Kreuzbandriss

Steckbrief: Kreuzbandriss

  • Name(n): Kreuzbandriss; Kreuzbandruptur
  • Art der Krankheit: Verletzung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 19. Jahrhundert
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Überbelastung des Kniegelenks
  • Wieviele Erkrankte: Ein Halber bis Einer pro 1000 Einwohner
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Sportarzt; Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 > M00-M99 > M00-M25 > M20-M25 > M23.

Riss des Kreuzbandes

Der Riss des vorderen oder hinteren Kreuzbandes ist eine häufig im Rahmen sportlicher Betätigung auftretende Verletzung, die als Folge starker Überbelastung des betroffenen Kreuzbandes einen Ausfall von mehreren Wochen bis Monaten bedeuten kann. Erste Anzeichen sind Blutergüsse, starke Schmerzen am Knie und Schwellungen. Treten diese Symptome auf, sollte unbedingt ein Arzt konsultiert werden, um eine verletzungsgemäße Behandlung zu garantieren.

Die Behandlungsmethoden sind vielfältig: Es gibt physiotherapeutische Ansätze, die zunächst eine Ruhigstellung und im Verlauf einen Muskelaufbau zur Stabilisation verlangen, operative Ansätze verschiedenster Art und begleitende alternative Methoden zur Unterstützung des Heilungsprozesses. Dabei hängt die Wahl der Behandlung von vielen Faktoren wie Alter, sportlicher Betätigung und der Notwendigkeit einer schnellen Heilung ab.

Definition Kreuzbandriss

Der Kreuzbandriss, auch Kreuzbandruptur genannt, ist der unvollständige oder vollständige Riss eines oder beider Kreuzbänder im Inneren des Knies. Er tritt bei übermäßiger Belastung des Kniegelenks auf, vornehmlich bei Sportverletzungen. Oft ist ein Kreuzbandriss die Folge eines plötzlichen Richtungswechsels. Je nach Verletzung können neben den Kreuzbändern auch andere Bänder betroffen sein.

Die Therapie ist entweder konservativer Art, wird also ohne chirurgischen Eingriff vorgenommen oder chirurgischer Art, im Fall des Kreuzbandrisses minimalinvasiv. Die Diagnose kann bereits anhand der Symptome, Schilderung des Verletzungsvorgangs und tastender Untersuchungen gesichert werden, oft wird sie allerdings durch eine Arthroskopie oder Magnetresonanztomografie weiter abgesichert. Die Kreuzbandruptur äußert sich in der Regel durch schmerzhafte Blutergüsse oder Schwellungen am Knie.

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Was ist ein Kreuzbandriss?

Ein Kreuzbandriss (auch: Kreuzbandruptur) betrifft in den meisten Fällen das vordere Kreuzband, lateinisch Ligamentum cruciatum anterius und ist unmittelbare Folge eines Überschreitens der Reißfestigkeit des Kreuzbandes. Seltener kann auch das hintere Kreuzband betroffen sein.

Die beiden Kreuzbänder stabilisieren unverletzt das Knie und begrenzen seinen Bewegungsraum, um vor Verrenkungen zu schützen. Sie liegen überkreuz im Inneren des Gelenks zwischen Schienbein und Oberschenkelknochen. Das Gelenk wird von außen und innen über zwei weitere Bänder stabilisiert.

Wird nun, beispielsweise bei der Ausübung sportlicher Tätigkeiten ein zu ruckartiger Richtungswechsel vollzogen, kann sich der Unterschenkel nach außen (Valgusbeugungsstress) oder innen (Varusbeugungsstress) drehen und das vordere Kreuzband im Verlauf dieser Bewegung partiell oder sogar komplett zum Reißen gebracht werden. Auch starke Beugebewegungen können zum Riss des vorderen Kreuzbandes führen, ebenso kann er die Folge einer ausgekugelten Kniescheibe sein, wenn in dessen Verlauf der plötzliche Stabilitätsverlust eine Überbeanspruchung des Bandes begünstigt.

Das gerissene Kreuzband macht sich durch enorme Schwellungen am Knie bemerkbar, welches in einigen Fällen auf den doppelten Umfang anschwellen kann. Weitere Symptome sind Blutergüsse und Schmerzen am Knie.

Die Bänder bestehen aus Muskelfasern (Kollagen) und werden von einem Schleimhautsäckchen, dem Synovialsack, welches wie eine Feder agiert, vor der Kollision mit dem Gelenk geschützt. Bei manchen Menschen werden die Kreuzbänder durch weitere Bänder geschützt, welche allerdings nicht bei jedem in gleicher Weise ausgeprägt sind. Die Kreuzbänder sind etwa 18 mm bis 33 mm lang und bestehen aus einem Faserbündel.

