Tamsulosin

Tamsulosin ist ein Alphablocker und wird zur Behandlung von Prostatavergrößerungen eingesetzt. Durch Entspannung der glatten Muskulatur von Harnröhre und Prostata erleichtert es das Wasserlassen durch leichteren Harnfluss und Linderung von Spannungsschmerzen. Dies macht man sich auch zunutze, um z.B. nach einer Schallzertrümmerung von Nierensteinen eine bessere Ausscheidung der Überreste zu fördern.

Mitunter kommt es als Nebenwirkung zu deutlichen Blutdrucksenkungen bis hin zur Ohnmacht. Dies tritt im Vergleich zu anderen Alphablockern jedoch seltener auf. Seit 1993 (v.a. unter dem Handelsnamen “Flomax”) im Vertrieb hat es sich zu einem der am häufigsten verschriebenen Prostatamedikamente entwickelt.

TamsulosinWas ist Tamsulosin?

Chemisch gesehen handelt es sich bei Tamsulosin (Molekülgewicht 408,51 g/mol) um ein Phenylethylamin und damit um einen strukturellen Verwandten des Adrenalins. Die Substanz ist chiral, d.h. es existieren zwei Stereoisomere mit unterschiedlicher Orientierung der Methylgruppe neben der sekundären Amingruppe.

Das S-(+)-Enantiomer ist dabei selektiver in der Wirkung an verschiedenen Rezeptor-Subtypen, insgesamt aber etwa 10-mal weniger aktivierend als das pharmakologisch relevante R-(-)-Enantiomer, welches heutzutage enantiomerenrein verwendet wird.

Anders als ähnliche Alphablocker ist Tamsulosin ein Methoxybenzolsulfonamid. Es liegt in Medikamenten als im Vergleich zur freien Base besser lösliches Hydrochlorid vor.

Der Wirkstoff gilt als einer der verträglichsten Alpha-Rezeptorblocker und löst im Vergleich zu anderen verwandten Substanzen weniger häufig Nebenwirkungen aus. Aus diesem Grund wird er sehr häufig verschrieben. Ursprünglich entwickelt wurde er zur Behandlung der von gutartigen Vergrößerungen der Prostata ausgelösten Probleme beim Wasserlassen. Mittlerweile kommt er aber auch bei anderen Indikationen zur Anwendung. Medikamente mit Tamsulosin werden üblicherweise einmal täglich als Retardtablette zum Frühstück eingenommen.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen
  • Off label: Add-On-Behandlung zur ursächlichen Therapie von Harnwegsinfekten
  • Off label: Hilfestellung zur Blasenentleerung nach Entfernung eines Blasenkatheters
  • Off label: Hilfe bei der Ausscheidung von Nierensteinen
  • Off label: generelle Verbesserung der Blasenentleerung bei Blasenfunktionsstörungen

Allgemeines

Allgemeines
NameTamsulosin
Andere Namen(R)-(−)-5-{2-[2-(2-Ethoxyphenoxy)-ethylamino]propyl}-2-methoxy-benzolsulfonamid
SummenformelC20H28N2O5S
Kurzbeschreibungweißes bis fast weißes Pulver (Tamsulosin·Hydrochlorid)

Wirkungsweise

So wirkt Tamsulosin

Als Alphablocker blockiert Tamsulosin die Alpha1-Adrenozeptoren für Aktivierung durch Adrenalin, Noradrenalin und Norepinephrin. Es bindet an die selbe Stelle, and er eigentlich Signalmoleküle aufgenommen werden, löst aber keine Signaltransduktion aus. Außerdem hat der Antagonist eine wesentlich größere Bindungsaffinität als das originale Transmittermolekül und verdrängt diese daher effektiv.

