Prostatahyperplasie

Steckbrief: Prostatahyperplasie

Prostatahyperplasie – Wenn es um die Blase eng wird
Prostatahyperplasie
Bei der Prostatahyperplasie handelt es sich um eine Erkrankung, die mit einer krankhaften Vergrößerung der Prostata einhergeht. Diese kann sehr viele negative Konsequenzen nach sich ziehen. Hierzu zählen unter anderem häufiges Urinieren, die vollkommen Unfähigkeit zu urinieren oder urinieren unter Schmerzen, darüber kann auch die sexuelle Leistungsfähigkeit durch eine Prostatahyperplasie eingeschränkt werden, bis hin zur erektilen Dysfunktion.

Eine Behandlung ist oftmals möglich und verspricht eine vollkommene oder zumindest sehr weitgreifende Heilung. Die Art der Behandlung ist stark davon abhängig, wie stark die Prostatahyperplasie ausgeprägt ist. Manchmal hilft nur noch eine Operation. Bisweilen aber kann es genug sein, sich medikamentös helfen zu lassen oder schlicht seinen Lebenswandel zu ändern.

Alles in allem also handelt es sich bei der Prostatahyperplasie zwar um ein ernstzunehmendes Leiden, das man auf keinen Fall unterschätzen sollte, aber den meisten Männern, die damit zu kämpfen haben, kann gut und relativ harmlos geholfen werden.

Definition Prostatahyperplasie

Die benigne (gutartige) Prostatahyperplasie, auch schlicht Prostatavergrößerung genannt, ist eine nicht-krebsartige Vergrößerung der Prostata. Die Symptome können häufiges Wasserlassen, allgemeine Schwierigkeiten beim Wasserlassen, ein schwacher Blasendruck, komplette Unfähigkeit zu urinieren oder der Verlust der kompletten Blasenkontrolle einschließen. Komplikationen können des Weiteren Harnwegsinfektionen, Blasensteine und / oder chronische Nierenprobleme sein.

Die Ursache ist trotz intensiver Forschung immer noch unklar. Risikofaktoren können unter anderem eine familiäre Vorbelastung mit umfassen oder aber Fettleibigkeit, Diabetes Typ 2, zu wenig Bewegung und eine krankhafte erektile Dysfunktion. Medikamente wie Pseudoephedrin, Anticholinergika und Kalziumkanalblocker können die Symptome darüber hinaus auch noch verschlimmern. Der zugrundeliegende Mechanismus, der die Krankheit initial auszeichnet und auslöst, besteht darin, dass die Prostata auf die Harnröhre drückt, wodurch es schwierig wird, Urin aus der Blase zu abfließen zu lassen. Die Diagnose basiert in der Regel auf einer Analyse von Symptomen und einer allgemeinen Untersuchung. Klinische Tests sind zumeist nicht notwendig, um die vorliegende Erkrankung korrekt ansprechen zu können.

Es gibt einige sehr probate Möglichkeiten zur Behandlung des Leidens. Hierzu gehören unter anderem eine grundsätzliche Änderung des Lebensstils, spezielle Medikamente, chirurgische Maßnahmen. Bei Patienten mit lediglich leichten Symptomen werden Gewichtsabnahme, Bewegung und ein Verzicht auf Koffein empfohlen. Bisweilen können diese Maßnahmen tatsächlich schon ausreichend für eine erfolgreiche Rückbildung der Erkrankung sein. Bei Patienten mit schwerwiegenderen Symptomen können Alpha-Blocker wie Terazosin oder 5α-Reduktase-Hemmer wie Finasterid eingesetzt werden. Die chirurgische Entfernung eines Teils der Prostata kann bei Patienten durchgeführt werden, denen mit konservativen Maßnahmen nicht zu helfen war. Alternative Ansätze zeigen in der Regel nur eine geringfügige oder gar keine Wirkung. Zumindest konnte eine solche schulmedizinisch nicht bestätigt werden.

Etwa 105 Millionen Männer weltweit sind von diesem Leiden betroffen. BPH beginnt typischerweise nicht vor dem dem 40. Lebensjahr. Die Hälfte aller Männer im Alter von 50 und darüber sind betroffen. Nach dem 80. Lebensjahr sind sogar ca. 90% der Männer betroffen. Glücklicherweise jedoch scheint es keinen direkten Zusammenhang zwischen einer Prostatahyperplasie und Prostatakrebs zu geben. Zumindest konnte ein solcher bisher nicht stichhaltig nachgewiesen werden.


Was ist eine Prostatahyperplasie?

Die benigne Prostatahyperplasie ist auch unter den Begriffen Prostatahypertrophie und Blasenhalskropf bekannt und bezeichnet eine gutartige Vergrößerung der Prostatadrüse. Die Prostata ist ein kastaniengroßes Organ des männlichen Urogenitaltraktes und wiegt ca. 30 g. Die Vorsteherdrüse umgibt den Anfang der Harnröhre nach ihrem Austritt aus der Harnblase. Aufgabe der Prostatadrüse ist es ein enzymreiches Sekret zu produzieren, das die Beweglichkeit der Samenzellen stimuliert.

Die Ursachen der Prostatahyperplasie sind weitgehend unbekannt. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die vermehrte Bildung von Drüsengewebe durch eine Unausgewogenheit des Anteils männlicher und weiblicher Geschlechtshormone im Hormonhaushalt des Mannes verursacht wird. Häufig setzt das vermehrte Wachstum der Vorsteherdrüse bereits um das 30. Lebensjahr des Mannes ein.

Die Rückseite der Prostatadrüse ist dem Rektum zugewandt und kann von daher bei ärztlichen Untersuchungen manuell getastet werden, was für eine frühe Diagnose von Veränderungen hilfreich ist. Weitere Befundung geschieht durch einen transrektalen Ultraschall und die sogenannte Uroflowmetrie, bei der das Harnstrahlvolumen gemessen wird. Bei der Prostatahyperplasie führt die raumfordernde Menge von Gewebe zu einer Verengung der männlichen Harnröhre und damit zu schmerzhaften Schwierigkeiten beim Urinieren. Zusätzlich zum erschwerten Urinieren und erhöhtem Blasenentleerungsdruck können auch psychsomatische Komponenten zu einer verminderten Lebensqualität des Patienten beitragen. Nicht in jedem Fall einer Prostatavergrößerung muss es zu erheblichen Symptomen kommen. Langfristig können sich jedoch beim Patienten chronische Schäden innerhalb des Harntrakts und wiederkehrende Infektionen bemerkbar machen. Durch Harnverhalt und mangelhafte Ausscheidung der harnpflichtigen Substanzen kann eine Niereninsuffizienz auftreten.

Die benigne Prostatavergrößerung wird medikamentös mit pflanzlichen oder biogenen Arzneimitteln behandelt. Es werden auch Antiandrogene oder Antiöstrogene angewandt. Wenn Medikamente keine Wirkung zeigen, ist die operative Entfernung des gesamten Prostatagewebes angezeigt oder es wird zumindest eine Reduktion des Volumens durch eine Gewebe modifizierende OP angestrebt. Das Prostatakarzinom muss von der benignen Prostatavergrößerung deutlich abgegrenzt werden. Beim Prostatakarzinom handelt es sich um einen bösartigen Tumor des Urogenitaltraktes. Er ist eine der häufigsten Todesursachen bei Männern höheren Alters. Eine radikale Prostatektomie kann die Lebenserwartung des Patienten heraufsetzen. Eine weitere abzugrenzende Erkrankung der Vorsteherdrüse ist die Prostatitis. Dabei handelt es sich um eine Infektionserkrankung. Prostatitis wird in die eher seltene, akute bakterielle Prostatitis und in die häufigere, nicht-bakterielle Prostatitis aufgeteilt. Beide Formen der Infektion werden medikamentös behandelt.

Welche Ursachen gibt es?

Es gibt verschiedene Ursachen, die zu einer Entstehung einer Prostatahyperplasie beitragen können. Nicht selten ist es darüber hinaus auch möglich, dass mehrere Ursachen gleichzeitig auftreten und somit die Entstehung über dies befördern. Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass das Alter eine immense Rolle bei der Entstehung der vorliegenden Erkrankung spielt. Das bedeutet, dass viele Männer, unabhängig von anderen Faktoren früher oder später mit einer Prostatahyperplasie zu kämpfen haben. Diese muss jedoch nicht immer allzu gravierend sein. Bisweilen ist sie gut behandelbar und verursacht nur wenig bis gar keine Beschwerden.

Die Prostata befindet sich unter der Blase. Die „Röhre“, die Urin aus der Blase aus dem Penis (Harnröhre) transportiert, geht durch die Mitte der Prostata. Wenn sich die Prostata vergrößert, fängt sie an, den Urinfluss zu blockieren. Die meisten Männer haben während ihres gesamten Lebens mit Prostatawachstum zu kämpfen. Bei vielen Männern vergrößert dieses fortgesetzte Wachstum die Prostata genug, um Symptome beim Urinieren zu verursachen oder den Harnfluss signifikant gar zu blockieren. Es ist nicht ganz klar, was genau die Prostata vergrößert. Dies könnte jedoch auf Veränderungen im Gleichgewicht der Sexualhormone zurückzuführen sein, wenn Männer älter werden.

Hier im Folgenden eine Übersicht der etwaigen Ursachen:

  • Hormone: Die meisten Experten gehen davon aus, dass Androgene (Testosteron und verwandte Hormone), eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung von Prostatahyperplasie zu spielen. Dies bedeutet, dass Androgene vorhanden sein müssen, damit Prostatahyperplasie auftreten kann, aber nicht notwendigerweise direkt den Zustand verursachen. Dies wird durch Beweise gestützt, die darauf hindeuten, dass beispielsweise kastrierte Jungen mit voranschreitendem Alter keine Prostatahyperplasie entwickeln. In einer ungewöhnlichen Studie, die an 26 Eunuchen aus dem Palast der Qing-Dynastie durchgeführt wurde, die 1960 noch in Peking lebten, war die Prostata bei 81% der untersuchten Eunuchen nicht zu spüren, das heißt nicht krankhaft vergrößert. Die durchschnittliche Zeit, die seit der Kastration vergangen war, betrug im Mittel etwa 50 Jahre. Auf der anderen Seite legen einige Studien nahe, dass die Verabreichung von exogenem Testosteron nicht mit einem signifikanten Anstieg des Risikos für Prostatahyperplasie-Symptome verbunden ist, so dass die Rolle von Testosteron bei Prostatakrebs und Prostatahyperplasie noch unklar ist, gleichwohl viele Forscher und Mediziner hier einen Zusammenhang zumindest vermuten. Weitere anonymisierte Kontrollstudien mit mehr Teilnehmern werden in Zukunft benötigt, um das Risiko exogen erhöhter Testosteronszufuhr als Grund für die Entstehung einer Prostatahyperplasie sicher ausschließen zu können.Dihydrotestosteron, ein Teilstoff von Testosteron, ist vermutlich ein wichtiger Bestandteil des unfreiwilligen Prostatawachstums. DHT wird in der Prostata aus zirkulierendem Testosteron durch die Wirkung eines Enzyms synthetisiert. DHT kann autokrin auf die Stromazellen oder in parakriner Weise durch Diffusion in nahe gelegene Epithelzellen wirken. In beiden dieser Zelltypen bindet DHT an nukleare Androgenrezeptoren und signalisiert die Transkription von Wachstumsfaktoren, die mit den Epithelzellen und Stromazellen deckungsgleich sind. DHT ist in seiner Wirkung zehnmal stärker als Testosteron, weil es sich langsamer vom Androgenrezeptor löst. Die Bedeutung von DHT für die Entstehung von nodulärer Hyperplasie wird durch klinische Beobachtungen gestützt, in denen betroffenen Männern mit dieser Erkrankung ein Hormonhemmer verabreicht wurde. Die Therapie mit einem solchen Hemmer reduziert den DHT-Gehalt der Prostata deutlich und reduziert dadurch das Prostatavolumen und die Prostatahyperplasie-Symptome.