Bleibt der Riss unbehandelt, können schwere degenerative Schäden die Folge sein, weshalb bei entsprechenden Schmerzen nach einer Verletzung der Besuch eines Arztes höchst empfehlenswert ist.

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Welche Ursachen gibt es?

Obwohl die Kreuzbänder durch ihre Überkreuzstellung gegen Überbeanspruchung gesichert sind, kann es in Extremsituationen, auf die das Gelenk nicht durch entsprechende Aufwärmübungen vorbereitet wurde, zum Riss zur Überdehnung kommen. Ursache sind meist Bewegungen, die außerhalb dieser Situationen nicht gemacht werden und nur in sportlichem Umfeld oder bei Unfällen auftreten.

Wird, beispielsweise bei der Ausübung sportlicher Tätigkeiten ein zu ruckartiger Richtungswechsel vollzogen, kann sich der Unterschenkel nach außen (Valgusbeugungsstress) oder innen (Varusbeugungsstress) drehen und das vordere Kreuzband im Verlauf dieser Bewegung partiell oder sogar komplett zum Reißen bringen. Auch starke Beugebewegungen können zum Riss des vorderen Kreuzbandes führen, ebenso kann er die Folge einer ausgekugelten Kniescheibe sein, wenn in dessen Verlauf der plötzliche Stabilitätsverlust eine Überbeanspruchung des Bandes begünstigt.

Das hintere Kreuzband ist in der Regel nicht allein betroffen, sondern meist Teil einer komplexen Verletzung in Folge einer äußeren Gewalteinwirkung auf das gesamte Kniegelenk. Diese Art der Verletzung tritt oft im Verlauf von Verkehrsunfällen auf und ist auf die angewinkelte Haltung während des Sitzens im Auto zurückzuführen. Beim beschleunigten Auftreffen des Knies auf das Armaturenbrett kann das Kreuzband reißen. Ein weiterer Bereich sind kontaktbetonte Sportarten wie American Football, bei denen direkte Krafteinwirkung auf das Knie zur Überstreckung nach hinten führen können und ein Riss die Folge sein. Auch hier allerdings wird der Riss des hinteren Kreuzbandes normalerweise von weiteren Bänderverletzungen begleitet.

Sind die Kreuzbänder gerissen, verlieren sie ihre natürliche Schutzfunktion und die Gefahr einer Meniskusverletzung steigt, da die gesunden Kreuzbänder in angespanntem Zustand Schläge abschwächen und an die Muskulatur leiten können.

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Symptome & Anzeichen

Reißen eines oder gleich beide Kreuzbänder, macht sich die Ruptur normalerweise unmittelbar bemerkbar.

Bereits der Riss an sich ist nur schwer zu übersehen: Im Moment des Reißens macht sich neben einem knackenden Geräusch auch ein relativ schnell einsetzender Schmerz bemerkbar.

Eines der ersten Symptome ist eine Schwellung des Knies sowie anhaltende Schmerzen.

Die Bildung eines schnell nachlaufenden blutigen Ergusses kann entweder unmittelbar, in manchen Fällen aber auch verzögert eintreten.

Auch im Bewegungsablauf macht sich die Verletzung bemerkbar, da die Kreuzbänder für die Stabilisierung des Kniegelenks benötigt werden. Der Gang einer betroffenen Person ist also oftmals instabil, falls das Gehen schmerzbedingt überhaupt möglich ist.

Folgende Symptome können also weiterhin zu beobachten sein:

  • ein Wegknicken der Knie
  • unsicherer Gang, wackelige/zitternde Knie während der Belastung
  • ein blockiertes Gelenk
  • die Unfähigkeit, das Gelenk zu beugen und/oder strecken
  • das Gefühl, Unterschenkel und Oberschenkel würden sich gegeneinander verschieben

Welche Symptome letztlich auftreten hängt natürlich auch davon ab, welches Kreuzband betroffen ist und ob nur eine partielle Ruptur vorliegt oder das Band komplett gerissen ist. Beim Riss des hinteren Kreuzbandes lässt sich das Schienbein wie eine Schublade nach hinten verschieben, beim Riss des vorderen Kreuzbandes lässt es sich nach vorne verschieben.

Da eine Kreuzbandruptur oft im Rahmen einer komplexeren Verletzung vorliegt, können Phänomene wie die „Unhappy triad“ auftreten, bei welcher das vordere Kreuzband, das Innenband und der Innenmeniskus gleichzeitig verletzt werden, allerdings können die Kreuzbänder natürlich auch ohne begleitende Verletzungen reißen.

