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Weinrebe

by Danaae

 weintrauben , weinreben , weinrebe , weinberg , früchte , organisch , produzieren , ernte , weinbau , weinanbau , rebstock , anbau , landwirtschaft , natur , cluster , bündel , reif , frisch , gesund ,; Weinrebe & Rotes Weinlaub (Weinblätter)Die Edle Weinrebe gehört zu den ersten Pflanzen, welche vom Menschen kultiviert und verwendet wurden. Auch heutzutage ist sie nach wie vor eine der wichtigsten Nutzpflanzen und wird z.B. zur Gewinnung von Weintrauben, Wein oder Saft genutzt.

Weniger bekannt ist die Verwendung des Roten Weinlaubs (Weinblätter) zu medizinischen Zwecken. Die Heilpflanze wird u. a. bei Venenschwäche, Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden und Krampfadern eingesetzt.

Edle Weinrebe (Vitis vinifera)

  • Ordnung: Weinrebenartige (Vitales)
  • Familie: Weinrebengewächse (Vitaceae)
  • Gattung: Weinreben (Vitis)
  • Untergattung: Euvitis
  • Art: Weinrebe (Vitis vinifera)
  • Unterarten: Edle Weinrebe; Wilde Weinrebe
  • Wissenschaftlicher Name: Edle Weinrebe: Vitis vinifera subsp. Vinifera L.; Wilde Weinrebe: (Vitis vinifera ssp. sylvestris (C.C.Gmel.) Hegi)
  • Synonyme: Echte Weinrebe; Weinstock; Wein; Weintrauben

Heilwirkung der Weinblätter

Rotes Weinlaub (Vitis vinifera) – Wie gesund sind Weinblätter?

Die Weinrebe ist eine uralte Kuturpflanze, welche bereits seit Jahrtausenden vom Menschen kultiviert und verehrt wird. Sowohl die antiken Griechen als auch die alten Römer schätzten nicht nur den aus ihnen hergestellten Wein, welcher als Getränk der Götter angesehen wurde, sondern auch die Weinrebenblätter, die einerseits zu kulinarischen Zwecken und andererseits auch als Heilmittel eingesetzt wurden.

In der Mythologie waren unter anderem der griechische Gott Dionysos – der Gott des Weines, der Trauben, Freude und Fruchtbarkeit jedoch auch der Ekstase, des Rausches und Wahnsinns – bzw. sein römischer Pendant Bacchus dem Wein gewidmet.

 weintrauben , früchte , lebensmittel , frisch , gesund , reif , organisch , süß , produzieren , ernte , sonnenlicht ,Und auch heute noch gehört die Edle Weinrebe (Vitis vinifera) zu den bedeutsamsten Pflanzen weltweit. Das Gewächs wird zur Gewinnung zahlreicher Produkte genutzt, etwa für Weintrauben, Rosinen, Wein, Weintraubensaft oder Weinbrand.

Weniger bekannt ist die Nutzung der Weinrebenblätter, deren Verwendung als Lebensmittel vor allem in den Ländern des nahen Ostens üblich ist. Ein orientalische Spezialität stellen z.B. die sogenannten „Dolma“ dar, also die mit Reis und teilweise auch Hackfleisch gefüllten Weinblätter.

Allerdings ist das Rote Weinlaub auch medizinisch bedeutsam. Traditionell werden die Blätter der Heilpflanze beispielsweise bei Entzündungen, Wunden, Blutungen, Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt.

Mittlerweile konnten bestimmte Anwendungen der Weinblätter jedoch auch durch klinische Studien wissenschaftlich belegt werden. So werden aus Extrakten der Blätter Medikamente zur Behandlung der Beschwerden bei einer chronischen Venenschwäche bzw. Veneninsuffizienz (CVI) hergestellt.

Wie Forschungen zeigen konnten, verbessern die Inhaltsstoffe der Weintraubenblätter die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße, erhöhen dadurch die Sauerstoffversorgung der Haut und wirken Wasseransammlungen (Ödemen) entgegen.

