Meniskusriss

Steckbrief: Meniskusriss

  • Name(n): Meniskusriss; Meniskusschaden; Meniskusläsion; Meniskusruptur
  • Art der Krankheit: Verletzung
  • Verbreitung: häufig
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: traumatisch; degenerativ
  • Wie viele Erkrankte: 9500/Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: hirurg/Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 M23.3

Häufige Ursache für Knieschmerzen

Man sieht es immer wieder: plötzlich geht ein Sportler zu Boden und hält sich mit schmerzverzerrtem Gesicht das Knie. Dieses Szenario kann durch einen Meniskusriss herbeigeführt werden. Denn der Meniskusriss verursacht nicht nur eine Schwellung im Kniegelenk, sondern kann vor allem in akuten Fällen auch zu starken Schmerzen führen.

Durch ein plötzliches Abbremsen oder eine unkontrollierte Drehbewegung im Knie kann die Knorpelscheibe im Knie verletzt werden. Fußballspieler und Skifahrer sind vermehrt betroffen. Doch auch ein Verschleiß, der über Jahre hinweg fortschreitet, kann zu einem Riss am Meniskus führen, daher sind auch fleißige Jogger nicht aus dem Schneider.

Definition Meniskusriss

ALS Meniskusriss, Meniskusruptur oder Meniskusläsion wird eine Verletzung einer der Menisken im Knie bezeichnet.

Der Meniskus ist eine halbmondförmige Knorpelscheibe im Knie, von denen der Mensch in jedem Knie zwei besitzt: einen Innen- und einen Außenmeniskus. Sie dämpfen die auf das Kniegelenk einwirkenden Belastungen und dienen somit als eine Art ‚Stoßdämpfer‘ zwischen den Gelenkpartnern.

Da bei einer Meniskusverletzung der Puffer zwischen den Gelenkpartnern entfällt bzw. nur noch vermindert vorhanden ist, reiben nun die Gelenkflächen direkt aufeinander. Es können starke Schmerzen und Schwellungen auftreten.

Meniskusriss muss nicht bedeuten, dass die Knorpelscheibe vollständig durchtrennt ist. Meist treten Risse auf, die kleine Teile des Knorpels abspalten. Hierdurch kann ein Teil des Knorpels freibeweglich werden und so neben den schon erwähnten Schmerzen und Schwellungen auch zu Bewegungseinschränkungen im Kniegelenk führen.

Was ist ein Meniskusriss?

Beim Meniskusriss wird die Knorpelfläche zwischen den Gelenkpartnern im Knie verletzt.

Die Menisken können in alle möglichen Richtungen reißen oder auch einfach nur ausfransen. Dabei kann sich ein Teil der Knorpelscheibe von seinem ursprünglichen Platz lösen und zu Irritationen im Gelenkspalt führen.

Kleinste Knorpelstücke können sich vollständig vom Rest des Meniskus entfernen und so Entzündungen im Kniegelenk verursachen. Denn in fremden Gebieten erkennt der Körper diesen Knorpelabrieb nicht mehr als körpereigene Substanz, was dazu führt, dass er wie ein Fremdkörper behandelt wird.

Größere Knorpelstücke können ihren Platz auch dann verlassen, wenn sie noch mit dem eigentlichen Meniskus verbunden sind. Sie können verrutschen oder umklappen und so das Kniegelenk blockieren. Diese Blockaden können längere Zeit andauern, aber auch nur kurzfristig vorhanden sein, denn an den ursprünglichen Platz zurüCK gewandert, bereitet der Knorpelabriss manchmal keinerlei Beschwerden.

Diese kleinen oder großen Knorpelstücke, welche wir Fremdkörper die normale Funktion des Kniegelenkes negativ beeinflussen, werden auch als Gelenkmaus bezeichnet.

In der Klinik wird die Meniskusläsion zunächst nach der betroffenen Stelle eingeteilt. Der Arzt stellt also fest, ob Innen- oder Außenmeniskus betroffen ist und ob sich der Riss im hinteren, im vorderen oder im mittleren Drittel des verletzten Meniskus zeigt.

Bei Sportverletzungen ist meist der Innenmeniskus betroffen, da dieser durch die physiologische Verwachsung zu den Innenbändern weniger flexibel ist. Diese feste Verbindung zwischen Knorpel und Band hat zur Folge, dass diese auch häufig gemeinsam reißen. Wenn bei dieser Kombinationsverletzung auch noch das vordere Kreuzband mit betroffen ist, wird vom typischen Verletzungsmuster im Kniegelenk, auch Unhappy Triad genannt, gesprochen.

Zusammenfassend wird also von einem Meniskusriss gesprochen, wenn einer der Menisken im Knie durch ein Trauma oder eine Abnutzungserscheinung geschädigt ist.


Welche Ursachen gibt es?

Eine Meniskusläsion kann sowohl degenerative Ursachen, als auch traumatische Ursachen haben.
Ursache Trauma

Der traumatisch bedingt Meniskusriss betrifft hauptsächlich junge Menschen. Durch eine plötzliche Drehbewegung, welche eventuell mit einer schnellen Streckung oder Beugung des Knies einhergeht, kann der Meniskus reißen.

Häufig betroffen sind Sportler, vor allem aus den Bereichen Skifahren, Fußball, Tennis, Handball und Basketball. Blitzartige Drehbewegungen und Abbremsen aus vollem Lauf provozieren einen Schaden am Meniskus.

