Rosenkohl

Ob als Beilage zu Schweinebraten, Frikadellen, Schnitzel oder als Salat; der Rosenkohl ist nicht nur besonders schmackhaft, er ist vor allem dank seiner zahlreichen Nähr- und Vitaminstoffe sehr gesund und schützt uns vor vielen Krankheiten. Ebenfalls ist erwiesen, dass Rosenkohl bei bereits bestehenden Krankheiten wie z. B. Arthritis, Autismus sowie Asthma auf Grund seiner sekundären Pflanzenstoffe hilft.


Das sollten Sie über Rosenkohl wissen

Das beliebte Wintergemüse, der Rosenkohl, stammt ursprünglich aus Belgien und war dort unter dem Namen „Choux de Bruxelles“ (Brüsseler Sprossen) bekannt. Der erste Anbau fand gegen Ende des 16. Jahrhunderts statt. Auf Grund seiner hohen Beliebtheit wurde der Rosenkohl ab Anfang des 19. Jahrhundert in ganz Europa angebaut und fand mit vielen europäischen Auswanderern auch in Amerika seine Verbreitung.

Der Rosenkohl ist ein Blattgemüse, der zur Familie der Kreuzblütler zählt. Die etwas 70 cm hohe Rosenkohlpflanze trägt bis zu 40 Knospen bzw. Röschen, deren Knospengröße bis zu 5 cm erreichen. Geerntet werden kann der Rosenkohl bereits Ende September, jedoch schmeckt Rosenkohl, wenn er nach dem ersten Frost geerntet wird, wesentlich zarter. Durch die Kälte wird die Zuckerproduktion angeregt, weshalb sein Geschmack nach dem Frost aromatischer ist und auch leichter verdaut werden kann.

Bedeutung für die Gesundheit

Wer Rosenkohl gerne und regelmäßig isst, ernährt sich auf Grund der vielen Vitamine, Spurenelementen und Mineralien mit diesem Lebensmittel äußerst gesund. 100 Gramm Rosenkohl weist einen Fettgehalt von lediglich 0,3 Gramm auf, mit 9 Gramm Kohlenhydrate und 4,5 g Eiweiß zählt der Rosenkohl mit seinen 36 Kalorien pro 100 Gramm zu den kalorienarmen Lebensmitteln. Wegen seines hohen Anteils an Ballaststoffen sättigt der Blumenkohl und sorgt zugleich für eine gute Verdauung.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 43 Fettgehalt 0,3 g
Cholesterin 0 mg Natrium 25 mg
Kalium 389 mg Kohlenhydrate 9 g
Eiweiß 3,4 g Ballaststoffe 3,8 g

Der Rosenkohl zählt zu den Kohlsorten mit dem höchsten Vitamin C Gehalt. Auf 100 g des Wintergemüses fallen mindestens 85 mg an, der dadurch bereits fast den täglichen Vitamin C Bedarf eines Menschen abdeckt. Vitamin C schützt vor freien Radikalen, das bekanntermaßen gegen Krebs vorbeugend wirkt. Ebenfalls senkt Vitamin C das Infekt-Risiko und spielt bei der Bildung von Kollagen eine entscheidende Rolle.

100 g gegarter Rosenkohl liefert auch reichlich B-Vitamine. Das Vitamin B1 (Thiamin) ist für die Funktion des Nervensystems unerlässlich. Vitamin B2 (Riboflavin) hilft bei den Stoffwechselprozessen sowie das ebenfalls enthaltene Vitamin B3 (Niacin oder Nicotinsäure) ist für den Regenerationsprozess der Haut, den Muskeln und die Nerven verantwortlich.

Rosenkohl enthält vor allem reichlich Glucosinolate (Senfölglycoside), die antioxidative Fähigkeiten besitzen. Sie können z. B. Karzinogene abbauen und dadurch vor Krebs schützen. Auch haben Senföle eine hemmende Wirkung bei Harn- und Atemwegs-Infektionen hinsichtlich Viren und Bakterien. Speziell das im Rosenkohl enthaltene Senföl Sulforaphan bekämpft als sekundärer Pflanzenstoff Studienberichten zufolge Entzündungen und wirkt stark antioxidativ, was dazu führt, dass er massiv gegen freie Radikale vorgeht. Sulforaphan wird speziell bei autistischen Menschen, Krebskranken und von Arthritis Betroffene effektiv eingesetzt.