Diese Rezeptoren sitzen im postsynaptischen Spalt und empfangen über den Neurotransmitter Signale, die sie an die Muskulatur weiterleiten, um Anspannung zu bewirken. Alpha1-Rezeptoren sitzen vor allem an der glatten Muskulatur des Körpers und sorgen für Kontraktionen in Harnleiter, Uterus, dem Blasenschließmuskel, den Bronchiolen, der Iris und der Samenleiter. Aufgrund der weiten Verbreitung dieser Signalempfänger können Stoffe, die sie aktivieren oder hemmen ein breites Spektrum an Nebenwirkungen auslösen.

Insbesondere die Subtypen Alpha1A und Alpha1L werden durch Tamsulosin selektiv blockiert. Sie sind wichtig für Muskelgruppen in Harnröhre und Prostata und sorgen bei dauerhafter Erregung für ein erschwertes Abfließen des Harns. Werden sie entspannt, kann die Miktion leichter erfolgen. Diese Selektivität sorgt gleichzeitig dafür, dass geringere Wirkstoffmengen eingesetzt und dadurch verringerte Nebenwirkungshäufigkeiten in Kauf genommen werden können.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Tamsulosin

Um die Wirkdauer zu verlängern, wird Tamsulosin als Retardmedikament verabreicht. Dabei ist der Wirkstoff in Tablettenform an einen Pufferstoff gebunden, der ihn im Darm über längere Zeit kontinuierlich freisetzt. Auf diese Weise erreicht man einen gleichmäßigen Blutspiegel des Medikamentes, erzeugt weniger Nebenwirkungen und kann die Dauer erwünschter Effekte besser kontrollieren.

Abhängig vom Fettgehalt der Nahrung wird die Substanz nur verhalten resorbiert: Auf nüchternen Magen sind 57%, bei fettreichen Mahlzeiten etwa 65% mehr bioverfügbar.

Im Blut liegt Tamsulosin zu 99% an Plasmaproteine gebunden vor. Nach der Aufnahme wird es nur langsam in der Leber metabolisiert (geringer First-Pass-Effekt). Hauptverantwortlich für den Abbau der Substanz sind die Cytochrome CYP3A4 und CYP2D6.

Die Elimination erfolgt über den Urin, wobei die Halbwertszeit bei Retardmedikamenten etwa 15 Stunden beträgt. Der größte Teil des Wirkstoffes wird in unveränderter Form ausgeschieden.


Anwendungsgebiete

Wann wird Tamsulosin eingesetzt?

Gutartige Prostatavergrößerungen gehören zu den häufigsten urologischen Erkrankungen des Mannes. In der Regel beginnen die Beschwerden ab dem 50. Lebensjahr. Diese Störung steht in keinem Zusammenhang zu Prostatakrebs. Die Prostata (Vorsteherdrüse) umschließt die Harnröhre zwischen Blase und Blasenschließmuskel und ist für die Bildung der Samenflüssigkeit (jedoch nicht der Spermien selber) verantwortlich. Durch die Vergrößerung entsteht Druck auf den Harnleiter und die Blase, sodass Beschwerden beim Wasserlassen auftreten. Wenn ständig Restharn überbleibt, können Reizungen und Entzündungen entstehen. Tamsulosin lindert spezifisch diese Probleme, jedoch bewirkt es keine Größenveränderung der Prostata.

Auch das Irritationsgefühl durch Blaseninstabilität lässt sich mit Tamsulosin gut behandeln. Hierbei handelt es sich um eine nicht unterdrückbare Kontraktion des Musculus detrusor vesicae, die in Verbindung zu starkem Harndrang, Dranginkontinenz und überaktiver Blase steht.

