Kreisrunder Haarausfall

Steckbrief: Kreisrunder Haarausfall

  • Name(n): Kreisrunder Haarausfall; Alopecia areata
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Seit jeher bekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: erworben oder angeboren
  • Wieviele Erkrankte: unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Dermatologe
  • ICD-10 Code(s): keine

Ungefährlich aber störend

Vom kreisrunden Haarausfall sind viele Männer und Frauen unterschiedlichsten Alters betroffen. Diese Krankheit ist zwar generell ungefährlich, die Betroffenen nehmen sie jedoch als besonders dramatisch und psychisch belastend war.

Je nach Art können beim kreisrunden Haarausfall nur einzelne Stellen oder der gesamte Kopf und sogar Körper betroffen sein.

Die Ursachen für diese Erkrankung sind weitreichend und demnach gestaltet sich auch die Behandlung in einigen Fällen besonders schwierig. Generell gibt es sowohl medizinische als auch alternative Behandlungsmethoden, die unterschiedliche Erfolge zeigen.


Definition von kreisrundem Haarausfall

Der kreisrunde Haarausfall, auch Alopecia areata genannt, ist eine Krankheit, bei der es sich um eine Entzündung der Haut handelt. Diese Entzündung führt zu einem örtlich begrenzten Haarausfall, der sich jedoch weiter ausbreiten kann.

Bei dem Großteil der Patienten betrifft der kreisrunde Haarausfall lediglich die Haare auf dem Kopf, die Krankheit kann aber auch zu einem Ausfall aller anderen Haare am Körper führen.

Die genaue Ursache des kreisrunden Haarausfalls ist bisher nicht ganz geklärt, weshalb es mehrere verschiedene Behandlungsmethoden gibt. Bei rund zwei Prozent der Betroffenen entsteht der Haarausfall im Laufe des Jahres. Bei den übrigen Fällen ist der Ausfall angeboren und somit erbbedingt.

Was ist kreisrunder Haarausfall?

Beim kreisrunden Haarausfall handelt es sich um die Form von Haarausfall, die am zweithäufigsten Auftritt. Medizinisch als Alopecia areata bezeichnet, bricht diese Erkrankung besonders bei jungen Leuten aus. Die Wahrscheinlichkeit für den kreisrunden Haarausfall liegt bei Männern höher als bei Frauen. Da es sich medizinisch gesehen um keine ernste Erkrankung handelt, sind Medikamente und Behandlungsmethoden nur bei Bedarf anzuwenden. Dennoch leiden die Betroffenen oft unter einer schweren psychischen Belastung, da diese Form des Haarausfalls aufgrund mehrerer kahler Stellen für ein unschönes Erscheinungsbild der Kopfhaare sorgt. Besonders Frauen sind deshalb psychisch stark von dem kreisrunden Haarausfall betroffen.

Ein Rückgang des Haarausfalls ist möglich und auch sehr wahrscheinlich. In einigen Fällen jedoch tritt der kreisrunde Haarausfall danach erneut auf. Auch der Übergang zur kompletten Kahlheit ist möglich, selbst in noch jungen Jahren. Die Behandlungsmethoden aber auch vorbeugende Maßnahmen können zu einer Linderung der Symptome führen, aber auch komplett wirkungslos sein, wenn die Betroffenen Personen, die Krankheit vererbt haben.

Im weiteren Verlauf der Krankheit bzw. in einem fortgeschrittenen Stadion wird von vielen auch eine Erkrankung der Fingernägel wahrgenommen. Auch ein Nagelausfall ist möglich, was für die Betroffenen eine noch größere Belastung darstellt.

Bei dem kreisrunden Haarausfall werden verschiedene Formen unterscheidet, die jeweils andere Ausprägungen besitzen. Prinzipiell kann die Erkrankung auch chronisch werden, wenn beispielsweise Stress oder ein gestörter Stoffwechsel verantwortlich sind und sich der Patient von diesen Komponenten im Leben nicht lösen kann. In solch einem Fall wird der Haarausfall regelmäßig in Schüben wiederkehren, ohne dass dagegen etwas unternommen werden kann.


Welche Ursachen gibt es?

Die Ursache beim kreisrunden Haarausfall ist bisher nicht eindeutig geklärt. Dies bedeutet, dass die Erkrankung mehrere Gründe haben kann.

Autoimmunkrankheiten
Einer der möglichen Ursachen ist das Immunsystem. Wenn dieses bei einem kerngesunden Menschen funktioniert, dann richten sich die körpereigenen Abwehrkräfte nur gegen Viren und Bakterien, die von außen in den Körper eindringen, wie beispielsweise bei Grippeviren. Liegt jedoch eine Autoimmunerkrankung vor, dann kann es bei den Betroffenen passieren, dass das Immunsystem gegen das eigene Gewebe im Körper reagiert. Diese Reaktion ist dann beispielsweise durch Ekzeme oder Entzündungen gekennzeichnet.

