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NSAR

by Danaae

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Ibuprofen, Diclofenac oder ASS – die meisten Menschen haben wohl schon einmal ein nichtsteroidales Antirheumatikum, kurz nsar (auf englisch auch NSAID), eingenommen. Die Medikame wirken schmerzlindernd, entzündungshemmend und teils fiebersenkend.

nsar finden demnach bei Erkrankungen und Störungen Anwendung, die mit Schmerzen und Entzündungen einhergehen. Gerade bei langfristiger Anwendung können sie jedoch auch schwere Nebenwirkungen haben. Wann nsar genau eingesetzt werden, was für Risiken es gibt und welche Alternativen zur Verfügung stehen, erfahren Sie nachfolgend.

Was sind nsar?

Nicht-steroidale Antirheumatika – Was sind nsar Medikamente?

Definition: nsar sind Schmerzmittel, die antiphlogistisch also entzündungshemmend wirken und sich daher unter anderem gut für die Behandlung von rheumatischen Erkrankungen eignen. Viele nsar haben darüber hinaus auch eine antipyretische, also fiebersenkende Wirkung.

Nicht-steroidale Antirheumatika wie Naproxen, Diclofenac oder Ibuprofen werden oft in Eigenbehandlung bei Schmerzen oder Fieber eingesetzt.

Höher dosierte nsar Medikamente kommen typischerweise zur Behandlung von entzündlich-rheumatischen Krankheiten zum Einsatz. Sogenannte Coxibe wie Meloxicam oder Indometacin finden z. B. bei der Therapie von Arthrose, Arthritis oder Gicht Anwendung.

Auch die Acetylsalicylsäure (ASS), welche vor allem unter dem Handelsnamen Aspirin bekannt ist, zählt zu den nsar und nimmt hierbei eine Sonderstellung ein. ASS hat nämlich zusätzlich noch eine sogenannte thrombozytenaggregationshemmende Wirkung. Dieser Wirkstoff hemmt also die Verklumpung von Blutplättchen und kann dadurch die Entstehung von Blutgerinnseln (Thromben) verhindern. Schmerzmittel mit ASS eignen sich daher auch zur Vorbeugung von Herzinfarkten, Schlaganfällen und weiteren Durchblutungsstörungen.

Bedeutung – Was bedeutet nsar?

nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) – auch nichtsteroidales Antiphlogistikum (NSAP) oder NSAID (non-steroidal anti-inflammatory drug), Tabletten, Pillen, Ibuprofen, Medikament

Ibuprofen Tabletten – Ragesoss, 200mg ibuprofen tablets, CC BY-SA 3.0

  • nsar ist die Abkürzung für Nicht-Steroidales Anti-Rheumatikum.
  • Weiterhin werden nsar auch als NSAP (Nicht-Steroidales Anti-Phlogistikum) bezeichnet.
  • Ebenfalls gebräuchlich ist die englische Bezeichnung NSAID (Non-Steroidal Anti-Inflammatory Drug)

Was bedeutet nicht-steroidal?

Neben den NSAR gibt es auch noch steroidale Antirheumatika, also Steroide wie Glucocorticoide. In den 50er Jahren wurde die Kategorie NSAR eingeführt, um diese Schmerzmittel von den steroidalen Antirheumatika abzugrenzen, welche oft sehr schwere Nebenwirkungen haben.

NSAR wirken also im Gegensatz zu den steroidalen Antirheumatika nicht an den Opiod-Rezeptoren. Stattdessen beruht ihre Wirkung auf der Hemmung der sogenannten Cyclooxygenase.


Anwendungsgebiete (Indikationen)

Wann werden NSAR eingesetzt?

Zu den Anwendungsgebieten von nichtsteroidalen Antirheumatika zählen typischerweise Erkrankungen, welche mit Entzündungen und Schmerzen einhergehen.

