Rivaroxaban

Rivaroxaban ist ein Arzneistoff, welcher zur Hemmung der Blutgerinnung zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zu den Vitamin-K-Antagonisten (VKA) blockiert Rivaroxaban direkt den Faktor-Xa. Wirkstoffe dieser Art werden als direkte orale Antikoagulanzien (DOAK) beziehungsweise neue orale Antikoagulanzien (NOAK) bezeichnet.

RivaroxabanWas ist Rivaroxaban?

Rivaroxaban ist ein Arzneistoff, welcher zur Klasse der DOAK bzw. NOAK gezählt wird. Wirkstoffe dieser Klasse werden weiter als Faktor-Xa-Inhibitoren bezeichnet und kommen bei Erkrankungen zum Einsatz, bei denen eine Hemmung der Blutgerinnung erwünscht ist.

Die Blutgerinnung im Körper wird in eine zelluläre und eine plasmatische Blutgerinnung unterteilt. Sie läuft als Signalkaskade ab was bedeutet, dass eine Verletzung die Ausschüttung eines Stoffes bewirkt, dieser aktiviert den nächsten, dieser den nächsten und so weiter.

Am Ende dieser Kaskade steht die Aktivierung von Thrombin, welches bei gefährdeten Patienten ein lebensbedrohliches Gerinnsel auslösen kann. Faktor-Xa ist der Stoff, welcher Thrombin aktiviert und steht damit am Ende dieser Signalkaskade.

Durch Blockierung dieses Faktors mit Rivaroxaban, wird die Blutgerinnung gehemmt und die Bildung eines Gerinnsels unterdrückt. Dies ist unter anderem notwendig bei einer Neigung zu Thrombosen, bestimmten Herzrhythmusstörungen, nach speziellen Operationen und zur Prophylaxe von ischämischen Schlaganfällen.

Neben Rivaroxaban gehören Edoxaban, Dabigatran und Apixaban zur Klasse der DOAK bzw. NOAK.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

Rivaroxaban wird zur medikamentösen Hemmung der Blutgerinnung eingesetzt und ist in folgenden Anwendungsgebieten zugelassen:

Rivaroxaban kommt in Form von Filmtabletten in den Handel.


Allgemeines

Allgemeines
NameRivaroxaban
Andere Namen
  • (S)-5-Chlor-N-{2-oxo-3-[4-(3-oxomorpholin-4-yl)phenyl]-1,3-oxazolidin-5-ylmethyl}thiophen-2-carbamid (IUPAC)
  • Rivaroxabanum (INN Latein)
SummenformelC19H18ClN3O5S
WirkstoffklasseAntikoagulans

Wirkungsweise

So wirkt Rivaroxaban

Rivaroxaban bewirkt als DOAK bzw. NOAK eine direkte Hemmung des für die Blutgerinnung essentiellen Faktors Xa. Dieser Faktor steht am Ende der zellulären und plasmatischen Blutgerinnungskaskade, wodurch das Blut umgangssprachlich „verdünnt“ wird. Dies ist pharmakologisch gesehen eigentlich nicht richtig, da das Blut nicht verdünnt wird, sondern nur die Wahrscheinlichkeit für die Bildung von Gerinnseln in den Gefäßen der Beine und Lunge verhindert wird. Die Konsistenz und Zusammensetzung des Blutes selbst wird nicht beeinflusst. Die Wirkung von Rivaroxaban wird insbesondere zur Verhinderung von Schlaganfällen oder Thrombosen genutzt, welche durch eine bestimmte Art von Herzrhythmusstörung, dem nicht-valvulären Vorhofflimmern, ausgelöst werden können. Der beschleunigte Herzschlag, geht vor allem in Kombination mit anderen Risikofaktoren, wie Alter, Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall in der Vergangenheit, Nieren– oder Leberfunktionsstörungen und bestimmten Medikamenten mit einem erhöhten Risiko für derartige Ereignisse (Thrombosen) einher. Diese können lebensbedrohlich werden wenn sie vitale Gefäße verstopfen oder womöglich durch den Blutkreislauf ins Gehirn gelangen und dort eine Minderdurchblutung mit Schlaganfall als Folge auslösen. Aufgrund der relativ hohen Häufigkeit von nicht-valvulären Vorhofflimmern im Alter, sind viele Menschen auf eine Antikoagulation mit Rivaroxaban angewiesen. Im Gegensatz zum früher üblichen Phenprocoumon, besser bekannt unter seinem Handelsnamen Marcoumar, muss bei Rivaroxaban keine Kontrolle des inr-Wertes gemacht werden. Das Wegfallen der regelmäßigen inr-Kontrollen ist eine wesentliche Erleichterung für die Betroffenen, welche parallel mit einem deutlich reduzierten Risiko für lebensbedrohliche Blutungen verbunden ist. In direkten Vergleichsstudien zeigte sich Rivaroxaban den älteren Wirkstoffen in der Wirkung ebenbürtig, bei wesentlich geringerem Risiko für lebensbedrohliche Blutungen. Die Anwendungszufriedenheit bei den Patienten ist durch die nicht mehr notwendigen Kontrollen ebenfalls gestiegen.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Rivaroxaban