Im Falle des kreisrunden Haarausfalls wird davon ausgegangen, dass die Haarfollikel das für das Immunsystem ,,böse‘ Gewebe darstellt und somit vom Immunsytem angegriffen werden. Die körpereigenen Abwehrkräfte sorgen dann dafür, dass die Behaarung an manchen Stellen zum Ausfallen gebracht wird. Diese Autoimmunkrankheit scheint erbbedingt zu sein. Auf diese Vermutung kamen die Mediziner, da es familiär betrachtet Häufigkeiten dieses Typus von Haarausfall gibt.

Stress
Ein weiterer Faktor kann Stress bzw. eine psychische Belastung im Allgemeinen sein. Sowohl akuter als auch chronischer Stress können zu dem kreisrunden Haarausfall führen oder einen bestehenden verschlimmern. Grund dafür ist, dass der Körper sogenannte Neurotransmitter ausschüttet. Diese führen dazu, dass die Haarfollikel geschädigt werden.

Vergiftungen
Auch eine Vergiftung des Körpers, beispielsweise durch Amalgan oder Quecksilber, was in vielen Zahnfüllungen vorkommt, kann zu einem kreisrunden Haarausfall führen. Hier sollte die Füllung schnellstmöglich wieder entfernt werden.

Falsche Ernährung
Auch eine nur einseitige oder falsche Ernährung kann die Ursache des Haarausfalls sein. Zu viel tierisches Eiweiß, Zucker und Fett bringen den Körper aus dem Gleichgewicht.

Zusammenfassung der Ursachen

  • erbbedingte Autoimmunkrankheit
  • Stress
  • Vergiftungen
  • falsche Ernährung

Symptome & Anzeichen

Die Symptome beim kreisrunden Haarausfall zeigen sich nicht schleichend, sondern treten plötzlich auf. Zudem sind die Anzeichen dieser Form des Haarausfalls besonders charakteristisch. An einer oder mehreren Stellen sind kleine oder größere runde kahle Stellen zu finden. Zudem sind diese Bereiche stark abgegrenzt und somit gut sichtbar.
Im weiteren Verlauf der Krankheit häufen sich die kahlen Stellen und es kann auch zu einem Haarausfall der gesamten Kopfhaare kommen.

Bei rund 20 % der Betroffenen sind auch Symptome an den Fingernägeln festzustellen. Auf den Nägeln entstehen Rillen und Grübchen. Zudem werden sie brüchig.

Außer am Kopf ist der kreisrunde Haarausschlag auch an anderen Körperstellen zu finden, wie am Bart, in der Schambehaarung oder beispielsweise den Augenbrauen. In einigen Fällen kann die Krankheit auch zu einem Ausfall der gesamten Körperbehaarung führen. Die Symptome können nach rund einem Jahr abklingen und neuer Haarwuchs entsteht. Danach besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Symptome erneut auftauchen.

Verschiedene Formen der Alopecia areata
In der Medizin wird zwischen mehreren Arten eines kreisrunden Haarausfalls unterschieden.

Alopecia areata unilocularis
Bei dieser Form ist nur eine einzige Stelle vom kreisrunden Haarausfall betroffen.

Alopecia areata multilocularis
Diese Form zeigt bereits mehrere kreisrunde kahle Stellen.

Alopecia areata subtotalis
Bei der dritten Form ist der Kopf so stark vom Haarausfall betroffen, dass ein Ausfall von rund zwei Drittel der Haare besteht.

Alopecia areata totalis
Diese Form beschreibt einen kompletten Haarverlust der gesamten Kopfhaare.

Alopecia areata universalis
Bei dieser Art des kreisrunden Haarausfalls sind alle Haare des gesamten Körpers betroffen.

Ophiasis-Typ
Der Ophiasis-Typ beschreibt eine seltene Form des kreisrunden Haarausfalls. Hier sind meist nur die Ränder, wie der Haaransatz an der Stirn, den Schläfen und dem Nacken vom Haarausfall betroffen.

Zusammenfassung der Symptome

  • kleinere und größere runde kahle Stellen
  • brüchige Nägel mit Rillen
  • kompletter Haarausfall im weiteren Stadion

Diagnose & Krankheitsverlauf

Bei dem kreisrunden Haarausfall handelt es sich nicht um eine einfache Erkrankung. Sie kann zwar meist durch typische Charakteristika bestätigt werden, doch sind bereits große Teile der Kopfhaare vom Ausfall betroffen, ist eine umfassendere Diagnostik nötig, um die Art des Haarausfalls herauszufinden.

Blickdiagnose
In einem ersten Schritt schaut sich der Hausarzt oder der Dermatologe die Haare des Patienten an. Beim kreisrunden Haarausfall sind die runden Stellen scharf abgegrenzt und somit eigentlich gut zu erkennen. Zudem sind auch die Haare an den Rändern der Ausfallstellen besonders kurz und besitzen ein spezielles Aussehen. Einzig problematisch wird es, wenn einzelne kahle Stellen ineinander gewachsen und es somit zu einem großflächigen Haarausfall gekommen ist.