Indikationen für NSAR sind demnach z. B.:

Krankheit des rheumatischen Formenkreises (chronisch-entzündliche rheumatische Erkrankungen):

Weitere Indikationen von NSAR:

Eine Sonderstellung nimmt darüber hinaus auch noch die Acetylsalicylsäure (ASS) ein, welche vor allem unter dem Handelsnamen Aspirin bekannt ist. ASS hat nämlich eine thrombozytenaggregationshemmende Wirkung und kann daher auch zur Behandlung von Thrombosen sowie zur Vorbeugung von kardiovaskulären Erkrankungen eingesetzt werden.

Aspirin, Acetylsalicylsäure (ASS) , Bayer, nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR) – auch nichtsteroidales Antiphlogistikum (NSAP) oder NSAID (non-steroidal anti-inflammatory drug), Tabletten, Pillen, Medikament

Daniel Case, Bayer Aspirin and store-brand generic on Canadian drugstore shelf, CC BY-SA 3.0

Anwendungsgebiete vom NSAID Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin) sind:

  • Herzinfarkt (Myokardinfarkt)
  • Koronare Herzerkrankung (KHK)
  • Akutes Koronarsyndrom (ACS)
  • Ischämischer Schlaganfall
  • Periphere arterieller Verschlusskrankheit (pAVK)
  • Arteriellen Thrombosen nach gefäßchirurgischem Eingriff

Therapie & Wirkung

Behandlung mit NSAR – Wie wirken nichtsteroidale Antirheumatika?

NSAR wirken, indem sie die sogenannte Cyclooxygenase (COX) hemmen. COX sind Enzyme, welche eine wesentliche Rolle bei der Regulation von Entzündungen spielen. NSAR können dabei wie folgt unterteilt werden:

  • Nichtselektive COX-1/2-Hemmer
    Diese hemmen sowohl die COX-1 als auch die COX-2
  • Selektive COX-2-Hemmer
    Diese hemmen ausschließlich die eine Unterform der Cyclooxygenase, die COX-2
Cyclooxygenase (COX), COX-Hemmer, Arachidonsäure, Prostaglandin

Till Reckert, Cyclooxygenasereaktion, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons

NSAR Wirkung – Einfach erklärt

Als Cyclooxygenase werden bestimmte Enzyme bezeichnet, welche für die Synthese der sogenannten Prostaglandine (Gewebshormone) zuständig sind.

Prostaglandine spielen unter anderem bei Schmerzen, Entzündungen und Fieber eine wichtige Rolle. Sie werden aus verschiedenen Fettsäuren wie u. a. der Arachidonsäure hergestellt.

Die Cyclooxygenase-1 (COX-1) kommt dabei anders als die Cyclooxygenase-2 (COX-2) in allen Gewebetypen vor. Somit betrifft die COX-1 im Gegensatz zur COX-2 den gesamten Körper.

Die COX-1 steuert also Entzündungsreaktionen im gesamten Organismus. Außerdem spielt sie bei der Regulation der Magensäureproduktion eine wichtige Rolle. Darüber hinaus sind COX-1 auch für die sogenannte Thrombozytenaggregation (Vorgang für die Blutgerinnung), sowie für die Gefäßverengung (Vasokonstriktion) zuständig.

Die COX-2 wird hingegen nur bei bestimmten Gegebenheiten synthetisiert, also z. B. bei Verletzungen oder Entzündungen. Somit ist COX-2 auch an Entzündungssymptomen wie Schmerzen und Fieber beteiligt.


COX-1 und COX-2

NSAR – Selektive und nicht-selektive COX-Hemmer

Die meisten NSAR wirken nicht-selektiv, das heißt, sie hemmen sowohl die Cyclooxygenase-1 (COX-1) als auch die Cyclooxygenase-2 (COX-2).

Diese nicht-selektiven COX-Hemmer reduzieren zwar genau so wie die selektiven COX-2-Hemmer Entzündungen; allerdings haben sie auch ein deutlich höheres Risiko für Nebenwirkungen wie Blutungen der Magenschleimhaut oder einer Einschenkung der Nierenfunktion.