Rivaroxaban-haltige Filmtabletten werden in Abhängigkeit der Dosierung entweder zu einer Mahlzeit oder unabhängig davon eingenommen. Die niedrigeren Dosierungen von 2,5mg und 10mg können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden. Die höheren Dosierungen von 15mg und 20mg werden zu einer Mahlzeit eingenommen, weil hierdurch die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes erhöht wird und die Wirkung besser ist. Je nach Indikation werden die Filmtabletten ein bis zweimal täglich genommen. Der Abbau erfolgt vorwiegend in der Leber über CYP3A4 und CYP-unabhängige Mechanismen. Des Weiteren ist Rivaroxaban Substrat von P-Glykoprotein, weshalb Kombinationen mit P-Glykoprotein-Inhibitoren die Wirkung von Rivaroxaban verstärken, Induktoren hingegen die Wirkung abschwächen können. Bei Leberinsuffizienz ist eine Dosisanpassung notwendig.


Anwendungsgebiete

Wann wird Rivaroxaban eingesetzt?

Der hemmende Effekt auf die Blutgerinnung wird zur akuten Behandlung von venösen Thrombosen, wie der tiefen Beinvenenthrombose und der Lungenembolie verwendet. Außerdem kommt Rivaroxaban zur Prophylaxe von ischämischen Schlaganfällen, bei gleichzeitig vorliegendem nicht-valvulären Vorhofflimmern zum Einsatz. Rivaroxaban verringert das Risiko für lebensbedrohliche thromboembolische Ereignisse. Dafür muss es, wie viele andere Medikamente auch, regelmäßig eingenommen werden. Die zugrunde liegenden Erkrankungen, Operationen beziehungsweise Risikofaktoren sind nicht direkt beeinflussbar, sondern können zum Teil nur optimal eingestellt werden, wodurch in der Regel eine lebenslange Therapie mit Rivaroxaban notwendig ist. Rivaroxaban wurde ebenso bei Patienten mit sehr hohem kardiovaskulärem Risiko in Kombination mit Acetylsalicylsäure (ASS) getestet. In dieser Indikation reicht eine sehr geringe Dosierung von nur 2,5mg zweimal täglich. Es hat sich herausgestellt, dass die zusätzliche Gabe von Rivaroxaban zu ASS das Blutungsrisiko nicht erhöht, jedoch das Risiko an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall zu versterben signifikant abnimmt. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt nur eine Empfehlung der europäischen kardiologischen Gesellschaft für diese Indikation vor, eine explizite Zulassung besteht für Rivaroxaban besteht noch nicht.