Wenn, wie bei einem schnellen Richtungswechsel, eine Drehbewegung und eine Druckbelastung kombiniert werden, entstehen im Kniegelenk sogenannte Scherkräfte. Diese Scherkräfte können zur typischen Unhappy Triad führen, bei der nicht nur der Innenmeniskus sondern auch das Innenband und das vordere Kreuzband Schaden nehmen.
Ursache degenerative Veränderung

Der degenerativ bedingte Meniskusriss betrifft meist Menschen ab dem 40. Lebensjahr. In diesem Alter beginnt der natürliche Verschleiß an den Menisken. Durch diesen Verschleiß wird das Knorpelgewebe geschwächt und es können, auch durch harmlose erscheinende Traumata oder alltägliche Belastung, Risse auftreten. Oft reicht es schon, wenn betroffene Personen in die Hocke gehen.

Knorpelgewebe wird nicht direkt durch den Blutkreislauf mit Nährstoffen versorgt, sondern kann sich nur indirekt durch die, im Gelenk befindliche, Gelenkflüssigkeit mit Nährstoffen versorgen. Für eine optimale Ernährung muss das Gelenk sowohl belastet, als auch entlastet werden. Bei Überbelastung oder auch langer Ruhigstellung beziehungsweise Inaktivität treten Ernährungsstörungen auf, welche zu Knorpelschäden führen können.

Außerdem sorgt diese Gelenkflüssigkeit, auch Synovialflüssigkeit oder Gelenkschmiere genannt, für einen Gleitfilm auf den Knorpelflächen im Gelenk und vermindert so die Reibung zwischen den Gelenkpartnern. Das bedeutet umgekehrt, dass bei fehlender Aktivität im Gelenk die Schmierung fehlt und eine Reizung oder gar übermäßige Abnutzung der Knorpelflächen folgt.
Andere Ursachen

Außer diesen zwei Hauptursachen gibt es auch noch andere Gründe für einen Meniskusschaden, wie zum Beispiel eine Beinfehlstellung. Bei Fehlstellungen im Knie wird ein Meniskus mehr beansprucht, wie der andere und zeigt daher auch schon früher Abnutzungserscheinungen.

Auch angeborene Fehlbildungen am Meniskus und Beinfehlstellungen können zu einem Riss im Meniskus führen.

Insgesamt sind also hauptsächlich die Menschen betroffen, bei welchen degenerative Veränderungen am Knorpelgewebe durch Abnutzung auftreten und Sportler, welche die durch ihre Sportart die Menisken stark belasten.


Symptome & Anzeichen

Viele Meniskusrisse machen keinerlei Beschwerden, doch wenn Beschwerden auftreten, ist der Schmerz ein leitendes Symptom, welcher typischerweise im Knie auftritt.

Die genauere Symptomatik hängt jedoch von der Ursache des Meniskusschadens ab.

Beim traumatisch bedingten Meniskusriss treten meistens akute, stechende Schmerzen auf, die von einer raschen und starken Schwellung des Kniegelenks begleitet werden können. Die verletzten Personen beschreiben meist einen plötzlichen, einschießenden Schmerz und eine anschließende Schwellung.

Beim degenerativ bedingten Meniskusriss können ebenfalls stechende Schmerzen auftreten, welche sich hier allerdings meist unter Belastung zeigen und langsam, aber stetig, zunehmen. Außerdem ist das Gefühl einer Instabilität im Knie typisch für diese Schädigung.

Gerät ein gerissener Anteil des Meniskus zwischen die Gelenkflächen, führt er zu schmerzhaften Belastungseinschränkungen und kann auch die Beweglichkeit einschränken oder gar komplett blockieren. Diese sogenannte Gelenkmaus wirkt im Gelenk wie ein Fremdkörper und kann die Streck- und Beugefähigkeit des Knies komplett aufheben.

Bei einem länger bestehenden Meniskusriss kann durch die verstärkte Belastung der Gelenkknorpel eine Gelenkentzündung entstehen, welche auch Arthritis genannt wird. Es kann zum sehr schmerzhaften Gelenkerguss kommen oder zu einer Entzündung im Bereich der Verletzung. Sollte der Fall einer Entzündung eintreten sind eine starke Erwärmung und Schwellung des Knies die Folgen.

Ein Druckschmerz kann erste Hinweise auf die Lokalisation des Meniskusrisses geben. Bei einer Verletzung am Innenmeniskus reagiert auch eher der innere Gelenkspalt schmerzhaft auf Druck, während ein verletzter Außenmeniskus bei Druck auf den äußeren Gelenkspalt Schmerzen meldet.

Gelegentlich wird ein Meniskusriss zusätzlich durch die Schmerzen von schnappenden oder knacksenden Geräuschen begleitet.

Die häufigsten Symptome sind also Schmerzen mit stechendem Charakter, Gelenkschmerzen bei Belastung, Schwellungen, Bewegungseinschränkungen und Arthritis.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Anamnese

Der Arzt fragt bei der Anamnese viele verschiedene Dinge. Natürlich möchte er wissen, welche akuten Beschwerden im Knie vorhanden sind, doch er wird sich auch nach dauerhaften Belastungen, wie zum Beispiel tägliches Jogging oder gar arbeiten in der Hocke oder auf den Knien. Außerdem ist es wichtig dem Arzt mitzuteilen, ob schon frühere Verletzungen des Knies vorhanden sind.
Palpation

Wenn mündlich alles geklärt ist, dann möchte der Arzt das betroffene Knie natürlich auch sehen und palpieren. Das bedeutet, er tastet das Knie ab und kann so eine etwaige Druckschmerzhaftigkeit feststellen und auch einen Gelenkerguss erkennen.

Bei einem vorhandenen Gelenkerguss kann der Arzt eine Gelenkpunktion durchführen, bei welcher etwas Flüssigkeit aus dem Gelenkspalt entnommen und weiter untersucht wird. Durch die Beschaffenheit der Gelenkflüssigkeit kann mehr über die Art der Verletzung bekannt werden. Gleichzeitig wird durch das Entnehmen der Flüssigkeit das Gelenk entlastet und die Schmerzen können gelindert werden.
Tests

Diverse Tests können ebenfalls weiteren Aufschluss über einen Meniskusriss geben.