Auch als guter Folsäurelieferant ist der Rosenkohl bekannt. Folsäure ist vor allem an der Zellteilung und -entwicklung, sowie am Fett- und EiweißStoffwechsel und nicht zu Vergessen an der Bildung von dna beteiligt. Hier liefern 100 Gramm Rosenkohl bereits 1/3 des täglichen Bedarfs.

Bei einer empfohlenen Tagesmenge von 70 µg an Vitamin K liefern 100 g Rosenkohl mit 250 µg an Vitamin K einen beachtlichen Beitrag der Vitaminversorgung. Das Vitamin K ist sowohl für die Blutgerinnung, als auch für den Transport von Calcium in Zähnen und Knochen verantwortlich. Bei einem Vitamin K Mangel kann das Calcium nicht in den Zähnen oder Knochen eingelagert werden. Das Calcium bleibt in den Blutgefäßen hängen und verstopft diese, so dass ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte besteht.

Der Rosenkohl zählt außerdem mit 470 mg Kalium pro 100 g zu den besten Kaliumlieferanten. Kalium ist für den Elektrolythaushalt der Zellen verantwortlich, d.h. es sorgt für die Entstehung von Nervenimpulsen, die an das Herz und Muskelfasern übertragen werden. Auch sorgt das Vitamin K für den Transport des Insulins in die Zellen und ist beim Wachstum der Zellmasse beteiligt. Eine Dosierung von 2000 mg pro Tag hilft bereits bei chronischen Erkrankungen wie z. B. bei Bluthochdruck.

Ebenfalls bietet der Rosenkohl einen wichtigen Beitrag der Eisenaufnahme. Eisen zählt zu den lebensnotwendigen Spurenelementen, die für die Blutbildung und den Transport des Sauerstoffs in den roten Blutkörperchen verantwortlich ist. Der tägliche Bedarf an Eisen schwankt zwischen 1 und 4 mg, so dass bei 150 g Rosenkohl mit fast 2 mg Eisen der tägliche Eisenbedarf eventuell bereits gedeckt wird.

Nicht zu vergessen: Die in Rosenkohl enthaltenen Biostoffe Chlorophyll sowie Selen sorgen für eine krebshemmende Wirkung. Deshalb ist gerade für Menschen mit erhöhtem Krebsrisiko der regelmäßige Verzehr von Rosenkohl zu empfehlen.

Auch im Wintergemüse enthalten sind die Vitamine Vitamin A und Vitamin E, Magnesium, Natrium sowie mehrfach ungesättigte als auch einfach gesättigte Fettsäuren. So ist es nicht verwunderlich, dass Rosenkohl als das Gemüse mit Heilkraft angesehen wird.


Unverträglichkeiten & Allergien

Einige Menschen neigen dazu, nach dem Verzehr von Rosenkohl Bauchschmerzen und Blähungen zu bekommen. Diese Verdauungsprobleme sind für die Betroffenen sehr unangenehm. Jedoch lassen sich bei der richtigen Zubereitung des Gemüses meistens diese Beschwerden vermeiden.

Zubereitungstipps

Rosenkohl lässt sich auf vielfache Weise zubereiten: Er kann gekocht, gedämpft, blanchiert, gebacken oder aber auch gebraten werden.

Vorbereitung:

Zunächst einmal wird der Rosenkohl gewaschen und geputzt. Anschließend werden die äußeren Blätter entfernt und die Strünke zurück geschnitten. Durch das Einschneiden der Strünke können Sie die Garzeiten verkürzen. Anschließend wird der Rosenkohl in kaltem Salzwasser gewaschen.

Kochen

Hierzu gibt man den Rosenkohl in einen Topf mit etwas Wasser sowie einen halben Teelöffel Salz. Sobald das Wasser kocht, wird die Hitze reduziert, so dass der Rosenkohl zwischen 5 bis 7 gar wird. Länger sollte der Rosenkohl nicht gekocht werden, da er an Geschmack, Farbe und auch an Nährstofffen verliert. Das Kochwasser sollte man nicht wegschütten. Mit einer Sauce können die im Kochwasser verbleibenden wasserlöslichen Vitamine und Vitalstoffe effektiv genutzt werden.

