Fußschmerzen

Fußschmerzen

Fast jeder Mensch,ob jung oder alt, hat hier und da schon einmal unter FußSchmerzen gelitten.

Da diese Beschwerden häufig sehr unspezifisch sind, ist es sogar für medizinische Experten schwierig, diese Symptome einer bestehenden Erkrankung eindeutig zuzuordnen.

Darüber hinaus ist die Bandbreite an Ursachen für das Symptom überaus umfangreich, was eine sichere Diagnose nicht unbedingt leichter macht.

Wodurch die Schmerzen verursacht werden können und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Was sind Fußschmerzen?

Fußschmerzen sind einfach gesagt, Schmerzen am Fuß. Aber ganz so simpel ist das in der Praxis nicht. Das hat damit zu tun, dass der Fuß ein äußerst komplexes Gebilde ist. Darüber hinaus unterliegen die Füße einer hohen Beanspruchung und Belastung, die der natürlichen Anatomie des Fußes nicht immer entgegen kommt.

Bei den Fußschmerzen kann unterschieden werden zwischen:

  • Fußschmerzen im Bereich des Vorfußes
  • Fußschmerzen an der großen Zehe
  • Fußschmerzen der Fußaußenseite
  • Fußschmerzen an der Ferse
  • Fußschmerzen auf dem FußRücken
  • Fußschmerzen im Bereich der Zehenballen

Dabei werden die Fußschmerzen individuell recht unterschiedlich wahrgenommen und beschrieben. Das Spektrum reicht von drückend und stechend bis hin zu brennend, ziehend sowie von anhaltend oder von periodisch wiederkehrend. Nicht selten mischen sich die Schmerzarten. Angegeben werden Fußschmerzen ebenso als akut oder als chronisch auftretende Beschwerden.

Ursachen von Fußschmerzen

Die Auslöser für das Krankheitszeichen Fußschmerzen sind sehr mannigfaltig. Aus diesem Grund hat es sich als sinnvoll erweisen, diese Faktoren zu unterteilen:

  • ungeeignetes Schuhwerk: In dieser Rubrik spielen beispielsweise zu enge oder kurze, zu schmale oder zu hohe Schuhe eine wichtige Rolle. Darüber hinaus kann es sein, dass die Schuhe für die auf die Füße einwirkenden Belastungen nicht passend sind (beispielsweise für lange Spaziergänge, für spezielle Arbeiten oder für bestimmte Ausdauersportarten.
  • Eingewachsener Zehennagel: Das unsachgemäße Schneiden der Zehennägel kann dazu führen, dass diese seitlich ins Fleisch einwachsen. Durch den Druck der Schuhe entstehen daraus Fußschmerzen.
  • Infektion der Haut: Eine Infektion mit Fußpilz kann durch die daraus resultierenden Hautirritationen das Symptom Fußschmerz begünstigen. Ursache ist meist das Einreißen der Haut.
  • Verletzungen des Fußes durch mechanische Einwirkungen:
  • entzündliche Vorgänge:
  • Deformitäten:
    • Platt-, Hacken- oder Hohlfuß
    • Hammer– und Krallenzehen
    • Ballengroßzehe oder Hallux valgus
    • Sichel-, Spitz- oder Spreizfuß
    • Klumpfuß, Knick-Senkfuß
  • Verschleißerscheinungen

Das Symptom Fußschmerzen wird durch verschiedene Risiken begünstigt oder verstärkt. Unter diesem Aspekt sind insbesondere Kinder und ältere Personen sowie erbliche Einflüsse und das Übergewicht, Adipositas oder Fettleibigkeit einzuordnen. Ergänzt werden müssen diese Punkte durch Stehen über lange Zeit hinweg sowie durch dauerndes Rennen und Springen.

Diagnose und Verlauf von Fußschmerzen

Je nachdem, um welchen Schmerz es sich handelt, kann der Arzt schon erste diagnostische Erhebungen machen. Unumgänglich ist hierbei neben der visuellen Begutachtung die Tastung oder Palpation sowie die Prüfung der Beweglichkeit. Das ermöglicht eine Lokalisation des Symptoms. Unterstützt wird die Diagnostik durch die Berichte des Patienten und durch neurologische Tests.

