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Antidiabetika

by Danaae
Diabetes mellitus - Therapie, Nervenschmerzen Blutzuckermessgerät, Antidiabetika

Was sind Antidiabetika?

Personen, die an Diabetes mellitus leiden, müssen in vielen Fällen Medikamente einnehmen – also sogenannte Antidiabetika. Diese können beispielsweise die körpereigene Ausschüttung von Insulin oder die die Aufnahme des Hormons von den Zellen fördern und somit dabei helfen, den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Je nach Art des Diabetes kommen hierbei unterschiedliche Arzneimittel in Frage. Beim Diabetes-Typ-1 ist eine Verabreichung von Insulin unabdingbar; für Personen mit anderen Diabetes-Formen gibt es jedoch auch Alternativen.

Was sind Antidiabetika?

Definition: Antidiabetika sind Medikamente, welche zur Behandlung von Diabetes mellitus also bei einem relativen oder absoluten Insulinmangel eingesetzt werden.

Welches Medikament die Betroffenen erhalten sollten, hängt in erster Linie von der Art des Diabetes mellitus ab (z. B. Diabetes mellitus Typ 1 oder 2). Die meisten von ihnen werden über den Mund aufgenommen (z. B. Tabletten oder Kapseln) und werden dementsprechend als orale Antidiabetika bezeichnet. Eine Ausnahme bildet z. B. Insulin, welches typischerweise subkutan, also unter die Haut, gespritzt wird.

Weiterhin können die Medikamente zur Behandlung von Diabetes abhängig von ihrem Wirkmechanismus unterschieden werden. Es gibt beispielsweise sogenannte insulinotrope sowie nicht-insulinotrope Antidiabetika.

Bei der Behandlung von Diabetes mellitus spielen neben den Medikamenten jedoch auch noch weitere Maßnahmen wie bspw. Veränderungen des Lebensstils sowie ggf. eine Gewichtsabnahme eine wichtige Rolle.

Während Personen mit Diabetes Typ 1 immer Insulin erhalten, stehen für andere Formen des Diabetes (z. B: Diabetes mellitus Typ 2) auch weitere Medikamente zur Verfügung. Personen mit Typ-1-Diabetes haben nämlich einen absoluten Mangel an Insulin, sodass sie auf die externe Verabreichung des Hormons angewiesen sind.

Bei Patienten mit Typ-2-Diabetes wird hingegen zwar Insulin ausgeschüttet, allerdings besteht eine zunehmende Insulinresistenz. Die Zellen sprechen also immer schlechter auf das Insulin an, sodass der Blutzuckerspiegel nicht mehr ausreichend kontrolliert werden kann.


Anwendung (Indikation)

Was sind die Anwendungsgebiete von Antidiabetika?blutzuckermessgerät , schwangerschaft , satellite express , diabetes mellitus , Schwangerschaftsdiabetes

Antidiabetika sind bei allen Formen des Diabetes mellitus indiziert. Zu den Anwendungsgebieten von Antidiabetika zählen somit:

  • Diabetes mellitus Typ 1
  • Diabetes mellitus Typ 2
  • Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes)
  • LADA Diabetes (late autoimmune diabetes in adults)
  • MODY Diabetes (maturity onset diabetes in the young)

Einteilung & Arten

Welche Antidiabetika gibt es?

Medikamente zur Behandlung von Diabetes können einerseits je nach Darreichungsform in orale und nicht orale Antidiabetika unterteilt werden. Darüber hinaus ist auch eine Unterscheidung abhängig vom Wirkmechanismus möglich.

Orale Antidiabetika

Als orale Antidiabetika werden Medikamente zur Behandlung von Diabetes bezeichnet, die über den Mund aufgenommen werden (z. B. in Form von Tabletten oder Kapseln). Diese Arzneimittel werden anschließend über den MagenDarm-Trakt resorbiert und gelangen so in den Blutkreislauf.

