Harnwegsinfektion

Steckbrief: Harnwegsinfektion

Harnwegsinfektion – Wenn das Wasserlassen zur Qual wird
Harnwegsinfektion
nter Harnwegsinfektionen versteht man entzündliche Erkrankungen der Harnwege; eine Entzündung von Harnröhre, Harnblase oder Harnleiter wird als unterer Harnwegsinfekt bezeichnet, eine Entzündung von Nierenbecken und Nierengewebe als oberer Harnwegsinfekt.

Harnwegsinfektionen kommen bei Frauen häufiger vor als bei Männern.

Definition Harnwegsinfektion

Harnwegsinfekte sind sehr häufig. Jeder kennt sie und die meisten Menschen waren auch schon mal davon betroffen. Insbesondere Frauen und Mädchen klagen verhältnismäßig oft über Beschwerden, die auf einen Harnweginfekt hindeuten können. Dabei gilt es zwei Arten von Harnwegsinfekten zu unterscheiden. Zum eine Infektion der Harnblase und zum anderen eine Infektion der Nieren. Beide gelten als Harnwegsinfekte und können auch als solche angesprochen werden.

Symptome, die bei einer Infektion der Blase auftreten sind zumeist ein persistenter Schmerz in derselben, sowie teilweise sehr starke Schmerzen während des Urinierens selbst. Auch die Häufigkeit, mit der man Wasser lassen muss, steigt oftmals rapide an. Als besonders unangenehm empfinden sehr viele betroffene Menschen darüber hinaus das Gefühl, urinieren zu müssen, obschon die Blase vollends geleert ist. Insbesondere erkrankte Männer leiden sehr häufig an diesem Phantomdruck, der sich darüber hinaus auch noch dahingehend manifestieren kann, dass der Betroffene wahrnimmt, dass sich immer noch Urin im Harnleiter selbst befindet. Das ist hochgradig unangenehm. Da sich dieses Phänomen zumeist in Ruhephasen einstellt, fällt es erkrankten Männern oftmals sehr schwer, in den Schlaf zu kommen. Frauen leiden vergleichsweise seltener an dieser speziellen Ausprägung, nichtsdestominder kann es auch sie treffen. Allerdings sind die Chancen, aufgrund des anders gearteten Urinleitersystems, ungleich niedriger.

Die Symptome, die im Rahmen einer Infektion der Nieren auftreten sind denen einer Infektion der Blase zunächst relativ ähnlich, allein es kommt bisweilen noch zu Schmerzen an den Flanken, die mitunter an Seitenstechen erinnern können. Seltener kommt es darüber hinaus auch zu Blut im Urin. Allerdings handelt es sich hierbei um ein glücklicherweise sehr seltenes Phänomen. Sollte man dies bei sich oder einer anderen Person beobachten, so ist es absolut notwendig, sofort einen Arzt aufzusuchen, um nicht Gefahr zu laufen ggf. innerlich zu verbluten.

Das Alter kann eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie sich die Erkrankung ausdrückt. So sind besonders sehr junge Menschen und sehr alte Menschen schwer zu diagnostizieren. Harnwegsinfekte äußern sich bei diesen Personengruppen entweder kaum, gar nicht oder sehr diffus. Das erschwert nicht nur eine Diagnose, sondern sorgt auch dafür, dass der Erkrankte selbst sein Leiden oftmals nicht (rechtzeitig) bemerkt, was wiederum dazu führen kann, dass es zu einer Verschleppung kommt oder zu gravierenderen Nebeneffekten, wie einer dauerhaften Schädigung der Nieren oder Entzündungen im Bereich des Harnleiters. Nicht zuletzt darum kann es ratsam sein, sich regelmäßig daraufhin untersuchen zu lassen, auch wenn nur ein geringer oder gar kein Verdacht besteht.

Auslöser sind in aller Regel E Coli Bakterien. Zwar ist es ebenso möglich, dass andere Bakterien oder gar Pilze eine derartige Infektion bedingen, die Chancen heirauf sind allerdings vergleichsweise gering. Auch sollte man beachten, dass es einige Risikofaktoren gibt, die dazu beitragen können, dass es zu einer Ansteckung mit einem Harnwegsinfekt kommt. Hierzu gehören unter anderem Geschlechtsverkehr, Diabetes, Übergewicht usw. Aber dazu später mehr.

Die oben genannte Infektion der Niere tritt zumeist erst nach einer Infektion der Blase auf. Selten kommt es zu Niereninfektionen, ohne dass zunächst die Blase betroffen gewesen wäre. Darum sollte man eine solche Harnwegsinfektion immer als Warnzeichen einer sich möglicherweise anbahnenden Niereninfektion ansehen. Mit beiden ist nicht zu spaßen und ein Besuch bei einem Arzt in beiden Fällen nicht zu umgehen.