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Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose der Kreuzbandruptur kann äußerlich anhand einer Vielzahl von Bewegungstests erfolgen, aber auch bereits an den beschriebenen Verletzungsumständen und Schmerzen oder deutlich sichtbarer Schwellungen und Einblutungen festgemacht werden.

Der sogenannte Lachman-Test zeigt, ob die für den Kreuzbandriss typischen Bewegungsmuster vorhanden sind, also zum Beispiel Gelenke weg- oder umknicken, der Gang unsicher oder das Kniegelenk instabil ist.

Das Schubladen-Zeichen

Durch das Schubladen-Zeichen lässt sich erkennen, welches der beiden Bänder betroffen ist. Lässt sich das Schienbein dem Oberschenkel entgegen nach vorne verschieben, ist das vordere Kreuzband betroffen, lässt es sich nach hinten verschieben, liegt ein Riss des hinteren Kreuzbandes vor. Dies zu überprüfen ist allerdings wegen der oft starken Schmerzen des Betroffenen schwierig, sodass die Diagnose erschwert werden kann.

Weitere Diagnosemethoden

Da bei einer Verletzung des Kreuzbandes auch eine Fraktur nicht auszuschließen ist, wird das Knie in der Regel zusätzlich geröntgt. Da Röntgenaufnahmen ohne Kontrastmittel nur knöchernes Gewebe zeigen, ist die Ruptur an sich damit allerdings nicht erkennbar. In einigen Fällen kann es allerdings zu einem Abreißen des verknöcherten Ansatzes des Kreuzbandes kommen, was dann auch beim Röntgen sichtbar wird. Dies ist jedoch selten und kommt vor allem bei Kindern vor.

Um die Ruptur selbst bildgebend nachzuweisen, eignet sich die Magnetresonanztomographie. Mithilfe dieser Methode können auch begleitend auftretende Verletzungen erkannt werden.

In der Diagnose kommt die Kniegelenkspiegelung (Arthroskopie) nur noch selten zum Einsatz, allerdings erfolgt diese unweigerlich zusammen mit der Behandlung, falls diese minimalinvasiv vonstatten geht.

Krankheitsverlauf

Während der Ruptur ist ein lautes Knacken hörbar und eine Instabilität des Gelenks macht sich bemerkbar. Eine Schwellung kann unmittelbar, aber auch verzögert eintreten. Einige Stunden nach der Verletzung können auch Hämatome auftreten, da der Bereich um das Gelenk von vielen Gefäßen umgeben ist. Etwa eine Woche nach Eintreten der Ruptur beginnen die Symptome wieder abzuklingen, die Stabilität des Gangs hängt jedoch stark von umgebenden Muskeln ab.

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Häufigkeit & Diagnosedaten

Bei der Kreuzbandruptur handelt es sich um eine häufige Sportverletzung, die zumeist stationär behandelt wird, allerdings in seltenen Fällen auch ambulant behandelt werden kann.

In Deutschland werden jährlich etwa 50.000 Risse des vorderen Kreuzbandes dokumentiert, was im Mittel einer Verletzungsrate von 0.5-1 Kreuzbandrissen pro 1000 Einwohnern entspricht. Davon werden jährlich 35.000 operativ behandelt. In den USA werden etwa 100.000 Rupturen jährlich behandelt.

Ein Krankenhausaufenthalt von 3,4 Tagen und eine Arbeitsunfähigkeit von etwa 16 Wochen entspricht dem Durchschnitt.

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Komplikationen bei der Krankheit

In etwa 15% der Fälle treten nach der Kreuzband-Operation Beschwerden auf, die eine Wiederholung des operativen Eingriffs erforderlich machen.

Es wird unterschieden zwischen unmittelbar nach der Operation auftretenden und später auftretenden Beschwerden. Unmittelbar nach der Operation auftretende Beschwerden sind oftmals bekannte Risikofaktoren wie Wundheilungsstörungen, Blutgerinnsel oder bakterielle Infektionen des Kniegelenks oder der oberflächlich entstandenen Wunde. Selbst unter strengster Beachtung aller Sicherheitsvorkehrungen sind diese Risikofaktoren nicht gänzlich auszuschließen – Die Wahrscheinlichkeit, dass diese unmittelbar auf die Operation folgenden Beschwerden allerdings auftreten, ist verschwindend gering.

Unter später auftretenden Komplikationen versteht man die verbleibende Instabilität des Kniegelenks oder eine Einschränkung der Bewegungsmöglichkeiten des Knies. Dies schließt eine Einschränkung der Streck- sowie Beugefähigkeit des Gelenks und Knochenerweichungen durch Unverträglichkeitsreaktionen ein.