Orale Antidiabetika sind:

Metformin, Antidiabetika, Antidiabetikum

Metformin ist ein orales Antidiabetikum

  • Biguanide
    Metformin
  • Glitazone (Insulin-Sensitizer)
    z. B. Pioglitazon, Rivoglitazon, Rosiglitazon, Troglitazon
  • DPP-4-Inhibitoren (Gliptine)
    z. B. Alogliptin, Linagliptin, Saxagliptin, Sitagliptin, Vildagliptin
  • Sulfonylharnstoffe
    z. B. Carbutamid, Tolbutamid, Glibenclamid, Gliclazid, Glimepirid
  • Glinide
    z. B. Nateglinid, Repaglinid, Mitiglinid
  • α-Glucosidase-Hemmer
    Acarbose, Miglitol, Voglibose
  • SGLT-2-Hemmer (Gliflozine)
    Dapagliflozin, Ertugliflozin, Canagliflozin, Empagliflozin

Nicht-orale Antidiabetika

Nicht-orale Antidiabetika werden parenteral, also ohne den MagenDarm-Trakt zu passieren, verabreicht. Sie kommen bei Personen mit Diabetes Typ 1 sowie bei einem insulinpflichtigen Diabetes Typ 2 zum Einsatz.

Die Verabreichung von Insulin erfolgt typischerweise subkutan, also als Injektion unter die Haut bzw. unter das Unterhautfettgewebe. Auf diese Weise kann der Wirkstoff langsam aber kontinuierlich in die Blutbahn gelangen und seine Wirkung nach und nach entfalten.

Um den Wirkstoff zu spritzen, können heutzutage z. B. Insulinpens verwendet werden. In bestimmten Fällen kommen auch Insulinpumpen zum Einsatz, welche das Insulin kontinuierlich in das Unterhautfettgewebe abgeben.

Nicht-orale Antidiabetika sind:

  • Insulin
  • GLP-1-Rezeptor-Agonisten (Inkretinmimetika)

Nach Wirkprinzip

Einteilung der Antidiabetika nach ihrem Wirkprinzip

Abhängig von ihrem Wirkmechanismus können Antidiabetika weiterhin in folgende Arten eingeteilt werden:

  • Insulin
  • Insulinotrope Antidiabetika
  • Nicht-Insulinotrope Antidiabetika

Insulin

Insulin Spritze diabetes

Insulin Spritze

Patienten, die an einem relativen oder absoluten Insulinmangel leiden und/oder bei denen orale Antidiabetika keine ausreichende Wirkung mehr zeigen, erhalten Insulin. Das Hormon wird heutzutage fast ausschließlich gentechnisch hergestellt und nicht mehr wie früher von Tieren gewonnen.

Die Verabreichung von Insulin erfolgt in der Regel subkutan, also als Injektion unter die Haut. Hierfür können u. a. Pens oder Pumpen verwendet werden.


Insulinotrope Antidiabetika

Als insulinotrope werden Antidiabetika bezeichnet, welche die Ausschüttung von Insulin (Insulinsekretion) fördern. Sie kommen also zum Einsatz, wenn die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin produziert, jedoch nicht genügend davon.

Schreitet der Diabetes weiter voran, reicht die Wirkung der insulinotropen Antidiabetika jedoch möglicherweise nicht mehr aus, sodass andere Medikamente verordnet werden müssen.

Insulinotrope Antidiabetika sind:

  • Glinide (Sulfonylharnstoffanaloga)
  • Gliptine (DPP4-Inhibitoren)
  • Inkretinmimetika (GLP1-Rezeptoragonisten)
  • Sulfonylharnstoffe

Nicht-Insulinotrope Antidiabetika

Nicht-insulinotrope Antidiabetika kommen bei Personen mit einer Insulinresistenz zum Einsatz, also wenn die Zellen nicht mehr ausreichend auf das Insulin reagieren. Sie können z. B. auch die Aufnahme von Glukose aus dem Darm verzögern oder die Glukose-Ausscheidung über die Nieren fördern.

Ein Vorteil von nicht-insulinotropen Antidiabetika ist, dass hierbei keine Gefahr für eine Unterzuckerung (Hypoglykämie) besteht. Diese Diabetes Medikamente führen außerdem auch nicht zu einer Gewichtszunahme, weshalb sie sich auch optimal für übergewichtige bzw. adipöse Patienten eignen.