    Testosteron fördert zwar die Proliferation von Prostatazellen, aber dennoch werden in der Regel relativ niedrige Serumtestosteronwerte bei Patienten mit Prostatahyperplasie gefunden. Eine kleine Studie hat gezeigt, dass die medizinische oder die chemische Kastration den Prostata Hormonspiegel ungleichmäßig senkt und weniger Auswirkungen auf den Testosteronspiegel und den Dihydrotestosteronspiegel in der Prostata hat.

    Obwohl es Hinweise gibt, dass Östrogen eine Rolle bei der Entstehung von Prostatahyperplasie spielen könnte, scheint dieser Effekt hauptsächlich durch die lokale Umwandlung von Androgenen in Östrogen im Prostatagewebe statt durch eine direkte Wirkung von Östrogen selbst verursacht zu werden. In Studien an Hunden führte die Kastration, die die Androgenspiegel signifikant reduzierte, aber den Östrogenspiegel unverändert ließ, zu einer signifikanten Veränderung der Prostata. Studien, die nach einer Korrelation zwischen Prostatahyperplasie und Serumöstrogenspiegel beim Menschen suchten, haben im Allgemeinen keine verwertbaren Ergebnisse aufgezeigt.

    In den letzten Jahren konnte mit Hilfe einer Studie so gut wie bewiesen werden, dass Prostatahyperplasie durch Versagen des Samenflusses verursacht wird, was zu erhöhtem hydrostatischen Druck und lokal stark erhöhten Testosteronwerten führt, die um mehr als das Hundertfache über dem Serumspiegel liegen können. Wenn dies endgültig durch die Forschung bestätigt werden kann, erklärte dieser Mechanismus, warum die Androgenspiegel im Serum nicht mit Prostatahyperplasie zu korrelieren scheinen und warum exogenes Testosteron nicht viel bewirkt, weder im positiven noch im Negativen Sinne.

  • Alter und natürlicher Verfall: Eine benigne Prostatahyperplasie wird sehr häufig als eine reine altersbedingte Erkrankung angesehen. Die Theorie der Abnutzung des Gewebes durch den Prozess des Alterns legt Nahe, dass die Entwicklung der benignen Prostatahyperplasie eine Folge der Fibrose und Schwächung des Muskelgewebes in der Prostata selbst ist. Das Muskelgewebe ist wichtig für die Funktionalität der Prostata und liefert die Kraft zur Ausscheidung der von den Prostatadrüsen produzierten Flüssigkeit.Wiederholte Kontraktionen und Streckungen von Muskelfasern führen jedoch unvermeidlich zu Verletzungen und zum Reißen oder verschleißen der Muskelfasern. Die dort ansässigen Muskeln haben ein vergleichsweise geringes Regenerationspotenzial. Daher müssen Kollagenfasern verwendet werden, um die gebrochenen Muskelfasern zu ersetzen. Solche Fehlreparaturen machen das Muskelgewebe schwach und nur noch bedingt funktionsfähig und die von Drüsen abgesonderte Flüssigkeit kann nicht vollständig ausgeschieden werden. Dann wiederum erhöht die Ansammlung der Flüssigkeit in den Drüsen den Widerstand des Muskelgewebes während der Bewegungen der Kontraktionen und Streckungen und mehr und mehr Muskelfasern werden gebrochen und durch Kollagenfasern ersetzt. Am Ende dieses Prozesses steht der Patient dann meistens mit einer stark krankhaft vergrößerten Prostata da, die die Lebensqualität massiv einschränkt.
  • Ernährung: Studien zeigen, dass individuelle Ernährungsmuster die Entwicklung von Prostatahyperplasie beeinflussen können, aber dennoch ist weitere Forschung notwendig, um die exakten Zusammenhänge zwischen Ernährung und Prostatahyperplasie zu klären. Studien aus Asien legen nahe, dass eine größere Proteinaufnahme ein Faktor bei der Entwicklung von Prostatahyperplasie sein könnte. Bei Männer, die älter als 60, also somit zur Risikogruppe gehören, sind und in eher ländlichen Gebieten leben, kam es vergleichsweise selten zum Ausbruch einer Prostatahyperplasie. Während Männer, die in Städten leben und mehr tierisches Protein verbrauchen, eine höhere Inzidenz aufweisen. Diese Studie ist allerdings nicht ohne Abstriche auf Europa anwendbar. Nicht zuletzt deswegen, da sich die Ernährung der Landbevölkerung von der der Stadtbevölkerung hierzulande nicht so signifikant unterscheidet, wie im asiatischen Raum der Fall.Andere Studien ergaben darüber hinaus, dass ein erhöhter Konsum von Alkohol ebenfalls dazu beitragen kann, dass es im Laufe des Lebens zu einer krankhaften Vergrößerung der Prostata kommt. Auch andere Faktoren in der Ernährung können eine Rolle bei der Vergrößerung der Prostata spielen. Hierzu gehören die erhöhte Aufnahme von Fett und Cholesterin, die wiederum zu Bluthochdruck führen. Dieser kann oftmals direkt mit einer Prostatahyperplasie in Verbindung gebracht werden, auch wenn die medizinische Fachwelt die genauen Mechanismen dahinter noch nicht komplett durchschaut hat.

Weitere Risikofaktoren

Darüber hinaus gibt es einige Risikofaktoren, die dazu beitragen können, dass es zu einer Entstehung einer Prostatahyperplasie kommt. Diese sind unter anderem:

  • Hohes Alter: Je älter ein Mann ist, desto höher liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es es zu einer Prostatahyperplasie kommt. Denn wie bereits beschrieben, kann das Muskelgewebe der Prostata nicht wieder ausreichend repariert werden, wenn es erst einmal zerstört ist. Das hat schließlich zur Folge, dass es früher oder später zu einem fehlerhaften Aufbau der Prostata selbst kommt, der wiederum zu einer krankhaften Vergrößerung derselben beiträgt.
  • Familiäre Vorbelastung: Die Gene scheinen auch eine Rolle zu spielen. Viele Männer, deren Väter und Großväter an einer Prostatahyperplasie litten, leiden irgendwann selbst einmal darunter. Darum kann es für diese Personen sinnig sein, sich regelmäßig untersuchen zu lassen.
  • Diabetes: Auch Diabetes kann das Risiko erhöhen, eine Prostatahyperplasie zu entwickeln. Besonders wenn dieses mit einem starken Übergewicht einhergeht.
  • Übergewicht: wie bereits Mehrfach erwähnt, trägt Übergewicht seht oft dazu bei, dass es zu einer Prostatahyperplasie kommt.
  • Alkoholismus: Auch Alkohol, besonders, wenn dieser sehr häufig getrunken wird, befeuert die Entstehung der vorliegenden Erkrankung. Darum sollte man es sich besser zwei Mal überlegen, ob es tatsächlich notwendig ist, sich das zweite Bier oder das zweite Glas Wein auch noch gönnen zu müssen.

Symptome & Anzeichen

Prostatahyperplasie ist die häufigste Ursache für das Auftreten von Symptomen im unteren Harntraktes. Diese können die Lagerung, Entleerung von Urin umfassen sowie ebenso Symptome, die erst nach dem Wasserlassen auftreten. Genauer gesagt, verursachen die Symptome die Notwendigkeit, häufig zu urinieren und deswegen nachts aufzuwachen, Harndrang oder Dringlichkeitsbedürfnis, das nicht aufgeschoben werden kann, unfreiwilliges Urinieren, einschließlich unfreiwilliges Wasserlassen in der Nacht oder Inkontinenz. Zu den weiteren Symptomen gehören darüber hinaus noch die eben bereits erwähnte Harninkontinenz, unfreiwillige Unterbrechungen während der Entleerung, ein schwacher Harnstrahl, große Anstrengungen während des Wasserlassens, das Gefühl der unvollständigen Entleerung und sogenannte „terminales Tropfen“, sprich unfreiwilliges Tropfen nach dem Urinieren. Diese Symptome können zudem noch von Blasenschmerzen oder Schmerzen während des Urinierens begleitet werden.

Diese Symptome hören sich nicht nur der unangenehm an, sondern sind es schlicht und ergreifend auch. Es ist sehr unangenehm und schränkt die Lebensqualität nicht unmaßgeblich ein. Tatsächlich sollte man sich hier keinen Illusionen hingeben. Wenn man seine Blase nicht mehr unter Kontrolle hat, aus welchen Gründen auch immer, unterzieht sich das Leben einer kompletten Kehrtwende und man muss neue Strategien entwickeln, um im Alltag bestehen zu können.

Wie dem aber auch sei – es gibt darüber hinaus noch ein sehr interessantes Phänomen. Hierbei handelt es sich um den sogenannten postkoitalen idiopathischen Harndrang. Personen, die an Prostatahyperplasie leiden, verspüren oftmals nach dem Koitus einen besonders starken Harndrang, gleichwohl ob sich tatsächlich bereits Urin in der Blase gesammelt hat oder nicht. Entleert man diesen dann und seien es auch nur einige wenige Tropfen, so verspürt man als Betroffener einen dauerhaften Drang weiter zu urinieren und das unabhängig davon, ob weiterhin Urin in der Blase vorhanden ist oder nicht. Das ist nicht nur sehr unangenehm, sondern auch verwirrend.