Abhängig von der Art der Verletzung und der gewählten Operationsmethode werden unterschiedliche Implantate eingesetzt, um das Band zu fixieren. Einige davon sind resorbierbar, also selbstauflösend, andere hingegen bestehen aus Materialien wie Titan und verbleiben ewig im Körper. Es kann vorkommen, dass diese Implantate durch ungünstige Platzierung oder unvorhersehbare Verknöcherung (oder Knochenerweichung) zum mechanischen Störfaktor werden. Ist ein Implantat beispielsweise nicht vollständig im Knochen versenkt oder liegt unmittelbar unter dem Band, kann es sein, dass dieses Band dann nicht mehr reibungsfrei gleitet und so Abreibungserscheinungen inklusive Schmerzen auftreten. Schmerzen direkt nach der Operation sind jedoch völlig normal.

Ragt ein Implantat so weit aus dem Knochen heraus, dass es in das Kniegelenk stößt, können neben der Behinderung der Bewegung auch Vernarbung die Folge sein.

Eine weitere Komplikation ist die Abstoßung der Knieimplantate. Dies tritt vor allem bei resorbierbaren Materialien auf, also solchen, die sich nach wenigen Monaten auflösen oder in Knochen umwandeln. Hier kann es zu einer Knochenerweichung rund um das Implantat kommen, sobald dessen Abbaureaktion Stoffe freisetzt, auf die der Träger allergisch reagiert. Dies führt dazu, dass der Knochen deutlich weniger Belastung toleriert und sich unter Umständen sogar entzündet.

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Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei einem Verdacht auf Kreuzbandriss erübrigt sich meist allein schon aufgrund der intensiven Schmerzen die Frage nach der Notwendigkeit des Arztbesuchs. Beobachten Sie mehrere der hier bereits erwähnten Symptome an sich, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, da ein unbehandelter Kreuzbandriss zwar nicht unbedingt operativ behandelt werden muss, um zu verheilen, jedoch in jedem Fall ausgeschlossen werden sollte, dass Begleitverletzungen vorliegen, die einer Behandlung bedürfen.

Liegen also folgende Symptome vor:

  • Extreme Schmerzen im Kniebereich
  • Blutergüsse im Kniebereich
  • Ein schubladenartig verschiebbares Schienbein
  • Schwellungen im Kniebereich

sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen.

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Behandlungsmethoden & Therapie

Zur Erstversorgung der Verletzung sollte das Bein geschont werden. Am besten wird es gekühlt und hoch gelagert, sowie mithilfe eines Druckverbands verhindert, dass sich Blutungen und Schwellungen ausweiten können.

Zur Behandlung der Kreuzbandruptur gibt es unterschiedliche Ansätze. Im Rahmen einer Kniespiegelung kann neben der sicheren Diagnose eine Kreuznaht gesetzt werden, um die Fasern wieder miteinander zu verbinden.

Sind die Bänder zu ungleich oder faserig abgerissen, wird ein Faserstreifen aus dem eigenen Muskelgewebe entnommen und transplantiert. Nachteil dieser operativen Methode ist die erforderliche Reha und die Arbeitsunfähigkeit von etwa 16 Wochen. Im Fall einer Ruptur des hinteren Kreuzbandes erfolgt diese Form der Therapie normalerweise erst, nachdem die konservative Therapie nicht den gewünschten Effekt gezeigt hat. Zur Nachbehandlung wird eine Knieschiene angelegt, die je nach Stabilität sechs bis zwölf Wochen lang getragen werden muss. Begleitend wird im Rahmen einer Krankengymnastik der Fokus auf den Aufbau der Oberschenkelmuskulatur und schrittweise Belastung des Gelenks gelegt.

Gerade bei älteren Menschen wird so gut wie möglich auf einen operativen Eingriff verzichtet und vorzugsweise eine Ruhigstellung mithilfe einer Knieorthese vorgenommen, sodass die Fasern von selbst wieder verwachsen können. Diese Art der Therapie nennt man rein konservative Therapie und ist auch dann ratsam, wenn man sportlich nicht aktiv ist und die Verletzung eine Behandlung ohne Operation überhaupt zulässt. Diese Art der Therapie ist vor allem bei einem hinteren Kreuzband gebräuchlich und kann durch gezieltes Aufbautraining der Oberschenkelmuskulatur zu einer ähnlich guten Stabilität und Beweglichkeit des Gelenks führen wie vor der Verletzung.

Eingeleitet wird die konservative Therapie im Anschluss an die Erstversorgung mit einer Kältetherapie und anschließender physiotherapeutischer Betreuung. Zur Entlastung der Gelenke kommen außerdem Knieschienen und Unterarmstützen zum Einsatz, sollten eine weitere Ruhigstellung und Unterstützung während des Heilungsprozesses erforderlich sein. Allerdings setzt die konservative Therapie auf den Muskelaufbau (sowohl Beuge- als auch Streckmuskulatur), sodass das Knie unbedingt normal belastet werden muss. Die Schienen sollten folglich nur so lange getragen werden, wie sie wegen des Schmerzes erforderlich sind.