Richtige Anwendung

So wird Rivaroxaban angewendet

Rivaroxaban wird je nach Indikation ein oder zweimal pro Tag mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Dosierungen von 2,5mg und 10mg können unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen werden, die Dosierungen 15mg und 20mg werden zu einer Mahlzeit eingenommen, weil dadurch die Verfügbarkeit des Wirkstoffes und seine Wirkung erhöht werden. Auf dieses Schema ist zu achten, insbesondere bei Umstellung von einer höheren auf eine niedrigere Dosierung und umgekehrt, da durch etwaige Wirkspiegelschwankungen im Blut die Wahrscheinlichkeit von Gerinnseln erhöht ist. Da die früher notwendigen inr-Kontrollen bei Rivaroxaban entfallen, muss vom Patienten sonst nichts weiter beachtet werden.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Rivaroxaban?

  • Xarelto (2,5mg, 10mg, 15mg, 20mg)

Handelsnamen

Monopräparate

Zu den Medikamenten, welche Rivaroxaban als Wirkstoff enthalten gehören:

Kombinationspräparate

Es gibt keine Kombinationspräparate, in welchen Rivaroxaban mit anderen Medikamenten gemeinsam vorliegt.

Sämtliche Rivaroxaban Präparate in der EU haben den gleichen Namen, da das Patent von Rivaroxaban noch nicht ausgelaufen ist. Der Hersteller Bayer produziert alle verfügbaren Stärken selbst.


Indikationen

Rivaroxaban wird eingesetzt zur Behandlung von akuten Gerinnseln in den Beinen und in der Lunge, weitere Schäden so rasch wie möglich zu verhindern. Des Weiteren kommt Rivaroxaban auch zur Prophylaxe solcher Gerinnsel in Beinen und Lunge zum Einsatz, vor allem bei gleichzeitig vorliegendem nicht-valvulären Vorhofflimmern, einer Herzrhythmusstörung mit besonders hohem Risiko für eine Gerinnselbildung.


Gegenanzeigen

Wann darf Rivaroxaban nicht verwendet werden?

Rivaroxaban darf nicht bei bekannter allergischer Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der Bestandteile der Filmtabletten verwendet werden. Auch darf Rivaroxaban nicht eingenommen werden, wenn eine sehr starke Blutung vorliegt oder eine Erkrankung, welche das Risiko für schwere Blutungen erhöht. Die gleichzeitige Anwendung von Rivaroxaban mit anderen NOAK bzw. DOAK oder VKA ist nicht erlaubt, außer es erfolgt eine vorübergehende gleichzeitige Gabe bei Umstellung von einem auf einen anderen Arzneistoff dieser Gruppe. Schlussendlich darf Rivaroxaban nicht in der Schwangerschaft und Stillzeit, oder bei schwerer Leberfunktionsstörung zur Anwendung kommen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Rivaroxaban ist für eine Anwendung während einer Schwangerschaft nicht zugelassen. Sollte eine Schwangerschaft geplant sein oder auch plötzlich entdeckt werden, sollte sofort mit dem behandelnden Arzt Kontakt aufgenommen werden. Es gibt keinerlei Erfahrungen zur Anwendung von Rivaroxaban in der Schwangerschaft, sodass bei einer Einnahme eine zuverlässige Kontrazeption gewährleistet sein muss. Rivaroxaban darf auch in der Stillzeit nicht eingenommen werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Die Anwendung von Rivaroxaban bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren ist nicht zugelassen und wird deshalb nicht empfohlen. Es liegen keine ausreichenden Erfahrungen zu einer Therapie in dieser Altersgruppe vor, weshalb auf andere Arzneimittel ausgewichen wird.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Rivaroxaban?