Anamnese
Ist der kreisrunde Haarausfall nicht eindeutig erkennbar, wird in einem weiteren Schritt die Krankengeschichte des Patienten aufgenommen. Dabei werden vom Arzt sowohl die Symptome als auch die Dauer und mögliche Begleitsymptome, beispielsweise an den Fingernägeln, notiert.

Klinische Untersuchung
In einem zweiten Schritt erfolgt die umfassende Untersuchung. Bei dieser klinischen Untersuchung werden die Haare selbst sowie die Qualität dieser untersucht. Dafür werden einzelne Haare und Haarfollikel des Patienten entnommen. Im Labor werden dann diese dann umfassend untersucht, um eventuelle Schäden festzustellen.

Untersuchung des Patienten
Auch die Kopfhaut der Betroffenen wird auf Entzündungen und ähnliche Erscheinungen untersucht. Auch die Festigkeit der Haare bzw. der Verankerung spielt eine entscheidende Rolle. Dies geschieht mittels des Zupf-Tests. Durch diesen kann der Arzt erkennen, wie lose die Haare an der Kopfhaut sitzen.

Zusammenfassung der Diagnostik

  • Anamnese
  • Laboruntersuchung der Haare und Haarfollikel
  • Untersuchung der Kopfhaut

Häufigkeit & Diagnosedaten

Haarausfall ist ein Problem, das viele Menschen betrifft und nicht vom Land oder der Region abhängig ist. Dennoch können auch die äußeren Welteinflüsse einen Effekt auf die Haare bzw. das Haarwachstum haben. So ist es möglich, dass sich der Haarausfall aufgrund des Wetters verschlechtern kann.

Generell tritt Haarausfall zwar bei beiden Geschlechtern auf, er besteht aber bei Männern häufiger. Der kreisrunde Haarausfall ist von allen Arten zudem der seltenste und betrifft nur etwa jede tausendste Person. Hierbei ist die Häufigkeit bei Männern und Frauen gleich. Die Wahrscheinlichkeit daran zu erkranken beträgt rund 1,7 % und ist damit eher gering. Davon tritt der Haarausfall bei 80 % vor dem 40. Lebensjahr auf bei 50 % sogar vor dem 20. Lebensjahr auf. Unter einem erbbedingten kreisrunden Haarausfall leiden etwa 15 %.

Das Problematische bei dem kreisrunden Haarausfall ist, dass er überall am Körper auftreten kann und damit schwieriger zu behandeln ist. Zudem ist er in den häufigsten Fällen hormonell bedingt. Dies bedeutet, dass bereits kleinste Veränderungen der Hormone, wie während einer Schwangerschaft, aber auch bei Stress, zu einer Erkrankung führen können. In solchen Fällen ist es oft schwer, sich vom Verursacher zu distanzieren.

Es wird demnach bei Berechnung der Häufigkeit, in den meisten Fällen auf einen erbbedingten Haarausfall oder einem aufgrund des eigenen Immunsystems bedingten Haarausfall ausgegangen, da es hierbei keine Art der Vorbeugung gibt. Die Zahl der an kreisrundem Haarausfall erkrankten Menschen steigt heutzutage, da sowohl eine Häufung von Stress, als auch eine schlechte Ernährungsweise und andere Einflüsse zu verzeichnen sind.


Komplikationen bei der Krankheit

Da es sich auch bei dem kreisrunden Haarausfall um eine Krankheit handelt, ist die Entstehung von Komplikationen nicht ausgeschlossen. Generell handelt es sich bei dem kreisrunden Haarausfall jedoch um eine gutartige Erkrankung und stellt somit eher um ein kosmetisches Problem dar.

Eine mögliche Komplikation beim Krankheitsverlauf ist die psychische Belastung bei den Betroffenen. Diese leiden meist sehr und dem Haarausfall und vor allem unter dem ,,merkwürdigen‘ runden Aussehen. Viele Patienten verfallen dabei sogar in eine Art Depression. Besonders wenn sich der Haarausfall am vorderen Kopfrand befindet, wo er auffällt, ist dies für die Betroffenen schwer. Auch bei Frauen zeigt sich meist ein großes Problem, wenn diese lange Haare besitzen und kahle Stellen entstehen.

Ein weiteres Problem tritt dann auf, wenn neben den Haaren auch die Nägel betroffen sind. Dies zeigt sich in Form von Rillen auf der Nagelplatte. Auch eine Rötung und selbst ein Nagelverlust sind generell möglich. Jedoch geschieht das nur in ganz seltenen Fällen und meist führt dies bei den Nägeln nur zu einer Aufrauung des Nagelbetts.

In einigen Fällen bleibt es zudem nicht beim kreisrunden Haarausfall. Es kann passieren, dass sich der Haarausfall ausbreitet und mehrere Stellen betroffen sind. Es kann zudem auch zu einem kompletten Haarausfall kommen, sowohl auf dem Kopf als auch an anderen Körperstellen.