Die Blase fühlt sich in diesem Falle vollkommen überfüllt an, tatsächlich aber ist kein Urin darin enthalten. Dieser Zustand kann eine wahre Tortur sein. Betroffene Personen verbringen oftmals sehr viel Zeit im Badezimmer und versuchen mit Gewalt den eigentlich nicht vorhandenen Urin auszuscheiden, da sie denken, dass dies den Druck auf die Blase senken könnte. Welcher Mechanismus genau hinter diesem Phänomen steckt ist noch vollends unklar, dennoch berichten immer wieder Männer davon, genau daran zu leiden. Oftmals hält dieses Phänomen etwa zwischen fünf und fünfzehn Minuten an. Das mag sich zunächst nicht allzu lang anhören, da das hierbei entstehende Gefühl jedoch sehr unangenehm ist, sollte man nicht unterschätzen, wie sich diese Zeit regelrecht ziehen kann.

Darüber hinaus kann das Urinieren auch unverhältnismäßig lange dauern. Dies lässt sich auf den geringeren Druck, wie gerade bereits angesprochen, zurückzuführen. Auf diese Art und Weise kann es bisweilen fünf Minuten und länger dauern, die Blase zu entleeren. Das ist nicht nur augenscheinlich zeitraubend, sondern bisweilen auch unangenehm, vorallem dann, wenn man eine öffentliche Bedürfnisanstalt aufsuchen muss und nicht im Privaten zuhause urinieren kann.

Hierzu eine kurze Übersicht:

  • Permanenter Harndrang: Das Gefühl, permanent urinieren zu müssen ist sehr unangenehm und darüber hinaus oftmals auch ein Symptom ohne reelle Grundlage. Der Blasendruck ist mehr oder weniger idiopathisch und geht nicht auf das tatsächliche Vorhandensein von Urin zurück. Somit verspürt man zuwar Harndrang, kann aber nichts dagegen tun, da die Blase nicht oder nur minimal gefüllt ist. Betroffene Männer müssen oftmals lernen damit zu leben, konstant den Draqng zu verspüren, sich entleeren zu müssen.
  • Häufiges Urnieren: Da die Blase aufgrund der vergrößerten Prostata nicht mehr dasselbe Volumen hat, wie eine gesunde Blase, so dürfte es nicht weiter verwunderlich sein, dass natürlich weniger hineinpasst. Das bedeutet kurzum für den Patienten, dass er bei derselben Trinkmenge öfter auf die Toilette muss, um zu urinieren. Je nach Schwere der vorliegenden Erkrankung kann das sehr häufig der Fall sein. Einige Männer können kaum mehr 50 Milliliter Flüssigkeit in ihrer Blase halten, ohne massiven Harndrang zu verspüren. Hierbei handelt es sich um eine vergleichsweise geringe Menge. Eine gesunde männliche Blase kann oftmals bis zu 700 ml und mehr an Flüssigkeit halten, bevor es kritisch wird.
  • Geringer Druck: Der Druck während des Urinierens kann bei einer Prostatahyperplasie stark abnehmen. Das hat wiederum zur Folge, dass der Vorgang des Urinierens selbst sehr viel länger dauert, als zuvor. Hier spielt nicht nur der Faktor Zeit eine Rolle, sondern auch der der Behaglichkeit. Es kann beispielsweise am Arbeitsplatz als unangenehm empfunden werden, häufig und vorallem lange auf die Toilette zu müssen. Auch kann dies sehr störend für den Arbeitsfluss im Allgemeinen sein, nicht nur im Beruf, sondern auch im Alltag.
  • Unfähigkeit, die Blase komplett zu leeren: Bisweilen kommt es vor, dass Betroffene nicht mehr dazu in der Lage sind, ihre Blase komplett zu entleeren. Das hat zur Folge, dass selbst nach „erfolgreichem“ Urinieren immer noch ein gewisser Harndrang zurückbleibt. Das ist hochgradig unangenehm und schränkt die Lebensqualität teilweise massiv ein. Manche Männer hängen darüber hinaus dem Irrglauben an, dass Urin, der zu lange in der Blase verbleibt „schlecht werden“ könne. Glücklicherweise ist das nicht der Fall. Darum muss man sich keine Gedanken darum machen, dass man sich eventuell auf diese Art und Weise eine Vergiftung oder ähnliches zuziehen könnte.
  • Schwierigkeiten zu beginnen: Manche Patienten haben darüber hinaus immense Schwierigkeiten dabei, den Prozess des Urinierens überhaupt erst einzuleiten. Trotz größter Anstrengungen sind sie nicht dazu in der Lage, selbst bei starkem Blasendruck, eine Entleerung in die Wege zu leiten. Das ist nicht nur unangenehm, sondern teilweise auch sehr schmerzhaft. Vorallem, wenn es sich hierbei um ein länger anhaltendes Problem handelt. Bisweilen kann es bei besonders gravierenden Fällen auch notwendig sein, in der Notaufnahme vorstellig zu werden. Ein Katheter ist manchmal die einzige akute Lösung.
  • Unfreiwilliges Tropfen: Bei beinahe allen Männern, ob gesund oder erkrankt, kommt es nach dem Wasserlassen dazu, dass ein paar Tropfen Urin in der Harnröhre verbleiben und austropfen. Hierbei handelt es sich allerdings zumeist lediglich um einen oder zwei kleine Tröpfchen. Bei Menschen mit Prostatahyperplasie dagegen kann dies bedeutend mehr sein. Nicht selten sind es zwischen fünf un zehn oder mehr massiven Tropfen. Diese Menge reicht oftmals aus, um die Unterhose merklich zu befeuchten und sogar Nässeflecken auf der regulären Hose sichtbar zu machen. Das ist oftmals sehr unangenehm und stellt ein hygienisches Problem dar, dessen man leider nur sehr schwer Herr werden kann.

Abschließend sei noch erwähnt, dass die Stärke der Symptome nicht immer auch mit der Stärke der vorliegenden Prostatahyperplasie korreliert. Einige Personen mit nur einer minimal vergrößerten Prostata haben sehr starke Symptome, während einige Männer mit einer sehr starken Prostatahyperplasie kaum nennenswerte Symptome aufweisen. Hier kommt es sehr stark auf den individuellen Fall an. Es ist daher nicht möglich, aufgrund der Symptome auf die Stärke der Erkrankung zu schließen. Das kann eine Diagnose bisweilen erschweren.

Alles in allem also sollte man sich, wenn man derartige Symptome an sich bemerkt, sofort einem Arzt zuwenden, um möglichst früh eine ausreichende Behandlung zu erfahren,


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die klinische Diagnose einer Prostatahyperplasie basiert auf einer Feststellung typischer Symptome im rahmen einer Anamnese, einer rektalen Untersuchung mit dem Finger und dem Ausschluss anderer etwaiger Ursachen mit ähnlichen Anzeichen und Symptomen. Die Schwere der Symptome hängt nicht unbedingt mit der Größe der Prostata zusammen. Eine vergrößerte Prostata, die sich bei einer rektalen Untersuchung symmetrisch und glatt anfühlt, weist auf die Diagnose Prostatahyperplasie hin. Wenn sich die Prostata jedoch asymmetrisch, fest oder knotig anfühlt, gibt dies Anlass zur Sorge um Prostatakrebs.

Eine Urinanalyse wird typischerweise dann durchgeführt, wenn Symptome vorhanden sind, die mit einer Prostatahyperplasie im Zusammenhang stehen. Auf Anzeichen einer Harnwegsinfektion, Glucose im Urin (Anzeichen von Diabetes) oder Protein im Urin (was auf eine Nierenerkrankung hindeutet) muss ein besonderes Augenmerk gelegt werden, da das Vorhandensein dieser Faktoren oftmals gegen eine Prostatahyperplasie und für eine andere Erkrankung spricht.

Blutuntersuchungen einschließlich eines Nierenfunktionstests werden häufig angeordnet, um Nierenschäden und Prostatakrebs zu untersuchen. Die Überprüfung der Blutwerte im Rahmen einer Diagnose für Prostatakrebs ist jedoch umstritten und nicht unbedingt bei jeder Prostatahyperplasie-Bewertung indiziert. Benigne Prostatahyperplasie und Prostatakrebs sind beide in der Lage, ähnliche Blutwerte zu erzeugen und darum auf diese Art und Weise nicht wirklich zu unterscheiden. Oft wird eine Ultraschalluntersuchung der Hoden, Prostata und Nieren durchgeführt, um wiederum Krebs und Hydronephrose auszuschließen.

Im Folgenden eine Übersicht der gängigsten diagnostischen Mittel:

  • Rektale Untersuchung: Die rektale Untersuchung ist eine relativ einfache medizinische Maßnahme. Der Patient zieht sich aus und wird dann in eine Position gebracht, in der der Anus zugänglich ist. Beispielsweise auf der Seite liegend, auf dem Untersuchungstisch hockend, gebeugt oder in einem gynäkologischen Stuhl. Wenn der Patient auf der Seite liegt, wird der Arzt normalerweise ein oder beide Beine auf der Brust anwinkeln. Wenn der Patient sich über den Untersuchungstisch oder die Rückenlehne eines Stuhls beugt, wird der Arzt ihn dazu auffordern, die Ellbogen flach auf einen Tisch zu legen und sich leicht zu hocken.Im Allgemeinen aber kann ein Mann, der sich einer Prostatauntersuchung unterzieht, erwarten, dass er in einer Biegeposition untersucht wird, da es auf diese Art und Weise für den behandelnden Arzt leichter ist, die Untersuchung durchzuführen. Der Arzt untersucht normalerweise den äußeren Bereich, sprich den Anus und das Perineum, auf Anomalien wie Hämorrhoiden, Knoten oder Hautausschläge. Dann, wenn sich der Patient entspannt, schiebt der Arzt einen Finger durch den Anus in das Rektum und palpiert das Innere desselben für kurze Zeit, um etwaige Anomalien ertasten zu können.
  • Urinuntersuchung: Unter einem klinischen Urintest versteht man verschiedene Tests des Urins für diagnostische Zwecke. Die häufigste Methode ist eine Urinanalyse. Hierbei handelt es sich darüber hinaus um eine der häufigsten Methoden der medizinischen Diagnostik. Andere ähnliche Tests bestehen aus dem Anlegen Urinkultur und einer Messung des Urinelektrolytspiegels.Die Zielparameter, die bei der Urinanalyse gemessen oder quantifiziert werden können, können bisweilen auch mit dem bloßen Auge ermittelt werden. Früher sogar trank der Mediziner den Urin, um am Geschmack einige Unstimmigkeiten feststellen zu können. Diese Zeiten sind jedoch vorüber. Heute findet eine Auswertung zumeist im Labor statt. Ein Teil einer Urinanalyse kann mit Urinteststreifen durchgeführt werden, bei denen die Testergebnisse als Farbveränderungen abgelesen werden können. Diese Methode ist sehr schnell und bietet direkte Ergebnisse. Der Nutzen ist jedoch stark eingeschränkt. Eine weitere andere Methode ist die Lichtmikroskopie von Urinproben.
  • Bluttest: Ein Bluttest ist eine Laboranalyse, die an einer Blutprobe durchgeführt wird, die normalerweise aus einer Armvene mit einer hypodermischen Nadel entnommen wird. Mehrere Tests für spezifische Blutbestandteile, wie z. B. ein Glukosetest oder ein Cholesterintest, werden oft zu einem Testpanel zusammengefaßt, das als großes Blutbild bezeichnet wird. Bluttests werden häufig im Gesundheitswesen verwendet, um physiologische und biochemische Veränderungen, wie Krankheiten, Mineralgehalt, Arzneimittelwirksamkeit und Organfunktion, zu bestimmen.Bei der vorliegenden Erkrankung sind Bluttests jedoch nur eingeschränkt nutzbringend und finden daher nicht zwingend Anwendung.
  • Blasentest: Ein Katheter wird durch die Harnröhre in die Blase eingeführt. Dann wird Wasser oder seltener auch Luft langsam in die Blase injiziert. Der Arzt kann dann den Blasendruck messen und feststellen, wie gut die Blasenmuskulatur funktioniert. Diese Tests werden in der Regel nur bei Männern mit Verdacht auf neurologische Probleme oder aber bei Männern durchgeführt, die bereits eine Prostata-Operation hatten und trotzdem noch Symptome verspüren.
  • Spiegelung: Ein beleuchtetes, flexibles Instrument (Zystoskop) wird in die Harnröhre eingeführt, so dass der Arzt in die Harnröhre und Blase sehen kann. Vor diesem Test erhält man in aller Regel eine lokale Betäubung.
  • Blasentest: Man uriniert in einen Behälter, der an eine Maschine angeschlossen ist und die Stärke und Menge des Urinflusses misst. Die hieraus gewonnen Testergebnisse helfen im Laufe der Zeit festzustellen, ob der Zustand besser oder schlechter wird.Ein weiterer Test misst, ob man seine Blase vollständig entleeren kann. Dieser Test kann unter Verwendung von Ultraschall oder durch Einführen eines Katheters in die Blase nach dem Urinieren durchgeführt werden, um wiederum zu messen, wie viel Urin in der Blase verblieben ist.