Gegen die mit der Ruptur verbundenen Schmerzen helfen Schmerzmittel, gegen Schwellungen und Entzündungen werden Kortisonpräparate oder kortisonfreie Entzündungshemmer per Spritze direkt in das Gelenk verabreicht.

Ziel der Therapie ist es also:

  • Schwellungen und Blutungen zu verringern
  • Schmerzen zu lindern
  • die Bewegungsfähigkeit und Stabilität des Gelenks wiederherzustellen
  • den Wiedereintritt ins Berufsleben und die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten zu ermöglichen
  • die allgemeine Mobilität wiederherzustellen

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Vorbeugung – Prävention

Zur Vorbeugung im sportlichen Bereich ist es wichtig, dass gerade vor Wettkampfsituationen auf eine gute Vorbereitung geachtet wird – Dazu zählt neben einer sicheren Kenntnis aller möglichen und nötigen Bewegungen und Belastungen während des Spiel-/Wettkampfverlaufs auch eine Form des Trainings, welche sämtliche zu erwartenden Belastungen miteinbezieht und aktiv und häufig übt. Lauftrainings, häufige Richtungswechsel, Balancierübungen, aber auch Sprungübungen und das Trainieren allgemeiner Koordination gehören zu solch einem Training.

Eine weitere wichtige Vorbereitung ist ein zur Betätigung passendes Aufwärmprogramm direkt vor Ausführung des Sports. Bringen Sie in Erfahrung, welches Aufwärmprogramm auf die für Ihre Sportart nötigen Belastungen und Bewegungen vorbereitet und führen Sie es konsequent vor jeder sportlichen Betätigung durch.

Um zu verstehen, wie ein Kreuzbandriss überhaupt zustande kommen kann, ist es oft hilfreich, Videoaufzeichnungen von sportartspezifischen Verletzungsmustern zu sehen, um beispielsweise fehlerhafte Beinstellungen zu erkennen und dieses Wissen dann in der Ausführung umzusetzen. In diesem Rahmen kann auch eine Reihe von spezifischen Feedback-Übungen zur Anwendung kommen oder durch sogenannte Feedforward-Übungen bewusst und unbewusste Voraktivierung der Muskulatur stattfinden.

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Prognose zur Heilung

Nur selten kommt es nach der Behandlung eines Kreuzbandrisses zu Komplikationen wie Infektionen, Thrombose, Nachblutungen oder Gefäßverletzungen. Durch ausgeklügelte Therapiemethoden sind die Langzeitergebnisse in den meisten Fällen gut und das alte Leistungsmuster kann nahezu gänzlich wiedererlangt werden. Wichtig hierfür ist natürlich die entsprechende Nachbehandlung, zum Beispiel durch Krankengymnastik und Reha, um zum Beispiel einen andauernden Abrieb des Gelenks zu verhindern. Hierbei spielt auch das regelmäßige Training der umgebenden Muskeln eine große Rolle, da diese Stabilität garantieren.

Bei einem Kreuzbandriss kommt es nicht auf den Zeitpunkt der Behandlung an, solange keine anderen Verletzungen vorliegen, die einer raschen Behandlung bedürfen (z.B. Meniskus- oder Knorpelabriss). Es ist jedoch wichtig, die umliegende Muskulatur schnellstmöglich wiederaufzubauen, denn je länger das Knie ruhiggestellt ist, desto stärker ist der Muskelabbau und in Folge dessen die Instabilität des Knies.

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Der Kreuzbandriss bei Kindern

Reißen bei jungen Sportlern eines oder sogar beide Kreuzbänder, stellt sich gerade im Hinblick auf das anstehende Wachstum die Frage, welche Behandlungsmethode sich eignet, um eine möglichst reibungsfreie Zukunft zu ermöglichen.

Eine Operation ist oft die beste Wahl

Gerade bei Kindern kommt es aufgrund der im Vergleich zu Erwachsenen noch schwächeren Knochenstruktur häufig vor, dass die knöcherne Verbindung des Kreuzbandes zum Schienbein oder Oberschenkelknochen ausreißt. Besonders die Verankerung mit dem Schienbein ist hier gefährdet. Im Verlauf dieser Verletzungsform geht die Funktion des betroffenen Kreuzbandes komplett verloren und eine operative Behandlung ist unumgänglich.
Die Stabilisierung des Kniegelenks ist aber auch bei einer regulären Ruptur bei jungen Patienten nur schwerlich durch gezieltes Muskelaufbautraining wiederherzustellen, sodass eine Operation fast immer operativ versorgt werden muss, wenn der gesundheitliche Zustand des Betroffenen dies zulässt.