In seltenen Fällen kommt es sogar zu einer Schwellung der Lymphknoten, die hinter den Ohren liegen.

Zusammenfassung möglicher Komplikationen

  • psychische Belastung
  • Nägel sind auch betroffen (Rillen)
  • möglicher Nagelverlust
  • Ausbreitung des Haarausfalls
  • kompletter Haarverlust
  • Schwellung der Lymphknoten hinter den Ohren

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da kreisrunder Haarausfall und Haarausfall allgemein keine eigentliche Krankheit sind, ist eine Behandlung nur dann nötig, wenn der Ausfall zu einem ästetischen Problem wird. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass man den Haarausfall entweder selbst falsch diagnostiziert oder er auf eine schlimmere Erkrankung hindeutet.

Generell ist es somit immer empfehlenswert bei der bloßen Feststellung von Haarausfall den Hausarzt aufzusuchen. Auch wenn der Ausfall auf dem Kopf noch nicht sichtbar ist und sich nur vermehrt Haare auf dem Kopfkissen finden, ist eine professionelle Untersuchung wichtig. Der Hausarzt wird den Patienten eventuell an einen Hautarzt überweisen, der weitere Tests vornehmen wird.


Behandlungsmethoden & Therapie

Rein medizinisch gesehen ist eine Behandlung oder Therapie bei einem kreisrunden Haarausfall nicht in jedem Fall nötig und somit abhängig vom Einzelfall. Wer psychisch stark unter dem Haarverlust leidet, für den gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten. Zu Beginn des Krankheitsausbruchs sind nur wenige kahle Stellen vorhanden. Hier wird vom Arzt meist eine kortisonhaltige Salbe oder Lösung verschrieben.

Eine weitere Möglichkeit ist die Reiztherapie. Bei dieser wird Dithranol eingesetzt um das Immunsystem gewissermaßen ,,abzulenken‘. Die Substanz wird dabei auf bestimmte Stellen auf die Kopfhaut aufgetragen, wo sie für Entzündungen sorgt. Nun muss das Immunsystem die Reize abwehren und reagiert dann kurzzeitig nicht mehr gegen die Haare. In vielen Fällen führt dies dazu, dass keine weiteren Haare ausfallen.

Eine weitere Subtanz die zur Bekämpfung von kreisrundem Haarausfall eingesetzt wird, ist Finasterid. Dieses Präparat sorgt im Körper dafür, dass das Enzym 5α-Reduktase blockiert wird. Dieses Enzym übernimmt normalerweise die Aufgabe das Testosteron in Dihydrotestosteron umzuwandeln. Da das Dihydrotestosteron jedoch für empfindliche Haarwurzeln verantwortlich ist, führt ein Stoppen der Produktion dazu, dass das Haar dichter wird und der Ausfall gestoppt wird.

Diese Behandlungsmethode wird jedoch nur selten angewendet, da es für die Wirkung keine 100-%-Garantie gibt. Bei vielen Patienten ergab diese Behandlung lediglich dickere und vollere Haare, jedoch nur der bestehenden. Neue Haare sind trotz der Anwendung nicht gewachsen. Zudem hilft Finasterid nur bei hormonell bedingtem kreisrunden Haarausfall und nicht wenn dieser beispielsweise vererbt wurde.

Zusammenfassung aller Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

  • Anwendung von kortisonhaltigen Salben oder Lösungen
  • Reiztherapie mittels Dithranol
  • Finasterid als Präparat

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt viele Möglichkeiten, um den Körper gesund zu halten und vor möglichen Krankheiten zu schützen. Bei dem kreisrunden Haarausfall ist das Problematische jedoch, dass zum einen oft die genaue Ursache unklar ist. Zudem besteht das Problem, dass bestimmten Ursachen nicht vorgebeugt werden kann.

Handelt es sich beispielsweise um einen genetisch bedingten kreisrunden Haarausfall, gibt es keinerlei vorbeugende Maßnahmen, da die Erbstruktur nicht verändert werden kann. Generell ist es jedoch hilfreich bei den ersten Anzeichen Zink zu nehmen. Dieses Mineral kann dabei helfen, das Fortschreiten des Haarausfalls zu stoppen oder zumindest für eine Verlangsamung des Haarausfalls zu sorgen.

Ist der Haarausfall aufgrund von Stress oder einer anderen psychischen Beeinträchtigung gegeben, hilft es den Stress noch vor den ersten Symptomen zu minimieren bzw. für einen Ausgleich zu sorgen.

Auch eine ausgewogene Ernährung sowie eine hohe Flüssigkeitsaufnahme sind generell wichtig für volles und gesundes Haar und demnach hilfreich. Werden dem Körper ausreichende Vitamine, Mineralien und Nährstoffe durch das Essen oder durch Nahrungsergänzungsmittel zugeführt, stärkt dies auch das Immunsystem, welches oft für den Haarausfall verantwortlich ist.


