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Antiepileptika

by Danaae
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Antikonvulsiva (Antiepileptika) – Medikamente bei Epilepsie

Antiepileptika sind die mit Abstand am häufigsten eingesetzte Behandlung bei Patienten mit Epilepsie. Die auch als Antikonvulsiva bezeichneten Medikamente können dabei helfen, epileptische Anfälle zu verhindern – die Epilepsie an sich lässt sich hierdurch allerdings nicht heilen.

Ziel der antikonvulsiven Behandlung ist es, das Auftreten von Anfällen möglichst komplett zu verhindern, ohne dass es dabei zu Nebenwirkungen kommt.

Was sind Antiepileptika?

Was ist ein Antikonvulsivum (Antiepileptikum)?

Als Antiepileptika werden Medikamente zur Behandlung oder Vorbeugung epileptischer Anfälle bezeichnet. Der Begriff „Antiepileptikum“ ist allerdings etwas irreführend, da die Medikamente nicht die Epilepsie an sich behandeln, sondern vielmehr die dadurch verursachten Krampfanfälle. Aus diesem Grund werden Epilepsie-Medikamente auch Antikonvulsiva genannt.

Bedeutung: Konvulsion bedeutet Krampfanfall (genauer: Tonisch-klonischer Krampfanfall) und leitet sich vom lateinischen Wort convellere (erschüttern) ab.

Es gibt verschiedene Arten von Antiepileptika. Welches Medikament sich am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem jedoch von der Art der Anfälle. Die meisten Antikonvulsiva werden als Dauerbehandlung eingesetzt, also über einen langen Zeitraum – wenn nicht gar lebenslang – verabreicht. Es gibt jedoch auch Akutmedikamente für den Status Epilepticus.

Bei etwa 2/3 der Betroffenen können Antiepileptika zu einer zufriedenstellenden Kontrolle der Anfälle führen bzw. das Auftreten von epileptischen Anfällen komplett verhindern. Konnten mindestens zwei Behandlungsversuche mit Antikonvulsiva zu keiner ausreichenden Kontrolle der Anfälle führen, ist ggf. ein chirurgischer Eingriff nötig (erfahren Sie mehr hierzu in unserem Ratgeber zur Epilepsie).

Antikonvulsiva werden zwar in erster Linie zur Behandlung von Patienten mit Epilepsie eingesetzt, sie haben jedoch noch weitere Anwendungsgebiete. So werden bestimmte Antiepileptika beispielsweise bei einer bipolaren Störung oder etwa als Hilfsmittel in der Schmerztherapie eingesetzt.


Funktion & Wirkung

Wirkmechanismus – Wie wirken Antiepileptika?

Da es sich bei Antikonvulsiva um eine heterogene Gruppe von Arzneimitteln handelt, die verschiedenen Vertreter sich also in ihrer chemischen Struktur unterscheiden, variiert auch die Wirkung je nach Medikament.

Alle Antiepileptika unterdrücken jedoch Krampfanfälle, indem sie die Neuronen-Erregbarkeit oder die Erregungsweiterleitung im zentralen Nervensystem (ZNS) hemmen. Sie wirken an unterschiedlichen Ionenkanälen und Rezeptoren, um die Krampfschwelle zu erhöhen, um also das Auftreten von Anfällen zu verhindern.

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Beispiele für die Wirkmechanismen bestimmter Antiepileptika sind:

  • Inaktivierung von spannungsabhängigen Natrium-Kanälen – Hierdurch können krampfvermittelnde Reize nicht mehr weitergeleitet werden
    (z. B. Carbamazepin, Lacosamid, Lamotrigin, Valproinsäure, Phenytoin und Oxcarbazepin)
  • Inaktivierung von spannungsabhängigen Calcium-Kanälen – Auch dies verhindert eine Weiterleitung von krampfvermittelnden Reizen
    (z. B. die Suximide Ethosuximid und Mesuximid)
  • Benzodiazepine wirken an den sogenannten GABAA-Rezeptoren, was zu zu Veränderungen der Rezeptoren führt. Dadurch kommt es schließlich zu einer geringeren Erregungsweiterleitung
    (z. B: Lorazepam, Diazepam oder Midazolam)

Einteilung & Arten

Was gibt es für Antiepileptika?

Zu den Antikonvulsiva zählen Medikamente aus verschiedenen Wirkstoffklassen, also Arzneimittel, die auf unterschiedlichen Wirkmechanismen beruhen. Ihnen allen gemein ist jedoch, dass sie die neuronale Erregbarkeit bzw. die Erregungsweiterleitung im zentralen Nervensystem (ZNS) hemmen.

Die Medikamente werden vor allen in klassische und neuere Antikonvulsiva unterteilt.