Offene Wachstumsfugen als potenzieller Problemherd

Eine Besonderheit hierbei ist allerdings, dass die noch geöffneten Wachstumsfugen bei Kindern. Bei einem Ausriss des knöchernen Ansatzes sollte dieser im Rahmen einer Arthroskopie wieder befestigt werden, bei einem Riss im Gelenk ist der Ersatz des Kreuzbandes meist sinnvoller. Hierzu wird eine Sehne aus dem eigenen Körper (meist aus dem Oberschenkel) in das Gelenk eingezogen und fixiert. Die Wachstumsfugen müssen an dieser Stelle beachtete werden, um eine spätere Störung des Wachstums zu vermeiden. Hält sich der Operateur allerdings an wichtige Operationsregeln, ist diese Gefahr verschwindend gering.

Knorpelverletzungen

Bei Knorpelverletzungen wird bei Kindern und Jugendlichen in der Regel mit Knorpelzelltransplantationen minimalinvasiv behandelt. Hierbei werden körpereigene Knorpelzellen eingesetzt, um entstandene Knorpelschäden ohne die Gefahr einer Abstoßungsreaktion zu reparieren. An der Stelle des Schadens kann so echtes Knorpelgewebe nachwachsen und eine vollständige Heilung wird möglich.

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Alternative Behandlungsmethoden

Immer mehr Menschen setzen bei Verletzungen, welche keine unmittelbare Behandlung durch einen Schulmediziner verlangen, auf alternative Heilmethoden. Diese Methoden können auch durchaus begleitend eingesetzt werden, zur Abklärung etwaiger Begleitverletzungen sollte jedoch stets ein Arzt konsultiert werden, bevor sich der Patient auf die eigene Diagnosefähigkeit verlässt und untere Umständen Verletzungen vernachlässigt, deren zeitnahe Behandlung über den Erfolg einer solchen Therapie bestimmt.

Drucktherapie

Die Drucktherapie nach Mohamed Khalifa arbeitet im Falle des Kreuzbandrisses mit einer Art Massage, die nach eigener Aussage sogar zu einem vollständigen Nachwachsen des Kreuzbandes führen kann. Hier wird gezielte Druckausübung zur Anregung der Selbstheilungskräfte des Körpers genutzt.

Aromatherapie

Bei der Aromatherapie wird ebenfalls mit jenen Selbstheilungskräften gearbeitet, durch die Beduftung während Massagen und anderen Behandlungen werden ätherische Öle begleitend eingesetzt.

Traditionelle chinesische Medizin

Die traditionelle chinesische Medizin führt die Kreuzbandruptur auf eine Störung des Magenmeridians zurück, in deren Verlauf Blockaden des Knies vorkommen können, sodass strukturelle Läsionen wie im Falle des Kreuzbandrisses durchaus vorkommen können.

Homöopathie

Auch die Homöopathie kennt einige Behandlungsansätze, die den Heilungsprozess unterstützen sollen und auch während der Aufbau- und Belastungsphase eingesetzt werden.

Akupunktur

Die Akupunktur kann ergänzend zu anderen Behandlungsmethoden zum Einsatz kommen und ähnlich wie die Beduftung mit ätherischen Ölen und dem Einsatz homöopathischer Mittel den Heilungsprozess begleiten.

Alternative Behandlungsansätze sind:

  • Drucktherapie
  • Aromatherapie
  • traditionelle chinesische Medizin
  • Homöopathie
  • Akupunktur

Welche Hausmittel können helfen?

Solange die Operationswunden noch nicht vollständig geschlossen sind, sollte von der Behandlung mit Hausmitteln abgesehen werden, falls diese direkt auf das Knie aufgetragen werden müssen, da Infektionsgefahr herrscht. Sobald allerdings alle äußeren Wunden fachgerecht verschlossen sind und sämtliche Pflaster und Verbände abgenommen werden können, können Sie sich ohne weitere Bedenken an die Nutzung einiger bewährter Hausmittel machen:

Einen Wickel aus gekühltem Speisequark auf das Knie zu legen kann wahre Wunder wirken – Dieser Quarkwickel wirkt entzündungshemmend und abschwellend und kann der Genesung durchaus zuträglich sein. Durch die Kühle können außerdem weitere Einblutungen in das Gewebe verhindert und Schmerzen ein wenig gelindert werden.