Wie man sehen kann, sind die diagnostischen Maßnahmen sehr zahlreich. Dennoch kommt es immer wieder zur fehlerhaften Diagnose. Dies liegt primär daran, dass sich die Symptome einer Prostatahyperplasie oftmals mit denen anderer Krankheiten überschneiden. Um das Vorhandensein einer anderen Krankheit jedoch komplett ausschließen und somit eine korrekte Behandlung gewährleisten zu können, ist es notwendig, dass man mehrere Tests durchführt und andere etwaige Entstehungsprozesse ausschließen kann, beispielsweise Nebenwirkungen von Medikamenten usw.

Bestimmte Medikamente können die Harnausscheidungsschwierigkeiten erhöhen, indem sie wiederum den Blasenauslasswiderstand erhöhen. Alpha-adrenerge Agonistenmedikamente, wie z. B. Abschwellmittel mit Pseudoephedrin, können den Blasenauslasswiderstand erhöhen. Im Gegensatz dazu können Kalziumkanalblocker und Anticholinergika die Harnretention durch Förderung der Muskelrelaxation der Blase verstärken. Diuretische Medikationen, wie Schleifendiuretika oder Thiazide können die Harnfrequenz erhöhen.

Die möglichen Differentialdiagnosen, die im Zusammenhang mit einer Prostatahyperplasie auftreten können, sind breitgefächert und umfassen verschiedene medizinische Faktoren, neurologische Störungen und andere Erkrankungen der Blase, der Harnröhre und der Prostata, wie Blasenkrebs, Harnwegsinfektion, Harnröhrenstriktur, Harnröhrensteine, chronische Prostatitis und Prostata Krebs.

Einige Erkrankungen können bisweilen als Folge einer unkoordinierten Kontraktion des Blasenmuskels oder einer Beeinträchtigung des Zeitpunkts der Blasenmuskelkontraktion und der Harnröhrensphinkterrelaxation auftreten. Zu den wichtigen Ursachen der solcher Leiden zählen Erkrankungen des zentralen Nervensystems wie Parkinson, Multiple Sklerose und Rückenmarksverletzungen sowie Störungen des peripheren Nervensystems wie Diabetes mellitus, Vitamin B12-Mangel und Alkohol-induzierte Nervenschäden. Menschen, die von Herzinsuffizienz betroffen sind, erleben oftmals, dass sie nachts aufstehen und urinieren müssen, da sich die Flüssigkeiten im Körper dann anders umverteilen.

Alles in allem also ist eine Diagnose bei einer Prostatahyperplasie heutzutage keine besondere Herausforderung mehr und kann zumeist schnell und sicher gestellt werden. Hiervon profitieren sowohl Arzt als auch Patient.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Tatsächlich ist zu sagen, dass die meisten Männer im Laufe ihres Lebens mit einer krankhaften Vergrößerung der Prostata zu kämpfen haben. Das muss allerdings nicht viel heißen. Bei manchen Vertretern des männlichen Geschlechts bleibt eine solche Vergrößerung der Prostata mehr oder weniger vollkommen frei von Symptomen oder die Symptome sind so geringfügig, dass der Betroffene selbst sie nicht oder nur kaum wahrnimmt. Ist dies der Fall erübrigt sich eine Behandlung oftmals vollkommen und auch eine selektive Untersuchung bleibt oftmals aus. Die unnatürliche Vergrößerung der eigenen Prostata wird dann zumeist lediglich im Rahmen einer routinemäßig vorgenommenen Untersuchung festgestellt. Nicht selten wundert sich der Betroffene dann darüber, dass er an diesem Leiden litt ohne es eigentlich zu wissen.

Da eine Untersuchung in diesen leichten Fällen, wie gerade eben erwähnt, oftmals ausbleibt und somit auch eine Feststellung der Erkrankung selbst, ist es nicht weiter verwunderlich, dass das Vorhandensein der Erkrankung dann auch nicht statistisch erfasst werden kann. Das wiederum verzerrt die medizinischen Statistiken natürlich etwas. Dennoch sollte man sich hierdurch nicht auf die falsche Fährte locken lassen. Der Überblick über das Vorhandensein der Erkrankung auf einer globalen Skala ist vergleichsweise gut und genau. Somit ist es Forschung und Praxis relativ problemlos möglich, diese Daten zu verwenden und daraus Schlüsse zu ziehen.

Allerdings kann die Schwere der Krankheit stark variieren. Diese Varianz in der Stärke der vorliegenden Erkrankung lässt sich statistisch oftmals nur sehr schwer erfassen, dies ist vorallem deswegen der Fall da die Schwere der Erkrankung nicht mit der Intensität der Symptome zusammenhängt. Aber wie dem auch sei, die Datenlage ist für die Prostatahyperplasie vergleichsweise gut.

Insgesamt ist davon auszugehen, dass in etwa zwischen 170 und 250 Millionen Männer an Prostatahyperplasie leiden. Das sind in etwa 6% der Bevölkerung. Auch sollte man an dieser Stelle nicht vernachlässigen, dass die Prostata bei jedem Mann im Laufe des Lebens größer und größer wird. Diese Vergrößerung muss jedoch nicht, wie bereits schon mehrfach angeführt, zur Folge haben, dass es zu nennenswerten Symptomen kommt.

Jeder zweite Mann über 80 ist beispielsweise von einer vergrößerten Prostata betroffen. Nicht jeder aber weist auch besonders gravierende Symptome auf. Darum ist die statistische Einschätzung der Krankheit nicht immer ganz einfach. Auch lassen sich individuelle Schicksale auf diese Art und Weise kaum oder nur sehr bestimmen. Denn man sollte nicht vergessen, dass es sich bei der Prostatahyperplasie um eine sehr individuelle Erkrankung im Allgemeinen handelt. Zwar gibt es natürlich grobe Gemeinsamkeiten in den Verläufen, aber die genauen Symptome und vorallem die Schwere der Symptome sind von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Dies liegt vorallem daran, dass jeder Mensch anders gebaut ist.

Alles in allem also ist es durchaus problemlos möglich, die Prävalenz der vorliegenden Erkrankung zu bestimmen und daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen. Darüber hinaus kann man bedenkenlos konstatieren, dass es sich hierbei um eine sehr häufig auftretende Erkrankung handelt. Schließlich und endlich ist jeder zweite Mann jenseits der 80 davon betroffen und jeder vierte jenseits der 40. Somit sollte man sich auch selbst darauf einstellen, dass man früher oder später Opfer dieser Erkrankung wird. Insbesondere aber dann, wenn man zusätzlich zu seinem Alter auch noch auf eine familiäre Vorbelastung zurückblicken kann.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind nicht immer ganz eindeutig. Bei einer gewissenhaften Auswertung jedoch ist es oftmals problemlos möglich, diese der korrekten Erkrankung zuzuordnen. Nichtsdestotrotz ist es bisweilen möglich, dass es zu einer fehlerhaften Interpretation der gewonnen Daten kommt. In diesen Fällen ist die empfohlene Behandlung zumeist wenig zielführend, dennoch aber nicht schädlich oder sonst wie belastend. Darum verlängert sich in diesem Fall lediglich der Leidenszeitraum, das Leiden selbst aber verschlechtert sich dadurch nicht. Wie dem auch sei, man sollte nicht davon ausgehen, dass man aufgrund der Daten falsch diagnostiziert wird. In der Mehrzahl der Fälle sind die diagnostischen Daten vollends ausreichen, um eine Diagnose zu stellen.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen die mit einer Prostatahyperplasie einher gehen können, sind mitunter recht zahlreich. Nichtsdestotrotz sei an dieser Stelle noch einmal auf den Umstand hingewiesen, dass die zu erwartenden Komplikationen sehr individuell sind. Es ist darum nicht vernünftig, sich unnötig den Kopf über etwaige negative Folgen des vorliegenden Leidens zu machen, die man eventuell davontragen könnte. Viele Männer mit einer stark vergrößerten Prostata haben überhaupt keine Symptome, während einige Personen mit einer nur geringfügig vergrößerten Prostata mit immensen gesundheitlichen Einbußen rechnen müssen.

Diese Einbußen können teilweise einen gravierenden Effekt auf das alltäglich Leben haben und darüber hinaus für immense Einschränkungen sorgen. Teilweise ist es betroffenen Personen kaum mehr möglich, sich normal durch den Alltag zu bewegen. Zwar sind die in der Regel nichts ans Haus gebunden, aber es ist dennoch schwer für sie, dasselbe für einen längeren Zeitraum zu verlassen. Einige Betroffene gehen auch nicht mehr ohne Ersatzunterhosen oder dergleichen mehr aus dem Haus, da sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit früher oder später in die Hose urinieren werden. Zumeist unfreiwillig. Aber wie dem auch sei, hierbei handelt es sich um sehr extreme Beispiele. Normalerweise ist nicht damit zu rechnen, dass es einem derart schlecht ergeht, vorallem dann nicht, wenn bereits eine Therapie eingeleitet oder man sogar operiert wurde. Alles in allem handelt es sich hierbei nämlich und das sollte man nicht vergessen, um ein behandelbares Leiden. Zumindest in den meisten Fällen.