Bei der optischen Betrachtung stellt der Arzt Gangunregelmäßigkeiten fest. Darüber hinaus können Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung, Taubheit oder Überwärmung an einer bestimmten Stelle ein Hinweis sein, woher die Fußschmerzen stammen. Geprüft wird weiterhin, ob der Fußschmerz allein oder in Kombination mit einem anderen Krankheitssymptom auftritt.

Nicht immer müssen Fußschmerzen nur beim Auftreten vorhanden sein. Bei vielen Erkrankungen ist das Symptom Fußschmerz auch in Ruhe vorhanden.

Des Weiteren stehen dem Arzt moderne bildgebende technische Ausrüstungen wie die Computertomografie, Ultraschall und Röntgen zur Verfügung. Diese können in Einheit mit Labortests wie der Untersuchung von Blut durchgeführt werden. Fachärzte verlassen sich bei der Diagnostik von Fußschmerzen ebenso auf:

  • Spiegelung der Gelenke oder Arthroskopie
  • elektrophysiologische Verfahren zur Messung der Nervenleitgeschwindigkeit
  • Elektro-Myografie und die Elektro-Neurografie
  • Punktion der Gelenke
  • Magnetresonanztomografie

Diagnosedaten und Häufigkeit von Fußschmerzen

Erstaunlicherweise leiden etwa 30 Personen im Alter von 65 und darüber hinaus unter Fußschmerzen. Im Alter von 45 bis 65 und bis zu einem Alter von 15 Jahren sind es 15. Diese Zahlen stammen aus dem Jahr 2012 und beziehen sich auf 100.000 Einwohner.

Bei den Fußschmerzen liegen die Frauen mit 61,4 Prozent klar vor den Männern mit 38,6 Prozent. Fußschmerzen sind daher keine Lappalie, sondern sie belasten vielen Menschen gesundheitlich. Inbegriffen sind hierbei vor allen Dingen Fußschmerzen, die nicht als alleinige Krankheit zu bewerten sind.

Fußschmerzen sind daher keine Lappalie, sondern sie belasten viele Menschen gesundheitlich. Inbegriffen sind hierbei vor allen Dingen Fußschmerzen, die nicht als alleinige Krankheit, sondern als Ausdruck für ein anderes nicht behandeltes Leiden zu bewerten sind.

Komplikationen bei Fußschmerzen

Werden Fußschmerzen nicht ernst genommen und nicht ausreichend behandelt, dann sind Komplikationen nicht auszuschließen. Weil die Fußschmerzen oftmals ein Krankheitsanzeichen für eine andere Grunderkrankung sind, kommt es bei einem unbehandelten Verlauf nicht selten dazu, dass sich diese Grunderkrankung verschlechtert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang das Entstehen einer sogenannten Knochennekrose, bei der das Knochengewebe abstirbt.

Bei Menschen mit Diabetes mellitus können Fußschmerzen aufgrund der eingeschränkten Durchblutung der Kapillargefäße zu Hautirritationen kommen, die nur sehr schlecht abheilen. Nimmt die Belastung der Füße zu, dann sind Risiken wie:

  • ein Außen- oder Innenbandriss am Sprunggelenk
  • eine sogenannte Ermüdungsfraktur
  • ein Knochenbruch
  • Risse des Syndesmosebandes

unter Umständen nicht vermeidbar. Außerdem sind es zunehmende Beschwerden beim Gehen und Stehen sowie eine Zunahme der nebenher vorhandenen Krankheitsanzeichen, die Komplikationen bedingen können.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Der Besuch des Arztes bei Fußschmerzen kann ganz klar dann empfohlen werden, wenn das Symptom anhält und sich dazu noch verschlimmert.

Eine Arztkonsultation sollte auch dann bedacht werden, wenn:

  • die Schwellungen erheblich zunehmen
  • eine massive Überwärmung auftritt
  • der Fuß eine Fehlstellung bekommt
  • sich ein Bluterguss oder Hämatom bildet
  • sich eine Gehbehinderung einstellt
  • Wunden und Verletzungen der Haut entstehen

So werden viele Patientinnen und Patienten beispielsweise durch extrem schmerzhafte Hühneraugen, eingeklemmte Nerven oder Schwielen zum Arzt getrieben. Dann müssen die Betroffenen meist mit langen Wartezeiten rechnen. Abhilfe in diesen Fällen können ebenso Fachleute wie Podologen leisten. Podologen sind medizinische Fußpfleger. Sie können im Gegensatz zu kosmetischen Fußpflegern bei Hühneraugen, bei der Beseitigung von eingewachsenen Zehennägeln und bei Hornhaut helfen.