Viele Leistungssportler schwören außerdem auf „Retterspitz äußerlich“, welches ähnlich wirkt und ebenfalls als Wickel um das Kniegelenk gelegt werden kann. Das Mittel ist in jeder Apotheke erhältlich oder über das Internet bestellbar. Zur Applikation tränken Sie einfach ein Handtuch in die Lösung und legen es wie jeden anderen Wickel um ihr Knie.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Unter den Heilkräutern eignet sich alles, was abschwellend und entzündungshemmend wirkt. Auch diese sollten, im Falle einer äußerlichen Anwendung erst dann verwendet werden, wenn sämtliche Wunden oberflächlich verschlossen sind. Nur so kann eine Infektion ausgeschlossen und gefahrlos mit Heilpflanzen gearbeitet werden.

Entzündungshemmende Heilpflanzen sind Brennnesseln, Weidenrinde und Teufelskralle, aber auch Ahorn.

Brennnesselblätter

Die Extrakte der Brennnessel beeinflussen die entzündungsfördernden Botenstoffe der Gelenkkapseln. Hier reicht in der Regel die Einnahme als Dragee oder mit kochendem Wasser aufgegossener Tee.

Weidenrinde

Zur Linderung leichterer Schmerzen kann die Rinde der Weide eingesetzt werden. Weidenrinde wirkt ähnlich wie Aspirin, da der darin enthaltene Wirkstoff dem synthetischen Inhaltsstoff der Tablette sehr ähnlich ist. Vorteil gegenüber der synthetischen Arznei ist das geringe Auftreten von Nebenwirkungen. Weidenrinde kann in Form von Dragees eingenommen werden und kann problemlos nachdosiert werden, sollte die gewünschte Schmerzlinderung und Entzündungshemmung nicht eintreten.

Wurzel der Teufelskralle

Die aus Afrika stammende Teufelskralle kann als Extrakt Schmerzen lindern und hat auch nach Absetzung der Einnahme positive Langzeitwirkung. Eine Entfaltung der vollen Wirkung ist allerdings erst nach etwa 12 Wochen regelmäßiger Einnahme zu erwarten, weshalb die Teufelskralle zunächst eher begleitend eingenommen werden sollte.

Ätherische Öle

Der Einsatz ätherischer Öle kann schmerzlindernd wirken und begleitendend bedenkenlos stattfinden. Ein beliebtes Hausmittel ist hierbei der bereits genannte Retterspitz äußerlich, welcher durch seine reinen ätherischen Öle hervorragend gegen Schwellungen und Entzündungen und die damit verbundenen Schmerzen helfen kann.

Folgende ätherische Öle eignen sich bei einem Kreuzbandriss:

  • Geranium
  • Kamille
  • Pfefferminze
  • Niaouli
  • Mischung ätherischer Öle „Retterspitz“

Homöopathie & Globuli

Natürlich bieten sich auch im Bereich der homöopathischen Medizin zahlreiche Mittel begleitend zur Ruhigstellung und Krankengymnastik. So kann die Gefahr größerer Nebenwirkungen umgangen und trotzdem unterstützend in den Heilungsverlauf eingegriffen werden.

Die ersten 14 Tage nach der Verletzung empfehlen sich schmerzmindernde homöopathische Mittel in hoher Potenz. Geranium (auch Ruprechtskraut) wirkt antiseptisch und schmerzlindernd, Arnica wirkt gezielt auf die Verletzung des Bewegungsapparats und sorgt für den Rückgang möglicherweise auftretender Entzündungen. Ruta, eine giftige Strauchpflanze, wird potenziert gerne gegen rheumatische Beschwerden eingesetzt, kann aber auch bei Verstauchungen oder Prellungen eingesetzt werden und bietet sich deshalb auch bei einem Kreuzbandriss an. Der behaarte Giftsumach, Rhus toxicodendron, wirkt ähnlich auf den Bewegungsapparat und kann die Wundheilung ebenfalls unterstützen.

Folgende Globuli eignen sich zur Begleitung des Heilungsverlaufs der ersten 14 Tage:

  • Geranium D12
  • Arnica D12
  • Ruta D12
  • Rhus toxicocendron D12

Diese Kombination wird dreimal täglich zu je 5 Globuli eingenommen.

Die Tage 14-21 erfordern oft eine medikamentöse Unterstützung der Wundheilung, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Calendula, sowohl in Form von Globuli zur inneren Anwendung oder als Salbe oder Lösung zur äußeren Anwendung, wirkt gerade bei frischen Verletzungen positiv auf die Wundheilung. Hier werden zweimal täglich 5 Globuli eingenommen.

Direkt nach Therapieeinheiten mit Belastung sollten Sie Ihr Knie mit Johanniskrautöl einschmieren und gegebenenfalls einen Knieguss durchführen.