Nicht-selektive NSAR hemmen darüber hinaus auch die Thrombozytenaggregation, also die Verklumpung der Blutplättchen (vor allem ASS bzw. Aspirin).

Selektive COX-2-Hemmer gehen mit weniger gastrointestinalen Nebenwirkungen einher. Allerdings sind auch die selektiven NSAR nicht in der Lage, ausschließlich die COX-2 zu hemmen. COX-2-Hemmer beeinflussen die COX-1 zwar nur in einem geringen Maß, dennoch können die damit zusammenhängenden Nebenwirkungen nicht komplett ausgeschlossen werden.

Allerdings steht der COX-1 bei der Einnahme von selektiven COX-2-Hemmern mehr Arachidonsäure, eine mehrfach ungesättigte Fettsäure, zur Verfügung. Aus dieser Arachidonsäure können zusätzliche Prostagladine hergestellt werden, was wiederum die Verklumpung von Blutplättchen fördern kann. Aus diesem Grund gehen selektive COX-2-Hemmer auch mit einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Herzinfarkt oder Schlaganfall) einher.

Medikamente & Namen

Welche Medikamente gehören zu den NSAR? Welche Antirheumatika gibt es?

Wie bereits beschrieben, können NSAID in nichtselektive COX-1/2-Hemmer und selektive COX-2-Hemmer unterteilt werden.

Nicht-selektive COX-1/2-Hemmer NSAR sind:

  • Acetylsalicylsäure (ASS)
  • Arylpropionsäurederivate:
    • Ibuprofen
    • Dexibuprofen
    • Flurbiprofen
    • Naproxen
    • Ketoprofen
    • Tiaprofensäure
  • Arylessigsäurederivate:
    • Diclofenac
  • Indolessigsäurederivate:
    • Indometacin
    • Acemetacin
  • Anthranilsäurederivate:
    • Flufenaminsäure
    • Mefenaminsäure
  • Oxicame:

aspirin 0.5 Ibuflam 4%Selektive COX-2-Hemmer NSAR sind:

  • Celecoxib
  • Etoricoxib
  • Lumiracoxib
  • Parecoxib
  • Rofecoxib

Kombinationspräparate mit NSAR

Weiterhin gibt es noch Kombinationspräparate, also Medikamente, welche neben dem nichtsteroidalen Antirheumatikum auch noch einen zusätzlichen Wirkstoff beinhalten. Diese wurden entwickelt, um die Verträglichkeit der NSAR in Bezug auf MagenDarm-Beschwerden zu vermindern. Kombinationspräparate mit NSAR sind z. B.:

  • Arthotec (Diclofenac + Misoprostol)
  • Vimovo (Naproxen + Esomeprazol)

Risiken & Nebenwirkungen

Welche Risiken und Nebenwirkungen haben NSAID?

Die Einnahme von NSAR kann zu Nebenwirkungen führen und das Risiko für verschiedene Krankheiten und Störungen erhöhen. Dies ist vor allem bei langfristiger Einnahme der Fall.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen von nichtsteroidalen Antirheumatika zählen:

  • MagenDarm-Beschwerden
  • Nierenschäden und -erkrankungen
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen bzw. Ereignisse

Magen-Darm-Beschwerden

Schätzungsweise leiden etwa 10 bis 20 Prozent der Personen, welche NSAR einnehmen, unter Magen-Darm-Beschwerden. In einer Studie aus den 1990er Jahren wurde die Einnahme von hohen Dosen verschreibungspflichtiger NSAID mit schweren Nebenwirkungen im oberen Magen-Darm-Trakt (z. B. Magen-Darm-Blutungen) in Verbindung gebracht.

Die häufigsten Nebenwirkungen in Bezug auf den Magen-Darm-Trakt sind:

Krankheiten Divertikulitis Apfelessig-Diät

Nierenschäden

Nicht-steroidale Antirheumatika können die Nierenfunktion einschränken und letztendlich zu chronischen Nierenerkrankungen führen. Durch die Einnahme der NSAR kommt es nämlich zu Veränderungen im Blutfluss in den Nieren.