Folgende Wirkstoffgruppen und Medikamente zählen zu den klassischen Antiepileptika:

  • Barbiturate (z. B. Primidon und Phenobarbital)
  • Hydantoin-Derivate (z. B. Phenytoin)
  • Suximide (z. B. Mesuximid)
  • Carboxamide (Oxcarbazepin, Eslicarbazepinacetat und Carbamazepin)
  • Valproinsäure (Carbonsäure)
  • Benzodiazepine (z. B. Clobazam, Diazepam, Clonazepam, Nitrazepam, Lorazepam, Midazolam)

Neuere Antiepileptika sind zum Beispiel:

  • die strukturell von der γ-Aminobuttersäure bzw. GABA abgeleiteten Medikamente:
  • Sowie folgende Antiepileptika, welche sich strukturell von den klassischen Antiepileptika unterscheiden:

Anwendung (Indikation)

Anwendung je nach Anfallsform

Wann welches Antiepileptikum verabreicht wird, hängt in erster Linie von der Art der Anfälle ab:

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Epileptischer Anfall

  • Fokale Anfälle – Bei fokalen epileptischen Anfällen gilt Carbamazepin als Mittel der ersten Wahl. Ebenfalls häufig verabreicht werden Lamotrigin und Levetiracetam.
  • Generalisierte Anfälle – Bei generalisierten epileptischen Anfällen gilt Valproinsäure als Mittel der ersten Wahl, nicht jedoch bei jungen Mädchen oder Frauen im gebärfähigem Alter. Eine Alternative ist bspw. Lamotrigin.
  • Status Epilepticus – Beim Status Epilepticus kommen Benzodiazepine als Notfallmedikamente zum Einsatz. Hierzu zählen Diazepam, Lorazepam und Clonazepam. Alternative Arzneimittel zur Behandlung eines Status Epilepticus sind Valproinsäure, Phenobarbital und Phenytoin.

Kombinationstherapie

Zeigt eine Monotherapie, also die Verabreichung von nur einem Medikament, keine ausreichende Wirkung, können zwei oder drei Antikonvulsiva zusammen verabreicht werden (Kombinationstherapie). Medikamente, welche hierfür in Frage kommen, sind:

  • Felbamat
  • Lacosamid
  • Tiagabin
  • Vigabatrin

Weitere Anwendungsgebiete von Antiepileptika

Viele Antiepileptika kommen nicht nur bei einer Epilepsie sondern auch bei anderen Erkrankungen zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete (Indikationen) von Antikonvulsiva sind:


Wahl der Antikonvulsiva

Wann wird welches Antikonvulsivum verschrieben?

Die Auswahl des Antiepileptikums ist von folgenden Faktoren abhängig:

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  • zugrunde liegende Ursache und Anfallsform (fokal oder generalisiert)
  • Schwere, Dauer und Häufigkeit der Anfälle
  • Alter des Patienten
  • Körpergewicht
  • Geschlecht
  • Begleitkrankheiten bzw. Medikamente

Welches Antikonvulsivum ein Patient erhalten sollte, hängt in erster Linie von der Form der Epilepsie ab, also ob der Betroffene an fokalen oder generalisierten Anfällen leidet. Die Wahl des Antiepileptikums variiert ferner je nach zugrundeliegender Ursache sowie Häufigkeit und Schwere der Anfälle.

Auch das Alter spielt eine Rolle, da bei Kindern andere Faktoren zu beachten sind als beispielsweise bei Senioren. Weiterhin kann auch das Körpergewicht wichtig sein, da bestimmte Antikonvulsiva eine Gewichtszunahme oder -abnahme fördern können.

Ein weiterer Faktor für die Auswahl des Antiepileptikums ist das Geschlecht. Bei Frauen mit Epilepsie müssen nämlich verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Hierbei ist z. B. wichtig, ob sie verhüten, schwanger sind oder ein erhöhtes Risiko für Missbildungen vorweisen.

Schließlich kann die Auswahl des Antiepileptikums auch von weiteren Begleiterkrankungen des Betroffenen abhängen. Muss ein Patient auch andere Medikamente einnehmen, sind die möglichen Wechselwirkungen zu berücksichtigen.


Medikamente – Liste

Handelsnamen & Präparate – Welche Antikonvulsiva gibt es?