Die Einnahme von Präparaten aus Rotem Weinlaub gilt als sicher, kann auch zu Nebenwirkungen wie Hautreaktionen, Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen führen.


Verwendung & Geschichte

Verwendung der Weinrebe – Wofür wird die Weinpflanze verwendet?

Weinreben werden bereits seit vielen tausend Jahren vom Menschen verwendet. Die ältesten Nachweise von durch Menschenhand gepflanzte Weinstöcke stammen aus etwa 8.000 v. Chr., also den Anfängen des Präkeramischen Neolithikums.

Verwendet wurden die Trauben jedoch bereits früher. So gibt es etwa Funde aus der Jungsteinzeit, welche Belege für eine Weiterverarbeitung der Trauben liefern. Die Pflanze an sich ist allerdings noch deutlich älter; anhand von Fossilien-Funden konnten Wildreben auf eine Zeit von vor 80 Millionen Jahren zurückdatiert werden.

Mit der Sesshaftigkeit der Menschen wurde die Kletterpflanze schließlich nahezu von allen Völkern genutzt; von Persien und Syrien über Ägypten und Griechenland bis hin zum Römischen und Byzantinischen Reich.

Und nach wie vor zählt die Edle Weinrebe zu den wichtigsten Nutz- und Kulturpflanzen auf der ganzen Welt. Sie wird in nahezu allen Ländern angebaut, welche ein gemäßigtes und subtropisches Klima haben. Die wichtigsten Produzenten von Weintrauben sind China, Italien und die USA.

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Ist Rotwein gesund?

Verwendet wird die Pflanze zur Herstellung folgender Produkte:

  • Wein
  • Weintrauben
  • Rosinen
  • Traubensaft
  • Weinbrand
  • Tresterbrand
  • Traubenkernmehl
  • Traubenkernöl
  • Extrakte für Medikamente

Arten & Sorten (Wein & Co.)

Weinreben Sorten und Arten – Für Weintrauben, Rosinen und Wein

Die Edle Weinrebe (Vitis vinifera) gehört zu der Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae) und der Gattung der Weinreben (Vitis). Unterarten der Vitis vinifera sind die Edle und die Wilde Waldrebe. In den meisten Fällen werden verschiedene Sorten der Edlen Weinrebe für die Produktion oben genannter Produkte verwendet.

Je nachdem, ob Wein, Weintrauben oder beispielsweise Medikamente aus der Pflanze gewonnen werden sollen, kommen dabei verschiedene Sorten der Edlen Weinrebe zum Einsatz:

  • Tafeltraube: für weiße und rote Weintrauben; hierzu zählen z.B. Varietäten wie:
    Edle Weinrebe (Vitis vinifera), Illustration, Weintrauben, Weinblätter, Weinlaub, Rotes Weinlaub

    Edle Weinrebe (Vitis vinifera), Illustration
    als gemeinfrei gekennzeichnet

    • Dattier de Beyrouth (Regina)
    • Muscat de Hambourg (Muscat Hamburg)
    • Red Globe
    • Sultanina (Sultana)
  • Keltertraube: zur Gewinnung von Wein; hierzu zählen z.B.:
    • Airén (Weißwein)
    • Carignan (Rotwein)
    • Merlot oder Merlot Noir (Rotwein)
    • Riesling (Weißwein)
  • Rosinen werden aus verschiedenen Rebsorten gewonnen, die wichtigsten sind:
    • Sultana-Traube (Sultaninen)
    • Korinthiaki (Korinthen)

Spirituosen, Öl & Mehl

Weitere Produkte des Weinstocks – Spirituosen, Speiseöl und Traubenmehl

Darüber hinaus werden aus den Pflanzenteilen der Weinrebe auch noch weitere Produkte wie Traubenkernöl, Traubenkernmehl sowie die Spirituosen Tresterbrand und Weinbrand hergestellt.

