Vorhofflimmern (absolute Arrhythmie)

Definition Vorhofflimmern (absolute Arrhythmie)

Vorhofflimmern (absolute Arrhythmie) Herzrhythmusstörung

Vorhofflimmern (absolute Arrhythmie) ist die am häufigsten vorkommende Herzrhythmusstörung weltweit.

In Europa leiden ungefähr 4,5 Millionen Menschen an dieser Herzkrankheit.

Oft wird die Erkrankung zufällig während einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt.

Das Risiko zu erkranken steigt mit zunehmendem Alter. Vorhofflimmern kann eine Reihe ernsthafter Folgeerkrankungen, wie Schlaganfall, auslösen, und muss daher unbedingt medizinisch behandelt werden.


Was ist Vorhofflimmern (absolute Arrhythmie)?

Das Schlagen des Herzens wird durch einen elektrischen Impuls rhythmisch gesteuert, der vom Sinusknoten ausgeht. Der Sinusknoten ist sozusagen der Taktgeber des Herzens. Beim Vorhofflimmern ist dieser Takt gestört und das Herz schlägt unregelmäßig.

Ein gesundes Herz zieht sich 60 – 100 Mal pro Minute zusammen, um das Blut durch den Körper zu pumpen. Die Vorhöfe bewegen sich dabei in einem Rhythmus mit den Herzkammern. Das Blut fließt in die Vorhöfe und sammelt sich dort. Durch den elektrischen Impuls des Sinusknotens ziehen sich die Herzvorhöfe zusammen. Das Blut wird in die Herzkammern gepumpt. Über den AV-Knoten (Atrioventrikularknoten) wird der elektrische Impuls an die Herzkammern weiter geleitet. So erhalten auch die Kammern den Befehl, sich zusammenzuziehen. Das aus den Vorhöfen einströmende Blut wird weiter gepumpt und gelangt so wieder in den Blutkreislauf.

Beim Vorhofflimmern bewegen sich die Vorhöfe des Herzens unregelmäßig und ziehen sich zu oft zusammen (350 Mal in der Minute oder öfter). Die elektrischen Impulse werden über den AV-Knoten nur unregelmäßig an die Herzkammern weitergegeben. Der Rhythmus des Herzens wird dadurch gestört.

Je nachdem, ob die Störung einen zu schnellen oder zu langsamen Herzschlag auslöst, unterscheidet man zwischen drei unterschiedlichen Arten der Krankheit:

  • Das tachykarde Vorhofflimmern (Tachykardie bedeutet Herzrasen)
    Das Herz schlägt in einer Minute über 100 Mal.
  • Das normokarde (normal) Vorhofflimmern
    Das Herz schlägt in einer Minute 60 bis 100 Mal.
  • Das bradykarde Vorhofflimmern
    Das Herz schläft in einer Minute weniger ALS 60 Mal.

Hier werden die Impulse der Vorhöfe in zu langsamer Geschwindigkeit an die Herzkammern weitergeleitet. Der Herzschlag ist zu langsam.

Das Vorhofflimmern kann plötzlich auftreten (paroxysmal) und nach einigen Stunden oder wenigen Tagen von selbst wieder verschwinden. Manchmal kommt es nach einiger Zeit wieder (intermittierend) und kann zu einer chronischen Erkrankung führen (permanent).

Die Herzvorkammern ziehen sich beim Vorhofflimmern nicht mehr vollständig zusammen und der Blutstrom verlangsamt sich. Dadurch entsteht die Gefahr, dass sich ein Blutgerinnsel bildet. Wenn sich dieses löst, gelangt es mit dem Blutstrom ins Gehirn und verursacht einen Schlaganfall.


Welche Ursachen führen zu Vorhofflimmern?

Es gibt einige bekannte Ursachen, die die Erkrankung auslösen oder begünstigen. Aber oft tritt das Vorhofflimmern auf, ohne dass eine Ursache dafür gefunden werden kann. Vorhofflimmern kann als Folge einer anderen Herzerkrankung auftreten.