Nicht-insulinotrope Antidiabetika sind:

  • Amylin-Analoga
  • Biguanide (Metformin)
  • Gliflozine (SGLT-2-Hemmer)
  • Glitazone (Insulin-Sensitizer)
  • α-Glucosidase-Hemmer

Medikamente – Liste

Welche Medikamente sind Antidiabetika?

Es gibt sehr viele unterschiedliche Arten von Antidiabetika, zu denen jeweils verschiedene Wirkstoffe gehören. Jeder Wirkstoff ist wiederum unter unterschiedlichen Handelsnamen von anderen Herstellern auf dem Markt verfügbar.

Nachfolgend finden Sie eine Liste mit Beispielen der verbreitetsten Antidiabetika Präparate.


Insulinpräparate sind z. B.:

  • Humaninsulin
    • Huminsulin®
  • Kurz wirksame Insulin-Analoga
    • Apidra®
    • Humalog®
    • NovoRapid®
  • Lang wirksame Insulin-Analoga
    • Lantus®
    • Levemir®
    • Tresiba®

Orale Antidiabetika sind z. B.:

  • Biguanide
    • Metformin (Glucophage®)
  • Sulfonylharnstoffe
    • Glibenclamid (Daonil®)
    • Glibornurid (Glutril®)
    • Gliclazid (Diamicron®)
    • Glimepirid (Amaryl®)
  • Glinide
    • Nateglinid (Starlix®)
    • Repaglinid (NovoNorm®)
  • Glitazone
    • Pioglitazon (Actos®)
    • Rosiglitazon (Avandia®)
  • α-Glucosidase Inhibitoren
    • Acarbose (Glucobay®)
    • Miglitol (Diastabol®)
  • Gliptine (DPP-4-Inhibitoren)
    • Alogliptin (Vipidia®)
    • Linagliptin (Trajenta®)
    • Saxagliptin (Onglyza®)
    • Sitagliptin (Januvia®)
    • Vildagliptin (Galvus®)
  • GLP-1-Rezeptor-Agonisten
    • Albiglutid (Eperzan®)
    • Dulaglutid (Trulicity®)
    • Exenatid (Bydureon®,Byetta®)
    • Liraglutid (Saxenda®, Victoza®)
    • Lixisenatid (Lyxumia®)
  • SGLT2-Hemmer
    • Canagliflozin (Invokana®)
    • Dapagliflozin (Forxiga®)
    • Empagliflozin (Jardiance®)
    • Ipragliflozin (Suglat®)
    • Tofogliflozin (Apleway®, Deberza®)

Funktion & Wirkung

Was machen Antidiabetika?

Die Wirkung der Antidiabetika variiert je nach Art des Medikaments:

  • Insulin ist ein lebenswichtiges Hormon, das normalerweise in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und in erster Linie für den Kohlehydrat-Stoffwechsel essentiell ist. Es regt die Zellen dazu an, Glucose aus dem Blut aufzunehmen, was entsprechend zu einer Senkung des Blutzuckerspiegels führt. Insulin ist das einzige Hormon zur Senkung des Blutzuckerspiegels. Als Arzneimittel wird es mittlerweile fast ausschließlich gentechnisch hergestellt.
  • Gliptine oder auch DPP-4-Inhibitorenhemmen mithilfe des DPP-4-Enzyms den Abbau vom Hormon GLP-1 (Glucagon-like Peptid 1). Nach der Nahrungsaufnahme steigt derGLP-1-Spiegel in Abhängigkeit zu der aufgenommenen Menge der Glucose an. Durch die Einnahme von DPP-4-Hemmern kommt es nur nach der Nahrungsaufnahme zu einer erhöhten Insulinausschüttung, sodass auch eine Unterzuckerung verhindert wird.
  • Biguanide (Metformin) haben keinen Einfluss auf den Insulin-Haushalt. Ihre Wirkungsweise ist noch nicht vollständig geklärt, beruht vermutlich jedoch auf mehreren Mechanismen wie etwa der Hemmung der Glucogenese (Glucose-Neubildung).
  • Sulfonylharnstoffe blockieren die sogenannten ATP-empfindlichen K+-Kanäle in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse und führen dadurch zu einer erhöhten Freisetzung von Insulin.
  • Glinide entfalten ihre Wirkung ähnlich wie die Sulfonylharnstoffe durch eine Blockierung der ATP-sensitiven-Kaliumkanäle der Betazellen in der Bauchspeicheldrüse. Dadurch kommt es zu einer Steigerung der Insulinsausschüttung.
  • Glitazone aktivieren den sogenannten PPAR-Zellkern-Rezeptor des γ-Typs. Die PPARγ-Rezeptoren sind unter anderem an der Regulation des Kohlenhydrat-Stoffwechsels beteiligt. Durch die Aktivierung reagieren die Zellen empfindlicher auf Insulin und nehmen somit vermehrt Glukose auf.
  • Α-Glucosidasehemmer hemmen die sogenannte α-Glucoidase, also ein Enzym, welches essentiell für die Verdauung von Kohlehydraten ist. Dadurch wird die Glukose-Aufnahme verzögert, wodurch wiederum Bluzucker-Spitzen verhindert werden.