Auch sollte man damit rechnen, dass man als Betroffener nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt dazu in der Lage ist, sexuellen Aktivitäten nachzugehen. Oftmals wirkt sich die Belastung der Blase nicht nur negativ auf die Libido aus, sondern auch auch auf die Potenz und folglich auf die Standfestigkeit des Penis. Man sollte in diesen Fällen jedoch von potenzfördernden Medikamenten wie Viagra und Co. auf jeden Fall absehen. Eine Erektion kann den Harnleiter noch weiter verengen und sorgt somit dafür, dass es noch schwieriger wird, Urin auszuscheiden. Ist dies der Fall kann es zu einem enormen Rückstau von Urin in der Blase kommen. Zwar ist es sehr unwahrscheinlich, dass diese platzt, wie es manche Menschen vermuten mögen, aber die hieraus resultierenden Schmerzen sind nicht zu unterschätzen. Bisweilen hilft dann nur noch ein Besuch in der Notaufnahme und ein Blasenkatheter.

Darüber hinaus kann es passieren, dass man die komplette Kontrolle verliert und mehr oder weniger stark inkontinent wird. Das ist natürlich sehr unangenehm und schränkt die Lebensqualität immens ein. Zumeist ist es für das betroffene Individuum dann notwendig, Alterswindeln zu tragen oder Einlagen zu verwenden, die verhindern, dass der gesamte Urin in der Unterhose landet. Die öffentlich Blamage einer sichtlich eingenässten Hose ist sehr groß und nicht wenige Männer werden aufgrund solcher Vorkommnisse sehr scheu und ziehen sich größtenteils aus dem öffentlichen Leben ins Private zurück.

Abschließend sei jedoch abermals erwähnt, dass es sich bei den eben gemachten Beispielen um sehr extreme Fälle handelt. Oftmals sind die Komplikationen eher überschaubar und nicht ganz so gravierend wie eben beschrieben, dennoch aber sollte man sie nicht auf die leichte Schulter nehmen, sondern sich der etwaigen Konsequenzen der Erkrankung bewusst werden, damit man bereits im Vorhinein lernen kann, besser damit umzugehen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Es ist nicht einfach zu determinieren, wann man aufgrund einer etwaigen Prostatahyperplasie bei einem Mediziner vorstellig werden sollte. Oftmals ist es sogar empfehlenswert, die Prostata jährlich im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung inspizieren zu lassen. Allerdings nehmen viele Männer dieses Angebot aufgrund von Scham nicht an oder sie sehen schlicht keinen Sinn darin, sich untersuchen zu lassen, wenn sie keine Symptome verspüren. Dass das hochgradig unsinnig ist, sollte nicht noch einmal extra betont werden müssen.

Tatsächlich also ist es empfehlenswert, sich in regelmäßigen Umstanden proktologisch untersuchen zu lassen. Vorallem aber dann, wenn man bereits ein gewisses Alter erreicht hat. Allerdings sind die meisten Hausärzte nicht dazu in der Lage, eine Prostata Untersuchung durchzuführen. Hierfür bedarf es oftmals eines speziell geschulten Mediziners, beispielsweise eines Proktologen. Da Spezialärzte jedoch in der Regel immer sehr stark belastet sind, ist es empfehlenswert, sich möglichst früh um einen Termin zu bemühen, um spätere unnötig lange und vorallem vermeidbare Wartezeiten zu vermeiden.

Auch sollte man natürlich dann einen Arzt aufsuchen, wenn die Beschwerden akut geworden sind oder man nicht mehr dazu in der Lage ist, seine Blase komplett oder ohne Schmerzen zu entleeren. In besonders gravierenden Fällen ist es manchmal unumgänglich, in die Notaufnahme zu fahren, Insbesondere dann, wenn man beispielsweise schon seit mehreren Tagen nicht mehr dazu in der Lage war, zu urinieren oder wenn man derart starke Schmerzen hat, dass man sich nicht mehr anders zu helfen weiß. Dennoch sollte der Weg ins Krankenhaus nur im Notfall erfolgen, um die ohnehin schon stark beanspruchten nicht mehr zu strapazieren, als unbedingt notwendig.

Alles in allem also ist es am besten, wenn man eine Untersuchung der Prostata in seinen persönlichen Katalog von routinemäßig durchgeführten Untersuchungen mit aufnimmt. Auf diese Art und Weise ist es dem behandelnden Arzt möglich, schon sehr früh etwaige krankhafte Veränderungen derselben festzustellen und somit früh reagieren zu können.

Behandlungsmethoden & Therapie

Es gibt viele Möglichkeiten einer Behandlung. Welche in Frage kommt, ist von der Schwere der Erkrankung selbst und den Auslösern derselben abhängig.

Dazu im Folgenden eine Übersicht:
Operative Verfahren (TUR) und Laser-Verfahren
Im Allgemeinen gilt die TUR (Transurethrale Resektion) als Standard bei Prostata Operationen an Patienten, denen mit Medikamenten nicht zu helfen ist. Dies beinhaltet die Entfernung eines Teils der Prostata durch die Harnröhre. Nach einer solchen Operation sind allerdings keine Ejakulationen mehr möglich und die Person wird steril. Für einen Mann, der ein Kind zeugen möchte, ist dies also nicht das geeignete Verfahren. In den letzten Jahrzehnten haben Bemühungen, neue chirurgische Methoden zu finden, zu neuen Ansätzen geführt. Unter anderem kommen inzwischen Behandlungen mit hochenergetischen Strahlen zum Einsatz, die dabei helfen können, die Größe der Prostata zu reduzieren, ohne operieren zu müssen. Einige der neueren Methoden, die der Verringerung der Größe der krankhaft vergrößerten Prostata dienen, sind jedoch noch nicht lange genug im Einsatz, um ihre Sicherheit oder Nebenwirkungen vollständig verstanden haben zu können.

Neue Laser-Techniken in der Urologie sind in den letzten 5 bis 10 Jahren entwickelt worden. Eine Technologie, die als photosensitive Vaporisation der Prostata mit einem sogenannten Green-Light-Laser vorgenommen wird, ist erst kürzlich entstanden. Bei diesem Verfahren wird ein leistungsstarker 180-Watt-Laser mit 532 nm Wellenlänge mit einer 650-Mikrometer-Laserfaser in die Prostata selbst eingesetzt. Es wird verwendet, um das Gewebe zur Prostatakapsel zu verdampfen. Darüber hinaus kommen auch noch weitere ähnliche lasergestützte Verfahren zur Anwendung, die dabei helfen sollen, die Prostata zu verkleinern. Klassische Operationen werden somit immer seltener. Das hat sehr viele Vorteile. Wenn es heutzutage dennoch zu einer Operation kommt, dann meistens zu einem minimalinvasiven Eingriff.

Viele Menschen können keinen bleibenden Erfolg mit Medikamenten erzielen. Sie können unter Umständen keine nachhaltige Verbesserung der Symptome erreichen oder müssen die Behandlung aufgrund gravierender Nebenwirkungen abbrechen. Es gibt allerdings Möglichkeiten für die Behandlung in einer urologischen Praxis, die nicht operativ sind und eventuell dazu beitragen können, dass eine Operation überflüssig wird. Die beiden häufigsten Arten von derartigen Therapien sind die transurethrale Mikrowellenthermotherapie und transurethrale Nadelablation. Beide Verfahren folgen dem Ansatz, genügend Energie zu liefern, um ausreichend Wärme zu erzeugen, die wiederum den geplanten Zelltod (Nekrose) in der Prostata zu verursachen. Das Ziel ist es, genug Nekrose zu verursachen, so dass, wenn das tote Gewebe vom Körper resorbiert wird, die Prostata schrumpft und der Druck auf die Harnröhre abnimmt. Diese Verfahren werden typischerweise unter örtlicher Betäubung durchgeführt und der Patient kann noch am selben Tag nach Hause zurückkehren. Dieses Verfahren ist allerdings vorallem in den USA beliebt. In der EU raten Ärzte vergleichsweise häufiger zu einer klassischen OP. Darum wird man hierzulande wohl eher seltener mit einer derartigen Strahlenbehandlung konfrontiert.

Auch eine sogenannte Prostatektomie kann als operative Maßnahme in Frage kommen. Hierbei handelt es sich um die Entfernung der Prostata. Eine solche ist jedoch mit nicht geringen Risiken verbeunden. Prostatektomie als medizinischer Begriff bezieht sich auf die chirurgische Entfernung der gesamten oder eines Teils der Prostata. Diese Operation wird bei gutartigen Erkrankungen, die eine Verengung der Harnleiter verursachen sowie bei Prostatakrebs und anderen Beckenkrebsarten durchgeführt. Es gibt zwei Haupttypen von Prostatektomien. Eine einfache Prostatektomie (auch als subtotale Prostatektomie bekannt) beinhaltet die Entfernung von nur einem Teil der Prostata. Normalerweise führen Chirurgen einfache Prostatektomien nur bei gutartigen Erkrankungen, wie beispielsweise der Prostatahyperplasie durch. Eine radikale Prostatektomie, die Entfernung der gesamten Prostatadrüse, der Samenbläschen und des Vas deferens, wird bei malignem Krebs durchgeführt. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie die Operation durchgeführt werden kann, entweder offen oder minimalinvasiv.

Medikamentöse Behandlung
Es gibt zwei Arten von Medikamenten, die dazu dienen können, eine krankhaft vergrößerte Prostata zu behandeln. Hierzu gehören die sogenannten Alphablocker und DHT-Blocker.

  • Alphablocker: Selektive Alphablocker sind die häufigste Wahl für die medikamentöse Therapie beim vorliegenden Leiden. Sie haben einen geringen bis mittleren Nutzen. Es gibt fünf zugelassene Arten von Alphablockern, diese sind gleich wirksam, haben aber leicht unterschiedliche Nebenwirkungsprofile. Alphablocker entspannen die glatte Muskulatur in der Prostata und im Blasenhals und verringern so die Blockade des Harnflusses. Häufige Nebenwirkungen von Alphablockern sind orthostatische Hypotonie (Kopfschmerzen oder Schwindel beim Aufstehen oder schnellen bewegungen), Ejakulationsveränderungen, erektile Dysfunktion, Kopfschmerzen, verstopfte Nase und allgemeine Schwäche.
  • DHT-Blocker: DHT-Blocker können auch bei Männern mit Prostatahyperplasie eingesetzt werden. Diese Medikamente hemmen ein Enzym, das wiederum die Produktion von DHT hemmt, einem Hormon, das für die Vergrößerung der Prostata verantwortlich ist. Daher der Name des Medikaments. Sie wirken oftmals langsamer als Alphablocker, aber die Effekte bleiben für viele Jahre bestehen.Im direkten Vergleich mit Alphablockern wurde in Kurzzeitstudien kein erhöhter Nutzen festgestellt, aber in einer längerfristigen Studie kam es zu einer stärkeren Verringerung der BPH-Progression. Nebenwirkungen schließen unter anderem verringerte Libido und ejakulatorische oder erektile Funktionsstörung ein. Die DHT-Blocker sind für Schwangere sehr gefährlich. Bereits geringste Mengen können Geburtsfehler verursachen. Darum sollten Schwangere diesem Mittel aus dem Wege gehen.

Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Medikamente, die dabei helfen können, dem Leiden Herr zu werden. Allerdings sind diese sehr speziell und müssen daher nicht erläutert werden. Eine medikamentöse Behandlung führt jedoch nicht immer zum gewünschten Erfolg, darum ist eine Operation oftmals unausweichlich. Nichtsdestotrotz können Mittel, wie die oben genannten dabei helfen, die Krankheit besser zu kontrollieren und die Lebensqualität merklich steigern.

Katheter
Bisweilen kann es hilfreich sein, sich selbst Katheter zu setzen, wenn man fühlt, dass man die Blase nicht selbst komplett entleeren kann. Diese Art der Behandlung war vor einigen Jahren noch wesentlich häufiger als heutzutage. Denn heutzutage sind die operativen und medikamentöse Methoden besser und effektiver geworden, die eine solche Behandlung zum Glück mehr oder weniger obsolet machen. Nicht selten kam es hierbei zu Infektionen und / oder Verletzungen der Harnröhre oder der Blase.

Experimentelle Behandlungsmethoden
Zudem gibt es einige noch wenig erprobte, aber vielversprechende Behandlungsmethoden, die benutzt werden können, um eine Prostatahyperplasie zu behandeln, hierzu gehören unter anderem:

  • Anheben der Prostata: In diesem experimentellen transurethralen Verfahren werden spezielle Zangen verwendet, um die Seiten der Prostata zu komprimieren, um somit wiederum den Harnfluss zu erhöhen. Langzeitdaten zur Wirksamkeit dieses Verfahrens liegen nicht vor.
  • Embolisation: Bei diesem experimentellen Verfahren wird die Blutzufuhr zu oder von der Prostata selektiv blockiert, wodurch die Größe der Prostata abnimmt. Langzeitdaten zur Wirksamkeit dieses Verfahrens liegen nicht vor.
  • Roboter gestützte Operationen: Ein Chirurg macht einen Schnitt in den Unterbauch, um die Prostata zu erreichen und erkrankte Gewebe zu entfernen. Hierbei unterstützt ein Roboter den Chirurgen und übernimmt einige Schritte der Operation selbst. Diese Verfahren werden immer häufiger, auch bei anderen Operationen.

Es gibt also für jede Art von Prostatahyperplasie eine gut geeignete Behandlungsmethode. Man muss sich als Erkrankter also wenig sorgen machen, dass einem nicht oder nur sehr schwer geholfen werden kann.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt keinerlei Impfungen oder andere relativ sichere Methoden der Prävention oder Vorbeugung, die tatsächlich dabei helfen könnten, zu verhindern, dass man früher oder später an einer Prostatahyperplasie leidet. Und gerade hier zeigt sich auch schon das erste Problem, das Alter. Gegen das Altern kann man nichts unternehmen, aber gerade das ist es, das dafür sorgt, dass die Prostata sich krankhaft vergrößert. Bereits jeder vierte Mann jenseits der 50 muss sich mit diesem Problem herumschlagen, jenseits der 80 ist es sogar schon jeder zweite. Wer also nicht jung sterben will, sollte sich darauf einstellen, dass auch er eines Tages Probleme mit der Prostata bekommen wird.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Maßnahmen, die man ergreifen kann, um zumindest die Chancen eines Ausbruchs zu verringern. Hierzu gehört unter anderem der Verzicht auf Alkoholika, insbesondere aber Bier. Denn gerade Bier enthält sehr viele Östrogene, diese senken den Testosteronspiegel und sorgen somit für eine Erhöhung der Wahrscheinlichkeit von Prostatahyperplasie. Aber das ist nicht alles, Alkohol, insbesondere wenn dieser regelmäßig konsumiert wird, trägt auch dazu bei, die Blase zu schwächen. Gerade Alkoholiker müssen sehr oft mit einer Inkontinenz kämpfen. Diese verstärkt sich oftmals noch, wenn zusätzlich noch eine Prostatahyperplasie vorliegt. Darum ist es am beste, wenn man gar keinen Alkohol trinkt oder zumindest nur sehr wenig.

Ähnliches gilt ebenso für Getränke, die Koffein enthalten. Koffein ist dafür bekannt, dass es „treibt“, sprich es sorgt dafür, dass man öfter auf die Toilette muss. Das ist auf die Dauer wenig förderlich und führt nicht selten dazu, dass es zu einer Prostatahyperplasie oder anderen Beschwerden kommt, die damit vergleichbar sind. Darum gilt auch hier, dass man Koffein nach Möglichkeit vermeiden sollte, wenn man gegen Probleme mit der Blase und etwaiger Inkontinenz vorbeugen will.

Alles in allem kann man aber nicht allzu viel tun, um das Entstehen einer Prostatahyperplasie erfolgreich zu bekämpfen. Es könnte theoretisch jederzeit jeden treffen. Darum ist es notwendig, sich darauf einzustellen und sich bereits möglichst früh Hilfe zu suchen.


Prognose zur Heilung

Heutzutage sieht die Prognose bei Prostatahyperplasie sehr gut aus. Nur in den aller seltensten Fällen kommt es zu tatsächlich gravierenden Komplikationen, die Leib und Leben der betroffenen Person tatsächlich bedrohen. Nichtsdestoweniger sollte man auch nicht verschweigen, dass nicht alles rosig aussieht. Selbst bei einer erfolgreichen Behandlung können einige Nebeneffekte zurückbleiben, die sehr unangenehm sind. Hierzu zählt unter anderem eine lebenslange Inkontinenz.

Wie dem aber auch sei, frühzeitig bei einem Arzt vorstellig wird und sich entsprechend der Krankheit behandeln lässt, der hat wenig zu befürchten und kann auf eine gute Prognose hoffen. Dennoch kann es passieren, dass sich die Prostata, selbst wenn sie nach einer medikamentösen Behandlung geschrumpft ist, erneut krankhaft vergrößert. In diesen Fällen ist eine erneute Behandlung notwendig.

Dennoch aber gibt es alles in allem sehr wenig zu befürchten. Zum Tode beispielsweise fürt eine Prostatahyperplasie glücklicherweise nicht. Zumindest nicht direkt. Dennoch ist es möglich, dass sich aufgrund der der Hyperplasie später ein Tumor entwickelt und dieser kann dann dafür sorgen, dass das betroffene Individuum ablebt. Dies ist auch nicht allzu selten der Fall, gerade darum ist es wichtig, auch die Nachsorgetermine wahrzunehmen und sich selbst nach einer erfolgreichen Behandlung weiterhin regelmäßig untersuchen zu lassen, Wer all dies tut hat wenig zu befürchten.

Zusammenfassend lässt sich also erwähnen, dass die Prognose sehr gut aussieht und man imgrunde nur wenig zu befürchten hat. Zumindest dann nicht, wenn man sich behandeln lässt und den Gang zum Arzt nicht scheut oder gar selektiv verweigert, wie es aufgrund von Scham immer wieder vorkommt. Dass das natürlich weiter nichts ist als idiotisch sollte jedem klar sein.

Darüber hinaus kann man die Prognose noch positiv beeinflussen, wenn man einige der prophylaktischen Tipps befolgt und beispielsweise auf alkoholische Getränke sowie koffeinhaltige Getränke weitesgehend verzichtet. Dasselbe gilt auch für stark gezuckerte Limonaden. Wer all dies tut und den Anweisungen des Arztes auch sonst Folge leistet, hat also wenig zu befürchten.


Was genau ist die Prostata?

Die Prostata (aus dem Altgriechischen προστάτης, Prostata, wörtlich „Vorsteher“, „Beschützer“, „Wächter“) ist eine zusammengesetzte tubuloalveoläre exokrine Drüse des männlichen Fortpflanzungssystems, die bei den meisten Säugetieren vorkommt. Es unterscheidet sich jedoch beträchtlich zwischen den verschiedenen Arten, chemisch sowie physiologisch.

Die Funktion der Prostata besteht darin, eine leicht alkalische Flüssigkeit, milchig oder weiß, zu produzieren, die beim Menschen zusammen mit Spermatozoen und Samenbläschenflüssigkeit etwa 30% des Samensvolumens ausmacht. Der Samen wird insgesamt mit den Sekreten der anderen beitragenden Drüsen alkalisch gemacht, einschließlich der Samenbläschenflüssigkeit. Die Alkalinität des Samens hilft, den Säuregehalt des Vaginaltraktes zu neutralisieren, was die Lebensdauer der Spermien verlängert. Die Prostataflüssigkeit wird in den ersten Ejakulatfraktionen zusammen mit den meisten Spermatozoen ausgeschieden. Im Vergleich zu den wenigen Spermatozoen, die zusammen mit hauptsächlich Samenblasenflüssigkeit ausgestoßen werden, haben diejenigen, die zusammen mi Prostatasekreten ausgestoßen werden, eine bessere Beweglichkeit, ein längeres Überleben und einen besseren Schutzfaktor. Die Prostata enthält auch einige glatte Muskeln, die dabei helfen, Samen während der Ejakulation auszustoßen.

Die klassische Beschreibung einer gesunden menschlichen männlichen Prostata geht davon aus, dass sie etwas größer als eine Walnuss sein sollte. Das durchschnittliche Gewicht der normalen Prostata bei erwachsenen Männern beträgt im Mittel etwa 11 Gramm, normal sind aber auch zwischen 7 und 16 Gramm. In einer Studie wurde festgestellt, dass das Prostatavolumen bei manchen Männern signifikant mit dem Gewicht und der Körpergröße (Body-Mass-Index) zusammenhängt. Daher ist eine Gewichtskontrolle ratsam. Die Prostata umgibt die Harnröhre knapp unterhalb der Harnblase und kann bei einer rektalen Untersuchung erfühlt werden.

Das sekretorische Epithel ist hauptsächlich pseudostratig, bestehend aus hohen säulenartigen Zellen und Basalzellen, die von einem fibroelastischen Stroma mit zufällig orientierten glatten Muskelbündeln getragen werden, das zudem mit der Blase verknüpft ist. Innerhalb der Prostata wird die Harnröhre, die aus der Blase kommt, Prostata-Harnröhre genannt und geht in die beiden Ejakulationsgänge über. Man kann die Prostata auf zwei Arten unterteilen: Nach Zone oder nach Lappen. Sie hat keine Kapsel, sondern vielmehr umgibt sie ein integrales fibromuskuläres Band. Sie ist in die Muskeln des Beckenbodens eingelassen, die sich während des Ejakulationsprozesses zusammenziehen.