  • Tresterbrand (z.B. Tsipouro, Träsch oder Grappa)
    Wird mittels Destillation aus dem vergorenen Trester der Trauben, also den Rückständen, welche nach dem Auspressen der Beeren übrig bleiben (z.B. Schalen, Kerne, Stängel) hergestellt.
  • Weinbrand (z.B. Cognac, Asbach Uralt oder Goldkrone)
    Ist eine Spirituose, deren Gehalt an Alkohol ausschließlich aus der Destillation von Wein stammt. Gemäß Definition kann das alkoholische Getränk auch als Brandy bezeichnet werden. Es besitzt einen Mindestalkoholgehalt von 36 % Vol.
  • Traubenkernöl
    Ein Pflanzenöl, welches durch Extraktion, Kalt- oder Heiß-Pressung aus den Kernen gewonnen wird. Raffiniertes Trauben-Kernöl kann sehr hoch erhitzt werden und eignet sich daher auch zum Braten. Kalt gepresstes Traubenkern-Öl gilt als hochwertig, enthält verschiedene Antioxidantien und eignet sich vor allem für kalte Speisen.
  • Traubenkernmehl (Traubenkernpulver)
    Ist ein Mehl, welches aus den Kernen der Weintrauben gewonnen wird. Traubenkernpulver behält seine wertvollen Inhaltsstoffe selbst bei starker Erhitzung, weshalb es sich beispielsweise auch gut zum Backen oder Panieren eignet. Es wird jedoch auch als Nahrungsergänzungsmittel verwendet und hierfür z.B. in Säfte oder Smoothies eingerührt. Aufgrund seiner wertvollen Nährstoffe kommt es darüber hinaus auch als Zusatzmittel für Tierfutter zum Einsatz.

Heilpflanze (Weinlaub)

Rote Weinrebe als Heilpflanze (Weinblätter)

Neben den zuvor genannten Produkten wird die Edle Weinrebe auch zur Herstellung von Medikamenten verwendet. Hierbei kommen die getrockneten Blätter der Pflanze zum Einsatz, welche beispielsweise zerkleinert für Tee, pulverisiert als Nahrungsergänzungsmittel (Kapseln) oder als Extrakt in Tabletten und Salben erhältlich sind.

Verwendete Pflanzenteile (Arzneidroge):herbst , wilder wein , rot , gelb , laub , herbstlaub , färbung , vitis vinifera , blatt , rotfärbung , sonne , gegenlicht , adern , glänzen , makro , nahaufnahme ,

  • Rotes Weinlaub (Vitis viniferae folium rubrum):
    Die getrockneten Laubblätter der Roten Weinrebe (Vitis vinifera)
    Mindestgehalt: 4 % Polyphenole, davon mind. 0,2 % Anthocyane
    Synonyme: Weinrebenblätter; Weinblätter; Folia Vitis viniferae

Die medizinisch anerkannten Anwendungen der Weinblätter gelten ausschließlich für Weinlaub-Extrakte in Fertig-Arzneimitteln (Tabletten). Die Weinblätter werden dafür im Herbst von Hand geerntet, unter natürlichen Bedingungen getrocknet, anschließend pulverisiert und letztlich zu Extrakten weiterverarbeitet.

Die Definition der Weinrebenblätter als Arzneidroge bei chronischer Veneninsuffizienz bezieht sich gemäß der Europäischen Arzneimittelagentur auf ein bestimmtes Extrakt mit einem Drogen-Extrakt-Verhältnis (DEV) von 4-6:1.

Genutzt werden die Blätter der sogenannten Färbentraube, eine Rebsorte, bei welcher sich sämtliche Laubblätter während der Reife der Trauben rot färben. Da die rote Farbe auf die enthaltenen Anthocyane zurückzuführen ist, enthalten diese auch besonders hohe Mengen des Wirkstoffs.

Weinblätter-Extrakte sind in Form von Tabletten auf dem Markt erhältlich. Hierzu zählen folgende Produkte:

  • Antistax® Forte Venentabletten (Trockenextrakt der Weinrebenblätter)
  • Hepatodoron® Weleda Tabletten (Trockenextrakte aus Weinblättern und Waldbeeren)
  • Vitis comp., Kautabletten (anthroposophisches Arzneimittel)
Tipp: Weitere Heilkräuter, welche ein ähnliches Anwendungsspektrum besitzen sind z.B. Rosskastanie, Heidelbeeren, Mäusedorn und Steinkle.