Ein weiteres Einsatzgebiet ist die Ausleitung von Blasensteinen. Wird die Harnwegsmuskulatur durch Alphablocker wie Tamsulosin entspannt, verringert sich der Wiederstand gegenüber dem Abgang des Festkörpers. Dabei scheint Tamsulosin effektiver bei größeren Steinen (über 4 mm), wird aber auch zur Unterstützung des Ausspülens von Trümmerfragmenten nach der Lithotripsie (Zertrümmerung der Nierensteine durch nichtinvasive Methoden wie Stoßwellen, Endoskopie oder chemische Wirkstoffe) eingesetzt. Die Ursachen von Nierensteinen sind vielfältig und hängen mit Ernährung, Stoffwechsel und erblichen Faktoren zusammen.


Richtige Anwendung

So wird Tamsulosin angewendet

Mit 0,4 mg täglich wird Tamsulosin ausschließlich in Retardkapseln dargeboten. Auf diese Weise wird gewährleistet, dass der Wirkstoff langfristig kontrolliert vom Körper aufgenommen wird und einen stabilen Blutspiegel entwickelt. Die Kapseln sollen zusammen mit der ersten Mahlzeit des Tages eingenommen werden.

Da die Substanz keine reduzierende Wirkung auf die Größe der Prostata ausübt, wird sie oft in Kombination mit anderen Stoffen verabreicht. Es existieren Zwei-Wirkstoff-Präparate, die neben Tamsulosin auch einen 5alpha-Reduktase-Hemmer enthalten. Dieser bewirkt die Hemmung des Abbaus von Testosteron zu Dihydrotestosteron, welches hauptverantwortlich für die altersbedingte Prostatavergrößerung durch Gewebewachstum ist. Obwohl auch hier keine Rückbildung möglich ist, hemmt der Einsatz solcher Präparate das Fortschreiten der Erkrankung.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Tamsulosin?

1993 wurde der Wirkstoff erstmals unter dem Namen Harnal in Japan vertrieben. Mittlerweile sind auch zahlreiche Generika verfügbar. Besonders hingewiesen soll an dieser Stelle noch einmal auf die Kombinationspräparate, bei denen neben dem Alpha-Adrenozeptor-Blocker Tamsulosin noch ein 5alpha-Reduktase-Hemmer enthalten ist, wodurch die Grunderkrankung der gutartigen Prostatavergrößerung in ihrer Entwicklung verzögert wird.

  • Flomax (in den USA)
  • Duodart (0,4 mg Tamsulosin + 0,5 mg Dutasterid), z.B. von Emra, GlaxoSmithKline, Milinda, kohlpharma
  • Dutasterid/Tamsulosin von betapharm, Heumann, PUREN, ratiopharm
  • Omnic Ocas Retardtabletten oder Retardkapseln
  • Prostacure
  • Prostadil
  • zahlreiche Tamsulosin-Generika

Handelsnamen

Monopräparate: Omnic, Alna, Aglandin, Prostacure, Tadin, Stichtulosin, Prostadil, Prostalitan

Kombinationspräparate: Duodart, Dutalosin, Dutasterid, Duta-Tamsaxiro,


Indikationen

Hauptindikation ist die benigne Prostatahyperplasie (BPS), bei der eine vergrößerte Prostata auf die Harnröhre drückt und Probleme beim Wasserlassen verursacht. Diese nichtcanzerogene Wucherung ist auch mit Kombinationspräparaten, die Tamsulosin enthalten, in ihrem Fortschreiten aufhaltbar. Im Off-Label-Use wird der Wirkstoff auch verwendet, um das Wasserlassen zum Beispiel nach einer Blasenkatheterentfernung zu erleichtern oder die vollständige Harnentleerung bei Harnwegsinfekten sicherzustellen. Weiterhin kann man das Medikament nutzen, um den Abgang von Blasensteinen zu fördern – hier ist Tamsulosin besonders effektiv bei einer Größe von mehr als 4 mm, kann aber auch nach der Zertrümmerung von Harnsteinen Anwendung finden. Bei Blaseninstabilität lassen sich mit dem Wirkstoff Reizungen abstellen, die durch die überaktive Blase entstehen und zu Dranginkontinenz und anderen Beschwerden führen können.