Eine Diagnose kann sehr einfach, aber auch recht komplex zu stellen sein. Hier kommt es stark auf das Alter des potentiell betroffenen Individuums an. Handelt es sich um einen sehr jungen oder sehr alten Menschen, so sind die Symptome, wie bereits erwähnt, zumeist recht diffus uns lassen kaum auf das zugrundeliegenden Leiden zurückschließen. Dagegen sind Männer und Frauen zwischen etwa 15 und 50 Jahren zumeist sehr schnell und sicher zu diagnostizieren. In nicht wenigen Fällen ist es sogar vollends ausreichend, wenn der behandelnde Arzt eine Anamnese erhebt und daraus eine Diagnose stellt. Klinische Tests können in diesem Falle ausgelassen werden. Das erspart nicht nur dem Patienten viel Zeit, sondern auch dem Arzt und sorgt darüber hinaus dafür, dass eine Therapie früher stattfinden kann. Hiervon profitieren beiden Seiten gleichermaßen. Bei schweren Fällen kann es notwendig sein, eine Bakterienkultur anzulegen. Diese hat oftmals den Urin des potentiell Erkrankten zur Grundlage.

Eine Behandlung gestaltet sich in den meisten fällen auch glücklicherweise recht einfach. Entweder sind überhaupt keine Medikamente notwendig oder der Arzt verschreibt einem Antibiotika, die meist nur über einen vergleichsweise geringen Zeitraum hinweg eingenommen werden müssen. Nichtsdestoweniger kann es passieren, dies insbesondere bei schwereren Infektionen, dass die Antibiotika über einen längeren Zeitraum eingenommen und darüber hinaus auch genau auf das Leiden des Patienten abgestimmt werden müssen. Dieser Prozess ist zumeist sehr zeitintensiv und kostet den Arzt viele Ressourcen. Aber auch der Patienten muss darum etwas länger auf eine ausreichende Behandlung warten. Letzthin erscheinen immer mehr resistente Erreger, die nicht mehr auf herkömmliche Antibiotika ansprechen. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung.

Liegt eine chronische Blasenentzündung vor, so ist es absolut notwendig, ein exakt auf den Patienten abgestimmtes Verfahren zu konzipieren, das eine optimale Therapie garantiert. Allgemeine Ansätze der Heilung sind hierbei oftmals nur wenig hilfreich und stellen im besten Falle nur den sprichwörtlichen Tropfen auf den heißen Stein dar. Nicht zuletzt darum sind alle Personen, die besonders häufig an Harnwegsinfekten leiden dazu aufgerufen, sich darüber mit ihrem zuständigen Hausarzt auseinanderzusetzen und eine Lösung zu erarbeiten. Wer darauf verzichtet, muss damit rechnen mittelfristig massive Schädigungen der Nieren zu entwickeln.

Es ist nur sehr schwer möglich, die Zahlen von Betroffenen statistisch zu erfassen. Die liegt vorallem daran, dass nicht alle Leute, die an einer Blasenentzündung oder einem Harnwegsinfekt leiden, sich auch dahingehend behandelnd lassen. Somit können diese Personen auch nicht erfasst werden. Das verzieht die Statistiken nicht unwesentlich. Die vorliegenden Zahlen jedoch deuten darauf hin, dass etwa zwischen 100 und 200 Millionen Menschen jedes Jahr Opfer eines Harnwegsinfekts werden. Die Dunkelziffer dürfte jedoch bedeutend höher liegen.

Des Weiteren sind Frauen und Mädchen wesentlich häufiger betroffen als Männer und Jungen. Dies lässt sich auf Unterschiede in der Anatomie zurückführen, die die Region rund um die Blase bei Frauen schlicht empfindlicher gegenüber Umwelteinflüssen macht, als die von Männern. Überhaupt ist davon auszugehen, dass jede Frau weltweit zumindest einmal im Laufe ihres Lebens mit einem Harnwegsinfekt zu tun haben wird. Bei Männern dagegen ist es gerade einmal jeder vierte oder fünfte. Aber nicht nur das Geschlecht, auch das Alter kann eine entscheidende Rolle spielen, so sind Personen zwischen ihrem 15. und 35. Lebensjahr die wohl am häufigsten betroffenen Personen. Menschen, die jünger oder älter sind, sind zwar nicht immun, dennoch trifft es sie vergleichsweise selten.

Alles in allem also handelt es bei dem Harnwegsinfekt um ein durchaus sehr häufiges Leiden, das sich aber in aller Regel sehr leicht diagnostizieren und therapieren lässt. Die wenigsten Menschen tragen dauerhafte und sonst wie schwerwiegende Schäden von einem Harnwegsinfekt davon. Somit sollte man als Betroffener den Teufel nicht an die Wand malen und sich ärztliche Hilfe suchen. Sicherlich ist die Krankheit als solche recht unangenehm, dennoch ist sie glücklicherweise nicht weiter gefährlich, zumindest in den meisten Fällen.


Was ist eine Harnwegsinfektion?

Bei einer Harnwegsinfektion handelt es sich um ein zumeist durch Bakterien ausgelöstes Leiden, das primär die Blase oder die Nieren befällt. Aber auch der Harnleiter kann speziell betroffen sein. Da es sich um ein sehr häufiges Leiden handelt, haben viele Menschen eine grobe Vorstellung davon, was sie im Falle einer Ansteckung erwartet. Das sollte einen jedoch nicht davon abhalten, sich medizinische Hilfe zukommen zu lassen, wenn man diese für notwendig erachtet.