Verwendete Produkte bei weiteren Anwendungsgebieten

Bei weiteren Anwendungsgebieten kommen auch Extrakte mit anderen DEV’s sowie Pulver und Kräutertees zum Einsatz. Die Wirksamkeit genannter Präparate ist allerdings nicht ausreichend durch kontrollierte, klinische Studien belegt:

  • Cremes
  • Gele
  • Salben
  • Extrakte
  • Kapseln
  • Tee

Heilmittel des Weinlaubs (Extrakte) werden neben den Blättern auch aus folgenden Pflanzenteilen gewonnen:

  • Traubenschalen
  • Traubenkerne bzw. -Samen

Rotes Weinlaub – Anwendung

Anwendungsgebiete – Für was sind Weinblätter gesund?

Das Rote Weinlaub wird bereits seit dem Altertum als Heilpflanze verwendet und kommt bis heute traditionell bei vielen verschiedenen Leiden zum Einsatz. Während es für einige Anwendungsgebiete fundierte wissenschaftliche Belege gibt, beruhen andere auf der langjährigen Erfahrung mit der Heilpflanze.

Daher wird bei den Anwendungen der Weinblätter zwischen den traditionellen Verwendungen („traditional use“) und den wissenschaftlich gut belegten Anwendungsgebieten („well-established use“) unterschieden.

Medizinisch anerkannte Anwendungen vom Roten Weinlaub:

  • „Well-established use“ (Allgemeine medizinische Verwendung)
    • Chronische Venenschwäche bzw. Veneninsuffizienz (CVI) – zur Langzeitbehandlung
  • „Traditional use“ (Traditionelles pflanzliches Arzneimittel)
    • Leichte Durchblutungsstörungen der Venen – zur Linderung von Beschwerden wie Schweregefühl in den Beinen
    • Hämorrhoiden – zur Linderung von Symptome wie Juckreiz und Brennen
    • Krampfadern und Besenreiser

Die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der Weinblätter ist bei einer chronischen Venenschwäche (Veneninsuffizienz) durch klinische Studien belegt, weshalb die Pflanze hierbei die Zulassung „well-established use“ (bewehrte Verwendung) erhalten hat.

weinblätter , wilder wein , färbung , rot , herbst , laub , herbstlaub , wilde weinrebe , vitis vinifera , wilder weinstock , echter wilder wein , rebe , vitis ,, Weinrebe & Rotes Weinlaub (Weinblätter)Bei weiteren Anwendungsgebieten wie leichten Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden oder Krampfadern fehlt es zwar derzeit noch an ausreichenden Nachweisen aus Forschungen, dennoch ist die Wirkung aufgrund der langjährigen Erfahrung und der enthaltenen Wirkstoffe durchaus plausibel. Diese haben die Zulassung „traditional use“ (traditionelles pflanzliches Arzneimittel) erhalten.

Genannte Anwendungen der Weinblätter sind von der Europäischen- Arzneimittel-Agentur (EMA) bzw. dem Fachgremium der EMA (Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel: HMPC) und der ESCOP (European Scientific Cooperative on Phytotherapy) anerkannt.

Der HMPC kommt zu dem Schluss, dass die Blätter der Edlen Weinrebe zur Behandlung einer chronischen Veneninsuffizienz verwendet werden kann, eine Erkrankung welche mit Beschwerden wie geschwollenen, schweren Beinen sowie Schmerzen, Juckreiz, Ermüdung, Spannung und Krämpfen in den Waden einhergehen.

Darüber hinaus findet das Rote Weinlaub auch als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Behandlung der Beschwerden von leichten venösen Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden, Krampfadern und Besenreisern Anwendung.


Wirkung & Studien

Forschungen zu Weinblättern – Wie wirkt Rotes Weinlaub?