Eine akute Herzmuskelentzündung (Myokarditis), Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel (Perikarderguss), aber auch die Folgen eines Herzinfarktes kommen als Ursache in Frage. Angeborene (Mitralklappenstenose) oder erworbene Herzklappenfehler können das Vorhofflimmern auslösen.

Eine Überfunktion der Schilddrüse, nicht behandelter Bluthochdruck oder eine Störung im Elektrolyt-Haushalt (z.B. bei lang anhaltenden Durchfallerkrankungen, Magersucht oder chronischen Nierenerkrankungen) können zum Vorhofflimmern führen.
Eine akut auslösende Ursache kann Alkohol sein. Bekannt wurde dieses Syndrom als „Holiday-heart-syndrome“. Das Vorhofflimmern tritt nach dem Genuss von großen Mengen Alkohol auf und verschwindet nach Abbau des Alkohols wieder von selbst.
Manche Medikamente, wie Asthmasprays, stehen im Verdacht, das Vorhofflimmern auszulösen.

Diabetes mellitus, Adipositas (Übergewicht) und Schlafapnoe erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Vorhofflimmern zu erkranken. Auch die Folgen eines Stromunfalles oder die Auswirkungen einer Herzoperation sind ursächlich. Bei 10 – 15% der Erkrankten kann aber keine auslösende Ursache diagnostiziert werden (idiopathisch).


Symptome & Anzeichen

Bei dreiviertel der Patienten wird das Vorhofflimmern zufällig bei einer Untersuchung entdeckt. Sie kommen mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Herzklopfen (Palpitation) oder Herzrasen zum Arzt.

Je nachdem, welche Art Vorhofflimmern vorliegt, unterscheiden sich auch die Symptome:

  • Beim bradykarden Vorhofflimmern, wo der Herzschlag zu langsam ist, kommt es zu Schwindel und Ohnmachtsanfällen. Durch den langsamen Blutfluss bekommt das Gehirn zu wenig Sauerstoff.
  • Beim tachykarden Vorhofflimmern, wo das Herz zu schnell schlägt, verspürt der Betroffene Herzrasen, Angst, Beklemmungsgefühle und eine innere Unruhe. Er wird rasch müde und fühlt sich abgeschlagen.

Hält das Vorhofflimmern längere Zeit an, kann dies, vor allem in Verbindung mit anderen Erkrankungen, zu einer Schwächung des Herzmuskels (Herzinsuffizienz) führen. Als Folge davon kommt es im Körper zu Wasseransammlungen (Ödeme).

Diagnose & Krankheitsverlauf

Diagnose vom Vorhofflimmern

Die offensichtlichste Veränderung, nämlich der zu schnelle, zu langsame oder unregelmäßige Puls wird vom Arzt im Rahmen einer Untersuchung festgestellt.

Beim Tasten (Palpation) des Pulses und dem Abhorchen mit dem Stetoskop (Auskultation) erkennt der Mediziner Abweichungen und wird diese näher untersuchen.

Eine Aufzeichnung der Herzfrequenz mittels Elektrokardiogramm, kurz EKG genannt, gibt Klarheit. Bei dieser Untersuchung werden Elektroden an der Körperoberfläche angebracht. Sie übertragen die elektrischen Impulse des Herzens auf eine Skala. Anhand der Aufzeichnung kann der Arzt ablesen, ob Vorhofflimmern vorliegt oder nicht. Der Nachteil dieser Untersuchung ist, dass sie nur ein paar Minuten dauert. Es kann sein, dass sich das Vorhofflimmern zu dem Zeitpunkt vielleicht nicht zeigt, obwohl eine Erkrankung vorliegt.