Insbesondere Frauen sind vergleichsweise häufig von Harnwegsinfekten betroffen. Tatsächlich ist allgemein hin davon auszugehen, dass jede einzelne Frau im Laufe ihres Lebens zumindest ein Mal mit Opfer des vorliegendes Leidens wird. Dabei sind besonders häufig diejenigen Frauen betroffen, die zwischen 15 und 35 Jahre alte sind. Jüngere oder ältere Frauen dagegen eher seltener. Nichtsdestominder sollten sich aber auch Vertreter des männlichen Geschlechts nicht für grundsätzlich immun einschätzen. Auch Männer können betroffen sein.

Eine Ansteckung erfolgt zumeist mittels Bakterien. Diese können auf verschiedenste Weisen übertragen werden. Auch sollte man nicht vergessen, dass es einige Risikofaktoren gibt, die zusätzlich dazu beitragen können, einen Ansteckung wahrscheinlicher werden zu lassen. Diese gilt es darum nach Möglichkeit zu vermeiden.

Die Dauer einer Harnweginfektion ist von Fall zu Fall zumeist sehr unterschiedlich und hängt nicht selten davon ab, wie stark das eigene Immunsystem ist. Personen mit einem grundsätzlich starken Immunsystem haben in aller Regel wesentlich kürzer mit einer Blasenentzündung und Co. zu kämpfen als solche, die generell eine höhere Anfälligkeit aufweisen.

Da die Krankheit sehr unangenehm sein kann, denken viele Menschen, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um tendenziell eher gefährliche Erkrankung handelt. Und obschon jedweder Erkrankung ein gewisses Risiko innewohnt, so ist doch allgemein hin nicht davon auszugehen, dass ein Harnweginfekt bleibende Schäden hinterlässt oder sonst wie dazu beiträgt, dass der Organismus des Betroffenen dauerhaften Schaden nimmt. Nichtsdestotrotz sollte man sich in medizinische Behandlung begeben, sobald man den Verdacht auf einen Harnweginfekt hat.

Welche Ursachen gibt es?

Harnwegsinfektionen werden durch Bakterien wie Escherichia coli, Proteus mirabilis oder Staphylococcus epidermidis hervorgerufen. Häufig handelt es sich um eine autogene Infektion, d.h. die infizierenden Bakterien stammen vom Betreffenden selbst, meist aus dem Enddarm. Beim Mann kommen neben Darmbakterien verschiedene weitere Bakterien als Krankheitserreger in Frage.

Bei einigen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Urolithiasis (Steinleiden), treten häufiger Harnwegsinfekte auf, ebenso in der Schwangerschaft und im Alter. Wird eine Blasenentzündung nicht ausgeheilt, kann sich eine chronische Blasenentzündung oder eine Nierenbeckenentzündung daraus entwickeln.

Hierzu eine kleine Übersicht der Ursachen und Risikofaktoren:

  • Geschlecht: Wie bereits schon mehrfach erwähnt, sind Frauen wesentlich häufiger betroffen als Männer. Hierfür gibt es einige sehr einfach Gründe. Zunächst einmal ist die weibliche Anatomie schlicht anfälliger für Infekte der Blase, des Harnleiters und der Nieren als die männliche. So reagieren Frauen besonders empfindlich auf Kälte und dergleichen. Sitzt eine Frau beispielsweise auf einer kalten Fläche, so schwächt dies den Urintrakt derselben wesentlich mehr und stärker, als es bei einem Mann der Fall wäre. Auch bietet der weibliche Harnleiter wesentlich mehr Angriffsfläche als das männliche äquivalent dazu.Zusätzlich auch sollte man nicht vergessen, dass Frauen generell etwas anfälliger für Krankheiten sind als Männer. Dies liegt schlicht an der Güte und der Effektivität des Immunsystems. Somit sollten gerade Frauen auf der Hut vor Harnweginfekten sein.
  • Alter: Grundsätzlich sei gesagt, dass jeder Mensch, unabhängig vom Alter, von einem Harnweginfekt betroffen sein kann. Dennoch stellt sich dieses Leiden vergleichsweise häufig bei Personen zwischen 15 und 35 Lebensjahren ein. Die Gründe hierfür sind immer noch Gegenstand der Forschung. Dass es sich dennoch um eine Tatsache handelt, ließ sich durch jahrelange Fallstudien und Beobachtungen stichhaltig beweisen. Darum sollte man, befindet man sich in dieser Altersspanne, besonderen schützen und Vorsicht walten lassen, um einer Infektion bereits im Vorhinein zu entgehen.
  • Diabetes und Aids: Diabetes ebenso wie Aids schwächt das Immunsystem. Deswegen kommt es sehr viel häufiger zu Infektion als bei Menschen, die weder an dem einen noch dem anderen Leiden erkrankt sind. Sollte man jedoch zu den unglücklichen Betroffenen zählen, so ist eine Harnweginfektion, neben einer immensen Vielzahl anderer Infektionen, mehr als wahrscheinlich und man sollte damit rechnen, relativ frequent Opfer einer solchen zu werden. Insbesondere dann, wenn man darüber hinaus auch noch anderen Risikogruppen angehört. Überhaupt sollte man nicht unterschätzen, wie sehr ein geschwächtes Immunsystem dazu beitragen kann, dass man stets und stetig Opfer irgendwelcher Infektionen und Krankheiten wird.
  • Geschlechtsverkehr: Oftmals kommt es vor, dass die die Krankheit auslösenden Bakterien beim Geschlechtsverkehr übertragen werden. Hierbei ist es nicht einmal notwendig, dass das gegenüber auch aktiv an einem Harnwegsinfekt erkrankt ist. Bisweilen kann es schon reichen, wenn er nur die Bakterien in sich trägt, diese aber bei ihm / ihr nicht zum Ausbruch einer Krankheit, wie auch immer diese geartet sein mag, geführt haben. In diesen Fällen ist auch das Tragen eines Kondoms eher nutzlos. Eine Infektion findet zumeist trotzdem statt. Dies sollte aber nicht als Aufforderung missverstanden werden, auf ein Präservativ zu verzichten. Durch die Nutzung von Kondomen lassen sich viele andere Krankheiten verhindern. Und hier gilt, wie bei allen anderen Krankheiten auch: Vorsicht ist besser als Nachsicht.
  • Übergewicht: Übergewicht ist schlecht. Das sollte jedem klar sein. Der Körper kann mit den überschüssigen Pfunden nur sehr schwer umgehen und leidet sehr darunter. Nicht nur, dass die Wundheilung immens limitiert und verlangsamt ist, auch die allgemeine Abwehrreaktion des Immunsystems ist in aller Regel depriviert. Dies führt dazu, dass die auslösenden Bakterien, zumeist E Coli, sich sehr viel leichter einnisten und Krankheiten verursachen können, als bei Menschen, die ein normales Gewicht haben. Nicht zuletzt darum sollte es im Interesse jedes Individuums liegen, sich gesund zu ernähren und kein überflüssiges Gewicht mit sich herumzutragen.