Die Wirksamkeit von Rotem Weinlaub in Form eines standardisierten Extraktes ist bei einer chronisch venösen Insuffizienz (CVI) gut durch klinische Daten belegt. In kontrollierten Studien konnte sowohl eine Rückbildung von Ödemen als auch eine Linderung der subjektiven Beschwerden beobachtet werden.

Etwa 17 Prozent der Erwachsenen leiden an einer CVI, eine Krankheit, dessen Symptome sich teilweise mit anderen chronischen Venenleiden (von denen insgesamt ca. 90 % der erwachsenen Bevölkerung betroffen ist) wie Krampfadern überschneiden, weshalb auch die Behandlung ähnlich ausfallen kann.

Der genaue Wirkmechanismus der Heilpflanze ist derzeit zwar noch nicht ausreichend geklärt, es wird jedoch vermutet, dass das Flavonoid Quercetinglucuronid hierbei eine entscheidende Rolle spielt.

Dieses wirkt den Forschungen zufolge entzündungshemmend, normalisiert die Durchlässigkeit (Permeabilität) von venösen Blutgefäßen und kann somit Wasseransammlungen entgegenwirken.


Wirksamkeit bei CVI

Was bewirkt Rotes Weinlaub bei einer chronisch-venösen Insuffizienz (CVI)?

In klinischen Studien zum Roten Weinlaub konnten folgende Wirkungen dokumentiert werden:

Wasser Einlagerung Beine Ödem Wassereinlagerung Wasser in den Beinen, Lymphödem, Ödem, Waseransammlung, Flüssigkeitsansammlung

Wassereinlagerungen

  • Ödemreduktion (Rückgang von Flüssigkeitsansammlungen)
  • Verbesserung der subjektiven Beschwerden wie:
    • schwere und müde Beine
    • Spannungsgefühle
    • Schmerzen
    • Kribbeln
  • Verbesserung der Blutströmung der kleinsten Blutgefäße
  • Erhöhung des Sauerstoffgehalts im Gewebe

So erhielten in einer klinischen Studie aus dem Jahr 2000 beispielsweise 260 PatientInnen mit einer CVI ohne ausgeprägter Ulcera (Geschwür) über 3 Monate lang ein Extrakt aus Rotem Weinlaub. Dabei zeigte sich eine statistisch signifikante Verbesserung der Symptome sowie eine ebenfalls statistisch signifikante Reduktion der Wasseransammlungen der Unterschenkel.

Selbiges konnte auch in einer weiteren Studie aus 2011 festgestellt werden, welche randomisiert und doppel-blind war. In dieser erhielten 248 ProbandInnen mit einer chronisch-venösen Insuffizienz mit Unterschenkel-Ödemen und Verfärbungen der Haut ebenfalls ein standardisiertes Weinlaub-Extrakt.

In einer anderen Studie aus 2004 wurden die Körperfunktionen mit einem speziellen Messverfahren (Laser-Doppler-Anemometrie)untersucht. Hierbei konnte festgestellt werden, dass die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße sich unter Einnahme der Weinlaub-Extrakte im Vergleich zum Placebo beinahe verdoppelte. Darüber hinaus war auch der Sauerstoffgehalt im Gewebe signifikant höher.


Einnahme & Dosierung

Wie werden Weinblätter eingenommen und dosiert?

Die Einnahme und Dosierung vom Roten Weinlaub variiert abhängig von verschiedenen Faktoren wie dem genutzten Präparat, dem Grund für die Verwendung und dem Gesundheitszustand des Betroffenen.