Beim Steinmann-Zeichen wird sowohl das Schmerzverhalten bei Außen- beziehungsweise Innenrotation getestet, als auch die Reaktion des Schmerzes auf eine Beugung im Kniegelenk.

Bei dem so genannten Payr-Zeichen sitzt der Patient im Schneidersitz und es wird Druck auf den medialen Gelenkspalt ausgeübt. Ist das Payr-Zeichen positiv, löst dieser Druck erneut Schmerzen auf und deutet so auf eine Läsion des Innenmeniskus hin.

Der Apley-Test testet erneut das Verhalten des Schmerzes bei Außen- und Innenrotation, dieses Mal verbunden mit einer Kompression auf die Fußsohle. Der Patient liegt bei diesem Test auf dem Bauch.

Auch ein Varus- oder Valgusstress löst bei einer Verletzung des Meniskus zu Schmerzen und kann Aufschluss über die Art der Verletzung geben.
Bildgebende Verfahren

Meist wird auch eine Röntgenuntersuchung angeordnet, um knöcherne Verletzungen auszuschließen und vorhandene Verschleißerscheinungen sichtbar zu machen.

Eine weitere Diagnosemaßnahme ist die Anfertigung weiterer Bilder mit Hilfe der Magnetresonanztomographie, kurz MRT.

Da sich aus einem nicht behandelten Meniskusriss Arthritis und/oder Arthrose entwickeln kann, ist es wichtig die Schmerzen nicht dauerhaft auszuhalten und herunter zu spielen.

Der Arzt kann mit einfachen Tests und weiteren bildgebenden Verfahren schnell eine Diagnose stellen und den Verlauf anschließend positiv beeinflussen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Der Meniskusriss ist in Deutschland die häufigste Ursache für Knieschmerzen.

In der Orthopädie gilt die Meniskusverletzung als eine der häufigsten Erkrankungen.

Männer sind etwa 2,8 mal häufiger als Frauen betroffen, also kommen auf jede betroffene Frau fast drei betroffene Männer.

Betroffene Männer sind meist im Alter zwischen 30 und 40 Jahren.

Fast die Hälfte aller Meniskusrisse befindet sich im hinteren Drittel des Innenmeniskus.

Der Außenmeniskus ist deutlich seltener betroffen, da er durch seine Beweglichkeit auch größere Belastungen mal verzeiht.

Die Unhappy Triad, also eine Verletzung des Innenmeniskus mit gleichzeitigem Riss des Innenbandes und des vorderen Kreuzbandes, tritt häufig bei jungen, aktiven Personen auf und ist überwiegend auf Sportverletzungen und Unfälle zurück zu führen.

Zwischen den Jahren 2000 und 2015 haben sich die Fälle von akuten Meniskusrissen in den Krankenhäusern halbiert.

Auch die durchschnittliche stationäre Verweildauer im Klinikum hat sich von etwa fünf Tagen auf nur noch knapp über zwei Tage reduziert.

Im gesamten Zeitraum von 15 Jahren ist kein Sterbefall bekannt.


Komplikationen bei der Krankheit

Natürlich kann es, wie bei allen Verletzungen, auch beim Meniskusriss zu Komplikationen kommen.

Eine dieser Komplikationen ist die schlechte Heilung, wenn die Verletzung zu weit von der Basis entfernt liegt. Grund dafür ist die fehlende Durchblutung im Knorpelgewebe. In anderes Gewebe können über die Blutzirkulation Nährstoffe transportiert werden. Knorpelgewebe, und so auch die Menisken, können nur über die Gelenkflüssigkeit versorgt werden und haben so eine sehr lange Heildauer, wie andere Gewebearten.

Wenn der Riss operativ behandelt wird, dann sind die normalen Risiken einer Operation vorhanden. Außerdem können Knorpel, Bänder, Schleimbeutel und Nerven im Kniegelenk verletzt werden.

Natürlich kann es auch zu einer Infektion kommen, die in diesem Fall weitreichende Folgen haben kann. Durch eine Infektion kann es zur Gelenkversteifung kommen, was die Beweglichkeit im Gelenk nicht nur einschränken, sondern vollständig aufheben kann. Eine Infektion kann also gefährlich werden und muss daher immer umgehend mit Antibiotika behandelt werden, damit alle Folgen auf gehalten werden können.

Insgesamt führen behandelte Meniskusrisse selten zu Komplikationen und können bei guter Versorgung und Schonung sehr gut verheilen.

Wird der Riss jedoch nicht behandelt, können die größten Komplikationen auftreten. Denn der Riss kann sich vergrößern, wenn die Belastung nicht reduziert wird und der Riss nicht fachgerecht versorgt wird. Außerdem besteht immer die Gefahr einer Arthritis oder gar einer Arthrose, welche das Gelenk nachhaltig zerstören kann.

Also muss die Meniskusverletzung auf jeden Fall von einem Arzt untersucht werden und auch dann weiterhin überwacht werden, wenn eine Operation nicht in Erwägung gezogen wird. Mit Hilfe von Physiotherapie und konsequenter Schonung kann der Meniskusschaden eingegrenzt werden und eine Verschlimmerung abgewandt werden.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein unbehandelter Meniskusriss kann unangenehme Folgen haben:

Zum einen können natürlich Schmerzen, Schwellungen und Bewegungseinschränkungen auftreten, welche längere Zeit anhalten und auch immer wieder kehren. Doch auch eine Arthritis oder eine Kniearthrose kann aus einem Meniskusriss folgen.

Um all diese Unannehmlichkeiten zu verhindern, empfiehlt es sich, so früh wie möglich zum Arzt zu gehen.

Nach einem Unfall, auf den akute Knieschmerzen folgen, sollte schnellstens ein Arzt aufgesucht werden.