Symptome & Anzeichen

Bei Harnwegsinfektionen treten Beschwerden beim Wasserlassen auf, wie Brennen, Schmerzen oder Häufiger Harndrang bei geringer Harnausscheidung. Weitere Symptome sind Blut im Urin, übelriechender Urin, Schmerzen im Unterbauch und eventuell auch Fieber, Schüttelfrost, Krankheitsgefühl und Schmerzen in der Taillengegend.

Hier eine kleine Übersicht der Indikatoren und der Bedeutung:

  • Blut im Urin: Blut im Urin kann sehr viele Gründe haben und die wenigsten davon sind harmlos. Darum ist es unumgänglich, einen Arzt aufzusuchen, wenn man dieses negative Phänomen an sich beobachtet. Nicht selten ist dies ein Zeichen innerer Blutungen. Dass diese lebensgefährlich sein können, dürfte jedem klar sein. Nichtsdestominder heißt Blut im Urin nicht auch immer gleich, dass es mit einem zu Ende geht. Manchmal sind die Gründe hierfür eher harmlos. Davon sollte man aber besser nicht grundsätzlich ausgehen und Blut im Urin mit gesundem Respekt gegenübertreten. Sollte sich Urin im Blut einstellen, nachdem man bereits schon länger an einer Harnwegsinfektion leidet, so ist dies als klarer Indikator dafür anzusehen, dass sich das Leiden auf die Nieren ausgebreitet hat und man abermals bei seinem zuständigen Hausarzt vorstellig werden sollte. Gegebenenfalls ist dann notwendig, einen Spezialisten zu konsultieren, um eine optimale Behandlung gewährleisten zu können.
  • Schmerzen beim Wasserlassen: Hierbei handelt es sich nicht nur leider um das häufigste im Rahmen eines Harnwegsinfekt auftretende Phänomen, sondern zumeist auch um das unangenehmste. Dies Schmerzen beim Ausscheiden von Urin können teilweise so stark sein, dass Betroffene wissentlich und willentlich darauf verzichten und das Abscheiden der Flüssigkeit auf den letzten Moment verschrieben. Dass das natürlich nicht förderlich für die Heilung ist, sollte jedem klar sein. Hier heißt es einfach: Zähne zusammenbeißen und durch.Insbesondere Männer klagen sehr oft über einen besonders schneidenden Schmerz beim Urinieren, wenn diese von einem Harnwegsinfekt geplagt sind. Dieser hält auch noch lange Zeit nach dem eigentlichen Wasserlassen noch an. Aber auch Frauen geht es hier nicht viel besser. Dennoch muss ein sich beim Urinieren einstellender Schmerz nicht immer auch gleich heißen, dass man an einer Blasenentzündung leidet. Bisweilen können die Gründe hierfür recht zahlreich sein und man sollte nicht voreilig schlussfolgern. Wie dem auch sei, ein Besuch beim Arzt ist in jedem Falle ratsam.
  • Phantomdruck: Viele Betroffene klagen darüber, dass sie Urindruck verspüren, obschon die Blase vollständig geleert ist. Auch das ist, wie der Schmerz beim Urinieren selbst, sehr unangenehm. Besonders häufig leiden Männer stärker unter diesem Phänomen. Sie haben zusätzlich noch oftmals das Gefühl, als Stünde etwas Resturin noch im Harnleiter and und könne nicht heraus. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch recht Schmerzhaft. Dieses Phänomen tritt bei betroffenen Männern besonders häufig dann auf, nachdem diese, trotz des Harnwegsinfekts, ejakuliert haben. Die doppelte Belastung, der der Harnleiter ausgesetzt ist führt dazu, dass falsche Impulse gesendet werden. Infolgedessen kommt es also zu dem Gefühl, als müsse man Wasserlassen, obgleich dies nicht der Fall ist.
  • Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen: Nicht alle auftretenden Symptome treten direkt im Bereich der Blase und der Nieren auf. Auch allgemeine, sprich unspezifische Symptome können sich im Rahmen eines Harnweginfekts einstellen. Hierzu gehören neben Fieber und Schüttelfrost auch Erbrechen und Müdigkeit. Da diese Symptome zunächst an eine normale Grippe erinnern, kann es den Betroffenen und den Ärzten bisweilen schwer fallen, allein hieraus eine korrekte Diagnose abzuleiten. Auch sollte man damit rechnen, dass besonders das Erbrechen gerade zu Beginn der Infektion sehr heftig sein kann, sodass man eventuell zuerst auf eine Erkrankung des Magens schließen könnte. Des Weiteren kommt es bisweilen auch zu Durchfällen. Diese sind aber vergleichsweise selten und halten zudem nicht allzu lange an.