Wichtig: Diabetiker sollten ausschließlich zum geschulten Podologen in die FußPflege gehen, um Wundheilungsstörungen vorzubeugen.

Alle anderen Fußschmerzen gehören in die Hände des Orthopäden oder des Hausarztes.

Behandlung und Therapie von Fußschmerzen

Die Behandlung von Fußschmerzen muss sich nicht in jedem Fall kompliziert und aufwendig gestalten. Oftmals ist schon mit einfachen Maßnahmen und Tipps Abhilfe geschaffen. Allerdings sollte dabei nicht unterschätzt werden, dass es sich um ein Symptom und nicht um eine eigenständige Erkrankung handelt.

Um Fußschmerzen los zu werden, kann es manchmal ausreichend sein, passendes, fußgerechtes Schuhwerk zu tragen. Unterliegen die Füße einer Überlastung, vergehen die Fußschmerzen meist von selbst, wenn diese abgestellt ist. Liegt eine weitere Grunderkrankung vor, dann sollte diese unbedingt therapiert werden. Danach verschwinden die Fußschmerzen häufig von selbst.

Je nach Ausprägung des Symptoms ziehen die Ärzte manchmal eine vorübergehende Ruhigstellung des Fußes in Betracht. Medikamentös sind sowohl innere als als auch äußere Anwendungen sinnvoll, um die Beschwerden zu lindern. Bewährt haben sich in dieser Hinsicht Salbenverbände, Muskelrelaxanzien und Schmerzmittel. Auch Behandlungen mit Ultraschall, Krankengymnastik, Massagen, Injektionen mit entzündungshemmenden Mitteln wie Kortison und Bäder können hilfreich sein, damit die Symptome abklingen.

Vorbeugung gegen Fußschmerzen

Prophylaktisch kann Fußschmerzen mit folgenden Mitteln entgegengewirkt werden:

  • Kindern, Jugendlichen und Senioren altersgerechtes Schuhwerk anbieten
  • orthopädische Einlagen benutzen
  • optimale Absatzhöhe einhalten
  • fußgerechtes Schuhwerk auswählen
  • Reduzierung von Übergewicht
  • besondere Sorgfalt bei Diabetes mellitus
  • Entzündungen durch ausreichende Hygiene vermeiden
  • sich vor Infektionen schützen
  • sorgfältige Pflege der Füße

Bewährte Hausmittel und alternative Heilmittel bei Fußschmerzen

Mehr oder weniger bekannte Naturheilmittel und Hausmittel sind bei Fußschmerzen grundsätzlich nicht von der Hand zu weisen. Sie bekämpfen aber nur die Beschwerden, können kausal jedoch kaum wirken. Dennoch raten ebenfalls viele Schulmediziner, es erst einmal mit diesen gut verträglichen alternativen Methoden zu versuchen, wenn sich die Fußschmerzen in einem gewissen Rahmen halten.

Empfehlenswert sind:

  • Fußbäder mit Pfefferminz- oder Eukalyptusöl
  • Wechselbäder kalt-warm
  • aktives Beüben der FußMuskulatur
  • Einsatz von Rollbrettern
  • FußMassage

Rezeptur für ein angenehm duftendes und gleichzeitig pflegendes, leicht Schmerz stillendes Massageöl zum selbst zubereiten:

  • zwei Esslöffel Nelkenöl
  • zwei Esslöffel Sesamöl oder
  • zwei Esslöffel Olivenöl
  • ein Teelöffel Kamillenöl
  • zwei Teelöffel Lavendelöl

Eine weitere Heilpflanze, die bei Fußschmerzen eingesetzt werden kann, ist Arnika. Sie wird in einem warmen Fußbad als Tropfen zugesetzt. Sie fördert die Durchblutung und reduziert die Schmerzen. Die Wirkung dieser Anwendungen ist meist vorübergehend.

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