Die Prostata findet sich bei den meisten Säugetieren als männliche akzessorische Drüse, außer bei Mardern, Dachsen und Ottern. Die Prostatadrüsen von männlichen Beuteltieren sind proportional größer als die von plazentalen Säugetieren. Bei einigen Beuteltierarten ändert sich die Größe der Prostatadrüse saisonal. Die Struktur der Prostata variiert von tubuloalveolar (wie beim Menschen) bis zu verzweigtem Tubulus. Die Drüse ist besonders gut bei Hunden, Füchsen und Ebern entwickelt, obwohl sie bei anderen Säugetieren, wie Bullen, klein und unauffällig sein kann. Hunde können in einer Stunde so viel Prostatasäure produzieren wie ein Mensch an einem Tag. Sie scheiden diese Flüssigkeit zusammen mit ihrem Urin aus, um ihr Territorium zu markieren. Bei vielen Nagern und Fledermäusen enthält die Prostataflüssigkeit ein Koagulans. Dies vermischt sich mit dem Samen und koaguliert den Samen während der Paarung, um eine Blockade in der Vagina des Weibchens zu bilden, der vorübergehend weitere Kopulation verhindert. Bei Walen ist die Prostata von einem sehr starken Kompressormuskel umgeben.

Die Prostata umgibt das Gewebe der Harnröhrenwand. Dies bedeutet, dass die Harnröhre, eine komprimierbare Röhre, die zum Urinieren verwendet wird, durch die Mitte der Prostata verläuft. Dies führt zu einem evolutionären Konstruktionsfehler für einige Säugetiere, einschließlich dem Menschen. Die Prostata ist im späteren Leben anfällig für Infektionen und Vergrößerungen und verengt die Harnröhre, so dass das Wasserlassen langsam und schmerzhaft wird.

Viele Erkrankungen werden mit der Prostata assoziiert, darunter nicht nur die vorliegende Hyperplasie, sondern auch Prostatakrebs. Prostatakrebs bezeichnet die Entwicklung von Krebs in der Prostata, einer Drüse im männlichen Fortpflanzungssystem. Die meisten Prostatakrebsarten sind langsam wachsend, einige wachsen jedoch relativ schnell. Die Krebszellen können sich von der Prostata in andere Körperbereiche, insbesondere Knochen und Lymphknoten, ausbreiten. Es kann anfangs keine Symptome verursachen. In späteren Stadien kann es zu Schwierigkeiten beim Wasserlassen, Blut im Urin oder Schmerzen im Becken, Rücken oder beim Urinieren kommen. Die hier behandelte, als benigne Prostatahyperplasie bekannte Krankheit, kann ähnliche Symptome hervorrufen. Andere späte Symptome können sein, dass man sich müde fühlt, weil zu wenig rote Blutkörperchen produziert werden.

Faktoren, die das Risiko von Prostatakrebs erhöhen, sind höheres Alter, eine familiäre Vorbelastung der Krankheit und die ethnische Herkunft. Etwa 99% der Fälle treten bei Männern im Alter von über 50 Jahren auf. Ein Verwandter ersten Grades mit der Krankheit erhöht das Risiko um das Zweifache bis Dreifache. Menschen schwarzer Hautfarbe leiden vergleichsweise häufiger an Prostatakrebs als Weiße. Andere Faktoren, die beteiligt sein können, schließen die Ernährung ein. Eine Verbindung mit Gonorrhoe wurde zudem auch festgestellt.

Die etwaigen Behandlungen können eine Kombination aus Operation, Strahlentherapie, Hormontherapie oder Chemotherapie umfassen. Wenn der Krebs nur innerhalb der Prostata auftritt, ist er oftmals heilbar. Bei denen, bei denen sich die Krankheit auf die Knochen ausgebreitet hat, können unter anderem Schmerzmittel, Bisphosphonate und gezielte Therapien nützlich sein. Die Ergebnisse hängen vom Alter und anderen Gesundheitsproblemen einer Person sowie davon ab, wie aggressiv und extensiv der Krebs ist. Die meisten Menschen mit Prostatakrebs sterben nicht an der Krankheit. Die 5-Jahres-Überlebensrate in der EU beträgt 99%. Weltweit ist es die zweithäufigste Krebsart und die fünfthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern. Zu Beginn dieses Jahrzehnts trat das Leiden bei ca. 1 Millionen Männern auf und verursachte knapp 300.000 Todesfälle. Es ist die häufigste Krebsart bei Männern in über 80 Ländern. Es kommt häufiger in der entwickelten Welt vor, als in Drittweltländern.

Zusammenfassend lässt sich also bemerken, dass es sich bei der Prostata um ein sehr wichtiges Organ handelt, nicht zuletzt deswegen, da die Menschen ohne dieses walnussgroße Organ nicht dazu imstande wären, sich fortzupflanzen. Darum ist es für viele Männer oftmals ein besonderer Schock, wenn wenn sie Prostatakrebs oder Prostatahyperplasie erkranken, da sie sich zusätzlich zu der Erkrankung auch noch in ihrer Zeugungsfähigkeit angegriffen sehen. Das führt nicht selten zu Traumata. Alles in allem aber ist dieses Organ, wie die meisten anderen auch, inzwischen sehr gut erforscht und auch verstanden, weshalb man sich keine allzu großen Sorgen machen sollte, wenn man daran erkrankt. Eine Prostatahyperplasie ist kein Todesurteil und selbst Prostatakrebs ist heutzutage gut in den Griff zu bekommen. Darum ist ein gesunder Respekt vor diesen Erkrankungen zwar angebracht, nicht aber etwa eine Furcht davor.


Alternative Behandlungsmethoden

Die WHO empfiehlt keine pflanzlichen Medikamente zur Behandlung einer vergrößerten Prostata. Studien über pflanzliche Therapien zur Behandlung einer vergrößerten Prostata hatten gemischte Ergebnisse. Eine Studie fand beispielsweise heraus, dass Sägepalmextrakt bei der Linderung der Prostatahyperplasie Symptome genauso wirksam war wie Finasterid, obwohl das Prostatavolumen nicht reduziert wurde. Aber eine anschließende placebokontrollierte Studie fand keinen Beweis dafür, dass die Sägepalme besser wirkt als ein Placebo.

Andere pflanzliche Behandlungen, einschließlich Beta-Sitosterol-Extrakte, Pygeum und Roggengras wurden als hilfreich zur Verringerung der Symptome vorgeschlagen. Aber die Sicherheit und langfristige Wirksamkeit dieser Behandlungen wurde nicht bewiesen. Wenn man irgendwelche pflanzlichen Heilmittel gegen die Prostatahyperplasie einnimmt, sollte man den behandelnden Arzt darüber informieren Bestimmte pflanzliche Produkte können das Blutungsrisiko erhöhen oder andere Nebenwirkungen hervorrufen.

Kurzum bedeutet das also, dass es keine alternativen Heilmethoden gibt, die nachgewiesenermaßen dazu in der Lage wären, bei einer Prostatahyperplasie tatsächlich zu helfen. Zumindest noch nicht heute. Das bedeutet jedoch nicht, dass sich dies in Zukunft nicht verändern wird. Allerdings sollte man sich bis dahin besser der modernen Schulmedizin zuwenden und nach Möglichkeit keine rein alternativen Maßnahmen ergreifen, wenn einem tatsächlich daran gelegen ist, die Krankheit zu besiegen.

Alles in allem also ist der Heilpraktiker wohl eher nicht die richtige Anlaufstelle, wenn man nicht mehr richtig aufs Klo gehen kann oder einem der Druck fehlt, die Blase komplett zu entleeren. Vielleicht kann er dabei helfen, die Symptome zu lindern, aber sicherlich nicht dabei, die Krankheit als solche erfolgreich zu Bekämpfen.

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt keine Hausmittel, die tatsächlich dabei helfen würden, die Krankheit zu heilen, dennoch kann man einiges tun, um die Symptome zu lindern. Hierzu gehören unter anderem entspannende Bäder, Kneippkuren, Wasserkuren sowie alles, was einen von seiner Prostatahyperplasie ablenkt.

Auch das Trinken von Tees kann helfen, den Organismus zu entlasten. Von Prostata-Massagen und ähnlichem ist jedoch tunlichst abzuraten.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Sägepalme
  • Brennnessel
  • Cranberry
  • Schachtelhalm
  • Liebstöckel
  • Wachholder
  • Birkenblätter

Heilkräuter können sehr viel. Nicht zuletzt haben sich diese Mittel seit Jahrtausenden bewährt und erfreuen sich immer noch, trotz der modernen Schulmedizin, immer noch großer Beliebtheit. Dennoch sollte man ihnen nicht mehr zutrauen, als sie tatsächlich auch können. Und im Falle der Prostatahyperplasie muss man klar sagen, dass sie nicht effektiv zu einer Heilung beitragen können. Das heißt allerdings nicht, dass man sie nicht benutzen kann, um etwa die Symptome, die im Rahmen der Erkrankung entstehen, zu lindern.

Da die Prostatahyperplasie indirekt die Blase betrifft, ist es am sinnigsten, wenn man die Kräuter in der Form eines Tees oder Aufgusses einnimmt. Hierzu bedarf es entweder getrockneten oder auch frischen Kräutern, die man mit heißem Wasser überbrüht oder sie darin aufkocht. Einige der hier erwähnten Kräuter sind harndrangfördernd, das bedeutet, dass man zunächst öfter auf die Toilette muss. Das mag für einige Menschen, die das ohnehin schon müssen, kontraproduktiv wirken, ist es aber nicht. Es kann sehr stark dabei helfen, die Blase komplett zu entleeren, wenn das sonst nicht geht.

Es kann darüber hinaus auch helfen, wenn man frische Petersilie kaut. Auch dies wirkt harntreibend und hilft somit dabei, die Funktion der Blase wieder zu regulieren. Man sollte aber dennoch von einem Gebrauch dieser Kräuter absehen, wenn der Arzt davon abrät. Folglich sollte man den Arzt vor der Anwendung derselben informieren. Das mag zwar überflüssig erscheinen, aber es kann Leben retten. Manche Wirkstoffe in den Heilkräutern können die Wirkung einiger Medikamente negativ beeinflussen und beispielsweise Nebenwirkungen verursachen. Auch kann es natürlich zu allergischen Reaktionen kommen. Darum sollte man sich vor einer Anwendung möglicherweise von einem Allergologen testen lassen. Insbesondere aber dann, wenn man sehr stark negativ auf diese oder andere Kräuter reagiert. Hier muss aber jedes Individuum selbst entscheiden.