Schüssler-Salze

Begleitend zur homöopathischen Behandlung Ihres Kreuzbandrisses können Schüssler-Salze eingenommen werden, um vor allem die Wundheilung und Regeneration der umliegenden Gewebe zu fördern.

In den Tagen 14-21 nach Verletzung können Schüssler-Salze zur Festigung des Bindegewebes (Schüssler Salz Nr. 1 und Nr. 11) und zur Regulation des Wasserhaushalts im Körper (Schüssler Salz Nr. 8) eingesetzt werden, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Folgende Schüssler-Salze können helfen, den Heilungsprozess zu beschleunigen:

  • Schüssler Salz Nr. 1
  • Schüssler Salz Nr. 8
  • Schüssler Salz Nr. 11

Die folgenden sechs bis acht Monate nach Verletzung ist es förderlich, zusätzlich zur Festigung und Stärkung des umliegenden Gewebes und zur Regulation des Wasserhaushalts, die Entschlanckung des Körpers zu fördern. Dies gelingt unter Zuhilfenahme des Schüssler-Salzes Nr. 6.

Folgende Schüssler-Salze können während der folgenden sechs bis acht Monate Erleichterung verschaffen:

  • Schüssler Salz Nr. 1
  • Schüssler Salz Nr. 6
  • Schüssler Salz Nr. 8
  • Schüssler Salz Nr. 11

Diät & Ernährung

Um die Heilung positiv zu unterstützen, sollte eine entzündungssenkende Ernährung in den Tagesablauf integriert werden. Dazu gehören der Verzehr frischer Kräuter, Gemüse und von Nahrungsmitteln mit gehobenem Anteil gesättigter Fettsäuren wie Gewürzquark. Verzichtet werden sollte auf Weizen, stattdessen kann auf Hirse, Hafer oder Dinkel umgestiegen werden.

Ernährungswissenschaftler raten außerdem von übermäßigem Genuss von Nahrungsmitteln mit großen Mengen Omega-6-Fetten, da diese offenbar die Entzündungsbildung bestärken. Zusätzlich werden Nahrungsmittel mit hohem Omega-3-Fettanteil empfohlen, da diese den gegenteiligen Effekt zu haben scheinen. Diese Hypothese ist allerdings wissenschaftlich fragwürdig, da hierzu bisher lediglich Reagenzglasstudien die Wirksamkeit beweisen konnte und fraglich ist, ob sich diese modellhafte Funktionalität auch auf den menschlichen Körper übertragen lässt.

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FAQ – Fragen & Antworten

Wann sollte ich operieren lassen?

Abhängig von der sportlichen Aktivität und beruflichem Hintergrund (beispielsweise Angewiesenheit auf sportliche Fähigkeit) sollten behandelnde Ärzte Sie in die Entscheidungsfindung einweisen. Gerade, wenn das Wiedererlangen der vorherigen sportlichen Leistungsfähigkeit für Sie im Vordergrund steht, sollte über eine OP nachgedacht werden.

Wie lange werde ich arbeitsunfähig sein?

In der Regel wird der Patient je nach Verlauf der Heilung und Art der Behandlungsmethode für acht bis zwölf Wochen krankgeschrieben.

Wie erkenne ich einen Kreuzbandriss?

Einen Kreuzbandriss selbst zu diagnostizieren ist alleine schon aufgrund der Schmerzen so gut wie unmöglich. Treten allerdings nach einer Verletzung Symptome wie stechende Schmerzen, Blutergüsse und Schwellungen im Kniebereich auf, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann neben einer sicheren Diagnose einer Kreuzbandruptur auch mögliche Begleitverletzungen ausschließen, die ein sofortigen Behandlung erfordern.

Welchen Arzt sollte ich aufsuchen, wenn ich einen Kreuzbandriss vermute?

Spezialisten wie Sportmediziner oder Orthopäden sind auf Verletzungen wie Kreuzbandrisse spezialisiert, allerdings kann zur Erstbehandlung und erster Diagnose auch der Hausarzt aufgesucht werden, falls kurzfristig kein Termin beim Spezialisten verfügbar ist. Ohne MRT und Röntgenaufnahme kann allerdings keine Aussage über weitere Verletzungen getroffen werden, sodass auch der Allgemeinmediziner Sie an einen entsprechenden Facharzt überweisen wird.

Wie kann ich mich gegen einen Kreuzbandriss wappnen?

Regelmäßige Aufwärmtrainings vor Beginn sportlicher Aktivitäten und richtige Ernährung können Risikofaktoren minimieren, aber auch eine genaue Kenntnis der Verletzungssituation kann helfen, fehlerhafte Beinstellungen und -bewegungen zu vermeiden.

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