Prognose zur Heilung

Prinzipiell sind die Heilungschancen bei einem kreisrunden Haarausfall höher als bei anderen Arten. Dies betrifft besonders die leichtere Form, bei der es nur wenige kahle Stellen gibt. Hier kann dem Haarausfall noch mit verschiedenen Mitteln entgegen gewirkt werden. Bei einer schweren Form des kreisrunden Haarausfalls stehen die Heilungschancen eher schlecht. Auch bei Patienten mit einer längeren Krankheitsgeschichte zeigen sich oft keine positiven Veränderungen der Therapien und Behandlungsmethoden.

Da der kreisrunde Haarausfall jedoch unberechenbar und meist vom Einzelfall abhängig ist, kann keine allgemeine Prognose über die Möglichkeit einer Heilung getroffen werden. Es gibt viele Fälle, bei denen unterschiedliche Behandlungen zwar keinen Effekt zeigten, der Haarausfall dann jedoch von alleine zurückging. Dann wiederum zeigt sich zunächst eine Besserung und kurze Zeit später verschlechtert sich die Situation und es kommt zu einem kompletten Haarausfall.

Insgesamt zeigen Untersuchungen, dass es bei nur rund einem Drittel der Betroffenen zu einem dauerhaften Haarverlust kommt.

Heilungschancen in der Zukunft

Ständig wird nach neuen Behandlungsmethoden geforscht, um die Heilungschancen verschiedener Krankheiten zu erhöhen. Auch bei kreisrundem Haarausfall wird in der Medizin nach effektiveren Möglichkeiten gesucht, um die Erkrankung zu behandeln. Dies betrifft vor allem die angeborene Form, bei der es bisher die geringsten Chancen einer kompletten Heilung gibt.

Außer zur Heilung des Haarausfalls wird auch nach Möglichkeiten zur Vorbeugung gesucht, sowohl in Form von Salben und Cremes als auch Tabletten. Die Schwierigkeit, die sich bei der Forschung ergibt, ist die noch bis dato nicht zu 100 % geklärte Ursache. Bisher gehen die Mediziner nur von bestimmten Möglichkeiten aus, die jedoch nicht belegt werden konnten.

Auch in der Ernährungswissenschaft wird nach Heilungsmöglichkeiten des kreisrunden Haarausfalls gesucht. Hier sind sich Experten sogar sicher, dass ein Zusammenhang bestehen kann und sowohl die richtige Kombination aus Lebensmitteln als auch die zusätzliche Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln zu einer Besserung der Erkrankung beitragen kann.


Alternative Behandlungsmethoden

Auch wenn die Medizin eine große Arbeit in der Behandlung des kreisrunden Haarausfalls leistet, haben die Medikamente und manche Therapien auch Nebenwirkungen. Zudem gibt es meist keine Garantie, dass die Behandlungsmethoden funktionieren, sodass viele Menschen gerne zusätzlich zu alternativen Behandlungsmethoden greifen. Dadurch erhöhen sich nicht nur die Heilungschancen. Zudem sind die alternativen Therapien meist schonender für den Körper.

Entsäuerung
Eine Übersäuerung des Körpers entsteht dann, wenn der Säure-Basen-Haushalt gestört ist. Dadurch fehlen dem Haarboden mit der Zeit wichtige Mineralstoffe und die Wurzeln werden nicht mehr ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Führt dies zu einem kreisrunden Haarausfall, hilft nur noch eine Entsäuerung des Körpers. Um dies zu erreichen, werden dem Körper basische Naturprodukte verabreicht.

Entsäuerung von innen
Die Entsäuerung des Körpers von innen kann beispielsweise mittels basischer Tees, Nahrungsergänzungsmitteln oder Mineralstoffkomplexen erfolgen.

Entsäuerung von außen
Soll die Entsäuerung des Körpers von außen erfolgen, können basische Bäder helfen. Für eine intensivere Wirkung empfehlen sich auch basische Haarpflegeprodukte.

Mineralstoff-Zufuhr
Verschiedene Präparate helfen dabei, dem Körper Mineralstoffe zuzuführen, die dann für eine bessere und stärkere Haarstruktur sorgen. Silizium und Zink zeigen sich hierbei am wirkungsvollsten. Die positive Wirkung von Mineralien auf das Haar konnte auch von Studien bestätigt werden. Die Einnahme kann dabei sowohl innerlich als auch äußerlich mittels eines Konzentrats erfolgen.

Phytotherapie
Die Phytotherapie setzt bei ihrer Behandlung allein auf die heilende Wirkung von Pflanzen und Kräutern. Diese Behandlungsmethode umfasst prinzipiell mehrere Therapien und wirkt im Gegenteil zu anderen Methoden jedoch nicht direkt auf die Erkrankung, sondern sorgt eher zu einer Besserung der möglichen Ursachen. So führt die Phytotherapie bei bestehendem kreisrunden Haarausfall beispielsweise für ein gestärktes Immunsystem, das sich dann positiv auf die Haare auswirkt.