Risiken & Nebenwirkungen

Was sind die Risiken und Nebenwirkungen von Antidiabetika?

Die möglichen Risiken und Nebenwirkungen variieren stark je nach Art des Antidiabetikums. Während unerwünschte Wirkungen vermieden werden sollten, gibt es auch einige Nebenwirkungen, die erwünscht sein können (bspw. Gewichtsabnahme).

Biguanide (Metformin):

Symptom Campylobacter Magenkrämpfe Hausmittel gegen Bauchschmerzen Amöben, Magenschleimhautentzündung; Gastritis; Magenentzündung; Magenkatarrh

  • Magen-Darm-Beschwerden (z. B. Bauchkrämpfe oder Durchfall)
  • Laktatazidose (Sonderform der metabolischen Azidose)
  • Gewichtsabnahme

Sulfonylharnstoffe:

Glinide

  • Gewichtszunahme
  • Unterzuckerung (Hypoglykämie)
  • Hepatotoxizität (Leberschädigungen)

DPP-4-Inhibitoren

GLP-1-Analoga:

  • Gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Trakt-Beschwerden) wie z. B. Störungen der Magenentleerung inkl. Gewichtsabnahme
  • Risiko für Entzündungen und Tumore der Bauchspeicheldrüse

SGLT-2-Inhibitoren:

  • Harnwegsinfektionen
  • Genitalmykosen (Scheidenpilz)
  • Polyurie (vermehrte Ausscheidung von Urin)
  • Exikkose (Austrocknung bzw. Dehydration)
  • Diabetische Ketoazidose (Form der metabolischen Azidose)

α-Glucosidasehemmer:

Glitazone:


Wechselwirkungen (Interaktionen)

Wechselwirkungen von Antidiabetika mit anderen Medikamenten

Werden Antidiabetika zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen, kann es zu Wechselwirkungen zwischen den Medikamenten kommen. Zu den möglichen Wechselwirkungen abhängig von der Art des Antidiabetikums zählen:

Sulfonylharnstoffe:

  • H2-Rezeptor-Antagonisten
  • Phenylbutazon
  • Fluconazol
  • Miconazol
  • Fibrate
  • Sulfonamide
  • Chloramphenicol
  • Clarithromycin
  • Verapamil
  • Salicylate
  • Heparin
  • DPP-4-Inhibitoren
  • GLP-1-Analoga
  • Rifampicin
  • Ethanol (Alkogol)

Biguanide (Metformin):

  • Cimetidin
  • Cefalexin
  • Pyrimethamin
  • Anticholinergika
  • Jodhaltige Kontrastmittel

Glitazone (Thiazolidindione):

  • Ketoconazol
  • Gemfibrozil
  • Rifampicin
  • Fluvoxamin
  • Trimethoprim
  • Insulin
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (nsar)
  • Sulfonylharnstoffe
  • Nitrate

DPP-4-Inhibitoren:

  • ace-Hemmer
  • Ketoconazol
  • Diltiazem
  • Atazanavir
  • Ritonavir
  • Clarithromycin
  • Rifampicin

Kontraindikation (Gegenanzeigen)

Wann dürfen Antidiabetika nicht eingenommen werden?