Darreichungen und Präparate je nach Anwendungsgebiet

Chronische Veneninsuffizienz (well-established use)

  • Fertig-Arzneimittel mit Weinblätter-Extrakten
  • Weinlaub-Trockenextrakt – DEV: 4-6:1; Extraktionsmittel: Wasser

Weitere Anwendungen (traditionelles pflanzliches Arzneimittel)

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  • Weinrebenblätter in folgenden Darreichungsformen:
    • Zerkleinert
    • Pulverisiert
    • Extrakt (DEV: 2,5-4:1 – Extraktionsmittel: Wasser)
  • Präparate mit genannten Darreichungsformen sind:
    • Tee bzw. Aufguss (Kräutertee)
    • Tabletten, Kapseln und Dragees
    • Cremes, Salben und Gel

Einnahme-Art bei den weiteren Anwendungsgebieten

Durchblutungsstörungen

  • Tee (oral)
  • Pulver (oral)
  • Extrakt in Creme (lokal)

Hämorrhoiden, Krampfadern und Besenreiser (orale Anwendung)

  • Tee (zerkleinerte Blätter als Infusion)
  • Pulver

Anwendungsdauer – Wie lange sind Weinlaub-Präparate einzunehmen?

Die empfohlene Dauer der Anwendung von Weinblättern beträgt:

  • Chronische Veneninsuffizienz:
    12 Wochen (längere Anwendung ist nach ärztlicher Rücksprache möglich)
    Das Arzneimittel sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als 6 Wochen lang eingenommen werden
  • Durchblutungsstörungen:
    Halten die Symptome länger als 2 Wochen an, ist ärztlicher Rat einzuholen
  • Hämorrhoiden:
    Halten Ihre Symptome über 1 Woche lang an, sollten Sie einen Arzt bzw. eine Ärztin kontaktieren

Extrakte & Tabletten

Einnahme von Weinlaub-Extrakten (Tabletten) bei chronisch venöser Insuffizienz (CVI)

Medizinische Weinblätter-Extrakte werden wie folgt eingenommen und dosiert:

  • Tagesdosis: 360 bis 720 mg Weinlaub-Extrakt (entspricht etwa 2 bis 4 Gramm der Droge = Weinlaub)
  • Einzeldosis: 1 bis 2 Tabletten (360 mg pro Tablette)
  • Gesamtdosis: 1 Mal am Tag
  • Zeitpunkt: vor der ersten Mahlzeit (morgens)
  • Hinweis: mit etwas Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser) einnehmen

Einnahme Hinweise

  • Arzneimittel aus dem Roten Weinlaub sind nur bei Erwachsenen Personen anzuwenden
  • Die Tagesdosis sollte nicht ohne ärztliche Rücksprache überschritten werden
  • Haben Sie eine Einnahme vergessen, überspringen Sie die vergessene Tablette und führen Sie die Einnahme zum nächsten regelmäßigen Zeitpunk wie gewohnt fort (nehmen Sie also nicht die doppelte Dosis ein)

Tee, Pulver & Cremes

Weinblätter bei Hämorrhoiden, Krampfadern und Besenreisern

Bei den Beschwerden von leichten Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden, Krampfadern und Besenreisern kommt das Rote Weinlaub in Form von Tee (Aufguss), Pulver (Kapseln) oder Extrakten (Cremes) zum Einsatz.

krampfadernWeinlaub Tee, Pulver und Cremes sind oftmals als Kombinationspräparate auf dem Markt erhältlich, sie enthalten also neben Roten Weinblättern auch noch andere Heilpflanzen mit ähnlichen Wirkungen wie etwa Rosskastanie, Ringelblume, Arnika und/oder Kamille.

Daher können auch die empfohlenen Dosierungen je nach Präparat unterschiedlich ausfallen. Halten Sie sich an die Packungsbeilage bzw. den Rat Ihres medizinischen Personals.

Weinblätter-Tee

Bei Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden, Krampfadern und Besenreisern (innerlich):

  • 5 bis 10 g getrocknete Weinblätter
  • in 250 ml kochendes Wasser geben
  • 2 Mal täglich

Weinlaub-Pulver

Bei Durchblutungsstörungen, Hämorrhoiden, Krampfadern und Besenreisern (innerlich):

  • Einzeldosis: 270 bis 350 mg
  • Häufigkeit: 3 bis 5 Mal täglich
  • Tagesdosis: 810 bis 1750 mg
  • Zeitpunkt: morgens oder mittags mit einer Mahlzeit und etwas Flüssigkeit (z.B. 1 Glas Wasser)

Pulver aus Rotem Weinlaub ist typischerweise in Form von Kapseln (Nahrungsergänzungsmittel) erhältlich. Eine Kapsel kann z.B. 400 mg Pulver enthalten und ist entsprechend 2 bis 4 mal am Tag mit etwas Flüssigkeit während der Mahlzeit einzunehmen.