Welche Hausmittel können helfen?

Amla Öl

Amla Öl hat eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung und ist damit besonders gut bei Haarausfall geeignet. Für die Anwendung werden einige Tropfen des Öls morgens und abends auf die Kopfhaut aufgetragen und einmassiert. Ist der kreisrunde Haarausfall bereits weit fortgeschritten, sollte das Öl nicht nur auf die kahlen Stellen gegeben werden.

Kamillentee
Kamille ist dafür bekannt die Talgproduktion der Haut zu regulieren und ist zudem entzündungshemmend. Die besten Erfolge werden mit einer Kamillenteespülung erreicht, die über das gewaschene Haar gegeben wird. Der Kamillentee sollte im Haar verweilen und nicht ausgespült werden.

Koffein
Koffein kräftigt die Haarwurzeln und wirkt damit einem Abbau dieser entgegen. Bei der Anwendung soll das Koffein jedoch nicht getrunken, sondern auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Gute Koffein-Quellen sind beispielsweise Kaffee oder Grüner Tee. Die Getränke sollten dafür nach dem Erkalten über die gereinigten Haare gegossen und einmassiert werden. Ein Auswaschen ist nicht nötig.

Kokosöl
Kokosöl kann die Haare widerstandsfähiger und elastischer machen. Zudem wird die Kopfhaut dadurch mit mehr Feuchtigkeit versorgt. Kokosöl hat an der Luft eine feste Konsistenz. Aus diesem Grund sollte eine kleine Menge kurz erwärmt und verflüssigt und auf die Kopfhaut aufgetragen werden. Das beste Ergebnis wird erreicht, wenn das Öl über Nacht einwirkt und am Morgen ausgewaschen wird.

Bürstenmassagen
Massagen mittels Bürsten führen zu einer besseren Durchblutung der Kopfhaut was die Haarproduktion angeregt. Zudem werden dadurch abgestorbene Partikel entfernt, wodurch für eine bessere Atmung der Kopfhaut gesorgt wird. Dadurch kann diese intensiver mit Nährstoffen versorgt werden. Für einen optimalen Effekt sollten Kopfhaut und Haare morgens und abends für rund 5 Minuten mit einer speziellen Massagebürste bearbeitet werden.

Zwiebelsaft
Der Saft der Zwiebel führt nicht nur zu glänzenderem und gesünderem Haar, auch die Haarwurzeln werden gekräftigt. Zur Anwendung wird eine Zwiebel püriert und gesiebt. Der Saft wird danach auf die Kopfhaut aufgetragen. Nach einer Einwirkzeit von 30 Minuten sollten die Haare mit einem milden Shampoo gewaschen werden.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Aloe Vera

Aloe Vera kann die Haare und die Kopfhaut pflegen und mit Feuchtigkeit versorgen, was das Wachstum anregt. Auch gegen Infektionen und Entzündungen ist die Aloe Vera eine geeignete Heilpflanze. Es bedarf nur einer kleinen Menge des Saftes, der dann sanft auf der Kopfhaut einmassiert wird. Die Einwirkzeit sollte mindestens drei Stunden betragen. Danach können die Haare mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Shampoo ist nicht nötig.

Zinnkraut
Die im Zinnkraut enthaltene Kieselsäure stärkt die Haare bis in die Wurzeln. Auch die Fingernägel, die bei einem kreisrunden Haarausfall oft geschädigt sind, werden durch das Zinnkraut gestärkt. Die Einnahme kann mittels eines Zinnkrauttees erfolgen.

Brennnessel
Die Brennnessel kann die Umwandlung des Testosterons ins Dihydrotestosterons stoppen, welches für den Haarausfall verantwortlich ist. Bei der Einnahme kann sowohl zu Brennnesseltee als auch Kapsel mit einem Brennnesselextrakt gegriffen werden.

Ginseng
Ginseng ist ein weiteres Kraut, dass für stärkere Haare sorgt. Es findet sich als Bestandteil in vielen Shampoos und Haarwuchsmitteln. Ginseng findet sich auch in Tablettenform als Nahrungsergänzungsmittel.

Klette
Die Klette sorgt für eine bessere Durchblutung der Kopfhaut und lindert zudem Entzündungen. Zudem stecken viele gesunde Fettsäuren in der Klette, die für kräftige Haare sorgen. In Ölform kann die Klette direkt auf die Haare und die Kopfhaut aufgetragen und über Nacht eingewirkt werden. Zum Haarewaschen am Morgen sollte zu einem milden Shampoo gegriffen werden.

Pfefferminze
Die Pfefferminze wird in Ölform auf die Kopfhaut einmassiert. Dadurch werden die Haarfollikel stimuliert, was den Haarwuchs anregt. Zudem wirkt das Öl bei einer Entzündung auch beruhigend und regt zudem die Durchblutung der Haut an.