Um ein paroxysmales Vorhofflimmern (tritt plötzlich auf und verschwindet von selbst innerhalb von 48 Stunden) nachweisen zu können, bedient man sich eines Langzeit-EKGs. Dazu werden dem Patienten Elektroden auf die Haut geklebt und mittels eines Gerätes 24 Stunden lang seine Herztätigkeiten aufgezeichnet und gespeichert. Der Patient geht während dessen seinen normalen Tätigkeiten nach. Danach werden die Daten wie bei einem normalen EKG vom Arzt ausgewertet.

Treten die Beschwerden noch seltener auf, werden Aufzeichnungsgeräte (Event Recorder), die im Falle von Herzrasen oder anderen Beschwerden ans Herz gedrückt werden und so ein EKG aufzeichnen, oder Loop Recorder und implantierbare Loop Recorder, benutzt. Diese können beim Auftreten eines Notfalles auch Verbindung mit einer Notrufzentrale herstellen.

Ist das Vorhofflimmern durch ein EKG eindeutig diagnostiziert, wird der Arzt weitere Untersuchungen machen, um die optimale Behandlungsmöglichkeit zu finden.

Er wird prüfen, ob auf Grund von anderen Erkrankungen Komplikationen zu erwarten sind. Mögliche auslösende Faktoren, wie Schilddrüsenerkrankungen, werden durch weitere Untersuchungen ausgeschlossen. Eine Analyse der Laborwerte, Herzultraschall oder eine Herzkatheter Untersuchung helfen mit, Folgeerkrankungen rechtzeitig zu erkennen oder gar nicht entstehen zu lassen.


Der Verlauf der Krankheit

Das paroxysmale Vorhofflimmern kann einmalig auftreten und von selbst wieder weggehen. Es kann aber auch mehrmals auftreten und in ein permanentes Vorhofflimmern übergehen. Das permanente Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und muss auf alle Fälle adäquat behandelt werden. Abgesehen von den Beschwerden, die das Vorhofflimmern mit sich bringt, wird durch die Erkrankung der gesamte Herzmuskel geschwächt. Es kommt zu einer Herzinsuffizienz und in Folge dessen zu Wasseransammlungen im Körper. Sind diese in der Lunge (Lungenödem) kommt es zu Atemnot.

Eine schwere Folge des Vorhofflimmerns kann der Schlaganfall sein. Durch den zu langsamen Blutfluss im Herzen können sich Blutgerinnsel bilden. Gelangen diese Blutgerinnsel ins Gehirn kommt es zu einem Schlaganfall. Das Vorhofflimmern selbst ist zwar nicht akut lebensbedrohend, so wie z.B. das Kammerflimmern, aber die Folgeerkrankungen können sehr ernste Erkrankungen auslösen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Vorhofflimmern – Herzrhythmusstörung 

Das Vorhofflimmern (fachsprachlich; supraventikuläre Tachyarrythmie) ist eine häufige Form einer Herzrhythmusstörung. Bei einer zunehmenden Vernarbung des Herzgewebes, verändert sich die Herzstruktur. Durch diesen Vorgang, beeinflussen fehlgeleitete Signale den Herzrhythmus. Dabei schlägt das Herz in unregelmäßigen Abständen – entweder zu schnell oder zu langsam – aus dem Takt.

Etwa 10% der über 70-jährigen Menschen leiden unter dieser Herzrhythmusstörung. In den meisten Fällen betrifft es Personen in einem höheren Alter.

In Europa leiden über 6 Millionen Menschen unter Herzrhythmusstörungen. Manchmal nimmt die supraventikuläre Tachyarrythmie einen schleichenden Krankheitsverlauf ein. Das heißt, zunächst treten die Beschwerden sozusagen anfallsartig(poroxysmal) auf. Die Herzrhythmusstörungen können dabei Minuten, Stunden und auch tagelang anhalten. Sobald das Vorhofflimmern in einen chronischen Krankheitsverlauf übergeht, sind weitgehend keine Beschwerden mehr zu bemerken – das Herz hat sich somit daran „gewöhnt“ – allerdings kann dadurch die Heilungschance deutlich sinken. Somit ist das frühzeitige Erkennen und Behandeln eines Vorhofflimmerns, bedeutend bezüglich dem Therapieverlauf.

Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen bei einem Vorhofflimmern

Ist die Entwicklung eines Vorhofflimmerns auf eine organische Erkrankung zurückzuführen, muss dahingehend zunächst die Erkrankung behandelt werden. Während eines Behandlungsprozesses verbessert und regeneriert sich in vielen Fällen die Störung des Herzrhythmus ebenfalls von selbst. Manchmal besitzt ein vorhandenes Vorhofflimmern jedoch einen hartnäckigen Bestand und die Symptome bleiben auch bei einer medikamentösen Therapie weiterhin bestehen.

Die wirkungsvollen Medikamente bringen zudem einige Nebenwirkungen(besonders ein erhöhtes Schlaganfallrisiko) mit sich. Besonders bei bereits bestehenden Herzerkrankungen kann das Vorhofflimmern schwer zu therapieren sein. Dann müssen weitere medizinische Maßnahmen erfolgen und es kann sich zunehmend ein permanentes Vorhofflimmern einschleichen.

Wann sollte man bei Vorhofflimmern zum Arzt gehen?

Sobald sich Schwindelanfälle, Herzrasen, Atemnot oder ein „stolpern“ des Herzens bemerkbar macht, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Diese Symptome können die Ursache eines Vorhofflimmerns sein und sollten dementsprechend von einer Fachperson untersucht werden. Je frühzeitiger die Therapie begonnen wird, je besser sind die Heilungschancen und es kann durchaus ein chronischer Krankheitsverlauf verhindert werden.


Behandlung & Therapie

Der Spezialist für Herzerkrankungen ist der Kardiologe.

Bei der Behandlung von Vorhofflimmern gibt es zwei Ansätze.

  • Frequenzkontrolle
    Bei dieser Behandlungsmethode wird das Vorhofflimmern nicht direkt behandelt. Es werden Medikamente verabreicht, oft sind es Betablocker, die den Ruhepuls auf 60 bis 80 Schläge pro Minute senken.
  • Rhythmuskontrolle
    Hier wird versucht, mit Gleichstromimpulsen oder durch die Einnahme von Medikamenten, den Herzschlag zu normalisieren (Kardioversion).

Gelingt es durch diese Therapien nicht, den normalen Sinusrhythmus wieder her zu stellen, kann eine Verödung der Herzinnenhaut mittels Herzkatheter durchgeführt werden.

Um die gefürchtete Bildung von Blutgerinnsel und die Gefahr eines Schlaganfalles zu minimieren, setzt der Arzt blutverdünnende Medikamente ein (Antikoagulanzien). Erkennbare Auslöser, wie Elektrolytstörungen, Schilddrüsenerkrankungen, zu hoher Blutdruck werden behandelt.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Erkrankung und sollte immer von einem Arzt behandelt werden.

Es gibt aber trotzdem einiges, was man selbst zur Genesung beitragen kann:

  1. Trinken sie genug! Empfohlen werden 1,5 l Flüssigkeit pro Tag.
    (Außer es liegt bereits eine Herzinsuffizienz vor, dann besprechen sie die tägliche Flüssigkeitsmenge mit ihrem Arzt.)
  2. Achten sie generell auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Besonders die Zufuhr von Kalium und Magnesium wirkt sich positiv auf das Vorhofflimmern aus.
  3. Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen oder Wandern
    Am besten sprechen sie auch darüber mit ihrem Arzt, welche Sportart für sie geeignet ist und wie lange die Trainingseinheiten sein sollen.

