurden, führt dieser anschließened unterschiedliche Tests bzgl. des Gleichgewichts durch. Dabei steht im Vordergrund Ursache sowie Form des Schwindels genau zu diagnostizieren.

Schwindel

Schwindel ist je nach Ursache anders zu behandeln. Manchmal helfen bereits Spaziergänge weiter

Es ist zwischen Lagerungsschwindel, Drehschwindel und Benommenheitsschwindel zu unterscheiden. In Folge dessen wird die Behandlung auf die Ursache abgestimmt. Harmloser Schwindel erfordert keine größeren Behandlungsmethoden. Bei Reisekrankheit sind passende Medikamente hilfreich.

Stellt sich der Vertigo als Symptom einer Krankheit heraus, gilt es in erster Linie die entsprechende Krankheit zu behandeln. Krankengymnastik, Physiotherapie und Gleichgewichtsübungen können dabei als unterstützende Maßnahmen gesehen werden.

Eine Operation des Gleichgewichtsorgans kann bei Fällen, in denen die Patienten bereits viele Jahre unter Schwindelgefühlen leiden, als Option gesehen werden. Psychosomatische Störungen können auch einen Vertigo hervorrufen. In diesem Fall ist die Behandlung durch einen Psychologen ratsam.

Schwindel vorberugen

Vorbeugung und Prävention

Um Schwindel und Gleichgewichtsstörungen vorzubeugen, kann man verschiedene Maßnahmen einleiten. Lärm und hohe Geräuschpegel sollten zum Beispiel vermieden werden, da diese sowohl das Gehör als auch das Gleichgewichtsorgan belasten. Durch hohen Schalldruck können die Sinneszellen im Gleichgewichtsorgan überfordert und in Folge dessen geschädigt werden.

Darüber hinaus hat es sich bewährt, das Gleichgewichtsorgan gezielt mit Sport zu trainieren, wie zum Beispiel durch Ballspiele oder Tanzen. Noch bessere Wirkung verspricht Balancetraining, bei dem zum Beispiel auf einem Balken balanciert wird. Bei regelmäßiger Durchführung ist deutlich eine Verbesserung des Gleichgewichtssinn zu bemerken.

Des Weiteren sollten plötzliche Lagewechsel vermieden werden, denn schnelles Aufstehen, Hinsetzen oder Hinlegen kann das Symptom hervorrufen oder verstärken. Zudem sollte bei Vertigo auf Tabak, Koffein und Alkohol verzichtet werden, da diese Mittel den Zustand verschlechtern können. Eine gesunde Ernährung, die reich an Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Folsäure und Ballaststoffen ist, schützt dagegen vor Schwindel, welcher durch tiefe Blutzuckerwerte, niedrigen Blutdruck resultiert.


Hilfreiche Hausmittel

Auch folgende alternative Heilverfahren und Hausmittel gegen Schwindel können helfen:

Wasser trinken

Schwindel kann häufig mit einer Dehydration in Verbindung gebracht werden. Besonders an heißen Sommertagen oder nach extremen Sporteinheiten liegt ein Wassermangel vor , aber auch durch Durchfall oder Erbrechen kann ein Mangel an Flüssigkeit entstehen. Der Körper sollte täglich mit 2-3 Liter Flüssigkeit versorgt werden.

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Oftmals steckt hinter dem Symptom ein Flüssigkeits- oder Vitaminmangel

Ingwer

Ingwer ist ein wahres Superfood; so wirkt es auch einem Vertigo und Übelkeit entgegen. Ingwer bewirkt, dass der Blutfluss Richtung Gehirn und anderen Teilen des Körpers angeregt wird und reduziert somit die Intensität des Vertigos.

Amla Beere

Die Amla Beere ist reich an Vitamin C und Vitamin A, was sich positiv auf das Symptom auswirkt. Die antioxidative Wirkung beider Vitamine schützt die Zellen vor Schädigung und regt die Durchblutung an, wodurch die Immunität erhöht und der Vertigo reduziert wird.

Gingko biloba

Gingko biloba führt zur Verbesserung der Durchblutung im Gehirn und wirkt Schwindelanfällen entgegen. Er bewirkt eine Verbesserung der Kommunikation zwischen den Nervenzellen sowie der Fließeigenschaft des Blutes und er verbessert den Muskeltonus in den Blutgefäßwänden. Dies führt dazu, dass das Gehirn besser mit Sauerstoff versorgt wird, wodurch Schwindelgefühle, Benommenheit und Tinnitus vermindert werden.

Kleinigkeit essen

Besonders bei Diabetikern kann durch einen niedrigen Blutzuckerspiegel Schwindel entstehen. Um die Schwindelgefühle sowie das Benommenheitsgefühl zu reduzieren, kann zu einer Banane, Nüssen oder zu sehr wasserhaltigen Früchten wie Wassermelone, Beeren oder Äpfel gegriffen werden. Diese helfen gut bei Vertigo.

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