Wer eines oder mehrere dieser Symptome und Anzeichen an sich selbst oder anderen ihm nahestehenden Personen beobachtet, ist dazu aufgerufen, in der Praxis des Hausarztes vorstellig zu werden. Eine frühe Erkennung des Leidens bedeutet eine frühe Behandlung und also eine frühe Heilung.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Der Arzt stellt die Diagnose anhand der geschilderten Beschwerden und einer Urinuntersuchung. Mit Urin-Teststreifen können Leukozyten, Eiweiß, Glukose und Blut im Urin nachgewiesen werden. Zum Nachweis von Bakterien kann eine Urinkultur angelegt werden. Durch Ultraschalluntersuchung kann der Zustand der Harnwege dargestellt werden. Außerdem kann man Röntgen-Kontrast-Untersuchungen durchführen. Differentialdiagnostisch ist eine Reizblase auszuschließen, bei der dieselben Symptome wie bei einer Harnwegsinfektion auftreten können, jedoch keine Infektion vorliegt. Dazu dient das Blutbild (Entzündungszeichen) oder die Urinkultur.

Alles in allem ist eine Diagnose also sehr schnell gestellt und bereitet weder dem Patienten noch dem behandelnden Arzt allzu großes Kopfzerbrechen. Darüber hinaus ist auch der Verlauf der Krankheit zumeist nichts, was man besonders fürchten sollte. Zwar ist das Leiden an sich, wie nun bereits schon mehrfach angeführt, eher unangenehm, aber alles in allem sind die Verläufe doch überschaubar. Es kommt nur sehr selten zu gravierenden Besonderheiten, die einen aus der Bahn werfen könnten.

Zwar ist es nicht genau zu sagen, wie lange man etwa mit einem Harnwegsinfekt zu kämpfen hat, aber man kann sich allgemein hin darauf einstellen, dass man nicht länger als maximal einen Monat damit umgehen muss. Bei einer medikamentösen Behandlung lässt sich dieser Zeitraum sehr stark einschränken. Teilweise plagt einen die Blasenentzündung dann kaum eine Woche.

Alles in allem also lässt sich zusammenfassend erwähnen, dass weder die Diagnose noch der Krankheitsverlauf besonders schwerwiegend sind. Allein eine Diagnose kann bisweilen kompliziert werden, wenn es sich um einen mehr oder weniger symptomlosen Harnwegsinfekt handelt. Dieser tritt insbesondere häufig bei älteren oder jüngeren Patienten auf. Mittelalte Menschen und junge Erwachsene dagegen zeigen oftmals stärkere Symptome und sind somit leichter zu diagnostizieren. Fehlen diese Symptome jedoch, so bleibt ein Besuch beim Arzt nicht selten aus und die Krankheit kann sich ungestört entwickeln, bis sie schließlich die Nieren befällt. In diesen Fällen ist es wichtig, sofort zu einem Arzt zu gehen. Auch ist dann damit zu rechnen, dass der allgemeine Verlauf bedeutend schwerwiegender ist, als in früher diagnostizierten Fällen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Viele Menschen lassen sich aufgrund einer Blasenentzündung nicht behandeln. Das verzerrt die Statistiken und sorgt somit dafür, dass die ermittelnden Zahlen hochgradig ungenau sind. Nichtsdestominder lässt sich grob estimieren, dass etwa jährlich weltweit zwischen 100 und 200 Millionen Menschen einem Harnwegsinfekt zum Opfer fallen. Davon sind in etwa 70% Frauen zwischen 15 und 35. Jüngere oder ältere Personen, sowie Männer im Allgemeinen sind dagegen sehr viel seltener Opfer dieser Erkrankung. Es ist also kein Vorteil, dass Frauen besonders häufig an einer Blasenentzündung und Co. leiden, sondern eine medizinisch fassbare Gewissheit.