Prognose zur Heilung

Bei manchen Menschen klingt das Vorhofflimmern nicht von alleine ab und die Herzrhythmusstörungen treten immer wieder erneut auf. Die Prognose zur Heilung eines Vorhofflimmerns, hängt bedeutend von der Ausgangssituation ab. Das Vorhofflimmern kann das Sterblichkeitsrisiko – bei einer bestehenden Herzerkrankung – deutlich erhöhen.

Das bestehende Schlaganfallrisiko lässt sich durch gerinnungshemmende Medikamente zwar gut minimieren, jedoch ist in manchen Fällen von einer Medikation abzuraten. Eine Überdosierung ist bei Menschen mit einer beeinträchtigten Leberfunktion besonders gegeben. Eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf Genussmittel und eine ausreichende Bewegung können einem Vorhofflimmern entgegenwirken.

Alternative Medizin & Hausmittel

Alternativmedizin

Die Alternativmedizin(fachsprachlich; komplementäre Medizin) umfasst alternative Behandlungsmethoden und steht in Abgrenzung der wissenschaftlich belegten Schulmedizin. Alternative Behandlungsmethoden können eine schulmedizinische Therapie unterstützen und auf pflanzlicher und natürlicher Basis vorbeugend und auch heilend wirken. Der Therapieerfolg in der Naturmedizin beruht mitunter auf einem Placeboeffekt. Herzrhythmusstörungen können bei gesunden Menschen(ohne organische Erkrankung) auftreten, es kann aber auch eine organischen Erkrankung die Ursache sein. Dieses sollte – vor Beginn einer naturmedizinischen Therapie – abgeklärt werden.

Welche Hausmittel können bei Vorhofflimern helfen?

Als Hausmittel werden kostengünstige und natürliche – zum Teil auch selbst hergestellte – Maßnahmen zur Selbsthilfe bezeichnet. Die sogenannten Hausmittel sind größtenteils leicht selbst zuzubereiten und herzustellen. Hausmittel werden vorbeugend und zur Linderung von bestehenden Erkrankungen eingesetzt. Es gibt innerlich anwendbare Hausmittel und auch äußerlich anwendbare natürliche Zusammensetzungen, die als Hausmittel dienen. Bei Hausmitteln handelt es sich um natürliche Zutaten, welche sich in einem Privathaushalt befinden und meist schon aus „Urzeiten“ bekannt sind. Jegliche Zutaten sind freiverkäuflich und meistens relativ kostengünstig zu erwerben.

Bei Herzrhythmusstörungen können folgende Hausmittel zur Selbsthilfe eingesetzt werden:

  • Bitterstoffe
  • Lavendeltee
  • Hopfentee
  • Melissentee
  • Heilen durch Wasser
  • Propolis
  • Kombucha
  • Jonen-Salbe

Vitalstoffe

Vitalstoffe sind wichtige Makro- und Mikronährstoffe, welche jeder Körper für die Organ- und Zelltüchtigkeit benötigt.

Folgende Nährstoffe zählen zu dem Bereich der Vitalstoffe:

  • Vitamine
  • Mineralstoffe
  • Spurenelemente
  • Essentielle Fettsäuren
  • Essentielle Aminosäuren
  • Sekundäre Pflanzenstoffe
  • Weitere Vitalstoffe

Ein Mangel an Vitalstoffen, kann beeinträchtigende Äußerungen auf den gesamten Organismus mit sich bringen und dadurch mitunter auch Erkrankungen hervorrufen. Bei Herzrhythmusstörungen kommen vor allem folgende Vitalstoffe – beziehungsweise ein Mangel folgender Vitalstoffe in Frage:

  • Magnesium und Kalium
  • Omega 3-Fettsäuren
  • L-Carnitin
  • Coenzym Q10
  • Taurin

Dosierung und Anwendung:

Die Dosierung wird anhand der Körpergröße und anhand des Alters berechnet. Bei einer Unter- oder Überversorgung, kann die Dosis abweichend sein.


Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind gegen Vorhofflimmern zu empfehlen?