Lavendel
Lavendel sorgt, wie auch die Pfefferminze, für einen beschleunigten Haarwuchs. Zudem führt es zu einer Verzögerung des Haarausfalls. Wie viele Öle kann auch Lavendel direkt auf die Kopfhaut einmassiert werden und muss nicht ausgewaschen werden.

Rosmarin
Rosmarin pflegt und entspannt die Haut und sorgt zudem für eine bessere Durchblutung. Nach der Zubereitung eines Rosmarintees wird dieser kalt nach dem Haarewaschen über die Haare gegeben. Ein Ausspülen ist nicht nötig.

Ätherische Öle

Hagebuttenöl

Das ätherische Hagebuttenöl wirkt regenerierend auf die Haut und versorgt diese zudem mit Vitaminen und Mineralstoffen. Dies beschleunigt das Haarwachstum und verlangsamt gleichzeitig den Ausfall bei einem kreisrunden Haarausfall.

Olivenöl
Auch Olivenöl in seiner ätherischen Form hilft bei einem kreisrunden Haarausfall. Dieses Öl spendet den Haaren und der Haut viel Feuchtigkeit und kann den Haarausfall stoppen. Das Öl kann pur oder in einer Haarkur in die Haare und die Haut einmassiert werden. Die Einwirkzeit beträgt 20 Minuten.

Rosmarin- und Thymianöl
Beide Öle haben dieselbe Wirkung und regenerieren die Haarwurzeln und kurbeln somit das Haarwachstum an. Eine Kombination beider Öle sorgt für eine optimale Wirkung. Nach dem Einmassieren auf der Kopfhaut reicht eine Einwirkzeit von fünf bis zehn Minuten. Danach sollte zu einem milden Shampoo gegriffen werden.

Zedernöl
Das Zedernöl beruhigt die Haut und lindert Entzündungen. Zudem wird das Haar mit Feuchtigkeit versorgt und zugleich gestärkt. Dadurch kann das Öl Haarausfall verhindern bzw. verlangsamen. Das Zedernöl wird ins feuchte Haar einmassiert und nach einer Einwirkzeit von fünf Minuten werden die Haare mit lauwarmem Wasser gewaschen.

Homöopathie & Globuli

Die Wahl des homöopathischen Mittels ist von den Symptomen abhängig. Generell kann jede der folgenden Mittel sowohl bei geringem als auch bei bereits stark fortgeschrittenem kreisrunden Haarausfall eingesetzt werden.

Barium Carbonicum beispielsweise hilft mit einer Potenz von D12 einem Haarverlust entgegen zu wirken, bzw. es regt das Haarwachstum an. Es empfiehlt sich eine Dosierung von drei Mal täglich fünf Globuli. Die Wirkung von Barium Carbonicum tritt jedoch nur langsam auf, weshalb es für einen sichtbaren Effekt über mehrere Wochen und Monate eingenommen werden muss.

Ein weiteres Mittel ist Sepia, ebenfalls in der Potenz D12. Dieses Globuli hilft dabei, das Immunsystem und den Körper in seinen normalen Funktionen zu unterstützen. Dies kann ein Haarwachstum begünstigen und somit dem Verlust der Haare entgegen wirken. Täglich sollten morgens, mittags und abends jeweils fünf Globuli eingenommen werden.

Selenium D12 wirkt auf das Nervensystem und beruhigt zudem Entzündungen im und auf dem Körper und ist damit ideal bei der Bekämpfung von kreisrundem Haarausfall. Es sollten täglich drei Mal fünf Globuli eingenommen werden.

Das Globuli Calcium Fluoratum D12 wirkt beruhigend auf den Körper und lindert Entzündungen. Zudem stärkt es bei einer längeren Einnahme die Haare und unterstützt den Wachstumsprozess. Für eine optimale Wirkung sind drei Mal am Tag fünf Globuli einzunehmen.

Alle Mittel im Überblick

  • Barium Carbonicum (D12)
  • Sepia (D12)
  • Selenium (D12)
  • Calcium Fluoratum (D12)

Schüssler-Salze

Da bei einer Erkrankung oft der Mineralhaushalt im Körper gestört ist, kann dieser durch die Zugabe von Schüssler-Salzen ausgeglichen und stabilisiert werden.

Nr. 6 Kalium Sulfuricum
Dieses Schüssler-Salz sorgt in ausreichender Menge für einen guten Sauerstofftransport. Es hilft zudem dabei, die Haarstruktur zu verbessern und das Haar zu kräftigen. Insgesamt wirkt es revitalisierend auf die Haare und die Haut.

Nr. 8 – Natrium Muriaticum
Natrium Muriaticum fördert ebenfalls das Wachstum, muss dafür jedoch konstant und stetig eingenommen werden.