Die Diagnosedaten sind auch sehr schnell ausgewertet und stellen den Arzt vor keine allzu großen Probleme.


Komplikationen bei der Krankheit

Es sind kaum Komplikationen zu erwarten. Zumindest nicht auf lange Sicht und auch dann nicht, wenn es sich beim dem Harnwegsinfekt um ein einmaliges Phänomen handelt. Schlimmer sieht es natürlich dann aus, wenn man chronisch daran erkrankt ist. Aber selbst dann halten sich die irreparablen Schäden im Rahmen. Überhaupt muss man sagen, dass dieses Leiden kaum Schaden anrichtet, sondern mehr temporal beschränkt für Schmerzen und Ungemach sorgt.

Denn eben das sind die imgrunde einzigen zu erwartenden Komplikationen. Die teilweise doch recht starken Schmerzen während des Urinieren und der Phantomdruck, der einen bisweilen nicht schlafen lässt. Allerdings gilt es der Vollständigkeit halber hier noch einmal zu erwähnen, dass es im Laufe der Erkrankung durchaus zu bleibenden Schädigungen der Nieren kommen kann. Dennoch ist dies nur vergleichsweise selten der Fall, die meisten Komplikation lassen sich medikamentös korrigieren und heilen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Frage danach, wann man zum Arzt gehen sollte, ist im Grunde sehr schnell beantwortet. Jede Person, die sich so fühlt, als leide sie an einem Harnwegsinfekt oder sei auf dem besten Wege dahin, ist gut damit beraten, in einer Praxis vorstellig zu werden. Sicherlich kann man eine solche Erkrankung auch ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen und mit oder ohne Behandlung hat mich nicht allzu viel zu fürchten, dennoch ist es in aller Regel sicherer, wenn man sich schulmedizinisch rückversichert.

Da dieses Leiden beginnen kann wie eine normale Grippe, so ist es bisweilen förderlich, etwas genauer nachzuhaken und den Arzt zu bitten, die Harntrakt genauer zu untersuchen. Schließlich und endlich kommt es nicht selten vor, dass erkrankte zunächst keine Symptome bemerken. Wie aber bereits schon im Text erwähnt, sollte man sich darauf einstellen, dass der Arzt nicht immer sofort die korrekte Diagnose parat hat. Es kann deswegen nötig sein, dass man die Praxis mehrmals aufsuchen muss, um die Diagnose zu erhalten.

Sollte man Blut im Urin feststellen ist es notwendig, sofort zu einem Arzt zu gehen. Sollte dies aus zeitlichen Gründen nicht möglich sein, ist es auch möglich, die Notaufnahme im Krankenhaus zu besuchen. Blut im Urin kann ein Indikator für inneren Blutungen sein und sollte deshalb nicht vernachlässigt werden.

Alles in allem also ist ein Besuch beim Arzt grundsätzlich immer dann zu empfehlen, wenn man Symptome verspürt, die darauf hindeuten, dass sich eine Krankheit, welcher Art auch immer diese sei, nähert. Denn hier gilt das alte Sprichwort: „Vorsicht ist besser als Nachsicht.“ Besser ein Mal zu oft beim Arzt gewesen als ein Mal zu wenig.

Behandlungsmethoden & Therapie

Was tun bei einer Blasenentzündung? Durch Erhöhung der Trinkmenge werden die Harnwege durchgespült. Die medikamentöse Behandlung erfolgt durch Antibiotika. Bei mangelndem Therapieerfolg kann nach bakterieller Austestung ein anderes Antibiotikum eingesetzt werden. Zusätzlich können auch Schmerzmittel wie Paracetamol eingenommen werden. Wärmebehandlung, z.B. Wärmflasche und warme Socken, kann den Heilungsprozess unterstützen.

Als Hausmittel haben sich Nieren- und Blasentees bewährt. Sie enthalten Heilpflanzen wie Goldrute (Solidago virgaurea), Brennnessel (Urtica dioica), Schachtelhalm (Equisetum arvense), Bärentraubenblätter (Arctostaphylos uva-ursi), Birkenblätter (Betulus pendula), Hauhechel (Ononis spinosa) und Orthosiphonblätter (Orthosiphon aristatus). Blasen– und Nierentees aus der Apotheke enthalten schadstofffreie Heilpflanzen mit standarisierten Inhaltsstoffen.

Bei selbstgesammelten Heilpflanzen dagegen kann die Menge der Inhaltsstoffe stark en Schwankungen unterliegen. Blasen– und Nierentees haben eine ausschwemmende, entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung. Der Urin spült Bakterien und Entzündungsprodukte von den Schleimhäuten der Harnwege ab; große Urinmengen können Beschwerden erleichtern und Infekte schneller beenden. Bei bestimmten Erkrankungen wie Herzinsuffizienz ist eine Behandlung mit diuretisch wirkenden Substanzen jedoch nicht geeignet.

