Xarelto 10mg

Zur Verhinderung von Blutgerinnseln im Gehirn

Xarelto 10mg – Informationen

  • Hersteller: Mevita Handels GmbH
  • PZN: 11565001
  • Rezeptpflichtig: Ja
  • Wirkstoff: Rivaroxaban
  • Art: Filmtabletten

Anwendung & Wirkung

Bei Xarelto handelt es sich um ein Medikament, welches bei Erwachsenen angewendet wird und zur Verhinderung von Blutgerinnseln im Gehirn, zum Beispiel nach einem Schlaganfall, angewendet wird. Hier ist der Wirkstoff Rivaroxaban enthalten.

Angewendet wird Xarelto aber auch bei allen anderen betroffenen Blutgefäßen im Körper, wenn der Patient an Herzrhythmusstörungen leidet. Darüber hinaus dient das Präparat zur Behandlung von Blutgerinnseln in den Beinvenen, wie zum Beispiel bei einer tiefen Venenthrombose und bei Beeinträchtigungen der Blutgefäße in den Lungen.

Generell dient Xarelto als vorbeugende Maßnahme und gehört zur Arzneimittelgruppe, die als antithrombotisch bezeichnet wird.

Es ist ein Blutgerinnungshemmstoff des Faktors Xa, wobei die Neigung des Blutes zur Bildung von Blutgerinnseln verringert werden soll. Dieses Arzneimittel ist verschreibungspflichtig und wird zum Beispiel vom Arzt nach einer Hüft- oder Kniegelenksersatzoperation verordnet. Gerade in diesem Fall ist die Gefahr der Bildung eines Blutgerinnsels am höchsten.


Einnahme & Dosis

Wie wird Xarelto eingenommen und dosiert?

Xarelto wird häufig in 10 mg Filmtabletten dargeboten. Hierbei sollte pro Tag nicht mehr als eine Tablette zu sich genommen werden. Ungefähr 6 bis 10 Stunden nach einer Operation sollte die erste Gabe erfolgen, nachdem die Hämostase eingesetzt hat. Die Dauer einer Behandlung mit Xarelto hängt von dem individuellen venösen, thromboembolischen Risiko des Patienten ab. Dieses wird unter anderem auch von der Art der orthopädischen Operation bestimmt.

Blutgerinsel im Gehirn

Blutgerinsel im Gehirn

Nach einer größeren Hüftoperation kann die Behandlungsdauer durchaus schon einmal 5 Wochen betragen. Bei einer größeren Knieoperation hingegen liegt die durchschnittliche Behandlungsdauer bei zwei Wochen.

Falls aus Versehen einmal zu einem bestimmten vorgeschriebenen Zeitpunkt die Einnahme einer Filmtablette Vergessen wurde, sollte der Patient bei Bemerken sofort eine Tablette einnehmen und dann am nächsten Tag wie in gewohnter Weise verfahren.

Xarelto 100 mg kann unabhängig von den jeweiligen Mahlzeiten eingenommen werden. Es gibt auch Patienten, denen es schwerfällt diese Tablette zu schlucken. Dann kann diese vor der Einnahme zerstoßen werden und mit Wasser oder Apfelmus gemischt eingenommen werden. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass zerstoßene Xarelto-Tabletten auch über eine Magensonde zugeführt werden können. Nach der Einnahme ist die Magensonde mit Wasser zu spülen.

Xarelto sollte nicht eingenommen werden, wenn der Patient allergisch gegen Rivaroxaban ist, wenn er stark blutet oder wenn er an einer Organerkrankung leidet, die ein erhöhtes Blutungsrisiko beinhalten. Hierzu gehören zum Beispiel Magengeschwüre, Blutungen im Gehirn oder ein operativer Eingriff an den Augen.

Xarelto sollte ebenfalls nicht eingenommen werden, wenn andere Arzneimittel zur Verhinderung von Blutgerinnseln verordnet worden sind, wie zum Beispiel Heparin, Apixaban, Dabigatran oder Warfarin. Auch bei einer Lebererkrankung mit erhöhtem Blutungsrisiko oder während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte eine Einnahme vermieden werden.


Gibt es Nebenwirkungen?

Die Einnahme von Xarelto kann zu Nebenwirkungen führen. Zu den häufigsten gehören Blutungen, die auf den Wirkstoff Rivaroxaban zurückzuführen sind. Dabei handelt es sich um Epistaxis und Blutungen im Gastrointestinaltrakt. Bei Patienten, die sich zuvor einer Hüft- oder Kniegelenkoperation unterzogen haben, traten Blutungen auf. Bei einer täglich erhöhten Dosis von Xarelto kam es bei einigen Patienten auch zu einer Anämie.

Generell müssen die Xarelto-Nebenwirkungen nicht bei jedem Patienten auftreten. Wie bereits aufgeführt, kann die Einnahme zu starken Blutungen führen, die mitunter lebensbedrohlich sein können. Dies führt unter Umständen zu einem Schock mit starkem Blutdruckabfall. Nicht immer wird eine Blutung sofort bemerkt.

Auf jeden Fall ist ein Arzt zurate zu ziehen, wenn nach und während der Einnahme eine der nachfolgenden Nebenwirkungen auftritt:

Hierbei muss der Arzt über die weitere Behandlung entscheiden und eine Überwachung vornehmen.

Überblick

Sehr häufige Nebenwirkungen:

Gelegentliche Nebenwirkungen:

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Wie jedes Medikament, so kann auch Xarelto zu Nebenwirkungen führen

Relativ seltene Nebenwirkungen:

  • Örtlich begrenzte Schwellungen,
  • Blutungen in den Muskel,
  • Eine Gelbsucht,
  • Nach einer Katheterbehandlung kann es zur Blutansammlung kommen, die sich in der Leistengegend bemerkbar macht.

Darüber hinaus sind noch einige weitere Beschwerden nach der Einnahme von Xarelto bekannt, für die jedoch nicht genügend Daten vorliegen. Hierzu gehören zum Beispiel Nierenversagen, Angioödeme und allergische Ödeme, Cholestase, Hepatitis oder Thrombozytopenie.

Falls in irgendeiner Form eine dieser Nebenwirkungen auftritt oder bemerkt wird, sollte unverzüglich der behandelnde Arzt eingeschaltet werden. Dies ist auch für solche Nebenwirkungen von Wichtigkeit, die nicht in der Packungsbeilage als solche aufgeführt wird. Dabei können diese Nebenwirkungen auch direkt an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3 in D-53175 Bonn angezeigt werden.


Alternative Medikamente

Arzneien mit einer Ähnlichen Wirkung

Wenn es um Blutverdünner geht, gibt es neben Xarelto auch noch einige andere Alternativen. Hierzu gehören insbesondere die Präparate

Sämtliche Arzneimittel gelten als Blutgerinnungshemmer, wobei Pradaxa, Eliquis und auch Xarelto das ursprüngliche Marcumar bald ganz ersetzen sollen. Dies wird von Experten damit begründet, weil Marcumar häufig mit anderen Medikamenten und auch mit Lebensmitteln Wechselwirkungen aufzeigt.

Die neuen Antikoagulanzien bieten eine ähnliche Wirkung, wie Marcumar. Jedoch hat sich gezeigt, dass schwere innere Blutungen, wie es bei Marcumar häufig der Fall ist, bei den übrigen Alternativen seltener anzutreffen sind. Darüber hinaus wird bei der Einnahme und Anwendung von Xarelto, Pradaxa und Eliquis kein inr-Monitoring mehr erforderlich. Diese drei Mittel können problemlos auch zu Notfall-Operationen eingesetzt werden.

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