 


Behandlungen

 


Heilkräuter & Heilpflanzen

Diverse Heilkräuter, sogenannte Arzneipflanzen, werden in der Naturmedizin wegen des Gehalts an Wirkstoffen zur Linderung von Symptomen und Erkrankungen eingesetzt.

Bei Herzrythmusstörungen werden bestimmte Kräuter als Rohstoff, Teezubereitung und als Badeszusatz verwendet:

  • Angelika
  • Besenginster
  • Cactus
  • Herzgespann
  • Hopfen
  • Knoblauch
  • Kaktus
  • Lavendel
  • Melisse
  • Mistel
  • Maiglöckchen
  • Passionsblume
  • Walnussbaum
  • Weissdorn

Dosierung und Anwendung:

Die Dosierung sollte anhand der Anwendungsart und der empfohlenen Tagesdosis angewendet und nicht überschritten werden. Die Dosierungsanweisung kann je nach Präparat variieren.


Ätherische Öle

Ätherische Öle sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe und werden in der Naturmedizin als mögliche Therapieform eingesetzt. Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel enthalten oft ätherische Öle und erzeugen dadurch eine heilende Wirkung. Eines der bedeutendsten Therapieformen in der Naturheilkunde – in der ätherische Öle zum Einsatz kommen – ist die Aromatherapie. Bei Herzrythmusstörungen wird zur Auswahl angewendet:

  • Ackerminze
  • Eisenkraut
  • Kampfer
  • Minze
  • Neroli
  • Oregano
  • Ylang-Ylang

Dosierung und Anwendung:

Ätherische Öle dürfen niemals in Eigenmedikation angewendet werden. Mancher dieser Öle sind bei einer innerlichen Anwendung giftig oder ätzend. Es sei denn, es handelt sich um verkäufliche Kapseln oder Präparate, welche ätherische Öle beinhalten und somit je nach Dosierungsbeschreibung eingenommen und angewendet werden. Bei einer äußerlichen Anwendung können ätherische Öle eine allergische Reaktion hervorrufen.


Homöopathie

Die Homöopathie (gleich, ähnlich, gleichartig) ist eine Therapiemethode in der Alternativmedizin. Der Grundsatz der Homöopathie: „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“ führt darauf zurüCK, dass die homöopathischen Arzneimittel anhand einer Anamnese ausgewählt werden. Dabei werden die Inhaltsstoffe angewendet, bei denen sich die Symptome der Erkrankung und die Wirkung des Arzneimittels am ehesten angleichen. Bei der Auswahl des passenden Arzneimittels, werden auch die Charaktereigenschaften und die Persönlichkeitsmerkmale mit einbezogen.

Folgende Auswahlpräparate stehen bei Herzrhythmusstörungen zur Auswahl:

  • Acidum benzoicum
  • Adonis vernalis
  • Barium carbonicum
  • Barium jodatum
  • Cactus
  • Convallaria
  • Gelsemium sempervirens
  • Iberis amara
  • Kalium iodatum
  • Lachesis
  • Lycopus virginicus
  • Naja tripudians
  • Spartium scoparium
  • Trogoncephalus Lachesis

Dosierung und Anwendung:

3 x pro Tag:

  • Tropfen: 5 bis 20 Tropfen
  • Tabletten: 1 Tablette
  • Globuli: 5 Globuli

Die Medikation erfolgt in Potenzen(Dosierung). Bei einer Selbstmedikation eignen sich die Potenzen D6 und D12.


Schüssler-Salze

Schüssler-Salze bei Herzrhythmusstörungen

Schüssler-Salze sind Mineralsalze und zugleich alternativmedizinische Präparate. Die Behandlungsform mit Schüssler-Salze stammt aus der Homöopathie und wird in Potenzen(Dosierung) angewendet. Die Therapiemethode geht davon aus, dass die Ursache vieler Erkrankungen in der Störung des Mineralhaushalts zugrunde liegt, welchen man mit einer Gabe bestimmter Mineralsalzen wieder ins Gleichgewicht bringen kann und somit eine Linderung und gegebenenfalls sogar eine Heilung ermöglicht.