Weinlaub-Extrakt (als Creme)

Bei Durchblutungsstörungen (äußerlich):

  • 282 mg Extrakt pro 10 g Creme
  • 1 bis 3 mal am Tag
  • eine dünne Schicht der Creme auf die betroffene Stelle auftragen

Vitis vinifera – Inhaltsstoffe

Inhaltsstoffe der Weinrebenblätter (Blätter von Vitis vinifera)

Die Blätter der Roten Weinrebe enthalten folgende Inhaltsstoffe:

  • Flavonoide bzw. Flavonolglykoside (bis zu 4 %)
    • Isoquercitrin
    • Quercetin-3- O-β-glucuronid
    • Kämpferol-3-glucosid
  • Anthocyane:
    • Paeonidin-3-glucosid
    • Cyanidin-3-glucosid
    • Geringe Mengen an: Delphinidin-, Malvidin-, und Petunidin-3-glucosid.
  • Gerbstoffe:
    • Catechine (Gallocatechin, Epicatechingallat und Catechin)
    • Oligomere Procyanidine (OPC)
    • Außerdem: Gallotannine, Ellagitannine
  • Organische Säuren (u. a. Hydroxyzimtsäurederivate)
    • Caffeoylsäure
    • Cumaroylsäure
    • Feruloylweinsäure
    • gerine Mengen: Kaffesäure
    • Außerdem: Wein-, Äpfel- und Oxalsäure
  • Cyanogene Glykoside (Epimere cyanogene Glykoside):
    • Prunasin
    • Sambunigrin

Die medizinisch bedeutsamen Inhaltsstoffe der Weinrebenblätter sind in erster Linie die Flavonoide und oligomeren Procyanidine (OPC). Im Vordergrund stehen hierbei primär die antioxidative Wirkung (Radikalfänger) sowie das Potential mit Proteinen zu interagieren.

weintrauben , weinreben , weinrebe , weinberg , früchte , organisch , produzieren , ernte , weinbau , weinanbau , rebstock , anbau , landwirtschaft , natur , napa valley ,, Weinrebe & Rotes Weinlaub (Weinblätter)OPC wirken entzündungshemmend und oxidativem Stress entgegen. Sie hemmen außerdem Enzyme, welche die kleinsten Blutgefäße brüchig machen und erhöhen dadurch die Elastizität der Venen.

Bei Venenerkrankungen spielen vor allem die Flavonoide Astragalin (Kaempferol-3-O-glucosid), Quercetin-3-O-glucosid (Isoquercitrin) und Quercetin-3-O-glucuronid eine wichtige Rolle.

Darüber hinaus konnte in Studien auch eine Hemmung der Zellen von Dickdarm-Krebs beobachtet werden. Außerdem können die oligomeren Procyanidine möglicherweise die positiven Wirkungen der Vitamine E, C und A verstärken.

Die rote Färbung der Blätter ist auf die Anthocyane zurückzuführen.


Traubenschalen & Kerne

Wirkstoffe in den Trauben-Schalen und -Kernen

Neben den Blättern werden auch aus den Traubenschalen und Kernen Extrakte für medizinische Zwecke hergestellt. Die Kerne bzw. Samen der Weinrebe sind reich an oligomeren Procyanidinen und enthalten zudem größere Mengen an fettem Öl.

  • ca. 80 % oligomere Procyanidine (OPC)
  • 6 bis 20 % fettes Öl mit:
    • 55 % Linolsäure
    • 37 % Ölsäure

In Tierstudien konnten Experten der New-Yorker „Mount Sinai School of Medicine“ außerdem beobachten, dass Extrakte der Trauben-Kerne die Bildung von Plaque (Vorstufe von Alzheimer) verhindern können. Somit sind sie ggf. in der Lage, die Gedächtnisstörung zu unterbinden oder zumindest hinauszuzögern.