Die genannten Heilpflanzen sind außer als Tee auch in weiteren Darreichungsformen wie Tropfen oder Kapseln erhältlich. Cranberry, eine Art Preiselbeere, wird ebenfalls bei Harnwegsinfekten empfohlen; Cranberry-Produkte sollen verhindern, dass Bakterien sich an den Schleimhäuten festsetzen und gegen Harnwegsinfekte vorbeugen. Kürbiskern-Produkte können die Blasenfunktion stärken.

Leichtere Formen von Harnwegsinfekten können mit Homöopathie behandelt werden, z.B. mit Dulcamara (Bittersüßer Nachtschatten), das besonders gut gegen Harnweginfekte infolge nasser Kälte (z.B. nasse Badekleidung) geeignet ist. Bei Blasenentzündung mit starken Schmerzen und Blut im Urin kann Cantharis (Spanische Fliege) helfen. Bei Schmerzen in der Nierengegend und starkem Harndrang kann Berberis vulgaris (Berberitze) die Beschwerden lindern. Alle Mittel sollten als Tiefpotenzen (D6) eingesetzt werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es ist so gut wie unmöglich, einem Harnwegsinfekt effektiv vorzubeugen. Es kann theoretisch jederzeit jeden treffen. Zwar ist es auf jeden Fall hilfreich, wenn man stets und steitg bedacht ist und versucht, Risiken und Risikofaktoren zu vermeiden, alles in allem aber garantiert auch das keine 100%ige Sicherheit.

Wie dem auch sei, dennoch kann man durch vorausschauendes Verhalten einiges reißen und zumindest in Ansätzen dafür sorgen, dass allgemeine Risiko einer Infektion zu verringern. Auch lässt sich das Risiko deutlich senken, wenn man beispielsweise Übergewicht loswird und sich stets befleißigt, sein Immunsystem stark und robust zu halten. Mehr allerdings kann man leider nicht tun, um dem vorliegende zu entgehen.


Prognose zur Heilung

99,9% aller Personen mit einem Harnwegsinfekt überlebt diesen auch. Dadurch fällt die Prognose nicht allzu negativ aus. Auch Komplikationen sind nur sehr selten anzutreffen und können darum vernachlässigt werden. Alles in allem kann man also durchaus behaupten, dass es sich bei einem Harnwegsinfekt zwar um ein sehr unangenehmes und teilweise auch schmerzhaftes Leiden handelt, die davon ausgehende direkte Bedrohung für Leib und Leben jedoch überschaubar ist.

Wer sich vorausschauend verhält und Risikofaktoren meidet, der dürfte in aller Regel kaum Probleme mit dem vorliegenden Leiden haben, dennoch gilt zu bedenken, dass beinahe jede Frau auf dem Planeten im laufe ihres Lebens zumindest eine Harnwegsinfektion ausstehen muss. Damit muss man schlicht leben.

Dabei ist es vollkommen irrelevant, wo auf der Welt man lebt oder wie. Jede Frau ist potentiell gefährdet. Ob arm oder reich, nördlich oder südlich lebend. Sicher ist niemand. Auch nicht abzusehen, dass sich dies in nächster Zukunft ändert. Man kann sich nur dadurch weiterhelfen, dass man versucht, sich so gut eben geht zu schützen.

Somit lässt sich zusammenfassen sagen, dass die Prognose in sehr gut aussieht und man nicht mit allzu schwerwiegenden Komplikationen rechnen muss.


Wie mit der Krankheit umgehen?

Ein Harnwegsinfekt ist etwas sehr unangenehmes. Er schränkt die Lebensqualität immens ein und sorgt dafür, dass man sich sehr unwohl fühlt. Das zeigt sich besonders häufig am Arbeitsplatz oder in der Schule. Viele Menschen bleiben aufgrund eines Harnwegsinfekts, obwohl es besser wäre, nicht zuhause, um sich auszukurieren. Das birgt einige Probleme. Insbesondere sind sehr viele und lang andauernde Besuche der Toilette zu erwarten. Schließlich und endlich besteht ein Symptom der Krankheit daran, dass man das Gefühl hat, als müsse man ständig urinieren, auch wenn dem gar nicht so ist.

Des Weiteren wird die Erkrankung auch besonders in zu Beginn nicht selten von starker Übelkeit und Erbrechen sowie Durchfall begleitet. Auch damit sollte man also rechnen, wenn man trotz der Erkrankung weiter seinen Pflichten nachkommt, anstatt sich ins Bett zu legen und sich auszuruhen. Auch ließe sich auf diese Art und Weise das Risiko einer Ansteckung anderer Personen etwas minimieren. Zwar ist es eher selten der Fall, dass man das Bakterium direkt an seine Umwelt verteilt, allein indem man sich in ihr aufhält, aber auszuschließen ist es dennoch nicht. Und es sollte schließlich und endlich keinem daran gelegen sein, andere Menschen mit Erregern und Keimen zu infizieren. Aus diesem Grunde bietet es sich auch an, während der Infektion selbst sexuelle Abstinenz zu praktizieren. Auch hierdurch lässt sich das Risiko einer Übertragung der Erreger auf andere minimieren.