Gegenanzeigen

Wann darf Tamsulosin nicht verwendet werden?

Es gibt eine Reihe von Bedingungen, unter denen vom Einsatz dieser Substanz abgesehen werden sollte. Die folgenden medizinischen Zustände gelten als Kontraindikationen:

  • bekannte schwere Leberinsuffizienz/ Leberfunktionsttörungen: Hierdurch verlangsamt sich der Abbau von Tamsulosin, es kommt zur Anreicherung und damit zum Anstieg des Wirkstoffspiegels im Blut; dadurch kann es zum vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen kommen
  • orthostatische Hypotonie: Dies sind starke Blutdruckschwankungen bei Lageänderungen des Körpers, z.B. bei raschem Aufstehen. Sie können in Zusammenhang mit einem zu niedrigen Blutdruck stehen – dies ist ein häufiger Nebeneffekt der Einnahme von Tamsulosin und kann dadurch die Beschwerden verschlimmern
  • Überempfindlichkeit/ Allergie gegenüber dem Wirkstoff: Auch wenn es einmalig zu Hautausschlägen oder anderen eher milden (pseudo)allergischen Reaktionen kommt, kann die weitere Einnahme der Substanz wesentlich schwerere Komplikationen auslösen, weswegen davon abgesehen werden muss.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Da die Anwendung zur Behandlung von Blasenfunktionsstörungen oder der Ausleitung von Nierensteinen bei Frauen einen Off-Label-Use darstellen, gibt es bisher keine hinreichenden Daten zur Auswirkung auf Schwangere oder Stillende. Vom Einsatz in diesen Fällen ist daher abzusehen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen

Tamsulosin ist nicht zur Behandlung von Kindern zugelassen und dient als Medikament vor allem für ältere Menschen.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Tamsulosin?

Besonders anzumerken ist die negative Auswirkung von Tamsulosin auf die Fertilität und sexuelle Funktionsfähigkeit von Männern. Insbesondere treten Ejakulationsstörungen und retrograde Ejakulationen (Rückfluss des Ejakulats in die Blase) auf.

Darüber hinaus wurden in Zusammenhang mit Tamsulosin-Einnahme von Fällen des Floppy-Iris-Syndroms berichtet, welches bei Katarakt-Operationen zu Komplikationen führen kann.


Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen zeigt Tamsulosin?

  • Die blutdrucksenkende Wirkung bei gleichzeitiger Gabe anderer Alpha-1-Rezeptorblocker kann Kreislaufprobleme verursachen. Im Zweifel ist der Einsatz eines einzelnen gut eingestellten Alphablockers zu bevorzugen.
  • Diclofenac (Schmerzmittel) und Warfarin (Gerinnungshemmer) können die Ausscheidung des Wirkstoffes aus dem Körper beschleunigen, verringern dadurch die Halbwertszeit und senken den mittleren Wirkstoffspiegel
  • CYP3A4-Hemmer wie Ketoconazol, Proteaseinhibitoren wie Titonavir, einige Antibiotika (z.B. Erythromycin oder Chloramphenicol) beeinflussen den Abbau der Substanz in der Leber und können dadurch den Blutspiegel erhöhen, anders herum bewirken Induktoren dieses Abbauenzyms (dazu gehören zum Beispiel Antikonvulsiva wie Phenytoin oder Cabamazepin; aber auch Johanniskrautextrakte, Ingwer oder Lakritz) eine geringere Halbwertszeit und damit niedrigere Wirkstoffspiegel;
  • Patienten mit CYP2D6-Mangel (poor metabolizer) dürfen Tamsulosin nicht gleichzeitig mit CYP3A4-Hemmern einnehmen
  • Es kommt zu einer Beeinflussung des Plasmaspiegels von Tamsulosin durch Cimetidin, ein Mittel gegen Sodbrennen (Anstieg) und Furosemid, ein Diuretikum (Abfall), Beobachtung des Spiegels eventuell bei anderen beeinflussenden Faktoren notwendig

Wichtige Hinweise

Was ist bei der Einnahme von Tamsulosin zu beachten?