Folgende Medikamente gehören zu den Antiepileptika:

GABA-Modulatoren:

  • Clobazam
  • Clonazepam
  • Diazepam
  • Felbamat
  • Lorazepam
  • Phenobarbital
  • Primidon
  • Topiramat
  • Vigabatrin

Natriumkanal-Blocker:

  • Carbamazepin
  • Lacosamid
  • Lamotrigin
  • Oxcarbazepin
  • Phenytoin
  • Topiramat
  • Valproat
  • Zonisamid

Kalziumkanal-Blocker:

  • Ethosuximid
  • Gabapentin
  • Pregabalin
  • Zonisamid

Weitere Antikonvulsiva:

  • Brivaracetam
  • Levetiracetam
  • Tiagabin

Handelsnamen der Antikonvulsiva-Präparate sind z. B.:

  • Amide: Vimpat®
  • AMPA-Rezeptor-Antagonisten: Fycompa®
  • Barbiturate: Aphenylbarbit®, Mysoline®, Maliasin®
  • Benzodiazepine: Rivotril®
  • Carboxamide: Tegretol®, Trileptal®, Zebinix®, Inovelon®
  • Dicarbamate: Taloxa®
  • Fettsäuren: Depakine®
  • GABA-Derivate: Neurontin®, Lyrica®, Sabril®
  • Phenyltriazine: Lamictal®
  • Racetame: Briviact®, Keppra®
  • Salze: Ospolot®, Zonegran®
  • Succinimide: Petinimid®, Petinutin®
  • Sulfamat-substituierte Monosaccharide: Topamax®

Einnahme & Dosierung

Antikonvulsiva sind in verschiedenen Darreichungsformen (z. B. Sirup, Kapseln) erhältlich; in den meisten Fällen werden sie jedoch in Form von Tabletten oral eingenommen.

Die Dosierung variiert je nach Anfallsform und schwere der Erkrankung. Zu Beginn der Behandlung wird in der Regel eine sehr niedrige Dosis gewählt, welche schrittweise erhöht wird, bis die epileptischen Anfälle aufhören.

Zeigen die Antikonvulsiva weiterhin nicht die erwünschte Wirkung, kann ein alternatives Antiepileptikum verabreicht oder eine Kombinationstherapie verordnet, also mehr als ein Antiepileptikum verschrieben werden.

Die Einnahme von Antikonvulsiva erfolgt üblicherweise zwei mal täglich, also alle 12 Stunden. Es ist sehr wichtig, die Anweisungen des Arztes genau zu befolgen und die Antiepileptika regelmäßig einzunehmen, um das Auftreten von Anfällen zu verhindern.

Da Antikonvulsiva mit anderen Medikamenten wechselwirken können, sollten Sie immer erst Ihren Arzt fragen, bevor Sie andere Arzneimittel – auch rezeptfreie und pflanzliche – einnehmen.


Risiken & Nebenwirkungen

Was sind die Risiken und Nebenwirkungen von Antiepileptika?

Die möglichen Nebenwirkungen von Antiepileptika variieren je nach Art des Medikaments. Sehr häufig treten diese vor allem zu Beginn der Behandlung auf, vergehen jedoch nach einer Weile wieder. Es kann aber auch sein, dass einige Beschwerden bestehen bleiben oder es erst nach einer Weile der Einnahme zu Nebenwirkungen kommt.

Häufige Nebenwirkungen von Antikonvulsiva sind:

Ein zu hoch dosiertes Antiepileptikum kann zu folgenden unerwünschten Wirkungen führen:

  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Übelkeit
  • Unruhe

Leiden Sie unter Nebenwirkungen, sollten Sie Ihren Arzt darüber informieren. Dieser kann Ihnen dann ggf. ein alternatives Medikament verschreiben oder die Dosis anpassen.

Detaillierte Informationen zu den jeweiligen Nebenwirkungen der einzelnen Präparate können der Packungsbeilage entnommen werden.


Nebenwirkungen je nach Art des Antiepileptikums

Die wichtigsten Nebenwirkungen je nach Art des Antikonvulsivums sind:


Wechselwirkungen (Interaktionen)

Wechselwirkungen von Antiepileptika mit anderen Medikamenten

Werden Antiepileptika zusammen mit anderen Wirkstoffen eingenommen, können die Medikamente miteinander interagieren und zu Wechselwirkungen führen. Bei den neueren Antikonvulsiva ist die Wahrscheinlichkeit für Wechselwirkungen dabei deutlich geringer als bei den klassischen Antiepileptika.

Vor allem sogenannte enzyminduzierende Wirkstoffe (Cytochrom P450) können zu Wechselwirkungen mit Antikonvulsiva führen. Hierbei kommt es zu einer Erhöhung von bestimmten Enzymen, was die Wirkung des anderen Arzneimittels abschwächen kann.

Werden unterschiedliche Antiepileptika zusammen verabreicht (Kombinationstherapie), kann es auch hierbei zu Interaktionen kommen. Ihr Neurologe wird dies bei der Verschreibung berücksichtigen.

Bei folgenden Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen mit den Antiepileptika kommen:

Malarone Musaril

Detailliertere Informationen zu den jeweiligen Wechselwirkungen der einzelnen Antiepileptika-Präparate finden Sie in der Packungsbeilage Ihres Medikaments.


Kontraindikation (Gegenanzeigen)

Wann dürfen Antikonvulsiva nicht eingenommen werden?