Bei einem Meniskusriss, dessen Ursache degenerative Verschleißerscheinungen sind, ist ein Meniskusriss von der betroffenen Person schwieriger zu erkennen. Doch bei immer wieder auftretenden Knieschmerzen, die vor allem unter Belastung zunehmen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Im Falle eines Meniskusrisses ist es wichtig, einen Orthopäden auf zu suchen. Gegebenen Falls wird dieser eine weitere Behandlung, beispielsweise eine Meniskusnaht, durch einen Chirurgen empfehlen.

Der Hausarzt kann zwar einen ersten Blick auf da betroffene Knie werfen, wird dann allerdings sehr bald eine Überweisung zu einem Orthopäden ausstellen müssen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Wenn ein Meniskusriss behandelt wird, dann geht es vor allem darum, Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit und Funktionen des Kniegelenks zu erhalten oder wieder herzustellen.

Es gibt sowohl konservative als auch operative Methoden, einen Meniskusriss zu behandeln. Welche Behandlungsmethode im Einzelfall gewählt wird, hängt vom Alter und der Sportlichkeit des Patienten und vom Ausmaß der Verletzung ab.
Konservative Behandlung

Bei der konservativen Behandlungsmethode ist es sehr wichtig, dass der Patient über den natürlichen Verlauf der Krankheit aufgeklärt wird und ein gelenkschonendes Verhalten erlernt. Ruckartige Bewegungen, sowie Drehbewegungen im betroffenen Knie sollten komplett vermieden werden, ebenso wie tiefes in die Hocke gehen.

Beim Umstellen vieler Bewegungsabläufe kann eine Physiotherapie helfen.

Außerdem kennt der Physiotherapeut auch Übungen zur Kräftigung der Oberschenkelmuskulatur und kann zur Unterstützung Elektrotherapie anbieten.

Wenn neben dem Meniskusriss eine Arthritis auftritt, hilft Kühlen bei der Schmerzlinderung.

Sind die Schmerzen zu stark, kann der Arzt Medikamente (z.B. NSAR) zur regelmäßigen Einnahme verschreiben oder ein Lokalanästhetika, sowie entzündungshemmende Wirkstoffe (z.B. Kortison) direkt in das betroffene Gelenk spritzen.

Die konservative Behandlung erfordert einen schonenden Umgang mit dem betroffenen Kniegelenk und eine ausdauernde Therapie.
Operative Behandlung

Die Mehrzahl der Patienten braucht eine operative Behandlung, wobei so viel Knorpelgewebe wie möglich gerettet wird.

Mit Hilfe einer Kniegelenkspiegelung, auch Arthroskopie genannt, kann der Eingriff minimalinvasiv durchgeführt werden. Hierbei wird der Patient teil- oder vollnarkotisiert und kann meist nach etwa 3 Tagen postoperativ das Klinikum wieder verlassen.

Eine offene Meniskusoperation ist in der heutigen Zeit meist nur dann nötig, wenn Bänder oder Knochen mit verletzt sind.
Meniskusentfernung

Bei der Meniskusentfernung, auch Meniskusresektion genannt, werden alle zerstörten Meniskusanteile werden entfernt.

Durch diese Operation wird der Puffer im Kniegelenk, für welchen im Normalfall der Meniskus vorhanden ist, verringert und damit wird einer Kniegelenksarthrose der Weg geebnet.

Um eine frühzeitige Arthrose zu verhindern, wird vor allem bei jungen Patienten ein Meniskusimplantat eingesetzt. Dieses Implantat kann aus Kollagenen oder Polyurethan bestehen oder direkt von einem menschlichen Spender stammen.
Meniskusnaht

Bei der Meniskusnaht, auch Meniskusrefixation genannt, soll das Knorpelgewebe möglichst vollständig erhalten bleiben und so weit wie mögliche wiederhergestellt werden.

Hierbei werden zunächst die Ränder um den Riss geglättet und alle ausgefransten Teile entfernt.

Anschließend wird der Meniskus am Riss genäht und so in seine ursprüngliche Form zurück gebracht.

Der Nachteil bei dieser Behandlungsmethode ist die lange Nachbehandlungszeit. Da Knorpelgewebe nicht durchblutet ist und sich nur über die Synovialflüssigkeit ernähren kann, brauch es sehr lange, bis Verletzungen in diesem Gewebe beginnen zu heilen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass ich den ersten drei Wochen nach der Operation keine Bewegung im Kniegelenk ausgeführt wird. Eine Streckschiene hilft bei der Ruhigstellung des Kniegelenkes.

Erst nach etwa einem halben Jahr kann das Knie wieder im vollen Ausmaß beansprucht werden.

Der große Vorteil bei dieser Behandlung ist die Tatsache, dass sie die beste Perspektive für Kniegelenk verspricht. Denn wenn die Meniskusnaht erfolgreich überstanden ist, kann der Patient ohne Angst vor Arthrose sein Leben wieder genießen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Da es sich beim Meniskusriss um eine Verletzung handelt, gibt es zwar keine Impfung dagegen, dafür kann durch etwas Achtsamkeit und Aufklärung durch aus Prävention betrieben werden.

Dazu sollte man wissen, dass durch ständige Überbelastung des Kniegelenks viel schneller degenerative Veränderungen an den Menisken auftreten können, welche dann anschließend gehäuft zu Meniskusschäden führen.

Verschiedene Berufe und Sportarten können diese Überbelastung hervorrufen, dazu zählen alle Berufen, die kniend oder in der Hocke ausgeführt werden, wie zum Beispiel Boden- und Fliesenleger und alle Sportarten, die das Kniegelenk entweder stark oder lang andauernd beanspruchen. Gefährdet sind Fußball-, Handball-, Basketball- und Tennisspieler, aber auch Skifahrer und ausdauernde Jogger.