Häufig:

Häufig beschriebene unerwünschte Nebenwirkungen bei einer Therapie mit Rivaroxaban betreffen in erster Linie Nebenwirkungen, welche durch die Blutgerinnungshemmung verursacht werden. Dazu zählen vermehrtes Nasenbluten, Zahnfleischbluten und stärkere Monatsblutungen. Auch gastrointestinale Blutungen im Magen und Darm können auftreten. Bei stumpfen Verletzungen ist die Bildung von Blutergüssen verstärkt, offene Wunden können länger bluten als man es gewohnt ist. Es kann zu einer Verminderung der roten Blutkörperchen kommen, was sich in allgemeinen Schwächegefühl, Fieber und blasser Haut zeigen kann. Rivaroxaban kann auch zu üblichen gastrointestinalen Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Magenschmerzen, Völlegefühl, Durchfall oder Verstopfung führen. Eine Verminderung des Blutdruckes mit Schwindelgefühlen und Hautausschlag sind ebenfalls möglich. Die Anwendung kann mit einer Erhöhung der Leberenzyme einhergehen, weshalb in regelmäßigen Abständen eine Kontrolluntersuchung mit Blutabnahme empfohlen wird.

Gelegentlich:

Gelegentlich ist eine Einnahme von Rivaroxaban mit gefährlicheren Blutungen innerhalb des Kopfes oder Blutungen in Gelenken verbunden. Diese Art von Blutungen kann mit Schmerzen und Schwellungen einhergehen, aber auch zu beschleunigter Atmung, Herzfrequenz, Mundtrockenheit und allgemeinen Unwohlsein führen. Rivaroxaban kann gelegentlich allergische Reaktionen der Haut auslösen, wobei Hautrötungen, Ausschläge und Nesselsucht beobachtet wurden. Bestimmte Leberwerte wie Bilirubin, sowie einige Enzyme der Bauchspeicheldrüse können erhöht sein.

Sehr selten:

Sehr selten kann es bei einer Therapie mit Rivaroxaban zu örtlich begrenzten Schwellungen und Einblutung in einen Muskel kommen. Die Erhöhung der Leberwerte kann in sehr seltenen Fällen zu einer Gelbfärbung der Haut und der Augen führen und Bedarf einer sofortigen ärztlichen Abklärung. Wird ein Katheter im Rahmen einer Herzuntersuchung in der Beinarterie platziert, kann es zu verstärkten Blutungen und Ansammlungen von Blut in der Leistengegend kommen, was in der Fachsprache auch als Pseudoaneurysma bezeichnet wird.


Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen zeigt Rivaroxaban?

Die Wirkung von Rivaroxaban und ebenso seine Nebenwirkungen können durch andere Arzneimittel beeinflusst werden. Bei gleichzeitiger Behandlung mit bestimmten Arzneistoffen gegen Pilzerkrankungen (Ketoconazol, Itraconazol, Voriconazol), einigen hiv-Medikamenten (Ritonavir) und anderen die Blutgerinnung beeinflussenden Arzneistoffen, wie ASS, Clopidogrel, Heparine und NSAID-Schmerzmittel, ist das Risiko für Blutungen erhöht, entweder durch Steigerung der Wirkspiegel von Rivaroxaban oder durch additive Effekte auf die Blutgerinnung. Dronedaron, ein Antiarrhythmikum, kann die Wirkung von Rivaroxaban verstärken. Bei erhöhtem Risiko für gastrointestinale Nebenwirkungen oder Geschwüren in der Anamnese (Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni) kann eine Vorbeugende Behandlung mit Protonenpumpenhemmern (PPI) simultan mit Rivaroxaban gestartet werden. Umgekehrt können Arzneistoffe, welche die Bioverfügbarkeit von Rivaroxaban durch gesteigerten Abbau verringern, dessen Wirkung vermindern. Dazu gehören Phenytoin, Carbamazepin, Barbiturate und Johanniskraut, aber auch Rifampicin (ein Antibiotikum bei Tuberkulose). Bei länger geplanter kombinierter Therapie ist eine engmaschige Kontrolle des Blutungsrisikos empfehlenswert.


Wichtige Hinweise

Was ist bei der Einnahme von Rivaroxaban zu beachten?