Durch die gestörte Nierenfunktion kann es zu einem Rückhalt von Flüssigkeit und Natrium sowie zu Bluthochdruck kommen. Das Risiko für Nierenversagen (Niereninsuffizienz) ist besonders dann stark erhöht, wenn die Patienten gleichzeitig einen ace-Hemmer und/oder ein Diuretikum einnehmen.

Kardiovaskuläre Erkrankungen bzw. Ereignisse

Nicht-steroidale Antirheumatika mit Ausnahme von ASS können das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erhöhen. Die Einnahme ist bei Personen, welche in der Vergangenheit schon einmal an einem Herzinfarkt gelitten haben, nicht zu empfehlen, da hierbei das Risiko für die Mortalität erhöht ist.

Darüber hinaus ist auch das Risiko für eine Herzinsuffizienz bei allen NSAR außer niedrig dosiertem ASS doppelt so hoch. Bei Personen mit einer Herzschwächen-Vorgeschichte ist das Risiko möglicherweise sogar 10 Mal so hoch, wie Studien vermuten lassen.


Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Wann dürfen nichtsteroidale Antirheumatika nicht eingenommen werden?

Nicht-steroidale Antirheumatika dürfen in folgenden Fällen nicht eingenommen werden:

NSAID außer ASS

dürfen ferner nicht eingenommen werden bei:

  • Koronarer Herzkrankheit (KHK)
  • Systolische Herzinsuffizienz
  • Personen, welche in der Vergangenheit einen Schlaganfall erlitten haben
  • Personen, welche in der Vergangenheit einen Herzinfarkt erlitten haben

Magensäure (Magensaft)

NSAR sollten in folgenden Fällen nur mit Vorsicht eingenommen werden:

  • Reizdarmsyndrom
  • Personen, welche in der Vergangenheit an gastrointestinalen Beschwerden gelitten haben
  • Personen über 50 mit familiärem gastrointestinalen Risiko

Darüber hinaus dürfen in einigen Fällen nur bestimmte NSAR nicht eingenommen werden:

  • Acetylsalicylsäure (ASS) ist bei Kindern mit einer Virusinfektion kontraindiziert
  • Diclofenac darf nicht eingenommen werden bei:
    • Peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK)
    • Ischämische Herzerkrankung
    • Herzinsuffizienz (NYHA-Stadien II bis IV)

Detailliere Informationen zu den Gegenanzeigen von NSAR finden Sie auf der Packungsbeilage Ihres Medikaments.


Wechselwirkungen

Unerwünschte Wirkungen bei der gleichzeitigen Einnahme von NSAR und weiteren Wirkstoffen

Werden nichtsteroidale Antirheumatika zusammen mit anderen Substanzen eingenommen, kann es zu Wechselwirkungen kommen. Folgende Wirkstoffe können mit NSAR interagieren und somit zu Wechselwirkungen führen:

  • Glucocoricoide (Das Risiko für Magen-Darm-Beschwerden ist stark erhöht)
  • Thrombozytenaggregationshemmer (Das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt ist erhöht)
  • Antidepressiva der Gruppe Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (Das Risiko für Blutungen im Magen-Darm-Trakt ist erhöht)
  • Orale Antidiabetika (es kommt zu einer Steigerung der blutzuckersenkenden Wirkung)
  • Saluretika also harntreibende Mittel (Die diuretische Wirkung wird vermindert)
  • Antikoagulanzien wie Cumarin-Derivate (es kommt zu einer Verstärkung der gerinnungshemmenden Wirkung)
  • Antihypertonika, vor allem ace-Hemmer (die blutdrucksenkende Wirkung wird gemindert)
  • Chinolon-Antibiotika (das Risiko für unerwünschte Wirkungen der Chinolone auf das zentrale Nervensystem ist erhöht, was u. a. zu Krampfanfällen führen kann)
  • Weitere NSAR (bei der Einnahme eines COX-2-Hemmers sollte nicht zusätzlich ein weiteres NSAR eingenommen werden; auch Personen, welche regelmäßig ASS einnehmen sollten auf die Einnahme weiterer NSAR verzichten)

Alternativen zu NSAID

Alternativen zu nichtsteroidalen Antirheumatika

Dürfen oder möchten Sie kein NSAR einnehmen, stehen – je nach Grund für die Medikation – einige Alternativen für die nichtsteroidalen Antirheumatika zur Verfügung.