Ein wichtiges Thema, das oft unter den Teppich gekehrt wird ist vorhandenes Übergewicht. Denn bei übergewichtigen Menschen müssen die Kniegelenke und somit auch die Menisken einem höheren Gewicht standhalten und werden somit permanent überbelastet.

Außerdem sollte eine Fehlstellung im Knie, möglichst früh korrigiert werden. Denn alle Achsenfehler im Knie führen dazu, dass immer einer der Menisken stärker belastet wird als der andere und somit schneller dem vorzeitigen Verschleiß zum Opfer fällt. Umgangssprachlich werden hierbei von X- beziehungsweise O-Beinen gesprochen. Bei O-Beinen ist vermehrt der Innenmeniskus und bei X-Beinen eher der Außenmeniskus betroffen.

Allgemein kann natürlich jeder mit einer kleinen Umstellung seines Verhaltens den eigenen Menisken etwas Gutes tun. Dazu zählen ein kurzes, effektives Aufwärmprogramm vor dem Sport und das Tragen von geeigneten Protektoren. Bei lang anhaltender Tätigkeit im Sitzen sollte die Position häufig geändert werden, denn schon das kann die Belastung auf die Menisken verringern.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung fällt insgesamt günstig aus. Dabei sind die Heilungschancen vor allem beim Meniskusriss mit traumatischer Ursache gut. Vorausgesetzt, der Meniskusschaden wird rechtzeitig von einem Arzt eingeschätzt und behandelt.

Beim Meniskusriss mit degenerativer Ursache schreiten die Verschleißerscheinungen trotz Behandlung meist weiter fort. Physiotherapie kann hier mit Hilfe von Kraftübungen gute Arbeit leisten und eventuelle Defizite ausgleichen und das Gesamtbefinden verbessern. Hier verringert eine operative Versorgung allerdings zumindest die Beschwerden und hält eine Arthrose auf.

Natürlich ist nicht auszuschließen, dass ein genähter Meniskus an der Nahtstelle erneut Schaden nimmt oder an einer anderen Stelle reißen kann.

Ein wichtiger Faktor ist bei der Heilung immer die Einstellung und das Engagement des Patienten. Denn der Patient, der sein Knie vorzeitig aufgibt und auch die verordnete Schonung nicht gewissenhaft einhält, hat keine so gute Chance auf Heilung, wie der Patient, der an seine Heilung glaubt und die Belastung erst dann wieder aufbaut, wenn sie vom Arzt frei gegeben wurde.

Meniskusschonende Sportarten

Wer seine Menisken schonen möchte, entweder nach einem ersten Meniskusriss oder um einen Meniskusriss vor zu beugen, überlegt jetzt vielleicht, welche Sportarten denn geeignet sind oder ob Sport nun komplett wegfallen muss.

Selbstverständlich gibt es für jeden eine passende meniskusfreundliche Sportart.

Die Skifahrer können beispielsweise auf Skilanglauf umsteigen, wenn sie die Bewegung im kalten Weiß des Winters nicht vollständig missen wollen.

Als Alternative zum Joggen bietet sich ein Crosstrainer an, der durch die elliptische Führung der Bewegungen die Stoßbelastung im Kniegelenk verhindert. Auch Nordic Walking ist eine geeignete Möglichkeit, die Kniegelenke zu schonen ohne an Ausdauer einzubüßen.

Sportarten wie Rudern und Klettern fördern die Körperspannung im gesamten Körper und setzen die Gelenke keinen ruckartigen Stößen aus.

Tai-Chi, Pilates und Yoga verbinden ruhige, sanfte Bewegungsflüsse mit dem Atem und ermöglichen so eine Mobilisierung der Gelenke, ohne große Kraftbelastung. Hierbei sollte allerdings auf eine korrekte Ausführung beachtet werden. Die Anleitung einer erfahrenen Person ist zu empfehlen, da nicht alle Übungen die Gelenke im gewünschten Ausmaß schonen.

Sportarten im Wasser, wie zum Beispiel Schwimmen oder Wassergymnastik, sind durch die hydrostatischen Eigenschaften des Wassers besonders gelenkschonend. Durch den im Wasser herrschenden hydrostatischen Druck und den dadurch entstehenden Auftrieb, wirkt weniger Druck auf die Gelenke und alle damit verbundenen Strukturen werden entlastet.

Radfahrer dürfen sich übrigens freuen, denn ihre Lieblingssportart ist für die Kniegelenke ideal. Besonders bei einer kleinen Übersetzung wirkt weder Stoß- noch Druckbelastung auf die Gelenke und schont die Menisken daher sehr gut.


Alternative Behandlungsmethoden

Die Welt hält viele alternative Behandlungsmethoden offen. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass all diese Methoden als Ergänzung zur eigentlichen Behandlung gesehen werden sollten. Des Weiteren ist es sehr wichtig, den Ruf des gewählten Heilpraktikers zu überprüfen, weil nun mal nicht alles Gold ist, was glänzt. Natürlich muss an diesem Punkt auch ganz klar gesagt werden, dass es durchaus sehr gute Heilpraktiker gibt, die ihre Arbeit ernst nehmen und trotzdem auch außerhalb der schulmedizinisch anerkannten Gebiete denken.

Bewährte alternative Methoden sind beispielsweise TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Akkupunktur und das indische Ayurveda. Auch Massagen können den Genesungsprozess positiv unterstützen und einen Muskelaufbau angenehmer gestalten. Sogar Kuren können die Genesung unterstützen, denn wer seinen Stresslevel senken kann und lernt abzuschalten, gibt seinem Körper die Chance seine Arbeit zu tun und den Meniskusriss zu heilen.

Neben all diesen Möglichkeiten gibt es immer auch Dinge, die jeder zu Hause tun kann, um den eigenen Organismus bei der Genesung zu unterstützen. Neben einfachen Rezepten aus Hausmitteln sind da auch einige Heilkräuter und –pflanzen, die gute Effekte erzielen. Ätherische Öle, Globuli und andere homöopathische Präparate oder Schüssler-Salze können gezielt Anreize setzen und dem Körper in die richtige Richtung lenken.