Es ist nicht möglich, allgemeine Aussagen zu den Kontraindikationen von Antiepileptika zu machen, da diese arzneimittelspezifisch sind, also je nach Art des Antikonvulsivums stark variieren.

Darf ein Epilepsie-Medikament in bestimmten Situationen nicht verabreicht werden (bspw. bei Patienten mit Leberversagen oder während der Schwangerschaft), stehen alternative Antikonvulsiva zur Verfügung.

Ggf. müssen regelmäßige Kontrollen (beispielsweise der Leber oder Nieren) erfolgen und die Dosierungen der Medikamente angepasst werden.

Beispiele für gängige Gegenanzeigen von Antiepileptika sind:

  • Überempfindlichkeit oder Allergie gegenüber des Wirkstoffs
  • Leberinsuffizienz (z. B. Valproinsäure und Felbamat)
  • Schwangerschaft (z. B. Valproinsäure, Pregabalin und Topiramat)
  • Bestimmte Bluterkrankungen (unterschiedlich)
  • Engwinkelglaukom (z. B. Diazepam und Midazolam)
  • QT-Syndrom (z. B. Valproinsäure)

Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Kontraindikationen eines Antiepileptikums finden Sie in der Packungsbeilage.


FAQ – Häufige Fragen & Antworten

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Antiepileptika.


Bestes Antiepileptikum?

Welches ist das beste Medikament gegen Epilepsie?

Welches Antikonvulsivum sich am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab und kann nicht allgemein beantwortet werden. Dies hängt in erster Linie von der Epilepsieform ab, ist jedoch auch individuell verschieden und bspw. von dem Gesundheitszustand des Patienten und möglichen weiteren Begleiterkrankungen abhängig.

Neuere Antikonvulsiva gelten jedoch in vielen Fällen als die bessere Wahl, da sie meist mit weniger Nebenwirkungen einhergehen und ein geringeres Potential für Wechselwirkungen aufweisen.

Folgende Epilepsie-Medikamente gelten als Mittel der ersten Wahl (bis zu bestimmten Dosierungen), da sie die beste Wirkung zeigen, Patienten also am effektivsten Anfallsfrei bekommen, und dabei mit wenigen Nebenwirkungen einhergehen:

Lamotrigin

Lamotrigin

  • Carbamazepin (z. B. Tegretal®)
  • Gabapentin (z. B. Neurontin®)
  • Lamotrigin (z. B. Lamical®)
  • Levetiracetam (z. B. Keppra®)
  • Oxcarbazepin (z. B. Timox®, Trileptal®)
  • Topiramat (z. B. Topamax®)
  • Valproat (z. B. Ergenyl®)
  • Pregabalin (z. B. Lyrica®)

Antikonvulsiva – Schwangerschaft?

Welche Antiepileptika eignen sich in der Schwangerschaft?

Viele Antiepileptika können die Entwicklung der Organe von Fötus in den ersten 10 bis 12 Schwangerschaftswochen stören und zu Missbildungen führen.

Allerdings ist auch ein Krampfanfall der werdenden Mutter für die ungeborenen Babys gefährlich. Einerseits besteht hierbei eine Sturzgefahr, andererseits kann der epileptische Anfall auch zu einer Sauerstoff-Unterversorgung des Fötus führen.

Studien konnten zeigen, dass alle klassischen Antikonvulsiva eine schädliche Wirkung auf die Embryonen haben können. Bei den meisten neueren Antiepileptika ist die Studienlage hingegen unzureichend.

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Aus Beobachtung von Kohortenstudien ging hervor, dass lediglich:

  • Lamotrigin
  • Oxcarbazepin
  • Levetiracetam
  • Carbamazepin
  • Gabapentin

das Risiko für Fehlbildungen nicht erhöhen. Lamotrigin gilt hierbei als Mittel der ersten Wahl.

Bei der Wahl des Medikaments ist eine äußerst strenge Nutzen-Risiko-Abwägung zu treffen. Die Medikamentenumstellung sollte möglichst frühzeitig erfolgen, um Risiken zu vermeiden.


Antiepileptikum absetzen?

Wann kann man Antiepileptika absetzen?

Antikonvulsiva müssen in vielen Fällen ein Leben lang eingenommen werden. Wenn Sie jedoch bereits seit Jahren keinen Anfall mehr hatten, ist es eventuell möglich, das Antiepileptikum abzusetzen.

Ist das weitere Auftreten von epileptischen Anfällen sehr unwahrscheinlich, kann Ihr Neurologe die Beendigung der antiepileptischen Behandlung einleiten. In einem solchen Fall wird die Therapie meist ausgeschlichen, die Dosis des Medikaments also schrittweise verringert, sodass sich der Körper an die Veränderung anpassen kann


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