Dämpfen

Beim Dämpfen geben Sie die halbierten Rosenkohlröschen in einen Dämpfeinsatz und verschließen diesen mit einem Deckel. Nun wird der mit Wasser gefüllte Topf, der sich unter dem Dämpfeinsatz befindet erhitzt, der dafür sorgt, dass durch das aufsteigende Kondenswasser der Rosenkohl gedämpft wird.
Nach etwa 15 Minuten Garzeit richtet man den Rosenkohl auf einem Teller an, würzt ihn mit Salz und Pfeffer sowie etwas Zitrone.

Blanchieren

Beim Blanchieren wird der Rosenkohl in kochend heißes Wasser getaucht und 3 Minuten durchgehend gekocht. Anschließend werden die Röschen für 3 Minuten in Eiswasser abgekühlt.

Backen

Beim Backen wird das Wintergemüse zunächst halbiert und in Olivenöl, Salz und Pfeffer mariniert. Bei 175 Grad bis 200 Grad wird das Gemüse ca. 25 – 30 Minuten gebacken. Die Röschen haben, wenn sie fertig sind, eine bräunliche Farbe und erhalten durch das Backen ein besonders nussiges Aroma.

Braten

Wenn Sie den Rosenkohl braten möchten, dann geben Sie ihn halbiert oder geviertelt in eine Pfanne und lassen die Kohlköpfchen bei geschlossenem Deckel 7 – 10 Minuten braten.

Rosenkohl als gesunde Beilage für viele Gerichte

Rosenkohl passt sowohl hervorragend zu Fleisch, Geflügel als auch zu Wild. Angerichtet werden kann er mit den verschiedensten Zutaten. Sei es mit Butter und Salz, einer Käsesoße, mit gebräunten Zwiebel, Speck oder Schinken. Durch die verschiedenen Variationsmöglichkeiten erhält man eine abwechslungsreiche Beilage.

Tipp bei Verdauungsproblemen:

Sie sollten bei der Zubereitung des Rosenkohls darauf achten, dass der Rosenkohl vollständig durchgegart wird, so dass die Verdauung des Rosenkohls für Ihren Darm leichter zu bewältigen ist. Auch sorgen Kräuter und Gewürze wie z. B. Muskatnuss, Kümmel, Anis, Fenchelsamen, oder Koriander für eine leichte und beschwerdefreie Verdauung des Rosenkohls, da hierdurch durch die Zugabe der entsprechenden Kräuter und/oder Gewürze eine Gasentwicklung im Darm vermieden wird.


Häufige Fragen und Antworten

Kann Rosenkohl auch roh verzehrt werden?

Rosenkohl wird normalerweise nicht roh verzehrt, da er dazu neigt, Blähungen und Verdauungsprobleme zu verursachen.

Kann Rosenkohl auch als Salat zubereitet werden?
Rosenkohl kann sowohl als Gemüse als auch als Salat zubereitet werden, jedoch sollte der Rosenkohl zunächst etwas vorgegart werden, damit der Rosenkohl nicht so schwer im Magen liegt und keine Verdauungsprobleme verursacht.

In welchen Monaten ist Rosenkohl erhältlich?
In den Monaten September bis April ist der Rosenkohl im Handel erhältlich.

Wie lange hält sich Rosenkohl im Kühlschrank?

Rosenkohl hält ungefähr 4 Tage im Gemüsefach, wenn man ihn in einen Plastikbeutel gibt. Hierbei ist zu beachten, dass dieses Gemüse nicht mit Lebensmitteln in Berührung kommt, die Ethylen enthalten. Dieses Pflanzenhormon wird z. B. von Äpfeln und Tomaten ausgedünstet, so dass diese Lebensmittel getrennt voneinander aufbewahrt werden sollten.

Lässt sich Rosenkohl einfrieren?
Rosenkohl lässt sich gut einfrieren und so ca. 8 bis 10 Monate lagern. Dazu wird er vorab gewaschen und blanchiert und anschließend gut abgetropft bzw. um Kristallbildung zu vermeiden abgetrocknet ins Gefrierfach gelegt.


Unser Fazit:

Rosenkohl zählt zu den nährstoff- und vitaminreichsten Wintergemüsen. Dank seines hohen Vitamin C Gehaltes wird die Anfälligkeit, an einem grippalen Infekt zu erkranken, stark reduziert. Seine zahlreichen Vitalstoffe beugen Krebserkrankungen vor bzw. neutralisieren krebsauslösende Inhaltsstoffe. Dank seiner sekundären Pflanzenstoffe hilft Rosenkohl ebenfalls bei Arthritis, Asthma und Autismus.

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