Darüber hinaus können viele Kräuter auch dabei helfen, die Symptome der Prostatahyperplasie und anderer Erkrankungen zu lindern. Wer diesbezüglich weitere Information benötigt oder sich intensiv beraten lassen will, sollte am besten bei einem Heilpraktiker vorstellig werden. Diese verkaufen oftmals auch bereits fertig gemischte Tees und Salben, damit spart man sich die Zeit, des Selbersammelns.

Ätherische Öle

  • Johannisbeeren
  • Goldrute
  • Bärentraube
  • Knoblauch
  • Pfefferminze
  • Patschuli
  • Ricinus

Ätherische Öle haben viele verschiedene Gebiete der Anwendung. Am bekanntesten sind sie natürlich in der Verbindung mit einer Aromatherapie. Eine solche kann jedermann zuhause selbst machen. Hierzu bedarf es lediglich einer Duftlampe und einer Wärmequelle. Man gebe die Öle in der persönlich bevorzugten Konzentration in diese Lampe und vermische es mit Wasser. Hierbei ist das Mischverhältnis vollkommen frei definierbar. Nur der eigene Geschmack zählt. Die Wirkung und der Effekt werden dadurch nicht oder nur sehr geringfügig beeinflusst. Überhaupt sollte man an dieser Stelle erwähnen, dass der Effekt der Aromatherapie hauptsächlich in der Entspannung des Patienten liegt. Eine Heilung ist hierdurch nicht möglich, oftmals auch keine Linderung der Symptome oder gar eine Verbesserung derselben. Alleine die Entspannung wird durch die guten Gerüche befördert und angeregt.

Man kann die ätherischen Öle auch äußerlich, sprich topisch, anwenden. Das kann allerdings kritisch werden. Vorallem aber dann, wenn man allergisch ist. Die Wirkstoffe in ätherischen Ölen sind sehr stark potenziert und lösen damit ebenso starke Reaktionen aus. Bei einer starken Allergie könnten diese durchaus tödlich sein. Nicht zuletzt deswegen ist es absolut notwendig, mit einem Arzt vor einer solchen Anwendung Rücksprache zu halten. Dies sollte darüber hinaus geschehen, um sicherzustellen, dass die Öle nicht negativ mit den Medikamenten interagieren.

Von einer inneren Anwendung ist grundsätzlich abzuraten. Zwar gibt es einige wenige ätherische Öle, die auch innerlich angewendet werden können, dies sind aber Ausnahmen und nicht die Regel. Bei ätherischen Ölen handelt es sich nicht um Speiseöle, sondern um medizinische Wirkstoffe. Das sollte man nicht vergessen.

Alles in allem also lässt sich festhalten, dass ätherische Öle einem zwar dabei helfen könne zu entspannen, was manchmal sehr viel wert sein kann, diese aber nicht dazu in der Lage sind, die vorliegende Erkrankung zu heilen oder die Symptome derselben zu lindern. Ansonsten ist gegen die Verwendung einer Aromatherapie bei der Prostatahyperplasie nichts einzuwenden.

Homöopathie & Globuli

  • Cantharis
  • Lycopodium
  • Dulcamera
  • Apis
  • Nux vomica
  • Pulsatilla
  • Sepia

Homöopathie ist sehr beliebt, nichtsdestotrotz sollte man frei ansprechen dürfen, dass die tatsächliche Wirksamkeit homöopathischer Mittel nicht medizinisch nachgewiesen werden kann. Das bedeutet allerdings nichts, dass sie nicht wirken können. Oftmals lösen sie einen sehr starken und nicht zu unterschätzenden Placebo Effekt aus. Dieser kann durchaus dabei helfen, die Symptome, die im Rahmen der Erkrankung entstehen, zu lindern. Allerdings sollte man sich hier auch keinen Illusionen hingeben. Denn eine Heilung ist nicht mit diesen Mitteln nicht möglich.

Darum sollte man sich trotz einer Behandlung mit homöopathischen Mitteln auch unbedingt einem Arzt zuwenden und sich schulmedizinisch behandeln lassen. Zumindest dann, wenn man möchte, dass einem wirklich geholfen wird. Und das sollte im Interesse jeder erkrankten Person liegen, gleichwohl woran sie leidet.

Da die Dosierungen bei homöopathischen Mitteln derart minimal und gering sind, muss man sich in der Regel keine Gedanken darüber machen, dass es zu einer allergischen Reaktion kommen könnte. Das ist ein positiver Faktor, darum ist es zumeist auch nicht nötig, mit seinem Arzt Rücksprache über die Einnahme dieser Mittel zu halten. Ein Gespräch mit den Heilpraktiker ist ausreichend.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 2 und 18
Tabletten: 1 bis 2 Tablette
Globuli: 10 -25 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

    • Nr. 17 Manganum sulfuricum: Dieser Schüssler Salz hilft dabei, Knochen Knorpel und anderes Gewebe aufzubauen. Es kann allerdings auch dazu beitragen, das Gewebe der Prostata zu heilen. Darum wird es bei Prostatahyperplasie oft gereicht.
    • Nr. 9 Natrium phosphoricum: Dieser Wirkstoff hilft dabei, den Stoffwechsel zu regulieren und auch dabei, die Blase und das umgebende Gewebe gesund zu halten oder zu heilen. Da eine Prostatahyperplasie oftmals die Blase angreift und somit den Harndrangsprozess beeinträchtigt, kann dieses Schüssler Salz bei der Heilung helfen und Symptome lindern.
    • Nr. 10 Natrium sulfuricum: Dieses Mittel dient der inneren Reinigung. Das ist besonders bei Erkrankungen interessant, wenn man Probleme mit der Ausscheidung von Abfallstoffen wie Urin oder Kot hat. Da ersteres ein typisches Symptom der vorliegenden Erkrankung ist, kann es sehr hilfreich sein, sich mit diesem Wirkstoff Abhilfe zu leisten zu wollen.

Schüssler Salze sind sehr beliebt und werden schon seit über einem Jahrhundert immer wieder für eine Behandlung diverser Krankheiten ausgewählt. Dennoch lässt sich deren tatsächliche Wirkung medizinisch nicht nachweisen. Das muss jedoch nicht viel heißen, denn auch der hierdurch möglicherweise entstehende Placebo Effekt kann dabei helfen, die Symptome der Prostatahyperplasie zu lindern. Eine Heilung jedoch ist nicht mittel Schüssler Salze nicht möglich. Dessen sollte man sich bewusst sein.

Wer dennoch ein Interesse daran hat, sich mit diesen Produkten zu behandeln, der sollte sich am besten von einem Heilpraktiker beraten lassen oder bereits fertige Produkte aus dem Fachhandel beziehen. Inzwischen bieten auch viele Drogerien und gut sortierte Supermärkte Schüssler Salze an.

Diät & Ernährung

Die Ernährung bei der Prostatahyperplasie spielt nur eine untergeordnete Rolle. Dennoch ist es wichtig darauf zu achten, dass man sich nach Möglichkeit gesund ernährt und auch kein Übergicht ansetzt. Denn auch dieses kann die Chancen erhöhen, dass es zu einer Entstehung des vorliegenden Leidens kommt.

Wichtiger als die Ernährung ist jedoch die Aufnahme von Flüssigkeiten. Es ist auf jeden Fall darauf zu achten, dass man als Betroffener keinen Alkohol trinkt und ebenso auch von allen Getränken, die Koffein enthalten, fernbleibt. Diese befördern das Leiden nur und machen es also schlimmer. Auch sollte man allzu zuckerreiche Getränke vermeiden.

Wer sich an diese Anweisungen hält, kann eine Prostatahyperplasie zwar nicht verhindern, aber zumindest dafür sorgen, dass diese sich nicht unnötigerweise verschlimmert. Das kann auch sehr viel wert sein.


FAQ – Fragen & Antworten

Macht einen eine Prostatahyperplasie impotent?

Sex ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens. Deswegen fürchten sehr viele Männer darum, ihre Potenz zu verlieren. Gerade deswegen ist es für die meisten sehr wichtig zu wissen, ob eine Prostatahyperplasie die Manneskraft einschränken kann. Und tatsächlich ist dies leider der Fall. Sicherlich betrifft es nicht jeden und auch nicht jeden gleich stark, aber oftmals geht eine Prostatahyperplasie mit einer mehr oder minder starken Impotenz einher.

Diese lassen sich allerdings zumeist gut behandeln und verschwinden nach einer Operation auch oftmals von alleine. Seltener jedoch kann dieser Umstand bleibend sein, ist dies der Fall sind weiterführende Behandlungen notwendig und unumgänglich. Alles in allem lässt sich also summieren, dass eine Impotenz zwar für die Dauer der Erkrankung sehr wahrscheinlich ist, aber danach gut und effektiv behandelt werden kann. Eine persistente Impotenz ist also nicht befürchten, kann aber auch nicht ausgeschlossen werden.

Wie oft muss ich mit einer Prostatahyperplasie auf die Toilette?
Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, dennoch lässt sich eines sagen: Oft. Zumindest gilt das für die meisten Betroffenen. Einige Menschen mit einer Prostatahyperplasie haben zwar weniger starken Harndrang, die meisten aber sind Opfer eines beinahe frequenten Drangs zum Wasserlassen. Das kann sehr einschränkend sein und darüber hinaus auch sehr störend. Vorallem aber nachts. Denn Betroffene müssen oftmals mehrmals pro Nacht aufstehen und sich entleeren. Das unterbricht den Schlaf und sorgt dafür, dass das erkrankte Individuum am nächste Tag müde und fahrig ist.

Auch kann es sein, dass man seine Blase nicht mehr, auch trotz größter Anstrengungen, komplett zu entleeren imstande ist. Ist dies der Fall wird man täglich von einem persistenten Harndrang begleitet, der sehr unangenehm ist, da man nichts dagegen unternehmen kann. Man muss dann schlicht lernen, damit zu leben. Nach einer erfolgreichen Operation jedoch, verschwindet dieses Gefühl glücklicherweise jedoch oftmals sofort. Bleibt es dennoch bestehen, ist eine Nachuntersuchung dringend notwendig.

Wird man von einer Prostatahyperplasie inkontinent?
Zum Glück nicht immer, dennoch kann dies der Fall sein. Während die Krankheit andauernd ist es beinahe immer der Fall, dass man zumindest „etwas“ inkontinent ist. Das bedeutet nichts anderes, als dass man hin und wieder ungewollt ein paar Tropfen Urin ausscheidet. Aber auch eine vollkommen Inkotinenz kann sich im laufe der Krankheit etablieren. Nach einer erfolgreichen Behandlung hört diese jedoch zumeist auf. Dennoch kann sie seltener auch bleibend sein. Ist dies der Fall, sollte man sich ärztlich beraten lassen, wie man fürderhin mit diesem Schlag umgehen sollte. Denn ein Leben mit Inkontinenz ist sicherlich nicht angenehm, aber durchaus auszuhalten.

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