Wer ein erkranktes Kind hat, sollte dieses auf jeden Fall für ein paar Tage aus der Schule nehmen. Es ist nicht ratsam, mit einer Blasenentzündung oder einem Harnwegsinfekt eine Bildungseinrichtung zu besuchen. Die Schmerzen und die Ungemach halten einen ohnehin davon ab, die notwendige Aufmerksamkeit aufzubringen, um in der Lage zu sein, dem Unterricht zu folgen, darüber hinaus empfinden Klassenkameraden die häufigen Gänge zur Toilette zurecht als störend. Auch ist dies gerade in der Pubertät recht peinlich.

Am besten ist man also damit beraten, sich ins Bett zu legen uns ich auszukurieren. Es bringt nicht, sich überzubelasten. Man zahlt dafür irgendwann Zinsen und mit meiner Nierenentzündung oder schlimmerem rechnen. In der Ruhe liegt die Kraft – muss es hier heißen.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden in Bezug auf Harnwegsinfekte sind erstaunlicherweise recht spärlich. Dies liegt daran, dass die meisten Leute gerade bei solch unangenehmen Leiden doch lieber auf die Schulmedizin zurückgreifen oder sich altbekannten Hausmitteln zu bedienen. Darüber hinaus ist auch genau dazu zu raten. So sehr alternative Heilmethoden auch bei anderen Erkrankungen helfen mögen, so sollte man doch bei einem Harnwegsinfekt doch den allerschnellsten und allerbesten Weg wählen und keine Experimente vornehmen.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt sehr viele Hausmittel, die einem bei einer Blasenentzündung gute Hilfe leisten können. Dazu hier eine Übersicht:

  • Viel trinken: Wer viel trinkt, muss viel urinieren. Das Mag bei einem Harnwegsinfekt zwar sehr schmerzhaft sein, dennoch ist es für die Heilung sehr wichtig. Denn nur durch das konstante Abscheiden von urin ist es dem Körper möglich, die Bakterien auszuscheiden. In mittelalterlichen Ratgebern, fand man sogar den Hinweis „pisz dich gesunth“. Sicherlich würde man dies heute etwas geschickter formulieren, aber im Grunde hat sich an dieser Weisheit nichts verändert.
  • Wärmflaschen: Zwar helfen Wärmflaschen nicht unbedingt dabei, die Krankheit zu bekämpfen, dennoch kann die Wärme den Betroffenen, insbesondere Frauen ein gewisses Gefühl der Linderung verschaffen.
  • Erkältungsbäder: Wärme Bäder mit Zusätzen haben einigen Betroffenen bereits gut helfen können. Hierbei sollte man allerdings nicht zu lange in der Wanne verbleiben und darauf achten, das Wasser nicht zu ausversehen zu trinken. Außerdem empfiehlt es sich, dem Badewasser Teebaumöl oder Lavendelöl zuzusetzen, und von deren natürlicher Desinfektionskraft zu profitieren.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Ingwer
  • Kümmel
  • Kamille
  • Fenchel
  • Anis

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Nichtsdestotrotz bietet sich gerade bei einem Harnwegsinfekt besonders eine Darreichung in Form eines Tees an. Dieser hilft dabei, dass die Bakterien durch häufigeres Urinieren ausgeschieden werden und trägt zusätzlich noch zur allgemeinen Gesundheit und zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Teebaumöl
  • Zimtrinde
  • Ackerminze
  • Knoblauchöl

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle von Harnwegsinfekten sollte man jedoch lediglich von einer Aromatherapie Gebrauch machen. Eine innerliche Anwendung ist nicht zu empfehlen und verschlimmert die Situation oftmals nur. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung weniger belastend für die allgemeine Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 10
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 9 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf den Harnwegsinfekt gibt es nicht wirklich. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich bei einem starken Befall des Organismus und damit einhergehenden Beschwerden vor allem darin, dass diese teilweise mit einer merklichen Gewichtsabnahme einhergehen. Dies schwächt den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine starke Erkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Es gibt also keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Blasenentzündungs-Patienten erstellt worden sind. Eine allgemeine gesunde Ernährung kann überdies sehr förderlich sein und darüber hinaus noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch eine Krankheit belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange dauert eine Harnwegsinfektion?

Hierzu lassen sich leider kaum allgemeingültige Aussagen treffen. Da es bei Harnwegsinfekten sehr stark auf das betroffene Individuum und die Qualität der Behandlung ankommt. Sie können sehr kurz, aber auch sehr lang sein. Bisweilen kommt es sogar zu mehr oder weniger chronischen Ausprägungen des vorliegenden Leidens. Spätestens dann ist ein Besuch beim Arzt unabdingbar.

Kriegt man wirklich Blasenentzündungen, wenn man auf kalten Oberflächen sitzt?
Dieses alte Vorurteil hält sich hartnäckig und tatsächlich steckt etwas Wahrheit darin. Zwar bedarf es mit oder ohne kalter Sitzunterlage einer Infektion mit den auslösenden Bakterien, aber dennoch kann das Sitzen auf beispielsweise einem kalten Stein dazu beitragen, dass sich das Bakterium schneller ausbreiten kann und somit die Entstehung einer Blasenentzündung befördert. Es ist also grundsätzlich davon abzuraten, sich auf allzu kalte Oberflächen zu setzen.

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