Auch mit der richtigen Ernährung kann viel gewonnen werden, wenn man den Mut hat sein Verhalten von Grund auf zu ändern.

Welche Hausmittel können helfen?

Grundlegend muss gesagt sein, dass kein Hausmittel der Welt einen Meniskusriss ungeschehen machen kann. Allerdings gibt es einige nützliche Zutaten in jedem Haushalt, die zumindest die lange Zeit der Heilung verkürzen oder zumindest die Beschwerden lindern können.

Da ist zum Beispiel Apfelessig, der zwar nicht so lecker schmeckt, jedoch eine nützliche Eigenschaft besitzt: Er wirkt im Körper basisch und hilft so Giftstoffe aus dem Gewebe zu schwemmen. Apfelessig kann getrunken werden, verdünnt in einem Glas Wasser. Oder der Essig kann äußerlich angewandt werden, entweder in einem Bad oder in Verbindung mit Olivenöl zur Massage.

Sie ist klein und in rot oder grün erhältlich und ihr markantestes Merkmal ist ihre Schärfe. Die Rede ist natürlich von der Chilischote. Auch sie ist im Gemüsefach oft vertreten und ansonsten im Supermarkt leicht erhältlich. Der Chili enthält natürlicher Weise Capsaicin, welches als natürliches Schmerzmittel gilt. Daher hilft beispielsweise Chiliöl oder eine Paste aus Chili gegen Schmerzen und steigert gleichzeitig die Durchblutung. Wenn sich das betroffenen Knie allerdings rot und heiß zeigt, ist die Anwendung von Capsaicin nicht zu empfehlen, denn durch die gesteigerte Durchblutung würde sich diese Symptomatik noch verstärken.

Sehr einfach und sehr effektiv sind oftmals auch kalte Umschläge, welche sowohl die Schmerzen als auch die Schwellung verringern können. Eventuell werden auch abwechselnd warme und kalte Umschläge als wohltuend empfunden.

Bittersalze, wie etwa Magnesiumsulfat, können ebenfalls Schmerzen und Schwellungen lindern. Außerdem entspannen sich durch eine Behandlung mit Bittersalzen die Muskeln und es wird überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe gezogen. Empfohlen wird die äußerliche Anwendung im Badewasser für etwa 20 Minuten. Nicht zu empfehlen ist diese Anwendung bei Herzproblematiken, Bluthochdruck und Diabetes!

Ingwertee, roher Ingwer und Ingwersaft mit Olivenöl zur Massage sind ebenfalls einfache Mittel gegen Schmerzen und Schwellungen, allerdings wirkt Ingwer, ähnlich wie Chili eher wärmend.

Eukalyptusöl hingegen wirkt schmerzlindernd und gleichzeitig kühlend. Kombiniert mit Pfefferminzöl in Olivenöl kann ein wunderbar duftendes Massageöl hergestellt werden, das kühlt und gleichzeitig die Durchblutung steigert.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Zur Linderung von unangenehmen Ausdrucksweisen eines Meniskusrisses, wie beispielsweise Schmerzen und Schwellung, können verschiedene Heilkräuter und –pflanzen angewendet werden.

Da wäre zunächst einmal der Beinwell, der den Beinen gut tun soll und bei der Heilung von Knochen und anderen Strukturen hilft. Er wirkt unter anderem entzündungshemmend, kühlend, wundheilend, schmerzstillend und beruhigend. Verwendet werden die Blätter und Wurzel.

Eine schöne gelbe Blüte trägt die Arnika, welche auch Bergwohlverleih genannt wird. Ihre Eigenschaften sind die Entzündungshemmung, die Schmerzstillung und die Krampflösung. Verwendet werden hier die eben schon erwähnten strahlend gelben Blüten und manchmal auch die Wurzel oder das Kraut selber. Wichtig zu beachten ist bei der Arnika noch, dass sie sehr scharf wirkt und bei vielen Menschen allergische Reaktionen auslösen kann. Daher ist eine hoch verdünnte Einnahme empfohlen.

Früchte, die an Krallen erinnern: die Teufelskralle. Sie ist in Afrika zu Hause und wirkt zum einen stark entzündungshemmend, zum anderen aber auch abschwellend und etwas schmerzlindernd. Diese Kombination macht die Wirkungsweise zu einem sehr geeigneten Heilkraut bei Gelenkbeschwerden und allen Verletzungen, die damit zusammenhängen. Verwendet werden nicht die krallenartige Früchte sondern die Wurzeln.

Ätherische Öle

Nachfolgend sind einige ätherische Öle aufgeführt, welche die Beschwerden durch den Meniskusriss leichter erträglich machen.

Zunächst ein nicht allzu bekanntes Öl: der Cajeput. Er fühlt sich in Südasien daheim, zählt zu den Myrthengewächsen und riecht ähnlich wie der bekanntere Eukalyptus. Das ätherische Öl des Cajeput wird aus dessen Blättern und Knospen gewonnen und ähnelt in seiner durchblutungsfördernden, schmerzstillenden Wirkung wieder sehr dem Eukalyptus.

Schmerzstillend wirkt auch das ätherische Öl der Kiefer, welche außerdem belebt und entspannt. Gelenk- und Muskelschmerzen können mit Kiefernöl gelindert werden.

Minze ist ein sehr bekanntes Kraut und zählt ebenfalls zu den Heilkräutern, die eine schmerzlindernde Wirkung besitzen. Außerdem erfrischt Minze und wirkt daher auch kühlend und gleichzeitig durchblutungsfördernd. Übrigens hilft das ätherische Öl der Minze nicht nur gegen Muskel- und Gelenkschmerzen, sondern auch sehr effektiv gegen Kopfschmerzen.