Bei Herzrhythmusstörungen werden besonders folgende Mineralsalze angewendet (innerliche Anwendung):

Anwendung und Dosierung:

3 bis 6 mal täglich, je 1 – 3 Tabletten
Hochdosierung in einer Akutphase: Alle 1 bis 10 Minuten 1 Tablette
Kinder: 3 bis 6 mal täglich 1/2 – 2 Tabletten je nach Alter und Körpergröpe.
Tabletten langsam im Mund zergehen lassen und einzeln einnehmen.


Diät & Ernährung

Ernährung bei Herzrhythmusstörungen

Eine geregelte, ausgewogene und gesunde Ernährung, trägt besonders zum allgemeinen Wohlbefinden und zur Fitness bei. Dazu kann eine angepasste Ernährung gegen jegliche Erkrankungen vorbeugend angewendet werden und auch bestehende Symptome und Erkrankungen lindern. Auch bei Herzrhythmusstörungen trägt die Nahrungsaufnahme zur Genesung bei. Ein eventuell vorhandener Tabakkonsum, sollte bei Herzrhythmusstörungen weitgehend reduziert oder vollkommen vermieden werden.

Bestimmte Nahrungsmittel sollten besonders aufgenommen werden:

Folgende Nahrungsmittel sollten reduziert werden:

  • Koffein
  • Alkohol
  • Salz

Alternative Behandlungen

TCMTraditionelle Chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin gilt als ein alternativ- und komplementärmedizinisches Heilverfahren aus China. Besonders die Akupunktur, welche auf die chinesische Medizin zurückzuführen ist, wird mittlerweile weltweit in der Naturmedizin als Behandlungsmöglichkeit angewendet. Die TCM kann auch bei Herzrhythmusstörungen eine Besserung aufzeigen.

Therapeutische Behandlungsverfahren in der chinesischen Medizin:

  • Akupunktur
  • Arzneitherapie
  • Moxibustion(Erwärmung von Akkupunkturpunkten
  • Qigong und Taijiquan – Massagetechniken
  • Tuina, Anmo und Shiatsu – Bewegungsübungen
  • Diätetik

Dosierung und Anwendung:

Je nach Anwendungsmethoden erfolgt eine genaue Anwendungsdosierung. Die Behandlungen werden von einer Fachperson durchgeführt. Diese wird auch die genaue Dosierung bezüglich einer Arzneitherapie und die Dauer der Therapie vorgeben.

FAQ – Fragen & Antworten

Muss die Erkrankung behandelt werden?

Ja! Es gibt sogar mehrere Gründe, warum Vorhofflimmern behandelt werden muss. Die akuten Beschwerden werden gelindert, Folgeerkrankungen wie Schlaganfall oder Herzinsuffizienz werden vorzeitig abgewehrt und die Lebenserwartung wird erhöht.

Wer zählt zu den Risikogruppen?

  • Ältere Menschen
    Etwa 4% der über 65-Jährigen leiden am permanenten Vorhofflimmern und ungefähr 10% der über 80-Jährigen.
  • Menschen mit Bluthochdruck
  • Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen
  • Extreme Ausdauersportler (Marathonläufer oder Radrennfahrer) haben ein erhöhtes Risiko
  • Raucher

Muss ich Kaffee und Tee meiden?

Nein. In Studien wurde nachgewiesen, dass Kaffee wenn er regelmäßig getrunken wird, das Risiko, an Vorhofflimmern zu erkranken, sogar leicht senkt.

Besteht ein vererbtes Risiko?

Die Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass Menschen, bei denen das Chromosom 4q25 eine kleine genetische Abweichung zeigt, doppelt so häufig an Vorhofflimmern erkranken. Diese Erkenntnis hat aber keinen Einfluss auf die Therapie.

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