Die Schalen der Trauben (vor allem der roten) enthalten Resveratrol und ebenfalls OPC.


Risiken & Nebenwirkungen

Risiken und Nebenwirkungen vom Roten Weinlaub

Die Einnahme von Weinblätter-Präparaten zu medizinischen Zwecken gilt im Allgemeinen als sicher und gut verträglich. Aufgrund des langjährigen Verwendungszeitraums und der Daten aus Forschungen gibt es keinen Anlass zu Sicherheitsbedenken.

In einigen Fällen kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Magen-Darm-Beschwerden (Gastrointestinale Beschwerden)
    • Übelkeit
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut
    • Nesselsucht (Urtikaria)
    • Rötungen (Erytheme)
    • Juckreiz (Pruritus)
  • Kopfschmerzen

Die Häufigkeit genannter Nebenwirkungen der Weinrebenblätter ist derzeit noch unbekannt. Bemerken Sie bei sich eine der genannten oder andere Nebenwirkungen, sollten Sie sich an Ihren Arzt wenden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

In folgenden Fällen ist ein Arzt zu konsultieren:weintrauben , weinreben , weinrebe , weinberg , früchte , organisch , produzieren , ernte , weinbau , weinanbau , rebstock , anbau , landwirtschaft , natur , grüne trauben , reif , reife trauben , gesund ,

  • Entzündung der Haut
  • Thrombophlebitis
  • Subkutane Verhärtung
  • Geschwüre
  • plötzliche Schwellung eines oder beider Beine
  • Herzinsuffizienz
  • Niereninsuffizienz

Weitere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen je nach Anwendungsgebiet:

  • Chronisch-venösen Insuffizienz (CVI)
    • Holen Sie sich ärztlichen Rat ein, wenn sich Ihre Symptome nicht innerhalb von 2 Wochen verbessern, da die Beschwerden auch auf andere Ursachen zurückzuführen sein könnten.
  • Leichte Durchblutungsstörungen
    • Die Produkte sollten nicht auf verletzter Haut oder in der Nähe von Schleimhäuten (z.B. Augen) angewendet werden.
    • Bei der oralen Einnahme ist ein Arzt zu konsultieren, wenn sich die Beschwerden nicht innerhalb von 1 Woche verbessern
  • Hämorrhoiden
    • Treten während der Behandlung Blutungen der Hämorrhoiden auf, ist ein Arzt bzw. eine Ärztin zu konsultieren.
    • Wenden Sie sich zudem an Ihren Arzt, wenn sich Ihre Symptome nicht innerhalb von 1 Woche verbessern
  • Krampfadern und Besenreiser
    • Konsultieren Sie Ihren Arzt, wenn sich Ihre Symptome nicht innerhalb von 1 Woche verbessern

Gegenanzeigen & Wechselwirkungen

Weinlaub – Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

In folgenden Fällen sollte auf die Einnahme von medizinischen Präparaten mit Weinblättern verzichtet werden:

  • Überempfindlichkeit gegenüber der Inhaltsstoffe
  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren
  • Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit

Vitis vinifera Medikamente sollten nicht bei einer Überempfindlichkeit gegenüber der Pflanze oder anderer Inhaltsstoffe des Präparats eingenommen werden und eignen sich nur für erwachsene Personen.

Da außerdem noch keine ausreichenden Daten aus Studien zu den potentiellen Gefahren während der Schwangerschaft und Stillzeit vorliegen, wird auch schwangeren und stillenden Frauen vor einer Einnahme abgeraten.

Wechselwirkungen mit Weinrebenblättern

Wechselwirkung zwischen Weinlaub-Präparaten und anderen Medikamenten sind derzeit noch nicht bekannt. Wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihren Arzt oder Ihre Ärztin.


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