Nr. 11 – Silicea
Dieses Salz kann neben dem Haar und der Haut auch das Bindegewebe stärken und wirkt sich damit positiv auf den Haarwuchs aus. Bei einer regelmäßigen Einnahme von Silicea können zudem die Zellen in den Haarfollikeln aktiviert werden. Auch die Struktur bestehender Haare wird verbessert und gestärkt, was für einen langsameren Haarverlust sorgt. Ein weiterer Effekt von Nr. 11 ist die positive Wirkung auf die Fingernägel, die bei einem kreisrunden Haarausfall auch oft mit geschädigt werden.

Diät & Ernährung

Bei kreisrundem Haarausfall und Haarausfall insgesamt spielt die Ernährung eine zentrale Rolle. Durch die Nahrung erhält der Körper eine Vielzahl notwendiger Mineralien und Stoffen, mit denen erst eine normale Tätigkeit möglich ist. Dies bedeutet, dass bereits durch einen geringen Mangel bestimmte Körperfunktionen nicht mehr oder nur mangelhaft ausgeführt werden, was sowohl direkt als auch indirekt zu dem kreisrunden Haarausfall führen kann.

Proteinreiche Ernährung
Proteine bzw. Eiweiße sind sowohl für das Blut und die Knochen als auch für die Zellen, die Haut und die Haare wichtig. Bei einer proteinreichen Ernährung wird vermehrt Eiweiß in Form von Eiern, Fisch und Fleisch zu sich genommen und entsprechend weniger fettreiche und kohlenhydratlastige Lebensmittel. Die Haare werden dadurch vermehrt mit Proteinen versorgt, was sowohl für kräftigere Haarfollikel und Haarwurzeln sorgt, als auch das Haar insgesamt weicher und widerstandsfähiger macht. Zudem wird dadurch das Haarwachstum angeregt.

Vitaminreiche Kost
Auch der Vitaminhaushalt im Körper spielt für das Haarwachstum eine wichtige Rolle. Auch kann die bei kreisrundem Haarausfall bestehende Entzündung der Haut schneller abheilen. Viele Vitamine müssen zudem über die Nahrung aufgenommen werden, da der Körper sie nicht oder in nur einem unzureichendem Maß selbst herstellen kann.

Ernährung von Bio-Produkten
Viele Studien konnten bereits die positive Wirkung von Bio-Produkten bestätigen. Sowohl bei Obst und Gemüse als auch bei Fleisch zeigt sich, dass der Griff zu Bio gesünder für den Körper ist. Vor allem tierische Produkte beinhalten keinerlei für den Menschen oft ungesunde Stoffe, die den Tieren zum unnatürlichen Wachstum verabreicht wurden. Diese nämlich können sich oft direkt oder indirekt auf die Haare auswirken und sogar ohne bestehende Erkrankung für einen Ausfall sorgen.


FAQ – Fragen & Antworten

Können Kinder kreisrunden Haarausfall bekommen?

Ja. Da der kreisrunde Haarausfall auch vererbt werden kann, besitzen somit bereits Babys die Veranlagung. Die Wahrscheinlichkeit im Kindesalter daran zu erkranken ist zudem besonders hoch und keine Seltenheit.

Kann man kreisrunden Haarausfall vererben?
Ja. Es ist sogar so, dass der Großteil aller Betroffenen ihren kreisrunden Haarausfall geerbt haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Vater oder die Mutter unter dieser Erkrankung leidet, da der Erreger auf Mädchen und Jungen übertragen werden kann. Das Problematische ist, dass die Ursache oft nicht geklärt ist und man nicht weiß, wann der Haarausfall geerbt wurde und in welchen Fällen nicht. Ein Blick auf die Verwandtschaft kann dabei jedoch helfen, da es bei erbbedingter Erkrankung in einer Familie mehrere Fälle gibt.

Ist kreisrunder Haarausfall ansteckend?
Nein. Auch wenn der Körper bzw. das Immunsystem bei einer Autoimmunerkrankung als Ursache die Haarwurzel wie einen gefährlichen Virus behandelt, ist es keiner. Kreisrunder Haarausfall und jede andere Form können durchaus vererbt, jedoch nicht übertragen werden. Selbst, wenn die Haarbürste einer Person mit bestehendem Haarausfall genutzt wird gibt es keinerlei Ansteckungsgefahr.

Ist kreisrunder Haarausfall gefährlich?
Prinzipiell ist der kreisrunde Haarausfall nicht gefährlich. Es wird lediglich dann problematisch, sollte der Haarausfall nur eine Folgeerscheinung einer ernsteren Erkrankung wie einer Schilddrüsenstörungen oder Gelbsucht sein. Hierbei sind neben dem Haarausfall jedoch noch weitere Symptome zu erkennen.

Können Frauen auch einen kreisrunden Haarausfall bekommen?
Ja. Zudem ist auch die Wahrscheinlichkeit an dieser Krankheit zu leiden bei Männern wie auch Frauen gleich. Auch bei der Vererbung des kreisrunden Haarausfalls können Frauen genau so wie Männer betroffen sein.

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