Die Einnahme von Rivaroxaban sollte täglich immer zur gleichen Zeit erfolgen, um eine gleichmäßige Wirksamkeit zu gewährleisten. Je nachdem welche Indikation, werden die Tabletten entweder zur Mahlzeit oder unabhängig davon eingenommen. Es empfiehlt sich die dauerhafte Einnahme zu einer Mahlzeit, da bei Dosiserhöhungen oder Reduktionen nicht darüber nachgedacht werden muss, wann genau Rivaroxaban eingenommen werden muss. Die gleichzeitige Therapie mit Arzneistoffen, welche die Wirkung von Rivaroxaban verstärken oder abschwächen können, verlangt ein genaues Monitoring. Sollte es während einer Therapie mit Rivaroxaban zu einer ungewollten Schwangerschaft kommen, ist sofort der behandelnde Arzt zu verständigen. Dieser wird über eine weitere Einnahme von Rivaroxaban entscheiden und womöglich einen anderen Wirkstoff auswählen, zu welchen genauere Erfahrungen zur Anwendung in der Schwangerschaft vorliegen. Sollte es im Zuge einer Behandlung mit Rivaroxaban zu einer Gelfärbung der Haut und/oder der Augen kommen, besteht der dringende Verdacht einer Leberinsuffizienz. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich rasch einen Arzt aufzusuchen, um die zugrunde liegende Ursache abzuklären und die Dosierung von Rivaroxaban anzupassen oder gegebenenfalls komplett abzusetzen.


Abgabevorschriften

So erhalten Sie Medikamente mit Rivaroxaban

Medikamente, welchen den Arzneistoff Rivaroxaban enthalten, unterliegen ausnahmslos der Rezeptpflicht und können nur durch Vorzeigen eines ärztlichen Rezeptes in einer Apotheke bezogen werden. Dies trifft sowohl auf die 15mg und 20mg dosierten Tabletten, als auch auf die niederen 2,5mg und 10mg dosierten Tabletten zu.


Geschichte

Seit wann ist Rivaroxaban bekannt?

Rivaroxaban und andere DOAK bzw. NOAK wurden entwickelt, um die nachteiligen Effekte und notwendigen Kontrollen der VKA zu vermeiden. Das Patent für Rivaroxaban wurde 2007 ausgestellt und die allgemeine Zulassung für den Gebrauch am Menschen erfolgte 2011 in den USA und fast parallel auch in der EU. Das Patent besteht noch bis in das Jahr 2024, womit zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Generika-Präparate auf den Markt sind. Der einzige Hersteller und Patentinhaber ist die Pharmafirma Bayer AG, welche den Arzneistoff auch produziert. Es gibt starke Preisdifferenzen zwischen den USA und zum Beispiel Großbritannien, was die Kosten für eine monatliche Behandlung betrifft.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die nachfolgendenden Warn- und Vorsichtsmaßnahmen gelten für sämtliche Rivaroxaban-haltigen Medikamente.

  • Erhöhte Blutungsneigung durch Krankheiten
  • Erhöhte Blutungsneigung durch Medikamente
  • Besonders alte und gebrechliche Menschen
  • Schwere Leberfunktionsstörung
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Rivaroxaban oder einen anderen NOAK bzw. DOAK
  • Bekanntes Risiko für gastrointestinale Blutungen oder Geschwüre in der Anamnese
  • Bei Vorhandensein einer künstlichen Herzklappe
  • Arzneimittel, welche die Wirkung von Rivaroxaban verstärken
  • Arzneimittel, welche die Wirkung von Rivaroxaban abschwächen
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit
  • Kinder und Jugendlich unter 18 Jahren

Quellen

  • Aktories, K. et al.: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 11. Auflage, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2013
  • Arzneimittel-Fachinformation (CH)
  • Duggan S.T., Scott L.J., Plosker G.L. Rivaroxaban: a review of its use for the prevention of venous thromboembolism after total hip or knee replacement surgery. Drugs, 2009, 69(13), 1829-51
  • Burness C.B., Perry C.M. Rivaroxaban: a review of its use in the treatment of deep vein thrombosis or pulmonary embolism and the prevention of recurrent venous thromboembolism. Drugs, 2014, 74(2), 243-62

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