In einigen Fällen dürfen bestimmte Antidiabetika nicht oder nur unter großer Vorsicht eingenommen werden. Abhängig von der Art des Antidiabetikums bestehen folgende Gegenanzeigen (Kontraindikationen):

Biguanide (Metformin):

Niereninsuffizienz nierenschmerzen abgeschätzte Glomeruläre Filtrationsrate eGFR

Antidiabetika sind häufig bei Nierenerkrankungen kontraindiziert

Sulfonylharnstoffe

und Glinide:

DPP-4-Inhibitoren

  • Leberfunktionsstörungen
  • Schwere Niereninsuffizienz
  • Chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis)

GLP-1-Analoga:

  • Schwere Niereninsuffizienz
  • Chronische Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis)
  • Bestimmte Bewegungsstörungen des Magen-Darm-Trakts (gastrointestinale Motilitätsstörungen)

SGLT-2-Inhibitoren:

  • Niereninsuffizienz mit gfr (glomeruläre Filtrationsrate)
  • wiederkehrende Harnwegsinfektionen

α-Glucosidasehemmer:

  • Verdauungsstörungen
  • Schwere Niereninsuffizienz

Glitazone:


FAQ – Häufige Fragen & Antworten

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Antidiabetika.


Hypoglykämie (Unterzuckerung)?

Welche Antidiabetika können zu einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) führen?Überzuckerung und Unterzuckerung Hypoglykämie Diabetes Hyperglykämie

Einige Antidiabetika können zu einer Hypoglykämie, also Unterzuckerung führen, indem sie z. B. den Insulinspiegel im Blut zu stark erhöhen und dementsprechend zu viel Glukose vom Blut in die Zellen aufgenommen wird.

Folgende Antidiabetika können zu einer Hypoglykämie führen:

  • Insulin
  • Sulfonylharnstoffe (z. B. Gliclazid, Glibenclamid, Glimepirid)
  • Glinide (Repaglinid, Nateglinid)

Bei nicht-insulinotropen Antidiabetika wie Biguaniden (Metformin), SGLT-2-Hemmern oder α-Glucosidase-Hemmern besteht hingegen keine Gefahr für eine Unterzuckerung.


Metformin – Alternative?

Welche Alternative gibt es zu Metformin?

Lässt sich der Blutzucker nicht ausreichend durch eine Ernährungsumstellung und körperliche Aktivität senken und/oder kommt eine Therapie mit Metformin nicht infrage (bspw. aufgrund von Kontraindikationen oder Nebenwirkungen), können alternative Medikamente verabreicht werden.

Alternativen zu Metformin sind:

  • Canagliflozin (INVOKANA)
  • Glinide (Repaglinid)
  • Dapagliflozin (Forxiga)
  • Glitazone (Pioglitazon)

Natürlich & Pflanzlich?

Gibt es natürliche, pflanzliche Alternativen zu Antidiabetika?

Bockshornklee
(Trigonella foenum-graecum)
Wikimedia Commons

Diabetes mellitus ist eine ernste Erkrankung, welche ohne adäquate medizinische Behandlung schwerwiegende Folgen haben kann. Wurde Ihnen vom Arzt ein Antidiabetikum verschrieben, sollten Sie dieses keinesfalls eigenmächtig absetzen und stattdessen zu natürlichen Alternativen greifen.

Es gibt jedoch einige pflanzliche Mittel, welche Forschungen zufolge tatsächlich bei Diabetes helfen könnten. Es benötigt hierzu jedoch noch weitere Studien, um hierbei Klarheit zu schaffen.

Zu den Heilpflanzen, welche möglicherweise bei Diabetes helfen könnten, zählen:

  • Bittermelone (Momordica charantia)
  • Bockshornklee (Trigonellafoenum-graceum)
  • Gurmar oder Gurmarin (Gymnema sylvestre)
  • Niembaum (Azadirachta indica)

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