Die Einnahme zu den Mahlzeiten soll eine sichere Aufnahme des Wirkstoffs ins Blut garantieren. Wenn davon abgewichen wird, können sich Schwankungen im Plasmaspiegel ergeben, die mit häufigeren Nebenwirkungen verbunden sind.

Bei schweren Leberinsuffizienzen wird der Abbau von Tamsulosin so gravierend verzögert, dass sich eine Anreicherung im Blutplasma ergibt, die zu starken Nebenwirkungen im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems führen können. Auch bei deutlich zu niedrigem Blutdruck darf Tamsulosin nicht angewendet werden.

Der Wirkstoff kann in seltenen Fällen zu schweren Unverträglichkeitsreaktionen führen. Diese reichen von Hautausschlägen und Quincke-Ödemen bis hin zum Zuschwellen der Atemwege oder gar allergischen Schocks.

Wenn sich Probleme in der Metabolisierung oder Ausscheidung von Tamsulosin ergeben, können durch den resultierenden Anstieg des Plasmaspiegels starke Blutdruckabfälle auftreten. Patienten mit solchen Auswirkungen müssen das Medikament sofort absetzen und ärztlich betreut werden.

Einige der Nebenwirkungen von Tamsulosin wie auftretender Schwindel können die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Grundsätzlich gilt das Medikament aber als unproblematisch für den Straßenverkehr.


Abgabevorschriften

So erhalten Sie Medikamente mit Tamsulosin

Alle Tamsulosin-Präparate sind verschreibungspflichtig. Arzt und Apotheker müssen mögliche Wechselwirkungen, das Auftreten von Nebenwirkungen oder sogar Unverträglichkeitsreaktionen abklären und dafür Sorge tragen, dass der Patient keine kontraindizierenden Vorerkrankungen aufweist.


Geschichte

Seit wann ist Tamsulosin bekannt?

Der Wirkstoff wurde zuerst in Japan von Yamanouchi Pharmaceuticals entwickelt und kam 1993 unter dem Namen Harnal auf den Markt. Gemeinsam mit Boehringer-Ingelheim erhielt Yamanouchi 1997 die Zulassung für die USA. Da das Patent auslief, können seit 2010 Generika dieses Wirkstoffes vertrieben werden.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die Einnahme der Substanz kann zu Blutdruckabfällen und sehr selten auch Synkopen führen. Wenn Schwindel o.ä. auftreten, sollte sich der Patient setzen oder hinlegen, bis die Beschwerden abgeklungen sind.

Vor der Anwendung von Tamsulosin sind ärztliche Untersuchungen notwendig, um die Indikation des Wirkstoffes zu überprüfen. Dazu wird rektal die Prostata abgetastet. Weitere Diagnostik (z.B. psa-Bestimmung) ist erforderlich, um Erkrankungen auszuschließen, die Symptome ähnlich der gutartigen Prostatavergrößerung auslösen können.

Durch Auftreten des Floppy-Iris-Syndroms infolge der Einnahme von Tamsulosin kann es zu Komplikationen bei Katarakt-Operationen kommen. Wenn solche Eingriffe geplant sind, sollte davon abgesehen werden, das Medikament anzusetzen. Es wird weiterhin empfohlen bestehende Therapien mit dem Wirkstoff zu unterbrechen, wenn eine Katarakt-OP notwendig wird.


Quellen

  • Herdegen, T.: Kurzlehrbuch Pharmakologie und Toxikologie, Georg Thieme Verlag, 2. Auflage, 2010
  • Mutschler, E.: Arzneimittelwirkungen, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart, 10. Auflage, 2013
  • Joos, L: Pharmakologie aktiv, Govi-Verlag, 1. Auflage, 2009

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