Schmerzmittel ohne NSAR

Paracetamol

Ein alternatives Schmerzmittel zu NSAR ist Paracetamol

Das gängigste Schmerzmittel, welches nicht zu den NSAR zählt, ist Paracetamol. Dieses gilt im Allgemeinen als gut verträglich, sollte jedoch bei Personen mit schweren Lebererkrankungen nur in niedrigen Dosierungen eingesetzt werden.

Darüber hinaus stehen auch nicht-medikamentöse Alternativen zur Schmerzbehandlung zur Verfügung. Hierzu zählen je nach Ursache für die Schmerzen beispielsweise Akupunktur, Physiotherapien oder Gesprächstherapien wie die kognitive Verhaltenstherapie.

Alternativen zu NSAID bei Gelenkerkrankungen

Zu den alternativen Behandlungsmethoden bei Gelenkerkrankungen wie Arthrose und Arthritis zählen:

  • Kodein (Schmerzmittel auf Basis von Opiaten)
  • Orale Kortikosteroide (werden gelegentlich als Alternative zu NSAR eingesetzt)
  • Kortikosteroide-Injektionen (Kortikosteroide-Spritzen helfen Symptome wie Schmerzen und Schwellungen zu lindern)
  • Basistherapie bei rheumatischen Erkrankungen (langsamwirkende Langzeittherapeutika; progressionsverlangsamende Antirheumatika)

Alternative Behandlungsmöglichkeiten bei Gicht

Zur Behandlung von Gicht eignen sich orale Steroide sowie das Arzneimittel Colchicin als Alternative zu den NSAR.


FAQ – Häufige Fragen & Antworten

Nachfolgend finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu den nichtsteroidalen Antirheumatika.


Paracetamol – NSAR?

Ist Paracetamol ein nichtsteroidales Antirheumatikum?

Paracetamol zählt wie auch NSAR zu den nichtopioiden Analgetika (Schmerzmittel). Allerdings wird es nicht zu den NSAR gezählt, da es kaum eine entzünungshemmende Wirkung hat. Es hat also anders als die nichtsteroidalen Antirheumatika so gut wie keinen Einfluss auf die Cyclooxygenase. Aus diesem Grund führt Paracetamol auch nicht zu den typischen Nebenwirkungen von NSAID.

Außerdem beeinflusst dieser Wirkstoff auch nicht die Verklumpung der Blutplättchen und zeigt somit keine blutgerinnungshemmende Wirkung wie bspw. die Acetylsalicylsäure.

Paracetamol wird als nichtsaures antipyretisches bzw. antiphlogistisches antipyretisches Analgetikum klassifiziert.

Bestes NSAR?

Welches NSAR ist das beste?

Studien zeigen, dass NSAR einer Klassifikation ähnliche Eigenschaften zeigen und vergleichbar verträglich sind. Werden sie in einer gleichwertigen Dosierung eingesetzt, gibt es kaum Unterschiede in ihrer klinischen Wirksamkeit.

Die Unterschiede zwischen den Präparaten sind neben der Klassifikation vielmehr auf die unterschiedlichen Dosierungsschemata und Verabreichungsformen der einzelnen Medikamente zurückzuführen.

In Bezug auf die unerwünschten Nebenwirkungen haben COX-2-Hemmer ein geringeres Risiko für Magen-Darm-Blutungen als COX-1/2-Hemmer. Während die meisten NSAR das Risiko für einen Herzinfarkt erhöhen, stellt Naproxen hierbei eine Ausnahme dar.

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