Homöopathie & Globuli

Folgende homöopathischen Mittel können den Ernährungszustand des Knorpelgewebes im Knie verbessern.

Acidum silicicum, auch unter dem Namen Silicea bekannt, bezeichnet die Kieselsäure, die der Mensch für die Festigkeit von Körper und Seele braucht.

Alchemilla vulgaris wird aus den Blättern des Frauenmantels hergestellt, gilt als entwässernder Stoff und sollte bei schwangeren und stillenden Frauen mit großer Vorsicht angewendet werden. Die Rücksprache mit dem Arzt ist empfehlenswert.

Calcium phosphoricum wird im Deutschen Calciumhydrogenphosphat genannt und ist im Allgemeinen als Säureregulator bekannt. Doch auch bei rheumatischen Beschwerden, Zahnbeschwerden und Kopfschmerzen kann dieses Salz helfen.

Equisetum arvense stammt vom Ackerschachtelhalm und vom Winterschachtelhalm und wirkt harntreibend, blutstillend und unterstützt die Wundheilung.

Symphytum wird aus Beinwell gewonnen und kann Schmerzen lindern, Blutungen Stillen und hilft dem Körper bei der Heilung von Knochenbrüchen, Verletzungen an Sehnen, Knorpeln und der Knochenhaut.

Empfohlen werden tiefe Potenzen, wie etwa D6 oder D12.

Diese homöopathischen Mittel sind häufig auch in einem Präparat vereint erhältlich, eventuell kombiniert mit noch weiteren hilfreichen Wirkstoffen.

Schüssler-Salze

Wer seinen Organismus gerne mit Schüssler-Salzen unterstützen möchte, sollte jetzt vor allem auf drei Stück zurückgreifen.

Als erstes in der Reihe steht die Nummer 10, Natrium sulfuricum (D6). Der Wirkstoff heißt Natriumsulfat und wird auf Deutsch als Glaubersalz bezeichnet. Besonders wirksam ist Natrium sulfuricum bei Beschwerden, die auf eine Fehlernährung zurück zu führen sind, was bei einem Meniskusriss selbstverständlich nicht die tatsächliche Ursache darstellt. In diesem Fall soll das Salz dabei helfen, unerwünschte Stoffe abzutransportieren und alte Zellen auszuscheiden. Das lässt im Allgemeinen auch die Schwellung zurückgehen.

Direkt folgend kommt die Nummer 11, Silicea (D12). Die Kieselerde oder Kieselsäure stärkt das Gewebe und kann auch nicht homöopathisch potenziert eingenommen werden, um einen höheren Effekt zu erzielen. Die innere und äußere Anwendung von Silicea kann die Heilung eines Meniskusrisses positiv beeinflussen.

Mit großem Abstand in der Nummerierung schließt sich auch die Nummer 23, Natrium bicarbonicum (D12) noch an. Natriumbikarbonat, kurz Natron hilft eine Übersäuerung im Körper zu reduzieren und stärkt damit das Knorpelgewebe und verbessert den Ernährungszustand der Menisken. Außerdem hilft Natrium bicarbonicum ergänzend zur Ernährungsumstellung bei Übergewicht.

Diät & Ernährung

Die Ernährung hat einen nicht zu vergessenden Anteil am Gelingen der Genesung. Im Vordergrund steht dabei eine Umstellung der Ernährung für übergewichtige Patienten. Denn durch Übergewicht wirkt dauerhaft eine zu große Kraft auf das Kniegelenk und die Menisken, sie sind also andauernd überbelastet. Wer also einen fortschreitenden Verschleiß aufhalten oder zumindest eindämmen möchte, sollte an seinem Gewicht arbeiten.

Hilfreich für die Belastbarkeit von Knorpel- und Knochengewebe ist eine Basische Ernährung. Kartoffeln, anderes Gemüse und Obst sind empfohlen dafür. Lebensmittel, die im Körper als eher sauer agieren sollten so weit wie möglich vermieden und umgangen werden. Dazu gehören stark zuckerhaltige Lebensmittel sowie Produkte, die auch aus Weißmehl gewonnen werden sollten vermieden werden. Milch, Fleisch, Kaffee und natürlich Alkohol sollten im Rahmen einer basischen Ernährung ebenfalls nicht mehr auf dem Speiseplan stehen.

Im Allgemeinen sollte neben Alkohol auch auf alle anderen Drogen verzichtet werden, da sie den Körper in seinen Regenerationsprozessen behindern.

Ein Thema, das immer wieder in verschiedenen Bereichen angesprochen wird, ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Und dabei sind keine zuckerhaltigen Getränke gemeint. Ausreichend Wasser sollte dem Organismus zugeführt werden, nach Möglichkeit klares Wasser ohne Kohlensäure.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie lange dauert es, bis ich nach einer Meniskus-OP wieder Sporttreiben kann?

Diese Dauer variiert sehr stark. Durchschnittlich dauert es etwa sechs Monate, bis das Knie auch fordernden sportlichen Aktivitäten wieder standhalten könnte. Natürlich ist auch dann ein erneuter Riss nicht ausgeschlossen und vor allem, wenn der Arzt eine längere Schonzeit angeordnet hat, ist es riskant diese eigenmächtig zu verkürzen. Kein Arzt möchte seine Patienten mit solchen Anordnungen ärgern, sondern hat schlicht und einfach noch Bedenken, was die Haltbarkeit der Naht betrifft.

Ein kleiner Trost ist jedoch die Aussicht auf eventuelle Alternativen. So bietet sich das Training auf einem Crosstrainer oder dem Fahrrad als meniskusschonende Aktivität an. Auf diesem Weg ist es möglich, überschüssige Energie ab zu lassen, Fitness zu trainieren und das Knie trotzdem nicht zu früh einer kontraindizieren Belastung auszusetzen.

In jedem Fall sollten auch solch schonende Sportarten mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Und bei falls weder Crosstrainer, noch Fahrrad die lange Ruhephase angemessen überbrücken kann, fällt vielleicht dem Arzt oder dem Physiotherapeut eine geeignete Alternative ein.

Was passiert, wenn mir der verletzte Meniskus vollständig entfernt wird?

Wenn der Meniskus vollständig entfernt wird, dann muss der Arzt auf jeden Fall über die Folgen aufklären und auch für eventuelle Rückfragen bereit stehen.

Insgesamt ist jedoch zu sagen, dass eine vollständige Entfernung meist nicht angestrebt wird. Und falls dieser Fall doch eintreten sollte, dann wird meist eine Implantation eines künstlichen Implantates oder eines menschlichen Meniskus vorgeschlagen.

Sollte der Meniskus, welcher im Kniegelenk als eine Art Puffer agiert, jedoch ohne Ersatz vollständig entfernt werden, wird eine Arthrose als Folge über kurz oder lang nicht aus zu schließen sein. Denn ohne den Meniskus müssen die beiden Gelenkknorpel, welche die Knochen des Unterschenkels und auch den des Oberschenkels am Gelenk umschließen, zu viel Belastung ertragen. Normalerweise fängt der Meniskus einen sehr großen Teil der Belastung auf das Kniegelenk ab.

Durch diese Überbelastung verschleißen die Gelenkknorpel viel zu schnell und auch die darunter liegenden Strukturen nehmen auf Dauer Schaden.

Kann mein Arzt einen Meniskusschaden mit absoluter Sicherheit ausschließen?

Es gibt tatsächlich den Fall, in dem ein Meniskusriss sich lange Zeit versteckt hält. Und zwar passiert das dann, wenn der angerissene Teil an seinen ursprünglichen Ort zurück rutscht und so kaum noch Probleme bereitet.

Doch da der Arzt so viele Tests parat hat und die Knieschmerzen nicht unerklärt hinnehmen wird, kann ein Meniskusschaden mit an Absolutheit grenzender Sicherheit festgestellt werden.

Durch viele bildgebende Maßnahmen kann der Arzt jeden Millimeter des schmerzenden Knies durchleuchten und kann so jede noch so kleine Verletzung im Gewebe erkennbar gemacht werden. Dabei wird jeder Veränderung nachgegangen und noch einmal genauer Untersucht.

Sollte nach wie vor Unklarheit herrschen, kann eine Arthroskopie, also eine Gelenkspiegelung, letzte Fragen klären. Hierbei handelt es sich eigentlich schon um eine Behandlung und nicht mehr um ein Diagnosemittel. Doch wenn keine klaren Bilder angefertigt werden können durch eine zu starke Schwellung oder wenn ein Hämatom das Bild überschattet, kann eine Arthroskopie durchaus auch zu Diagnosestellung verwendet werden.

Wann muss ein Meniskus entfernt werden und wann kann er genäht werden?

Wann ein Meniskus entfernt werden muss und nicht mehr genäht werden kann, entscheidet der behandelnde Arzt. Doch insgesamt wird immer versucht, so viel Gewebe wie möglich zu erhalten.

Eine Komplikation, die gegen eine Meniskusnaht spricht, ist die zu weite Entfernung von der Basis.

Das Gewebe nahe der Basis ist teilweise sogar durchblutet und kann deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder zusammen wachsen.

Gewebe, das weit entfernt von der Basis liegt, wird nicht mehr durchblutet und kann nur noch über die Gelenkflüssigkeit, die sogenannte Synovialflüssigkeit oder Gelenkschmiere, versorgt werden.

Das bedeutet insgesamt, dass die Ernährung schlechter wird, je weiter das betroffene Gebiet von der Basis entfernt liegt.

Der behandelnde Arzt hat sich in jedem Fall ausgiebig mit allen Testergebnissen und gemachten Bildern beschäftigt und schlägt nun die, für diesen speziellen Fall, am vielversprechendste Möglichkeit vor. Sollte die Wahl auf eine Meniskusresektion fallen, dann ist der Arzt nicht mehr der Meinung, dass er seinem Patient mit einer Meniskusnaht einen Gefallen tun würde. Trotzdem lässt sich über alles reden und offene Fragen sollten auf jeden Fall vor dem Eingriff gestellt werden, denn nur so können Unklarheiten beseitigt und Missverständnisse verhindert werden.

Wächst ein entfernter Meniskus wieder nach?

Die Menisken sind sichelförmige Knorpelscheiben im Kniegelenk, die dort als Stoßdämpfer fungieren. Der Mensch besitzt in jedem Knie zwei Menisken. Bei zu starker Beanspruchung kann das Knorpelgewebe geschädigt werden. Dies kann über längere Zeit zu Verschleißerscheinungen und degenerativen Veränderungen führen oder es kann bei einer sehr plötzlichen Überbelastung zu einem Meniskusriss kommen.

Der Meniskusriss kann in vielen Fällen genäht werden.

Ein degenerativ geschädigter Meniskus franst meist aus und kleinste Teilchen lösen sich nach und nach heraus. Das Knorpelgewebe löst sich auf und kann seine Arbeit nicht mehr erfüllen. In diesem Fall werden meist die kaputten Segmente entfernt.

Mit etwas Glück wächst ein genähter Meniskus wieder zusammen, aber nein, ein operativ entfernter Meniskus wächst nicht mehr nach.

Wem diese Erkenntnis Angst macht, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass es die Möglichkeit einer Transplantation oder der Implantation eines künstlichen Ersatzes gibt.

Die für den Einzelfall in Frage kommenden Möglichkeiten kann der behandelnde Arzt am besten aufzeigen. Und auch bei Ängsten und Unklarheiten sollte der Arzt ansprechbar sein und Klarheit schaffen.

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